mr archer hat geschrieben:
Und Autofahrer in Berlin muss man auch ein bisschen verstehen. Die haben es nicht leicht hier. Von rücksichtslosen und todessehnsüchtigen Radfahrern im täglichen Straßenverkehr massiv bedrängt. Spanische Hostel-Touristen kotzen ihnen nachts am Straßenrand die Windschutzscheibe voll. Und desorientierte Jugendliche zünden ihnen wenns dumm kommt die Kiste an.
Da wird man über die Jahre dünnhäutig. Hö hö.
Na dann ist das ja verständlich. Man muss den Berlinern aber auch zu Gute halten, dass die Autofahrer in Florenz (vielleicht sogar ganz Italien- aber man soll ja nicht alle über einen Kamm schreren) tendenziell noch schlimmer sind. Selbst über einen Zebrastreifen laufen kann zum Abenteuer ohne Schnellspeicherfunktion werden und Fahrradfahrer sollten dort eigentlich nur mit Martinshorn und tausend Blinklichtern unterwegs sein.
Vielleicht ist man da als Dorftrottel aber auch ein wenig spießig.
die geilste Aussage wieder seit langem von Ubi.... die sind wohl nicht auf den neusten Stand (oder wollen es nicht sein) vor 3 Monaten waren die meisten Downloads von Spielen 1. Wii 2. Xbox 3. PS3 und dann erst (an vierter stelle) der PC ^^
aber lassen wir UBI die Illusion, haben ja eh kaum absatz mehr auf PC wegen ihrem DRM System.
XIII13 hat geschrieben:Dabei sollten die PC-Verkaufszahlen der letzen Multiplatformer doch eigentlich ein deutliche Sprache sprechen...
Normalerweise schon, aber die Chefetagen der entsprechenden Publisher sind dermaßen hohlraumversiegelt, da gelten grundsätzlich nur die Raubkopierer als Ursache für beschissene Verkaufszahlen.Dass Spiele einfach mal scheiße sein können und sich deshalb schlecht verkaufen ist bei den Herrschaften völlig undenkbar.
Das ganze endet dann in einem ziemlich absurden Kreislauf.
-> Spiele sind schlecht, Kopierschutzmaßennahmen vielen Kunden zu restriktiv.
=> schlechte Verkaufszahlen
-> Merkbefreite Cheftage "analysiert", Spielequalität bleibt gleich schlecht, DRM wird noch restriktiver
=> schlechte Verkaufszahlen
und so dreht sich das dann im Kreis
Jo, das liegt vielleicht auch daran, dass Menschen allgemein dazu neigen, die Fehler grundsätzlich bei Anderen zu suchen. Und ich kann mir vorstellen, dass in so mancher "Chefetage" ziemlich verkorkste Egos sitzen, die sowieso nie was falsch machen (schließlich sitzen sie ja im Chefsessel...).
Brakiri hat geschrieben:Ubisoft..Ubisoft....wer war das nochmal?
Wielange ist das letzte gute Spiel von denen her?
Wieso stellst du solche Fragen? Jetzt muss ich anfangen nachzudenken und das mag ich gar nicht. Kann im Falle dieser Frage sogar noch lange dauern. Mensch!
Release 2005, also 6 Jahre her.
Kein Wunder warum ich den Publisher nicht mehr auf dem Radar habe.
Splinter Cell war btw. nie was für mich. Auch die Assassins Creed-Teile, die ja neuer sind, haben mir nicht gefallen. Beim ersten Teil hab ich die Demo nach 10min wieder ausgemacht.
Brakiri hat geschrieben:Release 2005, also 6 Jahre her.
Kein Wunder warum ich den Publisher nicht mehr auf dem Radar habe.
Splinter Cell war btw. nie was für mich. Auch die Assassins Creed-Teile, die ja neuer sind, haben mir nicht gefallen. Beim ersten Teil hab ich die Demo nach 10min wieder ausgemacht.
Also es gibt ja Leute, die Call of Cthullu: Dark Corners of the earth ganz gut fanden. Das wäre immerhin von 2006. Sachen jüngeren Datums habe ich hier bei mir aber auch nicht herumzustehen.
War ja klar, dass alle gleich wieder schimpfen. Mich interessiert das alles mittlerweile nicht mehr, wenn ich mir mal ansehe wie viele Zocker in meinem Bekantenkreis raubkopieren anstatt sich Games zu kaufen kann ich verstehen, dass Publisher zu solchen Maßnahmen greifen. Nie im Leben würde ich aber auf die Idee kommen mir stattdessen eine Konsolenversion zu kaufen, wenn eine PC-Version auch mit DRM verfügbar ist.
Konsolen sind doch auch nichts anderes als unflexible DRM-Kisten. Ich kann meine Spiele nur auf einem einzigen System spielen, und eine oder zwei Generationen später, wenn keine Konsole diese Spiele mehr abspielt, was mache ich dann? 20 Konsolen besitzen und immer anschließen, wenn ich darauf zocken will? Das nenn' ich nutzerunfreundlich.
