Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in keiner Verbindung zu sexistischem Verhalten
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Waldwichtel
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Moment, heißt das jetzt, dass ich in der Fußgängerzone künftig keinen Schnecken an den Po grapschen darf weil ich Gamer bin??? Das war nämlich bisher immer meine Entschuldigung für mein Verhalten. Da hat man als Nerd schon mal die Gelegenheit eine echte Frau anzufassen und dann kommen die mit so einer Studie um die Ecke. So eine Schei** ... 
- MrLetiso
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Ich finde es nur langsam wirklich traurig, dass das Medium, mit dem wir unsere Freizeit verbringen, ständig im Mittelpunkt von gesellschaftlichen Diskussionen steht. Wir müssen als Erwachsene Beschneidungen in der Gewaltdarstellung oder gar Beschlagnahmungen hinnehmen - damit wir nicht zu blutrünstigen Tieren werden. Wir müssen zu sehen, wie uns offenbar die Fähigkeit abgesprochen wird, andersfühlende in unsere Betrachtungen und Spielweise mit einzubeziehen und Charaktere während des Spielens kennenzulernen, weshalb man uns ihre Sexualität ins Gesicht wirft, was den "Besonderheitsfaktor" somit um ein ungeahntes Maß erhöht, anstatt es endlich als gegeben hinzunehmen. Wir müssen zu sehen, wie wir als Sexisten bezeichnet werden, weil ein Großteil der Protagonisten männlich ist und es viele Spieleschmieden noch immer nicht verstehen, interessante und glaubwürdige Charaktere abzubilden.
Es ist einfach nur traurig, dass dieses Medium seit über 15 Jahren als Prellbock für die gesellschaftlichen Probleme in der Welt herangezogen wird.
Es ist einfach nur traurig, dass dieses Medium seit über 15 Jahren als Prellbock für die gesellschaftlichen Probleme in der Welt herangezogen wird.
- HerrRosa
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Im Gegenteil, die meisten Versuche, die bisher durchgeführt wurden, zielten nämlich auf das Kurzzeitige ab.SpookyNooky hat geschrieben: Mein ursprünglicher Post habe ich korrigiert und das Wörtchen "kurzzeitig" entfernt. Ändert an der Grundaussage nämlich nichts.
Deine erwähnte Rollenspielstudie ergab ja, dass die Probanten kurzzeitig moralischer agierten und es gibt zahllose gleichgeschaltete Versuche mit kompetitiven Ego-Shootern, welche den gegenteiligen Effekt hatten.
Es gab sogar mal einen Versuch mit Leisure Suit Larry, mit dem Ergebnis, dass die Probanten schneller auf sexuelle Reize und Schlüsselwörter reagierten.
Diese Studie ging jedoch über drei Jahre, was entschieden anders aufgefasst werden muss.
Dass das Gehirn sich temporär für Aufgaben umstellt ist nun nichts Ungewöhnliches, siehe Autofahrer und Manschaftssportler.
Zuletzt geändert von HerrRosa am 15.04.2015 11:40, insgesamt 2-mal geändert.
- Sir Richfield
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Das zeigt nur, dass das Medium langsam in der Gesellschaft ankommt. Wenn es mal da ist, ist Ruhe.MrLetiso hat geschrieben:Ich finde es nur langsam wirklich traurig, dass das Medium, mit dem wir unsere Freizeit verbringen, ständig im Mittelpunkt von gesellschaftlichen Diskussionen steht.
Siehe auch: Frauen mit eigener Meinung und Wissen, das Buch, Rock 'n' Roll, Pen & Paper Rollenspiele, Frauen mit eigener Meinung, Justin Bieber...
