Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

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FuerstderSchatten
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von FuerstderSchatten »

Jazzdude hat geschrieben:
@ firstderschatten


Witzig, dass sich Skyrim komplett anders spielt als Oblivion, Morrowind oder Fallout 3!
Kann sein und jetzt? ich glaube trotzdem nit das es mir gefällt, ich laufe nit so gerne durch die Gegend und pflücke Gänseblümchen oder Schmiede Waffen. Ich hab gerne ne Straighte Geschichte, wo allenfalls mal abseits der Wege noch nen weiterer Quest zu finden ist, aber kein Eisen dass zu sammeln ist.

Baldurs Gate oder Fallout 1 und 2 ist schon das höchste der Openworldhaftigkeit was ich ertragen kann.
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crewmate
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von crewmate »

Genkis hat geschrieben:
crewmate hat geschrieben:
Sid6581 hat geschrieben:Tiefgründige Rollenspielerlebnisse für hartgesottene Spieler in sozialen Netzwerken - da jagt ja ein Widerspruch den nächsten.
http://echobazaar.failbettergames.com/


/destroyed
8O macht spaß^^ danke
Gern geschehen :biggrin:

Ich werd dem Stück noch einen ganz eigenen Fanboy Thread widmen.
Spiele nun seit ca 8 Monaten, zwischendurch werden die Geschichten etwas dünn,
ist ja alles noch Beta. Momentan ist bei 120 Schluss, ich bin lvl70 bei Shadowy und PERSUASIVE.

Mit der Zeit wird deine eigene Geschichte ins Rollen kommen
und das Spiel fragt DICH, warum du überhaubt nach Lodon hinab gestiegen bist.
Du kannst das dir selbst aussuchen, wer du bist.

Genauso müssen sich früher Pen & Paper Rollenspiele gespielt haben
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Brakiri
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von Brakiri »

@FuerstderSchatten

Warum du jetzt auf Skyrim&Co einhackst, und Bioware in Schutz nimmst, ist mir ein Rätsel.
Ich spiele seit C64er Zeiten Rollenspiele, und spiele auch Pen&Paper jede Woche 2 Mal.

In dieser Zeit habe ich gelernt und erfahren, dass jeder unter Rollenspiel etwas anderes erwartet, an was anderem Spass hat, unterschiedliche Dinge tun möchte, und einen unterschiedliche Spielstil an den Tag legt.
Ich mag sowohl die Openworlder ala TES, von denen ich übrigends mit Arena gestartet bin, aber auch die Gruppen-RPGs wie BG oder Torment.
Beide bedienen unterschiedliche Geschmäcker/Ansprüche. Ich spiele beides gerne, weil sie unterschiedliche "Bedürfnisse" an RPG bei mir befriedigen.

Nur weil du eine Art nicht magst, heisst das nicht, dass das andere kein Rollenspiel ist.
Das ist einfach nur Kappes.

Ich spiele in meinem P&P-DSA einen Streuner der kloppen kann, gut mit Leuten umgehen, schleichen usw. der sich nebenher aber auch sehr fürs schmieden und den Bogenbau interessiert.
Heisst ich bin jetzt kein Rollenspieler, weil ich in der anderen "Rolle" auch gerne mundane Dinge gerne mache, wie Tränke brauen, Waffen schmieden und Dinge verzaubern?

Nix für ungut, aber ein Blick über den Tellerrand und etwas mehr Toleranz für Andersdenkende würde dir nicht schaden.


EDIT: Dazu möchte ich sagen, dass ich bei Skyrim an jeder Ecke das Gefühl habe, dass hier viel Zeit, viel Hirnschmalz und viel Herzblut reingeflossen ist. Die Technik ist diesmal wesentlich besser als bei Oblivion, viele Quests sind schön gemacht, die Dialoge nett gestrickt, das Dungeondesign diesmal wesentlich besser und die ganze Welt fühlt sich generell interessanter und lebendiger an, als bei Oblivion.
Dieses Gefühl hatte ich bei DA2 nicht. Da hatte ich einfach das Gefühl, man hat schnell was zusammengeschmissen, auf viel Klopperei gesetzt, und vieles andere wie Story, Quests usw. stiefmütterlich behandelt. Bei Skyrim habe ich nach langer Zeit wieder das Gefühl ein Spiel mit hohen Produktionswerten mit besonderem Charme in den Händen zu halten, bei DA2 lag der billige Duft eines Nachfolgeproduktes in der Luft, wo es nur darum geht die Fans von DA:O nochmal zu schröpfen.

Ja, Skyrim ist an vielen Stellen vereinfacht worden und es gibt viele Designentscheidungen die ich nicht gut finde. Dazu zählen die Reduktion der Zaubereffekte, die Abschaffung der Attribute und des Spellmakers. Wäre dies nicht geschehen, bin ich sicher, wäre Skyrim ein noch besseres Spiel geworden. Trotz allem ist Skyrim für Openworlder immernoch ein gutes, wenn nicht sogar sehr gutes Spiel.
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FuerstderSchatten
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von FuerstderSchatten »

[quote="Brakiri"]@FuerstderSchatten

Warum du jetzt auf Skyrim&Co einhackst, und Bioware in Schutz nimmst, ist mir ein Rätsel.
Ich spiele seit C64er Zeiten Rollenspiele, und spiele auch Pen&Paper jede Woche 2 Mal.

In dieser Zeit habe ich gelernt und erfahren, dass jeder unter Rollenspiel etwas anderes erwartet, an was anderem Spass hat, unterschiedliche Dinge tun möchte, und einen unterschiedliche Spielstil an den Tag legt.
Ich mag sowohl die Openworlder ala TES, von denen ich übrigends mit Arena gestartet bin, aber auch die Gruppen-RPGs wie BG oder Torment.
Beide bedienen unterschiedliche Geschmäcker/Ansprüche. Ich spiele beides gerne, weil sie unterschiedliche "Bedürfnisse" an RPG bei mir befriedigen.

[quote]

Hey hab ich doch schon in einen meiner Posts vorher zurückgenommen, wenn ihr das für gut haltet seis drum. Ich hab so einige Openworlder gespielt und keines hat mich nur annähernd überzeugt. Das mit dem Schmieden als Nebenberuf ist natürlich Schwachsinn, dafür ist jahrelange Praktise nötig, dass kann man nit mal so nebenbei, ich meine es geht hier nit ums Schärfen eines Schwert an nem Stein. Warscheinlich lässt DSA aber das im Regelwerk auch zu. Geht ja auch nit immer nur um Realität. Mir sind solche Spielereien schon immer zu aufwendig gewesen und unnötiges Beiwerk in P&P sowie in CRPGs, bei mir gehts im Rollenspiel vornehmlich darum eine andere Geschichte erzählt zu bekommen in der ich ein Held sein kann und nit wie ich lernte nebenbei zu Schmieden.

Ich mag DA2, wesentlich lieber als DAO und nach und mit NWN 2 hat es innerhalb kürzester Zeit mein Herz gewonnen. Die Story vom ersten Teil kam mir eher dahingewurschtelt vor, die Schauplätze z.B., mögen sie auch abwechslungsreicher sein sind größtenteils ohne Liebe zum Detail. Schau dir mal die Aufstellung der Bäume auf dem Berg mit dem Hochdrachen an wenn du zur Ruine hinschaust, die hängen Teilweise in der Luft. Ich verstehe auch nit das Argument vieler die behaupten DAO hätte keine wiederholenden Landschaften gehabt, alle meine Random-Encounter, halb Denerim und die Anschlagsquest zeigen das Gegenteil. Ich hab das Spiel insgesamt über 220 Stunden gespielt und kann nur sagen abseits der guten Hauptquesten gibts nur Mist im Spiel. Außerdem sind in DA2 die Charakter wesentlich liebevoller ausgearbeitet. Im ersten standen die nur dumm im Lager herum und nervten mit ellenlangen Gelaber.
Dieses Totschlag-Argument von der epischen Story kann ich auch nit nachvollziehen, wenn die Story schon nach 8 Stunden enthüllt ist, ist das einfach nur lahm und wenig episch als einfach nur durchschaubar, eine Geschichte muss aus kleinen Fragmenten erzählt werden, BG 1 macht das z.B. für seine Zeit erstaunlich gut. Das Beste daran ist im Test von NWN 2 wird das hier sogar bemängelt (obschon ich nit verstehen kann wie man die Story so leicht erraten kann), aber in DAO nit mal erwähnt, das bereitet mir immer noch nen Face Palm. Der Erzdämon als Obermotz könnte auch nit langweiliger sein, er ist einfach nur nen Tier. Aber genug davon. Für mich ist DA 2 das beste 3D RPG von Bioware. Noch vor Jade Empire dem ich den 2ten Platz gebe, dahinter teilen sich KotoR und NWN den 3ten Platz und dann erst DAO. Baldurs Gate und Co fallen übrigens nit in die 3D-Kategorie, Teil 1 davon ist mit das Schönste was ich je spielen durfte.

