Miyamoto über den PS3-Controller

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Don. Legend
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Beitrag von Don. Legend »

Könntet ihr mir mal sagen, was ihr genau mit Innovation wollt ??

Denn ich lese dass hieroft, doch was wollt ihr damit genau

Mir reichen zum Beispiel in ner Fortsetzung, Story, neue Welten usw

Aber bei Innovation such ich garnix so richtig, da man ja kaum was neues Erfinden kann
Mockingbird
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Beitrag von Mockingbird »

Don. Legend hat geschrieben:Könntet ihr mir mal sagen, was ihr genau mit Innovation wollt ??

Denn ich lese dass hieroft, doch was wollt ihr damit genau

Mir reichen zum Beispiel in ner Fortsetzung, Story, neue Welten usw

Aber bei Innovation such ich garnix so richtig, da man ja kaum was neues Erfinden kann
Mal ne andere frage: Warum keine Innovationen in neuen Games?
Was spricht dagegen?

So wie es jetzt ist kann es doch nicht weiter gehen. Irgend wann muss einfach was neues her. Ich spiele jetzt schon seit über 20 Jahre. Den Sprung von 8 Bit (NES/Mastersystem) auf 16 Bit (SuperNES/Megadrive) empfand ich als langweillig, denn eigentlich waren es die selben Games nur mit bessere Gafik. Interessant fand ich den Sprung in die 3D Welt, denn endlich konnte man seine "Helden" in der dritten dimension geniessen. Die letzte hardware generation empfand ich als die langweiligste von allen, denn nur wenige Games verstanden es einem zu fesseln und das über ein längeren zeitraum.
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Max Headroom
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Zweitausend Jahre nach Brians Geburt...

Beitrag von Max Headroom »

Entschuldigung, aber ich breche mal aus ;)

@S.Miyamoto:
Was sie getan haben, ist einfach den Standard-Controller zu nehmen und dieses Motion Sensoring einzubauen, das so ähnlich funktioniert wie das System, das wir vor vielen Jahren bereits beim Game Boy Color verwendet haben. Hätten sie die Idee komplett übernommen und wären mit einer Fernbedienung, einem Nunchuk und zwei Bewegungssensoren aufgetreten, wäre ich sicher etwas mehr besorgt. Aber ich glaube nicht, dass sie nur annähernd da heran kommen.
Technisch gesehen, war die GBC-Version nicht in der Lage, diese "Idee" des Motion Tracking in ein dreidimensionales Spiel zu übertragen. Wieso hat er es nicht schon früher versucht ? Warum blieb die wesentlich leistungsfähigere GameCube-Console von einem "Pointer-Controller" verschohnt ? Warum erst im Jahre 2006, dem Jahr der rumfliegenden Pixelshadern ? Genug "innovationsföhrdende" Spiele gab es doch schon. Wario-Ware, Mario, Zelda und sogar die exklusiven MGS und R.Evil Episoden. Wo waren da die innovativen Gedanken ? Warum erst jetzt die Innovationsmaske aufsetzen und lächelnd das Parkett betreten ? ;)
Sie reden über die neue Generation der gleichen, alten Videospiele - es sind die gleichen alten Erfahrungen mit neuer Grafik
Entschuldigen Sie bitte, Herr Miyamoto. Aber weder Nintendo noch ein anderes Unternehmen hat das Wort "Videospiele" mit innovativem Gedankengut gefüllt. Das Ziel eines Videospiels ist das Spielen an einem Fernseher oder Beamer. Dazu benötigt man nicht unbedingt innovative Steuermöglichkeiten - die sind von Titel zu Titel sowieso sehr individuell.
(..)Und während es Leute gibt, die genau das wollen, reden wir wirklich über den nächsten Schritt im interaktiven Entertainment und bringen dieses interaktive Entertainment nicht nur zu Videospiel-Fans, sondern zu jedermann
Erfrischender ist es zu wissen, mit welchen Titeln Nintendo die Tante Emma, Onkel Shimamoto und meine Eltern dazubringen will, sich vor dem Bildschirm zum Hampelmann zu degradieren ;)
Das Gemeinschaftsgefühl, das z.Bsp. ein Party-Game aufbaut, hatte man schon damals mit den bekannten Trivial Pursuit am C64er. Dazu reichte ein Joystick und ein paar Tasten auf dem Keyboard. Komplett tastenlos waren eben auch SingStar, Dance Dance Revolution und kürzlich das Buzz-Game. Sie alle setzen auf eine Steuermöglichkeit ohne Joypad. Eine "revolutionäre" Idee ? Oder nur die konsequente Anpassung gefestigter Gewohnheiten an die elektronische Welt ?

