Du scheinst nicht zu verstehen, was ich sagen will. Es geht nicht um die kurzfristige Profitmaximierung, die Riccitiello (Schreibweise beachten) erreichen konnte, sondern um die Rückgewinnung eines zerstörten Kundenvertrauens und sinnvoller Geschäftsmodelle.Kajetan hat geschrieben:Du scheinst nicht zu verstehen, was ich sagen will. Es geht nicht um die BWL-Kenntnisse von Ritticiello, sondern um den Umstand, dass unter seiner Führung die Verlustzone verlassen werden konnte und EA wieder schwarze Zahlen schreibt. Und nur das ist für einen möglichen Käufer von Interesse und nicht, was wir von DRM halten oder eben nicht.
Riccitiello hat das Vertrauensverhältnis zu den ehemaligen EA-Stammkunden in nur 4 Jahren völlig zerstört. EA wurde gar zum meistgehassten Unternehmen der USA gewählt. Alles, was wir Gamer heute an EA und der Branche hassen, basiert auf "Innovationen" von Riccitiello seit seinem Einstieg im Jahr 2008, vom Installations-Verfalls-DRM bis hin zum Online-Zwang, von Day1-DLC bis zu Projekt 10$ zum Gebrauchtkundenmelken, von vorzeitgen Serverabschaltungen bis hin zu Aufkauf von genialen Studios wie Bioware, die dann innerhalb kürzester Zeit für billige Massentitel wie "Dragon Age 2" verheizt werden.
F2P dürfte für EA und Riccitiello nun zum endgültigen Sargnagel werden, denn mit Casualtiteln per Online-Zwangshäppchen wird man die ehemaligen Vollpreiskunden nicht zurückgewinnen. Am Ende dürfte EA irgendwann billig aufgekauft werden und Riccitiello zieht mit seinen Bonusmillionen auf die Bahamas. Auf der PC-Plattform ist Steam gern bereit, dank eines mittlerweile sehr guten Vertrauensverhältnisses zu den Kunden die Marktführerschaft zu übernehmen. Und die Konsolenhersteller werden lieber auf traditionelle Publisher setzen, da Sony und Microsoft mit F2P nicht genug Geld verdienen. Riccitiello steuert EA immer weiter von den Kundenwünschen weg in den Abgrund, und jeder Investor, der das nicht erkennt und Riccitiello nicht entfernt, wird sein Geld verbrennen.
