Allgemein: Blow: "Konsolen-Vorschriften sind veraltet"

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Ash2X
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Re: Kommentar

Beitrag von Ash2X »

Sir Richfield hat geschrieben:Jedesmal, wenn ich das lese, frage ich mich, wie es der PC bis hierher geschafft hat.
Bzw. wie es die Spiele damals schafften, als die noch die Treiber für Hardware mitbringen mussten, als es noch kein DirectX gab.
Du meinst als es noch 2 Betriebssysteme und 4 Grafikkarten gab anstatt 4 Betriebssysteme und über 30 Grakas die das Spiel potenziell schaffen können? :lol:
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Usul
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Re: Kommentar

Beitrag von Usul »

Sir Richfield hat geschrieben:Freiberuflich oder bei einem Dienstleister?
Freischaffend und nicht unter der Knute eines Dienstleisters. ;)


Dich sprach ich ja auch eher an, als es darum ging, wie die Entwickler ihre Texte "planen". Nämlich so gut wie gar nicht. ;)
Und ich denke, die Feedback Schleife "Ihr habt aber schon daran gedacht, dass manche Sprachen mehr Platz brauchen?" kommt, wenn überhaupt, zu spät. (Siehe auch: Bethesda mit Oblivion)[/quote]
Mal von der Verantwortung der Entwickler abgesehen sehe ich da auch die Übersetzer in der Bringschuld (und widerspreche da eindeutig dem Gamestar-Artikel): Rechtzeitig bescheid geben und man kann vieles lösen. So haben wir bei einem Rollenspiel, bei dem wir relativ spät mit der Übersetzung eingestiegen sind, z.B. gleich zu Beginn erwähnt, daß dsa zufällige Zusammensetzen von Items im Deutschen nur bedingt möglich ist dank der verschiedenen Geschlechter. Und durften mehrere neue Spalten ins Lockit einbauen, um genau diesen Umstand sinnvoll zu umschiffen.
Es gibt aber nicht wenige Übersetzungsdienstleister (sprich: Übersetzerstudios, die Freelancer auf der ganzen Welt für billig Geld anheuern), denen das relativ egal ist, wenn es ihnen überhaupt auffällt.

Helium3 hat geschrieben:Ich als Kunde teile da voll und ganz die Ansichten von Microsoft. Früher musste jedes Konsolenspiel fehlerfrei auf den Markt kommen, weil ein nachpatchen nicht möglich war. Wenn dann Entwickler wie bsw. Bethesda meinen, ein Bugdesaster nach dem anderen wie Skyrim, Fallout: New Vegas, Bring und andere auf den Markt zu werfen, sollen sie ruhig ordentlich dafür fürs nachpatchen und nachzertifizieren zur Kasse gebeten werden.
Das Problem sind weniger die Big Player, die ja das Geld und die Ressourcen für solche Spielchen haben, als vielmehr die kleinen Studios (Stichwort Indie-Games). Dadurch, daß die Konsolenhersteller so rigide Zertifizierungshürden und -kosten haben, schaden sie den kleinen Entwicklern - und das kann NICHT im Sinne der Spieler sein.


In dem Zusammenhang sollte man auf das Update im Artikel hinweisen, für diejenigen, die das noch nicht gesehen haben. Da wird auf die komplette Mail von Kritiker Blow verlinkt:

http://the-witness.net/news/2012/07/tho ... processes/

Ich stimme ihm in jedem einzelnen Punkt zu.
KOK
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Re: Allgemein: Blow: "Konsolen-Vorschriften sind veraltet"

Beitrag von KOK »

Helium3 hat geschrieben:Ich als Kunde teile da voll und ganz die Ansichten von Microsoft. Früher musste jedes Konsolenspiel fehlerfrei auf den Markt kommen, weil ein nachpatchen nicht möglich war. Wenn dann Entwickler wie bsw. Bethesda meinen, ein Bugdesaster nach dem anderen wie Skyrim, Fallout: New Vegas, Bring und andere auf den Markt zu werfen, sollen sie ruhig ordentlich dafür fürs nachpatchen und nachzertifizieren zur Kasse gebeten werden.