War eine Tanzmatte das Non-Plus-Ultra, welche sämmtliche Spiele von Grund auf revolutionierte ??? Jump'n'Run durch Mattenlaufen, ducken in Shootern durch Fussbewegungen oder ähnliches habe ich bis heute vermisst. Oder war es nur eine Möglichkeit, eine bekannte Sache (Tanzen, Singen, Knopfdrücken) mit was anderes als einem unförmigen Etwas (Joypad, Joyboard, Tastatur) zu steuern ? Die Lightgun wird nicht bei Halo genutzt. Ein Rennspiel nutzt aber ein Lenkrad, welches wiederum nicht bei Buzz genutzt werden kann ;)

Ich sehe den Controller als was wirklich tolles an: ein vollkommen neue Steuermöglichkeit. Aber ob sich dadurch auch all die Ideen dieser Welt damit umsetzen lassen, will ich mal sehr stark anzweifeln. Ein Need for Speed wird weiterhin mit Pad/Lenkrad gezockt werden, genauso wie viele andere "gefestigte" Spielideen. Klar, wir werden eine Menge Spiele sehen, aber sie werden alle - oder zumindest die meisten - genauso aussehen wie die Spiel(ideen), die wir schon von heute her kennen. Ein Zelda ist und bleibt ein Zelda, ob NES oder Revolution - ob nun mit einem digitalem Pad gesteuert oder per hinstehen und rumfuchteln. Die Spielidee bleibt eben gleich.

Um WAHRE Innovation in das Genre zu bringen, bedarf es einfach einen geistrechen Streich des Kleinhirns. Ein Blitz, der die Idee bringt. Der Controller kann ein Blitzableiter darstellen, doch ohne fettes Gewitter und Blitz, bleibts nur ein stückchen Draht. Und solange keine Blitze zucken, wird man auf (lt. Nintendo "immer gleichen Spiele") getretene Spielepfade setzen.

Wie gesagt... ich bin auf die SPiele gespannt. Nicht Zelda oder Metroid, die kenne ich schon. Nein, auf die RICHTIG innovativen Titeln - die Must-Buy Titeln. Nun frage ich mich, ob ein Kochspiel, ein Nintendogs mit Streicheleinheiten per Wii-Controller oder ähnliches wirklich die nächste Evolutionsstufe darstellen, oder ob es einfach eine Nische ist, die nun von Nintendo (hoffentlich erfolgreich) besetzt werden will. Aber ich bezweifle, das ein 2 Gigabyte Halo 3 mit quantoprozentualen Texturen in 4 Dimensionen links liegengelassen wird, weil Nintendo ein Angelspiel mit dem Controller auf dem Markt bringt ;) Aber dafür wird Tante Emma bedenkenlos zugreifen. Gut für ihr Umsatz, aber wohl kaum ein Grund für mich, meine (geliebten) Spieleserien nun schief anzusehen ;)
Dimi3000
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Beitrag von Dimi3000 »

Nintendo an die MACHT !!

Miyamoto mach uns wieder glücklich :)
Masterblasterlevi
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Beitrag von Masterblasterlevi »

sorry, aber mir gehen die immer selben nintendo figuren langsam aber sicher auf den sack.
jetzt haben sie einen ach so tollen controller und bringen immer noch diese knuddelgrafik.
warum nicht ein top spin ähnliches spiel mit diesem controller?
oder ein zelda mit halo 3 ähnlicher grafik?
hätten sie das gemacht, denke ich wäre nintendo endlich wieder gaaanz weit oben gelandet.
anscheinend ist nintendo eher auf den geldbeutel der rentner und ihre neffen scharf, als auf meinen.
Idun
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Beitrag von Idun »

Eines muß ich Nintendo aber auch mal zusprechen, wenn es darum geht, neue Zielgruppen erreichen zu wollen, dann hat er absolut recht, daß mehr Technik und umfangreichere Spiele nicht der richtige Weg sind.

