This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieges z

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SethSteiner
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von SethSteiner »

crewmate hat geschrieben:Was heißt hier wieder ernst nehmen "?
Es ist doch eher so, dass sich zu viele Spiele in den letzten Jahren zu ernst genommen haben und zugunsten von Düster, Dreckig und krass brutal den Spaß Faktor aus den Augen verloren haben.
Und welche Spiele sind das? Spec Ops: The Line hat es ganz gut gemacht, ja aber sonst? Und wie definierst du Spaß-Faktor? Ich sehe kaum bis kein Spiel, das wirklich ernstzunehmend ist, sich selbst vielleicht ernst nimmt aber die Darstellung reicht einfach nicht. Düster und Dreckig gibt es eben so selten wie Brutal. Man schaue sich mal eine Serie wie "The Pacific" an und dann all die Videospiele mit Kriegsthematik, da kommt doch kaum etwas heran. So eine Serie könnte man sich sogar ohne Ton anschauen und sie wäre immer noch unglaublich eindringlich und erschütternd.

@Yamolsch
Die gerade erwähnte Serie "The Pacific" schafft das ganz gut. Aber auch ein Film wie Pans Labyrinth macht einen guten Job.
sapph1roN
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Beitrag von sapph1roN »

hört sich sehr wie State of Decay an :)
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crewmate
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von crewmate »

SethSteiner hat geschrieben:
crewmate hat geschrieben:Was heißt hier wieder ernst nehmen "?
Es ist doch eher so, dass sich zu viele Spiele in den letzten Jahren zu ernst genommen haben und zugunsten von Düster, Dreckig und krass brutal den Spaß Faktor aus den Augen verloren haben.
Und welche Spiele sind das? Spec Ops: The Line hat es ganz gut gemacht, ja aber sonst? Und wie definierst du Spaß-Faktor? Ich sehe kaum bis kein Spiel, das wirklich ernstzunehmend ist, sich selbst vielleicht ernst nimmt aber die Darstellung reicht einfach nicht. Düster und Dreckig gibt es eben so selten wie Brutal. Man schaue sich mal eine Serie wie "The Pacific" an und dann all die Videospiele mit Kriegsthematik, da kommt doch kaum etwas heran. So eine Serie könnte man sich sogar ohne Ton anschauen und sie wäre immer noch unglaublich eindringlich und erschütternd.

@Yamolsch
Die gerade erwähnte Serie "The Pacific" schafft das ganz gut. Aber auch ein Film wie Pans Labyrinth macht einen guten Job.
Ich habe seine "Take Video Games seriously" als generalisiert verstanden. Es gibt nicht wenig da draußen, die Vielfalt nicht zu schätzen wissen, und denen nach von Alex Kidd bis Zelda alles an Erwachsene richten sollte. In keinster Weise differenziert.

Ich bin sehr an einem Shooter mit einer starken Geschichte interessiert. Trotzdem sollten die Time Splitters und Blood Dragons nicht hinten runter fallen. Es ist genug Platz auf der Platte für beides.
Wigggenz hat geschrieben: Sorry, da muss ich mal reinrülpsen. Habe von Spec Ops die Demo gespielt, da ich das Spiel im Vorhinein unglaublich interessant fand, und deswegen wohl gut Geld gespart, weil folgendes:

Die zweite Hälfte der Demo hat die Story richtig interessant aussehen lassen und storytechnisch wirklich Lust auf mehr gemacht (hat mich aus irgendeinem Grund an Apocalypse Now erinnert). Aber gameplaytechnisch? Nicht mehr als 08/15-3rd-Person-Deckungsshooter, richtig lahm und langweilig. So etwas ist ein ausschlaggebender Punkt.

Jedenfalls ist zu hoffen dass das Gameplay hier interessant wird und eine Abwechslung zu den üblichen Kriegs- und Survivalspielen bietet. Ich hoffe vor allem, dass Waffen eine sehr untergeordnete Rolle spielen...
Yager haben auf den Stunt gesetzt, den Spielern einen Wlf im Schafspelz zu geben. The Line soll wie ein AAACOD Klon wirken, um dem Spieler dann eins aus zu wischen. Das wird auf eine andere Art pathetisch und überheblich, doch ich habs als Abwechslung gefeiert.

