Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwelt", "tolle Missionen", "ziemlich frauenfeindlich" und "furchtbare Charaktere"

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ico
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von ico »

Nur kurz persönlich. Ich liebe GTA 5 ^^
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Lykaner77
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Re: Spielwelt für Männer

Beitrag von Lykaner77 »

EvilReaper hat geschrieben:
Obstdieb hat geschrieben:
Lykaner77 hat geschrieben: Akzeptier einfach, dass es ein Spiel hauptsächlich für männliche Zocker ist. Dafür wurde es programmiert und auf diese Zielgruppe ist es ausgerichtet.
Bullshit. Die wenigsten Leute designen Spiele für ein bestimmtes Geschlecht.
GTA ist aber für Männer designed, erst vor kurzem haben die Autoren mal wieder davon geschwärmt wie toll maskulin die Story ist. Fast jedes Spiel , und zu 100% ein Spiel mit einem Budget von 200Mio, ist mit einer bestimmten Zielgruppe im Sinn konzipiert worden. Das ist nunmal Fakt. Es stört umgekehrt doch auch keinen, dass bei Barbies Ponyhof Games kein Mann mit der Statur eines Türstehers spielbar ist, wieso wird das also ähnlich Absurdes von GTA verlangt?
Völlig richtig. Das ist wie mit jedem anderen Produkt auch. Da wird vorher geschaut: Für welches Geschlecht, welche Altersgruppe und Kaufkraft soll das Produkt geeignet sein. Denn eine Eierlegendewollmilchsau, also ein Produkt das perfekt für alle Menschen ist, gibt es nun mal nicht. Und da der Spielemarkt traditionell überwiegend aus männlichen Spielern besteht, die nun mal gerade im jugendlichen Alter vor allem auf Action und Sex stehen, bedient GTA diesen Markt perfekt. Und da ist auch überhaupt nichts schlimmes dran. Wem es nicht gefällt, kann ja was anderes Zocken.
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Wigggenz
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Wigggenz »

Wulgaru hat geschrieben:Jap und genau deswegen ist das ganze so anstrengend...spiels nicht, spiel was anderes sobald Kritik aufkommt.
Nicht sobald Kritik kommt (Kritik selber habe ich genug an dem Spiel), sondern wenn Kritik in einer bestimmten, unverständlichen Form daherkommt, etwa in deiner.

Denn was du tust ist nunmal genau das hier:
Ein Spiel dafür zu kritisieren, dass es seinem Genre bzw. Subgenre angehört.

Das ist auf dem gleichen Niveau, als würdest du ein Fußballspiel dafür kritisieren, nichts als Fußball zu bieten, daher der Vergleich mit FIFA
Diese Form von Kritik ist tatsächlich nicht möglich.

Du versuchst gar nicht, dich inhaltlich mit diesen Überlegungen auseinanderzusetzen, du siehst nur die Worte "spiele etwas anderes", blendest den restlichen Argumentationskontext sofort aus und reagierst allergisch. Denn "Spiel etwas Anderes" ist manchmal tatsächlich ein legitimes Argument. Gilt übrigens auch in der 4Players-Redaktion. Wenn ein Tester mit einem bestimmten Genre nichts anfangen kann, wird er nicht an diese Spiele rangelassen.

Im Übrigen finde ich es argumentatorisch sehr schwach, etwas als "falsch" zu bezeichnen, dann aber die Frage danach, was denn nicht "falsch" ist, einfach von sich zu weisen.
Etny00
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Etny00 »

