Entwickler sprechen über das Frauenbild in Spielen und den Druck erfolgreich sein zu müssen

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Culgan
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Re: Entwickler sprechen

Beitrag von Culgan »

Sir Richfield hat geschrieben:
maho76 hat geschrieben:das merkt die gute frau aber selbst bisher nicht (oder will es nicht sehen, kann ja auch sein, Feminismus ist medienwirksamer als eine allgemeine qualitätsdiskussion).
Wenn ich mich nicht völlig verhört habe und das richtig erinnere, dann sagte Rhianna das gegenüber TB. Das Problem sind die "Drehbücher" an sich, weniger die weiblichen Personen im speziellen.
Die Drehbücher hingegen haben handfeste geschäftliche und gesellschaftliche Probleme.
Es wurde ganz klar gesagt, dass man für ein Spiel mit einem weiblichen Protagonisten deutlich weniger Geld ausgeben will, weil: "Verkauft sich eh nicht so gut."
Klassische Selbsterfüllende Prophezeihung in dieser Branche. Fast so toll wie: Die Spiele, die wir nicht auf der WiiU anbieten, verkaufen sich eh nicht.

Wenn man Spiele mit weiblichen Protagonisten auf dieser Ebene schon mal gleich behandeln würde, dann wären "wir" einen Schritt weiter.
Aber das hätte ja was mit "Mut" zu tun und den hat die Branche nicht, auch weil der Kunde ihr den ausgetrieben hat.
1. Wenn die Spiele dann doch auf der WiiU angeboten werden, verkaufen sie sich auch dann nicht. Sonst hätten sich die Publisher auch nicht zurückgezogen. Ubisoft als letzter Pionier bricht auch ab.

2. Wo ist das Problem, der Kunde bekommt was der Kunde will. Warum sollte ein Geschäft dem Kunden etwas aufdrängen was er anscheinend nicht will?
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Sir Richfield
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Re: Entwickler sprechen

Beitrag von Sir Richfield »

-=Ramirez=- hat geschrieben:Ja, weil The last of us, Beyond two Souls, Tomb Raider und die ganze Metroid Reihe ja auch totale Reinfälle waren, nicht wahr?
1) Hör dir das Gespräch mit TB an, da werden explizit Spiele genannt, wo direkt und klar gesagt wurde "Also für ne Frau geben wir weniger Geld aus.
2) Tomb Raider bekam in dem Moment Nackenschläge, als man versucht hat, mal mehr zu erzählen als "Britische, reiche Frau bricht in Tempel ein.
3) Metroid. SUPER Beispiel. Extrem gutes Beispiel! Other M? Das erste Mal, wo man versucht, was über Samus zu erzählen? Kam extrem gut an, hmm?
Entwickler und Schreiberlinge sind machnmal schon geil.
Nicht so geil wie die Ignoranz ihrer Kunden. ;)

PS: Rhiannas Vater hat übrigens nach "Equal Rites" viel Post für eine Ms oder Mrs Pratchett bekommen und einige der Leserbriefschreiberinnen haben sich geweigert, sein Geschlecht zu glauben, weil ein Mann ja niemals solch starke Frauen schreiben könne.
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StandAloneComplex
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Re: Entwickler sprechen über das Frauenbild in Spielen und d

Beitrag von StandAloneComplex »

Kumbao hat geschrieben:
Selbst das bringt nix. Call of Duty: Ghosts wurde von Stephen Gaghan geschrieben, der als Drehbuchautor immerhin die Scripts zu Traffic oder Syriana verfasst hat. Und trotzdem ist Ghosts storytechnisch Schwachsinn pur und auf dem Niveau der American Fighter Filme.
Es gibt auch Beispiele wo es funktioniert. Und da kommt es nicht so sehr aufs Drehbuch an, sondern die Charakterzeichnung. Und dafür ist ein Autor auch mitverantwortlich.
Ein Beispiel wo es funktioniert trotz eigentlicher Klischeestory: The Last of Us. Hier spricht niemand darüber, dass man nur das arme, hilflose Mädchen beschützt.
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Kumbao
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Re: Entwickler sprechen über das Frauenbild in Spielen und d

