Trials-Macher über Raubkopien

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Mauricius
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Beitrag von Mauricius »

IxAxUx hat geschrieben:
Mauricius hat geschrieben: [...]
[1.]Da es sich bei Spielen nicht um ein Grundbedürfnis handelt, ist das uneingeschränkt in Ordnung.
[...]
[2.]Es gibt gewisse Grundregeln, die Systeme funktionieren lassen.
[...]
[3.]Wenn ich morgens Brötchen hole, dann finde ich es nur fair und sogar cool, dass der Bäcker und die Verkäuferin davon leben können, mir diese leckeren Brötchen zu verkaufen.
[...]
(Aufzählungen stammen von mir)

Zuerst will ich sagen, dass ich deinen Kommentar verstanden habe und deine Kernaussage verstehe und mit dieser übereinstimme, aber dennoch ein paar Anmerkungen:

1. Natürlich sind Spiele keine elemantaren Dinge, wie es Nahrungsmittel sind, die man zum überleben braucht. Aber ein Grundbedürfnis sind sie auf jeden Fall. Das gilt vor allem in den westlichen Industrieländern und konkret für die dort männlichen 10-15 Jährigen. In der kommenden Generation wird es vermutlich noch "schlimmer" sein. Das schließt natürlich nicht das Argument aus, dass man sich die Spiele kaufen kann.
Aber die Spieleindustrie hat sich die Misere teils selbst eingebrockt: Mit gezielten Werbekampagnen "hypt" sie jedes Spiel in den Himmel und macht es für den Konsumenten schwer, sich auf ein einziges Spiel zu fokussieren, welches er haben möchte und meist sogar bezahlen könnte. Da er sich aber durch die gezielten Werbekampagnen der Industrie nicht für ein einziges Spiel entscheiden kann, versucht er mehrere/alle zu bekommen. Was macht er? Genau, er lädt sie sich aus dem Netz oder brennt sie sich anderswo. Das hat zur Folge, dass er denkt: "Wieso soll ich mir denn mein Lieblingsspiel kaufen, wenn ich es mir gleichzeitig mit allen anderen runterladen kann?" Das Argument, dass man sich aufgrund der vorhandenen finanziellen Mitteln nur hätte ein Spiel kaufen können und der Werbung hätte standhalten müssen, zählt meiner Ansicht nach nur bedingt: Die Werbeleute sind, wie wahrscheinlich jeder weiß, geschickt in Sachen Konsumforschung und Psychologie. Sie wollen, dass man alle ihre angepriesenen Dinge kauft. Leider fehlt dem potenziellen Käufer fast immer das benötigte Geld. Ich finde, dass man dem Raubkopierer daher nur eingeschränkt als Täter sehen kann. Denn er ist in der Hinsicht Opfer, als das man mit ihm "Psychospiele" getrieben hat.

Zu Punkt 3.: Der wesentliche Unterschied ist aber der, dass man beim Bäcker meist vor einer kleinen Theke steht und eventuell nur ein paar Kunden vor dir an der Kasse eine Schlange bilden. Meist kennt man den Bäcker/Verkäufer auch persönlich, oder zumindest vom Sehen her. Bei Spielen ist es anders: Die Entwickler kennt man zunächst gar nicht. Mit denen hat man also nichts am Hut. Aber auch mit dem Verkäufer beim Elektronikladen habe ich nichts zu tun. Ich kenne ihn weder persönlich, noch vom sehen her. Und sollte ich das "Verkäufergesicht" doch schonmal erkannt haben, dann wird er mich aber nicht kennen, denn er bedient täglich x hundert/tausend Menschen. Alles ist unpersönlich. Es kann sogar sein, dass man sich die Spiele nur per Onlineportalen kaufen würde. Dort ist die Anoymität noch stärker vorhanden.