Wenn du dich in Sachen Gameplay spoilern lassen willst, eine Beispiel Szene:
Spoiler
Show
Dein Trupp steht auf einem Dach. Vor euch stehen ein paar Männer an Galgen. Per Funk teilt euch jemand mit, dasihr im Visier von Scharfschützen seit. Bringt die Männer um oder werden alle zusammen exekutuert.
und das ist noch nicht mal "DIE SZENE"
Diese Ausgangssituation bietet einige Möglichkeiten und übertrifft meiner Meinung nach in ihren Lösungen mehr Entscheidungsfreiheit als Bioware seit Eclipse.
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LFulciFan
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von LFulciFan »

Ich würde gerne einen weiteren Aspekt bei der kritischen Betrachtung von "Antikriegsspielen" in diese rege Diskussion einbringen:

In der Geschichte der Menschheit hat der Krieg (aber auch das Spiel) einen wesentlichen, sogar häufig bestimmenden, prägenden Anteil eingenommen. Die Darstellung von Gewalt in der Kunst und den Medien war dabei immerfort ein stetiger Bestandteil der Menschheitsgeschichte. Im Mittelpunkt der modernen "Antikriegskunst" steht dabei aber ein Appell an eine erwachsene Moral des aufgeklärten Menschen (Full Metal Jacket wurde hier bereits erwähnt).

Auf das Thema bezogen: Spiele ich nun ein AAACoD - ein an die Realität angelehntes Kriegsspiel, welches jedoch einem fiktiven Regelwerk folgt (Autoheal nach 5 Sekunden, zwanzig Kugeln und zehn Granaten färben lediglich den Bildschirm rot usw.), tritt es eindeutig als Spiel im eigentlichen Sinne in den Vordergrund. Es ist unter der plakativ "realistischen" Oberfläche als Spiel deutlich und dauerhaft erkennbar. Ist es dann erstrebenswert, die schreckliche Realität mit allen grausamen Facetten des Krieges und des unendlichen Leides in einem Videospiel möglichst exakt nachzubilden? Welchen Nutzen bringt uns diese Erfahrung, die wir allen unseren Liebsten bestenfalls ersparen würden?

Bitte versteht mich nicht falsch, ich spiele gerne Ego-Shooter - selbst eine "Simulation" wie ARMA folgt klaren Regeln in einer fiktiven Umgebung und unterhält dabei sehr gut... Aber bspw. ein "Apocalypse Now" möchte ich persönlich nicht in allen Aspekten mit eigenen Taten nachempfinden. Denn das Spiel folgte naturgemäß eindeutigen (Spiel-)Regeln - ich hätte also nicht die Wahl, den Kriegsschauplatz zu verlassen. Ich wäre streng genommen dazu gezwungen, Leid, Tod und Wahnsinn zu erleben, ohne Einfluss auf das Geschehen nach eigenem moralischen Gutdünken auszuüben. Mit diesem Gedanken werde ich einfach nicht warm.

Da verzichte ich persönlich auf den überzogenen Realismus eines zwangsgetriebenen "Antikriegsspiels". Ich möchte das Spiel viel lieber eindeutig von der Realität getrennt wissen :)
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Sharkie
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von Sharkie »

LFulciFan hat geschrieben: Auf das Thema bezogen: Spiele ich nun ein AAACoD - ein an die Realität angelehntes Kriegsspiel, welches jedoch einem fiktiven Regelwerk folgt (Autoheal nach 5 Sekunden, zwanzig Kugeln und zehn Granaten färben lediglich den Bildschirm rot usw.), tritt es eindeutig als Spiel im eigentlichen Sinne in den Vordergrund. Es ist unter der plakativ "realistischen" Oberfläche als Spiel deutlich und dauerhaft erkennbar. Ist es dann erstrebenswert, die schreckliche Realität mit allen grausamen Facetten des Krieges und des unendlichen Leides in einem Videospiel möglichst exakt nachzubilden? Welchen Nutzen bringt uns diese Erfahrung, die wir allen unseren Liebsten bestenfalls ersparen würden?
Ich gebe Dir Recht im Bezug auf den Punkt, dass der "Realismus", mit welchem sich Call of Duty, Medal of Honor und Konsorten (aber auch Arma) schmücken, allenfalls ein oberflächlicher ist. Dass das allerdings für jedermann "deutlich und dauerhaft erkennbar" sei, da habe ich erfahrungsbedingt starke Zweifel dran. Das Medium Computerspiel ist noch ein relativ junges, und dass der reflektierte Umgang damit (sowohl mit dem Medium selbst als auch mit den darin transportierten Inhalten) alles andere als selbstverständlich ist beweist sich in einschlägigen Internetforen - auch hier - leider jeden Tag aufs Neue.

