Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spielekritik

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Granfaloon
Beiträge: 189
Registriert: 23.05.2013 14:42
Persönliche Nachricht:

Kommentar

Beitrag von Granfaloon »

Ich hab` mal ne Off-Topic-Frage: Ich hab mir am Wochenende einen HD-Ready Fernseher zugelegt. Reicht der für Next-Gen? Inwieweit wird Full-HD auf HD heruntergerechnet und gibt es eine Differenz in der optischen Wahrnehmung respektive zwischen 720dp und 1080p? Ich spiele gerade Darksiders 2, Bioshock 2 und AC3 gleichzeitig aber hab ich gestern Halo 4 abgeschlossen und halte es für möglich, dass Full-HD dort mehr rausholt! Mir ist klar, dass es sich bei dem Full-HD-Logo nur um ein von der Industrie selbst geschaffenes Logo handelt, das davon ausgeht, dass die Entwicklung von HD abgeschlossen ist, aslo eigentlich nur eine Chimäre für HD mit 1080p.
Granfaloon
Beiträge: 189
Registriert: 23.05.2013 14:42
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Granfaloon »

KATTAMAKKA hat geschrieben:Game Journalismuss ist gleich ein Null Anspruch Dauerwerbung Medium :mrgreen:
Verabsolutierungen bringen nichts, selbst wenn Du Recht hast. Ansonsten sind wir hier alle keine universalgebildeten Renaissancemenschen.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Sir Richfield »

Granfaloon hat geschrieben:Verabsolutierungen bringen nichts*, selbst wenn Du Recht hast. Ansonsten sind wir hier alle** keine universalgebildeten Renaissancemenschen.
* Verallgemeinerung 1
** Verallgemeinerung 2

;)

Aber wie lauten Regel 10 und 12 der Liste "Wie man gut schreibt"?
10. Kein Mensch mag allgemeine Behauptungen.
12. Wer braucht rhetorische Fragen?
Granfaloon
Beiträge: 189
Registriert: 23.05.2013 14:42
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Granfaloon »

Sir Richfield hat geschrieben:
Granfaloon hat geschrieben:Verabsolutierungen bringen nichts*, selbst wenn Du Recht hast. Ansonsten sind wir hier alle** keine universalgebildeten Renaissancemenschen.
* Verallgemeinerung 1
** Verallgemeinerung 2

;)

Aber wie lauten Regel 10 und 12 der Liste "Wie man gut schreibt"?
10. Kein Mensch mag allgemeine Behauptungen.
12. Wer braucht rhetorische Fragen?
Yuhu, meine erste totgelaufende Diskussion, die ich auf die Metaebene geführt habe. Jetzt können wir anfangen, uns Setzung-gegen-Setzung-mäßig auf den Keks zu gehen und off-topic-Themen wie türkischen
Kreuzkümmel disputieren. :banane:
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Sir Richfield »

Granfaloon hat geschrieben:
="Sir Richfield"]Aber wie lauten Regel 10 und 12 der Liste "Wie man gut schreibt"?
10. Kein Mensch mag allgemeine Behauptungen.
12. Wer braucht rhetorische Fragen?
Yuhu, meine erste totgelaufende Diskussion, die ich auf die Metaebene geführt habe. Jetzt können wir anfangen, uns Setzung-gegen-Setzung-mäßig auf den Keks zu gehen und off-topic-Themen wie türkischen
Kreuzkümmel disputieren. :banane:
Wahlweise kannst du dir die Frage stellen:
Was ist sinnvoller: Auf KATTAMAKKAs offensichtliche Provokation oder auf meinen blöden Scherz eingehen?
Zuletzt geändert von Sir Richfield am 17.07.2013 15:05, insgesamt 1-mal geändert.
Granfaloon
Beiträge: 189
Registriert: 23.05.2013 14:42
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Granfaloon »

Sir Richfield "Aber wie lauten Regel 10 und 12 der Liste "Wie man gut schreibt"?
10. Kein Mensch mag allgemeine Behauptungen.
12. Wer braucht rhetorische Fragen
Wahlweise kannst du dir die Frage stellen:
Was ist sinnvoller: Auf KATTAMAKKAs offensichtliche Provokation oder auf meinen blöden Scherz eingehen?
Wer braucht rhetorische Fragen und selbstreferenzielle Fragen?
Zuletzt geändert von Granfaloon am 17.07.2013 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
crewmate
Beiträge: 18865
Registriert: 29.05.2007 15:16
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von crewmate »

Granfaloon hat geschrieben:
Sir Richfield "Aber wie lauten Regel 10 und 12 der Liste "Wie man gut schreibt"?
10. Kein Mensch mag allgemeine Behauptungen.
12. Wer braucht rhetorische Fragen
Wahlweise kannst du dir die Frage stellen:
Was ist sinnvoller: Auf KATTAMAKKAs offensichtliche Provokation oder auf meinen blöden Scherz eingehen?
Wer braucht rhetorische Fragen und selbstreferenzielle Fragen?
Arschlöcher sind unsympathisch.
Granfaloon
Beiträge: 189
Registriert: 23.05.2013 14:42
Persönliche Nachricht:

Kommentar

Beitrag von Granfaloon »

Wir haben hier lediglich in einer Art Plan-Spiel durchgespielt, wie so etwas zustande kommt, dass man sich gegenseitig als Arschloch tituliert.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Sir Richfield »

crewmate hat geschrieben:
Granfaloon hat geschrieben:Wer braucht rhetorische Fragen und selbstreferenzielle Fragen?
Arschlöcher sind unsympathisch.
11. Sei nicht redundant, benutze nicht mehr Wörter als nötig. Das ist nämlich total absolut überflüssig.

