FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

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Wigggenz
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von Wigggenz »

Also soll Menschen die gerne was Andere als Hobby machen hauptberuflich machen möchten, weil sie außergewöhnliches Talent dafür haben, das komplett verwehrt bleiben?

Du hast Recht, das ist keine Alternative. Ich bin dafür den Leuten nach Möglichkeit die Chance zu bieten, sich ihre Berufswünsche erfüllen und entsprechendes Talent auch zum Lebensunterhalt nutzen zu können.
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Kajetan
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von Kajetan »

Der Chris hat geschrieben:Ich möchte dem vernunftbegabten mündigen Menschen gerne zutrauen, selbst zu verstehen dass Tradition und Sprüche wie "Echte Liebe", "Wir leben dich" oder halt "Mia san mia" reine Marketinginstrumente sind um entweder Doofe oder Leute die Fußball bewusst idealisieren einzufangen.
Und jetzt frage Dich ... warum funktioniert diese Masche dennoch so hervorragend? Weil es zu wenig vernunftbegabte, mündige Menschen gibt, die sich dessen bewusst sind und deswegen hin und wieder auch NEIN, DANKE! sagen können.
Da sehe ich nicht die Clubs in der Pflicht das irgendwie für die Leute richtig einzuordnen.
Das ist ja das Problem. Dumme Leute dürfen mit Werbung belogen werden. Weil, wer dumm, ist doch selber Schuld, oder?

Das Ausnehmen und Über-den-Tisch-ziehen von Leuten, die aus den verschiedensten Gründen nicht merken, dass man sie gerade ausnimmt und über den Tisch zieht, ist nicht nur legal, sondern wird als normaler Bestandteil unseres Alltags empfunden. Eine Solidarität mit Menschen, die sich nicht dagegen wehren können, weil sie nicht begreifen, was mit ihnen passiert, findet in der Regel nicht statt. Weil, ist ja nicht mein Problem ...
c452h
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von c452h »

Noch besser: Die Leute, die ausnehmen und über den Tisch ziehen, werden in unserer Gesellschaft hofiert und als Vorbilder angepriesen; als Menschen, die es "geschafft" haben. Das führt jetzt aber zu weit vom eigentlichen Thema weg.
Zuletzt geändert von c452h am 17.05.2016 13:30, insgesamt 1-mal geändert.
-=Ramirez=-
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von -=Ramirez=- »

Kajetan hat geschrieben:
Da sehe ich nicht die Clubs in der Pflicht das irgendwie für die Leute richtig einzuordnen.
Das ist ja das Problem. Dumme Leute dürfen mit Werbung belogen werden. Weil, wer dumm, ist doch selber Schuld, oder?

Das Ausnehmen und Über-den-Tisch-ziehen von Leuten, die aus den verschiedensten Gründen nicht merken, dass man sie gerade ausnimmt und über den Tisch zieht, ist nicht nur legal, sondern wird als normaler Bestandteil unseres Alltags empfunden. Eine Solidarität mit Menschen, die sich nicht dagegen wehren können, weil sie nicht begreifen, was mit ihnen passiert, findet in der Regel nicht statt. Weil, ist ja nicht mein Problem ...
Unter dem Gesichtpunkt müssten auch Zigaretten und Alkohol verboten werden. Es wird wohl sehr viele Menschen geben die süchtig danach sind und dieses Problem bene nicht erkennen. Trotzdem verkauft man ihnen den Stoff immer weiter. in der Werbung für Zigaretten wrude auch imemr betont wie toll man sich fühlt wen nman raucht usw. Die Warnhinweise waren dann am unteren Rand so klein das man das Bild anhalten musste und dann eine Lupe holen musste um das auch lesen zu können. Also kann man das auch getrost als Lügen darstellen.

Zurück zum Thema:
Wenn aus den eSports richtig Kapital geschlagen werden kann dann wird das auch jemand tun. Da führt kein Weg drann vorbei. Die Frage ist nur wann das auch hier im großem Stil passiert.