Ich hab mir hier ein paar Kommentare durch gelesen und kann nur sagen, hier sind definitiv zu viele Leute unterwegs der Sorte: Travor.
Wie kann man in so einem EXTREM Überzogenen Spiel ein Sinn suchen? Welche Motivation hat Travor... KEINE... Er ist so wie er ist und verdammt, er ist ein VIDEOSPIEL Charakter. Da könnte man genau so gut fragen, welche Motivation hatten die Geister von PacMan.
Er ist halt ein Klischee Kentucky Hinterwälder. Nicht mehr und nicht weniger... genau wie Franklin ein Klischee West Coast Gangster ist und Micheal ein in die Jahre gekommener Klischee Familien Daddy der seiner Vergangenheit hinter her trauert. Alles total überzeichnet und over the top. GTA halt... wer darin einen Sinn sucht ist wirklich selber Schuld. GTA soll in erster Linie SPASS machen, nicht mehr und nicht weniger.
Ich wusste gar nicht das Deutschland aus so vielen "Pseudo Psychologie Freaks" besteht.
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Usul
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Usul »

Wigggenz hat geschrieben:Du versuchst gar nicht, dich inhaltlich mit diesen Überlegungen auseinanderzusetzen, du siehst nur die Worte "spiele etwas anderes", blendest den restlichen Argumentationskontext sofort aus und reagierst allergisch. Denn "Spiel etwas Anderes" ist manchmal tatsächlich ein legitimes Argument. Gilt übrigens auch in der 4Players-Redaktion. Wenn ein Tester mit einem bestimmten Genre nichts anfangen kann, wird er nicht an diese Spiele rangelassen.
Jep, und daher drehen wir uns im Kreis, denn an dem Punkt waren wir schon mehrfach in diesem Thread.

Wulgaru hat geschrieben:Na dann lies ihn doch bitte auch nochmal. Es geht Escapist nicht darum das man Verbrecher spielt sondern das ihre Motivation falsch ist. Das bezieht sich auf ihre Charakterzeichnung und darüber eine kritische Meinung zu haben ist völlig legitim, auch wenn das eventuell andere anders sehen mögen und dabei über die gleichen Dinge reden.
Das mit der Motivation und der Charakterzeichnung kommt mir schlichtweg falsch vor. Ohne schon wieder Michael loben zu wollen: Seine Motivation und sein Charakter sind zumindest bis zum ersten Banküberfall hervorragend getroffen. Auch bei Franklin ist die Motivation gegeben und auch sein Charakter ist nicht sooo klischeehaft, weil er ja eben mehr aus seinem (Gangsta-)Leben machen will.

Der Escapist-Artikel hängt sich größtenteils an 2 Punkten auf:
1. Daß man schreckliche Dinge tut.
2. Daß die Charaktere, die diese schrecklichen Dinge tun, mit der Zeit langweilig werden.
Kann man so sehen und dann so kritisieren.
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Lykaner77
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Lykaner77 »

Etny00 hat geschrieben: Ich wusste gar nicht das Deutschland aus so vielen "Pseudo Psychologie Freaks" besteht.
Wenn Du wüsstest!
Aber aus ein paar Beiträgen in einem Spielemagazinforum auf ganz Deutschland zu schließen ist schon ziemlich gewagt. Die Welt da draußen ist deutlich mehr als das hier, zumindest hoffe ich es. :wink:
napf
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von napf »

ico hat geschrieben:Nur kurz persönlich. Ich liebe GTA 5 ^^
So und nicht anders! :D :D
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Zehenry
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Zehenry »

Oldholo hat geschrieben:
Sevulon hat geschrieben: Spiel das Spiel mal und schreib das nochmal, wenn du aktiv foltern musstest mit Waterboarding, Elektroschocks, Zähne ziehen und Kniescheiben zertrümmern. Das nimmt schon grenzwertige Dimensionen an, die es so in GTA bisher noch nicht gab.
Mal so nebenbei gefragt, weil Kontext vielleicht hilfreich sein könnte: Wen foltert man da eigentlich, und wieso?
Es gäbe da ja durchaus Szenarien, in denen Folter für den einen oder Anderen als Notlösung vertretbar sein könnte (klassischerweise "Wo ist die Bombe?", "Wohin habt ihr meine Tochter gebracht?",..).
Trifft auf einen Gangster nun wahrscheinlich nicht zu, aber interessieren würd's mich mal. In Spoiler-Tags natürlich. :D
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Die Person wird gefoltert um jemanden zu finden, der dann umgebracht wird.

