Der 4P-Kommentar: Die wertvolle Gewalt

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IxAxUx
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Beitrag von IxAxUx »

schnwaz*s rectus hat geschrieben: Man sollte da schonmal darüber nachdenken.
Ich stimme dir voll und ganz zu: Viele, dass sieht man hier an der Diskussion besonders gut, denken nicht darüber nach, was sie eigentlich tun.
Klar, Counter-Strike kann man als Sport betrachten. Man geht im Spiel strategisch vor, will seinen Gegner im sportlichen Sinne besiegen. Daran ist auch nichts verwerflich. Bei hunderten Spielen ist das ähnlich.
Fest steht: Durch das Spielen wird niemand körperlich verletzt. Fest steht auch, dass diese Videospiele nicht zwingend Amokläufer und Killer hervorbringen.
Fest steht aber auch, so sehe ich es zumindest, dass die eigene Moral zugunsten des Spielspaßes ausgeblendet wird. Und selbst, wenn dies einigen der Spielern bewusst wird, ist es ihnen schlichtweg egal.

Ich meine, was macht man denn bei den Shootern? Man spielt ein Spiel, dass verlangt, dass man (virtuell) einen anderen Menschen tötet. Jetzt kann jeder sagen: Das ist doch nur virtuell! Das mag stimmen, doch das perverse ist doch, dass man von Spielegeneration zu Spielegeneration auf immer realistischer aussehende Computermenschen schießt. Neuestes Hightlight ist Killzone 2. Selten zuvor hat man auf echter wirkende Menschen (oder was die Helghast auch sind) geschossen und getötet.
Wann fängt man an, darüber nachzudenken, dass man (virtuell) tötet?
Call of Duty ist das perfekte Beispiel: Call of Duty spielt (meistens) im zweiten Weltkrieg. Man muss im neusten Teil nicht nur mit dem Gewehr schießen, sondern man darf sogar Menschen (in grafischer Pracht) verbrennen. Eigentlich hat (fast) jeder Deutsche zumindest einen Verwandten, der den Krieg miterlebt hat. Man hat von (Ur-)Opa, oder (Ur-)Oma grausamste Geschichten gehört, voller Qualen und Tragödien.
Und welche (moralische) Lehren ziehe ich daraus? Keine! Man spielt am Abend schön den Weltkriegsshooter und isst nebenbei eine Salami-Pizza. Wo bleibt da der Kopf, der einem sagt, dass man sich bei diesem Spiel eigentlich nicht amüsieren sollte? Wann setzt bei einem der Gedanke ein, dass man sich gerade an einem Szenario ergötzt, in dem damals millionen Menschenleben reales Leid erfuhren und, dass man durch seine Verwandten direkt erlebtes erzählt bekommen hat?
Das traurige ist, dass schon die nächsten Kommentare im Forum kommen werden, die genau mein Bild dieser Morallosigkeit* verdeutlichen.
Genauso traurig sind die Spieler, die sagen, dass man bei Counter-Strike, FarCry etc., usw., usf. doch gar nicht darauf achtet, dass man Leuten in den Kopf schießt und, dass ein Haufen Blut fließt. Es gehe einem doch nur um die geniale Story und den Spielspaß.
Traurig sind solche Aussagen deshalb, weil sie zeigen, dass man die Brutalität in Spielen mitlerweile gar nicht mehr wahrnimmt. Man ist in den vielen Jahren seit man Computerspiele spielt, so daran gewöhnt, dass man es einfach ignoriert. Diese Spieler sind anscheinend im wahrsten Sinne abgestumpft. Wo die meisten anderen weggucken, spielen sie ohne jegliche Reaktion weiter. Mit dieser Reaktionslosigkeit ist nichts positives in dem Sinne gemeint, dass der Spieler wacker/unerschrocken ist, sondern in vielen Fällen einfach nur "dran' gewöhnt" ist. Man hat ja schon tausenden Menschen in Videospielen den Kopf weggeschossen.