Deine Vorliebe für Openworld-Spiele kann ich nit nachvollziehen, absolut generisch besonders Fallout 3, hirngeschrumpfte Quests (ich sag nur Riesenarmeisen und Atombombe, Vampire usw.) und das schlimmste daran, dass sie das mit meinen alten Klassiker Fallout gemacht haben, der ein wegweisender Meilenstein der Rollenspielentwicklung war. Aber wenns dir gefällt einfach nur ohne Ziel durch die Gegend zu rennen und leblose Marionetten anzuquatschen ist das dein Ding. Für mich hat das nix mit Rollenspiel zu tun und ist ebenso katastrophal wie der Versuch meinerseits vor Jahren ein Shadowrun-Abenteuer zu machen. (Das mit nem Riesigen Transformer endete) einfach nur peinlich.

Aber kann ja sein das sich Bethesda inzwischen verbessert hat, aber ich bezweifle es, dafür hat es zu sehr den Massengeschmack getroffen.
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Jazzdude
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von Jazzdude »

FuerstderSchatten hat geschrieben:
Jazzdude hat geschrieben:
@ firstderschatten


Witzig, dass sich Skyrim komplett anders spielt als Oblivion, Morrowind oder Fallout 3!
Kann sein und jetzt? ich glaube trotzdem nit das es mir gefällt, ich laufe nit so gerne durch die Gegend und pflücke Gänseblümchen oder Schmiede Waffen. Ich hab gerne ne Straighte Geschichte, wo allenfalls mal abseits der Wege noch nen weiterer Quest zu finden ist, aber kein Eisen dass zu sammeln ist.

Baldurs Gate oder Fallout 1 und 2 ist schon das höchste der Openworldhaftigkeit was ich ertragen kann.

Und du hast natürlich auch das komplette Recht diese Meinung zu vertreten.



Aber es gibt einen Unterschied seine Meinung zu vertreten ("Spiel gut, aber meins ist es nicht") oder es als Schrott zu bezeichnen!
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FuerstderSchatten
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von FuerstderSchatten »

Jazzdude hat geschrieben:

Und du hast natürlich auch das komplette Recht diese Meinung zu vertreten.



Aber es gibt einen Unterschied seine Meinung zu vertreten ("Spiel gut, aber meins ist es nicht") oder es als Schrott zu bezeichnen!
Klar kann ich es als Schrott bezeichnen, sogar ohne es gespielt zu haben. Ich deklariere es ja unter meine Meinung. Du kannst ja sagen das Spiel was ich mag ist Schrott. Siehe z.B. unter DA 2 Bericht, ich mags aber ne Menge Leute lassen das Spiel schlecht wegkommen, da ist Schrott bestimmt noch das netteste Wort.
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Brakiri
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von Brakiri »

FuerstderSchatten hat geschrieben:
Hey hab ich doch schon in einen meiner Posts vorher zurückgenommen, wenn ihr das für gut haltet seis drum. Ich hab so einige Openworlder gespielt und keines hat mich nur annähernd überzeugt. Das mit dem Schmieden als Nebenberuf ist natürlich Schwachsinn, dafür ist jahrelange Praktise nötig, dass kann man nit mal so nebenbei, ich meine es geht hier nit ums Schärfen eines Schwert an nem Stein. Warscheinlich lässt DSA aber das im Regelwerk auch zu. Geht ja auch nit immer nur um Realität. Mir sind solche Spielereien schon immer zu aufwendig gewesen und unnötiges Beiwerk in P&P sowie in CRPGs, bei mir gehts im Rollenspiel vornehmlich darum eine andere Geschichte erzählt zu bekommen in der ich ein Held sein kann und nit wie ich lernte nebenbei zu Schmieden.
In Levelsystemen wie D&D(NWN, NWN2, Dark Sun uvm.) ist es auch Schwachsinn und völlig unrealistisch, dass du nach 2 getöteten Monstern plötzlich einen neuen Feat kannst, oder 2 neue Zauber. Woher kommt das? Ohne Training ohne Lehrmeister einfach mal neue Fähigkeiten aus dem Hintern gezogen? Wenn du nach Realismus gehst, machen viele Systeme wenig Sinn. Das ist kein sinnvolles Argument.

Vielleicht solltest du mal Midgard spielen. Wenn du das Regelwerk 1:1 umsetzt, kannst du das maximale Level von der Lernzeit alleine nur erreichen, wenn dein Char bereits 60 Jahre alt ist, und kaum mehr stehen kann. Zwischen den Abenteuern musst du dann immer 3-12 Monate Pause machen, um 2 oder 3 Fertigkeiten um 1 zu steigern. Ich finde es total nervig, dir könnte es gefallen.

Ich mag DA2, wesentlich lieber als DAO und nach und mit NWN 2 hat es innerhalb kürzester Zeit mein Herz gewonnen. Die Story vom ersten Teil kam mir eher dahingewurschtelt vor, die Schauplätze z.B., mögen sie auch abwechslungsreicher sein sind größtenteils ohne Liebe zum Detail. Schau dir mal die Aufstellung der Bäume auf dem Berg mit dem Hochdrachen an wenn du zur Ruine hinschaust, die hängen Teilweise in der Luft. Ich verstehe auch nit das Argument vieler die behaupten DAO hätte keine wiederholenden Landschaften gehabt, alle meine Random-Encounter, halb Denerim und die Anschlagsquest zeigen das Gegenteil. Ich hab das Spiel insgesamt über 220 Stunden gespielt und kann nur sagen abseits der guten Hauptquesten gibts nur Mist im Spiel. Außerdem sind in DA2 die Charakter wesentlich liebevoller ausgearbeitet. Im ersten standen die nur dumm im Lager herum und nervten mit ellenlangen Gelaber.
Dieses Totschlag-Argument von der epischen Story kann ich auch nit nachvollziehen, wenn die Story schon nach 8 Stunden enthüllt ist, ist das einfach nur lahm und wenig episch als einfach nur durchschaubar, eine Geschichte muss aus kleinen Fragmenten erzählt werden, BG 1 macht das z.B. für seine Zeit erstaunlich gut. Das Beste daran ist im Test von NWN 2 wird das hier sogar bemängelt (obschon ich nit verstehen kann wie man die Story so leicht erraten kann), aber in DAO nit mal erwähnt, das bereitet mir immer noch nen Face Palm. Der Erzdämon als Obermotz könnte auch nit langweiliger sein, er ist einfach nur nen Tier. Aber genug davon. Für mich ist DA 2 das beste 3D RPG von Bioware. Noch vor Jade Empire dem ich den 2ten Platz gebe, dahinter teilen sich KotoR und NWN den 3ten Platz und dann erst DAO. Baldurs Gate und Co fallen übrigens nit in die 3D-Kategorie, Teil 1 davon ist mit das Schönste was ich je spielen durfte.
Da bin ich völlig deiner Meinung. Ich halte die DA-Serie für eines der überbewertesten und im Kern durchschnittlichsten RPGs die es gibt. Gruppen-RPG heisst nicht = gut.
Beide Spiele sind keine besonders guten RPGs. Der zweite Teile ist besser, weil er sich auf etwas pesönliches und nicht auf dumpfe Weltrettungsepic bezieht. Aber beide haben einen unglaublich nervigen Kloppanteil, stereotype und oftmals uninteressante Charaktere, und die Entscheidungen die man trifft haben so gut wie keine fühlbaren Auswirkungen. Ansonsten: What you said.
DA2 hat in sich auch keine schlüssige Story, und hat viele der Schwächen die der erste Teil auch hat. Gutes RPG ist das meiner Meinung nach auch nicht.

