Steam Direct wird Greenlight ablösen: Veröffentlichungsgebühr von Spielen wird 100 Dollar betragen

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Liesel Weppen
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Re: Steam Direct wird Greenlight ablösen: Veröffentlichungsgebühr von Spielen wird 100 Dollar betragen

Beitrag von Liesel Weppen »

Kajetan hat geschrieben: 05.06.2017 00:57 Man kann schon. Denn so wirklich gewaltig ist die Hardware-Vielfalt gar nicht. Es gibt eine überschaubare Anzahl von CPU-, GPU-, Mainboard- und RAM-Herstellern. Viele Marken bestehen aus Teilen, die allesamt bei maximal einer Handvoll Komponentenherstellern eingekauft und nur gebranded werden.
Für Schwarzwälder Kirschtorte werden auch nur ein paar Zutaten zusammengemischt, immer die gleichen, trotzdem schmeckt sie nicht von jedem Konditor gleich und es kriegt auch nicht jeder hin, überhaupt eine zumachen, obwohl es doch nur "ein paar Zutaten zusammenwürfeln" ist.
Klar sind die Chips immer die gleichen, aber es kommt eben auch darauf an, wie man die zusammenbaut. Es gibt auch nicht hunderttausende Anbieter, aber wieviele Modelle hat da jeder einzelne Anbieter? Wieviele Mainboards gibts von Gigabyte? Und zwar nicht nur die, die sie aktuell verkaufen, sondern alles was die in den letzten 5-10 Jahren verkauft haben.
Dann kommen da noch die Treiber dazu. Was für Treiber werden denn fürs Mainboard verwendet? Die vom Mainboardanbieter selbst? Dann wenigstens die aktuellsten, oder die steinalten die auf der Beipack-CD waren? Oder verwendet man vielleicht direkt die Treiber vom Chipsatzhersteller? Mit einem Installierten IntelRapid Storage Treiber, oder ohne?
Und das ganze dann bitte auch nochmal jeweils mit Windows 7, 8 und 10.

Da gibts Fantastilliarden an Komibinationsmöglichkeiten.
Kajetan hat geschrieben: 05.06.2017 00:57QA-Firmen können das alles ziemlich gut mit ihren Setups abdecken.
Die werden sich sicherlich einen sinnvollen Pool aufbauen und nicht nur wahllos irgendwas zusammenstecken, um eine möglichst große Testbreite zu erreichen, aber die kommen nicht annähernd auf 100%.

Wir können ja mal eine Umfrage starten:
Wer hat genau diese Konfiguration:
i5-7600K
Asus Prime Z270-K
Corsair DDR-30000 Kit 2x8GB (wobei man da auch nie sicher kann, welche Chips auf den Modulen dann drauf sind)
Gigabyte GeForce GTX 1070 Gaming X 8GB
Samsung MZ-75E500EU 500GB SSD
Creative SoundBlaster Audigy Rx
Haupauge WinTV HVR-5525 TV-Karte
TP-Link TL-WDN4800 WLAN-Karte

Hast du genau das System in deinem Testpool? Das wage ich zu bezweifeln.
Was ist jetzt, wenn sich die BDA-Treiber für die TV-Karte irgendwie mit dem Grafiktreiber von NVidia in genau der Version 319.12 ins Geghege kommen, was dazu führt, dass man unregelmäßig massive Framedrops kriegt, weil der BDA-Treiber immer mal wieder die GPU blockiert, selbstverständlich nur unter Windows 7, und 8, weil für Win10 die Hersteller andere Treiber anbieten? Wurde genau die Konfiguration getestet, mit diesen Treiberversionen und diesen Betriebssystemen?
Achso, schon klar, du hast grad nicht dran gedacht, dass in einem Rechner auch noch 100e andere Komponenten ausser Mainboard, CPU, RAM und Grafikkarte drinstecken können. ;)

Kajetan hat geschrieben: 05.06.2017 00:57 Nur ... entweder werden solche Tests gar nicht unternommen oder es werden nicht genug Anstrengungen unternommen, um auf Basis der Testergebnisse den Code zu verbessern.
Werden sie schon, es deckt nur nicht alles ab. Kann es einfach gar nicht.
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NewRaven
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Re: Steam Direct wird Greenlight ablösen: Veröffentlichungsgebühr von Spielen wird 100 Dollar betragen

Beitrag von NewRaven »