Bisher hat noch niemand jemanden ein Arschloch genannt.
Ob die Aussage, dass Arschlöcher unsympatisch sind, allgemeingültig ist, darüber ließe sich nachdenken. Eine ganze "Film"branche lebt davon, dass manchen Menschen einem solchen nicht abgeneigt sind.
Granfaloon
Beiträge: 189
Registriert: 23.05.2013 14:42
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Granfaloon »

11. Sei nicht redundant, benutze nicht mehr Wörter als nötig. Das ist nämlich total absolut überflüssig.
Exactamente, damit können wir die zwei Metaebenen jetzt schließen. Ich vermeine, dass Sir Richfield ebensowie ich als Vertreter britischen Adels und als geschlagenem Ritter die Gepflogenheiten des Understatement beherrscht und wir uns niemals als Arschloch bezeichnen würden, höchstens mal als
schändlichen Flegel, Franzosen oder im Ausnahmefall Gemüseadel :König:. Um jetzt nochmal auf die Sachebene zurückzukommen. Was mir im Spielejournalismus tatsächlich fehlt und wofür ich auch für ein Magazin ... besser gesagt richtige Publizistik an die 8 Euro im Monat berappen würde, wäre ein Heft, in welchem Referenzen vom jeweiligen Spiel zu anderen kulturgeschichtlichen Topoi aufgezeigt werden.

Ich wusste z.B. nicht, welche Kernthemen der Malerei in Deus Ex: Human Revolution verhandelt werden. Ferner, dass Bioshoch "Eins" auf die mir unbekannte Philosophin Ayn Rand zurückgeht. Anhand von Catherine kann man locker leicht Freuds Theorie des Unbewussten darstellen.

Ein Debattenteilnehmer in einem anderen Forum wies nach, dass das Ende von Bioshock Infinte mit String-Theorie und Multiversen zu tun hat. Das alles sind Wahnsinns-THEMEN und würden den Spiele-Journalismus in ein ernsthaftes, integres und lauteres Medium verwandeln. Zwar bin ich mit dieser Aussage redundant, aber ... huffffff ... zumindest wieder auf der Sachebene.
Zuletzt geändert von Granfaloon am 18.07.2013 10:42, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Sevulon
Beiträge: 3839
Registriert: 01.09.2008 18:58
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Sevulon »

Würde aber vermutlich 90% der Spieler kein Stück interessieren und zu Tode langweilen, ergo sich vermutlich nicht verkaufen.

Was nämlich bei der "Sind Videospiele Kunst?" Debatte auch meist ein wenig untergeht ist, dass sich der gemeine Videospieler garnicht groß für Kunst interessiert und einfach nur Spaß beim Spielen haben möchte. Auch komplexe Hintergrundthematiken aus dem Bereich Philosophie, Soziologie etc. mögen für manche vielleicht ganz interessant sein, eventuell regt ein Ende wie das von Bioshock Infinitiy den ein oder anderen zum Nachdenken an, sind letztlich aber nur selten Entscheidend, ob das Spiel nun Spaß macht oder nicht.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Sir Richfield »

Sevulon hat geschrieben:Was nämlich bei der "Sind Videospiele Kunst?" Debatte auch meist ein wenig untergeht ist, dass sich der gemeine Videospieler garnicht groß für Kunst interessiert und einfach nur Spaß beim Spielen haben möchte.
Interessanter Punkt.

Wobei sich auch hier die Bereiche angleichen:
- Ich werde doof in einem Museum angeguckt, wenn ich offen zugebe, dass mir der ganze philosophische Quatsch, den man mir versucht zu dem Ofenrohr am Kommödchen (Wahlweise Butter in der Zimmerecke, gleicher Künstler) zu erzählen mal gepflegt am Allerwertesten vorbeigeht und ich Kunst für mich selbst danach bewerte, ob sie irgendeine Saite in mir zupft.
- Ich werde doof angemacht, wenn ich in einer Bioshock (I, II, I (see what I did there?)) Diskussion sage, dass das mit der Story ja ganz toll ist, aber das Interaktive an diesem Spiel irgendwie nicht besonders kreativ ist.