Der Chris hat geschrieben:Dass Menschen die aber wirklich zu "doof" (oder anderweitig nicht die Möglichkeiten haben) sind ausgenommen werden ist leider trauriger Alltag und leider basieren viel zu viele Dinge die wir in unserer Gesellschaft haben und schätzen viel zu sehr auf diesem Konstrukt. Reichtum speist sich meist daraus dass Dinge auf dem Rücken von Leuten ausgetragen werden die sich nicht wehren können.
Richtig. Wenn jeder alles durchschauen würde, würde es die Hälfte aller Versicherungen nicht geben und so mancher Laden würde sich auch umgucken.
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Wigggenz
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von Wigggenz »

Was du ansprichst Kajetan ist tatsächlich in abgewandelter Form Teil der Debatte über das Verbraucherschutzrecht. Deswegen werde ich die Parallele hier für die Diskussion nutzen, ich finde die Interessenlage liegt sehr ähnlich. Hierzulande hat man sich nun einmal dafür entschieden von einem mündigen Verbraucher als Leitbild auszugehen und gleicht nur strukturelle Ungleichheiten bei Vertragsabschlüssen aus.

Auch wenn ich finde dass unser Verbraucherschutzrecht zwar noch zu lasch ist (also zu idealistisch vom voll mündigen Verbraucher ausgehen) geht das, was ich aufgrund deiner Posts für deine Sichtweise halte weit über das hinaus und zu extrem in die andere Richtung. Denkt man deinen Gedanken komplett zu Ende, müsste man auch zB die amerikanische Rechtsprechung zu Katzen in der Mikrowelle übernehmen und sich mit denen solidarisieren, die nicht drüber nachdenken, dass lebende Tiere auf keinen Fall in die Mikro gehören. Und dementsprechend bei fehlenden Warnhinweisen auf dem Produkt Entschädigung zusprechen.

Das halte ich aber für weltfremd. Ein gewisses Mindestmaß an Vernunft darf schon vorausgesetzt werden.
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FuerstderSchatten
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von FuerstderSchatten »

c452h hat geschrieben:Die Unterhaltungsindustrie ist eben eine eigene Welt und darum kann man da nicht mit den Maßstäben von 0815-Jobs rangehen. Profisportler erzeugen nun einmal mehr Geld für ihren Arbeitgeber (Spieler für den Verein, Werbeträger für Großkonzerne) als zum Beispiel Krankenpfleger und Ingenieure und darum verdienen sie auch dementsprechend mehr. Ich verstehe die Kritik nicht.

Das ist ja nicht nur im Sport so. Ob Musik, Film, Literatur: Wir, die Konsumenten, wollen die Produkte und müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir den Erschaffern dadurch ein Leben in Saus und Braus ermöglichen. Wer etwas kann, das nicht jeder kann, ist wertvoll. Das ist der 234. Ingenieur oder der 472. Krankenpfleger eben nicht. Das klingt jetzt vielleicht überheblicher als es rüberkommen soll.

Der Mensch brauchte schon immer Helden, Gladiatoren und Vorbilder. Das wohnt dem Menschen inne. Darum sind die Helden der Menschheit dementsprechen zu entlohnen.

Linksmotivierte Neiddebatten sollten wir uns aber sparen. Das sage ich jetzt schon einmal. Wie oben erwähnt: Angebot und Nachfrage.
Also bei Musik, Film und Literatur ist es wenigstens etwas bleibendes was geschaffen wird, das vielleicht sogar noch zum nachdenken anregt oder einen innerlich bewegt. Sport ist einfach nur sinnlos, wo maximal noch rauskommt wer sich sozialdarwinistisch am besten durchsetzt, oftmals mit purer Gewalt. Was für Vorbilder.

Dazu natürlich, dass die wenigstens noch die WM Mannschaft von vor 10 Jahren aufsagen können. Da bleiben vielleicht 3 bis 4 Namen hängen. Leider brauchen die gröllenden Massen halt irgendwas, damit sie sich auslassen können. Und dann darf dann wieder ein teurer Einsatz der Polizei sein, den dann natürlich die Allgemeinheit bezahlen darf. Wie wärs denn das die Vereine diese Einsätze bezahlt, mal sehen wie hoch dann die Gehälter noch sind?