Liesel Weppen hat geschrieben: 04.06.2017 16:56 Tun sie doch.
Wobei das zumindest für mich kaum funktioniert.
Ich mag z.B. eigentlich kein RTS, aber 4X, von mir aus auch in Echtzeit, auch wenn mir Runden lieber wären. Wenn ich RTS ausschließen würde, würde ich auch Spiele wie Stellaris nicht mehr sehen. Abgesehen davon, werden die Tags auch von Usern erzeugt, das erklärt dann auch, warum Stellaris z.B. "Strategie - Echtzeit" und "Echtzeit-Strategie" und "Strategie" als Tags hat.
Auf der Vorschlagsliste kommt bei mir auch nur Müll, von den 15 Titeln klicke ich idR bei 14 auf "interessiert mich nicht". Die meisten Spiele werden mir da auch nur mit der Begründung vorgeschlagen "sie spielten ähnliche Titel". Manchmal beschleicht mich da der Gedanke, "ähnlich" heisst da, es ist auch ein Spiel.
Genau das meine ich mit "das System muss weiter ausgebaut werden". Dann muss eben auch noch eine Positivliste her, wo du zwar RTS ausschließen, aber 4X einschließen kannst. Und vor allem muss das dämliche Limit bei den Listen weg. Dann stören auch (dämliche) Schreibunterschiede bei den Genres nicht, wobei man die wohl besser "automatisch korrigieren" sollte. Niemand ist wirklich geholfen, wenn ein Spiel einmal als "Strategie - Echtzeit" und einmal "Echtzeit-Strategie" gelistet ist.
Liesel Weppen hat geschrieben: 04.06.2017 16:56 Mit der Auswertung solcher Daten beschäftigt sich ein ganzer Industriezweig. Das ist eine Wissenschaft für sich und gar nicht so einfach. Deine Wunschliste bringt nichts, denn es ist ja schon die Wunschliste. Was du anguckst ist auch so eine Sache, woher soll Steam, nachdem du etwas angeguckt hast, wissen, ob es dir gefällt oder nicht? Ja, wenn es auf der Wunschliste landet oder du es kaufst, ist die Sache doch eh schon klar, aber wenn nicht, kann man darüber nicht viel sagen.
Ist wie bei Amazon. Da guckt man einmal irgendein Produkt an, egal aus welchem Grund, vielleicht hat man auch nur in einem Forum einen Link angeguckt, weil da irgendjemand was dazu fragte, und schon kriegt man die nächsten zwei Wochen dieses Produkt , oder ähnliche vorgeschlagen, obwohl an ÜBERHAUPT KEIN Interesse daran hat.
Meine Wunschliste bringt da mehr, als du ahnst. Natürlich sind die Spiele, die da drauf stehen nicht mehr unbedingt relevant, um sie mir nochmal vorzuschlagen. Die Genres , ggf. die Spielereihen, möglicherweise sogar der Entwickler oder die Reihenfolge mit der die Titel da drauf stehen lässt sich aber eben sehr gut dahingehend analysieren, was für Spiele mich interessieren. Ähnlich ist das bei im Store angeklickten, aber nicht gekauften Titeln... zwar macht es wenig Sinn, mir genau jenen Titel nochmal vorzuschlagen, es macht aber durchaus Sinn, mir ähnliche Titel vorzuschlagen - denn aus irgend nem Grund hab ich mir ja die Store-Seite angesehen. Natürlich darf das kein alleinstehendes Kriterium sein, sonst ist das in der Tat irgendwann wie bei Amazon - oder auch sonstiger "personalisierter Werbung" im Web, aber alles zusammen genommen ist eben durchaus ein guter Indikator. Einer, den Steam zwar schon nutzt, aber meiner Meinung nach längst nicht so gut, wie es möglich wäre. Wenn ich eh schon der "gläserne User" bin, dann kann man diese Daten auch so nutzen, dass alle etwas davon haben. Big Data funktioniert eben in erster Linie durch Ableitung und Verknüpfung von Daten, nicht dadurch, sie direkt unabhängig von einander zu verwerten.
Liesel Weppen hat geschrieben: 04.06.2017 16:56 Dieses Vorgehen soll absichtlich "vernichtend" sein können. Es soll den Entwickler/Publisher dazu bringen, sich VOR der Veröffentlichung zu überlegen, was er für ein Risiko eingeht, völlig egal ob er "nur" unfertige Bananensoftware veröffentlicht oder ob er auch nur ein Marketing Desaster riskiert, weil er vor der Veröffentlichung sein Maul zu weit aufgerissen hat und damit einfach nur Erwartungen geschürt hat, die er dann nichtmal ansatzweise halten kann.
Ausserdem reden wir hier immernoch nur von Steam, wenns da floppt, kann der Entwickler/Publisher ja immernoch hoffen, dass er bei Gog was rausholt, oder ein Retailverkauf wird damit auch nicht gestoppt. Das wäre dann auch eine Überlegung, eine echte Retail rauszubringen, um zu umgehen, dass ein Steamflop zum Totalausfall wird.