Pauschal würde ich diesen Unterschied aber auch machen wollen, dass es in einem SPIEL primär darum gehen sollte, ob der Spieler das auch gerne SPIELEN will.
Wollen! Ich SOLLTE allerdings nicht. Denn sonst stelle ich mir ja selber ein Bein, wenn ich so rumpauschalisiere.
Denn dann kommt garantiert einer mit Planescape Torment um die Ecke. (Nicht Dear Esther, weil ich das in einem Nebensatz als trotzdem zulässig deklariert hätte, denn niemand soll aufgehalten werden, "reine" Kunst in Code zu pressen. Denn zwischen einer Videoinstallation, durch die man RL laufen kann oder Dear Esther scheint die Grenze recht dünn zu sein.)
Und dann müsste ich mich schon verbiegen und die Textwüsten, durch die man sich in dem Spiel ganz zwingend beißen MUSS, als Gameplay Element zu deklarieren und drauf hinweisen, dass es auf einer bekannten und soliden Engine lief, wie heuer Bioshock Infinite und dann konnte er reden und reden in einem unglaublich langen, niemals endenden Satz, der von Thema zu Thema sprang, so dass niemand ihn unterbrechen konnte; es war irgendwie hypnotisch...
Granfaloon
Beiträge: 189
Registriert: 23.05.2013 14:42
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Granfaloon »

Sevulon hat geschrieben:Würde aber vermutlich 90% der Spieler kein Stück interessieren und zu Tode langweilen, ergo sich vermutlich nicht verkaufen.

Was nämlich bei der "Sind Videospiele Kunst?" Debatte auch meist ein wenig untergeht ist, dass sich der gemeine Videospieler garnicht groß für Kunst interessiert und einfach nur Spaß beim Spielen haben möchte. Auch komplexe Hintergrundthematiken aus dem Bereich Philosophie, Soziologie etc. mögen für manche vielleicht ganz interessant sein, eventuell regt ein Ende wie das von Bioshock Infinitiy den ein oder anderen zum Nachdenken an, sind letztlich aber nur selten Entscheidend, ob das Spiel nun Spaß macht oder nicht.
Quelle GfK: "Schon längst sind Games fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Mit knapp 26 Millionen Personen spielt etwa ein Drittel aller Deutschen regelmäßig Computer- und Videospiele, darunter über 11 Millionen Frauen. Im Durchschnitt ist der deutsche Gamer 32 Jahre alt. Gespielt wird vor allem in Familien mit Kindern und Jugendlichen, und zwar über alle sozialen Schichten und alle Bildungsniveaus hinweg."

Dann gibt es 2,6 Millionen, die nicht nur auf hoppelnde Aliens/ Moorhühner in Halo mit dem Lasergewehr/ Schrotgewehr schießen wollen.
Benutzeravatar
Sevulon
Beiträge: 3839
Registriert: 01.09.2008 18:58
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Sevulon »

Ja, aber angenommen die Schätzung stimmt, würde sich von denen auch nur ein Bruchteil eine solche Zeitung kaufen, je nach Preis. Schließlich kaufen sich ja auch die anderen 24 Millionen nicht monatlich ein Gaming-Heftchen.
Granfaloon
Beiträge: 189
Registriert: 23.05.2013 14:42
Persönliche Nachricht:

Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie

Beitrag von Granfaloon »

Sevulon hat geschrieben:Ja, aber angenommen die Schätzung stimmt, würde sich von denen auch nur ein Bruchteil eine solche Zeitung kaufen, je nach Preis. Schließlich kaufen sich ja auch die anderen 24 Millionen nicht monatlich ein Gaming-Heftchen.
Es sind keine Schätzungen. Befragt wurden 25.000 Deutsche, was als Grundgesamtheit für so eine Studie absolut in Ordnung geht. Die Profil-Studie ist repräsentativ für 70 Millionen Deutsche. Ich habe am Wochenende mal bewusst am Bahnhof, wo die Zeitschriftenauswahl ja immer ein wenig größer ist, das Sortiment durchwühlt. Es gibt für mich zwei Kategorien. Die Eine wendet sich mit Infotainment an den Durchschnittsgamer und erzählt die Inhalte des Spiels nach. Das ist nicht schlecht geschrieben und auch durchaus untadelig, aber wenn ich mir eine Gamerzeitung kaufen würde, stünde an erster Stelle die Fragen "Wo ist der Erkenntnisgewinn", z.B. wenn Sir Richfield von der gezupften Seite schreibt, was ich jetzt mal mit dem Arte-Slogan: "So hab ich das noch nicht gesehen" übersetze. Zum Zweiten gibt es in jedem Game-Heftchen einen eklatanten Interessenkonflikt zwischen Anzeigenaquise und Wertungsurteil, der dazu führt übertreiben hohe Wertungen zu vergeben. Wenn ich eine Zeitung mit Pseudowertung kaufe, komme ich mir irgendwie verhohnepipelt vor. Dann gab es noch so eine Retro-Ecke, die das ganze zwar kulturell angegangen sind, wo mir allerdings das Vorwissen fehlte, weil es da um Spiele aus den 80er und 90er-Jahren ging.