Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

johndoe1044785
Beiträge: 10416
Registriert: 09.08.2010 12:33
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von johndoe1044785 »

widar hat geschrieben:
also moment mal, skyrim und lebendig, oder gar glaubhaft und authentisch? das kann bitte niemand ernsthaft meinen. skyrim bedient nichts anderes als die üblichen clichees der kuschel-fantasy. hörnerhelme, met, walhalla, ja ganz bestimmt. die gesamte welt wirklich künstlich und plastisch, angefangen bei texturen und modellen, bis hin zu schatten und ausleuchtung. (natürlich aber durchaus etwas besser als der inbegriff für sterilität namens oblivion)
na skyrim bedient sich doch ganz offen der nordischen mythologie
widar hat geschrieben:die killcam kam in skyrim meines wissens erst per patch hinzu, und zeigt eigentlich schon wo hier der fokus liegt (kloppen).
war bei mir von anfang an dabei, erinnerte mich stark an fallout3 (gleiche engine?)
widar hat geschrieben:die sogenannte "freie charakterentwicklung" von skyrim ist auch eher ein witz, wenn man bedenkt dass sie absolut keine bedeutung für das spiel besitzt.
du spielst auf das mitleveln der gegner an, oder? ansonsten bringt das schon so einiges, ohne schlösser-knacken-fähigkeit würde vieles an mir vorbei gehen (mal so als beispiel). was genau stört dich bei der char-entwicklung?
widar hat geschrieben:200 zufällig erstellte dungeons, die alle gleich aussehen nenne ich nicht wirklich eine gelungene "open world". es kommt nicht von ungefähr, dass man sich in den offenen welten von PB nie langweilt, oder an etwas sattsehen kann. (wie es bereits reviews zu risen2 wiederienmal bestätigen)
hmm, kenne risen nun nicht, aber "200 zufällig erstellte dungeons, die alle gleich aussehen" kann ich nicht nachvollziehen, habe skyrim zwar noch lange nicht durch, aber bisher waren die sowohl optisch als auch vom aufbau her ziemlich abwechslungsreich. das man fast immer im kreis läuft mal außen vor, durch den von bethesda gewählten aufbau fällt das nicht wirklich ins gewicht
Benutzeravatar
Satus
Beiträge: 1723
Registriert: 23.09.2004 17:09
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von Satus »

RyoAue hat geschrieben:Zwischen Skyrim und Risen 2 besteht ein himmelweiter Unterschied. Skyrim wirkt viel glaubhafter und lebendiger. Das Kampfsystem ist viel dynamischer und abwechlungsreicher, ebenfalls besser in Szene gesetzt durch Killmoves und immersiver durch die Ego-Perspektive.
Wenn das stimmt, dann kann ich auf RISEN 2 echt verzichten. Das Skyrim Kampfsystem fand ich schon grottig. :mrgreen:
KOK
Beiträge: 2059
Registriert: 28.10.2010 16:16
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von KOK »

Das Skyrim-Kampfsystem ist kein System, sondern ist einfach nur reines Bashing, ohne jegliche taktische Kompenente. Und die Welt von Skyrim ist nicht lebendig, sie ist einfach nur zusammenhanglos. Dörfer bestehend aus zwei bis drei Häuser sind auch nicht gerade sehr förderlich für die Glaubwürdigkeit. Mal von der grottenschlechte KI abgesehen. Und das Kampfsystem soll auch noch immersiver sein? Bitte was? Die Ego-Perspektive ist mit das Unglaubwwürdigste überhaupt. Die Forderung von vielen TES-Fans nach einer passablen Thirs-Person-Perspektive kommt nicht von ungefähr. Um so peinlicher ist es, daß in einem so riesigen Triple-A-Produkt keine passable Third-Person-Perspektive gibt. Mal von der Streichung von Spellmaker und Attributen abgesehen ist auch die Charakterentwicklung ein Witz, weil sie tatsächlich keine Bedeutung für die Spielwelt hat. Man muss weder Voraussetzungen erfüllen, eine Rolle übernehmen oder irgendwas machen. Von einem Rollenspiel erwarte ich da was ganz anderes.

