Beyond Good & Evil 2: Noch in Arbeit!

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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

Damidias hat geschrieben:Tut mir leid, wenn ich mich da gerade etwas hineinsteigere, aber ich glaube, das ist der Grund, warum dieses Hobby weiterhin eine relativ (im Gegensatz zu anderen Medien betrachtet) kleine Szene bleiben wird.
Du darfst aber nicht vergessen was ein Hobby ausmacht!

TV gucken oder Lesen sind alles passive Hobbys.
Man muss nichts machen ausser Sehen, Hören und Lesen zu können!

Spiele setzten die aktiven Fähigkeit des Spielers voraus und wenn jemand diese nicht besitzt dann muss er diese Fähigkeiten erlernen oder es sein lassen!

Wenn mein Hobby nun Skateboarden wäre und ich diesesn Gefühl mit anderen Teilen will, dann müssen die es zwangsläufig lernen!
Genau DAS macht doch ein Hobby aus!
Es wäre doch für alle ProSkater ein graus wenn die Sportart jetzt mit technischen hilfsmitteln so einfach werden würde, dass selbst Omi einen Kickflip schafft und keiner mehr Wert auf die tradizionelle Art des Skatens legen würde.

Dann könnte zwar die ganze Welt auf Brettern fahren aber von der eigentlichen Faszination des originals ist nichts mehr übrig!

Und genau DAS passiert zur Zeit mit Videospielen!
Bestes Beispiel:
Der 1 Knopf ich mach alles fertig Schwierigkeitsgrad ist einfach eine Blamage für die Videospielwelt.
Das ist wie Doping beim Sport!
Man muss ihn nicht nutzen OK aber allein seine Existenz macht schon einiges des reizes eines Spiel zu nichte!
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Damidias
Beiträge: 195
Registriert: 01.07.2008 16:24
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Beitrag von Damidias »

Da gebe ich dir auf jeden Fall Recht, bis auf die Tatsache, dass gerade Lesen kein passives Hobby ist, und im Filmbereich wird es auch schwammig. Denn mit den richtigen Titeln werden nämlich die geistigen Fähigkeiten des Lesers/Betrachters gefordert. Spiele sind aber auf jeden Fall fordernder und verlangen viel Energie.

Viele Menschen sind aber anscheinend nicht dazu bereit, diese Energie aufzubringen, und werden alleine durch den zeitlichen Aufwand abgeschreckt, den Spiele jemandem abverlangen.

Andererseits aber... um bei deinem Beispiel zu bleiben: Skateboarden ist kein Medium. Durchs Skateboarden erzählst du keine Geschichten und versuchst nicht, jemanden emotional zu bewegen oder eine Message loszuwerden (okay, du kannst deine Aktionen mit einer Message verbinden oder für eine bestimmte Sache skaten, räume ich ein). Beim Skateboarden kommt es extremst auf die Fähigkeiten an, skaten ist Sport. Und klar, da würde es mich auch nerven, wenn ich nach jahrelangem Training gegen "Omi" verlieren würde. Das stellt aber die Frage auf - wärest du sauer wenn Omi schneller als du durch einen x-beliebigen Singleplayer kommt, weil sie die eingebauten "1 - Knopf" - Hilfen oder so ein Zeug wie Nintendos angekündigte "Vorspulfunktion" benutzt? Ich muss sagen, mich lässt das kalt, bis sie sich zu einem Speedrun - Contest anmeldet. Denn da geht's wirklich um Können.

Ein anderer Punkt:
Spiele wollen als künstlerisches Medium ernst - und endlich als erwachsene Unterhaltung wahrgenommen werden: und da ist es doch egal, ob man die Geschichte in einem einfachen Durchlauf schafft oder es ein bisschen härter ist. Das hat ja nichts mit der Qualität des künstlerischen Inhalts zu tun. Und von der anderen Seite betrachtet: als Spieledesigner wäre es doch blöd, Inhalte zu erschaffen und ins Spiel einzubauen, die nur ein Viertel der Käufer zu Gesicht bekommt, weil der Rest am Schwierigkeitsgrad hängen bleibt.

Und jetzt komme ich zu einem kleinen Absatz, in dem wir uns wohl einigen können: Multiplayer.
Bis jetzt haben wir nur vom Singleplayer - Vergnügen gesprochen, und ich muss sagen, dass mir der Schwierigkeitsgrad dort egal ist bzw. sich den Fähigkeiten des Spielers gefälligst anzupassen hat (wie in Half - Life²: Episode 2), damit der Spieler die Story bzw. das Gesamtpaket voll erleben kann. Das ist meine Meinung. Wenn es hingegen zum Multiplayer kommt - dort muss ein Vergleich zwischen den Spielern herrschen, der auf ihren Fähigkeiten aufbaut. Im Mehrspieler muss jeder Spieler die selben Chancen haben, egal ob Neuling oder Veteran, und wer als Neuling nicht mitkommt, der muss halt üben, üben, üben.