RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A für einen Key zu bezahlen"

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Gast
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von Gast »

Lumilicious hat geschrieben:Die sind deshalb so günstig, weil man sie entweder a.) billig im Ausland kaufen kann, oder b.) aus Bundles stammen. Letzteres ist moralisch gesehen fragwürdig
Bzgl. dem Weiterverkauf von z.B. Humble Bundle Keys:
gameinformer.com hat geschrieben:Taylor’s legal advisor, Alex Tutty, an associate at Sheridans in the U.K. who specializes in games and technology, told Game Informer in an email that the ability to resell a game, “is dependent on the terms for which any game is made available.”

Humble Bundle’s terms of service explicitly states that products are intended for non-commercial use.

“In this case the ‘resale’ was prohibited by the terms under which it was purchased,” Tutty says. “What was obtained (‘sold’) in this instance was a non-transferable license to use a game and hence why I have put ‘resale,’ ‘sold,’ and ‘resell’ in quotation marks, as while it is helpful to use these terms, they are not actually correct. Unlike physical goods, digital products can have these restrictions placed on them and while the law is developing in this area, this is where it currently stands in the EU.”
Humble Bundle hat geschrieben:Can I sell or give away my keys?

Humble Bundle products are for personal use only. We do not allow selling or redistributing keys from your purchases. You can gift individual keys to friends using our gifting system, which you can read more about here.

You can also gift your friends whole bundles or Store items on our website by clicking the gift option at the end of your purchase.

Read the Humble Bundle Terms of Service
Ganz unproblematisch ist das nicht, und das nicht nur in moralischer Hinsicht.
Arzila
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von Arzila »

Richtig warum meinen eigentlich immer manche mit reden zu müssen wenn sie NULL plan haben?

Auf G2A Kann jeder Voll depp nen key verkaufen was tür und tor öffnet für diebe...

Es gibt Sehr viele Gute Key seller wo aus dem Ausland einkaufen usw.

Aber die möchte gern alles wisser werden es eh niemals lernen. Zahlt halt weiter eure 50-60€ ^^
CritsJumper
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von CritsJumper »

Liesel Weppen hat geschrieben:Wenn er sein Spiel also lieber Raubkopiert sehen würde, statt über Keyseller verkaufte Keys, schließe ich daraus, dass er an einem Keyverkauf genausoviel verdient wie mit einer Raubkopie: Gar nichts.

Der Unterschied ist dann wohl der, dass an einer Raubkopie niemand was verdient, aber an den Keyverkäufen zumindest der Keyseller.

Aber wo kommen dann die Keys überhaupt her? Ausländische Keys lassen sich von hier nicht unbedingt aktivieren
Beispiel: Ein Angreifer hat Admin-Zugriff hat auf die Systeme vieler ahnungsloser Nutzer. Via Key-Logger fängt man dann unter anderem die Kreditkartendaten ab.. und wie macht man damit Geld?

Man kauft etwas, was man im Idealfall sofort bekommt oder sich per Post an eine fremde Adresse schicken lässt. Aber dies löst ganz andere Probleme aus, auch der Rückverfolgbarkeit, schließlich muss das illegale Geld irgendwie gewaschen werden damit man es anders ausgeben kann oder sauberes Geld bekommt.

Wenn man dann einfach Keys kauft und verkauft die woanders gebraucht, oder man eröffnet selbst so einen Key-Store wo diese Schlüssel gehandelt werden können. Dann bekommt man von dort halt Geld.

Bei den geklauten Kreditkarten ist das aber so das die Unternehmen das Geld wieder abgeben müssen, wenn es nicht in die Kostendeckung des Kreditkartenunternehmens oder der Bank fällt denke ich. Vielleicht halt auch die Kosten die für die Rückerstattung entstehen, wenn man die Transaktion selber zurück überweisen muss.

Ich denke bei Steam kann man ja auch ein Spiel verschenken oder sich den Steam-Code ausdrucken lassen. Daher kommen wohl die Codes.
Liesel Weppen hat geschrieben:Ich kann meine Frage nur wiederholen: Warum werden die Keys oder später dann die Spiele nicht gesperrt?
Ich vermute weil dafür die Infrastruktur fehlt. Also ob die Keyhändler die Keys prüfen können ohne sie an ein Konto zu binden. Im Grunde ist es auch der Zwischenhändler schuld wenn er solche Keys kauft/verkauft. Allerdings wie in einer Pfandleihe kann er auch nicht wissen ob das Hehlerware ist.

