Das ist das klügste, was ich in letzter Zeit gelesen habe!MaxDetroit hat geschrieben: ↑29.11.2017 13:45Wenn man es mal etwas philosophischer aus der Vogelperspektive betrachtet sind doch alle Games Verarsche.
Ich verschwende meine Zeit in virtuellen Welten für virtuelle Items, dabei könnte ich doch an meiner Karriere arbeiten, meine Bude aufräumen oder für meine Kinder ein Baumhaus bauen, richtig? Oder nicht?
Ich denke das Problem ist das heutzutage Games nicht mehr bloß als Unterhaltungsmedium angesehen werden, sondern als Way-of-Life und einige so in ihren Spielen versunken sind das es schon religiöse Züge annimmt.
Diese Illusion sich in diesen Spielen etwas zu 'Erschaffen' zu 'Erwirtschaften' was von Dauer ist, sich sozusagen eine virtuelle Existenz aufzubauen das ist die größte Falle in die die meisten Spieler reintapsen. Und ich halte das für sehr gefährlich.
Destiny 1 wurde am Anfang damit beworben das es eine 10jähre Journey sein sollte, und Spieler dachten sie könnten sich da einen Char über Jahre aufbauen und jede Aktion wäre von 'Bedeutung'. Nun, Destiny 1 ist Vergangenheit, es gibt einen Hard-Reset mit Destiny 2 und Spieler dämmert es, das es sich nicht lohnt ewig lange für ein Item zu grinden, weil irgendwann Destiny 3 kommt. Die Illusion, der Glaube an den langen durchdachten Plan von Bungie ist weg, das man da Dinge im Spiel macht von denen man noch in zehn Jahren zehren kann und die irgendwie von Bedeutung sein sollen.
Ich behaupte: gut so. Weil diese Illusion sich etwas in Spielen von Dauer aufbauen zu wollen gefährlich ist und durchaus in Sucht-artigen Verhaltensweisen ausarten kann. Ich erinner mich noch zu gut an Leute die in Lord-of-the-Rings Online den mega Grind mitgemacht haben und stundenlang die gleichen Mobs gekloppt haben (was total langweilig war) nur um irgendein Item oder Achievement zu bekommen von dem sie glaubten das es ihnen etwas ind er Zukunft bringt. Nur um zu merken: beim nächsten Add-On war es hinfällig, oder das Spiel wurde irgendwann dichtgemacht. Ich sehe auch teilweise das Problem bei den Spielern selber und ihrer Mentalität wie sie an Spiele rangehen.
Ich treffe online nur noch Spielertypen die nur noch auf Items und Rewards getrimmt sind. Die Tätigkeit ist Scheißegal, hauptsache die Belohnung stimmt. Ich nenne sowas Effizienzgamer. Und sie werden nie satt, die Hatz ist nur noch von Item zu Item von Upgrade zu Upgrade. Gibt es dann nichts mehr zum Erfarmen ist das Spiel Scheiße und Langweilig, während man sich vorher im Eiltempo durch den Content gefressen hat (100 Stunden in einer Woche). Ich sage: Scheiß auf die Rewards, der Weg ist das Ziel. Die Tätigkeit ist wichtig, das Spiel selber, nicht nur die Belohnung. Die Quest, der Raid, die Instanz, die muss doch Bock machen. Auch mal Innehalten können ist wichtig, wie oft bin ich beim Questen bei Destiny 2 mal stehengeblieben und habe mir in Ruhe die Landschaft angesehen, wie viel Liebe und Details da in dem Worldbuilding steckt (z.B. das Pyramidion ist einfach atemberaubend). Aber nein, keine Zeit, ich muss ja möglichst schnell durch alles durchhetzen um das Spiel in zwei Wochen abzugrasen und dann zu rumzugröhlen: mir ist langweilig.
Ich bin am den Punkt wo ich Destiny 2 mal ein, zwei Wochen liegen lasse und was anderes spiele. Und das ist okay. Ich betrachte es einfach nur als ein Spiel, mit Fehlern, Macken, und Problemchen. Jetzt spiel ich noch Hellblade, Wolfenstein 2 und Uncharted Lost Legacy in der Zwischenzeit bis es was neues gibt. Aber als abendliche Unterhaltung, als Eskapismus in eine fremde Welt zusammen mit Freunden, da hat es mich gut unterhalten. Die Belohnungen sind mir am Ende auch egal. Ich will mir da nix aufbauen für die Ewigkeit und habe kein Problem damit in Destiny 3 wieder ganz von vorne starten zu müssen. That's it.
Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
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Baralin
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Nur bedingt klug. Nur weil etwas gefährlich ist, heißt das nicht das es dumm ist. Ansonsten müssten wir eine ganze Reihe von Sportarten einstampfen, als erstes Motorsport. Die fahren eh nur sinnlos im Kreis um als erster durchs Ziel zu kommen und manchen Fahrern könnte man da durchaus auch eine Sucht unterstellen.
Aber um die Gefahr ging es da jetzt nicht. Gefahr muss eben nicht eine Sucht bedeuten, Gefahr kann vieles sein.
Ich sehe daher hier nur Jemanden, der mal wieder eine mögliche Gefahr nutzt um Stimmung dagegen zu machen. Nicht besser als die Killerspiel Diskussionen damals.
Nur in einem Punkt gebe ich ihm recht und das sind diese Effizienzspieler, wie er sie nennt. Ich nenne sie gerne Progressiv- oder auch Stress-Spieler, weil diese auch immer die Zeit mit einbringen und hetzen, weil eine verlorene Minute ist verschwendete Lebenszeit. So zu denken, das ist in Wahrheit viel gefährlicher. Eine Sucht kann man erkennen und behandeln, so eine Denkweise nistet sich aber auf Dauer ein und führt nicht selten irgendwann zu Depressionen aufgrund von ständigem Dauerstress, dann wird es schwierig mit behandeln.
Ich sehe daher hier nur Jemanden, der mal wieder eine mögliche Gefahr nutzt um Stimmung dagegen zu machen. Nicht besser als die Killerspiel Diskussionen damals.
Nur in einem Punkt gebe ich ihm recht und das sind diese Effizienzspieler, wie er sie nennt. Ich nenne sie gerne Progressiv- oder auch Stress-Spieler, weil diese auch immer die Zeit mit einbringen und hetzen, weil eine verlorene Minute ist verschwendete Lebenszeit. So zu denken, das ist in Wahrheit viel gefährlicher. Eine Sucht kann man erkennen und behandeln, so eine Denkweise nistet sich aber auf Dauer ein und führt nicht selten irgendwann zu Depressionen aufgrund von ständigem Dauerstress, dann wird es schwierig mit behandeln.
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Ja, okay, ich wollte das mit der Sucht auch nicht zu sehr betonen. Ich weiß das 'Sucht' ein Reizwort und Politikum ist, hätte ich vielleicht vermeiden sollen.Balmung hat geschrieben: ↑29.11.2017 17:02 Nur bedingt klug. Nur weil etwas gefährlich ist, heißt das nicht das es dumm ist. Ansonsten müssten wir eine ganze Reihe von Sportarten einstampfen, als erstes Motorsport. Die fahren eh nur sinnlos im Kreis um als erster durchs Ziel zu kommen und manchen Fahrern könnte man da durchaus auch eine Sucht unterstellen.Aber um die Gefahr ging es da jetzt nicht. Gefahr muss eben nicht eine Sucht bedeuten, Gefahr kann vieles sein.
Ich sehe daher hier nur Jemanden, der mal wieder eine mögliche Gefahr nutzt um Stimmung dagegen zu machen. Nicht besser als die Killerspiel Diskussionen damals.
Nur in einem Punkt gebe ich ihm recht und das sind diese Effizienzspieler, wie er sie nennt. Ich nenne sie gerne Progressiv- oder auch Stress-Spieler, weil diese auch immer die Zeit mit einbringen und hetzen, weil eine verlorene Minute ist verschwendete Lebenszeit. So zu denken, das ist in Wahrheit viel gefährlicher. Eine Sucht kann man erkennen und behandeln, so eine Denkweise nistet sich aber auf Dauer ein und führt nicht selten irgendwann zu Depressionen aufgrund von ständigem Dauerstress, dann wird es schwierig mit behandeln.