- ZackeZells
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Nur weil einige Pseudowissenschaftlich Studien das so darstellen, braucht man sich doch nicht in die Opferrolle zu begeben - Würde man die Rolle annehmen, sind die Ziele der Pseudowissenschaftlichen Studien und deren Auftraggebern/Vertretern eindeutig erfüllt.MrLetiso hat geschrieben:Ich finde es nur langsam wirklich traurig, dass das Medium, mit dem wir unsere Freizeit verbringen, ständig im Mittelpunkt von gesellschaftlichen Diskussionen steht. Wir müssen als Erwachsene Beschneidungen in der Gewaltdarstellung oder gar Beschlagnahmungen hinnehmen - damit wir nicht zu blutrünstigen Tieren werden. Wir müssen zu sehen, wie uns offenbar die Fähigkeit abgesprochen wird, andersfühlende in unsere Betrachtungen und Spielweise mit einzubeziehen und Charaktere während des Spielens kennenzulernen, weshalb man uns ihre Sexualität ins Gesicht wirft, was den "Besonderheitsfaktor" somit um ein ungeahntes Maß erhöht, anstatt es endlich als gegeben hinzunehmen. Wir müssen zu sehen, wie wir als Sexisten bezeichnet werden, weil ein Großteil der Protagonisten männlich ist und es viele Spieleschmieden noch immer nicht verstehen, interessante und glaubwürdige Charaktere abzubilden.
Es ist einfach nur traurig, dass dieses Medium seit über 15 Jahren als Prellbock für die gesellschaftlichen Probleme in der Welt herangezogen wird.
Ist halt auch eine schwache Zielgruppe die hier von den "Gegnern" ausgesucht wurde. Viele Gamer sind jung/sehr jung, die älteren ziehen sich gerne jeden Schuh an, alleine schon um zu schauen ob er "passt", vergessen jedoch ihn wieder auszuziehen und fühlen sich in der von "Aussen" bestimmten Rolle dann auch noch wohl.
Zuletzt geändert von ZackeZells am 15.04.2015 11:39, insgesamt 2-mal geändert.
- HerrRosa
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
@Richfield
Eben, damals hat die Negermusik noch die weißen Frauen zum Haschischrauchen verführt und später die Zombiefilme eine ganze Generation versaut.
Eben, damals hat die Negermusik noch die weißen Frauen zum Haschischrauchen verführt und später die Zombiefilme eine ganze Generation versaut.
- lenymo
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Achtung PTSD-Gefahr
[Triggerwarnung]
Ich finde man sollte Anita nicht mit Fakten belästigen, als Thrid-Wave-Feministin interessiert man sich nicht für sowas, wie wissenschaftliche Erkenntnisse.
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- MrLetiso
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Ich dachte tatsächlich, dass Medium sei in der Gesellschaft angekommen. Dann kam dieser ganze Sexismus-Unsinn o_ôSir Richfield hat geschrieben:Das zeigt nur, dass das Medium langsam in der Gesellschaft ankommt. Wenn es mal da ist, ist Ruhe.
Siehe auch: Frauen mit eigener Meinung und Wissen, das Buch, Rock 'n' Roll, Pen & Paper Rollenspiele, Frauen mit eigener Meinung, Justin Bieber...
Frisst Du etwa keine Gehirne? Solltest Du mal probierenMrPink hat geschrieben:@Richfield
Eben, damals hat die Negermusik noch die weißen Frauen zum Haschischrauchen verführt und später die Zombiefilme eine ganze Generation versaut.
- SpookyNooky
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Ach so, da du hast mich falsch verstanden. ^^ Ich meinte mit "Grundaussage", dass Forenschreiber bei Studien, die sie in ihrem Ego kratzt, auf die Barrikaden gehen und bei Studien wie die, zu der wir gerade schreiben, sagen: "Siehste, ich wusste es doch!".MrPink hat geschrieben:Im Gegenteil, die meisten Versuche, die bisher durchgeführt wurden, zielten nämlich auf das Kurzzeitige ab.SpookyNooky hat geschrieben: Mein ursprünglicher Post habe ich korrigiert und das Wörtchen "kurzzeitig" entfernt. Ändert an der Grundaussage nämlich nichts.
Die obengenannte Studie habe ich nur als Beispiel herangezogen.