Zu Punkt 2.: Es kann auch dazu kommen, dass ein System nicht mehr als passend angesehen wird und geändert werden muss. Und genau das sollte die Spieleindustrie einsehen und ihre Strategien ändern, anstatt einen großen Teil einer ganzen Spielergeneration zu kriminalisieren. Das ist nämlich etwas, was in meinen Augen unmoralisch ist! Bisher macht die Spieleindustrie nichts, was das Problem zur Zufriedenheit beider Seiten löst. Stattdessen immer wieder Worte über die bösen Kriminellen und gleichzeitig die Situation durch bekloppte Kopierschutzmaßnahmen nicht annährend verbessern.

Ich sage es nochmal: Ich bin auch dafür, dass Raubkopierer per Gesetz bestraft werden können. Ich glaube auch, dass die Entwickler durch die Raubkopierer Schaden nehmen. Aber ich sehe die Schuld auch (aber nicht nur) bei der Industrie: Sie "hypt" jedes Spiel in den Himmel und "zwingt" vor allem junge Menschen, sich diese Spiele zu kaufen. Und sie gibt sich keine (oder einfach nicht genug) Mühe, das Problem zur Zufriedenheit beider Seiten zu lösen.

EDIT:
Ich möchte noch etwas hinzufügen: Natürlich steht nicht nur die Spieleindustrie in der Pflicht, das Problem zu lösen, sondern auch die Konsumenten und vor allem die Raubkopierer müssen ebenfalls bereit sein, der anderen Seite entgegenzugehen. Leider sehe zumindest ich ein solches Entgegenkommen nicht wirklich. Beide Seiten zögern.
Auch zum Thema Werbekampagnen und finanzielle Situation von Jugendlichen will ich noch etwas sagen: Wie gezielt die Werbekampagnen auf Menschen einwirken, bzw. wie bereit die Menschen sind sich diesen hinzugeben, hängt natürlich auch vom persönlichen Umfeld ab. Das Problem aber ist: Meist handelt es sich um Jugendliche, die eben sehr anfällig für so etwas sind, und zum anderen können deren Eltern nicht viel dagegen tun. Die Technik ist ihnen einfach zu fremd, als das sie "mitreden" könnten. Was sollen Eltern tun? Stubenarrest? Taschengeldkürzung? Diese "altehrwürdigen" Starfen funktionieren nicht mehr. Die Gamer freuen sich, wenn sie nicht raus an die frische Luft müssen. Und kein Taschengeld ist kein Problem, denn Spiele können notfalls runtergeladen werden.
Da möchte ich kurz nochmal auf deine Anmerkung zu Punkt 1 eingehen, denn das sehe ich grundlegend anders:

Dass ein Hersteller von was auch immer sein Produkt bestmöglich bewirbt, ist doch nur legitim. Und klar kann ich verstehen, dass gerade jüngere Leute unter einem gewissen Druck strehen was dazugehören und mitreden können anbelangt. Das war vor 15 Jahren, als ich 15 war, nicht anders. Damals waren es halt weniger Videospiele denn Markenklamotten, und dennoch ist nicht jeder zweite losgezogen und hat Bekleidungsgeschäfte bestohlen.
Und genau diesen signifikanten Unterschied mahne ich an, wenn es darum geht, den Wert eines Produktes anzuerkennen und einen entsprechenden Gegenwert (Geld) zu erbringen.
Die Hemmschwelle, bei einem Herrenausstatter eine Hose zu klauen ist weit höher als die, ein Spiel illegal herunter zu laden. Moralisch gesehen ist aber beides gleich gewichtet. Weil beide Taten dasselbe Prinzip aushebeln.