Eigentlich dürfte der Entwickler ja hin gehen und das Spiel einfach zerstören/entfernen. Wenn sie aber von der Bank lediglich die Kreditkarten-Nummer haben, aber nicht den Namen des Käufer-Accounts, ist das ein Problem. Kurz es ist nicht mehr zurückverfolgbar. Auf der anderen Seite weiß G2A auch nicht welcher der vielen Keys jetzt genau der war, der aus einer illegalen Transaktion stammt.

Wie hier im Thread, wo jemand Steam-Keys von doppelten Spielen verschenkt, sammelte jemand die Keys und verkaufte sie dann vielleicht als Bundle. Wer weiß das schon.. also es gibt ja auch legale Quellen.
Warum sperrt Steam dann nicht die betroffenen Spiele? So dass da auch mal Konsequenzen entstehen würden?
Wenn jemand von deinem Computer, mit angemeldetem Steam, Super-Easy-Bequem angegebenen Kreditkarte eingerichtet hat und ein Angreifer einfach per Remote-Desktop Käufe tätigt, geht ja auch mittlerweile bei Amazon, das dir der Steam-Key angezeigt wird. Dann kann man den Key ja quasi "vom Bildschirm abschreiben". Es für keine Partei unterscheidbar das dieses Verbrechen kein aktueller normaler Kauf war.

Das Problem ist halt das es nicht die Regel ist.. und ein bestohlener, lügt normalerweise nicht wenn er aktuell total angepisst ist weil ihm jemand etwas gestohlen hat. Kommt das natürlich zu oft vor wird Steam den Account sperren, aber ist der Nutzer dann nicht noch viel mehr angepisst? Auch kann Steam das nicht beliebig machen.. weil sonst niemand mehr Steam nutzen wollen würde.

Zudem gibt es ja noch das "Sperre dritte Fremde Nutzer vom System aus"-Problem, wenn der Hersteller/Server nicht weiß ob es ein legitimer Login versuch ist vom Kunden oder ein ein Dritter welche dem eigentlichen Kunden nur aussperren möchte. Indem jener Dritter quasi einen DDOs mit falschen Login-Daten gegen den Server richtet. Ideal ist natürlich eine X Abfrage pro IP-Adresse erlauben oder einen bestimmten IP-Adressbereich. Aber das hat auch Nachteilen.. bezüglich der Nutzung. Mittlerweile hat aber die Werbebranche vor gemacht das es eigentlich kein Problem sein sollte weil sich durch das Nutzungsverhalten sehr genaue Fingerprints, erstellen lassen die Nutzer über Geräte hinweg identifizieren. Somit sollte jeder Arbeitsplatz, Schule, Studium, Laptop, Smartphone, zu Besuch bei Freunden, Spielekonsole, Tablet, Fernseher.. sich über Zeit X sehr schnell eindeutig identifizieren lassen. Beispielweise wenn man seine Top5 Internetseiten in einer bestimmten Reihenfolge abgrast.
CritsJumper
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von CritsJumper »

Onekles hat geschrieben:Naja, irgendwas ist ja immer. Früher waren es immer die Raubmordkopien, die die Entwickler kaputt gemacht haben. Später war's dann auch noch der Gebrauchtmarkt. Letzterer existiert auf dem PC quasi nicht mehr und Schwarzkopien haben auch immer weniger Bedeutung. Jetzt braucht es halt ne neue Ausrede...
Das Problem ist ein anders. Bei den Retail-Spielen hat der Urheber/Publisher keine Verwertungserlaubnis mehr. Klar könnte der Künstler kommen und dir deine Version einfach weg nehmen oder vor deinen Augen verbrennen.. aber deswegen finde ich das Urheberrecht auch so albern... egal: Dein Datenträger, darf von dem Künstler nur ein mal verkauft werden. Danach verlaufen sich seine Anrechte darauf über diesen Erschöpfung-Grundsatz. Trotzdem steht es dir frei dein Exemplar zu verkaufen. Mittlerweile wird das ja immer wieder verhindert und abgesehen von den tollen EU-Schutzsrechten.. die leider immer mehr bröseln. Hast du im Digital-Bereich die absolut schlechteste Karte. Aber den PC-Spielern ist das ja auch nicht mehr Wert.