Beitrag von Kumbao »

StandAloneComplex hat geschrieben:Es gibt auch Beispiele wo es funktioniert. Und da kommt es nicht so sehr aufs Drehbuch an, sondern die Charakterzeichnung. Und dafür ist ein Autor auch mitverantwortlich.
Ein Beispiel wo es funktioniert trotz eigentlicher Klischeestory: The Last of Us. Hier spricht niemand darüber, dass man nur das arme, hilflose Mädchen beschützt.
Klar kann das auch funktionieren. Ich wollte nur einbringen, dass ein renomierter Drehbuchautor noch kein Garant fuer eine gute Geschichte und starke Charaktere ist.
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StandAloneComplex
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Re: Entwickler sprechen über das Frauenbild in Spielen und d

Beitrag von StandAloneComplex »

Kumbao hat geschrieben: Klar kann das auch funktionieren. Ich wollte nur einbringen, dass ein renomierter Drehbuchautor noch kein Garant fuer eine gute Geschichte und starke Charaktere ist.
Das aufzuzeigen ist dir auch gelungen. Bei COD Ghost sind wir uns einig. Ich wollte nur mit meiner Antwort einbringen, dass man trotzdem nicht aufgeben sollte, wert auf gute Autoren zu legen.
-=Ramirez=-
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Re: Entwickler sprechen über das Frauenbild in Spielen und d

Beitrag von -=Ramirez=- »

Kumbao hat geschrieben:
StandAloneComplex hat geschrieben:Es gibt auch Beispiele wo es funktioniert. Und da kommt es nicht so sehr aufs Drehbuch an, sondern die Charakterzeichnung. Und dafür ist ein Autor auch mitverantwortlich.
Ein Beispiel wo es funktioniert trotz eigentlicher Klischeestory: The Last of Us. Hier spricht niemand darüber, dass man nur das arme, hilflose Mädchen beschützt.
Klar kann das auch funktionieren. Ich wollte nur einbringen, dass ein renomierter Drehbuchautor noch kein Garant fuer eine gute Geschichte und starke Charaktere ist.
Das problem dabei ist das der größte Teil der Spieler aus Casuals besteht die nach dem Feierabend ne schnelle Runde Zocken wollen und dabei ohne geistigen Aufwand unterhalten werden wollen. Oder aber aus vorpubertären Egoshootern.
Wenn man da jetzt noch mit Story kommt bei der man auch noch mitdenken muss, wird das bei einigen nicht so gut ankommen.

Ich persönlich hätte gern viel mehr Spiele mit richtig Tiefgang und starken Charakteren, aber die breite Masse steht wohl eher auf Kaliber wie Call of Duty. Storymäßig total anspruchslose Kampagne und dann bleibt nur noch der Multiplayer, weil die Story nichts bietet für ein zweiten Durchgang.
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Kumbao
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Re: Entwickler sprechen über das Frauenbild in Spielen und d

Beitrag von Kumbao »

-=Ramirez=- hat geschrieben:Das problem dabei ist das der größte Teil der Spieler aus Casuals besteht die nach dem Feierabend ne schnelle Runde Zocken wollen und dabei ohne geistigen Aufwand unterhalten werden wollen. Oder aber aus vorpubertären Egoshootern.
Wenn man da jetzt noch mit Story kommt bei der man auch noch mitdenken muss, wird das bei einigen nicht so gut ankommen.

Ich persönlich hätte gern viel mehr Spiele mit richtig Tiefgang und starken Charakteren, aber die breite Masse steht wohl eher auf Kaliber wie Call of Duty. Storymäßig total anspruchslose Kampagne und dann bleibt nur noch der Multiplayer, weil die Story nichts bietet für ein zweiten Durchgang.
Das glaube ich jetzt nicht. Selbst der "Casual" hat lieber eine gute Geschichte und erinnerungswuerdige Charaktere. Es ist ihm nur nicht allzu wichtig, weswegen man der Meinung ist, dass man hier keinen wirklichen Aufwand betreiben muss. Jetzt zu schreiben, dass die Leute keine guten Geschichten haben wollten, halte ich allerdings fuer uebertrieben.
maho76
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Re: Entwickler sprechen