Es ist eher so das meine Definition von Sucht ist, das wenn jemand ein Spiel spielt und es ihm eigentlich keinen Spass mehr macht und er sich langweilt und dadurch quält. Zum Beispiel auch stundelanges Grinden nur um ein item zu bekommen. Dann höre ich immer wieder: Ja, ich habe die Ini oder Quest dreißig mal hintereinander gezockt, bis zum Erbrechen, nur um dieses eine Item zu bekommen. War total Scheiße, aber am Ende hatte ich das gottverdammte Item. Und ich habe das ganz ehrlich früher auch gemacht, bin selber so ein Fall, bis ich den Fehler bei mir selber gefunden habe, und nicht beim Spiel. Und dann frage ich: Warum tust Du dir das an? Willst Du das wirklich? Ist das noch Spielspass oder nur noch reine Beschäftigungstherapie?
Und nur das prangere ich an. Ich habe nichts dagegen wenn jemand hunderte von Stunden in ein Spiel versenkt, mache ich ja selber, solange es halt Spass macht und man Spass am Spiel selber hat. Ich möchte das Leute aktiv reflektieren warum und was sie da tun im Spiel.
Destiny 2 hat sehr wenig Grind, man kommt schnell ans Licht-Level Cap und bekommt wichtige Items und Waffen relativ schnell. Wenn ich nun Hardcore Spieler höre die nach mehr Grind, mehr Farmen, mehr RNG gröhlen gehen bei mir alle Alarmglocken an. Ich habe lieber ein Spiel das durchwegs unterhält und das ich dann zur Seite lege um es beim nächsten Update oder Add-On ein paar Tage oder Wochen zu spielen, als ein Spiel das langweiligen Grind erfordert um spannenden Endgame Aktivitäten wie Raids mitmachen zu können.
Solange ein Spiel mich unterhält, und nicht nur beschäftigen will, solange bin ich dabei.
Zuletzt geändert von MaxDetroit am 29.11.2017 17:19, insgesamt 1-mal geändert.
- bohni
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Der Grind in D1 war eben NICHT langweilig ... und natürlich macht man ggf. etwas Langweiliges für ein Gjallarhorn oder eine Spindel oder ... 
- greenelve
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Es ist die simpelste Änderung. Und auch wenn es nicht kommuniziert wurde und deswegen Frust entsteht, ich finde es nicht wirklich überraschend.Mentiri hat geschrieben: ↑29.11.2017 11:11 Davor war es egal wie hart jemand gearbeitet. Alle kamen recht zeitgleich zum Ziel. Jetzt sind die Wenigspieler geliefert.
Es geht jetzt auch nicht wirklich darum, wie man etwas ändert. Sondern um die Kommunikation. Durch das Verschweigen solcher Änderungen, sagt man ne Menge darüber aus, was man von seinen Kunden hält.
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unknown_18
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Der Punkt ist, die einen wollen immer Spaß haben, wenn es nicht immer Spaß macht ist es schlecht. Die anderen aber ziehen nicht den Spielspaß daraus, das es immer Spaß macht, sondern daraus ein Ziel zu erreichen. Macht grinden Spaß? Jain, das hängt von der Person ab, Manchen macht das wirklich Spaß, aber dabei kein Spaß zu empfinden muss jetzt auch nicht bedeuten das es langweilig ist, man macht es einfach ohne darüber nachzudenken ob das jetzt Spaß macht oder nicht. Der Spaß kommt dann eben durch das erreichen des Ziels, wenn man endlich das heiß ersehnte Item in den virtuellen Händen hält.
Ich hab lieber Spaß in der Form: 10% Spaß (Grind), 0%, 60% (was anderes gemacht), 15% (Grind), 5%, 0%, 5%, 100% (Item bekommen), 100% (mit dem neuen Item), 95%, 90%, 80% (alle Freude lässt mal nach), 70%, 55%, 60% (auf und ab ist normal), 50%, 40% (neuer Grind beginnt), 30%, 20%, 25%, 15%... und wieder von vorne.
Die anderen heute haben lieber Spaß in der Form: 20%, 15%, 20%, 5%, 0%, 5%, 0%, 40% (Item bekommen), 25%, 15%... und wieder von vorne.
Letztere bilden sich dann ein die 40% Spaß für das Item wäre so hoch wie mein 100% für das Item. Manchen Spielern geht gar nicht in den Kopf das sie noch viel mehr Spaß haben könnten, sie lassen sich eben mit wenig Spaß abspeisen und geben sich damit zufrieden, weil sie mehr gar nicht mehr kennen oder es teilweise, traurig genug, auch gar nicht mehr wollen.