NWN2 ist meine Ansicht nach wesentlich besser als die DA-Spiele. Von Bioware würde ich persönlich Kotor als mein Lieblings-RPG sehen, weil damals die SW-Welt noch intakt war, die Goerg Lucas mit seinem beständigen Rumgeschnippel in Indi und SW solange geraped hat, bis nix Gutes mehr über ist.

Soweit sind wir also in unserer Meinung garnicht auseinander. Es wäre halt nur schön, wenn du den Leuten ihren Spass lassen könntest. Zum Realismus siehe oben. Für Fantasy-Welten ist das kein sinnvoller Ansatz zu realistisch zu sein, oder willst du ein Spiel 3 Jahre spielen, um z.B. 3 neue Zauber zu lernen? Ich glaube nicht.
Deine Vorliebe für Openworld-Spiele kann ich nit nachvollziehen, absolut generisch besonders Fallout 3, hirngeschrumpfte Quests (ich sag nur Riesenarmeisen und Atombombe, Vampire usw.) und das schlimmste daran, dass sie das mit meinen alten Klassiker Fallout gemacht haben, der ein wegweisender Meilenstein der Rollenspielentwicklung war. Aber wenns dir gefällt einfach nur ohne Ziel durch die Gegend zu rennen und leblose Marionetten anzuquatschen ist das dein Ding. Für mich hat das nix mit Rollenspiel zu tun und ist ebenso katastrophal wie der Versuch meinerseits vor Jahren ein Shadowrun-Abenteuer zu machen. (Das mit nem Riesigen Transformer endete) einfach nur peinlich.
Nein, auch ich kann zwischen einem guten Openworlder und einem schlechten unterscheiden. Fallout 3 tut der Serie keinen Gefallen. Ich habe ebenfalls beide Spiele vorher mit sehr viel Spass gespielt, und Fallout 3 ist meiner Meinung nach das schwächste Open-World Game von Bethesda. New Vegas ist etwas besser, aber immernoch nicht wirklich gut. Dafür fehlt es an starken Charakteren und fühlbaren Veränderungen der eigenen Aktionen.
Das ist aber der fundamentale Unterschied zwischen mir und dir. Ich kann an einem Openworlder deshalb Spass haben, weil es ANDERE Bedürfnisse in mir befriedigt, die ein Gruppen-RPG ala NWN2 nicht befriedigt. Das liegt aber daran, weil sich die Entwickler fokussieren. Gäbe es einen Openworlder, der gleichzeitig die Stärken eines "traditionelleren" RPGs integriert, und so fähig wäre alles an Bedürfnissen eines RPGlers zu befriedigen, wäre das ein grandioses Spiel. Aber da es halt getrennt wird, um den Aufwand überschaubar zu halten, muss man halt Abstriche machen. Aber das muss man halt realisieren: es gibt keine All-in-wonder RPGs. Zumindest noch nicht.

Wie gesagt, wenn du Openworldern nix angewinnen kannst, gut, aber dieses Runtergemache ist eigendlich nicht nötig.
Wenn ich hart bin könnte ich sagen, einfach nur Story erzählen wo du Held bist, damit müsste für dich alles RPG sein, was sich da draussen tummelt. Auch Stalker oder Super Mario.
Denke da gehört schon etwas mehr dazu.
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von FuerstderSchatten »

Brakiri hat geschrieben:
In Levelsystemen wie D&D(NWN, NWN2, Dark Sun uvm.) ist es auch Schwachsinn und völlig unrealistisch, dass du nach 2 getöteten Monstern plötzlich einen neuen Feat kannst, oder 2 neue Zauber. Woher kommt das? Ohne Training ohne Lehrmeister einfach mal neue Fähigkeiten aus dem Hintern gezogen? Wenn du nach Realismus gehst, machen viele Systeme wenig Sinn. Das ist kein sinnvolles Argument.

Vielleicht solltest du mal Midgard spielen. Wenn du das Regelwerk 1:1 umsetzt, kannst du das maximale Level von der Lernzeit alleine nur erreichen, wenn dein Char bereits 60 Jahre alt ist, und kaum mehr stehen kann. Zwischen den Abenteuern musst du dann immer 3-12 Monate Pause machen, um 2 oder 3 Fertigkeiten um 1 zu steigern. Ich finde es total nervig, dir könnte es gefallen.

Da bin ich völlig deiner Meinung. Ich halte die DA-Serie für eines der überbewertesten und im Kern durchschnittlichsten RPGs die es gibt. Gruppen-RPG heisst nicht = gut.
Beide Spiele sind keine besonders guten RPGs. Der zweite Teile ist besser, weil er sich auf etwas pesönliches und nicht auf dumpfe Weltrettungsepic bezieht. Aber beide haben einen unglaublich nervigen Kloppanteil, stereotype und oftmals uninteressante Charaktere, und die Entscheidungen die man trifft haben so gut wie keine fühlbaren Auswirkungen. Ansonsten: What you said.
DA2 hat in sich auch keine schlüssige Story, und hat viele der Schwächen die der erste Teil auch hat. Gutes RPG ist das meiner Meinung nach auch nicht.

NWN2 ist meine Ansicht nach wesentlich besser als die DA-Spiele. Von Bioware würde ich persönlich Kotor als mein Lieblings-RPG sehen, weil damals die SW-Welt noch intakt war, die Goerg Lucas mit seinem beständigen Rumgeschnippel in Indi und SW solange geraped hat, bis nix Gutes mehr über ist.

Soweit sind wir also in unserer Meinung garnicht auseinander. Es wäre halt nur schön, wenn du den Leuten ihren Spass lassen könntest. Zum Realismus siehe oben. Für Fantasy-Welten ist das kein sinnvoller Ansatz zu realistisch zu sein, oder willst du ein Spiel 3 Jahre spielen, um z.B. 3 neue Zauber zu lernen? Ich glaube nicht.

Nein, auch ich kann zwischen einem guten Openworlder und einem schlechten unterscheiden. Fallout 3 tut der Serie keinen Gefallen. Ich habe ebenfalls beide Spiele vorher mit sehr viel Spass gespielt, und Fallout 3 ist meiner Meinung nach das schwächste Open-World Game von Bethesda. New Vegas ist etwas besser, aber immernoch nicht wirklich gut. Dafür fehlt es an starken Charakteren und fühlbaren Veränderungen der eigenen Aktionen.
Das ist aber der fundamentale Unterschied zwischen mir und dir. Ich kann an einem Openworlder deshalb Spass haben, weil es ANDERE Bedürfnisse in mir befriedigt, die ein Gruppen-RPG ala NWN2 nicht befriedigt. Das liegt aber daran, weil sich die Entwickler fokussieren. Gäbe es einen Openworlder, der gleichzeitig die Stärken eines "traditionelleren" RPGs integriert, und so fähig wäre alles an Bedürfnissen eines RPGlers zu befriedigen, wäre das ein grandioses Spiel. Aber da es halt getrennt wird, um den Aufwand überschaubar zu halten, muss man halt Abstriche machen. Aber das muss man halt realisieren: es gibt keine All-in-wonder RPGs. Zumindest noch nicht.

Wie gesagt, wenn du Openworldern nix angewinnen kannst, gut, aber dieses Runtergemache ist eigendlich nicht nötig.
Wenn ich hart bin könnte ich sagen, einfach nur Story erzählen wo du Held bist, damit müsste für dich alles RPG sein, was sich da draussen tummelt. Auch Stalker oder Super Mario.
Denke da gehört schon etwas mehr dazu.
So habe ich das nit gemeint mit dem Realismus, irgendwie muss ich mir ja Argumente aus den Fingern saugen, und ich glaube fast das weisst du ganz genau, dass es so nit gemeint war. Für mich sind das einfach nur überflüssige, überkomplizierte Features die von der Geschichte ablenken. Ich mag einfache Crafting Systeme wie in KotoR 1 oder das meiner Meinung nach genial einfache, aber dennoch komplexe in KotoR 2.

Ntürlich ist das unrealistisch das wenn ich zwei Leute umpuste und ne Quest löse auf einmal besser labern kann, tatsächlich ist es realistischer wenn ich wie in Elder Scrolls 5 mal rumhüpfe und dadurch auch in hüpfen besser werde. Ich mags trotzdem nit, learning by doing ist halt nit mein Ding.

