Mass Effect 2: "Nehmen Spieler zu sehr an die Hand"

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zmonx
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Beitrag von zmonx »

Sir Richfield hat geschrieben:Hmm, wir müssen hier ein wenig differenzieren:
Ich mag Borderlands und finde auch, dass das EIN möglicher Weg ist.
(Ich sage EIN, weil ich nicht möchte, dass man NUR noch ARPGShooter macht!)
Ich kann auch Oblivion, Fallout und ME gönnen, auch wenn ich damit nichts anfangen kann - was aber primär daran liegt, dass ich z.B. bei Oblivion nie weiß, ob ich nicht getroffen habe, weil das Fadenkreuz falsch stand, die Hit Detection scheisse ist oder mein Char die falschen Werte hatte.
Will sagen, bei einem Ego RPG kommen mir da zu viele Faktoren zusammen. (Warum fand ich dann Ultima Underworld so genial??)
Zudem passt in meiner Welt Action und RPG (ohne A) nicht recht zusammen... Ich bin es zu sehr gewöhnt, bei den Kämpfen Ruhe zu haben, weil für mich ein RPG von den vielen Möglichkeiten lebt, die eine Party so hat. Weshalb Kotor gut geklappt hat, Du hast das Spiel jederzeit angehalten, Befehle vergeben, den Kampf geplant! Weshalb auch Dragon Age eine wahre Freude ist (auf dem PC!).
Aber ME fühlte sich für mich abseits der sehr gut gemachten Story und den genialen Zwischensequenzen nie an wie ein RPG - eher wie ein sehr verhinderter Shooter.

Deshalb habe ich Angst davor, in welcher Richtung die das "Anspruchsvoller" machen wollen.
Wenn ich im Gegenzug vernünftige Kampfplanung bekomme und meine KI Kollegen vernünftig steuern kann, wenn die Gegner nicht einfach nur blind auf mich zurennen und damit jede Taktik eh zum Teufel ist, DANN gerne.

ME ist nun mal nicht Borderlands. Deshalb sage ich, das ganze mehr auf Action zu drehen und den Anspruch durch einen schwereren Shooter zu erreichen ist unter Bioware Würde. Bioware macht exzellente RPG! Und sollte das auch weiterhin tun, egal in welcher Perspektive. Aber es muss ein RPG bleiben.
Ich weiß worauf du hinaus willst... ich habe auch Probleme damit, zu hören oder zu lesen, dass Mass Effect ein Rollenspiel ist. Es wirkt auf mich auch eher wie ein 3rd Person Shooter. Auf jedenfall ist es kein "klassisches" Rollenspiel wie DA:O, das stimmt. Das muss ein Rollenspiel aber auch nicht sein. Bioware macht gerade genau das, was ich mir schon lange gewünscht habe, einen Shooter und das klassische RPG, unter einen Hut zu bringen... und das verdammt gut. Es lässt sich leider nicht alles umsetzen, wie es gewohnt ist von RPGs, aber entscheidende Dinge wie Outfitwechsel, bessere Waffen bei höherem Level, Upgrademöglichkeiten, Charakterfähigkeiten selbst bestimmen, die Erschaffung eines eigenen Typs... und und und. Alles Dinge, die ich bei anderen Shootern immer vermisst hatte. Ich denke auch nicht, dass ein Team, was soviel Erfahrung mit klassischen RPGs hat, dieses Gebiet vernachlässigt und einen auf Zufrieden macht. Da wird bestimmt fleißig Brainstorming betrieben...