Ja, zwischen Skyrim und Risen 2 liegt wirklich ein himmelweiter Unterschied. Was PB schon seit Gothic 1 schafft, in Risen 2 mal wieder unter Beweis stellt schafft Bethesda auch mit 300 Mann und einem millionenschweren Budget nicht. Dem Mainstream gefällt es vielleicht, mir ist das einfach zu wenig. Da greife ich lieber zu Spielen wie Risen, die zwar alle ihre Macken haben, aber einfach das bessere Rollenspielerlbenis mir geben.
Benutzeravatar
Brakiri
Beiträge: 3482
Registriert: 19.09.2006 11:34
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von Brakiri »

Naja..ein bisschen ist ja schon an der Sache dran, dass man für geringere "Produktionswerte" eigendlich nicht den gleichen Preis verlangen kann.

Um mal bei Skyrim zu bleiben: Skyrim ist handwerklich ein gutes Spiel geworden. Es hat nicht sein volles Potenzial ausgeschöpft, aber vom Inhalt, vom polish und vom Nutzen den es stiftet, war es auf jeden Fall die 32€ wert, die ich in UK dafür bezahlt habe.

Ein Spiel, was in der Sprachausgabe, bei der Story und im Kampfsystem( oder in anderen Bereichen) möglicherweise nicht vergleichbar gut funktioniert(wer Skyrim nicht mag, darf gerne ein anderes, hochqualitatives RPG seiner Wahl als Parameter einsetzen), hat das Recht auf vergleichbare Kosten?

Weiss ich nicht.

Grade weil Risen in vielen Disziplinen nicht mehr mit internationalen Titel mithalten kann, sehen die Amis das Game wohl kritischer, weil ihnen einfach der Nostalgiefaktor fehlt und sie so verständlicherweise Vergleiche mit "Konkurrenztiteln" ziehen (müssen). Und damit auch in der Kategorie Preis-/Leistungsverhältnis.

Würde sich ein solches "Zurückfallen" hinter heutige RPG-Standards im Preis niederschlagen, wären die Wertungen vielleicht gnädiger ausgefallen.
Damals war ich bereit, 45€ für Gothic 2 auszugeben, aber heute würde ich für Risen 1 z.B. niemals soviel Geld ausgeben, weil es einfach nicht die Werte von G1/G2 in selber Stärke enthält, und im Vergleich mit anderen RPGs immer weiter im Design und inhaltlich/technisch zurückfällt.

So gesehen halten die deutschen Magazine und die deutschen PB-Fans eine Spielelinie am Leben, die ihre besten Zeiten schon weit hinter sich hat. Alles in der Hoffnung, dass PB nochmal sowas wie G1/G2 produziert.
Ich kann Risen 2 jetzt nicht beurteilen, aber ich frage mich ehrlich gesagt schon, wielange die PB-Fans durchhalten.
Angenommen Risen 2 ist das zweite, mittelmässige Game nach Gothic 3 von den PBs, dann hätte zumindest ich nurnoch wenig Hoffnung, dass da nochmal was "erstklassiges" nachkommt.

Ausserdem muss man sich fragen, ob die deutschen Magazine hier nicht erneut eine ihrer Primärverantwortlichkeiten "verraten", nämlich dem Leser eine möglichst objektive Kaufentscheidungsunterstützung zu bieten. Wenn nicht in der Wertung, die eh subjektiv ist, dann wenigstens in der Beschreibung/Aufzählung von Designentscheidungen, guten und schlechten Seiten und Dingen die funktionieren, oder eben nicht.
Benutzeravatar
brent
Beiträge: 2672
Registriert: 02.03.2012 11:18
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von brent »

Flextastic hat geschrieben: war bei mir von anfang an dabei, erinnerte mich stark an fallout3 (gleiche engine?)
Ja und ja.
Flextastic hat geschrieben: du spielst auf das mitleveln der gegner an, oder? ansonsten bringt das schon so einiges, ohne schlösser-knacken-fähigkeit würde vieles an mir vorbei gehen (mal so als beispiel). was genau stört dich bei der char-entwicklung?
Geschmackssache, würd ich meinen. In Skyrim ist Zeitaufwand alles, weil kein Skill irgendwie gesperrt wird, wenn man sich für einen anderen entscheidet.
Flextastic hat geschrieben: hmm, kenne risen nun nicht, aber "200 zufällig erstellte dungeons, die alle gleich aussehen" kann ich nicht nachvollziehen, habe skyrim zwar noch lange nicht durch, aber bisher waren die sowohl optisch als auch vom aufbau her ziemlich abwechslungsreich. das man fast immer im kreis läuft mal außen vor, durch den von bethesda gewählten aufbau fällt das nicht wirklich ins gewicht
Wenn man ein paar mehr macht, merkt man schon, dass die nicht direkt an lange Quests gebundenen nur eine zufällige Reihung von vorgefertigten Blöcken sind, episch find ich das nicht gerade.
widar
Beiträge: 234
Registriert: 31.05.2010 15:59
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von widar »