Ich mag gerne Skill und Attributsbasierte Systeme wie D&D und DSA. Das Dragon Age System ist dem immerhin sehr nachempfunden. Von Gruppen RPGs bin ich bisher aber meines Wissens noch nie enttäscht worden, DAO und die beiden Drakensangs waren schon die schlechtesten und sie sind immer noch im Rahmen ganz gut, ich mag aber auch z.B. Vampire the Masquerade, wo man ja Solo unterwegs ist. Ich denke also, ich mag eine feste Story an der man sich entlanghangelt.

Die Spielwelt, also das reine Setting von DA Serie ist aber und das musst du doch zugeben, schon gut gelungen, besser als die von den Elder Scrolls oder? Wenn man es von der rein künstlerischen Ausarbeitung sieht. Die von den Elder Scrolls ist mir viel zu wischi waschi mit Orks, die durch Städte laufen, usw. Die von D&D ist sowieso über allle Zweifel erhaben, mit ihren netten Multiversum, meiner Meinung nach.

Schön das du mit mir einer Meinung bist, das Teil 2 besser ist als Teil 1, hört man nit oft. Dafür einen meiner seltenen Smileys. :D

Die Story von DA2 hab ich noch nit zu Ende gespielt, daher weiss ich nit wie gut sie im Endeffekt ist. Nett empfinde ich schon mal das wiederauftreten von Charakteren. Gut gelungen finde ich auch die Aufteilung in Chaptern. Dieses Aufteilen, nach der Haupthandlung in zumeist 4 Handlungsstränge, erstmals gut zu beobachten in KotoR empfinde ich als veraltet. Die Struktur ist jetzt eher Büchern nachempfunden. Seltsam das dies schon Baldurs Gate 1 besser gelöst hat ohne diese seltsame Aufteilung, mit einer ansonsten trotzdem recht offenen Welt.

Kurz noch auf Indy usw. eingegangen, beim ersten schauen vom Kristallschädel wurde mir auch schlecht. Aber beim zweiten Mal musste ich zähneknischernd zugeben, dass das immer noch irgendwie Indy war. Star Wars Episoden 1-3 sind in soweit in Ordnung, der dritte sogar recht nett, mit der Machtergreifungs-Analogie, bei der ersten Episode ist höchstens die Schlacht gefühlt lächerlich.

Um zum Schluss nochmal darauf einzugehen, warum ich denn überhaupt auf die Elder Scrolls zurückgreifen musste: Ich gönne jeden seinen Spass, aber hier hacken Leute auf Bioware herum völlig sinnfrei, dass sie angeblich die Totgeburt der Hölle geworden sind, weil sie ihre Wurzeln verraten hätten und andererseits spielen die selben Leute dann die Elder Scrolls oder z.B. Diablo, und finden das dann einfach nur gut. Das ist Schizophren bei dem einen das zu verlangen und beim anderen dass was der andere ändern sollte, dann wieder gut zu finden. Bioware macht als einziger Rollenspiele nach Baldurs Gate und Fallout 1+2 Muster immer noch, vor kurzem war auch noch Obsidian dabei, aber von denen kommt ja nix mehr in dieser Richtung und die Leute sind denen noch nit mal dankbar, ich bins jedenfalls, natürlich auch weil ich DA 2 bisher erfrischend nett finde. Aber auch sonst gibts im Moment so wenig Futter, dass man selbst mit einem halbgaren DAO zufrienden sein sollte.

Davon jetzt mal ganz ab, findest du die Wertungen von 4Players nit auch nen bisschen abgedreht? 70 % für DA 2, 76 % für NWN 2, dafür über 90% für DAO, bestimmt auch für Fallout 3 über 90% und auch gefühlt jeder gehypte Shooter an die 90 %, die sollte man auch nach dem selben künstlerischen Standard bewerten wie andere Spiele. Nen Super Mario z.B. kann meiner Meinung nach höchstens Dank seiner zur Schaustellung von Idiomen punkten und nett sein im Spielgefühl, aber dafür 90%? Vielleicht liegt das ja wirklich an diesen Prozentenschema, so was ist einfach unpassend. Da frage ich mich schon, ob die ihrer Aufgabe gerecht werden, etwas zu rezensieren.
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Brakiri
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von Brakiri »

FuerstderSchatten hat geschrieben:
So habe ich das nit gemeint mit dem Realismus, irgendwie muss ich mir ja Argumente aus den Fingern saugen, und ich glaube fast das weisst du ganz genau, dass es so nit gemeint war. Für mich sind das einfach nur überflüssige, überkomplizierte Features die von der Geschichte ablenken. Ich mag einfache Crafting Systeme wie in KotoR 1 oder das meiner Meinung nach genial einfache, aber dennoch komplexe in KotoR 2.
Also ich halte das Craftingsystem in Skyrim z.B. nicht für komplex. Erze sammeln/kaufen, Barren giessen, etwas Leder dazu, Rüstung schmieden, fertig.
Ntürlich ist das unrealistisch das wenn ich zwei Leute umpuste und ne Quest löse auf einmal besser labern kann, tatsächlich ist es realistischer wenn ich wie in Elder Scrolls 5 mal rumhüpfe und dadurch auch in hüpfen besser werde. Ich mags trotzdem nit, learning by doing ist halt nit mein Ding.
Keine Sache, aber zu sagen es wäre unrealistisch, gleichzeitig aber die NOCH unrealistischeren Regelwerke in "Schutz" nehmen, fand ich halt so inkonsistent und inherent unlogisch, das ich das mal erwähnen musste.
Ich mag gerne Skill und Attributsbasierte Systeme wie D&D und DSA. Das Dragon Age System ist dem immerhin sehr nachempfunden. Von Gruppen RPGs bin ich bisher aber meines Wissens noch nie enttäscht worden, DAO und die beiden Drakensangs waren schon die schlechtesten und sie sind immer noch im Rahmen ganz gut, ich mag aber auch z.B. Vampire the Masquerade, wo man ja Solo unterwegs ist. Ich denke also, ich mag eine feste Story an der man sich entlanghangelt.
Aus D&D bin ich mittlerweile "rausgewachsen". Zu wenig Skills, zu heftiger Powergain beim Aufstieg, zu geringe Freiheit bei Charakterentwicklung wegen Klassen-Zwangsjacke. Nicht mehr mein Ding. DSA4 ist da GURPS nachempfunden, und daher eher mein Ding.

Das Regelwerk von DA halte ich für sehr schwach. Es ist sehr flach, die Regeln funktionieren nicht richtig, die Zauberanzahl ist viel zu gering, die Balance für den Popo, sinnvolle Taktik ohne Logiklücken auszunützen kaum existent. Man erwischt sich dabei, beständig die gleichen Taktiken und Zauber zu verwenden. Sehr eintönig. Hier hätte der Griff nach einer Lizenz z.B. D&D, GURPS etc. wesentlich besser getan, als ein eigenes, halbgares und flaches Regelwerk zu entwerfen das Lizenzsystem nicht ansatzweise das Wasser reichen kann.

Vampire: Bloodlines ist eines der besten RPG der letzten 5 Jahre mMn. Schade das Troika pleite gegangen ist.
Die Spielwelt, also das reine Setting von DA Serie ist aber und das musst du doch zugeben, schon gut gelungen, besser als die von den Elder Scrolls oder? Wenn man es von der rein künstlerischen Ausarbeitung sieht. Die von den Elder Scrolls ist mir viel zu wischi waschi mit Orks, die durch Städte laufen, usw. Die von D&D ist sowieso über allle Zweifel erhaben, mit ihren netten Multiversum, meiner Meinung nach.
Nein, das sehe ich komplett anders. DA ist eine sehr generisch, zu stark der Erde und HdR angelehnter 0815-Fantasysuppe die wenig Eigenständiges hat. HdR-Hintergründe mit der grossen Armee, Horlocks, die genausogut auch Orks/Ulu-Kai heissen könnten. Orlais lässt sich leicht mit Frankreich identifizieren, Andrastes Geschichte ist sehr nahe an Joan d'Arc usw. Ich fand die Lore in DA:O komplett uninteressant, weil ähnlich schon sooft woanders gelesen. In DA2 wurde es etwas besser, weil man mehr über die Hörner-Typen und deren Beziehungen zu menschleichen Reichen erfährt.