Beitrag von maho76 »

kumbao +1

ich fand als Kind american fighter geil (NINJAS!!!!!! in ZWEI farben!!!!!^^), hätte mich aber wohl auch nicht beschwert wenn jeder Charakter etwas mehr tiefgang bekommen hätte (im schnitt reicht dazu nämlich ein winzig kleiner Monolog aus 2-4 sätzen, ist ja nicht so dass eine charakterzeichnung jenseits der Klischees extrem viel aufwand wäre, da reichen eingestreute hinweise, egal ob für Männlein oder Weiblein.)
wobei man aber eben auch sagen muss: duke nukem will ich wie es war (wohlgemerkt das alte original), übertrieben, grotesk, vorurteilsbeladen, sexistisch etc. trash pur, da gehört sowas als Überzeichnung eben einfach rein. wenn gewisse femis bei sowas anfangen rumzumeckern machen sie sich nunmal lächerlich und outen sich als verkrampfte glucken. sind ja aber zum glück nur die wenigsten.

wenn sich ein spiel aber ernstnehmen will (90%) gehört es auch gut geschrieben (unter 5%), DORT ist die eigentliche Diskrepanz, nicht aber in der Geschlechterrolle.

und das Kunst unter dem finanziellen druck des Geldgebers leidet, tja, wer hätte das gedacht. ist ja nicht nur in der spielebranche so. bin designer und ratet welchen von 4-8 entwürfen der Auftraggeber am ende IMMER nimmt: den konservatisten und mit abstand langweiligsten.
Zuletzt geändert von maho76 am 27.11.2014 11:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Exedus
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Re: Entwickler sprechen über das Frauenbild in Spielen und d

Beitrag von Exedus »

-=Ramirez=- hat geschrieben:
Kumbao hat geschrieben:
StandAloneComplex hat geschrieben:Es gibt auch Beispiele wo es funktioniert. Und da kommt es nicht so sehr aufs Drehbuch an, sondern die Charakterzeichnung. Und dafür ist ein Autor auch mitverantwortlich.
Ein Beispiel wo es funktioniert trotz eigentlicher Klischeestory: The Last of Us. Hier spricht niemand darüber, dass man nur das arme, hilflose Mädchen beschützt.
Klar kann das auch funktionieren. Ich wollte nur einbringen, dass ein renomierter Drehbuchautor noch kein Garant fuer eine gute Geschichte und starke Charaktere ist.
Das problem dabei ist das der größte Teil der Spieler aus Casuals besteht die nach dem Feierabend ne schnelle Runde Zocken wollen und dabei ohne geistigen Aufwand unterhalten werden wollen. Oder aber aus vorpubertären Egoshootern.
Wenn man da jetzt noch mit Story kommt bei der man auch noch mitdenken muss, wird das bei einigen nicht so gut ankommen.

Ich persönlich hätte gern viel mehr Spiele mit richtig Tiefgang und starken Charakteren, aber die breite Masse steht wohl eher auf Kaliber wie Call of Duty. Storymäßig total anspruchslose Kampagne und dann bleibt nur noch der Multiplayer, weil die Story nichts bietet für ein zweiten Durchgang.
Ja so ist der Mensch leider und das ist ja leider nicht nur bei Spiele so. Alles muss immer schön seicht sein, denn denken ist ja bekanntlich anstrengend.
Abe81
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Re: Entwickler sprechen über das Frauenbild in Spielen und d