Flextastic hat geschrieben: na skyrim bedient sich doch ganz offen der nordischen mythologie
in der nordischen mythologie gibt es weder hörnerhelme, noch trinkgelage mit hörnern. aber ist auch nicht so wichtig, das ist nur ein sehr persönlicher kritikpunkt. ;)
Flextastic hat geschrieben:war bei mir von anfang an dabei, erinnerte mich stark an fallout3 (gleiche engine?)
ja es ist in der tat dieselbe engine, bethesda hat diese GameBryo-engine etwas aufgebohrt und nennt diese nun "unsere brandneue Creation-engine". bis vor einiger zeit war diese information noch nicht mal den wikis zu entnehmen, aber spätestens wenn man dieselben bugs seit 4 spielen sieht... ;)

Flextastic hat geschrieben:du spielst auf das mitleveln der gegner an, oder? ansonsten bringt das schon so einiges, ohne schlösser-knacken-fähigkeit würde vieles an mir vorbei gehen (mal so als beispiel). was genau stört dich bei der char-entwicklung?
mich stört daran, dass sie entweder unwichtige verbesserungen bringt, oder aber spielfunktionen zerstört. bogenkampf ist viel zu stark, benutzt man schmieden/verzaubern/alchemie stellt man so herausragende gegenstände her, dass jede einzelne truhe im spiel lächerlich wird. (abgesehen von der questreihe mit den drachenpriestern)


Flextastic hat geschrieben:hmm, kenne risen nun nicht, aber "200 zufällig erstellte dungeons, die alle gleich aussehen" kann ich nicht nachvollziehen, habe skyrim zwar noch lange nicht durch, aber bisher waren die sowohl optisch als auch vom aufbau her ziemlich abwechslungsreich. das man fast immer im kreis läuft mal außen vor, durch den von bethesda gewählten aufbau fällt das nicht wirklich ins gewicht
skyrim ist nun schon wieder eine ganze weile her bei mir. es waren etwa 5 (?) vorgefertigte themes für dungeons (z.b. dwemer), und mit diesen themen dann endlos viele weitere dungeons erstellt. irgendwann, nach vielleicht 50 dungeons, hatte ich es wirklich satt ständig das gleiche sehen und durchlaufen zu müssen. waren es nicht auch sicher 10 dieser drehrätsel mit kralle in gold, bronze, smaragd, diamant.....
Benutzeravatar
Brakiri
Beiträge: 3482
Registriert: 19.09.2006 11:34
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von Brakiri »

@KOK

Ich teile einen Grossteil deiner Kritik an Skyrim, aber da Risen in Schutz zu nehmen finde ich eher merkwürdig. Risen leidet an vielen ähnlichen Problemen. Die innovationslosen 0815-Quests, die ständige Wiederholung von Charaktermodellen, was die Glaubwürdigkeit der Welt ebenfalls stark belastet, ein Mangel an Erkundungsreiz, sich ständig wiederholende Gegner, eine eher flache Story etc.

Grade was die Welt angeht, und viele starke Seiten der ersten 2 Gothic-Spiele, sieht es bei Risen da eher düster aus. Zumal man die 2 letzten Akte inhaltlich total abschreiben kann.

Mit Risen haben wir damals ein reines Sicherheitsspiel von PB bekommen, mit teils lahmen Quests, faulem Charaktermodelldesign, flacher Story, und wenig knackigen NPCs.
Aber das war ok. Nach G3 brauchte man eine stabile Basis, aber wenn Risen 2 nun wieder ein innovations- und vorallem mutloses Game wird, dann ist mein Vertrauen in die Fähigkeiten der PBs ehrlich gesagt dahin.
johndoe713589
Beiträge: 1868
Registriert: 30.12.2007 20:16
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von johndoe713589 »

widar hat geschrieben:
RyoAue hat geschrieben: Zwischen Skyrim und Risen 2 besteht ein himmelweiter Unterschied. Skyrim wirkt viel glaubhafter und lebendiger. Das Kampfsystem ist viel dynamischer und abwechlungsreicher, ebenfalls besser in Szene gesetzt durch Killmoves und immersiver durch die Ego-Perspektive. Charakterentwicklung ist auch freier als in Risen 2, wenn auch nicht optimal. Aber das learning-by-doing ist viel besser umgesetzt als das learning-by-paying in Risen 2. In Skyrim gibt's auch kein direktes Finale, und das was ich vom MQ gesehen hab war in Ordnung. Man darf nicht vergessen, dass Skyrim ein Openworld-Sandbox RPG ist und Risen ein lineares RPG-Adventure, wo man viel mehr durch Regie herausholen kann. Das wurde aber nicht genutzt.