Kannst es dir ja mal anschauen: http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... RuNivXp1_w
Ich fands auch schon ein wenig krass, um ehrlich zu sein..
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Oldholo
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Oldholo »

Zehenry hat geschrieben:
Spoiler
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Die Person wird gefoltert um jemanden zu finden, der dann umgebracht wird.

Kannst es dir ja mal anschauen: http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... RuNivXp1_w
Danke, Zehenry, allerdings kannt' ich das Video schon.
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Mich interessiert vielmehr, wer der Gefolterte und wer der zu Tötende ist. Cops, die zu viel wissen? Rivalen? Verräter einer befreundeten Gang? Ein Bankdirektor und sein Taxifahrer? Kurz: Worum geht's im Gesamten in der Mission? :)
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TheLaughingMan
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von TheLaughingMan »

Oldholo hat geschrieben:
Zehenry hat geschrieben:
Spoiler
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Die Person wird gefoltert um jemanden zu finden, der dann umgebracht wird.

Kannst es dir ja mal anschauen: http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... RuNivXp1_w
Danke, Zehenry, allerdings kannt' ich das Video schon.
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Mich interessiert vielmehr, wer der Gefolterte und wer der zu Tötende ist. Cops, die zu viel wissen? Rivalen? Verräter einer befreundeten Gang? Ein Bankdirektor und sein Taxifahrer? Kurz: Worum geht's im Gesamten in der Mission? :)
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Das Folteropfer ist ein Zivilist, ein Installateur für Heimkino Technik, der einen seiner Auftraggeber beschreiben soll, weil dieser angeblich ein Aserbaidschanischer Terrorist ist und ausgeknipst werden soll.
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saxxon.de
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von saxxon.de »

Zehenry hat geschrieben:
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Die Person wird gefoltert um jemanden zu finden, der dann umgebracht wird.
Ich fands auch schon ein wenig krass, um ehrlich zu sein..
Ich war gespannt auf die Szene, weil ich wusste dass sie irgendwann kommt. Jetzt hatte ich sie und ich find's völlig in Ordnung, wenn man den Kontext berücksichtigt.
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Es geht ja nicht nur darum, jemanden zu foltern um dann den anderen umbringen zu können. Die ganze Situation wird äusserst überspitzt inszeniert, angefangen damit dass derjenige, der gefoltert wird unschuldig ist und von den Geheimdiensten nur deshalb festgehalten (und auch dort schon gefoltert) wird, weil sie ihm unterstellen ein Schläfer zu sein, bzw. Kontakt zu einem zu haben. Das passiert bereits ohne irgendwelche echten Indizien oder handfesten Beweise. In der eigentlichen Folterszene merkt man dann auch ganz klar, dass die gesamte Situation, sowohl die Folterung an sich als auch der Auftragsmord von Michael auf nichts weiter basiert als auf Hysterie und Misstrauen Ausländern gegenüber.
Dieses ganze Vorgehen findet bei den Amis in Guantanamo Bay ja zumindest ähnlich statt. Es gibt ja Interviews von Leuten, die wegen ähnlicher "Beweise" wie der ethnischen Herkunft dort festgehalten und durch z.B. Waterboarding gefoltert wurden.
Anschließend, wenn man dann in GTA den Gefolterten zum Flughafen fährt, findet ja der Folter-Monolog von Trevor statt, der einfach klipp und klar sagt, dass Folter nur für denjenigen stattfindet, der foltert. Dass Menschen Machtpositionen gnadenlos ausnutzen, wenn sie keine Konsequenzen zu fürchten haben ist auch nicht erst seit kurzem bekannt (siehe Das Stanfort-Prison-Experiment) und der Mensch neigt dann schneller zum Sadismus als die Meisten wahrhaben wollen.