Kurz zu den anderen Studien: Wenn in anderen Studien als Mittel Ego Shooter herangezogen werden (wie auch immer diese definiert sind), und den gegenteiligen Effekt zeigen, dann kann man darüber keine vergleichende Aussage treffen. Im wissenschaftlichen Arbeiten darf/ sollte man immer nur an einer Stellschraube drehen. Wie bei Mendel: Entweder Farbe oder Form. Nicht beides oder gar mehr.
- Alter Sack
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Traurig daran ist nur das alles sofort auf das komplette Medium übertragen wird. Bei Büchern oder Filmen kommt auch niemand darauf das wenn es ein sexistisches Buch/Film gibt das direkt auf das komplette Medium zu übertragen. Das ist das eigentlich traurige.MrLetiso hat geschrieben:Ich finde es nur langsam wirklich traurig, dass das Medium, mit dem wir unsere Freizeit verbringen, ständig im Mittelpunkt von gesellschaftlichen Diskussionen steht. Wir müssen als Erwachsene Beschneidungen in der Gewaltdarstellung oder gar Beschlagnahmungen hinnehmen - damit wir nicht zu blutrünstigen Tieren werden. Wir müssen zu sehen, wie uns offenbar die Fähigkeit abgesprochen wird, andersfühlende in unsere Betrachtungen und Spielweise mit einzubeziehen und Charaktere während des Spielens kennenzulernen, weshalb man uns ihre Sexualität ins Gesicht wirft, was den "Besonderheitsfaktor" somit um ein ungeahntes Maß erhöht, anstatt es endlich als gegeben hinzunehmen. Wir müssen zu sehen, wie wir als Sexisten bezeichnet werden, weil ein Großteil der Protagonisten männlich ist und es viele Spieleschmieden noch immer nicht verstehen, interessante und glaubwürdige Charaktere abzubilden.
Es ist einfach nur traurig, dass dieses Medium seit über 15 Jahren als Prellbock für die gesellschaftlichen Probleme in der Welt herangezogen wird.
- HerrRosa
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
@Spooky
Stimmt, Rosinenpicken ist eine gängige Angewohnheit, egal welcher Bastion.
Das Problem bisher sind meistens nicht die Versuche/Studien, sondern die Konklusionen, welche von der jeweiligen Fraktion konstruiert werden. Da wird aus einem kurzzeitigen Mitgefühlsverlust nach einer Partie Counter-Strike, (eine indierekte Antwort auf die Frage welche Ego-Shooter), gleich die Verrohung der Jugend gestrickt und aus einer wiederlegten Kausalität zwischen Videospielen und sexistischem Verhalten, der Einfluss der Umgebung auf individuelles Verhalten negiert.
Meist sind die Ergebnisse viel nüchterner als man sie lesen will.
Stimmt, Rosinenpicken ist eine gängige Angewohnheit, egal welcher Bastion.
Das Problem bisher sind meistens nicht die Versuche/Studien, sondern die Konklusionen, welche von der jeweiligen Fraktion konstruiert werden. Da wird aus einem kurzzeitigen Mitgefühlsverlust nach einer Partie Counter-Strike, (eine indierekte Antwort auf die Frage welche Ego-Shooter), gleich die Verrohung der Jugend gestrickt und aus einer wiederlegten Kausalität zwischen Videospielen und sexistischem Verhalten, der Einfluss der Umgebung auf individuelles Verhalten negiert.
Meist sind die Ergebnisse viel nüchterner als man sie lesen will.
- SpookyNooky
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Genau das. Und obwohl ich mich auf der "Seite der Spieler" sehe, finde ich solche Übertreibungen und Missinterpretationen nicht gut - egal von welcher Seite ausgehend.MrPink hat geschrieben:Das Problem bisher sind meistens nicht die Versuche/Studien, sondern die Konklusionen, welche von der jeweiligen Fraktion konstruiert werden. Da wird aus einem kurzzeitigen Mitgefühlsverlust nach einer Partie Counter-Strike, (eine indierekte Antwort auf die Frage welche Ego-Shooter), gleich die Verrohung der Jugend gestrickt und aus einer wiederlegten Kausalität zwischen Videospielen und sexistischem Verhalten, der Einfluss der Umgebung auf individuelles Verhalten negiert.