Die Frage die man sich nun stellen muss, ist die, wie weit der Realismus in Spielen gehen muss, eher der Spieler sagt: "Nein, das reicht! Ich kann diesen (virtuellen) Menschen nicht mehr töten. Es ist mir zu real!"
Sollte es so sein, wie es sich jetzt verhält, wird es nie soweit kommen. Dann schießt man irgendwann in Spielen auf 1:1 Kopien von Menschen, ohne, dass es jemandem stört.

Besonders letzterer Absatz mag vielen übertreben vorkommen. Aber mal im Ernst: Seit den aller ersten Spielen hat sich in Sachen Realismus und Grafik sehr sehr viel getan. Bis jetzt hat niemand (oder aber nur ein sehr unbedeutender Anteil) der Gamer gesagt: "Liebe Entwickler, ist euch klar, was ihr da tut?". Im Gegenteil, die Gamer verlangen noch mehr Realismus. Die Entwicklung von Videospielen ist (zumindest im Moment) klar definiert: Bessere Grafik, bessere Physik, realistischeres Spielgefühl und das Festhalten an Gewalt. Wie schon erwähnt: Uncut ist ein Gütesiegel.

*damit will ich nich sagen, dass Videospieler allgemein keine Moral besitzten. Sondern morallos im Sinne meines "Call of Duty" Beispiels sind.
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Meleemaru
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Beitrag von Meleemaru »

Zu gewalt an sich:
Die gab es immer und wird es immer geben - da gibts auch keine richtlinie, was denn nun gewalt ist oder nicht. Jeder empfindet da anders.
Mal zum Amoklauf, ganz ehrlich ohne jemanden zu nah zu kommen.
Ich hab´s im TV kurz gesehen...und mir war´s egal, ich hab dafür keine Emotionen übrig. Täglich sterben Menschen i-wo und is´ es ab und zu (sogar sehr selten) auf diese spezielle Art hier in unserer Umgebung, heulen sich die Medien wegen Zuschauergier und verstecktem Sensationsdrang Wochenlang darüber aus wie schrecklich es doch wäre.
True. Geht mir genauso.
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RaoulDuke101
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Beitrag von RaoulDuke101 »

Nu(ZD)er hat geschrieben:Mal zum Amoklauf, ganz ehrlich ohne jemanden zu nah zu kommen.
Ich hab´s im TV kurz gesehen...und mir war´s egal, ich hab dafür keine Emotionen übrig. Täglich sterben Menschen i-wo und is´ es ab und zu (sogar sehr selten) auf diese spezielle Art hier in unserer Umgebung, heulen sich die Medien wegen Zuschauergier und verstecktem Sensationsdrang Wochenlang darüber aus wie schrecklich es doch wäre...
Du sprichst mir aus der Seele. Genauso wie du weiter unten in deinem Beitrag schreibst, tun mir diese Leute genauso Leid. Aber letztendlich treiben mich nicht meine Emotionen dazu so zu denken, nein, es ist der gesunde Menschenverstand.
Überall auf der Welt sterben Menschen im Sekundentakt einen "wertlosen" Tod, sei es durch Krieg, Hunger, Mord etc...
Wir können nicht ständig trauern, und "nur" weil diese Menschen innerhalb der Grenzen, in denen ich geboren wurde, getötet worden sind, muss mir das Ganze näher gehen? Nein, wirklich nicht.

Zum Thema:
Wie hier schon öfters ausgesprochen, finde ich kann Gewalt durchaus wertvoll sein. Was wäre ein guter Splatterfilm (ok, viele gibt es nicht) schon ohne Blut? Genauso verhält es sich bei Spielen. Ein Dead Space ohne diese übertriebene Gewaltdarstellung ist für mich wie ein Butterbrot ohne Butter 8O Ja und, ich steh drauf, um nicht zu sagen das ich es geil finde, trotzdem kann ich von mir behaupten das ich nicht völlig blemblem in der Birne bin... :wink:
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Seth666
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Beitrag von Seth666 »

Ich stimme vielen Posts hier zu.