Solche Einsätze passieren bei Bruce Springsteen wohl eher selten und wenn dann auch nicht in dem Umfang. Das hat nichts mit linksgerichtet zu tun, sondern ist einfach nur unfair, dass ein Teil der Gesellschaft dem anderen sein Vergnügen bezahlt, dasselbe gilt für die Opern bei den Bessergestellten, wird ja auch kein Techno Club subventioniert, sollen die mal schön selber bezahlen. Diesen ganzen Quatsch könnte man sinnvoller irgendwo anders investieren. Fußball ist mit Sicherheit nichts überlebenswichtiges und gehört nicht subventioniert. Müssen halt die Leute entweder mehr Geld fürs Ticket bezahlen oder die Spieler kriegen weniger.
johndoe1824162
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von johndoe1824162 »

Brot und Spiele. Wems nicht gefällt, der darf sich doch gerne nicht kommerzialisierte Randsportarten oder im Amateurbereich umschauen. Das gibts doch genügend Alternativen. Bei der Musik ähnlich. Wer Bock auf so einen Kram wie Rock im Park hat und sich da gnadenlos abziehen lässt. Nur zu, auch hier gibts genügend Alternativen.
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Kajetan
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von Kajetan »

Wigggenz hat geschrieben:Das halte ich aber für weltfremd. Ein gewisses Mindestmaß an Vernunft darf schon vorausgesetzt werden.
Ja, natürlich. Ich bin ja ausdrücklich für das eigene Recht auf dumme Handlungen und will ganz ausdrücklich keinen Umsorgungsstaat, der stets und ständig besser weiß, was für mich gut ist. Aber ...

... Profi-Fußball ist ein verlogener Dreck. Die Vereine, bzw. die Wirtschaftsunternehmen, die sie ja mittlerweile sind, verkaufen den Fans eine Lüge. Dass die Fans aber ausdrücklich belogen werden wollen, ist dabei ein eigenständiges Thema :) Dann drücken sich diese, nur an Gewinn interessierten Wirtschaftsunternehmen davor die Kosten für all die Polizeieinsätze zu übernehmen, die an Spieltagen nötig sind. Diese Kosten werden mit der dreisten Anmaßung der gesellschaftlichen Relevanz des Fußballs einfach dem Steuerzahler aufgedrückt. Was der Repräsentant der Steuerzahler viel zu oft durchgewunken hat, weil man sich damit volksnah präsentieren kann und die Wiederwahlchancen steigen. Gewinne privatisieren und Kosten sozialisieren. Wie aus dem Lehrbuch des Neoliberalismus.

Aber gut ... wie schon gesagt, die Fans wollen ja ausdrücklich belogen und betrogen werden. Blöde ist halt nur, dass ich als Nicht-Fan über die Steuer für die Umsatzoptimierung dieser Unternehmen aufkommen muss, an deren Produkt ich aber nicht im Geringsten interessiert bin.
c452h
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von c452h »

@FdS

Sport ist sinnlos? Meinst Du damit den Sport, der als Massenereignis zelebriert wird? Laut einer Studie von 2013 erzielt der Staat durch Sport Einnahmen in Höhe von 22,1 Milliarden €. Dem gegenüber stehen Ausgaben für Sport in Höhe von 9,9 Milliarden €. Das zähle ich mal als Argument für den Sport. Nicht zu vergessen ist die Funktion des Sports als Bildungs- und Integrationsinstrument.

Zur Bundesliga hier ein Zitat aus dem Jahre 2010:
Nutznießer ist auch der Bund. Mit 1,5 Milliarden Euro an Steuern nach Abzug der öffentlich getragenen Kosten von rund 200 Millionen Euro ist der Profifußball zu 0,1 Prozent an den Einnahmen des Staatshaushaltes beteiligt.
Fussball ist Allgemeingut. Er spricht eine große Masse der Bevölkerung an. Laut einer Studie von 2007 sollen es etwa 50 Millionen Deutsche sein, die sich für Fussball interessieren. Wie Du siehst, wird hier nicht die Freizeitbeschäftigung keiner grölenden Minderheit finanziert.