Das was die Publisher hier beklagen ist das jemand anderes mir Ware die von ihnen gestohlen wurde Geld macht. Nicht mal direkt der Gebrauchtmarkt. Quasi jemand klaut vom LKW die Boxen mit den Spielen und verkauft die dann gebraucht. Klar bei CDs geht auch Verpackungskosten verloren weil die ja einen Herstellungspreis hatten der bei Digital nicht so hoch war. Aber trotzdem, eine Palette vom LKW geklauter spiele kosten irgendwann Geld und wenn auch nur die Transportversicherung ansteigt.

Allgemein ist das auch keine Ausrede.. es ist einfach ein mieses Gefühl wenn man bestohlen wurde oder über den Tisch gezogen.
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Onekles
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von Onekles »

Mag alles sein, es ist trotzdem ein Kampf gegen Windmühlen. Sowas wird's immer geben, genau wie auch physische Waren immer geklaut werden. Aus dem Grund rechnen Einzelhändler ja auch einen gewissen Prozentsatz an Schwund bereits mit ein. Sei es durch Diebstahl, Mitarbeiterdiebstahl, Beschädigungen oder sonstwas. Es passiert, es wird sich niemals zu 100 % verhindern lassen.

Wenn ein Entwickler sich da hinstellt und den Moralapostel spielt, werd ich halt das Gefühl nicht los, dass der mit den Einnahmen unzufrieden ist. Mal ehrlich, hätte das Ding sich Dröflmillionen mal verkauft und das Studio Milliarden eingenommen, wär denen das doch scheißegal gewesen. Ich glaube auch nicht, dass Mojang sich groß um die paar geklauten Minecraft Keys schert. Ich möchte nämlich auch erst einmal einen Beweis sehen, dass das Problem einen signifikanten Prozentsatz der im Umlauf befindlichen Keys ausmacht.
Zuletzt geändert von Onekles am 27.06.2016 09:01, insgesamt 1-mal geändert.
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EvilReaper
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von EvilReaper »

Ich bin die Diskussion auch leid. Deren Spiele will ich nicht mal illegal runterladen. Illegal runterladen ist ohnehin kaum mehr möglich bei den meisten größeren Spielen, dank Denuvo (drei mal dürft ihr raten, worauf sie als nächstes losgehen, wenn ihre Umsatz-Erwartungen nicht erreicht werden: Key-Seller. Dass sie einfach nur scheiß Spiele machen und Kunden mit ihren Geschäftspraktiken verärgern, will man ja nicht einsehen). Ich werde solange es geht die billige Keys kaufen, Patch support und Online-Funktionen sind schon ein Argument dafür zu zahlen bzw. selbst bei der verfügbaren Option eines illegalen Downloads den Key vorzuziehen. Deren Gauner-Preise zahle ich aber nicht.
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Kajetan
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von Kajetan »

EvilReaper hat geschrieben:Ich bin die Diskussion auch leid. Deren Spiele will ich nicht mal illegal runterladen. Illegal runterladen ist ohnehin kaum mehr möglich bei den meisten größeren Spielen, dank Denuvo ...
Cracks für Denuvo-Spiele kommen immer schneller, funktionieren immer besser. In 3-4 Jahren wird die Industrie ein neues Verfahren etablieren müssen, um Anleger und Investoren noch beeindrucken zu können. Welche ja der einzige Grund sind, warum die Majors überhaupt Starforce, SecuROM, Denuvo und all den anderen sinnlosen Rotz verwendet haben und weiterhin verwenden werden :)
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Dave Gaming
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Re: jammern

Beitrag von Dave Gaming »

Paranidis68 hat geschrieben: Wahrscheinlich bist du auch so an Abnicker, der alles Gut findet, weil man es eben so eingetrichtert bekommt.
Bist du sicher, dass Scorcher - in dieser Situation - alles abnickt "weil er es gut findet"? Oder bist du in dieser Situation derjenige, der aus Gemütlichkeit nicht hinterfragt, wo die ganzen günstigen Keys herkommen könnten. Ich bleibe bewusst im Konjunktiv, denn es ist weiterhin eine Diskussion, in der es weiterhin auch ausländische Keys gibt, die legal erworben wurden und günstiger angeboten werden. Aber eine Entwicklerbeschwerde über geklaute Keys zu ignorieren, weil es nicht grad von einem riesigen Publisher kommt, ist nicht sinnig. Ubisoft beispielsweise hatte damals auch zahlreiche geklaute Keys gesperrt. Weil es von Nutzern, die die Keys erworben hatten, einen Shitstorm gab, wurden die Keys wieder freigeschaltet.

