Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

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greenelve
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von greenelve »

der_durden hat geschrieben:So ganz verstehe ich nicht, wie man etwas verteidigt, was seine persönlichen Rechte einschränkt.
Wenn man davon kein Gebrauch macht, stört es einen auch nicht. Ob es eine Abwrackprämie gibt oder nicht und wie diese abläuft, ist hauptsächlich für Autobesitzer interessant. Nicht-Autobesitzer ist egal, wie das rechtlich abläuft.
Wen interessiert der ganze Onlinekram, wer mit seiner Konsole eh nie online ist. Anstatt sich zu anstrengend zu beschweren, wird ruhig und offline weitergespielt.

Mal als mögliche Erklärung wieso, weshalb, warum. :winkhi:
Zuletzt geändert von greenelve am 04.01.2013 16:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Stormrider One
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Stormrider One »

Lumilicius

Ausgelutscht .....und weiter?



MFG
Zuletzt geändert von Stormrider One am 04.01.2013 16:45, insgesamt 2-mal geändert.
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Deadringer
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Deadringer »

der_durden hat geschrieben: Wie gesagt, ich kann es nur sehr schwer nachvollziehen, wie manche, eine immer weiter fortschreitende Gängelung der Kundschaft zu verteidigen wissen. Lasst uns doch ganz zur Herde der Industrie werden.
Es ist auch nicht nachzuvollziehen. Aber vielleicht ist Zierfisch Sony Mitarbeiter :)

VW könnte nun auch ihre Autos auf den Erstkäufer oder Zweitkäufer beschränken um somit den Gebrauchtwagenmarkt zu unterbinden. Nach 3 Jahren kostet das Auto dann halt nur noch die Hälfte. In der Theorie das Gleiche, in der Praxis wären die Auswirkungen natürlich noch weit schlimmer.

Wie wärs eigentlich mit einer Abwrackprämie für Spiele? :ugly:
ChemixXx
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von ChemixXx »

Bei der aktuellen Entwicklung können wir froh sein wenn es überhaupt noch Datenträger gibt und nich nur noch Downloadspiele, is aber trotzdem schade das das nich geht ich will mir nämlich ne PS4 kaufen, hab kein Bock mehr bei der xbox für den multiplayer zu zahlen, das is viel schlimmer als das hier....
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greenelve
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von greenelve »

Deadringer hat geschrieben: Wie wärs eigentlich mit einer Abwrackprämie für Spiele? :ugly:
Um die alten Games aus den Verkehr zu ziehen? Die haben wir doch schon, und das kundenfreundlich komplett kostenlos: Permanente Onlineverbindung zum Spielen und dann Server offline nehmen. :twisted:
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Kajetan
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Kajetan »

4P|Zierfish hat geschrieben:aber Kajetan ... was ich nicht zusammenbring ...

wo soll denn das Kaufkraftproblem sein, wenn Gebrauchtspiele verboten werden? Nehmen wir einfach an, dass das Budget welches für Computerspiele ausgegeben wird stagniert und ein gewisser Prozentsatz davon nicht an Händler wie Gamestop als Provision abfällt, dann hätte dies doch nur zur Folge, dass sich Spieler plötzlich mehr Spiele leisten können. Insofern könnte das Killen des Gebrauchtmarkts den Spielern sogar dienlich sein?!
Nein :)

Ich habe eine Kaufkraft in Höhe 100 € pro Monat für neue Spiele. Der Einfachheit halber sagen wir, dass neue Spiele 50 € kosten. Ich kann mir als pro Monat nur zwei neue Spiele kaufen. Kann ich diese Spiele aber weiter verkaufen und pro Spiel dafür 25 € bekommen, kann ich mir im Monat nicht nur zwei, sondern DREI neue (!) Spiele kaufen. Kann ich keine Spiele weiterverkaufen, bleibt es bei den zwei neuen Spielen pro Monat. Die Verhinderung des Weiterverkaufs ist also schädlich für die Publisher, die darauf angewiesen sind möglichst viele NEUE Spiele zum maximalen Retailpreis von 50 € zu verkaufen.

Derjenige, der mir die Spiele für 25 € abkauft, der ist übrigens gar kein Kunde der Publisher. Die Publisher erleiden durch ihn keinen Verlust, weil er nicht bereit ist neue Spiele für 50 € zu kaufen. Die Publisher verdienen an ihm eh nichts.