Opern, Museen, Theater usw. sind auch nichts Überlebenswichtiges. Wir können im Prinzip all diese Dinge, die Kultur fördern, abschaffen. Fussball ist für viele Menschen auch Kultur. Das ist eben Ansichtssache. Bevor, alles abgeschafft wird, soll lieber alles in friedlicher Koexistenz nebeneinander existieren.
johndoe1824162
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von johndoe1824162 »

Die gibt es viele Dinge, die ich mit meinen Steuern mitfinanziere, obwohl sie mir am Arsch vorbei gehen. Der Profisport generiert immerhin Steuerabgaben, Arbeitsplätze...was man von vielen anderen Krawallmachern nicht behaupten kann. Die kosten nur Geld. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ist auch kein Alleinstellungsmerkmal des Sports.
c452h
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von c452h »

Man sollte noch froh darüber sein, dass es hier nicht so wie in England ist. Theoretisch müsste sich jeder Deutsche ein Sky-Abo anschaffen, damit die Bundesliga in Europa konkurrenzfähig bleibt. Die Deutschen sind aber - im Gegensatz zu den Engländern - nicht dazu bereit, ihr sauer Erspartes für Pay-TV rauszuhauen. Das wird aber bald nötig sein, wenn wir nicht wollen, dass unsere Stars nach England gehen.

Schon etwas älter, aber eigentlich wieder aktuell:

Uli Hoeneß liebäugelt mit TV-Zwangsabgabe für Profi-Fußball
In einem Interview mit der "Wirtschaftswoche" versprach er für diesen Fall, dann könne sein Verein auch wieder die Champions League gewinnen.

Hoeneß hat zudem noch eine weitere Erlösquelle ausgemacht: Eine Zwangsabgabe für alle TV-Haushalte. Die zusätzlichen Einnahmen für den Profi-Fußball sollten einfach durch eine weitere monatliche Zwangsabgabe für alle deutschen TV-Haushalte finanziert werden, erklärte er.

Unproblematisch ist für den Manager dabei, dass Zuschauer ohne Interesse am Fußball damit zwangsweise abkassiert werden. "Ich werde doch auch monatlich abkassiert, obwohl ich nur Nachrichten, Sport und politische Diskussionen anschaue", so der Bayern-Manager.
-=Ramirez=-
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von -=Ramirez=- »

FuerstderSchatten hat geschrieben:
c452h hat geschrieben:Die Unterhaltungsindustrie ist eben eine eigene Welt und darum kann man da nicht mit den Maßstäben von 0815-Jobs rangehen. Profisportler erzeugen nun einmal mehr Geld für ihren Arbeitgeber (Spieler für den Verein, Werbeträger für Großkonzerne) als zum Beispiel Krankenpfleger und Ingenieure und darum verdienen sie auch dementsprechend mehr. Ich verstehe die Kritik nicht.

Das ist ja nicht nur im Sport so. Ob Musik, Film, Literatur: Wir, die Konsumenten, wollen die Produkte und müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir den Erschaffern dadurch ein Leben in Saus und Braus ermöglichen. Wer etwas kann, das nicht jeder kann, ist wertvoll. Das ist der 234. Ingenieur oder der 472. Krankenpfleger eben nicht. Das klingt jetzt vielleicht überheblicher als es rüberkommen soll.

Der Mensch brauchte schon immer Helden, Gladiatoren und Vorbilder. Das wohnt dem Menschen inne. Darum sind die Helden der Menschheit dementsprechen zu entlohnen.

Linksmotivierte Neiddebatten sollten wir uns aber sparen. Das sage ich jetzt schon einmal. Wie oben erwähnt: Angebot und Nachfrage.
Also bei Musik, Film und Literatur ist es wenigstens etwas bleibendes was geschaffen wird, das vielleicht sogar noch zum nachdenken anregt oder einen innerlich bewegt. Sport ist einfach nur sinnlos, wo maximal noch rauskommt wer sich sozialdarwinistisch am besten durchsetzt, oftmals mit purer Gewalt. Was für Vorbilder.