Warum? Tja, aus Erfahrung der letzten Wochen kann ich berichten, daß z.B. meine Mutter z.Z. mit meiner 360 spielt. Es sind nicht Spiele, wie DoA4, BF:MC oder Kameo, es sind Spiele wie Bejeweld2, Zuma und Uno.

Es sind die einfachen Spiele, die zweifelsfrei auch auf dem Gameboy liefen würden, es sind die unkomplizierten Spielprinzipien, die mit ein oder zwei Buttons zu spielen sind.

Wenn ich über Live UNO spiele, dann spiel ich oft mit Leuten, die vorher nie oder selten Videospiele gespielt haben, ich höre Freunde jammern, das sie nicht mehr spielen können, weil plötzlich die Freundin seit Stunden Arcadespiele auf der 360 spielt.

Das wäre wohl der richtige Weg, mehr Menschen von unserem Hobby zu überzeugen.

MfG Idun
Evin
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Beitrag von Evin »

Idun hat geschrieben:ich höre Freunde jammern, das sie nicht mehr spielen können, weil plötzlich die Freundin seit Stunden Arcadespiele auf der 360 spielt.
Ich musste meiner Mitbewohnerin letztens das Gamepad wegnehmen weil sie nicht mehr aufhören wollte Feeding Fenzy zu zocken...

Idun.... Gamertag? :)
Idun
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Beitrag von Idun »

Evin hat geschrieben:
Idun hat geschrieben:ich höre Freunde jammern, das sie nicht mehr spielen können, weil plötzlich die Freundin seit Stunden Arcadespiele auf der 360 spielt.
Ich musste meiner Mitbewohnerin letztens das Gamepad wegnehmen weil sie nicht mehr aufhören wollte Feeding Fenzy zu zocken...

Idun.... Gamertag? :)
Ja, das kenn ich auch...

Mein Gamertag: Rizzo77

MfG Idun
johndoe-freename-64160
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Beitrag von johndoe-freename-64160 »

Ich find es gut, daß die Firmen verschiedene Wege gehen. Dann können sich die Innovationsfreaks die neue Nintendo Konsole holen und die anderen XBOX360 oder die PS3. Ich persönlich brauch die Innovationen nicht wirklich. Es gibt bereits viele gute Spielprinzipien. Ich könnte beispielsweise jedes Jahr ein neues Medal of Honor zocken, wenn die Levels wechseln und die Graphik von mal zu mal schicker werden. Da brauch ich keine Innovation. Warum auch, wenn das bisherige Prinzip funktioniert.
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Behelith
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Beitrag von Behelith »

genau, mit diesen Arcade games hat Microsoft auch auf innovation gesetzt und das ist das beste Beispiel.

Ach ja bei meiner Freundin ists Katamari Damacy(PS2). Kann ich nur jedem empfehlen, sowas habt ihr noch nie gespielt :wink:
johndoe-freename-95641
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Beitrag von johndoe-freename-95641 »

Ich zocke erst seit 8 Jahren spiele und hab mich 10 angefangen ... ich hab auch schon mit dem NES gezockt usw. ...
aber irgendwie kann ich das alles nicht verstehen... ich verstehe nicht warum alle meinen der neue Wii-Controller wär die erleuchtung...
1. hat sicherlich keiner hier damit gespielt (geschweige den länger als eine stunde... man weiß ja nicht ob er vll langweilig wird nach der Zeit)

2. Es ist eine Innovation ... aber ich frag mich brauchen wir so eine art von Innovation... die leute die wirklich mit verstand die spiele ausgesucht und gekauft haben,bekommen die Innovation auch in den Videospielen geboten ... es gibt genug innovative games

