Ich weiß worauf du hinaus willst... ich habe auch Probleme damit, zu hören oder zu lesen, dass Mass Effect ein Rollenspiel ist. Es wirkt auf mich auch eher wie ein 3rd Person Shooter. Auf jedenfall ist es kein "klassisches" Rollenspiel wie DA:O, das stimmt. Das muss ein Rollenspiel aber auch nicht sein. Bioware macht gerade genau das, was ich mir schon lange gewünscht habe, einen Shooter und das klassische RPG, unter einen Hut zu bringen... und das verdammt gut. Es lässt sich leider nicht alles umsetzen, wie es gewohnt ist von RPGs, aber entscheidende Dinge wie Outfitwechsel, bessere Waffen bei höherem Level, Upgrademöglichkeiten, Charakterfähigkeiten selbst bestimmen, die Erschaffung eines eigenen Typs... und und und. Alles Dinge, die ich bei anderen Shootern immer vermisst hatte. Ich denke auch nicht, dass ein Team, was soviel Erfahrung mit klassischen RPGs hat, dieses Gebiet vernachlässigt und einen auf Zufrieden macht. Da wird bestimmt fleißig Brainstorming betrieben...Sir Richfield hat geschrieben:Hmm, wir müssen hier ein wenig differenzieren:
Ich mag Borderlands und finde auch, dass das EIN möglicher Weg ist.
(Ich sage EIN, weil ich nicht möchte, dass man NUR noch ARPGShooter macht!)
Ich kann auch Oblivion, Fallout und ME gönnen, auch wenn ich damit nichts anfangen kann - was aber primär daran liegt, dass ich z.B. bei Oblivion nie weiß, ob ich nicht getroffen habe, weil das Fadenkreuz falsch stand, die Hit Detection scheisse ist oder mein Char die falschen Werte hatte.
Will sagen, bei einem Ego RPG kommen mir da zu viele Faktoren zusammen. (Warum fand ich dann Ultima Underworld so genial??)
Zudem passt in meiner Welt Action und RPG (ohne A) nicht recht zusammen... Ich bin es zu sehr gewöhnt, bei den Kämpfen Ruhe zu haben, weil für mich ein RPG von den vielen Möglichkeiten lebt, die eine Party so hat. Weshalb Kotor gut geklappt hat, Du hast das Spiel jederzeit angehalten, Befehle vergeben, den Kampf geplant! Weshalb auch Dragon Age eine wahre Freude ist (auf dem PC!).
Aber ME fühlte sich für mich abseits der sehr gut gemachten Story und den genialen Zwischensequenzen nie an wie ein RPG - eher wie ein sehr verhinderter Shooter.
Deshalb habe ich Angst davor, in welcher Richtung die das "Anspruchsvoller" machen wollen.
Wenn ich im Gegenzug vernünftige Kampfplanung bekomme und meine KI Kollegen vernünftig steuern kann, wenn die Gegner nicht einfach nur blind auf mich zurennen und damit jede Taktik eh zum Teufel ist, DANN gerne.
ME ist nun mal nicht Borderlands. Deshalb sage ich, das ganze mehr auf Action zu drehen und den Anspruch durch einen schwereren Shooter zu erreichen ist unter Bioware Würde. Bioware macht exzellente RPG! Und sollte das auch weiterhin tun, egal in welcher Perspektive. Aber es muss ein RPG bleiben.
Zum Shooter selbst: Verhindert, ist auch wieder total banane hehe... die KI war doch ok, das Deckungssystem ebenfalls... auch konnte man seinem Team Befehle erteilen... woran auch weiter gefeilt wird und ein typisches RPG Merkmal ist. Die Fights in geschlossenen Räumen fand ich immer äusserst gelungen und Anspruchsvoll. Da war nichts mit reinstürmen und Headshotmassaker, weil die Gegner gegen eine Wand laufen oder blöd in der Gegend rumstehen. Die Gegner die du meinst, waren hauptsächlich Gegner, die auf einem Weg standen, irgendwo im freien agierten, durchgeknallte Biotiker oder diese Gethzombies... Das Waffen- und Rüstungsarsenal war auch Top und Glaubwürdig. Woran sie jetzt noch gearbeitet haben, siehe Telefonkonferenz, macht einen schon guten Shooter noch besser!