Beitrag von Abe81 »

maho76 hat geschrieben:es ist nicht nur das frauenbild was in spielen nicht passt, es ist einfach der fakt das gerade spiele oft unglaublich schlecht geschrieben sind, da ist das bild der Männer keinen deut besser und beides wird noch getoppt von der grottenschlechten 08/15-backgroundstory. 90% der spiele sind auf trashmoviefilmniveau, solange da nicht bessere schreiber rangelassen werden (ja, die wollen mehr Geld als der Azubi der das momentan macht, richtig ;) ) wird sich an keiner rolle und an keinem Charakter was ändern. auch bei Anita sieht man ja immer dass die 3 positiven Beispiele die sie immer aufführt die mit gut geschriebenem Drehbuch sind. das hat nix mit fragen über frauenbilder oder Sexismus oder Feminismus zu tun sondern schlicht mit ästhetischem/gutem schreiben, mehr nicht, das merkt die gute frau aber selbst bisher nicht (oder will es nicht sehen, kann ja auch sein, Feminismus ist medienwirksamer als eine allgemeine qualitätsdiskussion).
Der Hinweis, das habe auch was mit ästhetischer Erfahrung und Komplexität der Geschichte zu tun, führt schon auf die richtige Spur. Die eilfertige Feststellung, deswegen habe das gar nichts mit Geschlechterbildern zu tun, führt wieder in die Irre. Wenn man sich die Frage stellt, warum das häufiger in durchschnittlichen oder großen Tripple-A-Produktionen der Fall ist, müsste man eigentlich zu der Frage kommen, warum die Spieleproduzenten das so machen. Das ist ja kein mangelndes Können, sondern Kalkül.

Oberster Zweck der Kulturindustrie, zu der die Spieleindustrie gehört, ist der Absatz von Produkten. Das wird gemacht, indem man vermutete, durchschnittliche Bedürfnisse der meisten Spieler befriedigt - zu weit abweichen darf man von ihnen nicht, sonst drohen kalkulierte Mindestverkaufszahlen nicht erreicht zu werden. Ideelle Gesamtspieler ist der eher junge, weiße Mann... und dessen vermutete durchschnittlichen Bedürfnisse und ästhetische Wünsche sehen eben so aus, wie sie die Spiele produzieren. Diese sind notwendig sexistisch, da die Gesellschaft notwendig Sexismus produziert in der Form, in der sie produziert, nämlich kapitalistisch.
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Kumbao
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Re: Entwickler sprechen

Beitrag von Kumbao »

maho76 hat geschrieben:kumbao +1

ich fand als Kind american fighter geil (NINJAS!!!!!! in ZWEI farben!!!!!^^)
Es waren sogar VIER!!!! :mrgreen:

Ironischerweise sind gerade Games wie Duke Nukem oder Far Cry 3: Blood Dragon eher Beispiele fuer gute Scripts. Die Games wollen ja nichts anderes sein, als ein Verballhornung der gaengigen Klischees, und machen das ziemlich perfekt. Das es nicht immer einfach ist, eine gelungene Parodie zu schreiben sieht man ja wunderbar an den Filmen der Pfeifenkoenige Seltzer/Friedberg, oder auch an den Produktionen der Wayans-Brueder.
Abe81
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Re: Entwickler sprechen

Beitrag von Abe81 »

Kumbao hat geschrieben:Ironischerweise sind gerade Games wie Duke Nukem oder Far Cry 3: Blood Dragon eher Beispiele fuer gute Scripts. Die Games wollen ja nichts anderes sein, als ein Verballhornung der gaengigen Klischees, und machen das ziemlich perfekt. Das es nicht immer einfach ist, eine gelungene Parodie zu schreiben...
Ich habe Duke Nukem 3D auch sehr gerne gespielt als Jugendlicher. Vermutlich gerade weil das so überzeichnet war, ohne es aber damals als 'Parodie' zu erkennen. Ich vermute, die meisten Erwachsenen haben es als Parodie erkannt und konnten deswegen diese Elemente, wie den offensichtlichen Sexismus, auch so genießen, weil einem die Distanz als 'Parodie' psychologisch dazu die Erlaubnis erteilt. Das ist, wie einen Arthouse-Film zu gucken, in dem gevögelt wird - das verliert dann das Schmutzige des Porno-Konsums.