Es SOLL wehtun, wenn es so kommt, und zwar richtig.
Ich persönlich finde das... ziemlich unüberlegt. Und zwar aus mehreren Gründen... du gehst davon aus, dass solch eine Aktion automatisch die Qualität der Produkte steigern würde. Ich hingegen sage, man würde sich eher in die Richtung bewegen, Anstrengungen zu unternehmen, um noch mehr Games am Release-Tag oder kurz danach abzuverkaufen - insbesondere eben auch aus der Gefahr heraus, dass das "Verschwinden" von Titeln eben nicht einzig von der Qualität abhängt, sondern auch durch irgendwelche organisierten Shitstorms begünstigt werden kann. Das der Zeitpuffer nötig ist, hatten wir ja schon geklärt. Man würde Pre-Order Boni in ganz neue Dimensionen bringen und das Spiel direkt nach Release schlicht fallen lassen, insbesondere, wenn es nah an diese "Grenze" kommt und droht zu "verschwinden". Bei NMS stand zum Beispiel nicht mal eine Reputation, die man mit solch einem Verhalten in Gefahr bringen würde - aber selbst wenn dem so wäre, dann verkauft man halt wieder über eigene Kanäle. Der Kunde hätte ebenfalls nicht wirklich was von einer solchen Änderung, denn am Ende hätten wir nur mehr Software-Schrott und Spiele, wie NMS oder AK würden niemals "korrigiert" werden, weil es sich schlicht für niemanden mehr lohnen würde, da man aus diesem "Loch" ja nicht mehr heraus käme. Das Einzige, was meiner Meinung nach noch schlimmer ist, als unfertigen Mist zu veröffentlichen ist unfertigen Mist zu veröffentlichen und ihn dann in diesem Zustand versauern zu lassen - genau dazu würde das "Verschwinden lassen" von solchen Titeln aber mehr als nur anregen. Am Ende ist somit einzig der Kunde der Arsch, der sich - warum auch immer - einen solchen Titel gekauft hat. Kein Dev/Publisher wird deshalb nur noch fertige, gut durchgetestete Software veröffentlichen. Es tut dann also richtig weh - leider allerdings den Kunden.
Liesel Weppen hat geschrieben: 05.06.2017 13:41
Wir können ja mal eine Umfrage starten:
Wer hat genau diese Konfiguration:
i5-7600K
Asus Prime Z270-K
Corsair DDR-30000 Kit 2x8GB (wobei man da auch nie sicher kann, welche Chips auf den Modulen dann drauf sind)
Gigabyte GeForce GTX 1070 Gaming X 8GB
Samsung MZ-75E500EU 500GB SSD
Creative SoundBlaster Audigy Rx
Haupauge WinTV HVR-5525 TV-Karte
TP-Link TL-WDN4800 WLAN-Karte
Das Problem ist, dass die Hälfte der Hardware für ein Game gar nicht relevant ist. Und bei der anderen Hälfte ist die Marke völlig irrelevant, solange die technischen Spezifikationen, beispielsweise der Chipsatz gleich sind. Bedenkt man dann noch, dass APIs ja im Regelfall standardisiert sind, eben genau damit man nicht jede Hardwarekomponente einzeln programmieren und dann durchtesten muss, hat Kajetan schon nicht ganz Unrecht. Ein auf QA spezialisiertes Testcenter könnte - wenn auch nicht alles - sicher 80-90% der möglichen Konfigurationen durchtesten. Nur: das kostet Geld, das kostet Zeit. Also testet man lieber In-House, wo die QA natürlich weit weniger Hardware zur Verfügung hat. Und dann kommt natürlich noch Faktor X - der User, mit seiner Kenntnis oder Unkenntnis zur Konfiguration seines Systems ins Spiel. Den Part kann in der Tat keine QA-Abteilung der Welt testen. Dazu gehören dann natürlich auch Treiber-Probleme oder seltener -Konflikte. Das ist aber kein Punkt, auf den der Spielentwickler generell irgendwelchen Einfluss hat - da nützt keine QA der Welt etwas. Die muss dann letztlich der beseitigen, der sie verursacht hat.
Liesel Weppen
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Re: Steam Direct wird Greenlight ablösen: Veröffentlichungsgebühr von Spielen wird 100 Dollar betragen

Beitrag von Liesel Weppen »

