Spector: "Hardcore-Leute werden sich aufregen"

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Mauricius
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Beitrag von Mauricius »

@Gameprince:

Das zielte nicht auf dich ab, sondern auf der seltsamen Unterscheidung zwischen Core und Casual.

@Seriouskano:

Meine Mutter hat am SNES begeistert Alladin gespielt :D Und mein Vater Tetris.

@E-G:

Ich weiss nicht, ob man Schwierigkeitsgrad mit Anspruch gleichstellen kann.
Klar, ein Spiel sollte sich nicht von selbst spielen, aber es wird IMHO auch nicht dadurch besser, dass er sehr schwer ist. Vor allem dann nicht, wenn es sich dabei rein um Reaktionszeiten handelt.

@elCypress
Wer, der 1980 geboren ist, spielt denn bitte Halo?
Na niemand ;)
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RoKKei
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Beitrag von RoKKei »

Was ist den eigentlich ein Casual-Gamer?
Dasselbe wie die ganzen Spaten, die zur EM oder WM auf einmal Fussballwissen und Enthusiasmus entwickeln, während ich meine hart verdienten Kröten in verdammte Dauerkarten stecke und jedes ma Blut schwitze für meine Mannschaft und mein Land... und wenn mir dann so jmd nen Platz im stadion wegnimmt oder versucht mit mir über Fussball zu diskutieren, dann is das genauso wie der so genannte "Künstler" der seinen Arsch an die allgemeinheit verkauft...
Und was ist ein Hardcore-Gamer?
Das wort hardcore is da leicht übertrieben und klingt in dem fall zu brutal...

ich wills ma so beschreiben... Warum zum Teufel schafft es ein Schnappi auf Platz eins der charts? Wie kommt ein Paul Potts dazu bei The Dome aufzutreten vor Pop-Band-Kids die absolut NULL ahnung von der Musik haben? Wieso verkauft sich Datenmüll wie die SIMS millionenfach?

Ich sags euch: diese ganze Hardcore community is schuld...
die hardcore gamer stecken ihr geld nämlich heutzutage lieber in technologien, mit denen sie einen kopierschutz umgehen um bloß die harte arbeit derer die uns mit spass versorgen ja nich zu honorieren...

ich renne immer noch voller vorfreude in den laden um mir meine peppers platte zu holen und ja ich kaufe sogar noch teilweise vynil aber das liegt daran das ich auch auflege...
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GoreFutzy
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Beitrag von GoreFutzy »

Eh ne, die sollen mal schön den CasualBullshit auf der Wii lassen.
Was hat das denn mit meiner geliebten Xbox zu tun.... Na super,
Microsoft hat entschieden! Bleibt nur zu hoffen, dass ihr Konzept
nicht ganz aufgeht. Aber man sieht ja nicht mal Licht am Ende des
Tunnels, warum also nochmal Gas geben? Die CoreGamer werden
die nächsten Jahre versorgt sein. MS wird schon ein Mittelding finden.

Achja, bitte missbraucht keiner meinen Beitrag, um seinen
Frust abzuladen. Zum Antworten komme ich nicht mehr so schnell. :wink:
PerianSebastian
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Beitrag von PerianSebastian »

Ich persönlich bin(meiner Meinung nach) auch ein Core-Gamer. Und ich habe mir Spore auch gekauft. Und ich muss sagen, dass es schon Spaß macht, ABER halt nur einmal die Woche. Mehr kann ich das Spiel einfach nicht spielen, dafür ist der Wiederspielwert einfach zu gering. Ich finde aber, dass das heute ein generelles Problem bei den Spielen ist. Ein Zela ist auf der Wii nicht mehr das, was es zu SNES pder N64-Zeiten mal war, ein SimCity Societies ist nicht mehr das, was die Teile 1-4 waren, ein FinalFantasy12 ist nicht mehr das, was ein FF7 war (hoffen wir, dass Teil13 wieder besser wird),... Wenn ich mir ansehe, wie gerne ich früher auf dem SNES Spiele wie Secret of Mana, Secret of Evermore, Lufia, Zelda, SuperMarioWorld,... gespielt habe kann ich über die heutigen Spiele manchmal nur den Kopf schütteln. Heute fange ich so oft Spiele an und spiele sie nicht fertig, weil sie ab einem bestimmten Punkt ihren reiz verlieren. Kann aber auch sein, dass es nur mir so geht. MfG
Dragao85
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Beitrag von Dragao85 »