Ich habe TES von Beginn an gespielt, und Bethesda hat es geschafft, eine eigene Welt mit viel Geschichte, eigener Götterwelt und den Deadras aufzubauen, die etwas anders funktioniert, als in vielen anderen Settings. Ausserdem gibt es einen interessanten Mix an Rassen, Gebieten mit eigener Geschichte wie Hammerfell, Morrowind, Cyrodill, Valenwood usw. Das alles hat DA nicht. 0815-Einheitsbrei.
Problem ist hier, dass du das glaube ich nicht so ganz beurteilen kannst(NO OFFENSE!) weil du die TES-Teile und deren Lore kaum oder nicht gespielt/erfahren hast(oder?). Ich habe alle TES und DA-Spiele gespielt, und denke das ich das recht gut vergleichen kann. Jedes TES-Game hatte seinen eigenen Charme, extrem viel Lore, Legenden denen man nachgehen konnte, Bücher und interessante Wechselwirkungen was Gebiete, Rassen und die Deadra/Götterwelt angeht. In DA:O erfährt man darüber sehr wenig, und viel fühlt sich generisch und seelenlos an. Die DA-Welt hat nichts, was ich nicht in ähnlicher Form, sogar SEHR ähnlicher Form nicht schon woanders gelesen/gesehen/gespielt habe.
Schön das du mit mir einer Meinung bist, das Teil 2 besser ist als Teil 1, hört man nit oft. Dafür einen meiner seltenen Smileys. :D

Die Story von DA2 hab ich noch nit zu Ende gespielt, daher weiss ich nit wie gut sie im Endeffekt ist. Nett empfinde ich schon mal das wiederauftreten von Charakteren. Gut gelungen finde ich auch die Aufteilung in Chaptern. Dieses Aufteilen, nach der Haupthandlung in zumeist 4 Handlungsstränge, erstmals gut zu beobachten in KotoR empfinde ich als veraltet. Die Struktur ist jetzt eher Büchern nachempfunden. Seltsam das dies schon Baldurs Gate 1 besser gelöst hat ohne diese seltsame Aufteilung, mit einer ansonsten trotzdem recht offenen Welt.
Empfinde ich halt so. DA:O war unerträglicher 0815-Einheitsbrei mit einer Story die so alt ist, dass man ihren Bart im Keller bewundern kann. Das man die "Story" bereits nach 2h Spielzeit kennt, hat auch nicht geholfen. Dieser pseudoepische Weltrettungsscheiss, wo man sich an jeder Ecke fragt:"Warum zum Teufel mache ich das überhaupt?", weil das Spiel keinerlei emotionales Feedback gibt, langweilt mich einfach nur. DA2 ist dahingehend besser, dass man einen persönlichen Antrieb hat. Es geht um die Familie und um eine Stadt die zur neuen Heimat wird.
Bei Kotor darfst du nicht vergessen, dass das schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Damals hat mir Kotor sehr viel Spass gemacht, weil die SW-Atmo gut rüberkam(und die SW-Welt noch in Ordnung war), UND weil sie das d20 System recht gut übertragen haben.
Kurz noch auf Indy usw. eingegangen, beim ersten schauen vom Kristallschädel wurde mir auch schlecht. Aber beim zweiten Mal musste ich zähneknischernd zugeben, dass das immer noch irgendwie Indy war. Star Wars Episoden 1-3 sind in soweit in Ordnung, der dritte sogar recht nett, mit der Machtergreifungs-Analogie, bei der ersten Episode ist höchstens die Schlacht gefühlt lächerlich.
Ich fand die neuen SW-Filme einfach nur schlimm. Ein völlig grenzdebil agierender Jedi-Rat, seelenlose CGI-Überfrachtung, ein vollkommen bescheuerter Anakin, der aus völlig abstrusen Gründen plötzlich Kinder abschlachtet, und der Rat nicht merkt, das sie ihn grade mit dieser unfreundlichen Behandlungen und Ablehnung in diese Richtung treiben. Mediclorianer, Yoda als Laser-Flummi, Obi-Wan der auf der grossen Echse rumreitet, und ein beständig keuchender Mechano-General der mit Laserschwertern rumfuchtelt (Von Jaja und Co will ich garnicht erst anfangen). Für mich haben die neuen Filme jede Mystik, jede Aura und jeden Respekt für die Charaktere zerstört. Hast du damals TIE-Fighter gespielt? Was war ich damals stolz, als Lord Vader mich persönlich angefordert hat, sein Wingman im TIE-Defenders zu sein. Jetzt ist Lord Vader für mich nur noch ein Vollidiot der aus Jedi-Ratmisshandlung und unnachvollziehbarer Charakterveränderung zum Bösen gewechselt ist, wärend der weise Jedirat locker zu den Kretins gezählt werden darf. Auch die Mystik bezüglich Force hat unter dieser Mediclorianer-Sache extrem gelitten. *schnaub*
Um zum Schluss nochmal darauf einzugehen, warum ich denn überhaupt auf die Elder Scrolls zurückgreifen musste: Ich gönne jeden seinen Spass, aber hier hacken Leute auf Bioware herum völlig sinnfrei, dass sie angeblich die Totgeburt der Hölle geworden sind, weil sie ihre Wurzeln verraten hätten und andererseits spielen die selben Leute dann die Elder Scrolls oder z.B. Diablo, und finden das dann einfach nur gut. Das ist Schizophren bei dem einen das zu verlangen und beim anderen dass was der andere ändern sollte, dann wieder gut zu finden. Bioware macht als einziger Rollenspiele nach Baldurs Gate und Fallout 1+2 Muster immer noch, vor kurzem war auch noch Obsidian dabei, aber von denen kommt ja nix mehr in dieser Richtung und die Leute sind denen noch nit mal dankbar, ich bins jedenfalls, natürlich auch weil ich DA 2 bisher erfrischend nett finde. Aber auch sonst gibts im Moment so wenig Futter, dass man selbst mit einem halbgaren DAO zufrienden sein sollte.
Du vergisst erneut etwas sehr wichtiges. Bethesda ist TES treu geblieben bezüglich Spieldesign und Zielgruppe, zumindest zum grossen Teil. Mit Skyrim haben sie einige Veränderungen integriert, die mir nicht gefallen(z.B. Wegfall des Spellmakers..Sakrileg!!). Überraschenderweise zehrt das aber weniger am Spielspass als ich dachte, denn viele Dinge sind auch verbessert/neu integriert worden. Bethesda hat ein wenig vereinfacht bei Skills und Attributen, wohl weil sie dachten es muss für die Konsolen-Klientel zugänglicher gemacht werden. Darunter hat das Gameplay aber nur gering gelitten. Ja, Fallout 3 war schwach, aber die TES-Games sind im Kern gleich geblieben.
Bioware hingegen ist komplett von interessanten NPCs/Stories und breitem Gameplay, zu 0815-Klischeefantasy mit überbordendem Kampfanteil und lahmen uralt-Stories gewechselt. In den neuen Bioware-Spielen kann man praktisch nichts mehr tun. Man kann labern, kloppen/ballern, und ab und zu ein paar Sachen finden. Das wars. Erkundung, interessante Settings mit Lore, spannende NPCs auch neben der Story, Entscheidungswirkungen usw. ist alles raus. Nichtmal ein vernünftiges Regelwerk haben sie hinbekommen oder lizensiert. Bioware Games sind komplett lineare und generische Spiele geworden, die für mich keinerlei Reiz mehr entfalten. Schau mal in DA2. Egal was du tust, das Ende ist immer gleich. Es spielt faktisch keine Rolle, für welche Seite du dich entscheidest, und das finde ich arm. Wenn ich merke, meine Aktionen haben keinerlei Einfluss auf das Ergebnis, dann fühle ich mich als Spieler hochgradig verarscht. Das ist in Skyrim z.B. nicht der Fall. Hier gibt es viele Nebenquestreihen, die (spürbaren) Einfluss auf die Welt haben, je nachdem welcher Seite du beistehst/was du tust. Das könnte immernoch besser sein, aber es ist schon ein Fortschritt bemerkbar.
Davon jetzt mal ganz ab, findest du die Wertungen von 4Players nit auch nen bisschen abgedreht? 70 % für DA 2, 76 % für NWN 2, dafür über 90% für DAO, bestimmt auch für Fallout 3 über 90% und auch gefühlt jeder gehypte Shooter an die 90 %, die sollte man auch nach dem selben künstlerischen Standard bewerten wie andere Spiele. Nen Super Mario z.B. kann meiner Meinung nach höchstens Dank seiner zur Schaustellung von Idiomen punkten und nett sein im Spielgefühl, aber dafür 90%? Vielleicht liegt das ja wirklich an diesen Prozentenschema, so was ist einfach unpassend. Da frage ich mich schon, ob die ihrer Aufgabe gerecht werden, etwas zu rezensieren.
Ja, komplette Zustimmung von mir. Die 90% für DA:O halte ich für den grössten Faux Pas den sich Jörg bisher geleistet hat. 76% für NWN2 ist ebenfalls ein ganz grosser Witz.
Wenn es nach mir ginge, hätte ich NWN2 irgendwo bei den mittleren 80 angesetzt, DA:O hätte bei mir nichtmal die 70er Marke geknackt, und DA2 wäre ein paar % über die 70 gekommen. Spürbare Verbesserung, aber immernoch kein wirklich "gutes" RPG.
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FuerstderSchatten
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von FuerstderSchatten »

@ Bakiri

Ich denke wir sind uns größtenteils einig bezüglich Analyse eines Rollenspiels, kommen aber zu verschiedenen Ergebnissen.