Und nochmal, das gezielte Bewerben finde ich unproblematisch. Problematisch ist hingegen das "Immer alles haben wollen/müssen"-Gefühl der Konsumenten. Da sind allerdings eher Eltern und Erziehung gefragt, denn die Werbeindustrie. Ich wüsste auch nicht, was von Entwickler/Publisher-Seite da an Entgegenkommen erwartet wird?
Wie ist denn das Entgegenkommen von Bekleidungshersteller etwa in einem Nike-Store? Ladendiestahl wird unverzüglich angezeigt, aber ein kleines Teil darfst du mitnehmen?
roman2
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Beitrag von roman2 »

EinfachNurIch hat geschrieben:
Erynhir hat geschrieben:Mauricius bringt es auf den Punkt!
Und wegen diesen genannten Gründen sollten User wie Kajetan mal drüber nachdenken, ob es wirklich angebracht und angemessen ist, Schwarzkopien immer wieder zu verteidigen.
Mein Gott, bist Du nicht mehr in der Lage zu lesen und zu verstehen? Er verteitigt keine Schwarzkopien. Er sagt lediglich, daß keinerlei Beweise existieren, daß Kopien etwas am Umsatz ändern.
Eben. Nur weil es keine Beweise gibt, heisst das aber nicht, das es nicht zutrifft. Schliesslich gibt es auch keine Gegenbeweise. Und der gesunde Menschenverstand legt nunmal eher die Vermutung nahe, dass Raubkopien einen Einfluss haben.
EinfachNurIch hat geschrieben:
Nicht mehr und nicht weniger. Wenn es Beweise dafür gäbe, wären die Publisher komplett aus dem Häuschen und würden dir diese immer wieder um die Ohren hauen.
Und das tun sie ja auch oft genug. Immer wieder hoert man doch von neuen Ideen, wie sich das Raubkopierproblem eindaemmen laesst. Daher ja auch die News, nicht?
EinfachNurIch hat geschrieben: Ist genau wie beim Musikbusiness, die lassen das mit dem Kopierschutz auch wieder sein, weil es einfach nix bringt und nur die ehrlichen Kunden verprellt.
Richtig, es bringt nichts. Denn der Kopierschutz wird einfach von findigen Hackern umgangen. Das heisst aber nicht, dass die Musikindustrie Raubkopien akzeptiert hat.
EinfachNurIch hat geschrieben: Wie hat das Musikbusiness herumgeschrieen wegen den angeblichen Umsatzeinbussen durch Kopien. Daß heute der Musiker selbst nix mehr zählt und jahrelang wahnsinnig viel Mist produziert wurde und wird, will niemand zur Kenntnis nehmen.
Wow, Hammerargument. Weil schlechte Musik produziert wird rechtfertigt das, gute Musik illegal herunterzuladen? Deine Logik ist echt genial...
EinfachNurIch hat geschrieben: Vor allen Dingen will niemand kapieren, daß nur ein beschränktes Budget vorhanden ist und man das irgendwie einteilen muss. Zumal der Preis für eine CD mit irgendwelchen Knallchargen einfach ein Frechheit ist.
Du must dir Knallchargen CDs ja nicht kaufen, das gesparte Geld kannst du dann ja in Computerspiele oder gute CDs investieren. Und wenn man nicht unbedingt nur neuerscheinungen kauft, sondern auch mal Spiele/CDs die schon 1 bis 2 Jahre auf dem Buckel haben, kann man sein begrenztes Budget sehr viel effektiver nutzen.
Und das Argument mit dem beschraenkten Budget zieht nunmal ueberhaupt nicht. Das kann zwar in einzelfaellen zutreffen. Aber wie gesagt haetten meine Freunde das Geld fuer Spiele. Und der Konsum in Deutschland ist auch nicht gerade Rueckgangig, die Deutschen sind da eher kaufreudig.
EinfachNurIch hat geschrieben: Selbst das Beispiel mit den Bekannten die Kopieren wie die Blöden ist Quatsch. Die würden die Spiele auch nicht kaufen wenn es nicht möglich wäre zu kopieren. Weshalb es in der Regel auch keine Einbussen gibt.
Doch, wuerden sie bestimmt. Unter Garantie nicht soo viele Spiele wie sie derzeit kopieren, aber ab und zu ein Original waere da schon drin. Schliesslich haben sie auch Geld fuer PC-Spiele bezahlt bevor Tauschboersen und Breitbandanbindungen Gang und Gaebe waren.
[/quote]
EinfachNurIch hat geschrieben: Genauso der Mensch mit dem DS-Beispiel. Meint der Ernsthaft, wenn man das nicht könnte, hätte sich der Typ dann einen DS gekauft?
Du meinst sicher das Wii beispiel und ja, haette er. Hat er sogar. Dass man das Geraet hacken kann hat er wie gesagt erst nach 'nem Jahr oder so festgestellt. Vorher hat er sich brav die Spiele gekauft, die er zocken wollte.
EinfachNurIch hat geschrieben: Das dieses Verhalten nicht rechtens ist, streitet ja niemand ab und das die Leute bestraft gehören, wenn sie denn erwischt werden, ist ebenfalls in Ordnung. Nur dürfen die Publisher nicht immer ihre schlechten Geschäfte mit den "Raubmordkopierern" beschönigen. Das bringt niemand was. Nur darum geht es.
Ok, hier stimmen wir ueberein. Ein schlechtes Spiel wird schlecht verkauft, unabhaengig davon wieviel es kopiert wird.
Das widerspricht aber nicht meiner These, das sowohl bei schlechten, als auch bei guten Spielen ein gewisser Anteil des Gesamtumsatzes durch Raubkopien verloren geht.
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ThePlake0815
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Beitrag von ThePlake0815 »