3. Kommt es mir vor als ob Nintendo einfach "irgenetwas" ausprobieren um für Furore zu sorgen,kaum hat Nintendo was neues gemacht,schon heißt es dass Nintendo das innovativste Unternehmen wär,ich halte es ebenfalls für innovativ aber für so innovativ wie sie immer dargestellt werden nun auch wieder nicht ... Wir wissens nicht, Nintendo könnte auch wirklich den Bach runter gehn,dadurch dass sie sich einfach zu wenig um die Software kümmern... Schön und gut wenn sie jedes zweite Jahr ein Mario,Zelda,Metroid Prime entwickeln aber ich befürchte das reicht nicht aus,wenn ich mir das Spieleangebot von Sony und MS ansehe...
johndoe-freename-95641
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Beitrag von johndoe-freename-95641 »

Mockingbird hat geschrieben:Um Marktführer zu werden braucht man nichts weiter als Perfektes Marketing, nen guten image und massenhaft viele spiele... qualität spielet eher zweitrangige rolle.

Ganz ehrlich, die PS2 wäre auch ohne MGS und GT marktführer geworden.

Ein blick auf die letzten beiden Konsolen-generationen bestätigt das doch.
Die PS2 hatte aber auch nicht nur MGS und GT ... Da waren einfach zuviele spiele... und Qualität spielt verdammt nochmal die größte rolle... aber masse auch... wenn man nur spiele mit comicfiguren herstellt kann man nicht neue Leute gewinnen.

Und jemand der sich nicht so gut auskennt, der erkennt die Innovationen eines Zeldas und Marios nicht... der spielt Sly racon und Ratchet & Clank und merkt dass das ungefähr das gleiche spielprinzip ist,bei GTA jedoch sieht er dass man eine ganze stadt frei zur verfügung hat und das empfindet der Mainstream-zocker als Innovation,wobei es auch eine sehr gute ist,nur halt altgebacken...
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Behelith
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Beitrag von Behelith »

Jedem zocker der beginnt zu spielen, kommt alles als innovation usw. daher.

Aber man merkt gleich das diese Fraktion die nach innovation schreit, schon die ein oder andere Konsolengeneration an sich vorübergehen hat gesehen. Wir (dazu zähl ich mich selber), haben mit 8-Bit schon spaß am videospielen gehabt und wenn man sich die vergangenheit neutral anschaut, merkt man dass die entwickler früher nicht diese grafischen/technischen Möglichkeiten hatten wie jetzt. Aber dafür waren die Spielkonzepte sehr gut durchdacht und man hatte langzeitmotivation ohne ende.

Jeder der jetzt noch sagt wow Ego Shooter A und sportspiel B sind so hammer und cool. Der denkt sich in ein paar jahren, oh mein gott schon wieder Ego Shooter A nur das man jede pore schwitzen sieht und die monster aussehen als seien sie echt. Dann spielt er es und sagt, moment ich hab ein dejavü, denn das gleiche hab ich früher auch gespielt und dann ärgert man sich das eine nichtsmehr langzeitmotivation bringt.

Ich leg da immer noch schön die ein oder andere Pac-Man, Gradius, Bubble Bobble runde ein. Und denke mir das der witz, die Kreativität heute nicht mehr da ist, denn heute gibst solche titel gar nicht mehr als auswahl.
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Max Headroom
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wirklich ?

Beitrag von Max Headroom »

@Behelith:
(..)wenn man sich die vergangenheit neutral anschaut, merkt man dass die entwickler früher nicht diese grafischen/technischen Möglichkeiten hatten wie jetzt. Aber dafür waren die Spielkonzepte sehr gut durchdacht und man hatte langzeitmotivation ohne ende.
Man darf nicht vergessen, dass die Spiele zum größtem Teil von den Arcades beeinflusst wurden ! Ein Spiel sollte schnell zu kapieren sein und auch möglichst schnell gespielt werden. Langzeit-Adventures wie ein Gothic gab es aus technischen Gründen nur als Text-Adventure und das war's. Nun haben wir 1 GB Speicher und mindestens 2 GHz CPU-Kraft, und trotzdem tun sich Entwickler schwer, innovative Ideen zu entwickeln ? Ich sehe, "Innovation" an sich benötigt weder 1 GB Speicher noch übermäßig viel CPU-Heizer. XB-Live hat anscheinend genügend Spassbömbchen ;)
Aber ... es sind ARCADE-orientierte Spiele und weniger Action-Adventures mit 200 Checkpoints und 8 Millionen NPCs ;)
Um einen Spieler nun an den Screen zu fesseln, kann ein Entwickler verschiedene Wege gehen. Schlägt er den Weg des Arcades ein, dann hat er schnelle Spiele mit einfacher Logik. Man benötigt kein Studium, um einen gelben Ball vor Geistern flitzen zu lassen. Allerdings sind und bleiben es Spiele für zwischendurch. Man hat seinen Spass, aber sie lassen den Spieler nicht in einer Welt eintauchen und die Spielewelt erleben.
Geht man den Weg des Adventures, dann hat man schon komplexe Welten vor sich. Der Spieler kann dort alles tun und lassen, was der Erfinder sich so erdacht hat. Ob er nun in Hölen auf Monsterjagt geht oder im All als Pirat sein Glück versucht... es sind Spiele, die einen Spieler schon wesentlich mehr abverlangen und somit sind es keine Spiele für zwischendurch.