Gute Skripts fand ich in den Spielen, die du nennst, dennoch nicht. Das wurde gerade durch die Überzeichnung getragen, aber nicht durch eine herausragende Narration. Duke-Nukem: Alien-Invasion und man kämpft sich alleine bis zum Super-Alien-Monster durch. Das hat 08/15-Trash-Qualitäten.
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Kumbao
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Re: Entwickler sprechen

Beitrag von Kumbao »

Abe81 hat geschrieben:
Kumbao hat geschrieben:Ironischerweise sind gerade Games wie Duke Nukem oder Far Cry 3: Blood Dragon eher Beispiele fuer gute Scripts. Die Games wollen ja nichts anderes sein, als ein Verballhornung der gaengigen Klischees, und machen das ziemlich perfekt. Das es nicht immer einfach ist, eine gelungene Parodie zu schreiben...
Ich habe Duke Nukem 3D auch sehr gerne gespielt als Jugendlicher. Vermutlich gerade weil das so überzeichnet war, ohne es aber damals als 'Parodie' zu erkennen. Ich vermute, die meisten Erwachsenen haben es als Parodie erkannt und konnten deswegen diese Elemente, wie den offensichtlichen Sexismus, auch so genießen, weil einem die Distanz als 'Parodie' psychologisch dazu die Erlaubnis erteilt. Das ist, wie einen Arthouse-Film zu gucken, in dem gevögelt wird - das verliert dann das Schmutzige des Porno-Konsums.

Gute Skripts fand ich in den Spielen, die du nennst, dennoch nicht. Das wurde gerade durch die Überzeichnung getragen, aber nicht durch eine herausragende Narration. Duke-Nukem: Alien-Invasion und man kämpft sich alleine bis zum Super-Alien-Monster durch. Das hat Trash-Qualitäten.
Gerade eine Parodie, die nicht unbedingt sofort, oder zumindest fuer jeden, als solche zu erkennen ist, gefaellt mir. Starship Troopers ist auch so ein Beispiel, bei dem viele die Satire gar nicht erkennt haben. Auch bei Sam Raimis Tanz der Teufel ist der Humor eigentlich erst zu erkennen, wenn man auch Tanz der Teufel 2 und Armee der Finsternis gesehen hat.
Abe81
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Re: Entwickler sprechen

Beitrag von Abe81 »

Kumbao hat geschrieben:Gerade eine Parodie, die nicht unbedingt sofort, oder zumindest fuer jeden, als solche zu erkennen ist, gefaellt mir. Starship Troopers ist auch so ein Beispiel, ...
Das ist dann m.E. eher dein persönlicher Geschmack. Ich bezog mich auf deine Aussage, Duke Nukem habe ein gutes Script.

Starship-Troopers hat ja, im Gegensatz zu z.B. Duke-Nukem, eine doppelte Ebene. Vor dem Hintergrund einer Alien-Geschichte wird 'Kritik' an Interventionspolitik geübt. Zudem glaube ich, dass Starship-Troopers auch deswegen so gut funktioniert (i.S. von publikumswirksam in allen Schichten), weil er nicht überzeichnet genug ist.
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3nfant 7errible
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Re: Entwickler sprechen über das Frauenbild in Spielen und d

Beitrag von 3nfant 7errible »

Es gibt hier imo gar nicht so viel zu diskutieren (im Sinne von streiten), weil doch grundsätzlich alle der selben Meinung sein dürften. Wer wünscht sich denn bitte nicht bessere Charaktere und Stories? Oder mehr Mut zu Innovationen und neuen Marken? :o

Ausserdem ist das Thema sowieso fast so alt wie Videospiele selbst. Seit es Spiele mit nennenswerter Story gibt (also nix Pacman, Pong und Co) haben Spieler und Reviewer es kritisiert, wenn diese einfach schlecht war. Die alten Adventures zB wurden für ihre freche oder schräge Spritzigkeit immer gelobt.

Dieses Getue als sei das ein ganz grosses neues Thema, als müsste es uns irgendjemand erklären, oder die Annahme es gäbe da einen grossen Widerstand, ist einfach albern.
Was wir brauchen, was die Branche braucht sind einfach gute Schreiberlinge. Keine, die irgendeiner Agenda folgen, sondern eben nur talentierte Schreiberlinge sind.