Dazu natürlich, dass die wenigstens noch die WM Mannschaft von vor 10 Jahren aufsagen können. Da bleiben vielleicht 3 bis 4 Namen hängen. Leider brauchen die gröllenden Massen halt irgendwas, damit sie sich auslassen können. Und dann darf dann wieder ein teurer Einsatz der Polizei sein, den dann natürlich die Allgemeinheit bezahlen darf. Wie wärs denn das die Vereine diese Einsätze bezahlt, mal sehen wie hoch dann die Gehälter noch sind?

Solche Einsätze passieren bei Bruce Springsteen wohl eher selten und wenn dann auch nicht in dem Umfang. Das hat nichts mit linksgerichtet zu tun, sondern ist einfach nur unfair, dass ein Teil der Gesellschaft dem anderen sein Vergnügen bezahlt, dasselbe gilt für die Opern bei den Bessergestellten, wird ja auch kein Techno Club subventioniert, sollen die mal schön selber bezahlen. Diesen ganzen Quatsch könnte man sinnvoller irgendwo anders investieren. Fußball ist mit Sicherheit nichts überlebenswichtiges und gehört nicht subventioniert. Müssen halt die Leute entweder mehr Geld fürs Ticket bezahlen oder die Spieler kriegen weniger.
Den Kosten von Polizeieinsätzen gegenüber vergessen viele Leute gerne die Steuereinnahmen die druch Vereine, SKy, Kneipen und nicht zuletzt die Spielergehälter selbst. Da kommt bestimmt mehr rein als für die Polizeieinsätze ausgegeben wird.
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FuerstderSchatten
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von FuerstderSchatten »

c452h hat geschrieben:@FdS

Sport ist sinnlos? Meinst Du damit den Sport, der als Massenereignis zelebriert wird? Laut einer Studie von 2013 erzielt der Staat durch Sport Einnahmen in Höhe von 22,1 Milliarden €. Dem gegenüber stehen Ausgaben für Sport in Höhe von 9,9 Milliarden €. Das zähle ich mal als Argument für den Sport. Nicht zu vergessen ist die Funktion des Sports als Bildungs- und Integrationsinstrument.

Zur Bundesliga hier ein Zitat aus dem Jahre 2010:
Nutznießer ist auch der Bund. Mit 1,5 Milliarden Euro an Steuern nach Abzug der öffentlich getragenen Kosten von rund 200 Millionen Euro ist der Profifußball zu 0,1 Prozent an den Einnahmen des Staatshaushaltes beteiligt.
Fussball ist Allgemeingut. Er spricht eine große Masse der Bevölkerung an. Laut einer Studie von 2007 sollen es etwa 50 Millionen Deutsche sein, die sich für Fussball interessieren. Wie Du siehst, wird hier nicht die Freizeitbeschäftigung keiner grölenden Minderheit finanziert.

Opern, Museen, Theater usw. sind auch nichts Überlebenswichtiges. Wir können im Prinzip all diese Dinge, die Kultur fördern, abschaffen. Fussball ist für viele Menschen auch Kultur. Das ist eben Ansichtssache. Bevor, alles abgeschafft wird, soll lieber alles in friedlicher Koexistenz nebeneinander existieren.
Ob deine Aufstellung stimmt, sei mal dahingestellt, das verursachte Verkehrschaos, die verschmutzten Bahnen, die gebrochen Zähne, andere Verletzungen durch Prügelleien, die psychischen Demütigungen von verprügelten Unbeteiligten, der vermehrte Alkoholkonsum mit seinen Gesundheitlichen Folgen usw.. Ob da deine Aufstellung noch so pauschal stimmt? Außerdem bezahlt der Staat die Infrastruktur. Die Stadien sind mit Sicherheit vom Staat (größten)teils mitfinanziert.

Also wenn das die Bildungs und Integrationswerte die du vermitteln willst, Konkurrenzdenken, Fremdenhass und Endsieg, ok dann viel Spass bei deiner schönen neuen Welt.