IxAxUx hat geschrieben:1. Natürlich sind Spiele keine elemantaren Dinge, wie es Nahrungsmittel sind, die man zum überleben braucht. Aber ein Grundbedürfnis sind sie auf jeden Fall. Das gilt vor allem in den westlichen Industrieländern und konkret für die dort männlichen 10-15 Jährigen. In der kommenden Generation wird es vermutlich noch "schlimmer" sein. Das schließt natürlich nicht das Argument aus, dass man sich die Spiele kaufen kann.
Aber die Spieleindustrie hat sich die Misere teils selbst eingebrockt: Mit gezielten Werbekampagnen "hypt" sie jedes Spiel in den Himmel und macht es für den Konsumenten schwer, sich auf ein einziges Spiel zu fokussieren, welches er haben möchte und meist sogar bezahlen könnte. Da er sich aber durch die gezielten Werbekampagnen der Industrie nicht für ein einziges Spiel entscheiden kann, versucht er mehrere/alle zu bekommen. Was macht er? Genau, er lädt sie sich aus dem Netz oder brennt sie sich anderswo. Das hat zur Folge, dass er denkt: "Wieso soll ich mir denn mein Lieblingsspiel kaufen, wenn ich es mir gleichzeitig mit allen anderen runterladen kann?" Das Argument, dass man sich aufgrund der vorhandenen finanziellen Mitteln nur hätte ein Spiel kaufen können und der Werbung hätte standhalten müssen, zählt meiner Ansicht nach nur bedingt: Die Werbeleute sind, wie wahrscheinlich jeder weiß, geschickt in Sachen Konsumforschung und Psychologie. Sie wollen, dass man alle ihre angepriesenen Dinge kauft. Leider fehlt dem potenziellen Käufer fast immer das benötigte Geld. Ich finde, dass man dem Raubkopierer daher nur eingeschränkt als Täter sehen kann. Denn er ist in der Hinsicht Opfer, als das man mit ihm "Psychospiele" getrieben hat.
Also weil du (bzw. die Leute in deinem Beispiel) zu leicht beeinflussbar bist, ist die Industrie mit Ihrer Werbung schuld?!?!? ... >.<

Natürlich Hypen Firmen Ihre Spiele in's unermessliche!!! Da draussen gibt es so grosse Konkurrenz, das nur ETWAS zuwenig Werbung schonwieder sehr viel ausmachen kann. Da kannst du doch nicht sagen "Tja, hätte die Werbetrommel nur halb so laut geschallt, wär mein Interesse auch nur halb so gross!"