will wright ist und war schon immer meine meinung nach ein idiot.
ok... sims war seinezeit wirklich etwas neues und hat auch die branche nach vorne gebracht. was aber danach kam war nur noch geldabzocke.
es ist schon gut so dass er bei ea arbeitet.
der verein und die meisten ihre mitarbeiter sind die perfekte spiegelung unsere gesellschaft wo es nur um profit geht. bei sein verein mag das ja noch so sein, aber zum glück gibt es ja genug fähige menschen da draussen bei denen geld nur eine nebenrolle spielt und das ganze so sehen wie es eigentlich ist. eine kunst.
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cdd
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Beitrag von cdd »

PerianSebastian hat geschrieben:(...) Ein Zela ist auf der Wii nicht mehr das, was es zu SNES pder N64-Zeiten mal war, ein SimCity Societies ist nicht mehr das, was die Teile 1-4 waren, ein FinalFantasy12 ist nicht mehr das, was ein FF7 war (hoffen wir, dass Teil13 wieder besser wird),... Wenn ich mir ansehe, wie gerne ich früher auf dem SNES Spiele wie Secret of Mana, Secret of Evermore, Lufia, Zelda, SuperMarioWorld,... (...)
Ich glaube zu der Trendwende bei der Spieleentwicklung kommt noch die Tatsache hinzu, dass wir (als Spieler) auch nicht mehr die gleichen sind, wie früher. Ansprüche und Erwartungen, Fantasie und Wahrnehmung, unsere Fähigkeit zu Staunen und sich beeindrucken zu lassen, all das ist ausschlaggebend für das Spielerlebnis. Mir persönlich macht das Spielen heute auch bei weitem nicht mehr so viel Spaß wie noch vor 10 Jahren, obwohl ich mitlerweile all das habe, wovon ich damals geträumt habe;
alle Konsolen, HD-Glotze und HD-Beamer, Dolby Digital Anlage, jedes neue Spiel etc.
Trotzdem gebe ich mein Hobby nicht verloren, nur meine Einstellung dazu hat sich über die Jahre gewandelt, genau wie alles andere auch :wink:
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Bolschewiki
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Beitrag von Bolschewiki »

Übersetzung ins Deutsche:

"Danke Hardcore-Gamer, dass ihr uns Jahrelang unterstützt und groß gemacht habt. Aber jetzt brauchen wir euch nichtmehr, also fuck you und bye bye wir gehn jetzt zu den anderen wo es mehr Geld zu holen gibt.

PS: Keine Angst: Sobald Videospiele wieder out sind kommen wir schon wieder zu euch zurück. Irgendwo muss ja das Geld herkommen..."


Jaja so ists in der Welt... :roll:
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eduke
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Beitrag von eduke »

Stimmt mich irgendwie traurig, sowas von Warren Spector zu hören... hab sogut wie alle Titel hier, an denen Spector mitgearbeitet hat, weil ich sie für wirklich geniale Spiele halte, die sich selbst heute nicht verstecken brauchen. Da brauch man nur System Shock 2 und Deus Ex 1 zu erwähnen.

Die Ära scheint dann wohl vorbei zu sein... Hoffen wir dass es Nachfolger geben wird.
Saraya
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Beitrag von Saraya »

Allerdings muss ich jetzt sagen, dass es schon teilweise ganz übel ist, was meine Freundin zu Hause mit den Nintendo-Konsolen anstellt. Von Mahjongg (hat gleich zwei solche Spiele gekauft) kommt die gar nicht weg (stundenlang!!), aber ein Viva Pinata oder ein Blox ist bereits VIEL zu kompliziert. Dazu natürlich Wii Fitness ohne Ende. Letztens kam sie sogar mit irgend einem rutschfesten Irgendwas für das Balance Board an. Hat wahrscheinlich soviel gekostet wie ein Game...