Und davon ab, was spricht dagegen, dass sie auch noch die von ihnen verursachten Polizeieinsätze bezahlen und warum subventioniert man sowas überhaupt? Sowas rechnet sich entweder von selbst oder gehört wirklich abgeschafft. Es muss nicht jeder Quark subventioniert werden. Wo ist da die Gerechtigkeit? ich will auch ermäßigte Bruce Springsteen Karten oder schön kostenlosen Eintritt im Techno Schuppen.

Habe ich nicht selbst behauptet dass eine Oper überhaupt nicht überlebenswichtig ist, da werden reichen Säcken die ermäßigten Eintrittskarten von den normalen Menschen subventioniert. Sollen sie doch Kinos subventionieren, da haben viel mehr Menschen was von. Man darf gar nicht an die Hamburg Philharmonie denken. Da hätte wir dutzende Museen von bauen können und das für einen sehr kleinen Kreis an Interessierten. Für Theater dasselbe, der Staat finanziert auch keine Vergnügungsparks.

Und ob sich 50 Millionen dafür interessieren, bedeutet nicht, dass nicht immer noch eine Mehrheit den anderen ihre Gröllen subventionieren. Erstens geht nicht jeder der 50 Millionen ins Stadion, ich muss es wissen, schaue ich mir doch durchaus im Fernsehen auch mal ein WM Spiel an, zweitens grölt nicht jeder der ins Stadion geht, aber eine lautstarke Minderheit.

Die können alle existieren in friedlicher Koexistenz, aber dann bitte ohne Subvention, bzw. die Kosten die sie verursachen sollen sie auch selbst bezahlen.

Du versuchst hier Fußball als kulturell wichtig und als subventionswürdig hinzustellen, weil es viele Menschen mögen, leider Gottes gibt es vieles was Menschen mögen, nur wird davon das meiste eben nicht subventioniert.
c452h
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von c452h »

FuerstderSchatten hat geschrieben: Ob deine Aufstellung stimmt, sei mal dahingestellt, das verursachte Verkehrschaos, die verschmutzten Bahnen, die gebrochen Zähne, andere Verletzungen durch Prügelleien, die psychischen Demütigungen von verprügelten Unbeteiligten, der vermehrte Alkoholkonsum mit seinen Gesundheitlichen Folgen usw.. Ob da deine Aufstellung noch so pauschal stimmt? Außerdem bezahlt der Staat die Infrastruktur. Die Stadien sind mit Sicherheit vom Staat (größten)teils mitfinanziert.
Inwiefern das den Ertrag mindert, sei mal dahingestellt. Ich wollte nur aufzeigen, dass es finanziell gesehen auch eine positive Seite gibt.
FuerstderSchatten hat geschrieben: Also wenn das die Bildungs und Integrationswerte die du vermitteln willst, Konkurrenzdenken, Fremdenhass und Endsieg, ok dann viel Spass bei deiner schönen neuen Welt.
Konkurrenzdenken gibt schon in der Schule. Wenn nämlich im Sportunterricht Mannschaften gewählt werden sollen und diejenigen zuletzt gewählt werden, die unsportlich sind und den Erfolg der eigenen Mannschaft gefährden können. Ich sehe Konkurrenzdenken nicht unbedingt als etwas Verdammenswertes an, spornt es doch einen Menschen dazu an, sein bestes zu geben und somit sich selbst zu verbessern oder wenn man es etwas größer betrachtet, sogar unsere Gesellschaft. Es seien nur etliche Beispiele aus der technischen Entwicklung genannt, in denen es Wettläufe darum gab, wer denn nun als Erstes eine Erfindung vollenden würde.