Die Medien versuchen durch ihre viel zu ausgiebige "Berichterstattung" Interesse und Beileid zu heucheln.
Gerade für die Medien ist dieses tragische Ereignise ein gefundenes Fressen.
Sowas bringt Einschaltquote.

Die ganzen Diskussionssendungen haben nach Erfurt nichts gebracht und bringen jetzt auch nichts. Die Versuche der Medien, die Tat in Diskussionsrunden mit Prominenz aus Politik und Fachinstituten zu erklären ist meiner Meinung nach peinlich. Man kann nicht in den Kopf eines Menschen hineinschauen. Das war so, ist jetzt so und wird auch zukünftig so sein.
Ist doch nur eine Frage der Zeit bis der nächste Amoklauf stattfindet und die selben hohlen Forderungen aus der Politik wieder kommen.

Unterstützt (also die Politik sollte) die Familien der Opfer und alle direkt beteiligten Schüler an der Schule und hört auf zu quatschen liebe Politiker und Medien. Es kommt schon genügend Dreck im Fernsehen was definitiv nicht gehaltvoller ist, als die Spiele, die manche Politiker und Medienwächter gerne als Dreck bezeichnen.
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IxAxUx
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Beitrag von IxAxUx »

Seth666 hat geschrieben:[...]
Die ganzen Diskussionssendungen haben nach Erfurt nichts gebracht und bringen jetzt auch nichts. Die Versuche der Medien, die Tat in Diskussionsrunden mit Prominenz aus Politik und Fachinstituten zu erklären ist meiner Meinung nach peinlich.[...]


Das stimmt alles gar nicht! Die "Diskussionsrunden" haben doch zu einigen großen gesetzlichen Änderungen geführt, die sonst so niemals stattgefunden hätten. Ohne die Auseinandersetzung der "Diskussionsrunden" mit dem berühmten Fragen "wie?" und "warum?", wären diese weitreichenden Gesetze nicht vorhanden. Daher sind es auch im Falle Erfurt keine "hohlen Forderungen" seitens der Politik gewesen.
Man kann nicht in den Kopf eines Menschen hineinschauen. Das war so, ist jetzt so und wird auch zukünftig so sein.
Ist doch nur eine Frage der Zeit bis der nächste Amoklauf stattfindet und die selben hohlen Forderungen aus der Politik wieder kommen.[...]
Naja, man kann auch alles so angehen wie du: "Mist, wieder ein Amoklauf. Soll ich mal überlegen, woran das gelegen haben könnte? Ach was, macht ja keinen Sinn. Irgendwann passierts wieder."
Wie wäre es mal, wenn man sich mit dem Geschehenen auseinander setzt und mal ernsthaft nach dem "wie" und "warum" fragt. Diejenigen, die das tun, versuchen zumindest etwas zu verbessern. Aber deinem Kommentar nach, bist du eher derjenige, der lieber auf der Couch sitzt und nichts macht.
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Meleemaru
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Beitrag von Meleemaru »

Ich würd mal langsam sagen: back 2 topic.

Auf jeden fall, wertvolle gewalt...mhm, man kann gewalt als Storyboard-teil nehmen, humoristisch benutzen (braindead ;) ) und demnach natürlich auch stilistisch ( zb. 300 der film).
In den meisten spielen fehlt das feingefühl, die richtige Portion gewalt an der richtigen stelle zu zeigen. Daher ist es halt oft so, das es auf dauer alles monoton wirkt. Teilweise macht aber auch so n monotones, gut inszeniertes gesplatter spaß, alles ne frage des persönlichen geschmacks was das angeht.
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Seth666
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Beitrag von Seth666 »

IxAxUx hat geschrieben:
Seth666 hat geschrieben:[...]
Die ganzen Diskussionssendungen haben nach Erfurt nichts gebracht und bringen jetzt auch nichts. Die Versuche der Medien, die Tat in Diskussionsrunden mit Prominenz aus Politik und Fachinstituten zu erklären ist meiner Meinung nach peinlich.[...]


