Bethesda: Auf RPGs fokussiert

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johndoe-freename-105511
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Beitrag von johndoe-freename-105511 »

Ich finde, du machst es den Entwicklern da ein wenig zu einfach.
Oblivion hatte Bugs, ja, aber es hielt sich in Grenzen und war nicht sehr viel weniger "komplex" als Gothic3.
Wenn ich von komplex rede, im Sinne eines Fallouts, dann beziehe ich mich da auf die Story und die Dialoge. Und du kannst mir einfach nicht erzaehlen, dass das Einbinden von geschriebenem Text soviel Geld verschlingt. Die Quests in Oblivion, das Gameplay war ja schon gegeben, aber es war zu schlicht verpackt. Sowas ist Arbeit von Gestern, siehe Morrowind.
Aber weil der "Casual-Gamer" sowas nicht verlangt oder kennt, wird es auch nicht integriert, um eine fluessigere Erfahrung zu bieten.
Das hat nichts mit ressourcen-verteilung zu tun, also bitte. :wink:
johndoe-freename-105511
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Beitrag von johndoe-freename-105511 »

Kajetan hat geschrieben:
salzmannsalz hat geschrieben: Als Beweis dienen zB auch die in Deutschland beliebten Strategietitel.
Die wirklich komplexen sind nur in Deutschland erfolgreich. Ueberall sonst, sind das Ladenhueter.
Die wirklich komplexen Strategietitel sind überall Ladenhüter und nur etwas für Liebhaber dieses Genres. Liebhaber, die man vor allem in den USA findet, denn dort gibt es eine Reihe von kleinen Softwarefirmen, welche ein ganz einträgliches Geschäft mit zT. knochentrockenen Militärsimulationen machen.

In Deutschland sind nicht mehr oder weniger komplexe Strategietitel gefragt, wie anderswo. In Deutschland ist nur eine ganz bestimmte Präsentation mehr gefragt, weil diese den hier herrschenden Vorlieben eher entspricht.

Man schaue sich aber mal die aktuellen deutschen Amazon-Verkaufscharts an. Da dominiert seit einer ganzen Weile Nintendo. Ich sehe hier kaum komplexe, nerdige Spiele.

Achja, und zB. Anno 1703 ist alles andere als ein komplexes Strategiespiel ;)
Solche Spiele treten aber immer wieder mal in der Liste auf.
In anderen Laendern sind da andere Genres gefragt, richtig.
Aber der große Reibach wird mit fast schon arcadelastigen Games gemacht.
andreasg
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Beitrag von andreasg »

Aber seien wir doch mal ganz ehrlich, diese Diskussionen Casual Gamer vs Hardcore Gamer hatten wir vor 8 - 9 Jahren auch schon. Und es gibt immer noch komplexe Titel.
Bereits vor 15 Jahren gabs simple Titel, die sich blendend verkauften, z.B. die Spiele von ID Software. Andererseits gabs schon damals komplexe Titel wie Civilization.
Sorry, ich sehe hier keinen großen übergeordneten Megatrend, Einzelfälle von Dumb Down Gameplay für den Massenmarkt mag es schon geben.

@ Kajetan
Natürlich haben Höhe des Budgets und Aufteilung des Budgets eine Rolle bei der Qualität des Gameplays.
ABER - und jetzt bin ich mit dem ABER dran :wink: - du kannst etliche Designer einstellen und königlich entlohnen und bekommst trotzdem kein Supergameplay, wenn die Typen keine Inspiration, keine Fähigkeiten haben.

Ich fands auch wenig klug von Epic Megagames Unreal 2 von Leuten machen zu lassen, die mit Unreal 1: Return to Napali einen lauen Aufguss des Originalspiels geboten haben.
Ich war auch nicht begeistert wie ich erfuhr, dass auch diese Typen bei Oblivion dafür zuständig sind, die Dungeons spielerisch aufzuwerten.
Der uninspirierte Baukastencharme ist leider geblieben, hier sehe ich aber eher das Problem in den Fähigkeiten der Zusatzkräfte.

Ansonsten muss ich aber sagen, das was Oblivion gerade an Sidequests bietet, ist schon ziemlich gelungen.
Hier hat man die Unreal 2 Jungs ja offenbar auch nicht rangelassen.
johndoe-freename-105511
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Beitrag von johndoe-freename-105511 »

@andresg
Dann erklaer mir doch mal bitte die Textarmut in Oblivion und die kaum vorhandenen Moeglichkeiten, auf den Dialog einfluss nehmen zu koennen, wie es noch bei Morrowind so war? Also doch ressourcen-verschiebung, weil's geld knapp wurde, durch die tolle Grafik? Ah ja..
andreasg
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Beitrag von andreasg »

Der eingeschränkte Text, hat eher was damit zu tun, dass die Gespräche vertont sind.
Man hat endlich diesen Schritt gemacht, bereits Ultima 9 war ANNO 1999 voll vertont.

Schau dir das Gameplay von Morrowind mal unter dem Strich an. Morrowinds Nebenquests waren meist Füller, bei Oblivion hat man sich bei den (Neben - ) Quests viel mehr Mühe gegeben.
johndoe-freename-105511
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Beitrag von johndoe-freename-105511 »

Knights of the old Republic ist auch komplett vertont, und schau dir das Resultat mal an.
Die Industrie will den Gamer einfach nicht ueberfordern, so schaut's aus.
Entweder - Oder, heisst es heute.