Zum Shooter selbst: Verhindert, ist auch wieder total banane hehe... die KI war doch ok, das Deckungssystem ebenfalls... auch konnte man seinem Team Befehle erteilen... woran auch weiter gefeilt wird und ein typisches RPG Merkmal ist. Die Fights in geschlossenen Räumen fand ich immer äusserst gelungen und Anspruchsvoll. Da war nichts mit reinstürmen und Headshotmassaker, weil die Gegner gegen eine Wand laufen oder blöd in der Gegend rumstehen. Die Gegner die du meinst, waren hauptsächlich Gegner, die auf einem Weg standen, irgendwo im freien agierten, durchgeknallte Biotiker oder diese Gethzombies... Das Waffen- und Rüstungsarsenal war auch Top und Glaubwürdig. Woran sie jetzt noch gearbeitet haben, siehe Telefonkonferenz, macht einen schon guten Shooter noch besser!
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

zmonx hat geschrieben:Ich weiß worauf du hinaus willst... ich habe auch Probleme damit, zu hören oder zu lesen, dass Mass Effect ein Rollenspiel ist. Es wirkt auf mich auch eher wie ein 3rd Person Shooter. Auf jedenfall ist es kein "klassisches" Rollenspiel wie DA:O, das stimmt.
Hachja, Terminologie. ;) Nein, klassisch auf keinen Fall, aber ein RPG muss ja nicht klassisch sein. Deshalb erwähnte ich Ultima Underworld (Quasi DER Urvater aller Ego RPG). Das war sowohl ein Egoshooter als auch ein RPG und in beidem (damals!) irgendwie perfekt.
Das muss ein Rollenspiel aber auch nicht sein. Bioware macht gerade genau das, was ich mir schon lange gewünscht habe, einen Shooter und das klassische RPG, unter einen Hut zu bringen... und das verdammt gut.
Hier scheiden sich die Geister, aber das ist Geschmack, da läßt sich halt nicht streiten. In meinen Augen machen die es halt nicht verdammt gut.
Es lässt sich leider nicht alles umsetzen, wie es gewohnt ist von RPGs
Doch, genau DEN Anspruch habe ich an Bioware. ;)
aber entscheidende Dinge wie Outfitwechsel, bessere Waffen bei höherem Level, Upgrademöglichkeiten, Charakterfähigkeiten selbst bestimmen, die Erschaffung eines eigenen Typs... und und und.
Und weit unter den Möglichkeiten eines RPG. Ich empfand diese Dinge bei ME als eher rudimentär.
Alles Dinge, die ich bei anderen Shootern immer vermisst hatte. Ich denke auch nicht, dass ein Team, was soviel Erfahrung mit klassischen RPGs hat, dieses Gebiet vernachlässigt und einen auf Zufrieden macht. Da wird bestimmt fleißig Brainstorming betrieben...
Naja, in Shootern vermisse ich die eher weniger. Aber das ist persönliche Vorliebe - ich möchte enweder ein DooM zurück, mit genialem Leveldesign, ekligen Monstern und wenig Hirn oder ein Half Life, also einen Shooter mit gutem Storytelling.
Zum Shooter selbst: Verhindert, ist auch wieder total banane hehe... die KI war doch ok, das Deckungssystem ebenfalls... auch konnte man seinem Team Befehle erteilen...
Ich glaube, wir haben verschiedene Spiele gespielt... *g*
woran auch weiter gefeilt wird und ein typisches RPG Merkmal ist. Die Fights in geschlossenen Räumen fand ich immer äusserst gelungen und Anspruchsvoll. Da war nichts mit reinstürmen und Headshotmassaker, weil die Gegner gegen eine Wand laufen oder blöd in der Gegend rumstehen. Die Gegner die du meinst, waren hauptsächlich Gegner, die auf einem Weg standen, irgendwo im freien agierten, durchgeknallte Biotiker oder diese Gethzombies... Das Waffen- und Rüstungsarsenal war auch Top und Glaubwürdig. Woran sie jetzt noch gearbeitet haben, siehe Telefonkonferenz, macht einen schon guten Shooter noch besser!
Also meine Erfahrung mit ME war, eine Tür öffnen, warten bis die erste Welle im Kreuzfeuer gestorben ist, hoffen dass die Kollegen keinen Mist bauen und dann die paar aufräumen, die nicht blöd nach vorne gestürmt sind.
Klar gab es auch welche, die in Deckung gegangen sind - aber für die war das Headshot Massacker da. ;)