Dass du dir nicht alle Spiele leisten kannst, ist SICHER NICHT Schuld von den Entwicklern!!! Ich klaue im Laden ja auch nicht Vodka, weil der so lecker in der Werbung angepriesen wird, aber weil ich schon 'ne Flasche Jackie gekauft habe, reicht mein Geld nicht für den "Bärentrank".... :roll:
Zuletzt geändert von ThePlake0815 am 07.11.2009 14:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Mauricius
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Beitrag von Mauricius »

ThePlake0815 hat geschrieben:
Mauricius hat geschrieben:1. Natürlich sind Spiele keine elemantaren Dinge, wie es Nahrungsmittel sind, die man zum überleben braucht. Aber ein Grundbedürfnis sind sie auf jeden Fall. Das gilt vor allem in den westlichen Industrieländern und konkret für die dort männlichen 10-15 Jährigen. In der kommenden Generation wird es vermutlich noch "schlimmer" sein. Das schließt natürlich nicht das Argument aus, dass man sich die Spiele kaufen kann.
Aber die Spieleindustrie hat sich die Misere teils selbst eingebrockt: Mit gezielten Werbekampagnen "hypt" sie jedes Spiel in den Himmel und macht es für den Konsumenten schwer, sich auf ein einziges Spiel zu fokussieren, welches er haben möchte und meist sogar bezahlen könnte. Da er sich aber durch die gezielten Werbekampagnen der Industrie nicht für ein einziges Spiel entscheiden kann, versucht er mehrere/alle zu bekommen. Was macht er? Genau, er lädt sie sich aus dem Netz oder brennt sie sich anderswo. Das hat zur Folge, dass er denkt: "Wieso soll ich mir denn mein Lieblingsspiel kaufen, wenn ich es mir gleichzeitig mit allen anderen runterladen kann?" Das Argument, dass man sich aufgrund der vorhandenen finanziellen Mitteln nur hätte ein Spiel kaufen können und der Werbung hätte standhalten müssen, zählt meiner Ansicht nach nur bedingt: Die Werbeleute sind, wie wahrscheinlich jeder weiß, geschickt in Sachen Konsumforschung und Psychologie. Sie wollen, dass man alle ihre angepriesenen Dinge kauft. Leider fehlt dem potenziellen Käufer fast immer das benötigte Geld. Ich finde, dass man dem Raubkopierer daher nur eingeschränkt als Täter sehen kann. Denn er ist in der Hinsicht Opfer, als das man mit ihm "Psychospiele" getrieben hat.
Also weil du (bzw. die Leute in deinem Beispiel) zu leicht beeinflussbar bist, ist die Industrie mit Ihrer Werbung schuld?!?!? ... >.<

Natürlich Hypen Firmen Ihre Spiele in's unermessliche!!! Da draussen gibt es so grosse Konkurrenz, das nur ETWAS zuwenig Werbung schonwieder sehr viel ausmachen kann. Da kannst du doch nicht sagen "Tja, hätte die Werbetrommel nur halb so laut geschallt, wär mein Interesse auch nur halb so gross!"

Dass du dir nicht alle Spiele leisten kannst, ist SICHER NICHT Schuld von den Entwicklern!!! Ich klaue im Laden ja auch nicht Vodka, weil der so lecker in der Werbung angepriesen wird, aber weil ich schon 'ne Flasche Jackie gekauft habe, reicht mein Geld nicht für den "Bärentrank".... :roll:
Reparier mal deinen Quote, das ist nämlich nicht von mir ;)
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ThePlake0815
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Beitrag von ThePlake0815 »

:oops:

:wink:
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Linden
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Beitrag von Linden »