Da frag ich mich aber schon, ob das die Zukunft sein kann!
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Mauricius
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Beitrag von Mauricius »

Saraya hat geschrieben:Allerdings muss ich jetzt sagen, dass es schon teilweise ganz übel ist, was meine Freundin zu Hause mit den Nintendo-Konsolen anstellt. Von Mahjongg (hat gleich zwei solche Spiele gekauft) kommt die gar nicht weg (stundenlang!!), aber ein Viva Pinata oder ein Blox ist bereits VIEL zu kompliziert. Dazu natürlich Wii Fitness ohne Ende. Letztens kam sie sogar mit irgend einem rutschfesten Irgendwas für das Balance Board an. Hat wahrscheinlich soviel gekostet wie ein Game...

Da frag ich mich aber schon, ob das die Zukunft sein kann!
Klar, das ist doch Lustig :D

Ich finds herrlich, wenn sie sich Sonntags aus dem Bett schleicht um "heimlich" Braid zu zocken, ohne dass ich zuschaue und sie dadurch "unter Druck" setze. Kann nicht mher lange dauern, dann kommt sie auch mit ner Wii nach Hause^^
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Xris
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Beitrag von Xris »

Der Artikel sagt mir nicht viel was ich mir nicht sowieso schon gedacht habe, die Entwicklung läuft einfach auf Casuals hinaus, fast schon egal in welchem Genre. Selbst Strategie Spiele werden teils schon im Anspruch gesenkt, ein einfaches Beispiel ist hier der letzte C&C Teil.

@Kajetan
Spielst du ausschlieslich Indy Games?
Ich habe zwar vor kurzem mit Mount&Blade auch endlich eins gefunden was(für mich) wirklich gut ist, allerdings kann ich mir - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt - nicht vorstellen nur Indy Spiele zu spielen und auf den Rest glänzlich zu verzichten.

Hier nochmal der Begriff Casual erklärt:
Casual Game
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Casual Games (engl. Gelegenheitsspiele) ist ein Modewort für einfache elektronische Spiele, die sich durch eine besonders leichte Zugänglichkeit, intuitive Eingabemethoden, das kooperative Gameplay sowie schnelle Erfolgserlebnisse auszeichnen. Die Spiele zielen insbesondere auf Personen ab, die eine kurzweilige Unterhaltung ohne langwierige Lernphase suchen. Thematisch handelt es sich z.B. um Umsetzungen bekannter Denk- und Kartenspielen aber auch Logikspiele ('match 3'). Daneben finden sich auch einfache Action-Spiele sowie lizenzierte Spiele zu bekannten TV-Shows wie zum Beispiel Wer wird Millionär, Das Quiz mit Jörg Pilawa oder Deal or No Deal.

"Casual Games" stellen oftmals geringe Anforderungen an die Hardware. Sie sind damit nicht auf leistungsfähige „Spiele-Computer“ beschränkt, sondern lassen sich leicht auf mobile Geräte wie Handys oder PDAs portieren. Aktuell finden sie auch immer mehr Verbreitung auf stationären und mobilen Spielekonsolen. Dies entspricht auch dem Spielebedürfnis der Zielgruppe (ab 40 Jahre alt, mehrheitlich weiblich) nach kurzweiliger Unterhaltung ohne langwierige Lernphase. Sowohl die Bedürfnisse als auch die Demographie dieser Zielgruppe unterscheiden sich damit deutlich von „traditionellen“ Computerspielern (mehrheitlich männlich, unter 30 Jahre alt), die ein tiefes Eintauchen (Immersion) in möglichst realistische Spielewelten suchen.
Inhaltsverzeichnis