NewRaven hat geschrieben: 05.06.2017 14:21 Ich persönlich finde das... ziemlich unüberlegt. Und zwar aus mehreren Gründen...
Das könnten natürlich Nebenwirkungen sein, das stimmt schon. Nur die ganzen kleinen Spamspiele, haben die Möglichkeiten meist gar nicht, um auf Steam zu verzichten.
Und wenn die Anbieter dann anfangen, Spiele direkt nach Release fallen zu lassen, dann wird das auch Kunden vergraulen. Vorrausgesetzt die Spiele sind halt einfach schlecht und laufen Gefahr von Steam gekickt zu werden.
Der Kunde sitzt am längeren Hebel, nur die meisten Kunden kapieren leider nicht, dass sie überhaupt was in der Hand haben und bestellen z.B. weiterhin fleissig Spiele vor.
Liesel Weppen hat geschrieben: 05.06.2017 13:41 Das Problem ist, dass die Hälfte der Hardware für ein Game gar nicht relevant ist. Und bei der anderen Hälfte ist die Marke völlig irrelevant, solange die technischen Spezifikationen, beispielsweise der Chipsatz gleich sind. Bedenkt man dann noch, dass APIs ja im Regelfall standardisiert sind, eben genau damit man nicht jede Hardwarekomponente einzeln programmieren und dann durchtesten muss
Hardware wie eine TV-Karte mag für das Spiel zwar nicht relevant sein (was Leistung angeht), aber sie kann stören. Genauso wie zahllose andere Software stören kann, da muss nichtmal Hardware dahinterstecken, und das wird immer wahrscheinlicher, wenn man sich nurmal ansieht, was auf neuen Rechner in der Vorinstallation oft so an Bloatware schon drauf ist.
Die Marke ist dann relevant, wenn sie nicht die Vanilla-Treiber der Einzelkomponenten verwenden. Es gab schon öfter Probleme mit bestimmten Mainboards, deswegen waren auch nicht alle Mainboards diverser Hersteller mit dem gleichen Chipsatz betroffen.
Und wenn man davon ausgeht, dass sowieso alles die gleichen Komponenten sind, diese standardisiert sind und alle über die gleichen APIs angesprochen werden, müsste man überhaupt nicht testen, weil dann kann es ja gar keine Probleme geben. Das ist aber nicht so. Und es hängt eben nicht nur von der Hardware ab, sondern auch von den Treibern. Vermutlich sogar mehr von den Treibern als von der Hardware selbst, denn eine verbaute Hardware, für die aber kein Treiber installiert ist, stört idR auch nicht (ausser es liegt tatsächlich ein Hardwaredefekt vor).
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Re: Steam Direct wird Greenlight ablösen: Veröffentlichungsgebühr von Spielen wird 100 Dollar betragen

Beitrag von sourcOr »

Liesel Weppen hat geschrieben: 05.06.2017 17:49 Hardware wie eine TV-Karte mag für das Spiel zwar nicht relevant sein (was Leistung angeht), aber sie kann stören. Genauso wie zahllose andere Software stören kann, da muss nichtmal Hardware dahinterstecken, und das wird immer wahrscheinlicher, wenn man sich nurmal ansieht, was auf neuen Rechner in der Vorinstallation oft so an Bloatware schon drauf ist.
Die Marke ist dann relevant, wenn sie nicht die Vanilla-Treiber der Einzelkomponenten verwenden. Es gab schon öfter Probleme mit bestimmten Mainboards, deswegen waren auch nicht alle Mainboards diverser Hersteller mit dem gleichen Chipsatz betroffen.
Und wenn man davon ausgeht, dass sowieso alles die gleichen Komponenten sind, diese standardisiert sind und alle über die gleichen APIs angesprochen werden, müsste man überhaupt nicht testen, weil dann kann es ja gar keine Probleme geben. Das ist aber nicht so. Und es hängt eben nicht nur von der Hardware ab, sondern auch von den Treibern. Vermutlich sogar mehr von den Treibern als von der Hardware selbst, denn eine verbaute Hardware, für die aber kein Treiber installiert ist, stört idR auch nicht (ausser es liegt tatsächlich ein Hardwaredefekt vor).
Ja, aber das braucht die Spieleentwickler nicht zu interessieren. Das sind alles Inkompatibilitäten, mit denen sich die Nutzer rumschlagen dürfen und sehen müssen, wie sie das wieder in Ordnung kriegen :wink:

Die Kombinationen, die man wirklich testen "sollte", dampfen dann eigentlich recht schnell auf eine überschaubare Menge zusammen.
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Re: Steam Direct wird Greenlight ablösen: Veröffentlichungsgebühr von Spielen wird 100 Dollar betragen