Ich bin das Thema zwar leid, aber bei 79Cent muss ich auch mit dem Kopf schütteln... Wenigstens da könnte man sich dann ja überwinden und es kaufen.
Termix
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Beitrag von Termix »

Das Problem dieser Diskussion sind die vielen "what if" Szenarien - wenn es keine Möglichkeit geben würde Spiele etc. zu kopieren dann würden die Leute die bisher kopiert haben:
a. Keine Spiele mehr spielen
b. Spiele erst kaufen wenn sie billiger sind
c. Aktuelle Spiele kaufen, aber nur begrenzt, da Geld limitiert ist

Ich persönlich halte c. für am wahrscheinlichsten.
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Mauricius
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Beitrag von Mauricius »

Vermutlich wäre es ne Mischung. Man würde nicht alles spielen/kaufen, nicht alles am Release zum Vollpreis kaufen und seinem Budget entsprechend abwägen, welches Spiel wann zu welchen Preis und ob überhaupt.
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IxAxUx
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Beitrag von IxAxUx »

@ Mauricius und ThePlake0815:
Ich habe meine Aussage ja relativiert und gesagt, dass sich beide Seiten, Spieleindustrie und Konsument, ändern müssen. Ich wollte insgesamt nur eines sagen: Es gibt keinen Schuldigen. Weder die Spieleindustrie, noch die Werbebranche, noch die Konsumenten und Raubkopierer sind jeweils der einzig alleinige Schuldige. Es ist vielmehr das gesamte soziale Zusammenspiel von alledem. Mag übertrieben klingen, aber so sehe ich es persönlich. Wieso macht es die Spieleindustrie nicht so wie die Musikbranche? Die haben das Problem erkannt und, wenn auch langer Zeit, sich der Situation angepasst. Ebenso die Filmbranche. Beide haben sich dem Netz und dem Konsumenten geöffnet. Die Musikbranche hat Onlineportale zum Musikdownload zugelassen und bei viva.de etc. kann man sich Musikvideos konstenlos anschauen. Filme kann man ebenfalls legal (und kostenpflichtig) im Netz anschauen. Was macht die Spieleindustrie? Nichts derartiges. Sie macht halblegale Kopierschutze, beschränkt die Anzahl an Installationsmöglichkeiten, schreit jede Woche laut in die Welt hinaus, dass der PC als Spieleplattform untergeht und vieles mehr. Natürlich habt ihr recht, wenn ihr sagt, dass es sowohl bei der Musik-, als auch bei der Filmbranche noch Raubkopierer gibt. Aber immerhin haben sie bestimmt den ein oder anderen Raubkopierer zum Nicht-Raubkopierer gemacht und gleichzeitig mit ihren Umdenken neue Kunden gewonnen. Wie die Spieleindustrie vorgehen muss, weiß ich nicht und es ist auch nicht meine Aufgabe, für diese eine Lösung zu finden. Aber eines ist meiner Ansicht nach sicher: Im Gegensatz zu den Raubkopierern, sitzt sie am kürzeren Hebel und ist daher diejeniege, die handeln muss.
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Erynhir
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Beitrag von Erynhir »

IxAxUx, ein Spiel zu produzieren kostet ungleich mehr Geld (natürlich nicht jedes Spiel) als einen Song/ein Album.
Da wollen Millionen-Investitionen wieder reingeholt werden.

Das kann man gar nicht vergleichen.
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ThePlake0815
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Beitrag von ThePlake0815 »

@ IXAXUX:
Diesen Standpunkt kann ich ja verstehen... Mir geht es um diese "Leute", die eben Ihr assoziales Verhalten raushängen lassen und dann meinen, dass die Anderen nur Blödsinn labern würden, selber aber kein einziges, GUTES Argument bringen...

Solche Leute sind es dann meistens, die sich am lautesten beschweren, wenn Ihre Grundrechte eingeschränkt werden (siehe Zensursula, Debatten über Amokläufe, etc.)