Der Vertrieb dieser Spiele erfolgt meist über das Web oder über Anbieter von Mobiltelefonanwendungen, seit 2006 aber auch starkt im klassischen Retail (z.B. die BILD Serie). Neben kostenlosen Werbespielen wie Moorhuhn gewinnen zunehmend kommerzielle Spiele an Bedeutung. Letztere werden meist mit einer kostenlosen, aber zeitlich (etwa 60 min) befristeten Demoversionen in den Markt gebracht. Die Preise der Spiele bewegen sich zwischen 5 und 20 Euro. Der relativ geringe Preis wird durch die Langlebigkeit der Spiele ausgeglichen. Denn während die aufwendiger produzierten und mit erheblichem Marketingaufwand vertriebenen „großen“ Computerspiele den Hauptumsatz nur innerhalb weniger Monate erzielen, lassen sich Casual Games über entsprechende Portale auch über Jahre hinweg verkaufen, ohne dass nennenswerte zusätzliche Vertriebskosten anfallen. Momentan entwickelt sich der Markt exponentiell. Die Spielerzahlen verdoppeln sich derzeit (2006) alle zwei Jahre. Für den US-Markt wird 2008 ein Umsatz von rund zwei Milliarden Dollar erwartet.

Besonders beliebt ist die Einbindung von Casual Games in das Angebot von großen Internet-Diensteanbietern. Diese können ihren Nutzern somit ein umfangreiches Angebot von Spielen anbieten, ohne diese selbst entwickelt haben zu müssen. Grundlage dieser Kooperation sind meist so genannte Affiliate-Systeme.

Wie oben schon angedeutet, ist besonders die Zielgruppe der „Casual Gamer“ interessant. Eine Studie von INTENIUM und auch Realnetworks hat sich kürzlich die Spielgewohnheiten der Frauen über 40, die Casual Games spielen, untersucht:

* 67 Prozent dieser Frauen spielen mindestens viermal die Woche Casual Games
* Rund die Hälfte (47 Prozent) spielt sogar jeden Tag
* Rund 60 Prozent würden eher Casual Games spielen als zu telefonieren, zu stricken oder andere Sachen zu Hause zu machen wie Basteln oder Malen.
* Rund 50 Prozent würden lieber Casual Games spielen, als ins Kino zu gehen oder zu kochen.

Männer und Frauen über 18 Jahre spielen Casual Games aus folgenden Gründen:

* 64 Prozent spielen zur Entspannung
* 53 Prozent zur Stressbewältigung
* 42 Prozent zum Trainieren ihres Gedächtnisses
* Von den Usern mit Kindern sehen 75 Prozent durch Casual Games sogar einen pädagogischen Mehrwert bei der Erziehung ihrer Kinder.

Interessant ist auch eine Studie der Psychologischen Fakultät der Uni Hamburg: Anhand eines Experiments wollen die Wissenschaftler festgestellt haben, dass die Nutzung von Unterhaltungsmedien und speziell das Spielen am Computer die Produktivität fördert und die geistige Leistungsfähigkeit erhöht. Am Beispiel von Computerspielen konnten die Wissenschaftler zeigen, dass Spielen im Alltag der Selbstregulation dient und das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung beziehungsweise Abwechslung und Routine wieder herstellt. [1]

Es gibt zahlreiche Spiele-Portale, die sich auf den Vertrieb von Casual Games spezialisiert haben. Die Marktführerschaft in Deutschland beanspruchen gameduell.de und skill7.com für sich. Weitere sind wie z.B. Yahoo Games, MSN Games oder AOL Games. Inzwischen lassen sich solche Spiele bei allen größeren Internet Service Providern, vielen Onlineseiten von Tageszeitungen und Magazinen und TV-Sendern finden wie z.B. bei Bild.T-Online, RTL, Pro7 und Sat.1. Auch große Download-Portale bieten inzwischen Casual Games an. So gibt es z.B. bei Gamesload in der Rubrik „Freegames“ ein großes Angebot an Casual Games.