Ich nutze diese Gelegenheit mal, um schamlos Werbung für einen von mir einst gestarteten (aber leider eher erfolglosen) Thread zu machen, in dem der Umgang der Spielerschaft mit dem vermeintlichen Realismus in Militärshootern Thema war. Auslöser für die Diskussion war damals ein Thread bei Spiegel Online, in dem weite Teile der dortigen Forengemeinschaft vehement die Meinung vertraten, Call of Duty & Co seien tatsächlich so realistisch, wie sie versprechen.
http://forum.4pforen.4players.de/viewto ... 4&t=137966

Ich persönlich finde es ziemlich besorgniserregend, dass so viele (vermutlich auch erwachsene) Spieler die von Dir für selbstverständlich befundene Trennung von Fiktion und Realität eben nicht vollziehen, sich teilweise geradezu zu wünschen scheinen, im Rahmen eines CoD mal die volle Packung dreckiger Kriegsrealität abkriegen zu können. Als wenn dem so wäre. Ob dahinter jetzt der quasipubertäre Wunsch steht sich irgendwie als Tough Guy zu gerieren, oder einfach nur haarsträubende Naivität und Ahnungslosigkeit, sei mal dahingestellt.
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3nfant 7errible
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von 3nfant 7errible »

maho76 hat geschrieben:

Starslayer78 hat geschrieben:
Interessante Idee, ich hoffe das sie es schaffen den schrecken des Krieges auch so wieder zu geben. Wenn ihnen das gelingt könnte das mal ein echtes Antikriegsspiel werden. Ich bin mal gespannt was es wird.

von 5ancho: Und woran wirst du das dann beurteilen? Selber schonmal in einen Krieg involviert gewesen?
vielleicht daran wenn es keinen spass macht sich durch ein kriegsumfeld zu ballern sondern statt dessen fordert, stress erzeugt und schockiert und man machtlos gegenüber den umständen und der Situation ist und nicht der stars&stripes-schwingende supersoldat mit fetten knarren und immercoolen sprüchen ist der im Alleingang die welt rettet und alle Geiseln befreit? komm, is doch echt nicht so schwer kriegsverherrlichung und antikriegsdrama zu unterscheiden, oder? ;)
spiel en schlechten MP-Shooter mit nem schlechten Team, et voila.... :Daumenrechts:
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Usul
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von Usul »

LFulciFan hat geschrieben:Auf das Thema bezogen: Spiele ich nun ein AAACoD - ein an die Realität angelehntes Kriegsspiel, welches jedoch einem fiktiven Regelwerk folgt (Autoheal nach 5 Sekunden, zwanzig Kugeln und zehn Granaten färben lediglich den Bildschirm rot usw.), tritt es eindeutig als Spiel im eigentlichen Sinne in den Vordergrund. Es ist unter der plakativ "realistischen" Oberfläche als Spiel deutlich und dauerhaft erkennbar. Ist es dann erstrebenswert, die schreckliche Realität mit allen grausamen Facetten des Krieges und des unendlichen Leides in einem Videospiel möglichst exakt nachzubilden? Welchen Nutzen bringt uns diese Erfahrung, die wir allen unseren Liebsten bestenfalls ersparen würden?
Ich verstehe die Frage ehrlich gesagt nicht. Es verlangt ja niemand von einem CoD oder ähnlichen Spielen, daß sie den Schrecken des Krieges vermitteln. Wenn man sich Missing in Action anschaut, will man ja auch keinen Antikriegsschocker. Insofern stellt sich die Frage erst gar nicht.

Aber wenn man ein Spiel spielt, das von vorneherein eben jenen anderen Weg einschlagen möchte... das das harte Leben von Zivilisten z.B. zeigen möchte... oder das von mir auch das harte Dasein von befehlsempfangenden Soldaten wiedergeben möchte... dann kann man schon eine gewisse emotionale Wirkung erwarten. Das Ganze muß dann auch nicht realistisch im Sinne von photorealistisch sein... sondern sagen wir lieber: das vermittelte Gefühl sollte authentisch wirken.
Beispiel:
Die Gruppe von Zivilisten wird gezeigt, wie sie von A nach B geht. Dann tritt einer aus der Gruppe auf eine Tretmine und wird in zig Teile zerfetzt. Blut und Körperteile fliegen durch die Gegend, vielleicht sogar in Zeitlupe... das Partikelsystem kann dabei die Blutfontänen besonders realistisch darstellen und die ganzen Knochen- und Gewebestücke auf den Gesichtern der anderen Gruppenmitglieder.

