Spielkultur: ESA will Ändern von Programmcodes verhindern, um Spiele mit abgeschalteten Kopierschutzservern für akademische Zwecke und Museen zu erhalten
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- FuerstderSchatten
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Re: Spielkultur: ESA will Ändern von
ist ja nicht so, dass die Cracker das hier interessieren würde, also keine Sorge Leute wird archiviert ob die wollen oder nicht. ^^
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OiOlli
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Re: Spielkultur: ESA will Ändern von Programmcodes verhinder
Wenn es nur vor 200 Jahren schon einen Kopierschutz gegeben hätte.
Dann wäre uns wohl Disney erspart geblieben.
Ok den Gag muss ich wohl erklären. Disney hatte gerade zu Anfangszeiten viele Anleihen, oder gar mehr oder weniger direkte Kopien alter Märchen und Sagen produziert. Fantasia nutzt sogar zum Großteil Musik längst verstorbener Künstler.
Mit einem Kopierschutz hätte man beides schlecht nutzen können, denn das knacken ist ja verboten und eine Neuauflage nach auslaufen der Rechte wird schwierig. Denn dafür müsste man ja die Kopiergeschützen Werke trotzdem ja auslesen und kopieren.
Dann wäre uns wohl Disney erspart geblieben.
Ok den Gag muss ich wohl erklären. Disney hatte gerade zu Anfangszeiten viele Anleihen, oder gar mehr oder weniger direkte Kopien alter Märchen und Sagen produziert. Fantasia nutzt sogar zum Großteil Musik längst verstorbener Künstler.
Mit einem Kopierschutz hätte man beides schlecht nutzen können, denn das knacken ist ja verboten und eine Neuauflage nach auslaufen der Rechte wird schwierig. Denn dafür müsste man ja die Kopiergeschützen Werke trotzdem ja auslesen und kopieren.
- monotony
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Re: Spielkultur: ESA will Ändern von
aber mit königlichem segen öffnet das viele legale wege, schafft damit sicherheit und vertrauen. ich erkenne gerade parallelen zum marijuana-verbot. schon witzig.FuerstderSchatten hat geschrieben:ist ja nicht so, dass die Cracker das hier interessieren würde, also keine Sorge Leute wird archiviert ob die wollen oder nicht. ^^
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CritsJumper
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Re: Spielkultur: ESA will Ändern
Ja da frage ich mich jetzt auch, wie es ist wenn das Urheberrecht entfällt. Wird es dann automatisch Gemeinfrei? Ich bin ja kein Anwalt und gut möglich das die Vertriebsrechte höherwertig oder einfach nur länger ausgelegt sind als die Urheberrechte.Sir Richfield hat geschrieben: Nenenene... Wenn der Hersteller von Musik nicht mehr existiert, fängt die Rechnerei und Recherche an.
Sprich, wo wurde der geboren und wie lange existiert der schon nicht mehr?
Bei Programmen ist der Entwickler doch mal völlig egal, wichtig ist, wer gerade die Vertriebsrechte hat.
Besonders bei Programmcode ist es doch leider so das mehrere an einem Produkt mitgearbeitet haben. Selbst wenn dann die Vertriebsrechte Erlöschen, hat der Programmierer an seinen Code-Abschnitten die Rechte. Da ist dann der Aufwand, anders als bei einem Musikstück wirklich um einiges höher weil eben viel mehr Menschen daran gearbeitet haben.
Von Lizenzen kennen wir es ja das diese nach dem erlöschen sogar nicht mehr verwendet werden dürfen. Also ein GTA San Andreas einfach Songs heraus gelöscht bekommt, weil die Lizenzierung nicht mehr greift und Steam die nicht mehr ausliefern darf.
Wobei halt ein Binärdatei natürlich noch mal etwas anders ist als der Quellcode oder?
Zum Thema
Ich finde es durchaus gut wenn es in ein Museum und in eine Uni wandert. Man darf nicht nur immer an den eigenen Profit denken über Jahrzehnte sondern sollte auch jungen neuen Menschen und Künstler die Chance geben altes wieder zu verwerten, davon zu lernen. Das geht eben nicht wenn man es weg schließt und ewig darauf pocht es nicht heraus zu geben.
In einem anderen Bereich, z.B. der der Zeitung hat es ja leider schon dazu geführt das Archive nicht öffentlich zugänglich sind. Das selbe findet wohl bald auch im Bereich der Bildung und der Forschung statt. Zwar lachen wir aktuell an einigen Stellen über alte Computertechnik und über deren Software. Doch ich halte es einfach für wichtig das man eben die Entwicklung transparent aufzeigen kann. Denn das ist es was ein Museum versucht. Es geht da niemanden direkt darum Super Mario Brothers zu spielen, aber vielleicht zu veranschaulichen wie sich das Genre entwickelt hat. Wie man von einzelnen Sprites zu anderen Spielen kam. Haltet mich jetzt ruhig für Konservativ. Aber ich finde viele Spiele bieten durchaus eine höhere Vielfalt an Erlebnissen. Die Indie-Branche hat es ja an vielen Stellen schon sehr gut vor gemacht und auch interessante tiefsinnige Titel hervorgebracht. Aber ich behaupte das diese Spiele von Entwicklern geschaffen wurde welche die alten Titel noch gespielt hat und später programmieren konnte.
Würden wir auf Finanzierung und Interessen der AAA-Publishern angewiesen sein gäb es wohl nur Privatfernseh-Niveau im Videospielbereich. (Staatlich geförderte - Computerspiel Preis 20015) Daedalic Titel, King Arts TBoUT 2, so etwas wie Life is Strange sind zwar auch lobenswerte Ausnahmen doch bei LiS sieht man schon das das Spiel als Episode erscheint und nicht komplett. Also direkt durch finanziert wurde. Bin mir sicher das es, wenn es zu wenig gekauft würde der Publisher das Projekt bei der Hälfte einstellt oder wartet bis von den Vorwersionen genug vekauft wurde bis die nächste Episode erscheint. Im Fernseh-Serienbereich ist es ja auch oft so das Serien eingestellt oder abgesetzt werden.
Aber zurück zum Problem mit dem Kopierschutz.
Dagegen kann man nichts machen, wenn da keine Verpflichtung kommt sehe ich da auch schwarz. Die technischen Möglichkeiten, beispielsweise dynamische Verschlüsselung permanente Serverabhängigkeiten und so weiter. Könnten es nahezu unmöglich beziehungsweise sehr aufwendig machen Spiele, zu archivieren. Wenn man die Programmlogik und den Spieleverlauf zum Beispiel auf Server auslagert und für einen Crack dann nach programmieren muss hat man schnell den Punkt erreicht das ein nach programmierter Kopierschutz das eigentliche Spielerlebnis komplett verändert oder verloren geht. Natürlich geht das mit Aufzeichnungen oder mit Lets Plays.... es wäre leider ohnehin einfacher in Zukunft einige Lets Plays zu archivieren.
Aber genau das ist doch nicht das selbe als das Spiel selber zu spielen.
- Kajetan
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Re: Spielkultur: ESA will Ändern von
Kommt Zeit, kommt Liberalisierung. Generationenwechsel haben mehr für den gesellschaftlichen Wandel getan als jede DemoTony hat geschrieben:aber mit königlichem segen öffnet das viele legale wege, schafft damit sicherheit und vertrauen. ich erkenne gerade parallelen zum marijuana-verbot. schon witzig.FuerstderSchatten hat geschrieben:ist ja nicht so, dass die Cracker das hier interessieren würde, also keine Sorge Leute wird archiviert ob die wollen oder nicht. ^^