Im Grunde nimmt sich das Spiel an dieser Stelle der Anti-Terror-Politik und -Vorgehensweise der Amerikaner an und zeigt sie ungeschönt in aller Härte. Es ist ja nicht so, als wäre das eine Fun-Party-Gute-Laune-Mission, in der man plötzlich aktiv foltern muss, sondern es wird drumherum viel Kritik daran geübt, wenn man sich genau anschaut, was gesagt wird und stattfindet. Dass man dann auch noch selbst aktiv teilnimmt ist nur konsequent, wenn man wirklich zeigen will wie hart sowas ist.

edit: Der angebliche Terrorist wird dann auch beschrieben als Raucher, Linkshänder, arabischer Typ mit Vollbart - mehr "Beweise" werden da nicht gebraucht. Anschließend hört man dann im Radio, dass es sich um einen sozial engagierten Menschen gehandelt hat, viel Gutes in seiner Gemeinde getan hat. Völlig überzogen also. Wie heißt es in "Power Player" der Band Clutch schon: "You can always tell the terrorist / by his cologne and the watch on his wrist"..
Insofern finde ich die ganze Szene genauso gerechtfertigt wie die Folterszene in The Last of Us, die zwar nicht interaktiv ist, dafür aber aus vornehmlich persönlichen Motiven stattfindet (nämlich die Sorge um Ellie), während es bei GTA meiner Ansicht nach als politischer Kommentar zu interpretieren ist.

Bei beiden Spielen handelt es sich um Spiele für Erwachsene, in beiden Spielen findet die Folterung nicht zur Unterhaltung statt. Beide Spiele liefern einen Kontext, der zwar nicht die Folterung an sich rechtfertigt, wohl aber dass sie im Spiel enthalten ist. Insofern gibt's daran nichts auszusetzen, finde ich.
Zuletzt geändert von saxxon.de am 19.09.2013 17:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Rooster
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Rooster »

TheLaughingMan hat geschrieben:
Oldholo hat geschrieben:
Zehenry hat geschrieben:
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Die Person wird gefoltert um jemanden zu finden, der dann umgebracht wird.

Kannst es dir ja mal anschauen: http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... RuNivXp1_w
Danke, Zehenry, allerdings kannt' ich das Video schon.
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Mich interessiert vielmehr, wer der Gefolterte und wer der zu Tötende ist. Cops, die zu viel wissen? Rivalen? Verräter einer befreundeten Gang? Ein Bankdirektor und sein Taxifahrer? Kurz: Worum geht's im Gesamten in der Mission? :)
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Das Folteropfer ist ein Zivilist, ein Installateur für Heimkino Technik, der einen seiner Auftraggeber beschreiben soll, weil dieser angeblich ein Aserbaidschanischer Terrorist ist und ausgeknipst werden soll.
heftig, heftig. hab ich in der form in noch keinem videospiel gesehen. bin mal auf den gesamtkontext gespannt in dem das ganze stattfindet. angeblich spricht trevor davon wie sinnlos folter in wirklichkeit ist? kontrapunkt zur spassigen gewalt? gibts ne aussage?
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von saxxon.de »

@Rooster: Lies meinen Spoiler.
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Rooster
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Rooster »

saxxon.de hat geschrieben:@Rooster: Lies meinen Spoiler.
thx für den hinweis! muss ich mir noch (wohl oder übel) selbst ein bild davon machen. zumindest für mich ein derber schlag in die magengrube und um einiges eindringlicher als in die eigentlich auch heftige folter szene aus tlou die ich aber ehrlich gesagt schon wieder vergessen hatte...
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superboss
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von superboss »

interaktive Folter?? oh dann mach ich den Fernseher aus und drück irgendwelche Knöpfe.......