Das stimmt alles gar nicht! Die "Diskussionsrunden" haben doch zu einigen großen gesetzlichen Änderungen geführt, die sonst so niemals stattgefunden hätten. Ohne die Auseinandersetzung der "Diskussionsrunden" mit dem berühmten Fragen "wie?" und "warum?", wären diese weitreichenden Gesetze nicht vorhanden. Daher sind es auch im Falle Erfurt keine "hohlen Forderungen" seitens der Politik gewesen.
Man kann nicht in den Kopf eines Menschen hineinschauen. Das war so, ist jetzt so und wird auch zukünftig so sein.
Ist doch nur eine Frage der Zeit bis der nächste Amoklauf stattfindet und die selben hohlen Forderungen aus der Politik wieder kommen.[...]
Naja, man kann auch alles so angehen wie du: "Mist, wieder ein Amoklauf. Soll ich mal überlegen, woran das gelegen haben könnte? Ach was, macht ja keinen Sinn. Irgendwann passierts wieder."
Wie wäre es mal, wenn man sich mit dem Geschehenen auseinander setzt und mal ernsthaft nach dem "wie" und "warum" fragt. Diejenigen, die das tun, versuchen zumindest etwas zu verbessern. Aber deinem Kommentar nach, bist du eher derjenige, der lieber auf der Couch sitzt und nichts macht.
Die wichtigen Diskussionen finden aber doch nicht im Fernsehen statt sondern hinter verschlossenen Türen und dort wird auch die Entscheidung getroffen. Ich denke, das hast du nicht verstanden an meinem Post.

Dazu brauchen wir keine X Diskussionssendungen im TV. Die wollen nur Einschaltquote und ein Herr Pfeiffer darf bei diesem gegebenen Anlass mal wieder im TV auftreten und Forderungen aufstellen.

Aber natürlich kannst du mich wegen einem Post direkt einschätzen. Wenn das nicht mal Vorverurteilung ist. Aber ich bin sicher du weißt die Antworten auf alle Fragen.
MDEisenhans
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Beitrag von MDEisenhans »

Witzigerweise wird, egal was hier herumgesabbelt wird, noch ein geschmeidigeres und schöneres Gesetz beschlossen. Und mal ehrlich...Gottverdammt...ich hoffe das endlich mal die Avatar-Personalausweis-Plflicht durchgeht..dann ist da mal Ruhe im Karton, weil sicih die Weichbirnen wiedermal zurückziehen in ihre Redneck-Kabuffs!
MDEisenhans
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Beitrag von MDEisenhans »

Und Bjarne-Mädels...es ist auch schon lange nachgewiesen, dass die Amis im Vietnam ,die Hemmung zu schießen erst so richtig verloren als die Zielscheiben mit Pappkameraden ausgetauscht wurden. Kleines Ding große Wrkung
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KeinKoenich
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Beitrag von KeinKoenich »