Die Elder Scrolls habe ich seit Morrorwind jeweils angespielt, wobei mir dieses auch am besten gefallen hat. Das Setting hat mir recht gut gefallen, eine nette Dunkle Atmosphäre, passend zu den "Dunkelelfen", leichter Konflikt innerhalb der Dunkelelfen Gesellschaft und auch zu den Einwanderern, Baustile der Umgebungen und Landschaften halfen der Immersion, aber der Rest der Umsetzung war katastrophal: keinerlei Feedback der NPCs (Marionetten), recht gernerische "Textquests", Questen waren vielfach aufs nötigste reduziert und stur auf Kampf oder Bringquests ausgelegt, unabwechslungsreiche Gegner, zu lose Geschichte, schlechtes langsames Kampfsystem (ist natürlich Geschmackssache). Morrorwind hab ich etwa 80 Stunden gespielt. Oblivion fand ich selbst noch das Setting äusserst langweilig oder sogar schrecklich, z.B. ich nenne es mal die Hölle. Dazu kamen Gegner die nit nur mitleveln, sondern die immer die gleichen waren, man sah nie mehr Ratten, sondern später überall Dämonen oder diese Spinnenwesen. Bis Stufe 20 zu schwer, ab Stufe 20 wirds dann einfach bis es sau einfach wird. Questen größtenteils langweilig und nit verständlich (hab nit so viele gemacht aber 2 Städte hatte ich halbwegs abgegrast und ich kann mich kaum an eine mehr erinnern. Hauptgeschichte äusserst unintressant und skrude erzählt. Man wird einfach nur hin- und hergeschickt, erinnert mich leicht an Half-Life 2, aber ohne den Witz, dass Gordon nit spricht. Wieder schlechtes Kampfsystem, wenn auch besser als in Morrowind. NPCs immer noch Puppen, die nit "reagieren", sondern einfach nur die selben Sachen in endlos Schleife machen und sagen. Hab ich ca. 40 Stunden lang gespielt.

Aber in einem muss ich dir recht geben die Bücher innerhalb der Spiels waren wirklich spitzenklasse: Es war wirklich seltsam, ich hab immer lieber die Bücher gelesen als das eigentliche Spiel gespielt (was mir sonst fast nie passiert, sonst betrachte ich sie höchstens als nette Abwechslung), das Problem hierbei ist aber, dass die Immersion die durch die Bücher aufgebaut wurde, durch das eigentliche Spielgeschehen wiedergegeben werden konnte. Z.B. die nette Geschichte mit den Typen der durch Bosper reist, er erzählt so unglaubliche Dinge, die alleine schon durch die blassen NPCs und die Größe der Kontinents unmöglich wären. Tamriel (ein Kontinent) ist ja kaum größer als Duisburg, vielleicht so groß wie Köln, zumindest wenn ich die Spielwelten mit den Karten bisher vergleiche. Aber wie gesagt an die meisten Bücher werde ich mich immer gerne erinnern.

Was ich dich aber fragen wollte, in welchem Rollenspiel ist den die Mechanik des Kämpfens nit der Hauptanteil? Ich find in DA 2 wird nit wesentlich häufiger gekämpft als in Jade Empire. In den Elderscrolls kann ich mich an kaum etwas anderes erinnern als dass ich gegen irgendwen gekämpft habe, wenn ich nit gerade dumpf durch die Gegend gewatschelt bin.


Zu Dragon Age Lore: unbestritten bedient sich die Spielewelt Anleihen an unsere Welt und auch an Tolkien, aber machen das alle mehr oder weniger, selbst D&D welches ja durch die Multiversen doch schön abgedreht ist. Elderscrolls ist da auch nit anders, Reich Deutscher Nationen Ananlogien fallen mir da direkt ein, aber hast natürlich recht, viele Anleihen sind unverkennbar, Orlais ist Frankreich, schließllich reden sie ja auch so. Der Erbauer hat viele Schnittpunkte mit dem Chritlichen Gott. Andraste erinnert natürlich stark an Jean D'Arc, usw.. Aber es behält ne gewisse Eigenständigkeit und auch abgedrehtheit. Außerdem passt das Geschehen im Spiel zu dem was uns die Lore vermittelt, was in Morrowind kaum der Fall war, wo die Geschichten unabhängig von den Geschehnissen im Spiel waren. Ich glaube nit mal die Hälfte der Elder Scrolls SPieler weiss, dass Zwerge in Tamriel ausgestorben sind, weil man dies nur in den Büchern erfährt und das auch gar nit wichtig für das Spiel ist.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 03.12.2011 23:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von reeBdooG »

Man kann das "dumpf durch die Gegend watscheln" aber auch mit erkunden und entdecken übersetzen. Und die Tatsache dass man in TES tatsächlich auch was entdecken kann hebt diese Spiele schon weit über die letzten Erzeugnisse aus dem Hause Bioware.

Der Kritikpunkt mit der unzusammenhängenden Geschichte ist sicher richtig, aber leider in einem open world game auch prinzipbedingt. Ist halt auch die Frage ob man lieber eine Geschichte erzählt bekommen will oder lieber eine Geschichte schreibt. Für ersteres greift man zu Bioware, für letzteres eher zu Bethesda. Beide Herangehensweisen finde ich ok.

Und zu den Zwergen setze ich noch einen drauf:
Ich wette dass die meisten TES Spieler nicht wissen das Zwerge in diesem Universum eigentlich Elfen sind. Aber ist das Spiel jetzt schlecht nur weil nicht auch der faulste Spieler alles direkt beim ersten Anspielen mitbekommt? Ich würde eher das Gegenteil behaupten!
Zuletzt geändert von reeBdooG am 03.12.2011 23:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von FuerstderSchatten »

reeBdooG hat geschrieben:Man kann das "dumpf durch die Gegend watscheln" aber auch mit erkunden und entdecken übersetzen. Und die Tatsache dass man in TES tatsächlich auch was entdecken kann hebt diese Spiele schon weit über die letzten Erzeugnisse aus dem Hause Bioware.

Der Kritikpunkt mit der unzusammenhängenden Geschichte ist sicher richtig, aber leider in einem open world game auch prinzipbedingt. Ist halt auch die Frage ob man lieber eine Geschichte erzählt bekommen will oder lieber eine Geschichte schreibt. Für ersteres greift man zu Bioware, für letzteres eher zu Bethesda. Beide Herangehensweisen finde ich ok.
Für mich ist es durch die Gegend watscheln, für andere halt was schönes. Ist auch ok so.
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von Brakiri »

FuerstderSchatten hat geschrieben:@ Bakiri

Ich denke wir sind uns größtenteils einig bezüglich Analyse eines Rollenspiels, kommen aber zu verschiedenen Ergebnissen.