Auf dem PC kann ich meine alten Games heute immer noch zocken. Und sogar so wie ich will: Am Schreibtisch mit Maus und Tastatur, auf dem Sofa mit dem Gamepad, unterwegs auf dem Notebook. Und ich kann (nahezu) sicher sein, dass ich auch in fünf bis zehn Jahren meine Lieblingsspiele noch ohne Probleme auf meiner dann aktuellen Hardware zocken kann, durch Mods wahrscheinlich schöner als vorher, und zwar ohne nennenswerte Mehrkosten. Auf den Konsolen lachen sich die Publisher tot, dass sie allen Fans das gleiche Spiel als HD-Remake nochmal verkaufen können. Wohlgemerkt wieder an das System gebunden, ob die Downloadtitel auf zukünftigen Plattformen unterstützt werden steht in den Sternen.
Und wer sich jetzt furchtbar aufregt und mit Boykott droht ist einfach nur sentimental und erkennt die Zeichen der Zeit nicht. Das Konzept Medien selbst zu besitzen und auf Datenträgern zu erwerben ist doch nahezu überholt. Das betrifft das ganze Angebot an Medien. Die Musikindustrie ist da schon weiter, selbst der erfolgreiche Verkauf von MP3s über iTunes, Amazon und Co. ist bereits überholt und wird abgelöst durch Flatrate-Streaming-Dienste wie Spotify (bzw. Simfy in Deutschland). In Bezug auf Usability und Preis-/Leistungsverhältnis absolut unschlagbar, und solche Modelle werden sich auch bei Filmen und Spielen durchsetzen sobald die Infrastruktur flächendeckend verfügbar ist.
Sogar Comics und Bücher werden vermehrt digital gekauft.
Was wir hier erleben ist der tatsächliche, viel beschworene Wandel von Medien als Produkte zu Medien als Service.
Die einzigen die hier möglicherweise schlechter wegkommen sind die Sammler. Die müssten dann wohl oder übel auf Merchandise ausweichen (bzw. auf kleinere Auflagen an physischen Datenträgern, die natürlich trotz allem lange nicht vom Markt verschwinden werden), wenn sie sich wirklich gerne Staubfänger ins Regal stellen möchten, so wie ich z. B. sehr gerne Vinyl kaufe, obwohl ich nahezu ausschließlich digitale Musik nutze.
Ich sage also vergesst einfach mal die Sentimentalität und Nostalgie und freut euch auf die neuen Möglichkeiten und Technologien, die das Internet ermöglicht. In dem Moment, in dem Steam und Ubisoft die Server abschalten und Spiele nicht mehr genutzt werden können, dann könnt ihr euch aufregen. Mich wird das in dem Moment vermutlich nicht mehr interessieren, weil ich dann schon längst einen Streaming-Service nutze durch den alles was ich spielen möchte immer und überall verfügbar ist.
Deuterium hat geschrieben:Ich finde die DRM Maßnahmen von Ubisoft klasse. Dadurch bin ich vor ihren Spielen geschützt und komme erst gar nicht in Versuchung, den Quatsch zu kaufen. Danke Ubisoft.
So sieht es aus. Solange der Mist aktiv eingesetzt wird kommt mir kein Titel von Ubisoft ins Haus. Da stecke ich mein Geld doch lieber in Titel ohne überflüssige Kundengängelungsmechaniken.
@ Vegan Gamer
Denk mal drüber nach was du hier erzählen willst. Nach deiner Logik müsstest du bei jedem abspielen einer MP3 dich erst online anmelden, oder dauernd online sein. Ist Blödsinn oder? Also, warum soll es bei Spielen gut sein, bei denen man vom Spielverlauf her auch "offline" zocken kann? Es gibt nicht einen Grund für uns Kunden das wir das gutheißen sollten. Optional online anmelden, ok. Zwanghaft online sein, nicht ok.
Das hat nichts mit der glorreichen neuen Zeit zu tun, das ist einfach unnötiger Ballast den wir als zahlende Kunden mit rumschleppen sollen. Es wäre so leicht uns alle Möglichkeiten zu eröffnen wie wir die Medien konsomieren wollen. Daheim am PC, unterwegs am Laptop oder Smartphone, oder gar direkt Online in der Cloud wenn man so will. Warum sollte ich mich da künstlich einschränken lassen wollen? Nur damit der Wasserkopf der Publisher seinen Investoren etwas im Kampf gehen die Raubkopierer und Gebrauchtwarenkäufer etwas an Bemühungen "vorzeigen" kann? Neeee danke.
Zuletzt geändert von anigunner am 01.09.2011 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
Vegan Gamer hat geschrieben:
Sogar Comics und Bücher werden vermehrt digital gekauft.