Ich denke das Problem Amoklaufpotenzial wird sich nie ausmerzen lassen. Ehrlich gesagt wunderts mich das solche nicht noch viel häufiger vorkommen.
Ich schiebe das nicht auf gewaltvolle Spiele. Ich bin sogar schon der Meinung, das sich Abreagieren in solchen Spielen mehrere solcher Taten verhindern konnte.
Das Problem liegt einfach im Mensch an sich. Gerade an Schulen ist das sehr deutlich. Oftmals sind den Kindern und Jugendlichen die Konsequenzen ihrer Taten nicht klar. Es wird IMMER Konflikte geben, weil das einfach der Fall ist wenn mehrere Menschen oft (gezwungenermaßen) in einer Gruppe sind, in diesem Fall Schulklassen. Es gibt immer die, die sich über andere erheben und die andere erniedrigen, und es gibt immer die, die dafür das perfekte Opfer zu sein scheinen. Und irgendwann ist das Fass am überlaufen. Ich behaupte mal, in den besten Fällen endet das noch in einer Prügelei zwischen den entsprechenden Personen. Im schlimmsten Fall passiert ein solcher Amoklauf.
Ich kann das so behaupten, weil ich selber immer der Prügelknabe war. Ich hatte selbst sehr oft einen gewaltigen Hass auf meine Peiniger und die Lehrer, die es einfach nicht gecheckt haben und am Ende sogar mich ausschimpften, wobei ich da am Boden lag. Aber ich hatte niemals vor diese Gedanken in die Tat umzusetzen. Jetzt ist das Ausmaß an Erniedrigungen auch immer wieder unterschiedlich, mal schlimmer und mal weniger schlimm. Aber gesellt sich zu solchen Gedanken dann noch die Möglichkeit, in diesem Fall der Zugang zu Waffen, dann fehlt nicht mehr viel um die Person komplett austicken zu lassen.
Als ich das Bild des Täters gesehen habe kam mir schon der Gedanke, 'typischer Prügelknabe'. Ich glaube kaum das er einfach so diese Tat plante, nur weil er ausgegrenzt wurde oder sich selber ausgrenzte. DIe gezielten Tötungen (zumindest anfangs) lassen ja erahnen das seine Ziele feststanden, womöglich jene die der Grund seiner Komplexe und seelischen Schäden waren. Vielleicht war auch verschmähte Liebe ein Grund.
Es könnten auch ganz andere Gründe sein, oder teilweise die, die ich aufführen konnte.
Fakt ist, man wird es nie ganz unterbinden können solche Konflikte innerhalb von Menschengruppen ausarten zu lassen. Ob verbal oder mit Gewalt, wenn immer wieder auf einen Menschen so eingewirkt wird ist irgendwann das Maß voll. Denn auch die Toleranzgrenze ist bei jedem unterschiedlich hoch. Da brauch es keinen Psychopaten oder geistig Kranken, da reicht ein ganz normaler Mensch dem es vielleicht etwas an Selbstvertrauen fehlt und der immer wieder zum Fußabtreter der vermeindlich Stärkeren wird.
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Stormrider One
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Beitrag von Stormrider One »

Halo RyoAue !

Ich stimme dir dem ganze zu, bedenke bitte aber das ein geistes kranke Mensch is auch ein "Normaler" Mensch(das bedürfnis Acceptiert und toleriet zu werden hat für alle Menschen den gleichen wert) .
Mir stört an der ganze sache, das unsere Geselschaft mit solchen Menschen nicht klar kommt und die Statd, ein bescheidenes Recht System hat was dieses thema angeht ,am maersten aber regt mich das ganze dan noch mehr, wen ins lecharliche getrieben wird mit die so genante "Killerspiele"....Das is doch pure ignoranz, die ich an eine angeblich Soziales System wieder akzeptiere noch toleriere,es is einfach ebermlich wie "Wir"so tief gesungen sind als Geselschaft des 21er jahunderts und die Augen schlissen vor das offensichtliches problem(das bedürfnis Acceptiert und toleriet zu werden in der schule,der familie,der Arbeitsbereich usw.) und polarisieren die ganze zeit mit lecharlichen aussagen wie die "Killerspiele"!!!


MFG
Zuletzt geändert von Stormrider One am 15.03.2009 19:15, insgesamt 13-mal geändert.
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IxAxUx
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Beitrag von IxAxUx »

RyoAue hat geschrieben:Da brauch es keinen Psychopaten oder geistig Kranken, da reicht ein ganz normaler Mensch dem es vielleicht etwas an Selbstvertrauen fehlt und der immer wieder zum Fußabtreter der vermeindlich Stärkeren wird.
Genau so sehe ich das auch. Es wird von allen Seiten mehr oder weniger vermittelt, dass Amokläufer kranke Menschen sind. Das stimmt meiner Meinung nach aber nicht ganz. Die Amokläufer kommen ja nicht als solche zur Welt. Sie sind ganz normale Bürger wie wir. Erst durch gewisse Erfahrungen werden sie zu Amokläufern.