Alternative: Die Gruppe von Zivilisten wird gezeigt, wie sie von A nach B geht. Dabei fängt die Kamera an, etwas zur Seite zu schwenken, sodaß nicht mehr alle Mitglieder gezeigt werden, sondern von mir aus nur noch einer aus der Grupppe. Dann sieht man zwar nicht, aber hört, wie ein anderer auf eine Tretmine tritt. Es klickt, jemand kann noch schnell "Stopp!" rufen, da hört man schon einen infernalischen Knall und man sieht auch ein paar Fleischstückchen und Blutstropfen durch den Bildausschnitt fliegen. Darin sieht man z.B. den Gesichtsausdruck des Augenzeugen, die Überraschung, den Schock, die Trauer, die Wut... innerhalb weniger Sekunden oder Minuten... man hört wie die anderen durcheinanderrufen, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen... das Minenopfer ist dabei natürlich nicht gestorben, sondern liegt abseits der Kamera irgendwo herum und röchelt und schreit und ruft nach Hilfe usw.

Man verzeihe mir bitte dieses klischeehaft inszenierte Beispiel... aber worauf ich hinaus will: Das eine stellt das Geschehene audiovisuell möglichst realistisch dar... das andere wählt einen anderen Weg, bei dem man das Geschehene nicht sieht, aber aur andere Art wahrnimmt. Und wenn das Ganze dann weniger amateur- und klischeehaft wie jetzt gerade hingeklatscht wird, könnte die emotionale Wirkung eine andere sein als im ersten Fall.
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crewmate
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von crewmate »

LFulciFan hat geschrieben:Ich würde gerne einen weiteren Aspekt bei der kritischen Betrachtung von "Antikriegsspielen" in diese rege Diskussion einbringen:

In der Geschichte der Menschheit hat der Krieg (aber auch das Spiel) einen wesentlichen, sogar häufig bestimmenden, prägenden Anteil eingenommen. Die Darstellung von Gewalt in der Kunst und den Medien war dabei immerfort ein stetiger Bestandteil der Menschheitsgeschichte. Im Mittelpunkt der modernen "Antikriegskunst" steht dabei aber ein Appell an eine erwachsene Moral des aufgeklärten Menschen (Full Metal Jacket wurde hier bereits erwähnt).
I
Auf das Thema bezogen: Spiele ich nun ein AAACoD - ein an die Realität angelehntes Kriegsspiel, welches jedoch einem fiktiven Regelwerk folgt (Autoheal nach 5 Sekunden, zwanzig Kugeln und zehn Granaten färben lediglich den Bildschirm rot usw.), tritt es eindeutig als Spiel im eigentlichen Sinne in den Vordergrund. Es ist unter der plakativ "realistischen" Oberfläche als Spiel deutlich und dauerhaft erkennbar. Ist es dann erstrebenswert, die schreckliche Realität mit allen grausamen Facetten des Krieges und des unendlichen Leides in einem Videospiel möglichst exakt nachzubilden? Welchen Nutzen bringt uns diese Erfahrung, die wir allen unseren Liebsten bestenfalls ersparen würden?

Bitte versteht mich nicht falsch, ich spiele gerne Ego-Shooter - selbst eine "Simulation" wie ARMA folgt klaren Regeln in einer fiktiven Umgebung und unterhält dabei sehr gut... Aber bspw. ein "Apocalypse Now" möchte ich persönlich nicht in allen Aspekten mit eigenen Taten nachempfinden. Denn das Spiel folgte naturgemäß eindeutigen (Spiel-)Regeln - ich hätte also nicht die Wahl, den Kriegsschauplatz zu verlassen. Ich wäre streng genommen dazu gezwungen, Leid, Tod und Wahnsinn zu erleben, ohne Einfluss auf das Geschehen nach eigenem moralischen Gutdünken auszuüben. Mit diesem Gedanken werde ich einfach nicht warm.

Da verzichte ich persönlich auf den überzogenen Realismus eines zwangsgetriebenen "Antikriegsspiels". Ich möchte das Spiel viel lieber eindeutig von der Realität getrennt wissen :)
Es geht um mit Gameplay verbundene Geschichten. Und alles kann eine gute Geschichte sein, wenn sie entsprechend erzählt wird. The Line hat das imo sehr gut hin bekommen.

Ich würde die Erfahrung mit Survival Horror vergleichen. Da argumentieren auch Viele, dass die Erfahrung nicht erstrebenswert sei und die solche Spiele eher belastend und stressig empfinden würden. Gerade den "psychologischen Horror " wie Silent Hill 2 und Rule of the Rose.