Ach ja, Counterstrike. Ich erinnere mich noch an Politiker wie Uwe Schünemann (https://www.google.de/?gws_rd=ssl#safe= ... llerspiele), die gerne mal Studien herangezogen haben, nur um zu erwähnen, dass es Studien gibt, die angeblich ihre Meinung untermauern. Habe damals etliche Talkrunden gesehen und mich aufgeregt, aufgeregt und noch mehr aufgeregt. Über den genauen Inhalt wurde sich selbstredend nicht bemüht.
Dieser Missbrauch von Standpunkten gibt es tatsächlich immer wieder. Spontan fällt mir da der Sozialdarwinismus ein, der den Grundgedanken des "survival of the fittest" pervertiert hat und die körperliche Machtgewalt als Unterdrückungsinstrument gerechtfertigt hat. Ich schweife ab.
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Drenmar
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Die Studie wurde von weißen cis het Männern gemacht und ist daher nichts wert.
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tr1on
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Ich vermute Satire, aber: Eine solche Argumentation wäre rassistisch und sexistisch.Drenmar hat geschrieben:Die Studie wurde von weißen cis het Männern gemacht und ist daher nichts wert.
- LP 90
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Re: Studie aus Deutschland: Sexistische Inhalte stehen in ke
Mit dem Unterschied, das die Studie von z.B. Dr. Breuer, eine durchaus renomiertes Mitglied der internationalen Forschungsgemeinde stammt (ja, einen erarbeiteten Ruf traut man auch mal) und allein das Abstrakt der Studie verrät mir, dass hier mit einer ganz anderen Sorgfalt vorgegangen wurde (siehe 3 Jährige-longitudal-Studie) und im Gegensatz zur anderen Studie "geeignetes" Untersuchungsmaterial benutzt wurde, was für ein ganz anderes Verständnis des Videospielmarktes spricht. Darüber hinaus, hat der gute Mann den du hier zitierst:8BitLegend hat geschrieben:Medienkonsum hat häufig eine kompensierende Funktion. Anhand dessen was ein Mensch gerne sieht, spielt und liest kann eher ableiten was in seinem echten Leben zu kurz kommt, statt von einer 1:1 Übertragung auf reales Verhalten auszugehen. Wer sich das friedfertige Nerd-Volk auf der RPC in Köln oder der Gamescom alljährlich ansieht, merkt schnell, dass er es nicht mit blutrünstigen Sexisten zu tun hat. Eher mit verträglichen und gemütlichen Menschen, die ihre Ecken, Kanten und Sehnsüchte im Bereich der Fantasie und der Medien ausleben. Zudem darf man nicht vergessen, dass die meisten Menschen Humor besitzen![]()
Ich denke es ist aber auch langsam alles zum Thema gesagt. Man muss den Lärm vom äußeren Rand der Kultur nicht so in den Mittelpunkt stellen.
Die ganze Zeit Tatsachen verkaufen wollen um dann nur im letzten Satz das ganze zu relativieren, weil er wusste, dass sowas eigentlich nicht als wissenschaftlich anerkannt wird. Die Kritik an dieser speziellen Studie war auch von den von nicht wenigen Forenusern mehr als sachlich und auf die wissenschaftlich Methodik bezogen, die eindeutig "faulty" war, wie der Engländer sagt.Further research will be needed to substantiate the present findings [...] for instance, by reflecting on what it really means to be human, and on how this humanness can be educated and strengthened when it is attenuated during such virtual journeys.
Das Rosinenpicken existiert hast du natürlich recht, aber trotzdem würde ich der Studie hier direkt eine 10-mal höhere Aussagekraft zuordnen und als solche kann sie dann auch präsentiert werden.