Es gibt ja auch andere Händler als Steam. Steam wird nicht mir nichts, dir nichts als Monopolist herausstechen: Humble Bundle & GOG, lokale Elektronikgeschäfte (ja, die gibt es auch noch...) und dazu kommen auch Spiele, die nicht mal bei Steam angeboten werden, sondern über das Battle.net und/oder Origin vertrieben werden. Von einem Monopol kann also noch lange nicht die Rede sein. Teilweise gehen Publisher auch gegen Key-Reseller vor. Wenn du einen G2A-Link hast und Streamer/Youtuber bist, dann wirst du in Deutschland zu keinem EA-Event eingeladen.
Liesel Weppen hat geschrieben:
Scorcher24_ hat geschrieben: Zum Thema: Wer G2A verteidigt hat keine Moral. Punkt. Es werden hier kleine Shops und Devs um ihr Geld beschissen, Kreditkarten geklaut um damit Keys zu erschleichen und dort zu verscheppern. Wer das gut findet, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Aber hauptsache billig, billig, billig.
Ich kann meine Frage nur wiederholen: Warum werden die Keys oder später dann die Spiele nicht gesperrt?

Nur unter der Annahme, dass das mit den geklauten Kreditkarten überhaupt stimmt. Was ich bisher noch nirgends offiziell gelesen habe, sondern immer nur als Behauptungen von irgendwelchen Leuten gelesen habe.
Der Keyshop verkauft doch auch massig Keys. Wenn die alle mit geklauten Kreditkarten gekauft werden, müsste man dann nicht reihenweise von Kreditkartendiebstählen hören, oder verdammt viele Leute ganz dicke Kreditkartenrechnungen kriegen auf denen auffällig viele Steamkeys irgendwo gekauft werden?
Warum sie nicht gesperrt werden? Möchtest du den ganzen Leuten, die zu deiner Zielgruppe zählen - und im Falle eines Indie-Entwicklers den wenigen Leute, die zu deinem Spiel gefunden haben - auf den Schlips treten, indem du die Keys sperrst? Die meisten beschweren sich, wie im Beispiel weiter oben, beim Publisher. Auf die Idee, dass man eventuell einen illegalen Vertriebsweg zum Einkaufen ausgewählt hat, kommt niemand und selbst wenn, dann kommen Vorwürfe, die Publisher sollten halt besser auf ihr Spiel aufpassen. So oder so stehst du als Publisher als großer Verlierer da.
Zum Thema Kreditkarten: Es gibt 8 Milliarden Menschen auf der Welt, von denen du nur einen Bruchteil sehen könntest, selbst wenn du permanent reisen würdest. Außerdem hat in Deutschland kaum einer eine Kreditkarte, weswegen es für uns nicht ferner erscheinen könnte. Aus deutscher Sicht ist es, als würde der klischeehafte Sack Reis in China umfallen.



Ich selbst habe in Vergangenheit einige Keys bei G2A gekauft und habe mir dabei auch nichts Böses gedacht. Das Argument, Keys würden im Ausland bedeutend günstiger sein, erschien mir als logisch und treffend. Mit zunehmender Recherche stoße ich jedoch immer mehr auf solche Geschichten und habe mich mittlerweile komplett von solchen Seiten distanziert. Das Problem, was "legale" Key-Anbieter haben ist, dass man - frei nach Gebrauchtwagen-Dilemma - nicht weiß, welche Keys legal angeboten werden und welche auf illegalem Wege "erarbeitet" wurden. Deswegen lehne ich es grundsätzlich ab, bei solchen Händler einzukaufen.

Ich finde es aber faszinierend, was für eine Reichweite G2A mittlerweile genießt: Jeder große Streamer, jeder große Youtuber, quasi jeder, der auch nur im Ansatz im Internet präsent ist, hat einen eigenen Affiliate-Link zu G2A. Das weckt natürlich den Eindruck der Seriösität, den auch ich lange hatte. Glücklicherweise habe ich aber nicht blind einem Angebot zugesagt und werde es auch weiterhin nicht machen. Von meinem Hobby leben zu können, ist ein Traum, den ich weiterhin verfolge. Aber für zusätzliche Kröten meine Seele verkaufen und so etwas zu bewerben? No Way!
FxX
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von FxX »