Erfolgreiche Vertreter
Die Zahl der am Markt erhältlichen Casual Games ist praktisch unüberschaubar. Bekannte Spiele sind unter anderem Moorhuhn von der mit diesem Spiel bekannt gewordenen phenomedia publishing gmbh. Andere Beispiele sind Beetle Ju, Bejeweled, Zuma Deluxe oder Diner Dash. Besonders TV-Sender nutzen die Dienste von Casual-Games-Entwicklern auch, um lizenzierte Spiele zu Fernsehshows entwickeln zu lassen, wie zum Beispiel Freemantle/RTL mit „American Idol“ bzw. „Deutschland sucht den Superstar“.

Abgrenzung zu früheren Spielen

Hinsichtlich der simplen Spielprinzips könnte man aus heutiger Sicht die meisten klassischen Arcade- und Computerspiele wie Pac-Man, Centipede oder Tetris als Casual Games bezeichnen. Zum Zeitpunkt ihres Erscheinens richteten sie sich jedoch an eine sehr technik- und spieleaffine Zielgruppe, die heute jener der Hardcore-Gamer entspricht. Als erstes Casual Game wird häufig das in Microsoft Windows 3.x enthaltene Patience-Spiel „Solitaire“ betrachtet, das auch heute nichts an Charme eingebüßt hat und von den Spieleanbietern in den unterschiedlichsten Varianten ständig weiterentwickelt wird (Poker Solitaire, Pyramids, FreeCell Solitaire).
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MSentis
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Beitrag von MSentis »

Hach, ne schöne Casual vs. HC-Diskussion... :>
Aber erst einmal zum Artikel selber. Der Mann redet davon, dass ein Künstler, der seine Kunst nicht dem größtmöglichen Publikum zeigen will, verrückt sei. Größtmögliches Publikum ist gleichzusetzen mit Mainstream. Und da im Mainstream bekanntermaßen keinerlei Innovation, sondern nur Kopieren herrscht, kann man sicher nicht von Kunst reden.
Wieso redet man denn von Musik-, Film- und SpieleINDUSTRIE? Weil dahinter keine Kunst, sondern brutaler Kommerz steckt. Kunst ist, wenn ich etwas Neues schaffe, etwas schaffe, was noch keiner in dieser Form hervorgebracht hat. Innovation halt. Mit so einem Satz wie oben disqualifiziert man sich selber. Aussagen wie "kommerzielle Kunstform" sind einfach nur ein Oxymoron, oder besser, widersprüchliche Phrasen. Er will einfach nur die Geldgeilheit, die in jedem Wirtschaftszweig um sich schlägt, rechtfertigen. Da kann von Kunst keine Rede mehr sein.
Michelangelo, Rembrandt und andere Größen der Kunst haben sicherlich nicht wegen des Geldes (allein) geschaffen. Aber das ist es, was EA, Activision und dergleichen tun, sie wollen nur noch mehr Geld mit Mainstream scheffeln.