Bezüglich der Integrationswerte: Ich habe da nur den DFB zitiert, der sich damit rühmt, dass er Integration und Bildung schafft. Ich weiß ja selbst, wie die Realität aussieht: Ich habe noch keinen Dorfverein kennengelernt, in dem ich nicht mit Rassismus konfrontiert wurde. Dazu war das Bildungsniveau der Vereinsmitglieder auch nicht sehr hoch: Akademiker konnte ich an einer Hand abzählen. Dann gibts da noch die andere Seite und zwar Vereine, die von Menschen mit Migrationshintergrund gegründet werden und die man gut und gerne als Parallelgesellschaften bezeichnen kann.
FuerstderSchatten hat geschrieben: Und davon ab, was spricht dagegen, dass sie auch noch die von ihnen verursachten Polizeieinsätze bezahlen und warum subventioniert man sowas überhaupt? Sowas rechnet sich entweder von selbst oder gehört wirklich abgeschafft. Es muss nicht jeder Quark subventioniert werden. Wo ist da die Gerechtigkeit? ich will auch ermäßigte Bruce Springsteen Karten oder schön kostenlosen Eintritt im Techno Schuppen.
Also meinetwegen können die auch noch die Kosten der Polizeieinsätze übernehmen.
FuerstderSchatten hat geschrieben: Habe ich nicht selbst behauptet dass eine Oper überhaupt nicht überlebenswichtig ist, da werden reichen Säcken die ermäßigten Eintrittskarten von den normalen Menschen subventioniert. Sollen sie doch Kinos subventionieren, da haben viel mehr Menschen was von. Man darf gar nicht an die Hamburg Philharmonie denken. Da hätte wir dutzende Museen von bauen können und das für einen sehr kleinen Kreis an Interessierten. Für Theater dasselbe, der Staat finanziert auch keine Vergnügungsparks.
Darüber kann man streiten. ich möchte, dass die sogenannten Schönen Künste weiterhin erhalten bleiben und subventioniert und nicht auf dem Altar der trivialen Massenkultur geopfert werden.
FuerstderSchatten hat geschrieben: Du versuchst hier Fußball als kulturell wichtig und als subventionswürdig hinzustellen, weil es viele Menschen mögen, leider Gottes gibt es vieles was Menschen mögen, nur wird davon das meiste eben nicht subventioniert.
Für mich persönlich hat der Fussball keinen großen kulturellen Wert. Darüber gibt es aber auch andere Ansichten, womit wir bei der Definition von Kultur wären. Ich selbst interessiere mich nicht für Opern, erkenne aber ihren kulturellen Wert an und bin auch dazu bereit, sie mittels meiner Steuergeld zu subventionieren. Wenn nun Fussball auch Kultur ist, kann ich mit ihm eigentlich nicht anders verfahren. Das ist eine Frage, die ich noch für mich persönlich beantworten muss.
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FuerstderSchatten
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Re: FC Schalke 04 übernimmt eSport-Team "Elements"

Beitrag von FuerstderSchatten »

c452h hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben: Ob deine Aufstellung stimmt, sei mal dahingestellt, das verursachte Verkehrschaos, die verschmutzten Bahnen, die gebrochen Zähne, andere Verletzungen durch Prügelleien, die psychischen Demütigungen von verprügelten Unbeteiligten, der vermehrte Alkoholkonsum mit seinen Gesundheitlichen Folgen usw.. Ob da deine Aufstellung noch so pauschal stimmt? Außerdem bezahlt der Staat die Infrastruktur. Die Stadien sind mit Sicherheit vom Staat (größten)teils mitfinanziert.
Inwiefern das den Ertrag mindert, sei mal dahingestellt. Ich wollte nur aufzeigen, dass es finanziell gesehen auch eine positive Seite gibt.
FuerstderSchatten hat geschrieben: Also wenn das die Bildungs und Integrationswerte die du vermitteln willst, Konkurrenzdenken, Fremdenhass und Endsieg, ok dann viel Spass bei deiner schönen neuen Welt.
Konkurrenzdenken gibt schon in der Schule. Wenn nämlich im Sportunterricht Mannschaften gewählt werden sollen und diejenigen zuletzt gewählt werden, die unsportlich sind und den Erfolg der eigenen Mannschaft gefährden können. Ich sehe Konkurrenzdenken nicht unbedingt als etwas Verdammenswertes an, spornt es doch einen Menschen dazu an, sein bestes zu geben und somit sich selbst zu verbessern oder wenn man es etwas größer betrachtet, sogar unsere Gesellschaft. Es seien nur etliche Beispiele aus der technischen Entwicklung genannt, in denen es Wettläufe darum gab, wer denn nun als Erstes eine Erfindung vollenden würde.