Also, wir haben ohne Verkaufsmöglichkeit 2 neue Spiele im Monat und mit Verkaufsmöglichkeit 3 neue Spiele im Monat.
Was doch auch interessant ist: Gamestop verdient den Großteil seines Umsatzes und v.a. Gewinns mit Gebrauchtspielen. D.h. das meiste von dem was Gamestop gewinnt könnten sich die Major Labels unter den Nagel reißen, wenn sie den Gebrauchtmarkt ausrotten. Eigentlich ist der Kunde gar nicht Teil oder Ziel der Aktion. Es ist tatsächlich nur Majors vs. Gamestop.
Das geht nur, wenn die Majors selber in den Gebrauchthandel einsteigen würden. Wenn sie ihn verhindern, erwirtschaften sie nicht mehr Geld, sondern WENIGER :)

Aber wie gesagt, es geht hier nur um das Beeindrucken der Investoren, die durch solche Aktionen davon überzeugt werden sollen, dass die Publisher weiterhin ein lohnendes Anlageobjekt sind. Und immerhin ist der Kurs von Gamestop nach dieser Meldung prompt gesunken. Davon haben die Majors zwar nichts, aber es zeigt schön, um was es hier letztendlich geht. Um den Finanzmarkt und nur um ihn. Um uns kleine dumme Spieler, um uns geht es hier schon lange nicht mehr.
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brent
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von brent »

Gespräch bei Sony:

"Ich find Gebrauchtverkäufe blöd, ich will mehr Prämien, mein zweiter Maserati fühlt sich einsam"
"Okay, zwei Möglichkeiten:
Nummer 1: wir entwickeln einen Gebrauchtmarkt, mit Lizenzübertragung, Nutzungsrechten und sowas, direkte Zahlung über PSN Store etc, so'n eBay für die Playstation halt.
Nummer 2: wir hauen den Spielern und Händlern tierisch eins auf die Fresse mit irgend so nem blöden Patent, wird sich schon was möglichst krudes finden"
"Ich bin für Nummer 2, diese ekligen Gamer-Nerds widern mich sowieso an"
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Wigggenz
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Wigggenz »

Lumilicious hat geschrieben:Dieses Totschlag-Argument, dass man weniger Spiele kaufen kann, wenn man seine alten nicht mehr bei Gamestop abgibt, finde ich etwas ausgelutscht. Wechselt das System und kauft Spiele da, wo sie am günstigsten sind, wenn euch Konsolenspiele zu viel Geld kosten und ihr vom Gebrauchtmarkt abhängig seid um den nächsten Fix zu finanzieren.

Problem solved! :ugly:
Das von mir genannte Urteil sagt noch etwas ganz anderes: Das Recht, "gebrauchte" Lizenzen zu verkaufen gilt selbst dann, wenn diese nur per Kauf als Download erstanden wurden. Somit ist sogar die Accountbindung, wie Steam, Origin und Co. aus rechtlicher Sicht mehr als fraglich.
Aus diesem Grund sehe ich das Patent von Sony auch noch längst nicht das letzte Wort.
Zur Accountbindung wurde nie was vom EuGH geurteilt. Es heißt nur, dass man seine Lizenzen, ungeachtet dessen was AGB und Co vorschreiben, weiterveräußert werden dürfen.
Es ist eher so, dass es ein gegenteiligen Rechtsspruch des BGH gibt, der ein solches DRM Format noch unterstützt, da wird die Accountbindung gut gesprochen. Und genau das Urteil gilt es heranzuziehen, wenn wir von Accountbindung/Bindung an Hardware(?) sprechen.

Solange es da keine klare Linie gibt, sollte man nicht mit diesen Urteilen um sich werfen, da sie absolut keine Aussagekraft über irgendwas haben. Sie sind als Richtwert anzusehen.

Davon abgesehen, verhindert Sony den Gebrauchtmarkt dadurch nicht. Ich denke mal niemand von Sony wird sich querstellen, wenn man seine, an die Konsole gebundene, BluRay weiter verkauft. Das ist nicht verboten. Genauso ist es nicht verboten eine gebrauchte Seriennummer inkl. Hülle/DVD eines Steamspiels weiter zu verkaufen. Die Frage ist nur ob man nen Dummen findet, der es kauft.
1. Du kannst niemandem vorschreiben, von der Konsole seiner Wahl zu wechseln. Vielleicht ist derjenige ein riesiger Sony/PS-Fan und hat aufgrund persönlicher Gründe wenig Geld für das Hobby Videospiele zur Verfügung und der Gebrauchtmarkt hilft ihm weiter, seine Lieblingsspiele zu spielen? Das mag ein seltener Fall sein, aber bestimmt nicht einmalig, und nur weil es eine Minderheit ist, darf man diese nicht einfach derart diskriminieren, dass man sagt "dann wechselt zu 'ner Konsole wo die Neuanschaffungen billiger sind!"