Beitrag von NewRaven »

Liesel Weppen hat geschrieben: 05.06.2017 17:49 Das könnten natürlich Nebenwirkungen sein, das stimmt schon. Nur die ganzen kleinen Spamspiele, haben die Möglichkeiten meist gar nicht, um auf Steam zu verzichten.
Und wenn die Anbieter dann anfangen, Spiele direkt nach Release fallen zu lassen, dann wird das auch Kunden vergraulen. Vorrausgesetzt die Spiele sind halt einfach schlecht und laufen Gefahr von Steam gekickt zu werden.
Der Kunde sitzt am längeren Hebel, nur die meisten Kunden kapieren leider nicht, dass sie überhaupt was in der Hand haben und bestellen z.B. weiterhin fleissig Spiele vor.
Aber die versucht Steam sich doch eh schon zu entledigen. Die 100 Dollar Startgebühr mag nicht viel sein, aber in Verbindung mit den geänderten Regeln für die Karten-Drops und anderen kleinen Justierungen sind dann am Ende die Reize für den totalen Schund, der nur aus 3 geklauten Assets besteht und der für 39 ct vertickt wird eh nicht mehr so groß. Ich glaube, über eine Schwemme von solchen Titeln müssen wir uns nicht mehr wirklich sorgen.

Ich glaube nicht, dass das Kunden effektiv vergraulen wird. Das würde passieren, wenn das ein großer Publisher macht. Aber wenn das alle gleichzeitig machen, weil sie aufgrund einer solchen Änderung quasi dazu gezwungen würden? Nö, das würden die Kunden fressen, wie sie alles fressen. Und in dem Fall hätte ich sogar Verständnis für. Ich bin ja durchaus dafür, den Kunden die Macht zu geben, ihre Meinung kund zu tun, auf Probleme hinzuweisen. Aber ich möchte die breite Masse wirklich ungern als alleinige Kontrollinstanz in einem solchen Shop haben.
Liesel Weppen hat geschrieben: 05.06.2017 17:49 Hardware wie eine TV-Karte mag für das Spiel zwar nicht relevant sein (was Leistung angeht), aber sie kann stören. Genauso wie zahllose andere Software stören kann, da muss nichtmal Hardware dahinterstecken, und das wird immer wahrscheinlicher, wenn man sich nurmal ansieht, was auf neuen Rechner in der Vorinstallation oft so an Bloatware schon drauf ist.
Die Marke ist dann relevant, wenn sie nicht die Vanilla-Treiber der Einzelkomponenten verwenden. Es gab schon öfter Probleme mit bestimmten Mainboards, deswegen waren auch nicht alle Mainboards diverser Hersteller mit dem gleichen Chipsatz betroffen.
Und wenn man davon ausgeht, dass sowieso alles die gleichen Komponenten sind, diese standardisiert sind und alle über die gleichen APIs angesprochen werden, müsste man überhaupt nicht testen, weil dann kann es ja gar keine Probleme geben. Das ist aber nicht so. Und es hängt eben nicht nur von der Hardware ab, sondern auch von den Treibern. Vermutlich sogar mehr von den Treibern als von der Hardware selbst, denn eine verbaute Hardware, für die aber kein Treiber installiert ist, stört idR auch nicht (ausser es liegt tatsächlich ein Hardwaredefekt vor).
Das stimmt. Aber ehrlich: wenn ein Game mit einer bestimmten Treiberkonstellation nicht funktioniert oder Probleme mit bestimmten Treiberversionen hat... das ist nichts, wofür ich persönlich jemals den Spieleentwicklicker in die Verantwortung ziehen würde. Der kann das im Regelfall weder beeinflussen noch voraus ahnen - bestenfalls hinterher notdürftig nachflicken. Da muss eindeutig der Treiberlieferant ran. Man kann den Entwickler nicht für Dinge verantwortlich machen, mit denen er nichts zu tun hat. Das Gleiche gilt ja für zugemüllte, malwareversuchte User-PCs, für User, die es nicht schaffen, ihr System so zu konfigurieren, dass statt der integrierten Grafikeinheit die dezidierte Grafikkarte genutzt wird und ähnliches. Ich weiß, dass sowas - egal ob Treiberproblem oder Konfigurationsfehler - oft für den unbedarften Endanwender nicht einfach auch als solches zu erkennen ist und der nur sieht "mein Spiel funktioniert nicht, wie es soll", aber wie gesagt, dass ist ein Kampf, den der Entwickler eigentlich niemals gewinnen kann und deshalb auch nicht führen müssen sollte.