Bezüglich der Integrationswerte: Ich habe da nur den DFB zitiert, der sich damit rühmt, dass er Integration und Bildung schafft. Ich weiß ja selbst, wie die Realität aussieht: Ich habe noch keinen Dorfverein kennengelernt, in dem ich nicht mit Rassismus konfrontiert wurde. Dazu war das Bildungsniveau der Vereinsmitglieder auch nicht sehr hoch: Akademiker konnte ich an einer Hand abzählen. Dann gibts da noch die andere Seite und zwar Vereine, die von Menschen mit Migrationshintergrund gegründet werden und die man gut und gerne als Parallelgesellschaften bezeichnen kann.
FuerstderSchatten hat geschrieben: Und davon ab, was spricht dagegen, dass sie auch noch die von ihnen verursachten Polizeieinsätze bezahlen und warum subventioniert man sowas überhaupt? Sowas rechnet sich entweder von selbst oder gehört wirklich abgeschafft. Es muss nicht jeder Quark subventioniert werden. Wo ist da die Gerechtigkeit? ich will auch ermäßigte Bruce Springsteen Karten oder schön kostenlosen Eintritt im Techno Schuppen.
Also meinetwegen können die auch noch die Kosten der Polizeieinsätze übernehmen.
FuerstderSchatten hat geschrieben: Habe ich nicht selbst behauptet dass eine Oper überhaupt nicht überlebenswichtig ist, da werden reichen Säcken die ermäßigten Eintrittskarten von den normalen Menschen subventioniert. Sollen sie doch Kinos subventionieren, da haben viel mehr Menschen was von. Man darf gar nicht an die Hamburg Philharmonie denken. Da hätte wir dutzende Museen von bauen können und das für einen sehr kleinen Kreis an Interessierten. Für Theater dasselbe, der Staat finanziert auch keine Vergnügungsparks.
Darüber kann man streiten. ich möchte, dass die sogenannten Schönen Künste weiterhin erhalten bleiben und subventioniert und nicht auf dem Altar der trivialen Massenkultur geopfert werden.
FuerstderSchatten hat geschrieben: Du versuchst hier Fußball als kulturell wichtig und als subventionswürdig hinzustellen, weil es viele Menschen mögen, leider Gottes gibt es vieles was Menschen mögen, nur wird davon das meiste eben nicht subventioniert.
Für mich persönlich hat der Fussball keinen großen kulturellen Wert. Darüber gibt es aber auch andere Ansichten, womit wir bei der Definition von Kultur wären. Ich selbst interessiere mich nicht für Opern, erkenne aber ihren kulturellen Wert an und bin auch dazu bereit, sie mittels meiner Steuergeld zu subventionieren. Wenn nun Fussball auch Kultur ist, kann ich mit ihm eigentlich nicht anders verfahren. Das ist eine Frage, die ich noch für mich persönlich beantworten muss.
Also finde ich da sind wir uns schon eigentlich unstreitig. Die "wir gegen die" Mentalität ist jedenfalls auch nicht integrationsfördernd.

Bei den Opern sind wir uns immer noch uneins, das ist einfach nur ein Spektakel, was ich grenzwertig finde und auch nicht verstehe warum das höher gehalten wird, obwohl der geistige Nährwert vermutlich einfach geringer ist als bei einem guten Film. Davon ab, dass es unanständig ist, Sachen zu subventionieren, die sich die Leute die es interessiert auch so leisten könnten.

Museen haben dagegen auch noch einen wissenschaftlichen Wert, alleine weil die Relikte weiterhin begutachtet und erhalten werden und einen vermutlich echten Bildungswert.

Aus einer 400 Jahre alten Oper lernen wir neben den dürftigen interpretationsfähigen Inhalt solcher Stücke, der natürlich selbst noch weiter unter den von besseren Filmen steht, höchstens etwas darüber wie sich tradiertes über Jahrhunderte hält, wenn einige Schnösel nur lange genug von ihrem Wert faseln. Und weil sich das ganze wenig verändert hat, noch darüber wie sich die Leute amüsiert haben vor Jahrhunderten, aber das könnte man auch günstiger haben vermutlich.