Meines Erachtens sichert das ganze wenigstens einen Mindestqualitätsstandard. Es kommt ja nicht von ungefähr, das die Konsolenversionen von Spielen wie Sacred 2 oder Risen 2 nochmals um mehrere Monate verschoben werden mussten, weil sie bei der Zertifizierung von Microsoft hinten runtergefallen sind vor lauter Bugs.
Das ist doch völlig banane. Früher waren die Spiele auch um ein großen Faktor einfacher gestrickt, ganz zu schweigen von der Grafik. Heute gibt es allein fürs Texture-Streaming mehrere Techniken, während früher es ziemlicher standard war, alles soweit wie möglich vorher zu laden. Heute gibt es zig verschiedene Beleuchtungsmodelle, früher gab es größtenteils gar keine Beleuchtung, mal von Schattendarstellung abgesehen (selbst noch die meisten PS2-Spiele hatten einfach nur einen schwarzen Kreis unter dem Charakter statt vernünftig geworfene Schatten). Früher hatten die meisten Spiele keinen Multiplayer, heute ist er standard und stellt auch noch dazu einen wesentlichen Anteil des Spieles insgesamt dar mit seinen völlig überladenen Modi, Rängen, Waffen etc. Die Liste geht so weiter. Man kann heute einfach nicht mehr die selben Erwartungen haben, wie noch früher. Wo damals ein schon großes Entwicklerteam von vielleicht 30 Leuten bestand, gibt es heute Spiele, an denen über 100 Leute werkeln, teilweise sogar Extremfälle wie bei Assassin's Creed mit über 200 Leuten.

@PC:
Ja, es gibt zig Konfigurationen. Aber dafür gibt es halt APIs, also standardtisierte Schnittstellen, die von den Entwicklern angesprochen werden, zum Beispiel DirectX. Was jetzt natürlich nicht heißt, daß die unterschiedlichen Konfigurationen überhaupt keine Rolle spielen. Aber so schlimm wie es sich manche vorstellen ist es am Ende dann auch wieder nicht.
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Dr.Khaos
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Re: Allgemein: Blow: "Konsolen-Vorschriften sind veraltet"

Beitrag von Dr.Khaos »

Ich verstehe das irgendwie nicht so recht. Also erstmal gibt es bei IOS defacto einen Zertifizierungsprozess. Der dauert auch eine weile und die Geräte im mobilen Sektor sind kurzlebiger. Also dafür dann die nächsten tollen Spiele entwickeln? Desweiteren finde ich das aktuell Dashboard der xbox360 echt gut. Es funktioniert und ist sehr leicht zu verstehen. Ich finde keine Aussagen, was der Mann daran so doof findet.

Das ganze hört sich für mich so an als möchte man sehr viel freier werden. Finde ich auch ganz nett aber einige Regeln müssen bestehen bleiben. Ich hab keine Lust mehr auf 20 Logos wie zu Zeiten der PS1. Bitte nie wieder. Desweiteren habe ich das Gefühl, dass man die Fehler bitte auch bei sich suchen soll. Man sagt doch Planung macht 70% eines Projektes aus. Dass es Bugs hier und da gibt ist ja okay aber was man hier will ist wohl schnell einfach mal ein Spiel basteln und dann 1000-mijjonen mal patchen und hier und da noch was dran machen. Ich sitze dann davor, starte das Spiel und denk mir: "Boaahhhh nicht schon wieder ein Update".
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Helium3
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Re: Allgemein: Blow: "Konsolen-Vorschriften sind veraltet"

Beitrag von Helium3 »

@Kok

Das ist eben in meinen Augen nicht Banane, sondern vielmehr sind die Spieler der Grund dafür das wir mit Bugdesastern zugeworfen werden, weil sie den Scheiss den so mancher Entwickler/Publisher verbricht auch noch verteidigen gehen.