Die Elder Scrolls habe ich seit Morrorwind jeweils angespielt, wobei mir dieses auch am besten gefallen hat. Das Setting hat mir recht gut gefallen, eine nette Dunkle Atmosphäre, passend zu den "Dunkelelfen", leichter Konflikt innerhalb der Dunkelelfen Gesellschaft und auch zu den Einwanderern, Baustile der Umgebungen und Landschaften halfen der Immersion, aber der Rest der Umsetzung war katastrophal: keinerlei Feedback der NPCs (Marionetten), recht gernerische "Textquests", Questen waren vielfach aufs nötigste reduziert und stur auf Kampf oder Bringquests ausgelegt, unabwechslungsreiche Gegner, zu lose Geschichte, schlechtes langsames Kampfsystem (ist natürlich Geschmackssache). Morrorwind hab ich etwa 80 Stunden gespielt. Oblivion fand ich selbst noch das Setting äusserst langweilig oder sogar schrecklich, z.B. ich nenne es mal die Hölle. Dazu kamen Gegner die nit nur mitleveln, sondern die immer die gleichen waren, man sah nie mehr Ratten, sondern später überall Dämonen oder diese Spinnenwesen. Bis Stufe 20 zu schwer, ab Stufe 20 wirds dann einfach bis es sau einfach wird. Questen größtenteils langweilig und nit verständlich (hab nit so viele gemacht aber 2 Städte hatte ich halbwegs abgegrast und ich kann mich kaum an eine mehr erinnern. Hauptgeschichte äusserst unintressant und skrude erzählt. Man wird einfach nur hin- und hergeschickt, erinnert mich leicht an Half-Life 2, aber ohne den Witz, dass Gordon nit spricht. Wieder schlechtes Kampfsystem, wenn auch besser als in Morrowind. NPCs immer noch Puppen, die nit "reagieren", sondern einfach nur die selben Sachen in endlos Schleife machen und sagen. Hab ich ca. 40 Stunden lang gespielt.
Hier ist Skyrim etwas besser geworden. Es gibt zwar immernoch viele "misc" Quests, aber diese muss man nicht machen. Die Gildenstories sind wieder nett(obwohl mir die Magiergilden-Questreihe zu kurz ist), und die Hauptquest ist besser als bei Oblivion. Ein grosses Plus sind diesmal die Dungeons. Nicht random generiert, sondern handgemacht und fast jeder erzählt eine eigene Geschichte(Mit Notes, Tagebüchern, Geistern die es dir erzählen usw. Schöne Sache. Auch die Deadra-Quests sind wieder nett. Das Mitleveln ist nun durch die neue Mechanik etwas erträglicher geworden. Das Kampfsystem in Oblivion fand ich jetzt nicht schlecht. Ich hab mir einmal locker 15min Nahkampf mit einem Banditenchef geliefert. War nett ;)
Aber in einem muss ich dir recht geben die Bücher innerhalb der Spiels waren wirklich spitzenklasse: Es war wirklich seltsam, ich hab immer lieber die Bücher gelesen als das eigentliche Spiel gespielt (was mir sonst fast nie passiert, sonst betrachte ich sie höchstens als nette Abwechslung), das Problem hierbei ist aber, dass die Immersion die durch die Bücher aufgebaut wurde, durch das eigentliche Spielgeschehen wiedergegeben werden konnte. Z.B. die nette Geschichte mit den Typen der durch Bosper reist, er erzählt so unglaubliche Dinge, die alleine schon durch die blassen NPCs und die Größe der Kontinents unmöglich wären. Tamriel (ein Kontinent) ist ja kaum größer als Duisburg, vielleicht so groß wie Köln, zumindest wenn ich die Spielwelten mit den Karten bisher vergleiche. Aber wie gesagt an die meisten Bücher werde ich mich immer gerne erinnern.
Naja, die Sache ist einfach die, dass du irgendwann fertig werden musst. Wenn du eine Fläche so gross wie Deutschland mit Quests, Städten und Lokationen besiedeln müsstest, wäre das Spiel 20 Jahre in der Entwicklung. Bei DA:O waren sie ja noch fauler. Es gab nur ein paar Punkte auf der Karte zum anklicken, und Schlauchlevels wos mal eine Pflanze zu pflücken gab, das wars. DA:O gibt dem Explorer genau nichts.
Über solche technischen Notwendigkeiten bei Openworldern, dass man lieber etwas kleiner macht, aber per Hand anstatt riesig und generischen Inhalte, kann ich mich nicht aufregen.
Gothic war noch kleiner, hat aber übers Chaptersystem superviel Spass gemacht.
Die NPCs in Skyrim sind besser geworden. Nicht Mass Effect oder Kotor-Niveau, aber besser als vorher.
Was ich dich aber fragen wollte, in welchem Rollenspiel ist den die Mechanik des Kämpfens nit der Hauptanteil? Ich find in DA 2 wird nit wesentlich häufiger gekämpft als in Jade Empire. In den Elderscrolls kann ich mich an kaum etwas anderes erinnern als dass ich gegen irgendwen gekämpft habe, wenn ich nit gerade dumpf durch die Gegend gewatschelt bin.
Prominentes Beispiel ist Planescape:Torment. Dort sind fast alle Kämpfe vermeidbar.
Auch Vampire Bloodlines hatte relativ wenig Kampf.
Hauptproblem bei DA:O war aber nicht nur die schiere Anzahl, sondern vorallem die Länge der Kämpfe. Wenn Random-Encounter mit Hurlocks zu 20min Durchhaltegefechten ausarten, weil die gleichen Gegner mitleveln und beständig mehr HP und Rüstung kriegen, taktisch aber keine grössere Herausforderung sind als vorher, dann nervt das irgendwann ganz gewaltig. DA2 war diesbezüglich besser, weil die Kämpfe zwar auch penetrant oft, aber eben schneller wieder vorbei waren. Spätestens als man den Lightning Storm hatte. Das zaubert man 2 mal, und 90% der Gegner sind weg.
Der Unterschied ist einfach: Ein Kampf muss Spass machen, spannend sein, und darf nicht ZU lange dauern, wenns kein wichtiger Kampf ist.
Das alle war bei DA:O anders. Es gab viele Gefechte, die sehr lange gedauert haben, und pott-langweilig waren.
Wenn du die komplette Spielzeit anguckst, sind in DA:O 75% davon Kampf. Lange, unnötige, sinnlose und taktisch anspruchslose durchhaltekämpfe die so tierisch genervt habe, das ich aufgehört habe. Gefühlt hatte sogar Diablo 2 weniger Kampf, und das ist unmöglich. Aber es fühlte sich so an.

In Skyrim wird auch oft gekämpft, aber du kannst auch hier Kampf vermeiden, dem Kampf zugucken, wenn du Beschwörer bist, oder eben den Silent Killer spielen, wos garnicht zum Kampf kommt.
Hier nervt der Kampf nicht.
Bei Jade Empire hatte ich nicht das Gefühl des vielen Kampfes. Ist aber schon wieder länger her, mein Gedächtnis kann sich da irren.

Generell ist der Trend zu mehr Gekloppe um Spielzeit zu schinden echt übel. Ein RPG das Konflikte auch anders, friedlich lösbar macht, wie in Torment, gibt es wohl nie wieder. Dafür sind alle Entwickler zu pbsessed damit, den lowest common Denominator zu erfüllen: Dumpfe Gewalt als Lösungsmethode. Einfach nur traurig. Was man teilweise für abgefahrene Gespräche als Konfliktlösung in Torment hatte, das wissen die jungen Spieler heute schon garnicht mehr. Das war eine ganz andere Spieltiefensituation.
Das Questdesign in DA:O war ja auch nix besonderes. Die meisten Quests waren viel Gekloppe. Nichtmal die Schwester-Sache mit Alistair war irgendwie gut gemacht. 5min gelangloses Gelaber, und die Sache bleib ungelöst und war vorbei, anstatt daraus eine persönliche und schöne Quests zu machen, um mit der Schwester ins reine zu kommen. Nein, 2min belangloses blabla. Fertig. Armseilg was da für Potenzial in den Gulli gekippt wurde. Oder diese Quest mit Fireriver oder wie das Dorf hiess...die komplette, ewig lange Quest war Gekloppe.
Zu Dragon Age Lore: unbestritten bedient sich die Spielewelt Anleihen an unsere Welt und auch an Tolkien, aber machen das alle mehr oder weniger, selbst D&D welches ja durch die Multiversen doch schön abgedreht ist. Elderscrolls ist da auch nit anders, Reich Deutscher Nationen Ananlogien fallen mir da direkt ein, aber hast natürlich recht, viele Anleihen sind unverkennbar, Orlais ist Frankreich, schließllich reden sie ja auch so. Der Erbauer hat viele Schnittpunkte mit dem Chritlichen Gott. Andraste erinnert natürlich stark an Jean D'Arc, usw.. Aber es behält ne gewisse Eigenständigkeit und auch abgedrehtheit. Außerdem passt das Geschehen im Spiel zu dem was uns die Lore vermittelt, was in Morrowind kaum der Fall war, wo die Geschichten unabhängig von den Geschehnissen im Spiel waren. Ich glaube nit mal die Hälfte der Elder Scrolls SPieler weiss, dass Zwerge in Tamriel ausgestorben sind, weil man dies nur in den Büchern erfährt und das auch gar nit wichtig für das Spiel ist.
Naja, ich muss dazu sagen, das Morrowind der einzige TES-Teil war, der nicht an mich wollte. Ich habe es 3 oder 4 mal probiert, aber die Welt war so steril, so unglaubwürdig, so leer ..ich weiss nicht. Alle meinen Morrowind wäre besser als Oblivion, aber warum kann irgendwie keiner genau sagen. Oblivion habe ich nur mit dem grossen OOO-Mod gespielt, der viele wichtige Dinge verändert hat. Mit diesem Mod habe ich Oblivion sicher insgesamt 500-600h gespielt. Mal als Magier, mal als Bogenschütze, mal als Krieger in fetter Rüstung. In Oblivion gab es tollen Gildenquestreihen, und abgefahrene Quests wie der Maler, der in seinem eigenen Bild gefangen war usw. Die Questreihe der Diebesgilde z.b. ist echt gut.
Bei Openworldern interessiert mich die Mainquest ehrlich gesagt erst sehr spät im Game, und die Hauptquest war bisher in Fallout 3 am beschissensten. Dagegen war die in Oblivion noch ok.