Und da kommen wir zum nächsten Punkt, nämlich der, ob man Casual verteufeln muss/soll, oder nicht. Aber zuerst, was stellt Casual dar? Halt Spiele, die man zwischendurch spielt, Spiele, die einen nicht stundenlang fesseln. Oder genauer: Spiele, die einen nicht davon abhalten, bei der Sicherheitsfrage, ob man das Spiel beenden will, auf Nein klickt (OT: heißt das beim Controller auch klicken? :>).
Ich persönlich (!) zähle alle Spiele dazu, die in den Shooterbereich fallen, zumindest die neueren, denn Story ist hier nicht vorhanden, es passiert immer das gleiche. Dazu noch Sportspiele. Spiele, die im Mutiplayer gespielt werden, stellen für mich einen Sonderfall dar: WoW beispielsweise kann für einen Suchti als HC-Spiel gelten, ich persönlich hab es HC gespielt, dann Casual, dann gar nicht mehr. Persönlich bin ich ferner der Meinung, das ein Onlinespiel per se als Casual anzusehen ist, denn durch diese wurden Spiele erst gesellschaftsfähig. Und die wenigstens Spielen wirklich über vier oder fünf Stunden ein Onlinespiel am Stück.
Klar, ich kann auch Crysis oder UT3 mehrere Stunden am Stück spielen, aber deswegen werd ich nicht zum HC oder würde das Spiel als HC spielen. Denn hier steht für mich die Ablenkung im Vordergrund, ich spiel sowas, um mich abzulenken, nicht, weil ich bewusst denke, das ich das Spiel jetzt spielen muss, weils so gut ist.
Wo wir zum Punkt kommen, was HC ist. Als gutes Beispiel lassen sich hier Einzelspielerspiele nennen, die wirklich noch Tiefgang haben, oder besser hatten (sowas findet man heutzutage nicht mehr IMO). Als Beispiele würd ich hier BG2 anführen, The Legend of Zelda: Ocarina of Time, FF 7-10 (die nachfolgenden Teile hab ich nicht gespielt...). Bei den Spielen hab ich wirklich Spass dran, die zu spielen und vor allem, man sitzt auch lange an den Spielen dran, es istn großer Wiederspielwert dabei (ich hab BG2 und die FF Teile sicher 10 mal jeweils durchgespielt... und ich krieg grad wieder Lust auf FF7 :>). Sonderfall Zelda: man hats schnell durch, aber sehe ich trotzdem aufgrund der spielerischen Tiefe als HC an.
Ich spiel zurzeit Oblivion und UT3, aber immernur zwischendurch mal nen halbes Stündchen oder so. Zum einen, weil ich genug zu tun habe, was zum Glück nicht mit Spielen zu tun hat (RL ftw und so :>), zum anderen, weil die Spiele einfach nicht fesseln.
So, to put it in a nutshell:
Casual = kein spielerischer Tiefgang, kein/kaum Wiederdurchspielwert, keine Innovation im Genre
Hardcore = Story, Wiederspielwert, Tiefgang, Fesselungcharakter
Dazu soll aber gesagt sein, dass es auch Spieler gibt, die Casualgames HC spielen (so ich UT2k3, war damals unter den besten 1000 weltweit). Allerdings muss man hier die breite Masse betrachten: UT2k3 wurde und wird bevorzugt offline gespielt, und schon damals waren es nur Spieler, die das immer wieder quantisiert gespielt haben, vulgo: in kurzen Sessions. BG2, FF wurden und werden auch heute noch offline, aber immernoch häufig gespielt und dann auch nciht nur in Sessions, sondern halt über längere Zeiten.

Fast alle Spiele (ich gehe sogar so weit, zu sagen: Kein Spiel), dass heutzutage entwickelt wurde (2004+ so) bzw. wird, stellt ein HC-Spiel dar, weil null Innovation vorhanden ist. Ideen werden kopiert, zum Teil sogar Inhalte (diverse Sounds und Texturen scheinen gerne Cameo-Auftritte zu haben...).
Dabei zu sagen, dass der HC-Kern nicht in Gefahr sei, kommt einem Schlag ins Gesicht der Spieler gleich. IMO stirbt dieser Kern grade ab, dank Industrie und Mainstream: ich wiederhole mich hier, aber es existiert keine Innovation in den Spielen, und wenn, dann sind das so außergewöhnliche Perlen, dass es schon keine Perlen mehr sind (Spore).

Man muss auch dazu sagen, dass man der Industrie keinen Vorworf machen kann, sie richtet sich halt nach dem Markt. Bzw nach dem, was die meisten Kunden wollen. Nur, die Ergebnisse dann als Kunst betiteln zu wollen, stellt für mich pure Arroganz dar und einen Affront für den gebildeten Spieler.
Ferner möcht ich noch gesagt haben, dass ich absolut nichts gegen Casualspiele(r) habe. Ich spiel ja selber welche, sind halt prima zum ablenken. Aber gleichzeitig wünsch ich mir mal wieder so ein richtig schönen, langes Spiel mit Tiefgang. Dragon Age: Origins stellt hier nen Kandidat für mich da, Frage ist nur, obs auch meinen Erwartungen entsprechen wird.