Was den ganzen Grind erst so kaputt gemacht hat, ist das man alles auf Grind und billigen Belohnungen ausgerichtet hat. Belohnungen sind dann billig, wenn selbst das, was man eigentlich will, am Ende eh jeder Spieler besitzt. Belohnungen sind erst etwas wert, wenn sie eine gewisse Einzigartigkeit haben und diese existiert nicht mehr. Belohnungen sind viel zu belanglos und werden obendrein viel zu schnell wieder entwertet.
"Hurra, ich hab endlich X... 90% der Spieler haben X schon lange... und nun kann ich endlich mit X Y farmen... was ja noch viel besser ist... um mit Y dann Z zu farmen..."
Diese Modell ist einfach so derart Krank und da wundert man sich wieso es kein Spaß macht? Früher hat man eher gegerindet weil man etwas bestimmtes wollte was nicht Jeder hat, weil es nicht Jeder zwingend braucht. Inzwischen geht es aber nur noch um Sachen grinden, die man braucht um anderen Sachen zu grinden usw. Das Grinden ist zum muss geworden und zwar nicht zum muss weil der Spieler es unbedingt haben will, sondern zum muss weil das Spiel es einem so vorschreibt.
Früher war grinden ganzen einfach: "Item X hätte ich gerne, hätte ich es so gerne das ich dafür intensiv Grinden gehe?" Ja, dann los, nein, dann lass ich es halt sein. Und da das Grinden auch noch optional war, konnte man es sich auch einteilen, 2 Stunden gegrindet und es ist nicht gedroppt, ok, reicht für heute, vielleicht Morgen noch mal 2 Stunden probieren und wenn ich keine Lust habe auch egal, dann an einem anderen Tag. Das Item ist einem nicht davon gelaufen, wenn man es Wochen später erst hat, egal, das Item ist deswegen nicht plötzlich uninteressanter geworden, weil man z.B. in der Zeit derart im Level gestiegen ist, das es nichts mehr taugt.
Grind ist eben nicht gleich Grind. Das heutige Grind ist jämmerlich, nur damit auch ja jeder Spieler jedes Item haben kann, damit auf keinen Fall Neid oder Missgunst aufkommen kann, weil ein Anderer etwas hat, was man selbst vielleicht nie hat. Dieses niedere menschliche Denken hat das primär kaputt gemacht.
Ich hab lieber Spaß in der Form: 10% Spaß (Grind), 0%, 60% (was anderes gemacht), 15% (Grind), 5%, 0%, 5%, 100% (Item bekommen), 100% (mit dem neuen Item), 95%, 90%, 80% (alle Freude lässt mal nach), 70%, 55%, 60% (auf und ab ist normal), 50%, 40% (neuer Grind beginnt), 30%, 20%, 25%, 15%... und wieder von vorne.
Die anderen heute haben lieber Spaß in der Form: 20%, 15%, 20%, 5%, 0%, 5%, 0%, 40% (Item bekommen), 25%, 15%... und wieder von vorne.
Letztere bilden sich dann ein die 40% Spaß für das Item wäre so hoch wie mein 100% für das Item. Manchen Spielern geht gar nicht in den Kopf das sie noch viel mehr Spaß haben könnten, sie lassen sich eben mit wenig Spaß abspeisen und geben sich damit zufrieden, weil sie mehr gar nicht mehr kennen oder es teilweise, traurig genug, auch gar nicht mehr wollen.
Was den ganzen Grind erst so kaputt gemacht hat, ist das man alles auf Grind und billigen Belohnungen ausgerichtet hat. Belohnungen sind dann billig, wenn selbst das, was man eigentlich will, am Ende eh jeder Spieler besitzt. Belohnungen sind erst etwas wert, wenn sie eine gewisse Einzigartigkeit haben und diese existiert nicht mehr. Belohnungen sind viel zu belanglos und werden obendrein viel zu schnell wieder entwertet.
"Hurra, ich hab endlich X... 90% der Spieler haben X schon lange... und nun kann ich endlich mit X Y farmen... was ja noch viel besser ist... um mit Y dann Z zu farmen..."