In Skyrim sind Lore und Geschehnisse recht gut verwoben. Viele Dinge die man in Büchern liesst kann man teilweise direkt miterleben, oder bekommt die auch erzählt, und kann den Hinweisen nachgehen..schon gut gemacht.

Wie gesagt, ich finde DA hat vom Setting her nix eigenständiges. Alles ist aus anderen Dingen und Klischees abgeleitet und zusammengefrimmelt.
In TES hat sich vieles entwickelt, und wird konsistent gehalten. Auch in Arena war die Lore schon interessant.
Ich hab halt schon so viel an Fantasy gelesen, gespielt und geguckt, das ich in DA halt echt nichts finden konnte, was ich nicht schon irgendwann mal gehört hatte. In TES ist das halt anders.
Das aber auch Altes zu Neuem verbinden funktionieren kann, zeigt Mass Effect. Der zweite Teil ist Mist, aber der erste Teil hat eine tolle Welt etabliert. Obwohl nichts davon wirklich neu war, war es doch eine interessante und glaubhaftee Welt.
Die Prothean-Storymit der Citadelle und den REavers fand ich schon spannend. Auch die Differenzen im Council, den arschigen Human ambassador usw. hat eine lebendige Welt gezaubert.
Das ging mir halt mit DA nicht so. Alles schon gesehen, alles steif und unglaubwürdig mit Logiklücken ohne Ende. Grosser 0815-Klischeefantasybrei. Überall ein wenig geklaut und einmal umgerüht, aber so richtg schmecken wollte es nicht.
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von FuerstderSchatten »

@ Bakiri

wirst schon recht haben, von den "Neben"-Quests in Dragon Age brauchst du erst gar nit anzufangen, die Hauptquesten waren soweit in Ordnung, ich fand auch Redcliff am langweilligsten, kann dir aber nit genau sagen warum. Die Kämpfe fand ich am besten an DAO, was aber nit normal ist, denn ich habe eigentlich ne gute Durchmischung von Schwätzen und Kämpfen gerne. Da mir aber die meisten Gespräche in DA 1 ausser in den Tiefen Wegen!!! (da gab es nur 5 Min Gespräche) Ohrenkrebs verursachten, waren die Kämpfe das Highlight. Und eins muss man dem Spiel ja lassen, die Kämpfe finde ich nit schlecht. Ich schnetzle mich zwar auch gerne wie in NWN 2 durch die Gegnermassen, aber die herausfordenden taktischen Kämpfe hier waren auch wirklich nett. (ich bin ja nit durch OnlineRPGs abghärtet). So oft gestorben bin ich jedenfalls noch in keinen Spiel (ich hab schon neu geladen wenn einer meine Kämpen umgekippt ist, also nit wirklich gestorben), hat dann schon Spass gemacht die Kämpfe richtig zu lösen.

Zu Torment: ich hab das erst vor gut nem Jahr das letzte Mal gespielt und auch da gibts ne Menge unvermeidbarer Kämpfe. Spontan fallen mir die Kämpfe z.B. Verdamnis zum Schluss, im Schloss des Bösewichts, unter Sigel bei den Untoten, in Baator. Aber hast schon recht: Anteilig war das Schwafeln höher und dieses war auch keineswegs uninteressant, sondern fördert die Atmosphäre. Z.B. in Sigel diese Kugeln in der Oberstadt, in der deine Vorgeschichte erzählt wird, wirklich außergewöhnlich einfallsreich, diese Verwebungen der Geschichte des Namenlosen.

Gothic finde ich schrecklich, hab aber nur Teil 2 gespielt. Viel schlimmer als Oblivion und Co. Selbst Fallout 3 finde ich besser.

Ich glaube bei den Openworldern kommen wir auch nit auf nen gemeinsamen Nenner: Ich z.B. finde es extrem antiklimatisch, wenn die NPCs routen verfolgen und ihren Tagewerk folgen, einfach weil ich andes über NPCs denke. Ich denke über die eher wie im Film: es ist unintressant, ob die NPCs irgendwann schlafen, weil sie im Prinzip nur für mich leben, deswegen sollen sie auch immer an Ort und Stelle sein und nit Routen verfolgen, welche ich bisher auch immer als höchst peinlich empfand:
In Fallout 3 hat der Scheriff immer dieselbe Route verfolgt, ich finde das nit realistisch, sondern eher immersionszerstörend. Für mich spricht auch nix dagegen, wenn ich in ne Bar gehe, dass alle NPCs die dort auch sein sollen, da auch bleiben. Ich vergleiche das gerne mit nem Bud Spencer und Terrence Hill Film, wenn der Regisseur meint es ist Zeit für ne Kneipenschlägerei, dürfen die NPCs nit einfach zu Hause ihren Tagewerk nachgehen oder ihren Rausch ausschlafen.

Zu den Hauptquesten kann ich dir herzlich wenig sagen, denn in Fallout 3 habe ich schon vor dem Radioturm aufgegeben, in Oblivion nach der ersten Hölle (die auch noch sau schwer war, weil ich extrem hochgelevelt war, als ich die gemacht habe). Und in Morrorwind irgendwann nach dem ersten Quest in der Zwergenmine. Haben mich einfach alle nit gepackt.

Egal, ich kann deine Meinung jedenfalls gut akzeptieren, weil du sie mir auch ausführlich dargelegt hast und ich merke, dass du weisst wovon du sprichst, weil du dich offensichtlich mit dem Genre auseinandergesetzt hast. Viele Leute laufen einfach nur nen Hype nach und das sehe ich bei dir nit so, ausserdem hast du genug Erfahrung, was wohl daran liegt das du mehr als ein Spiel gespielt hast. Ich liebe ja Typen die sagen: Bioware, sind das nit die Entwickler die das super DAO gemacht haben und jetzt Mist sind. Zum Vergleichen braucht man natürlich auch Material im Portfolio.

Mal ne andere Frage: Hast du Arcanum gespielt? Würd mich mal intressieren.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 04.12.2011 11:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Electronic Arts: BioWare mit Social-Sparte

Beitrag von FuerstderSchatten »

reeBdooG hat geschrieben: Und zu den Zwergen setze ich noch einen drauf:
Ich wette dass die meisten TES Spieler nicht wissen das Zwerge in diesem Universum eigentlich Elfen sind. Aber ist das Spiel jetzt schlecht nur weil nicht auch der faulste Spieler alles direkt beim ersten Anspielen mitbekommt? Ich würde eher das Gegenteil behaupten!
Bist du dir da sicher, dass die Dwemmer oder wie die heissen, Elfen sind? Ich dachte das wären Zwerge, aber kann schon sein. Ist ja auch schon Jahre her.