Für mich ist der Wii-Controller (Wiimote ?) nur eine Möglichkeit, das Raumschiff im All "anders" zu steuern. Es ist an sich kein Garant für eine Revolution des Spielegenres, sondern nur eine Möglichkeit mehr, (neue) Spielideen zu verwirklichen. Doch im Grunde genommen ist *das* Hammergame schlechthin, welches Massen an unterschiedlichen Spieler vor den Screen fesselt, immer eine Sache des Entwicklers, gewürzt mit einer grossen Prise Glück. Wenn man sich mal ansieht, wieviele "Tänzer" und "Rockmusiker" sich in den Arcades an den Bemani/Parapara Geräten tummeln, dann wundert einen echt nichts mehr ;)
Jeder der jetzt noch sagt wow Ego Shooter A und sportspiel B sind so hammer und cool. Der denkt sich in ein paar jahren, oh mein gott schon wieder Ego Shooter A nur das man jede pore schwitzen sieht und die monster aussehen als seien sie echt.
Das liegt in der Natur des Genres. Man kann aber ebenfalls nicht leugnen, das neben Namen wie Pac-Man, Tetris, Galaga, Arcanoid und Mario auch mindestens 200 Millionen weitere "Clones" existieren. Einige geniale wie Giana Sisters und Blockout und auch eine gehörige Menge an uninspirierten Clones und Langweilern. Und mal ehrlich... ein Pac-Man mit 16,7 Millionen Farben lockt kaum mehr Besucher als ein OldSchool Pucky in seinen 4 (oder 8?) Farben und der bekannten 1-Kanal Jingle. Das Spiel ist weltfremd, realitätsfremd... einfach gesagt: abstrakt.
Anders sieht es mit einem Spiel aus, welches NICHT so abstrakt daher kommt. Ein Ego-Shooter, wenn er nicht gerade "Tron" heisst, möchte den Spieler anders ansprechen als Pac-Man. Das Bombenlegen in Counter-Strike hat eine andere Funktion als das in Bomberman... auch wenn der Bumms das selbe Ziel hat ;) Und ein Nightdriver auf dem VCS man zwar Nostalgie hervorrufen, und war damals innovativ, doch gegen die Nachrennen in N4S: Underground merkt man schnell die "Begrenztheit" der Spielidee an.
Ein Jungle Hunt oder gar Pitfall hat damals jeden gefesselt. Aber das schliesst eine Lara Croft mit ihrer wesentlich komplexeren Tomb-Welt keineswegs aus ;)
Ich leg da immer noch schön die ein oder andere Pac-Man, Gradius, Bubble Bobble runde ein. Und denke mir das der witz, die Kreativität heute nicht mehr da ist, denn heute gibst solche titel gar nicht mehr als auswahl
Augen auf und rein in die Welt der digitalen Unterhaltung ! Warum sollte es *keine* Spiele mehr mit Kreativität geben ? Ob ich in den Spielen von Intrusion-Software (UpLink, Darwinia) eintauche, oder durch die WoW-Welt stampfe... warum soll das weniger Kreativ sein und weniger Spielwitz besitzen ? UpLink ist keineswegs so alt wie Galaga, aber für jeden OldSchool-Hacker ein wesentlich fesselnderes Spiel mit zahlreichen Gags und In-Jokes als die beiden Oldie "Hackers" Episoden. Und die Metzelei in Robotron hat ebenfalls Spass gemacht, hält mich aber keineswegs ab vom Spielspass eines God of War. Auch war Elite kongenial, ist aber im Vergleich zu X: Beyond The Frontier (oder gar X2, X3) gnadenlos eingeschränkt. Gut, X ist Remake und somit eine Ausnahme, aber eine sehr schöne Form einer Ausnahme ;)