Diese Modell ist einfach so derart Krank und da wundert man sich wieso es kein Spaß macht? Früher hat man eher gegerindet weil man etwas bestimmtes wollte was nicht Jeder hat, weil es nicht Jeder zwingend braucht. Inzwischen geht es aber nur noch um Sachen grinden, die man braucht um anderen Sachen zu grinden usw. Das Grinden ist zum muss geworden und zwar nicht zum muss weil der Spieler es unbedingt haben will, sondern zum muss weil das Spiel es einem so vorschreibt.
Früher war grinden ganzen einfach: "Item X hätte ich gerne, hätte ich es so gerne das ich dafür intensiv Grinden gehe?" Ja, dann los, nein, dann lass ich es halt sein. Und da das Grinden auch noch optional war, konnte man es sich auch einteilen, 2 Stunden gegrindet und es ist nicht gedroppt, ok, reicht für heute, vielleicht Morgen noch mal 2 Stunden probieren und wenn ich keine Lust habe auch egal, dann an einem anderen Tag. Das Item ist einem nicht davon gelaufen, wenn man es Wochen später erst hat, egal, das Item ist deswegen nicht plötzlich uninteressanter geworden, weil man z.B. in der Zeit derart im Level gestiegen ist, das es nichts mehr taugt.
Grind ist eben nicht gleich Grind. Das heutige Grind ist jämmerlich, nur damit auch ja jeder Spieler jedes Item haben kann, damit auf keinen Fall Neid oder Missgunst aufkommen kann, weil ein Anderer etwas hat, was man selbst vielleicht nie hat. Dieses niedere menschliche Denken hat das primär kaputt gemacht.
Zuletzt geändert von unknown_18 am 30.11.2017 19:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Bei mir ist es so, das ich immer eine Herausforderung brauche. Wenn ich eine Tätigkeit machen muss bei der es Null Chance auf Scheitern gibt, Zero Challenge sozusagen, dann langweilt mich das. Z.B. habe ich zum Anfangs Final Fantasy 14: A Realm Reborn gespielt. Wo es die Relic Weapons gibt, die immer an eine Questreihe gebunden sind. Anfangs musste man drei Bosse im Raid (8 Spieler) besiegen, um an die Waffe zu kommen. Der letzte Boss, Titan, war damals schon ziemlich hart und viele Spieler sind an ihm gescheitert. Ich habe es aber geliebt. Wir sind viele Male "gewiped" bevor wir die Relic Weapon Quest geschafft hatten, aber es hat sich verdammt gut angefühlt. Später, mit Heavensward, wurde die Relic Weapon Quest nicht mehr durch schwierige Encounter bestimmt, sondern durch endlosen Fate-Grind. Fand ich nicht so geil.Balmung hat geschrieben: ↑29.11.2017 17:49 Grind ist eben nicht gleich Grind. Das heutige Grind ist jämmerlich, nur damit auch ja jeder Spieler jedes Item haben kann, damit auf keinen Fall Neid oder Missgunst aufkommen kann, weil ein Anderer etwas hat, was man selbst vielleicht nie hat. Dieses niedere menschliche Denken hat das primär kaputt gemacht.
Ich stimme zu das es verschiedene Spielertypen gibt, und wem das mehr Spass macht, bitte. Aber ich sehe es auch ähnlich wie Du das die Herausfordungen aus den Spielen genommen werden und durch endlosen Grind ersetzt werden - und diese Entwicklung finde ich bedenklich.
Besonders in Destiny 2 geht es mir auf den Senkel wenn ich gerne mal die Challenges für den Raid oder den Prestige Nightfall spielen möchte, eben wegen der Herausforderungen, und diese zu meistern, aber dann keine Mitspieler dafür finde weil es eben "keinen besonderen Loot" dafür gibt. Es gibt diese Aktivitäten in D2, aber sie werden leider nicht wahrgenommen.
Am Ende: Ich denke wir sehen das Problem ähnlich, aber aus verschiedenen Blickwinkeln.
Ich sehe das Problem halt auch bei der Mentalität der Spieler selber, die lieber einfachen, langweiligen Grind fordern, der ewig dauert, anstatt das der Loot hinter echten Herausforderungen verborgen liegt. Und die Spielehersteller folgen dann ...
Destiny 2 hat gute Herausfordungen, wie eben den Prestige Nightfall, aber anscheinend will das keiner spielen, wenn da nicht der entsprechende Loot hinter steht. Und wenn da spezieller Loot hinter steht, dann beschweren sich alle das er nur einen kleinen Prozentzahl von Spielern zur Verfügung steht.