@Seth666
Die wichtigen Diskussionen finden aber doch nicht im Fernsehen statt sondern hinter verschlossenen Türen und dort wird auch die Entscheidung getroffen. Ich denke, das hast du nicht verstanden an meinem Post.

Dazu brauchen wir keine X Diskussionssendungen im TV. Die wollen nur Einschaltquote und ein Herr Pfeiffer darf bei diesem gegebenen Anlass mal wieder im TV auftreten und Forderungen aufstellen.

Aber natürlich kannst du mich wegen einem Post direkt einschätzen. Wenn das nicht mal Vorverurteilung ist. Aber ich bin sicher du weißt die Antworten auf alle Fragen.
Ich sehe das trotzdem ganz anders. Durch diese Medien wurden doch erst die Forderungen formuliert. Nach Erfurt wäre nichts passiert, wenn in diversen Magazinen und TV-Sendungen nicht Psychologen, etliche unbedeutende Politiker, die sich profilieren wollten, und andere Menschen Forderungen an die Minister gestellt hätten. Ich glaube nicht, dass das Schulgesetz geändert worden wäre, wenn die Medien nicht diese "Schwachstelle" als Grund des Amoklaufes so aufgebauscht hätten.
Natürlich sind all diese Diskussionssendungen auch dafür da Einschaltquoten zu bekommen, dass will ich nicht bestreiten. Einen kleinen Nebeneffekt haben sie trotzdem manchmal.

Und ich weiß bestimmt nicht die Antwort auf alle Fragen, sondern sage nur meine Meinung zu den Dingen. Ich verlange keinen universellen Gültigkeitsanspruch.
Aber mal ehrlich: Du hast geschrieben, dass die ganzen Diskussionen praktisch umsonst waren. Darunter schreibst du dann, dass es ja so oder so wieder einen Amoklauf geben wird und man eh nichts dagegen machen kann. Wie hätte meine Reaktion denn bitte anders ausfallen sollen?
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Raging
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Re: CS

Beitrag von Raging »

gh0 hat geschrieben:
Määäx67 hat geschrieben:Nach dem (tragischen) Amoklauf heute werden wohl wieder alle "Killerspiele" in Frage gestellt...

Das Problem ist , dass die meisten Leute die solche Spiele in Frage stellen selber nicht spielen.
Ich bin mit Gewalt in Spielen aufgewachsen, bin ich aggressiver als andere Leute ? Nein...
Auf nen Amoklauf hab ich auch kein Bock, obwohl ich CS:S oder GTA spiele :roll:

Und ich frage mich nichtmal ob es in echt auch so splattert und goret wie in Brothers in Arms oder Call of Duty 5 :?

Meine (völlig) überzogene Meinung :wink:

ja du vielleicht nicht, aber es gibt genug geistig labile junge menschen da draussen, die abstumpfen, je mehr greuelszenen sie vor augen bekommen.

ich erkenn das an mir, ich spiele 3d shooter seit buum 1 und da wirklich querbeet. wenn ich mir jetzt irakvideos aus youtube ansehe, da zuck ich nichtmal mit der wimper. (vielleicht erkennt man jetzt die intention vom spiel america's army)

man hört oft den satz (oder so ähnlich)
"es geht in shootern nicht darum wie splatterszenen aussiehen, oder wie man effektvoll jemanden tötet, in den spielen gehts um reaktion und um teamplay"

das mag bei einigen onlineshootern schon sein. jedoch ist genau dieses argument sehr bedenklich, denn sie sagt aus, dass die splatterszene im spiel gar nicht mehr so wahrgenommen wird, wie es für jemanden wirkt, der das zum ersten mal betrachtet. man erschiesst den virtuellen menschen und rennt weiter.
in bezug auf die amokläufe an schulen ist immer zu erkennen: der kerl schiesst - rennt weiter und denkt.... nicht. er denkt nicht was er macht - wie ein soldat im krieg. schiessen und weiter. erst später kommt evtl. die erkenntnis und dann meistens die selbstrichtung.