Für mich fühlte sich das einfach nicht rund an. Da ist nach oben noch eine Menge Potential, eine Umgebung zu bauen, in der man RPG typische Elemente einbauen kann.
Als Beispiel: Du versuchst eine Basis zu stürmen - In einem Raum ist allerdings ein dickes Geschütz montiert, blind reinstürmen ist Selbstmord.
Möglichkeiten: Du hast einen Rogue dabei, der eine Tür knacken und sich dann hinter den feindlichen Linien zum Geschütz vorarbeiten kann, um es dann zu sprengen. Hast Du den nicht, hast Du einen Tank, der kurzfristig seine Schilde boosten kann, um dann in den Raum zu sprinten, das Feuer auf sich zu lenken (Taunt), damit der Rest das Geschütz zerlegen kann.
Oder Du hast einen Techniker, der ein Geschütz aufbauen kann, damit die das unter sich ausmachen.
DAS wäre für mich die perfekte Mischung zwischen EgoShooter und RPG. Und das bot ME nicht mal im Ansatz.

Wenn die das nun möglich machen - und ich traue es ihnen zu! - dann bin ich glücklich.

Nebenbei, ich hielt ME nicht für ein schlechtes Spiel. Die Hauptstory und die Möglichkeit, endlich mal ohne expverlust eine rassistische, böse Bitch zu spielen, sind über jeden Zweifel erhaben. Nur das Kampfsystem störte mich enorm.
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zmonx
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Beitrag von zmonx »

Wir sind einfach zwei unterschiedliche Spielertypen, oder besser, unterschiedlich was den Anspruch an ein neues Spiel betrifft. Ich bin da glaube ich etwas geduldiger und räum den Entwlickern auch Zeit zum Entwickeln ein. Denn an deinem Scenario sehe ich, dass wir beide das gleiche wollen... ich bin nur unempfindlicher, wenns um Abstriche machen geht...

Du klingst ungefähr so,
ich sage Bananen/Kirsch Saft schmeckt voll lecker. Du sagst, nein ich liebe Bananensaft, aber das Zeug schmeckt überhaupt nicht wie Bananensaft... ach und Kirschsaft mag ich auch, ich hab schon richtig tolle Kirschsäfte getrunken... aber dieses Zeug ist einfach nicht mehr Kirschsaft... versteh mich nicht falsch, die Verpackung sieht toll aus, ein Genuss für die Sinne, aber das Mischverhältniss ist schrott... wenn man die Säfte erst auf dem Gaumen zusammen bringen könnte und noch ein Schuß Ananassaft reinmischt dann würde es mir auch schmecken... aber so, nee Bääh. Ja, das bist du... hehe

Die ersten Schritte, Richtung RPG/Shooter, sind aus meiner Perspektive nunmal verdammt gut... nicht Perfekt aber gut Umgesetzt. Das noch Spielraum nach oben hin ist, bestreite ich gar nicht. Für ein Entwicklerteam was aber vorher, wenn ich mich nicht irre, garnichts mit Shootern zu tun hatte, stellen sie sich doch echt gut an.

Naja, egal... ich freu mich schon auf deine Meinung zu ME2. Lass mal was von dir hören dann.
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Chosenone84
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Beitrag von Chosenone84 »

Raging hat geschrieben:
Royale hat geschrieben:Darum geht es in dem Artikel nicht.
Was Bioware möchte, ist den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen und anspruchsvoller zu gestalten ohne dabei "simple" bzw. "stumpfe" vorgehensweisen zu benutzen.
WORD
Royale hat geschrieben:Wenn nun wirklich jemand sagen würde "Die Passage ist unmöglich!", dann hätten sie ihr Ziel aber weit verfehlt.
Ich weiß ja nicht, wie lange Du schon zockst oder ob bei Dir auch mal ein zockaffiner Kumpel sitzt...aber derartige Ausrufe, wie ich sie dargestellt habe, kommen bei mir/meinem Freundeskreis schon mal öfter vor. Jedoch heißt dies selbstverständlich nicht automatisch, dass ein Spielpart nun wirklich nicht machbar wäre...ich dachte, das wäre klar, sowas sollte doch eigentlich jeder Gamer kennen und schon mal von sich gegeben haben, oder wie seh ich das?!