Spec Ops: The Line würde ich durchaus als Survival Horror betrachten. Eine bedrohliche Umgebung, Kilometer weit entfernt von zu Hause, die dem Protagonisten mehr und mehr zusetzt.

TWoM versucht nun eine völlig neue Perspektive. Die des Zivilisten. Die kommt meidet Ansicht nach in allen Medien zu kurz.

Shooter wie Loadout oder Hard Reset fallen deswegen nicht weg. Es ist positiv, dass nun mehr von Spektrum abgedeckt werden.
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von maho76 »

ich hätte also nicht die Wahl, den Kriegsschauplatz zu verlassen. Ich wäre streng genommen dazu gezwungen, Leid, Tod und Wahnsinn zu erleben, ohne Einfluss auf das Geschehen nach eigenem moralischen Gutdünken auszuüben. Mit diesem Gedanken werde ich einfach nicht warm.
genau darum geht's ja. es gibt da auch schon so das ein oder andere bsp. im spielebereich was uns alle sogar ausgesprochen fasziniert: the last of us oder auch Walking dead. ist zwar zombieding, spielt aber keine rolle. der druck, das der-Situation-Ausgeliefertsein, ist doch genau das was die beiden games so interessant (und auch schwerverdaulich und damit prägnant) macht. die Situationen die der Hintergrund der games (zombie-APO) liefert ist die absolute Ausnahmesituation. würde man statt zombierudeln Soldaten auf die Charaktere loslassen ...
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LFulciFan
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von LFulciFan »

Usul hat geschrieben: Ich verstehe die Frage ehrlich gesagt nicht. Es verlangt ja niemand von einem CoD oder ähnlichen Spielen, daß sie den Schrecken des Krieges vermitteln. Wenn man sich Missing in Action anschaut, will man ja auch keinen Antikriegsschocker. Insofern stellt sich die Frage erst gar nicht.

Aber wenn man ein Spiel spielt, das von vorneherein eben jenen anderen Weg einschlagen möchte... das das harte Leben von Zivilisten z.B. zeigen möchte... oder das von mir auch das harte Dasein von befehlsempfangenden Soldaten wiedergeben möchte... dann kann man schon eine gewisse emotionale Wirkung erwarten. Das Ganze muß dann auch nicht realistisch im Sinne von photorealistisch sein... sondern sagen wir lieber: das vermittelte Gefühl sollte authentisch wirken.
Beispiel:
Die Gruppe von Zivilisten wird gezeigt, wie sie von A nach B geht. Dann tritt einer aus der Gruppe auf eine Tretmine und wird in zig Teile zerfetzt. Blut und Körperteile fliegen durch die Gegend, vielleicht sogar in Zeitlupe... das Partikelsystem kann dabei die Blutfontänen besonders realistisch darstellen und die ganzen Knochen- und Gewebestücke auf den Gesichtern der anderen Gruppenmitglieder.

Alternative: Die Gruppe von Zivilisten wird gezeigt, wie sie von A nach B geht. Dabei fängt die Kamera an, etwas zur Seite zu schwenken, sodaß nicht mehr alle Mitglieder gezeigt werden, sondern von mir aus nur noch einer aus der Grupppe. Dann sieht man zwar nicht, aber hört, wie ein anderer auf eine Tretmine tritt. Es klickt, jemand kann noch schnell "Stopp!" rufen, da hört man schon einen infernalischen Knall und man sieht auch ein paar Fleischstückchen und Blutstropfen durch den Bildausschnitt fliegen. Darin sieht man z.B. den Gesichtsausdruck des Augenzeugen, die Überraschung, den Schock, die Trauer, die Wut... innerhalb weniger Sekunden oder Minuten... man hört wie die anderen durcheinanderrufen, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen... das Minenopfer ist dabei natürlich nicht gestorben, sondern liegt abseits der Kamera irgendwo herum und röchelt und schreit und ruft nach Hilfe usw.