2. Der Rechtsspruch, dass man Lizenzen weiterverkaufen darf, kann auch so interpretiert werden, dass man es auch können muss, da man ansonsten auch genau so einfach den vertraglichen Weiterverkaufsausschluss durch die Anbieter für rechtens hätte befinden können. Das kannst du nicht so schnell in eine Ecke stellen, da bleiben zukünftige Urteile abzuwarten.

3. Abgesehen davon, dass die Deutsche Rechtsprechung sich nicht grundsätzlich gegen die Europäische stellen kann, wäre ich dir sehr dankbar, einen Link zum Text oder wenigstens zu Textauszügen des besagten BGH-Uteils zu kriegen, das interessiert mich sehr und das kenne ich noch nicht.
AtzenMiro
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von AtzenMiro »

@Kajetan:
Deine Milchmädchenrechnung ist aber auch für die Tonne. Du sagst, du hast nur 100€ (einfach nur als Beispiel) pro Monat für Videospiele und kannst dir davon nur zwei Vollpreistitel holen. Wenn du zwei alte Spiele verkaufst, sogar ein drittes. Nur gibt es viele, die für 100€ sich halt 4 Gebrauchtspiele kaufen, statt (gezwungenermaßen) den Vollpreis zu zahlen. Nicht, weil sie prinzipiell nicht bereit wären den Vollpreis zu zahlen, sondern weil sie einfach so mehr für ihr Geld bekommen.

So kann man also nicht argumentieren.
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SpookyNooky
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von SpookyNooky »

Kajetan hat geschrieben:Kann ich diese Spiele aber weiter verkaufen und pro Spiel dafür 25 € bekommen, kann ich mir im Monat nicht nur zwei, sondern DREI neue (!) Spiele kaufen. Kann ich keine Spiele weiterverkaufen, bleibt es bei den zwei neuen Spielen pro Monat. Die Verhinderung des Weiterverkaufs ist also schädlich für die Publisher, die darauf angewiesen sind möglichst viele NEUE Spiele zum maximalen Retailpreis von 50 € zu verkaufen.
Wer sagt denn, dass die erwirtschafteten 2* 25 Euro durch Gebrauchtverkauf wieder für Spiele verwendet wird, und nicht für Kaffeepads?
Ich sehe das eher so:
Durch den Gebrauchtmarkt verkaufen die Spieler, die das Spiel nach 20h Spielzeit durch haben, Spiele untereinander weiter. Somit spielen 5 Leute 1 Spiel (das einmal direkt und 4 mal wiedergekauft wurde), anstatt dass 5 Leute 5 Spiele direkt kaufen.
Das Geld fließt sozusagen horizontal und nicht vertikal.
AtzenMiro
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von AtzenMiro »

Wigggenz hat geschrieben: 2. Der Rechtsspruch, dass man Lizenzen weiterverkaufen darf, kann auch so interpretiert werden, dass man es auch können muss, da man ansonsten auch genau so einfach den vertraglichen Weiterverkaufsausschluss durch die Anbieter für rechtens hätte befinden können. Das kannst du nicht so schnell in eine Ecke stellen, da bleiben zukünftige Urteile abzuwarten.

3. Abgesehen davon, dass die Deutsche Rechtsprechung sich nicht grundsätzlich gegen die Europäische stellen kann, wäre ich dir sehr dankbar, einen Link zum Text oder wenigstens zu Textauszügen des besagten BGH-Uteils zu kriegen, das interessiert mich sehr und das kenne ich noch nicht.
Nein, so kann das Urteil nicht interpretiert werden. Es besagt nur, dass das Verkaufen von Lizenzen, egal wie erworben, nicht grunsätzlich verboten ist. In dem speziellen Fall ging es aber nicht um DRM. Um DRM (speziell Steam) ging es aber schon mal und darin wurde der Einsatz von DRM gerechtfertigt.
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Stormrider One
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Stormrider One »

Atzen Miro

Ach so weil jeder mensch anders seine Geld verwendet ist also das Beispiel kacke?

Ich kaufe aber gern gebraucht oder reduziert(wen mir das spiel nicht ganz überzeugt hat )wie neue spiele(wen die spiele nach meine Empfinden super sind unterstütze gerne diese Arbeit als voll preis Bezahlung) was sagst du nun?