Ich hab beim Zocken von Demons Souls schon fast in den controller gebissen :D aber an dem Spiel habe ich erstmal gemerkt wie das "Niveau" der anderen Spiele gesunken ist, in Sachen Anspruch/Schwierigkeit...Da erinner ich mich gerne an Prince of Persia zurück, also den ganz alten Titel aus den 80ern :D. Da bin ich auch andauernd abgekackt. Ok jetzt kommen hier bestimmt wieder welche und sagen, "wat, das war doch nich schwer...spiel ma asshole mario" oder wie das heisst ;D. Würde mich freuen wenn mal wieder ein paar Spiele erscheinen die einen auch fordern.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Ja - fordern und fair sind!
Um Falle von Demon Souls so fair sind und mich warnen. Ist halt nicht mein Genre. ;)
Ein RPG mit Demon Souls zu vergleichen und daraus "Anspruch" abzuleiten halte ich allerdings für... komisch.

Naja, lassen wir uns überraschen. Für mich ist ME in der Beziehung Kampfsystem, RPG Faktoren und Nebenquesten immer noch einer der schächsten Titel von Bioware. Irgendwo zwischen Jade Empire und Sonic Chronicles.

Ich möchte von ME2 intellektuell gefordert werden.
Darunter fasse ich nicht auf: Stumpfes Pochen auf Schere-Stein-Papier, gepaart mit den Reflexen des Spielers. (Also Demon Souls, DMC, Bajonetta).

Wie gesagt, ohne selber gespielt zu haben, kann man da keine Aussage tätigen.
Warten wir also ab.
(Aber die Blödmänner hätten ruhig sagen sollen, dass ich mein Savegame behalten hätte sollen ;) )
Hayab
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Beitrag von Hayab »

Ich sch... auf die Herausforderung, wenn es kein Spass macht lade ich mir ein Cheat o. Trainer herunter.

Manche Spiele sind selbst im leichtesten Schwirigkeitsgrad viel zu sehr zeitraubend.

Irgendwelche Idioten aus der Spielindustrie vergessen immer es Spaß machen soll und keine Frustration sein muss. Dabei darf man nicht vergessen, dass gerade bei vielen Konsolenports, die Spielzeit durch den Schwierigkeitsgrad künstlich verlängert wird, da man eine bestimmte Spieldauer vertraglich vereinbart hat und diese kann der magere Spielkontent bei angenehmen Schwierigkeitsgrad nicht bitten.
saphirweapon
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Beitrag von saphirweapon »

Vaedian hat geschrieben:
Noch besser finde ich den Dragon Age ansatz. PC = schön schwer,
Hab ich was verpasst ? Ohne die Konsolen Version zu kennen, habe ich Dragon Age ohne Probleme auf Anhieb auf Normal durchgespielt. Anschließend auf Alptraum begonnen und nach der Hälfte abgebrochen weil keine Herausforderung. Es ist wie bei jedem Spiel, wenn man sich erstmal mit dem Kampfsystem und den Möglichkeiten auseinandergesetzt hat, ist die künstliche Intelligenz, solange es fair zugeht, in den seltensten Fällen eine Herausforderung.

Allen denen es ähnlich geht, kann ich nur den Nightmare Plus Mod empfehlen, welcher tatsächliche durch sinnvolle Änderungen eine interessantere Spielerfahrung bietet.