Man verzeihe mir bitte dieses klischeehaft inszenierte Beispiel... aber worauf ich hinaus will: Das eine stellt das Geschehene audiovisuell möglichst realistisch dar... das andere wählt einen anderen Weg, bei dem man das Geschehene nicht sieht, aber aur andere Art wahrnimmt. Und wenn das Ganze dann weniger amateur- und klischeehaft wie jetzt gerade hingeklatscht wird, könnte die emotionale Wirkung eine andere sein als im ersten Fall.
In der Unterhaltungsindustrie ist die Erzeugung von Emotionen ein wesentlicher Faktor. Dein Beispiel zeigt für mich deutlich, dass die Art der Darstellung (obgleich ich beiden Darstellungen eine Realitätsnähe zuschreiben würde) unwesentlich ist, solange die durch die Regie beabsichtigten Emotionen beim Spieler einsetzen. Allerdings glaube ich schon, dass ein gewisses Verlangen nach möglichst realistischer Darstellung von Kriegsgräueln existiert (meistens allerdings zum reinen Selbstzweck wie bspw. bei Shellshock Nam 67).
Sharkie hat geschrieben: Ich gebe Dir Recht im Bezug auf den Punkt, dass der "Realismus", mit welchem sich Call of Duty, Medal of Honor und Konsorten (aber auch Arma) schmücken, allenfalls ein oberflächlicher ist. Dass das allerdings für jedermann "deutlich und dauerhaft erkennbar" sei, da habe ich erfahrungsbedingt starke Zweifel dran. Das Medium Computerspiel ist noch ein relativ junges, und dass der reflektierte Umgang damit (sowohl mit dem Medium selbst als auch mit den darin transportierten Inhalten) alles andere als selbstverständlich ist beweist sich in einschlägigen Internetforen - auch hier - leider jeden Tag aufs Neue.
Das Computerspiel ist in der Tat ein sehr junges Medium und es spricht maßgeblich ein junges Publikum an. Der unreflektierte Umgang mit "Kriegsspielen" ist auch aus meiner Sicht bedenklich. Und da setzt auch meine Kritik an dem zunehmenden Wunsch nach immer mehr Realismus an. Der wesentliche Unterschied zu anderen Medien (insbesondere im Film, Buch) ist meines Erachtens die Vorgabe von Spielregeln, die ein aktives, jedoch eingeschränktes Handeln des Spielers ermöglichen. Wenn ich deinen Zweifel richtig deute, bestärkt es mich in meiner Einschätzung, dass eine Trennung von Realität und Fiktion gerade in "Kriegssimulationen" unabdingbar ist.
crewmate hat geschrieben: Es geht um mit Gameplay verbundene Geschichten. Und alles kann eine gute Geschichte sein, wenn sie entsprechend erzählt wird. The Line hat das imo sehr gut hin bekommen.

Ich würde die Erfahrung mit Survival Horror vergleichen. Da argumentieren auch Viele, dass die Erfahrung nicht erstrebenswert sei und die solche Spiele eher belastend und stressig empfinden würden. Gerade den "psychologischen Horror " wie Silent Hill 2 und Rule of the Rose.

Spec Ops: The Line würde ich durchaus als Survival Horror betrachten. Eine bedrohliche Umgebung, Kilometer weit entfernt von zu Hause, die dem Protagonisten mehr und mehr zusetzt.

TWoM versucht nun eine völlig neue Perspektive. Die des Zivilisten. Die kommt meidet Ansicht nach in allen Medien zu kurz.

Shooter wie Loadout oder Hard Reset fallen deswegen nicht weg. Es ist positiv, dass nun mehr von Spektrum abgedeckt werden.
Ich verstehe deinen Einwand gut. The Line hat auch mich gut unterhalten, war aber in jeder Sekunde (und trotz der eng begrenzten moralischen Entscheidungsfreiheit) als Shooter mit klaren Spiel-Regeln erkennbar. Mit geht es darum, diese Pauschalforderung nach mehr Realismus im Computerspiel (insbesondere bei Kriegssimulationen) kritisch zu hinterfragen. Irgendwann ist eine Trennung von Realität und Fiktion vielleicht nur noch schwer möglich, wer weiß das schon genau (ich denke grad an Occulus Rift und Konsorten)? Ich bin der Auffassung, dass das Thema Krieg einer besonders sensiblen Verwendung bedarf. Aber ich habe nichts gegen ein gut inszeniertes Survival-Horror-Spiel, im Gegenteil. Mit klar erkennbaren Regeln und einem deutlichen Abstand zur Realität wäre das ein Genuss :D
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SethSteiner
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von SethSteiner »

Ein Spiel ist immer ein Spiel, der Abstand ist automatisch gegeben. Und Videospiele sind kein Junges Medium sondern mittlerweile 40, 50 Jahre alt. Dementsprechend wird es Zeit es auch so zu behandeln und mehr als Missing in Action zu behandeln. Realismus bis einem Speiübel wird, besser kann Krieg gar nicht dargestellt werden.
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3nfant 7errible
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von 3nfant 7errible »