Wie gesagt, am Ende sehe ich auch ein wenig die Schuld bei den Spielern und der Community, nicht nur bei Bungie.
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unknown_18
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Nun, ich sehe nicht nur ein wenig die Schuld bei den Spielern, ich haue hier auf 4P oft genug auf die Spieler ein. So wie der Spielemarkt heute ist, das haben wir primär nur den Spielern zu verdanken. Die Entwickler/Publisher machen nur das was sich gut verkaufen lässt und damit stehen die Spieler automatisch im Rampenlicht, wenn es darum geht was für Spiele mit welchem Gameplay auf den Markt kommt, denn das bestimmen sie mir ihrem Kauf. ^^
Ich neige da eher dazu die Schuld so bei 60:40 zu verteilen, 60% Spieler, 40% Publisher/Entwickler. Vielleicht eher noch mehr in Richtung Spieler. Auf jeden Fall nicht 50:50, damit würden sich viele Spieler schon zu sehr aus der eigenen Verantwortung ziehen.
Am Anfang hatte ich eigentlich vor den Season Pass zu kaufen, aber je mehr die 08/15 Mechanik sich offenbarte desto mehr sank es und mit Powerlevel 295 wurde es immer mehr zu "Nope, ohne mich". Für die 46 Euro, die ich bezahlt habe, war es ok, aber keinen Cent mehr. Vielleicht in einem Jahr mal, wenn es sich zum besseren gewandt hat, dann die ganzen DLCs in einem Sale.
Ich neige da eher dazu die Schuld so bei 60:40 zu verteilen, 60% Spieler, 40% Publisher/Entwickler. Vielleicht eher noch mehr in Richtung Spieler. Auf jeden Fall nicht 50:50, damit würden sich viele Spieler schon zu sehr aus der eigenen Verantwortung ziehen.
Am Anfang hatte ich eigentlich vor den Season Pass zu kaufen, aber je mehr die 08/15 Mechanik sich offenbarte desto mehr sank es und mit Powerlevel 295 wurde es immer mehr zu "Nope, ohne mich". Für die 46 Euro, die ich bezahlt habe, war es ok, aber keinen Cent mehr. Vielleicht in einem Jahr mal, wenn es sich zum besseren gewandt hat, dann die ganzen DLCs in einem Sale.
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flo-rida86
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Nein danke.
Die beta am pc war ja nicht sooo übel aber nachdem Feedback meiner ps4 Kumpels und auch fast ich das nicht an.
Man Bungie wäre lieber bei ms geblieben,wobei 343 ist ja quasi Bungie.
Ich spiele lieber was ich seit längerem nicht mehr gespielt habe:warframe.
Mit dem erneuten update mein Lieblings grindshooter wo die story mehr Inhalt hat als bei Destiny/2. :wink:
Die beta am pc war ja nicht sooo übel aber nachdem Feedback meiner ps4 Kumpels und auch fast ich das nicht an.
Man Bungie wäre lieber bei ms geblieben,wobei 343 ist ja quasi Bungie.
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unknown_18
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Dafür die Gegner erst nach 3 Sekunden reagieren wenn sie bereits seit 2 Sekunden Tod sind. 
- Buckeye
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Das erinnert mich noch daran wie schwer einige WoW Vanilla Raids waren bis es dann dumbed down gemacht wurde damit auch Hans und Peter ihre leuchtenden Schwerter bekommen. Ich schaue jetzt gerade nach 10 Jahren Abstinenz mal rein und stelle fest, es ist alles sehr einfach geworden.MaxDetroit hat geschrieben: ↑29.11.2017 18:28Bei mir ist es so, das ich immer eine Herausforderung brauche. Wenn ich eine Tätigkeit machen muss bei der es Null Chance auf Scheitern gibt, Zero Challenge sozusagen, dann langweilt mich das. Z.B. habe ich zum Anfangs Final Fantasy 14: A Realm Reborn gespielt. Wo es die Relic Weapons gibt, die immer an eine Questreihe gebunden sind. Anfangs musste man drei Bosse im Raid (8 Spieler) besiegen, um an die Waffe zu kommen. Der letzte Boss, Titan, war damals schon ziemlich hart und viele Spieler sind an ihm gescheitert. Ich habe es aber geliebt. Wir sind viele Male "gewiped" bevor wir die Relic Weapon Quest geschafft hatten, aber es hat sich verdammt gut angefühlt. Später, mit Heavensward, wurde die Relic Weapon Quest nicht mehr durch schwierige Encounter bestimmt, sondern durch endlosen Fate-Grind. Fand ich nicht so geil.Balmung hat geschrieben: ↑29.11.2017 17:49 Grind ist eben nicht gleich Grind. Das heutige Grind ist jämmerlich, nur damit auch ja jeder Spieler jedes Item haben kann, damit auf keinen Fall Neid oder Missgunst aufkommen kann, weil ein Anderer etwas hat, was man selbst vielleicht nie hat. Dieses niedere menschliche Denken hat das primär kaputt gemacht.