Spooky Nooky

Das sagt keiner das ist so, aber wie kommst du auf die Behauptung das ein spiel wo 5 Leute einmal das spiel kaufen,da ja weiter gebraucht verkauft ist ,das es anders 5 gekaufte spiele wären ...!!

MFG
Zuletzt geändert von Stormrider One am 04.01.2013 17:21, insgesamt 6-mal geändert.
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brent
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von brent »

AtzenMiro hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben: 2. Der Rechtsspruch, dass man Lizenzen weiterverkaufen darf, kann auch so interpretiert werden, dass man es auch können muss, da man ansonsten auch genau so einfach den vertraglichen Weiterverkaufsausschluss durch die Anbieter für rechtens hätte befinden können. Das kannst du nicht so schnell in eine Ecke stellen, da bleiben zukünftige Urteile abzuwarten.

3. Abgesehen davon, dass die Deutsche Rechtsprechung sich nicht grundsätzlich gegen die Europäische stellen kann, wäre ich dir sehr dankbar, einen Link zum Text oder wenigstens zu Textauszügen des besagten BGH-Uteils zu kriegen, das interessiert mich sehr und das kenne ich noch nicht.
Nein, so kann das Urteil nicht interpretiert werden. Es besagt nur, dass das Verkaufen von Lizenzen, egal wie erworben, nicht grunsätzlich verboten ist. In dem speziellen Fall ging es aber nicht um DRM. Um DRM (speziell Steam) ging es aber schon mal und darin wurde der Einsatz von DRM gerechtfertigt.
Aber nur vom BGH.
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Kajetan
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Kajetan »

AtzenMiro hat geschrieben:@Kajetan:
Deine Milchmädchenrechnung ist aber auch für die Tonne. Du sagst, du hast nur 100€ (einfach nur als Beispiel) pro Monat für Videospiele und kannst dir davon nur zwei Vollpreistitel holen. Wenn du zwei alte Spiele verkaufst, sogar ein drittes. Nur gibt es viele, die für 100€ sich halt 4 Gebrauchtspiele kaufen, statt (gezwungenermaßen) den Vollpreis zu zahlen. Nicht, weil sie prinzipiell nicht bereit wären den Vollpreis zu zahlen, sondern weil sie einfach so mehr für ihr Geld bekommen.

So kann man also nicht argumentieren.
Doch. So MUSS man aber argumentieren, weil Du diese Leute nicht dazu zwingen kannst für 50 € neue Spiele zu kaufen. Wenn es keine Möglichkeit gibt Spiele zu verkaufen, weisst Du, was diese Leute dann tun? Keine Spiele kaufen. Denn wenn ihnen ihr Hobby so wichtig wäre, dann würden sie ja Spiele bereits für 50 Euro kaufen. Die 25€NeuSpiel-Käufer sind eine Käuferschicht, die von den Majors nicht bedient wird, weil die Majors nicht bereit sind neue Spiele für 25 € anzubieten.

Der Versuch dieses Martktsegment einzudämmen ist also volkswirtschaftlich doppelter Käse:
1. Diese Leute können nicht mit Zwang zu Kunden der Majors gemacht werden. Das kann nur mit einer Preissenkung geschehen. Und wenn diese Preissenkung seitens der Majors nicht gewollt wird, dann bleiben diese Leute weiterhin ihre Nicht-Kunden.
2. Mit einer Verhinderung eines Weiterverkaufes schneiden sich die Majors selber ins Fleisch, weil sie verhindern, dass die Kaufkraft des 50€NeuSpiel-Käufers freigesetzt wird, so dass dieser MEHR neue Spiele für 50 € kauft.
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Kajetan
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Re: Sony: Patent gegen Gebrauchtspiele

Beitrag von Kajetan »

SpookyNooky hat geschrieben: Wer sagt denn, dass die erwirtschafteten 2* 25 Euro durch Gebrauchtverkauf wieder für Spiele verwendet wird, und nicht für Kaffeepads?
Und genau deswegen ist die Verhinderung eines Weiterverkaufes volkswirtschaftlich (also ALLE Teilnehmer eines Wirtschaftsraumes betreffend) schädlich. Wenn ich das Spiel nicht verkaufen kann, habe ich kein Geld, um mir Kippen, Bier, Kaffeepads, Kondome oder Brötchen zu kaufen. Es leiden der Supermarkt, der Bäcker und alle Geschäftspartner/Lieferanten und deren Geschäftspartner & Lieferanten.