Oblivion spielt sich wie eine Demo.. selbst die Charakterentwicklung ist ein schlechter Witz. Charakterentwicklung? Die Gegner steigen mit deiner Stufe.. wo macht es da Sinn, sich zu entwickeln.
Selbe gilt beim Geschichtlichen Part. Der ist, im Gegensatz zu Morrowind, sehr stark eingeschraenkt.
andreasg
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Beitrag von andreasg »

Das wird mit dem Level Scaling wird in zukünftigen Bethesdatiteln wieder zurückgescalt. Haben die Produzenten Ashley Chang und Todd Howard betätigt.

Außerdem ist es nicht so, dass in Oblivion alles mitlevelt.
Es gibt etliche Kreaturen, die überhaupt nicht leveln: Imps, Berglöwen, Ratten, Krabben, Goblins, Land Dreughs, Minotaurus, Spriggan, Wildschwein usw......

Dann gibt es Kreaturen - ganz genau wie in Morrowind - die wenn du einige Level aufsteigst durch eine stärkere Variante ersetzt werden. Z.b spielst du dann statt gegen einen Level 2 Wolf, für den Rest des Spiels gegen einen Level 6 Timber Wolf.
Diese stärkere Varianten wie Braunbär (statt Schwarzbär), oder Skellleton Champion haben also auch statische Level.....

Kreaturen die wirklich jeden Level mitleveln sind überwiegend Bosse wie Minotaurus LORD oder Goblin Warlord.
johndoe-freename-105511
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Beitrag von johndoe-freename-105511 »

Witzig ist aber: ich kann mit dem ersten Level, Oblivion ohne weiteres durchzocken. Das sagt echt mal schon alles.
Bei Morrowind ging das auch, aber nur mit hilfe von Traenken etc, was sehr aufwendig ist und auch erst einmal herausgefunden werden muss.
Ich glaube, du verstehst nicht, was ich damit sagen will.
Die Elder-Reihe ist mit Oblivion zu einem Arcade-RPG verkommen.
Und das nicht, weil's finanziell nicht moeglich waere, etwas komplexeres zu designen, sondern weil's so gewollt ist. So ist das einfach.
Und mit Prophezeiungen in Richtung neuer Projekte, bin ich immer vorsichtig. Sowas geht meist nach hinten los, wenn man dem zu schnell glauben tut.
andreasg
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Beitrag von andreasg »

Nun ja die Elder Scrolls Reihe war schon immer etwas Actionlastig. Spiel mal Elder Scrolls 1: Arena. Das ist fast schon ein Timing und Reaktionstest. Wer zuerst trifft ist (fast) entscheidend.
Man kämpft ja auch direkt und nicht indrekt wie z.B. in KOTOR.

Mir gefällt das neue Kampfsystem, aber das ist natürlich Geschmackssache. Die Stats sind nicht mehr alleinentscheidend wie in Morrowind.

Aber wie du auch andeutest, auf niedrigen Level begnetete man in Morrowind überwiegend auch nur LOW Level Monstern.
Sicherlich hat man bei Oblivion übertrieben.
johndoe-freename-105511
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Beitrag von johndoe-freename-105511 »

Schon, jeder hat da andere Prioritaeten.
Fuer mich stand halt immer die Story im Vordergrund und halt die Entscheidungsgewalt hinsichtlich der Dialoge und Ereignisse.

Vllt war die Elder Scrolls-Reihe schon immer Actionlastig, aber mit den wichtigsten RPG-Tugenden.

Oblivion ist da nur noch Action. *gaehn*
Die Story, bis auf ein paar Nebenquests(gebe ich zu zB das mit dem Gemaelde), ist einfach oed so zu erleben.
Morrowind war da ganz anders, fast ein Fallout3D im Fantasy-Gewand.
johndoe-freename-103399
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Beitrag von johndoe-freename-103399 »

Träumer, Morrowind ist RPG mit vielen unnötigen Details. Ich finde Oblivion zB da besser als Morrowind, obwohl mich beides nicht lang hält. Warum? Weil Oblivion übersichtlicher und aufregender ist. Kein totes und schlecht animiertes Game wie Morrowind. Und überhaupt wieso kommen hier wieder Vergleiche auf? Fallout ist ein ganz anderes Genre, wieso vergleichst du es mit Morrowind?!
johndoe-freename-105511
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Beitrag von johndoe-freename-105511 »

Ich beziehe mich hier auf Fallout 1 und 2. Und das sind beides RPGs im klassischen Sinn, oder? :o
johndoe-freename-103399
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Beitrag von johndoe-freename-103399 »

Nicht wirklich, das sind rundenbasierte Action-Rollenspiele und spielen in der Zukunft. Ein Vergleich mit Morrowind find ich daher total Schwachsinnig. Ausserdem würde ich niemals Morrowind mit Fallout gleichsetzen :)
Das eine ist Kult das andere ein´mal gutes Game.
johndoe-freename-105511
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Beitrag von johndoe-freename-105511 »

Grob gesehn unterscheiden sich die Titel fuer mich nur durch das Setting und das Kampfsystem. Und der Vergleich kam deswegen auf, weil Bethesda den 3. Teil produziert.
Fuer mich sind uebrigens beide Games Kult.
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Wie heißt es so schön: Zeit ist Geld. Z.B. Story-Schreiber wollen schließlich auch bezahlt werden, wenn dann aber das Geld knapp wird, kriegt der Schreiber weniger. Bei einem Story-Schreiber wirkt sich weniger Geld so aus, dass er weniger Zeit hat, um die Story zu schreiben bzw. genau auszuarbeiten. Weniger Zeit wirkt sich hier aber deutlich negativ aus. Je mehr Zeit ein Story-Schreiber hat, desto besser kann er die Story schreiben und ausarbeiten. Und so gilt das auch für die anderen Bereiche. Das Meiste hängt nun mal an der Arbeitszeit. Mehr Quests? Kein Problem, kostet aber mehr Zeit und damit Geld. So ist es nun mal.