Und nur weil die Musik- und Filmbranche sich dem angepasst hat, heisst das noch lange nicht, dass diese nicht nach wie vor ein grosses Problem damit hätten...
Opa-unke
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Beitrag von Opa-unke »

Warum sind Raubkopien eigentlich überhaupt ein Thema? Liest man etwa andauernd in den Nachrichten über unbelehrbare Ladendiebe, die täglich zu tausenden geschnappt werden, obwohl man schon seit Jahrtausenden gegen sie kämpft?

Kriminalität ist in modernen Gesellschaften nunmal ein statistisches Phänomen, wieso müssen ständig irgendwelche Einzelfälle herausgegriffen werden, um daran eine moralische Diskussion aufzuziehen?

Man weiß seit über hundert Jahren, dass man die Kriminalitätsrate niemals auf Null senken kann, erst recht nicht mit moralischen Argumenten. Es wäre sogar äußerst schädlich für eine Gesellschaft, das zu tun oder zu versuchen.

Und trotzdem kommen ständig Leute der Medienindustrie oder irgendwelche Moralapostel in Foren, die glauben, sie müssten beweisen, wie böse und asozial die Raubkopierer doch sind. Und welchen Zweck soll diese Diskussion haben? Wenn es wenigstens darum ginge, Strategien für die Wackelkandidaten zu entwickeln, die das Spiel unter Umständen doch kaufen würden, aber nein, es geht immer um den harten Kern, der unter keinen Umständen kauft. Was nützt es euch, euch darüber aufzuregen? Regt ihr euch auch über böse Meteroiten und Erdbeben auf, die in statistisch regelmäßigen Abständen Unheil über die Welt bringen?

Manchen kann man nur raten, endlich mal 20. Jahrhundert anzukommen. Anstatt gegen ein unlösbares Problem anzurennen, sollte man Strategien entwickeln, mit dem Problem umzugehen. Aber es ist schon interessant, wie weit öffentliches Bewusstsein und Wissenschaft auseinanderliegen, wenn letztere so dämlich wie erstere wäre, würden wir immer noch mit Dampfmaschinen herumkurven.
Termix
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Beitrag von Termix »

Opa-unke hat geschrieben:Kriminalität ist in modernen Gesellschaften nunmal ein statistisches Phänomen, wieso müssen ständig irgendwelche Einzelfälle herausgegriffen werden, um daran eine moralische Diskussion aufzuziehen?

Man weiß seit über hundert Jahren, dass man die Kriminalitätsrate niemals auf Null senken kann, erst recht nicht mit moralischen Argumenten. Es wäre sogar äußerst schädlich für eine Gesellschaft, das zu tun oder zu versuchen.

Und trotzdem kommen ständig Leute der Medienindustrie oder irgendwelche Moralapostel in Foren, die glauben, sie müssten beweisen, wie böse und asozial die Raubkopierer doch sind.
Wer redet hier von Kriminalitätsrate auf 0 senken?
Die Leute die sich hier aufregen sind die dummen Esel, die in den Laden gehen und das Spiel kaufen, die Leute die das Game 3 Tage vorher illegal bekommen interessieren die meisten Publisher nichtmal, solange der Titel insgesamt genug Gewinn abwirft - COD4:MW vor 2 Jahren, über 70% der Online-Keys illegal, in keinem Forum hat man gelesen, dass jemand Strafe zahlen musste.
Also lass uns (die dummen Esel) einfach in unseren eigenen Tränen ertrinken.
roman2
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Beitrag von roman2 »

Opa-unke hat geschrieben:Warum sind Raubkopien eigentlich überhaupt ein Thema? Liest man etwa andauernd in den Nachrichten über unbelehrbare Ladendiebe, die täglich zu tausenden geschnappt werden, obwohl man schon seit Jahrtausenden gegen sie kämpft?