Dass da subjektive Eindrücke mit reinspielen ist selbstredend, aber für mich ist auch objektiv Skyrim hundertmal liebevoller und vollgepackter als Risen 2.
also moment mal, skyrim und lebendig, oder gar glaubhaft und authentisch? das kann bitte niemand ernsthaft meinen. skyrim bedient nichts anderes als die üblichen clichees der kuschel-fantasy. hörnerhelme, met, walhalla, ja ganz bestimmt. die gesamte welt wirklich künstlich und plastisch, angefangen bei texturen und modellen, bis hin zu schatten und ausleuchtung. (natürlich aber durchaus etwas besser als der inbegriff für sterilität namens oblivion)

die killcam kam in skyrim meines wissens erst per patch hinzu, und zeigt eigentlich schon wo hier der fokus liegt (kloppen).

die sogenannte "freie charakterentwicklung" von skyrim ist auch eher ein witz, wenn man bedenkt dass sie absolut keine bedeutung für das spiel besitzt.

200 zufällig erstellte dungeons, die alle gleich aussehen nenne ich nicht wirklich eine gelungene "open world". es kommt nicht von ungefähr, dass man sich in den offenen welten von PB nie langweilt, oder an etwas sattsehen kann. (wie es bereits reviews zu risen2 wiederienmal bestätigen)

ach, jetzt hab ichs schon wieder gemacht...

das kampfsystem von skyrim ist wahrscheinlich unerreicht, in allen anderen aspekten spielen titel von PB in einer ganz anderen liga.

dicker drache, dickes schwert, episch episch, rollenspiel :P

jepp. und zwar in der regionalliga süd
widar
Beiträge: 234
Registriert: 31.05.2010 15:59
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von widar »

Xbox-360-Gamer hat geschrieben: jepp. und zwar in der regionalliga süd
darf ich dir gamestar.de empfehlen für eine kommentarkultur die eher deinem gusto entsprechen dürfte, lieber Xbox-360-Gamer?
andreasg
Beiträge: 977
Registriert: 20.08.2006 17:39
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von andreasg »

Es gibt Sachen die macht Skyrim besser und Sachen die macht Risen besser.

Skyrim setzt seine Ri(e)senoberflächenwelt kaum für Quests ein.
Man reitet durch prachtvolle Kulisse um zum unvermeidlichen Questdungeon zu gelangen.
Auf Dauer wird das äußerst formelhaft und aufgesetzt.

Ein anderes Manko von Skyrim ist das weiterhin krasse Loot- und Levelscaling.
Da geht mir das Gefühl von Progression verloren.
Neptin
Beiträge: 40
Registriert: 14.11.2008 02:53
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von Neptin »

Brakiri hat geschrieben:Naja..ein bisschen ist ja schon an der Sache dran, dass man für geringere "Produktionswerte" eigendlich nicht den gleichen Preis verlangen kann.
Im Kino kostet ein kleiner Indie-Film auch genauso viel wie ein 200 Millionen Blockbuster mit Effekten, die man so noch nicht gesehen hat. Finde das Argument immer etwas befremdlich. Letztlich muss man doch selbst entscheiden, was einem die eigene Unterhaltung wert ist. Diese ganzen Vergleiche sind einfach nur unpassend.
Benutzeravatar
brent
Beiträge: 2672
Registriert: 02.03.2012 11:18
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von brent »