Zu beachten sei, der obige Beitrag stellt meine eigene Meinung dar - und wer Rechtschreibfehler findet, was unwahrscheinlich ist... hier isses grad kalt, meine Hände zittern was :>
Edit: Typo ~~
vertigo_in_the_SkY
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Beitrag von vertigo_in_the_SkY »

crey hat geschrieben:Wie lächerlich ist es eigentlich, zwischen Hardcore- und Casualgamern zu unterscheiden bzw sich selbst in eine solche Schublade zu stecken. Bei dem, was man hier als "Hardcore" begreift, keimt selbst mir als Spieler verschiedener Genres (und ja, ua auch Halo) der Verdacht, dass das die ganzen Gore-Süchtigen Ballerkiddies sind, die Angst haben, dass ihnen bald nicht mehr so viel Softwore-Perversionen wie ein Gears of War geliefert werden. So ein Müll, wie er heutzutage vor allem im Shooter-Genre verkauft wird, das ist doch der Grund, warum zwischen Hardcore- und Casualgamern unterschieden werden soll. Wenn jemand heutzutage erzählt, er spielt Computerspiele, dann schiebt er dem aber meist sofort nach "aber nicht so Killerspiele bzw Ballerspiele" und definiert sich damit als Casualgamer, weil er mit den blutgeilen Shooterfreaks, die potentiell in ihren Schulen Amok laufen werden, nicht gleichgesetzt werden will. Während diese dabei über Spiele wie Spore oder My Little Pony nur verächtlich den Kopf schütteln und der festen Meinung sind, ohne Fadenkreuz und Ak-47 ist ein Stück Software kein Spiel.
Und dabei liegt die Innovation vor allem in Bereichen, die hier Casual genannt werden. Der hunderste Raketenwerfer ist keine Innovation, und auch das realistisch aus den Därmen tropfende Blut ist keine Innovation. Was Will Writh mit Spore geschaffen hat, das ist es doch. Solche Ideen gibts bei den so genannten Hardcore-Sachen für selbsternannte Core-Spieler nicht, die lassen sich immer wieder lauwarme Aufwärmungen bekannter Heldenstories vorsetzen und feiern jeden Entwickler, der das Sterben noch "geiler" inszeniert. (Wer sagt, das sei nicht so, der soll sich doch mal anschauen, wie viele der selbstbezeichneten Core-Gamer in schöner regelmäßigkeit in Deutschland geschnittene Spiele aus dem Ausland in der Uncut-Version ordert, weil er auf nichts verzichten will). Was man da bekommt, ist veralterter Spieler-Slaptstick. Als würde man freiwillig Charly Chaplin-Filme schauen, immer und immer wieder, obwohl man heutzutage auch mehr Anspruch haben könnte.
Scheißt auf "Core" oder "Casual", sondern sucht euch das, was Spaß macht. Und freut euch lieber drüber, dass Spiele inzwischen ein Massenmedium. Damit seit ihr nicht mehr die mit dem Freakhobby, sondern einer unter vielen.
:lol: Bullshit-Post ohne gleichen.
Nur weil DU Actiongames nicht magst ist ein Gears of War noch lange nicht pervers. Die Deckungsmechanik z.B. war ein klasse Innvotion die Feuergefechte viel spannender macht. Bioshock ist von der Atmosphäre ein Meilenstein.

Ich z.B. Spiel gern GoW, CoD usw und bin deswegen noch lange kein blutgeiler Freak, der potentiell Amok wie du es sagst. Zudem gibt es Spiele da gehört ne Portion Brutalität eben dazu. Verachtest du auch Horrorfilme?

Ich habe mir Ninja gaiden 2 auch nicht gekauft weil es für MICH zu brutal war. Das muss nicht auch für andere gelten.

Zudem macht Innovation ein Spiel noch lange nicht besser. Oft haberts dann an grunlegenden Dingen. Spaß soll es machen.
Aber stimmt, nach dem 10. innovation Sims-Addon konnte ich mir sogar beim virtuellen kacken zuschauen. Das ist ja sooooooo innovativ.

Ach ja, bei Gears of War konnte man das Blut abstellen. Komisch, für was diese Option wenn es nur für blutgeile Ballerkiddies gedacht ist? Idiot.