Die Frage, ob früher oder heute ist doch wirklich sehr unwichtig. Ganz simples Beispiel um im hier und heute zu bleiben: Spiele von Visceral sind bei mir noch nie abgestürzt, Spiele von Bethesda schmieren bei mir ständig ab. Um das noch zu konkretisieren, Bethesda selbst merkte an, das sie bsw um den Speicherbug von Skyrim wussten, und haben den verbugten Dreck trotzdem released.

Und dafür das sie eine Beta auf die Spielewelt losgelassen haben, bekommen sie noch 93% und diverseste Auszeichnung für das Spiel des Jahres und tolle Absatzzahlen. Und genau diese Leute, die Bethesda für ihr Bugdesaster Skyrim noch Puderzucker in den Arsch blasen, sagen Bethesda damit, werft ruhig weiter euere unfertigen Betaversionen auf den Markt, wir kaufen trotzdem.

Wie gesagt, da geht es sicher nicht um die Umstände von früher und heute, andere Entwickler schaffen es auch, deutlich fehlerfreier und qualitativ hochwertiger zu releasen.
KOK
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Re: Allgemein: Blow: "Konsolen-Vorschriften sind veraltet"

Beitrag von KOK »

Bethesda ist aber auch ein Extremfall und sollte daher nicht als Beispiel dienen. Und Bethesda selbst stört die Patchpolitik der Konsolenhersteller wohl weniger. Mir ging es ja in erster Linie darum, daß Ihre Argumentation nicht allgemeingültig betrachtet werden kann und deswegen die Patchpolitik nun auch speziell von MS (von Sony habe ich keine Ahnung, wie es dort so abläuft) nicht gerechtfertigt sei. Nur weil man es früher geschafft hat, ist halt kein Argument. Gerade wegen dem MP müssen im Nachhinein noch viel gepatcht werden und dann dafür extra Knete zu kassieren ist eine ziemliche Frechheit, wenn man schon bedenkt, daß MS schon so am Verkauf der Spiele, auch wenn von anderen entwickelt und gepublisht mit verdienen (Lizenzgebühren).
PixelMurder
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Re: Allgemein: Blow: "Konsolen-Vorschriften sind veraltet"

Beitrag von PixelMurder »

Solche, die Kohle zum wegschmeissen haben, störts wohl wirklich nicht und das ist Bethesda eben ein gutes Beispiel. Die sparen sich dann enfach eine Test-Abteilung, Problem gelöst. Oder hatten die überhaupt jemals eine?
Ich glaube nicht, dass Spiele absolut fehlerfrei sein können, aber ein verständlicher Bug gehört genau so gefixt, wie eine jämmerlicher, da sie beide Produktmängel darstellen.
Ich glaube eben nicht, dass zu strikte Vorschriften die Situation besser machen und es ist nicht unbedingt die Aufgabe von MS , Leute für ihre Unfähigkeit zu bestrafen. Das ist unsere Aufgabe, solche mit Nicht- oder Spätkauf zu bestrafen.
Wenn die aktuelle Situation dazu führt, dass sich Hersteller Zeit damit lassen, bis sie ihre Bugs fixen oder sogar darüber nachdenken, ob gewisse Bugs überhaupt gefixt werden müssen, dann ist es kontraproduktiv. Und schwarze Schafe werden immer schwarze Schafe bleiben, z.B. Bethesda, Obsidian und Konsorten.
(Man möge mir verzeihen, wenn das bitter klang: War gestern am Modden von Fallout NV "Goty" und mehr WTF-Erlebnisse am Stück hatte ich nie in einem System von Scripten, ich würde mir von den Bastlern von Obsidian nicht mal die Schuhe binden lassen. )