Aus welchem Grund sollte jemand mit gestohlenen Kreditkartendaten Spiele wie "Action Henk" o.ä. Indie Titel kaufen anstatt Triple-A Spiele, die sich auf Grund des höheren Preises und vorallem der Anzahl der Verkäufe sehr viel mehr lohnen? Außerdem will der Dieb seine Ware doch so schnell wie möglich verkauft kriegen. Der günstige Preis entsteht, weil diese Titel aus Bundles stammen. Das ist zwar auch nicht erlaubt, beschehrt den Entwicklern aber genauso viel bzw. wenig Gewinn, wie jemand der das Bundle ganz normal kauft.
Bei größeren Spielen ist der Preisunterschied zu seriöseren Händlern übrigens nicht so groß.

Wer sich wirklich beschweren sollte ist das Finanzamt.
Zuletzt geändert von FxX am 27.06.2016 09:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: jammern

Beitrag von Kajetan »

Dave Gaming hat geschrieben:Auf die Idee, dass man eventuell einen illegalen Vertriebsweg zum Einkaufen ausgewählt hat, kommt niemand und selbst wenn, dann kommen Vorwürfe, die Publisher sollten halt besser auf ihr Spiel aufpassen.
Ganz ehrlich ... es sollte auch nicht die Aufgabe des Kunden sein alle Naslang Shops abzuklappern und deren Legalität zu prüfen.

Es sollte hingegen die Pflicht von Publshern und Indies sein, die Vergabe von Keys besser zu kontrollieren und Maßnahmen zur Erschwerung/Verhinderung von Kreditkartenbetrug beim Handel mit umfangreichen Key-Blöcken einzuführen. Aber offenbar ist es weiterhin lohnender willenlos Keys zu verkaufen, als dass Schaden durch Kreditkartenbetrug entsteht. Anders kann ich mir die Untätigkeit der Anbieter nicht erklären.
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von Eirulan »

Kajetan hat geschrieben: Cracks für Denuvo-Spiele kommen immer schneller, funktionieren immer besser.
Ja? :Kratz:
Ich hab eher den gegenteiligen Eindruck.
Anfangs wurde wohl noch die ein oder andere Lücke im Denuvo gefunden, Spiele mit den neuen Iterationen sind "wasserdicht" (bisher)
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von katzenjoghurt »

Ich kann's gut verstehen.

Spieleentwicklung macht Spaß, kostet aber auch Nerven. Reich werden auch die wenigsten dabei... viele
kommen grad so über die Runden. Seien es nun Einzelpersonen oder ganze Firmen.

Und dann sind da eben irgendwelche dubiosen Keyseller, die mit 'ner billigen Webseite dann den großen
Reibach machen... mit der eigenen Arbeit. Schwer zu ertragen.

G2A ist wirklich ein dubioser Laden - schon viel Ärger gehabt.
- Ein Key funktionierte nicht,
- Einmal hatte ich 'ne Doppelabbuchung (Beschwerde ignoriert, nach Paypal Rückforderung des
doppelt gezahlten Betrags Sperrung)
- und ein Key wurde einfach wieder aus meiner GOG-Library gelöscht... und bei G2A. Eine Rückzahlung
fand ich nirgends. Fand dann nur irgendwann bei GOG einen Thread dazu - ging einigen so.
- Der Support ist auch toll... alles Mitarbeiterinnen mit deutschen Namen - und in Wirklichkeit scheint
man mit Google Translate zu sprechen. Sehr anstrengend, weil einen das Gegenüber nicht versteht und
manchmal auch nicht verstehen will, scheint mir.
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von Kajetan »

Eirulan hat geschrieben: Ja? :Kratz:
Ja. Seit etwa zwei, drei Wochen ist ein offenbar funktionierender Crack für Doom 2016 im Umlauf. Zumindest entnehme ich das der Beschreibung und einigen Kommentaren. Wie relevant das tatsächlich ist, kann ich mangels einer eigenen Kopie leider nicht sagen.
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Re: jammern

Beitrag von Dave Gaming »

Kajetan hat geschrieben:
Dave Gaming hat geschrieben:Auf die Idee, dass man eventuell einen illegalen Vertriebsweg zum Einkaufen ausgewählt hat, kommt niemand und selbst wenn, dann kommen Vorwürfe, die Publisher sollten halt besser auf ihr Spiel aufpassen.
Ganz ehrlich ... es sollte auch nicht die Aufgabe des Kunden sein alle Naslang Shops abzuklappern und deren Legalität zu prüfen.