SethSteiner hat geschrieben:Ein Spiel ist immer ein Spiel, der Abstand ist automatisch gegeben. Und Videospiele sind kein Junges Medium sondern mittlerweile 40, 50 Jahre alt. Dementsprechend wird es Zeit es auch so zu behandeln und mehr als Missing in Action zu behandeln. Realismus bis einem Speiübel wird, besser kann Krieg gar nicht dargestellt werden.
Als ob das alles so einfach wäre. :wink:

Spiele machen schon die ersten vorsichtigen Schritte in diese Richtung, aber sie stossen auf erwartete und unerwartete Widerstände. Ein erwarteter Widerstand wäre zb, dass man eben nicht so einfach ultra-brutalo Dinge zeigen kann, vor allem wenn der Spieler selbst aktiv daran beteiligt ist und etwas extrem unmoralisches tut. Ja, wir können in einem Shooter tausende Pixelmännchen niederballern, in einem HnS tausende Pixelmännchen zersäbeln, in einem RTS tausende Pixelmännchen wegbomben, aber das ist alles ziemlich anonym. Sobald es aber näher, persönlicher, intensiver wird kommen schon die ersten oh oh ohs

Nimm die Flughafen-Szene aus CoD, die Folterszene aus GTAV oder diesen Thread zu TLoU


Ein, imo, unerwarteter Widerstand ist, dass viele Leute eine extreme Abneigung gegen alles haben, das entgegen dem good ol' Gameplay gerichtet ist. Dh jegliche Art von Cutscene, Skripts, am besten nichtmal irgendeine Art von Story, denn die hält ja nur auf oder lenkt ab. Manchmal ist es aber nötig, dass dem Spieler ganz oder zumindest teilweise die Kontrolle genommen wird, dass seine Aufmerksamkeit bewusst auf etwas gelenkt wird, oder dass es einfach gameplayfreie Leerlauf Szenen gibt. Denn wenn ich ohne Unterlass mit Gameplay Herausforderungen zugeballert werde, die meine volle Konzentration und Geschicklichkeit erfordern, dann werden diese anderen Inhalte nur entwertet bzw ich nehm sie ja nichtmal richtig wahr.

Darüberhinaus muss man auch aufpassen, dass das Spiel nicht in ein reines Schocker- und Gorefest abdriftet.

Das Medium ist im Prinzip schon so weit, nur das Publikum noch nicht so ganz :)
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von crewmate »

Das hat man bis vor ein paar Jahren auch vom Kino Publikum gesagt. Die Leute wollen nichts anderes als Transformers und The Fast & The Furious. Und dann kam Inception .
Es kommt nur auf die richtige Werbung für die richtige Verpackung an. Das ist die Kür, das ist die Herausforderung.

Jetzt gerade kann durch, dass Papers, please sich 500.000 mal verkauft hat. Das ist noch lange nicht GTA v, doch angesichts der Produktion s und Werbe kosten ein gutes Zeichen. Ich meine, es ist ein Bürokratie Simulator. Wet hätte gedacht, dass das irgendjemanden interessieren würde?
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Sharkie
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von Sharkie »

SethSteiner hat geschrieben: Ein Spiel ist immer ein Spiel, der Abstand ist automatisch gegeben. Und Videospiele sind kein Junges Medium sondern mittlerweile 40, 50 Jahre alt. Dementsprechend wird es Zeit es auch so zu behandeln und mehr als Missing in Action zu behandeln. Realismus bis einem Speiübel wird, besser kann Krieg gar nicht dargestellt werden.
Formulieren wir es präziser: Computerspiele sind ein relativ junges Massenmedium. Das Medium selbst gibt es schon eine Weile (wobei ich persönlich aus medienhistorischer Perspektive 40 Jahre immer noch als "jung" einstufen würde), jedoch ist seine breitenwirksame Rezeption noch ein sehr junges Phänomen, von der allgemeinen Akzeptanz als Kulturgut (welche erst seit wenigen Jahren so einigermaßen in Schwung kommt) ganz zu schweigen. Diese Differenzierung ist schon relevant, denn es geht ja nicht um die Reife des Mediums selbst im Bezug darauf, beispielsweise Kriegsgräuel angemessen darzustellen. Die ist gegeben; zumindest theoretisch, ist es doch leider so, dass Spiele wie Spec Ops oder Velvet Assassin nach wie vor die absolute Ausnahme bilden.