Aber ich kann dich gut verstehen. Bis heute warte ich auf ein Spiel, welches mir eine möglichst ähnliches Spielgefühl nahe bringt, wie es damals "Carrier Command" brachte. Es muss noch immer der Emulator hinhalten ;)

Nun - um wieder On-Topic zu werden - frage ich mich, wieviele "innovative" Spiele das Licht der Welt erblicken werden, die diese neue Art der Spielekontrolle auf revolutionäre Art und weise nutzen werden. Wenn nun ein Mario durch die Gegend hüpft, indem man den Controller kurz hochhebt, dann ist das Resultat keineswegs "innovativ". Denn denkt man sich den Controller weg, dann bleibt als SPiel immer noch das gute alte Mario übrig - nicht mehr und nicht weniger. Zelda ist ebenfalls bekannt und Metroid, Golf, Tennis, Pokemon, Nintendogs, ... und was weiss ich noch... werden sich einfach nur anders steuern lassen... aber eine Revolution werden auch diese Spiele nicht einläutern.

Ich stehe dem Wiimote genauso positiv und negativ gegenüber, wie dem Kipp-Dualshock aus SONYs Hause. Nintendo hat den Nunchack Bonus, was IMHO bei Ego-Shootern sicherlich ein teufelsspass werden wird. Aber dafür ist ein Normal-Controller ein Zusatz, was erstanden werden muss. SONY setzt auf uralte Tradition, dafür leicht modifiziert. Das Risiko ist geringer und die Entwickler können weiterhin ihre Ideen/Serien fortsetzen. Vielleicht weniger innovationsfördernd, dafür aber eben sicherer für alteingesessene Zocker. Oder habt ihr bei Pac-Man verzweifelt am Automaten geflucht, weil Pucky sich einfach nicht mit dem Laserpointer steuern liess ? ;)
Ich nehme mal an, wir werden sowieso auf ALLEN Konsolen verrückte Ideen erleben. Ob es ein Lumines-Spielchen, eine XBL-Arcade Bombe oder ein Wii Adventure sein wird... letztenendes entscheiden wir Spieler, ob wir diese "innovation" akzeptieren werden oder doch lieber was anderes aus dem Regal wählen.
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Behelith
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Beitrag von Behelith »

Da hast du zum grösten teil recht. Aber ich glaube auch dass du grade mit Arcade Spiele neue Käuferschichten gewinnst. Kein Nichtspieler will gleich etwas komplexes oder andere sachen. Ich meine, ich wär auch nicht zum Videospieler geworden, wenn nicht solche einfachen Sachen wie Pac Man gewesen wären. Denn so fängst an und wird zum Hobby.


Und da hoff ich geht der Wii den richtigen weg. Denn es mag stimmen das Xbox Live solche arcade games anzubieten hat. Sie möge auch innovativ sein oder langzeitmotivation bringen, aber Microsoft wirbt damit nicht. Sondern es wirbt mit seinen Teraflops und seinen Halos usw. Nintendo dagegen möchte neue Käuferschichten durch einfaches gewinnen.

ich sage auch nicht das die Kreativität tot ist am Markt. Ich finde man sollte aber ein gleichgewicht zwischen Remakes(von Spielen/Spielprinzipen), Innovation, und Geistreiches. Mit Geistreiches mein ich sachen die Gehaltvoll sind. Die zum Nachdenken anregen, entweder durch ihre Story oder durch Rätsel).

Ich bemängel nur das der Videospielmarkt 90% nur aus Remakes besteht und die anderen beiden Kriterien wirklich viel zu kurz kommen.

Aber wie Max_Headroom schon sagte, letzlich entscheiden die Konsumenten.