ich sehe es also ebenso problematisch zu behaupten g"ewaltspiele wären nicht schuld" wie zu sagen "sie sind schuld"

Aber dass sie durchaus dazu beitragen können - sozusagen den letzten Anstoß zur Tat geben, das muss man in Erwägung ziehen. Logisch, dass die Hauptschuld auf jeden Fall der laschen Erziehung heutzutage zuzuschreiben ist. Beispiel: Als HL2 rauskam, standen vor mir die zwei 70 jährigen Großeltern mit ihrem ca 11 jährigen sohn (noch kein Stimmbruch) und die Verkäuferin sagte: "sie wissen dass das Spiel ab 18 ist? Und die Oma und der Opa: "jaja" und nicken, zahlen 45 Euro und der Enkel hat sein Spiel das nicht annähernd für ihn geeignet ist.
Der Gesetzgeber hat kaum eine Chance sowas zu verhindern.

Ausser: Verbot solcher Spiele.

Und das ist halt ein einschneidiges Schwert. Auf der einen Seite der wütende Mob, der seine Gewalt nur auf dem Bildschirm ausleben möchte und auf der anderen der zwar kleine, aber nicht minder wütende Mob, der durchaus gerne auch mal ein paar Kugeln in den Nachbarn pumpen würde, wenn er die Möglichkeit dazu bekäme.

Ich kann die Regierung durchaus verstehen, auch wenn ich nicht dafür bin, da ich viele Spiele (z.b. Bioshock) als "entrückte" Kunst betrachte und mich ja selber am virtuellen Blut ergötze.
Warum Ballerspiele überhaupt eine solche Faszinaton ausüben kann ich leider nicht erklären. Evtl liegt es daran, dass der Mensch von Haus aus vom Adrenalin gesteuert wird...

:!:
AMEN, Du sprichst mir aus der Seele. Nichts hinzuzufügen.
SelfDestruct
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Beitrag von SelfDestruct »

4P|T@xtchef hat geschrieben:Lasst uns doch mal über Spielsituationen reden, in denen Gewalt als reiferes Stilmittel im Sinne Kojimas oder einfach im Sinne guter Dramaturgie funktioniert hat - in denen man darüber nachgedacht hat, in denen sie in irgendeiner Form bewegt, abgestoßen, begeistert, entrüstet oder zum Diskutieren über die Natur der Gewalt angeregt hat.
Gears2, als Dom seine Frau findet... Nach der Cut Szene musste ich dann erstmal ne Pause einlegen, da ich doch mitgenommen war und den Zwiespalt, den Dom "durchlebt" haben muss, auch sehr gut nachvollziehn konnte. Hier spielte auch der Aspekt, dass man nur den Schuss gehört, aber nicht gesehen hat, eine große Rolle der "Gewaltdarstellung".

Auf jeden Fall hat mich diese Stelle so mitgenommen wie schon lange davor keine in einem Spiel (wenn überhaupt schonmal vorgekommen? oO )
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Seth666
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Beitrag von Seth666 »

IxAxUx hat geschrieben: Aber mal ehrlich: Du hast geschrieben, dass die ganzen Diskussionen praktisch umsonst waren. Darunter schreibst du dann, dass es ja so oder so wieder einen Amoklauf geben wird und man eh nichts dagegen machen kann. Wie hätte meine Reaktion denn bitte anders ausfallen sollen?
Denkst du wirklich das es dann keinen Amoklauf mehr geben wird, wenn wieder strengere Regeln und Gesetze gemacht werden ??

Ich halte sowas für illusorisch.