Zum Thema Core/Casualgamer:

Ich beschäftige mich mit Spielen von allen Systemen und fast allen Genres, ja ich bin sogar einer der wenigen hier der Spore toll findet (Das ich noch nichtmal als richtiges Casual-Game sehe.) Games sind mein größtes Hobby und ich verbringe gerne viel Zeit damit, sofern ich die habe. Ich halte diese Unterteilung zwar auch für überflüssig, aber ich sehe Casual und Core-Gamer auch als Definierung von einem Gelegenheitszocker bzw. leidenschaftlichen Gamer.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

NSoldat hat geschrieben:
@Kajetan
Spielst du ausschlieslich Indy Games?
Nicht ausschliesslich. Aber immer öfter. Und von den etablierten, großen Publishern immer weniger. Was mir mittlerweile sehr leicht fällt, da mich immer weniger am aktuellen Chart-Angebot interessiert.

Und ich unterscheide nicht zwischen Casual und Hardcore. Mir ist das vollkommen schnuppe. Ich habe zB. ein paar Euro für Knytt Stories gespendet (http://nifflas.ni2.se/), weil ich dem Charme dieses netten Spieles einfach erlegen bin. Ich habe mir über Stardock mit "Massive Assault" ein hammerhartes Rundenstrategiespiel gegönnt. Ich habe mich Anfang des Jahres ganz casual-mäßig in Puzzle Quest gestürzt und letzte Woche habe ich mir die Witcher Enhanced Edition gegönnt, weil sich das Spiel endlich mit meiner Hardware verträgt. Ich habe Geld für "Eschalon Book One" ausgegeben, weil es so ein herrliches Rollenspiel ist. Ich habe Geld für "Aquaria" ausgegeben, weil ich mich dieses Spiel ein wenig verliebt habe und wenn ich dann mit The Witcher durch bin, wird der klitzekleine Nischenanbieter Spiderweb Games sich über eine größere Bestellung von mir freuen dürfen.

Es gibt ein derart großes Angebot an vielen kleinen feinen Spielen, dass ich nur dann auf teuer produzierte AAA-Spiele aufmerksam werde, wenn sie wie zB. Portal vor Kreativität nur so strotzen oder wie bei The Witcher ein Rollenspiel-Erlebnis bieten, wie es nur hammerharte und leicht depressive Osteuropäer auf die Beine stellen können.

Alles andere, was sonst in den News-Spalten der Presse den Tag über rauf und runter gehyped wird ... wer mag, bitte. Interessiert mich aber nicht ... mehr!
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ShinmenTakezo
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Beitrag von ShinmenTakezo »

vertigo_in_the_SkY hat geschrieben: :lol: Bullshit-Post ohne gleichen.
Nur weil DU Actiongames nicht magst ist ein Gears of War noch lange nicht pervers. Die Deckungsmechanik z.B. war ein klasse Innvotion die Feuergefechte viel spannender macht. Bioshock ist von der Atmosphäre ein Meilenstein.
gears of war hat die deckunsmechanik nicht erfunden das war kill.switch für ps2 ;)

bioshock ein meilenstein der atmosphäre? hmm weis nicht mir hat von der atmo undying viel mehr zugesagt das war mit resident evil so das erste game was so richtig grusel atmo aufgebaut hat

aber die atmo in bioshock war schon gut

aber nochma zu der innovationstechnik etc innovation heist eben nicht gleich gut

was bringts mir sachen ins spiel zu implementieren die dann einfach keinen spass machen z.b. das jagen und verartzten in mgs3:snake eater hörte sich cool an war in den trailern auch nett anzusehen aber im spiel wars der letzte nervende müll...aber es ging auch was gutes draus hervor das tarnsystem was mit mgs4 verbessert wurde is eine gute idee gewesen

also es gibt gute und schlechte innovationen aber selbst ein innovations armes spiel kann mehr spass machen als ein spiel was geradezu davon vollgestopft ist wenns alles so klasse ideen sind wie das verartzten...

gruß