Porsche007 hat geschrieben:Arkatrex hat geschrieben:
Wie ich diese Argumente liebe. Es ist egal ob jemand Amok läuft oder nicht, weil er legal eine Waffe besitzt.
Tote durch Schusswaffen existieren nur weil Schusswaffen existieren. Das ist genau das Symptom das die Waffenlobby will.
Bloß mehr Waffen!
Vergleich doch einfach mal die Zahl der Morde mit Schusswaffen in Amerika in Relation zur Bevölkerungsgröße, mit denen in anderen Ländern wo man nicht so einfach an Waffen herankommt.
Da du ja die Diskussion erst richtig angestoßen hast:
Wenn du die Mordrate in den USA mit der liberalen Waffengesetzgebung in Relation setzt, stellt sich immer die Frage nach dem Kausalzusammenhang.
Weißt du warum es soviele Morde in den USA gibt, im Vergleich zu vielen anderen Industrieländern?
Dies liegt hauptsächlich an der Gangkriminalität, deren Ursachen in erster Linie in sozialer Ungleichheit und fehlenden Aufstiegschancen für Menschen aus unteren sozialen Schichten zu suchen ist. Das hat erstmal nichts mit legalem Waffenbesitz zutun. Insbesondere, da auch diese Gangkriege sehr oft mit illegalen Waffen durchgeführt werden.
Auf der anderen Seite liegt z.B. in einem Land wie Großbritannien (mit extrem strengen Waffengesetzen) die Mordrate über der in Ländern wie z.B. der Schweiz und Österreich (mit sehr liberalen Waffengesetzen). Auch Kanada ist als direktes Nachbarland zur USA mit ähnlichen Waffengesetzen um einiges friedlicher...
Arkatrex hat geschrieben:
Und nun stell Dir vor, Schusswaffen würden komplett verboten werden. Klar kann man sich immer noch mit Messern attackieren. Dagegen kann man sich aber immer noch besser zur Wehr setzen als gegen eine AK oder USP (bzw. Schusswaffen überhaupt).
Was uns zum Schluss führt: Schusswaffen existieren weil Schusswaffen existieren. So einfach ist das.
Man kann auch mit einem Hammer Amok laufen. Die Chance denjenigen doch recht einfach überwältigen zu können ist dennoch hoch (wenn auch immer noch mit einem Risiko behaftet).
Edit: Die Menschheit wird das aber wohl nie mehr begreifen. Reicht doch wenn man sich virtuell über den Haufen schießen kann. Mir persönlich würde das jedenfalls ausreichen.
Schöne Idee, mit dem Verbot von Schusswaffen!
Wenn du mir jetzt noch erklärst, wie man
erfolgreich die Verbreitung von ohnehin schon verbotenen illegalen Waffen verhindert, die für den absoluten Großteil der in Deutschland verübten Morde mit Schusswaffen verantwortlich sind, dann bin ich dabei...
Arkatrex hat geschrieben:
Edit2: Genauso wenig halte ich übrigens von unseren total entrüsteten Jägern die Nachbars Katze oder Hund über den Haufen schießen einfach weil die Ihre Tötungslust befriedigen wollen. Wie das Gejammer nach der Gesetzesänderung groß war.
Ich habe Verständnis dafür das es einige wenige Jäger geben muss um das natürliche Gleichgewicht im Rahmen zu halten. Aber mal ehrlich..ich will nicht wissen wie viele von denen nur aus Spaß töten. Finger of God zu spielen muss echt toll sein.

Jäger dürfen keineswegs einfach Nachbarskatze oder -hund töten. Die Tiere müssen mindestens 200m von der nächsten Siedlung entfernt sein (sind also eigentlich eher verwilderte ehemalige Haustiere).
Wenn du jetzt nach der Sinnhaftigkeit fragst, dann solltest du dir vor Augen halten, was für eine große Gefahr z.B. Katzen für den Singvogelbestand haben können. Es sind nunmal keine heimischen Tiere und können somit erheblich in das natürliche Gleichgewicht eingreifen!
Ich habe nicht gesagt ich habe eine Patentlösung (man hätte es deutlich einfacher lösen können, vor vielen Jahrzehnten), sondern ohne Schusswaffen sterben auch keine Menschen durch Schusswaffen.
Und die Gangkriminalität hat auch leider nichts mit dem Zusammenhang der Schusswaffen zu tun. Auch dort würde es keine Morde durch Schusswaffen geben, wenn diese keine hätten.
Ich verstehe schon das es schier unmöglich ist dieses einzudämmen, der Mensch an sich ist so dumm und strickt sich aus die Ihm bietenden Möglichkeiten immer eine "bessere" Waffe.
Ewig währender Frieden liegt eben nicht in unserem Blut. Sicherlich würde es auch ohne Feuerwaffen Tote und Morde bei den Gangs geben. Diese wären aber eben nicht nur einen Abzug weit entfernt, wenn Du verstehst was ich meine.
Die Erklärung mit den Jägern ist zwar nett, aber ich kenne persönliche Fälle wo der Jäger nur einen Hass auf den Hund der Nachbarn hatte. Als der Hund nur einen halben Meter auf seinem Grundstück war hat er Ihn eiskalt erschossen. Klar kam eine Ausrede er hätte Wild verjagt. Traurigerweise zählen Haustiere immer noch als Gegenstand, so das er nur auf Schadensersatz verklagt werden konnte.
Weitermachen wie vorher darf er aber immer noch. Wenn jemand solche Selbstjustiz üben kann, nur weil er Jäger ist und ihm das Gras nicht grün genug ist, sei mal ehrlich, stimmt da irgendwas ganz gezielt nicht?
Und das ist bei weitem kein Einzelfall. Im Gegenteil, das Netz ist voll davon. Man braucht keine Trophäen von Tieren, man kann Lebewesen auch einfach leben lassen.
Und nur dann wenn der natürliche Feind sowieso ausgerottet ist und die Population zu groß geworden ist, darf und sollte ein Jäger tätig werden.
Und nicht um die eigenen Tötungsgelüste auszuleben (was leider immer wieder vorkommt).
Edit: Um nochmal auf die Gangkriminalität einzugehen:
Ja, Du hast vollkommen Recht. Die soziale Ungleichheit und Niederhaltung von Teilen der Bevölkerung ist der Grund dafür. Auch da kann man sagen das diese Menschen als Verursacher auch nur das ernten was sie säen.
Aber verstehen das Ihre Handlung dafür verantwortlich ist tun sie kein Stück. Die Gewalt der Gangs gehen auch gegen die völlig falschen. Aber an, wie soll ich es ausdrücken, "Die, da oben" (ohne pauschalisieren zu wollen) kommt man nicht ran. Diese werden nicht zur Verantwortung gezogen sondern scheffeln immer weiter und verursachen nur weiteres Leid.