Kriminalität ist in modernen Gesellschaften nunmal ein statistisches Phänomen, wieso müssen ständig irgendwelche Einzelfälle herausgegriffen werden, um daran eine moralische Diskussion aufzuziehen?

Man weiß seit über hundert Jahren, dass man die Kriminalitätsrate niemals auf Null senken kann, erst recht nicht mit moralischen Argumenten. Es wäre sogar äußerst schädlich für eine Gesellschaft, das zu tun oder zu versuchen.
Bitte was? Was glaubst du, warum es in jedem modernen Staat eine gigantischen Polizeiapparat gibt? Richtig, um Kriminalitaet zu bekaempfen. Und was waere bitte daran schaedlich fuer die Gesellschaft, moralische Argumente gegen Straftaten aufzubringen? Das macht unsere Gesellschaft seit Jahrtausenden (Die 10 Gebote sagen dir was, oder?). Nach dem was du schreibst, koennte man meinen du wolltest das unsere Gesellschaft jegliche moralischen Ueberlegungen aus der Entscheidungsfindung streichen. Das waere ja eine tolle Welt.
Am besten noch jeglichen Polizeiapparat abschaffen, damit jeder selbst entscheiden kann, was er tut und was nicht. Ohne dabei staendig gesetzliche Konsequenzen abwaegen zu muessen. Dann koennen wir endlich in Freiheit leben!
Und trotzdem kommen ständig Leute der Medienindustrie oder irgendwelche Moralapostel in Foren, die glauben, sie müssten beweisen, wie böse und asozial die Raubkopierer doch sind.
Da gibt es nichts zu beweisen. Die Arbeit anderer ohne Gegenleistung auszunutzen ist nunmal schlicht und ergreifend asozial. Das Beispiel der Sozialhilfeempfaenger die schlicht und ergreifend nicht arbeiten wollen war da mMn schon eine gute Analogie.
Und welchen Zweck soll diese Diskussion haben? Wenn es wenigstens darum ginge, Strategien für die Wackelkandidaten zu entwickeln, die das Spiel unter Umständen doch kaufen würden, aber nein, es geht immer um den harten Kern, der unter keinen Umständen kauft. Was nützt es euch, euch darüber aufzuregen? Regt ihr euch auch über böse Meteroiten und Erdbeben auf, die in statistisch regelmäßigen Abständen Unheil über die Welt bringen?
Was bringen ueberhaupt Forendiskussionen. Sie haben eh keinen Einfluss auf die Dinge, ueber die Diskutiert wird. Und wenn einige User (mich eingeschlossen) meinen sich hier ueber die Raubkopiekultur aufregen zu muessen, dann duerfen sie das ja wohl.
Und nein, ich rege mich nicht ueber Meteoriten oder Erdbeben auf. Denn schliesslich gibt es da keinen Taeter, der aus freien Willen beschlossen hat jemandem Schaden zuzufuegen.
Manchen kann man nur raten, endlich mal 20. Jahrhundert anzukommen. Anstatt gegen ein unlösbares Problem anzurennen, sollte man Strategien entwickeln, mit dem Problem umzugehen. Aber es ist schon interessant, wie weit öffentliches Bewusstsein und Wissenschaft auseinanderliegen, wenn letztere so dämlich wie erstere wäre, würden wir immer noch mit Dampfmaschinen herumkurven.
Na dann ist ja gut, dass du dein Leben lang scheinbar weit von der "wissenschaft" entfernt bleiben wirst, sonst haben wir die Dampfmaschinen bald wieder.
Salzstreuer
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Beitrag von Salzstreuer »

Roman2 und Plake über euch beiden kann ich nur meinen Kopf schütteln. Könntet ihr etwas SACHLICHER sein? Es kann wohl nicht sehr schwer sein, eure allmächtigen Wahrheiten zu beweisen, oder? Sorry, für Doppelpost.
Zuletzt geändert von Salzstreuer am 07.11.2009 21:38, insgesamt 2-mal geändert.