Abgesehen von all Deinen Weltsichten, die man nicht teilen muss, die ich aber zumindest tollerieren kann: Wer Comics digital kauft gehört öffentlich auf dem Marktplatz mit faulem Obst beworfen und dann nackt und schutzlos nachts im Wald ausgesetzt.
Wenn DRM was bringen würde, dann könnte man deine Ansicht vielleicht nachvollziehen, aber da dies nicht der Fall ist, und man damit dem ehrlichen Kunden das Leben schwer macht, hat DRM 2 Effekte die genau das Gegenteil davon bewirken, was intendiert ist.
1. Man hält niemanden vom kopieren ab -> DRM als Instrument ist also ineffektiv und ineffizient
2. Man verringert den Wert des Produktes für den ehrlichen Käufer, was weniger Verkäufe nach sich zieht.
Zu guter letzt kosten DRM-Maßnahmen Geld. Vielleicht sollte man den Kapitalgebern mal ein Crashkurs in elementarer Logik verpassen.
Na obwohl..ein wenig Common Sense reicht ja schon.
@vegan gamer
Ich bin stolz drauf ein sentimentaler Idiot zu sein. Ich stelle mir gerne Staubfänger ins Regal. Das gibt mir die Möglichkeit, nostalgisch zu werden. Ich glaube zu einer ersten Platte hat jeder ein engeres Verhältnis, als zu seinem ersten Gigabyte digital gekaufter Musik. Musik auf digialem Weg zu kaufen, kommt mir persönlich gar nicht in die Tüte. Hier würden die Mp3 Daten zwischen unehrenhaft erlangten Daten verschimmeln und mir die Möglichkeit genommen, ein sentimentaler Idiot zu sein, der sich hin und wieder vor sein CD Regal stellt und vielleicht sogar mit jeder Platte eine kleine Geschichte verbindet. Der Mensch ist emotional und das unterscheidet ihn von einem Computer.
Bei Spielen handhabe ich das genauso. Digitaler Vertrieb kommt nur dann in Frage, wenn es auf keinen Fall anders geht. Das ist meine Art mit Medien umzugehen. Ein schön geordnetes Bücherregal stellt doch jede Datensammlung auf dem Rechner in den Schatten. Natülich kann ich deine Meinung aber trotzdem akzeptieren.
Zum Kopierschutz dann:
Es mag ja sein, dass viele in deinem kriminellen (hehe) Bekanntenkreis Spiele nicht so sauber konsumieren, aber es bleibt die Frage stehen, ob sie die Spiele, wenn sie sie nicht gekekst bekommen, legal erwerben würden. Das würde ich mal ernsthaft bezweifeln. Eine raubkopierte Version ist noch lange keine nicht verkaufte Version. Ich kenne auch so Leute. Die laden alles und jeden und am Ende spielen sie jedes Spiel vielleicht mal an. Hauptsache haben.
Bei dem Ubisoftschrott siehts am Ende nur so aus, dass die Kopierer das rundere Erlebnis haben, weil sie keinen Knatsch mit UbisoftDRMMaßnahmen haben. Und das ist abzulehnen.
Deuterium hat geschrieben:@vegan gamer
Ich bin stolz drauf ein sentimentaler Idiot zu sein. Ich stelle mir gerne Staubfänger ins Regal. Das gibt mir die Möglichkeit, nostalgisch zu werden. Ich glaube zu einer ersten Platte hat jeder ein engeres Verhältnis, als zu seinem ersten Gigabyte digital gekaufter Musik. Musik auf digialem Weg zu kaufen, kommt mir persönlich gar nicht in die Tüte. Hier würden die Mp3 Daten zwischen unehrenhaft erlangten Daten verschimmeln und mir die Möglichkeit genommen, ein sentimentaler Idiot zu sein, der sich hin und wieder vor sein CD Regal stellt und vielleicht sogar mit jeder Platte eine kleine Geschichte verbindet.
Ich stell mich mal hier mit dazu.
Wenn ich von meinem Schreibtisch rüber zum Regal schaue, sehe ich dort meine Videospiel-Sammlung. Und drunter meine Musik-Sammlung. Unter anderem schön nebeneinander das Gesamtwerk von Tom Waits. Der übrigens zum Thema Internet und Digitalem so seine ganz eigenen Ansichten hat:
Und gleich hier neben mir auf der anderen Seite steht mein aus einem ehemaligen Bettkasten selbstgebautes Bücherregal mit der Belletristik. Lauter gute alte Bekannte, diese Bücher. Freundliche Gesichter, die mit ihren Buchrücken zu mir herein schauen.
Ein guter Bekannter hat mir mal gesagt, er stellt sich bei Leuten zuhause immer erstmal vors Bücherregal, um mehr über sie zu erfahren. Der ist auch gerade mal 34.
So gesehen - Dir viel Spaß mit Download und Co. Ich bleib dann einfach mal zurück in meiner Welt, wo es noch eine Haptik der Dinge gibt.