Vielmehr geht es um die Reife des Publikums im Umgang mit dem Medium, und diese ist meiner Ansicht nach keineswegs flächendeckend so weit, dass "der Abstand [zwischen Fiktion und Realität] automatisch gegeben" ist. Ich verlinke nochmal direkt auf den von mir angesprochenen Thread bei Spiegel Online, einem Medium welches höchstwahrscheinlich nicht mehrheitlich von dreizehnjährigen Kiddies frequentiert wird:
http://forum.spiegel.de/showthread.php? ... st13913117
Überflieg da mal die ersten paar Seiten. Selbstredend wissen auch dort alle Foristen, dass z.B. Call of Duty ein Computerspiel und damit Fiktion ist. Gleichzeitig betonen viele aber wieder und wieder, dass Kriegsverbrechen, wie sie in CoD dargestellt werden, ja total "realistisch" und damit okay (wenn nicht sogar: aufklärerisch) seien. Man muss sich das mal klar machen: "Kriegsverbrechen in CoD = realistisch". Inklusive Siegerzigarre, knackiger Oneliner, Soldatenkumpelpathos und "harte Typen retten die Welt mit harten Mitteln"-Ideologie. Ein Riesenabenteuer, das. Solange sich eine ausreichend große Menge von Leuten findet, die sowas allen Ernstes als realistisch feiern, kann man nicht die Trennung von Fiktion und Realität (bezogen auf die dargestellten Inhalte, nicht auf die abstrakten Konzepte an sich) überzeugend für selbstverständlich erachten.
Scipione hat geschrieben: Ein, imo, unerwarteter Widerstand ist, dass viele Leute eine extreme Abneigung gegen alles haben, das entgegen dem good ol' Gameplay gerichtet ist. Dh jegliche Art von Cutscene, Skripts, am besten nichtmal irgendeine Art von Story, denn die hält ja nur auf oder lenkt ab. Manchmal ist es aber nötig, dass dem Spieler ganz oder zumindest teilweise die Kontrolle genommen wird, dass seine Aufmerksamkeit bewusst auf etwas gelenkt wird, oder dass es einfach gameplayfreie Leerlauf Szenen gibt. Denn wenn ich ohne Unterlass mit Gameplay Herausforderungen zugeballert werde, die meine volle Konzentration und Geschicklichkeit erfordern, dann werden diese anderen Inhalte nur entwertet bzw ich nehm sie ja nichtmal richtig wahr.

Darüberhinaus muss man auch aufpassen, dass das Spiel nicht in ein reines Schocker- und Gorefest abdriftet.

Das Medium ist im Prinzip schon so weit, nur das Publikum noch nicht so ganz :)
Yup, sehe ich exakt genauso. Grundsätzlich besagt die von Dir skizzierte Haltung ja nichts anderes als "Ich will einfach nur zocken, hört bitte auf da irgendwelche gesellschaftlich relevanten Diskurse hineinzuinterpretieren". Ich vermute mittlerweile, dass es sich bei all dem "CoD ist realistisch"-Geschwätz in vielen Fällen tatsächlich eher um eine Rechtfertigungsstrategie genau dieses speziellen Spielerklientels handelt, um die eigene Begeisterung für pseudorealistischen Massenmordkrawall am Bildschirm zu legitimieren. Kleiner Tipp für Betroffene: Wenn man sowas gut findet, sollte man versuchen, einfach mal dazu zu stehen und das nicht mit irgendwelchen spekulativ-kruden Erklärungen bezüglich der vermeintlichen Realitätstreue des Gezeigten zu unterfüttern. Sage ich als begeisterter Total War-Spieler (Edit: Rome 2 ist Mist :wink:) und CoD-Verabscheuer.
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Sharkie
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Re: This War of Mine: 11 bit will die andere Seite des Krieg

Beitrag von Sharkie »

Worin ich Dir übrigens vollkommen zustimme, SethSteiner, ist Deine Forderung nach einer "dreckigen" Darstellung von Krieg in entsprechenden Spielen. Insbesondere wenn aktuelle Konfliktszenarien (meist nur wenig durchfiktionalisiert) als Vorlage dienen, fände ich es einseitig und im Grunde kriegsverherrlichend, beispielsweise das Leid der Zivilbevölkerung dabei thematisch unter den Tisch fallen zu lassen. Sowas sollte dann natürlich gefälligst differenziert geschehen, und nicht etwa so tumb-exploitationmäßig wie es z.B. in einem CoD der Fall ist. Wenn Kriegsgräuel nur als billiger Aufhänger für ein krachiges Actionfeuerwerk dienen, ist das der Materie einfach nicht angemessen und daher ziemlich daneben. Umso mehr darf man natürlich auf ein Spiel wie This War of Mine gespannt sein - ist doch mal ein interessanter Gegenentwurf, ich freue mich darauf.