Die Publisher achten schon sehr darauf, dass alles für alle zugänglich ist. So zu sehen auch hier in Destiny 2. Spiel hab ich vlt 10 Stunden auf der Xbox gespielt, Key lag auch meiner 1080 dabei, kurz gecheckt wie das mit 60FPS aussieht, nie wieder angerührt.
- MaxDetroit
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Ich will jetzt nicht wieder als Destiny Fanboy beschimpft werden, aber nur um super-fair zu sein: Es gibt wirklich schweren und herausfordernden Content in Destiny. Prestige-Nightfall und Prestige-Raid mit Challenges sind wirklich harte Nüsse, die nur wenige schaffen. Das ist auch der Grund warum ich Destiny noch zocke - die Kampage und Open World Tätigkeiten, ja, die sind mir auch ein wenig zu einfach geraten. Die Strikes und Raids halten mich noch gerade so im Spiel.Buckeye hat geschrieben: ↑30.11.2017 09:24 Das erinnert mich noch daran wie schwer einige WoW Vanilla Raids waren bis es dann dumbed down gemacht wurde damit auch Hans und Peter ihre leuchtenden Schwerter bekommen. Ich schaue jetzt gerade nach 10 Jahren Abstinenz mal rein und stelle fest, es ist alles sehr einfach geworden.
Die Publisher achten schon sehr darauf, dass alles für alle zugänglich ist. So zu sehen auch hier in Destiny 2. Spiel hab ich vlt 10 Stunden auf der Xbox gespielt, Key lag auch meiner 1080 dabei, kurz gecheckt wie das mit 60FPS aussieht, nie wieder angerührt.
Ich möchte jetzt nix gegen Warframe sagen, wie du schon sagst, als entspannter Grindshooter a la Diablo funktioniert das Spiel sicher bestens, der Artstyle ist auch ganz geil. Aber, mir wurde das Spiel als Destiny Ersatz empfohlen, und da ich auch Vanquish liebe, habe ich dem Spiel mal eine Chance gegeben. Und wenn ich von Herausfordungen spreche dann hat das Spiel aber mal gar nichts an Schwierigkeit. Ich bin die ersten drei Stunden nur so durch die Level gerannt und habe noch nicht mal einen Kratzer abbekommen. Ich habe dann mal gegoogelt ob da später noch schwere Bossfights oder richtig knackige Missionen kommen - bis auf einige Wave-Shooter Missionen wo es nach Welle 20 schwierig werden soll, habe ich wenig gefunden. Es geht wohl darum in Style möglichst effizient die Missionen abzufarmen. Das ist dann leider nix für mich. Schade.flo-rida86 hat geschrieben: ↑29.11.2017 22:07 Nein danke.
Die beta am pc war ja nicht sooo übel aber nachdem Feedback meiner ps4 Kumpels und auch fast ich das nicht an.
Man Bungie wäre lieber bei ms geblieben,wobei 343 ist ja quasi Bungie.
Ich spiele lieber was ich seit längerem nicht mehr gespielt habe:warframe.
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Das Pseudo-Drama um das Game ist doch nur ein weiterer Beleg dafür, dass sich in Online-Communities hauptsächlich Trolle und "Armchair developers" tummeln. Wer sich D2 zum Release den Umfang von D1 inkl. DLCs erwartet hat ->
Es wiederholt sich einfach nur das Narrativ vom Vorgänger, wahrscheinlich sind's sogar die gleichen Leute, die jetzt wieder rumheulen. Und in 1 Jahr heißt es dann wieder "Boah, SO hätte das Game schon immer sein müssen, geilo!" Dann kommt D3 und der Quatsch geht von vorne los
Wer sich von einem neuen Online-Game eine 24/7-Beschäftigung inkl. ständigem Content-Nachschub erhofft -> Einfach mal nicht die Schule/Uni schwänzen, evtl. noch n Job suchen, vielleicht sogar mal n Zweit-Hobby suchen = Tada! Schon langt der Release-Content bis zum ersten richtigen Add-on.