Neptin hat geschrieben:
Brakiri hat geschrieben:Naja..ein bisschen ist ja schon an der Sache dran, dass man für geringere "Produktionswerte" eigendlich nicht den gleichen Preis verlangen kann.
Im Kino kostet ein kleiner Indie-Film auch genauso viel wie ein 200 Millionen Blockbuster mit Effekten, die man so noch nicht gesehen hat. Finde das Argument immer etwas befremdlich. Letztlich muss man doch selbst entscheiden, was einem die eigene Unterhaltung wert ist. Diese ganzen Vergleiche sind einfach nur unpassend.
Nur, weil es funktioniert, ist es noch lange nicht richtig.
Dass EA ihre Sportspiele nur mit neuen Nummern versehen klappt auch nur, weil genug blöde Kinder jeden Mist kaufen, den sie kriegen.
Benutzeravatar
Brakiri
Beiträge: 3482
Registriert: 19.09.2006 11:34
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von Brakiri »

Neptin hat geschrieben:
Brakiri hat geschrieben:Naja..ein bisschen ist ja schon an der Sache dran, dass man für geringere "Produktionswerte" eigendlich nicht den gleichen Preis verlangen kann.
Im Kino kostet ein kleiner Indie-Film auch genauso viel wie ein 200 Millionen Blockbuster mit Effekten, die man so noch nicht gesehen hat. Finde das Argument immer etwas befremdlich. Letztlich muss man doch selbst entscheiden, was einem die eigene Unterhaltung wert ist. Diese ganzen Vergleiche sind einfach nur unpassend.
Sicher muss man das selber entscheiden, aber nachvollziehbar finde ich eine reduzierte Bereitschaft für ein inhaltlich und umfangtechnisches schwächeres Spiel das gleiche Geld bezahlen zu wollen, als für ein "grösseres" Spiel, schon.

Auch zieht der Vergleich mit den Filmen nicht, denn viele Indi-Produktionen gleichen ihre wenigen Spezialeffekte etc. durch tolle schauspielerische Leistungen, ein innovatives Theme usw. aus.

Wenn eine Grossproduktion in diesen Bereichen einen hohen Standard bietet, UND noch 100Mio für passende Effekte reinwirft, dann wäre mir persönlich u.U. der Kinogang mehr wert.

Bei beidem geht es um die Qualität der Komponenten und der Summe daraus. Was Indies möglicherweise an Effekten fehlt, machen sie meistens durch andere Vorteile wett.

Ein Film, der mir in allen Disziplinen mehr bietet als ein anderer, ist mir mehr Geld wert. Egal ob Indie oder nicht.

Vielleicht kann mir jemand sagen, in welchen Bereichen Risen besser ist, als z.B. Skyrim.
Ich habe beides gespielt, aber so wirklich mag mir da kein Punkt einfallen.
Benutzeravatar
DasGraueAuge
Beiträge: 1909
Registriert: 06.10.2009 12:08
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von DasGraueAuge »

Brakiri hat geschrieben: Ausserdem muss man sich fragen, ob die deutschen Magazine hier nicht erneut eine ihrer Primärverantwortlichkeiten "verraten", nämlich dem Leser eine möglichst objektive Kaufentscheidungsunterstützung zu bieten. Wenn nicht in der Wertung, die eh subjektiv ist, dann wenigstens in der Beschreibung/Aufzählung von Designentscheidungen, guten und schlechten Seiten und Dingen die funktionieren, oder eben nicht.
Wird doch gemacht. Alle Tests, die ich gelesen habe, gehen auf die Schwächen ein. Gut es gibt keine 2 Seiten zur fehlenden Konsequenz bei Diebstählen, wie beim kommenden 4P Test, aber sonst fühle ich mich ausreichend über die "Fehler" informiert.
Neptin
Beiträge: 40
Registriert: 14.11.2008 02:53
Persönliche Nachricht:

Re: Risen 2: Dark Waters ernüchtert in Amerika

Beitrag von Neptin »

@Brakiri: Ein "Blockbuster", auch auf Spiele bezogen, kann doch aber nicht der Maßstab aller Dinge sein. Der Preis ist oftmals so hoch, um die ungleich kleinere(n) Zielgruppe/Abverkäufe zu kompensieren.

Außerdem haben die Produktionskosten nichts mit dem möglichen Unterhaltungswert zu tun. Jemand kann an Risen 2 genauso viel oder sogar mehr Spaß haben als an Skyrim oder The Witcher 2 - ebenso bei Filmen oder Büchern. Das muss eben jeder für sich wissen, niemand wird zum Kauf gezwungen. Im Gegensatz zu TW 2 oder Skyrim wird es bei Risen 2 zum Start sogar direkt eine Demoversion geben, um sich ein eigenes Bild zu machen.