Es sollte hingegen die Pflicht von Publshern und Indies sein, die Vergabe von Keys besser zu kontrollieren und Maßnahmen zur Erschwerung/Verhinderung von Kreditkartenbetrug beim Handel mit umfangreichen Key-Blöcken einzuführen. Aber offenbar ist es weiterhin lohnender willenlos Keys zu verkaufen, als dass Schaden durch Kreditkartenbetrug entsteht. Anders kann ich mir die Untätigkeit der Anbieter nicht erklären.
Ich kann mir vorstellen, dass es für die Publisher ein mittlerweile zu großer Kampf sein könnte, Diebstähle nachzuverfolgen, gegen G2A zu kämpfen und teilweise gibt es ja auch rechtliche Hürden: Ich bin mir sicher, dass man einem Publisher nicht gleich über das gesamte Internet die Verfolgung zu einem illegalen Key-Anbieter genehmigen würde. Ein weiteres Problem ist, dass Vorgänge im Internet meist auch zu schnell und Reaktionszeiten von Leuten, deren Kreditkarten missbraucht wurden, zu langsam, als dass man als Publisher wirklich reagieren könnte. Gegen die Plattform zu arbeiten, ist wohl auch sehr schwer, weil sich dahinter eine so riesige Branche befindet: Pewdiepie, Phantomlord, Lirik, die gesamte Esport-Szene und unendlich viele andere. Sie alle haben G2A als Sponsor, G2A ist überall präsent. Sich da als Publisher entgegenzustellen, könnte echt hart sein, da viele im Internet wohl eher mit Streamern & co. sympathisieren als mit den Publishern. Würde beispielsweise EA etwas ankreiden würde, zu denen all die von mir genannten stehen, so würde die Resonanz wohl eher gegen EA als gegen G2A gehen. Man sieht das auch ganz gut am Shitstorm an Ubisoft oder an einigen Reaktionen hier: Es wird ja vom Entwickler gesagt, dass es ihm sogar lieber wäre, Raubkopien seines Spiels zu sehen und einige beschweren sich, weil der Entwickler Kritik äußert.
Nutzer sollten eigentlich auch selbst ein wenig hinterfragen müssen, woher die ganzen günstigen Angebote plötzlich kommen: Wenn dir jemand auf der Straße einen 90"-Fernseher für 100€ anbietet, würdest du auch hinterfragen, woher dieser plötzlich stammen soll. Der einzige Grund, hier Nutzer in Schutz zu nehmen, wäre für mich, dass G2A so seriös wirkt und man das Gefühl bekommt, im legalen Bereich unterwegs zu sein, selbst wenn man es nicht ist.
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Re: RageSquid zur Diskussion um Key-Reseller: "Wir ziehen es vor, dass Spieler ein Spiel 'raubkopieren' anstatt bei G2A

Beitrag von Eirulan »

Kajetan hat geschrieben:
Eirulan hat geschrieben: Ja? :Kratz:
Ja. Seit etwa zwei, drei Wochen ist ein offenbar funktionierender Crack für Doom 2016 im Umlauf. Zumindest entnehme ich das der Beschreibung und einigen Kommentaren. Wie relevant das tatsächlich ist, kann ich mangels einer eigenen Kopie leider nicht sagen.
So wie ich das mitgekriegt habe, ist das eine Einzelperson / kleine Gruppe, die sich auch nur auf das eine Spiel konzentrieren und nicht auf andere Denuvo Releases übertragbar.
Wir werden seh'n ;)

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Zum Thema:
G2A ist mir auch ein zu dubioser Haufen bzw. hört/Liest man immer wieder von Ärger mit der Website. Ich selber habe da noch nie etwas gekauft und werde das auch nie tun.

Bei anderen Keyshops (vornehmlich cdkeys.com) habe ich aber schon das ein oder andere Mal zugeschlagen - und bisher nie auch nur ein klitzekleines Problem gehabt. Spiele kosten dort zum Release ca. 35 Euro, was für mich als Kunde völlig legitim aussieht und sich gut über regionale Unterschiede etc. erklären lässt. Wenn die Spielekeys "illegal" wären, dann müssten sie noch wesentlich billiger angeboten werden.
Bei einem Preis von 20 Euro zum Release würde ich allerdings auch stutzig werden und von solchen Angeboten nehme ich auch Abstand.