Wer sich von einem neuen Online-Game eine 24/7-Beschäftigung inkl. ständigem Content-Nachschub erhofft -> Einfach mal nicht die Schule/Uni schwänzen, evtl. noch n Job suchen, vielleicht sogar mal n Zweit-Hobby suchen = Tada! Schon langt der Release-Content bis zum ersten richtigen Add-on.
- Peter__Piper
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Und du bist nur ein weiterer Beleg dafür, wie sehr die Leute sich abrippen lassen und danach versuchen mit der Brechstange zu relativieren - wahrscheinlich für Ihr Seelenheil.habib84 hat geschrieben: ↑30.11.2017 12:59 Das Pseudo-Drama um das Game ist doch nur ein weiterer Beleg dafür, dass sich in Online-Communities hauptsächlich Trolle und "Armchair developers" tummeln. Wer sich D2 zum Release den Umfang von D1 inkl. DLCs erwartet hat ->Es wiederholt sich einfach nur das Narrativ vom Vorgänger, wahrscheinlich sind's sogar die gleichen Leute, die jetzt wieder rumheulen. Und in 1 Jahr heißt es dann wieder "Boah, SO hätte das Game schon immer sein müssen, geilo!" Dann kommt D3 und der Quatsch geht von vorne los
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Wer sich von einem neuen Online-Game eine 24/7-Beschäftigung inkl. ständigem Content-Nachschub erhofft -> Einfach mal nicht die Schule/Uni schwänzen, evtl. noch n Job suchen, vielleicht sogar mal n Zweit-Hobby suchen = Tada! Schon langt der Release-Content bis zum ersten richtigen Add-on.
Anders kann ich mir dieses verhalten nicht erklären...
Aber lass dich nur weiter abzocken und kreiere dir deine kleine Traumwelt in der sämtliche Kritiker deines heißgeliebtem Spiels Arbeitslose oder Schüler sind.
Muss in deiner Welt ja ein mächtig gewaltiges Privileg sein einen Job zu haben
Vielleicht einfach mal aufhören BILD zu lesen und versuchen sich selbständig eine Meinung zu bilden - ohne dich dabei selbst bescheissen zu müssen :wink:
Ich meine , lass dir doch mal deinen letzten ,fettgedrucktem Absatz, auf der Zunge zergehen.
Um es mit Hannes Waders Worten zu sagen:
Dein Profil hat sich schön, sanft und glatt an der Darmwand der Publisher abgeschliffen
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habib84
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Re: Destiny 2: Morgen erscheint die Demo für PC, PlayStation 4 und Xbox One
Ich besitze das Spiel doch gar nicht.
Auch ist Destiny weit davon entfernt mein Lieblingsspiel zu sein. Werd mir halt die Demo ziehen, dann, bei Gefallen, zugreifen, wenn 2 bis 3 Raids oder so verfügbar sind.
Diese Pseudo-Politisierung von Videospielen ist un-fasss-bar. Da werden Leute, die einfach nur Fun mit nem Spiel haben wollen als zombiehafte Opfer dargestellt, die sich von Evil Mega Companies "abrippen" lassen - sich selbst bescheinigt man das ultimative Konsum-Rebellentum, weil man auf Reddit seitenlange Rants gegen den Publisher eines Ballerspiels ablässt.
Das Game einfach nicht oder zumindest nicht am Release-Tag kaufen - für die revolutionäre Rage-Gamer-Garde offenbar nicht möglich. Ist das eigentlich schon self-fulfilling prophecy oder nur reguläres Wutbürgertum?
Diese Pseudo-Politisierung von Videospielen ist un-fasss-bar. Da werden Leute, die einfach nur Fun mit nem Spiel haben wollen als zombiehafte Opfer dargestellt, die sich von Evil Mega Companies "abrippen" lassen - sich selbst bescheinigt man das ultimative Konsum-Rebellentum, weil man auf Reddit seitenlange Rants gegen den Publisher eines Ballerspiels ablässt.
