Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schwarzen und Stereotypen in der Videospiele-Branche

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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Wigggenz »

xub hat geschrieben:Ich denke halt der Mensch ist Sklave seiner Instinkte, Triebe und Emotionen :wink: #fette Menschen, süchtige Menschen, verliebte Menschen, zwangsneurotische Menschen, könnte mir wirklich vorstellen, dass Rassismus bei manchen Menschen genetisch verankert ist....was in sich selbst wahrscheinlich rassistisch meinerseits ist....meta-racism :lol:
Wenn man das so weiterspinnt, kommt man schnell bei deterministischen Standpunkten an ;)

Nichts gegen den Determinismus an sich, auch ich bin davon überzeugt, dass exakt gleiche Ursachen (also auch die natürlichen chemischen Vorgänge im menschlichen Gehirn) immer zur exakt gleichen Wirkung führen, aber auf menschliches Zusammenleben darf man determinierende Faktoren nur sehr begrenzt als "Entschuldigung" verwenden, da sonst jede Regelung des Zusammenlebens obsolet wird...
Nanimonai
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Nanimonai »

xub hat geschrieben:Ich denke halt der Mensch ist Sklave seiner Instinkte, Triebe und Emotionen
Zusätzlich denke ich noch, dass es unsere Aufgabe ist, sich genau dagegen zur Wehr zu setzen und zumindest in den Teilen Herr über die eigenen Triebe, Instinkte und emotionsgeladenen Handlungen zu sein, die Schwierigkeiten für sich selbst und andere bedeuten können. ICH bin ES ist mir zu einfach. Da bin ich dann doch eher der Erkenntnistheoretiker.
xub
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von xub »

Sharkie hat geschrieben:
xub hat geschrieben: Ist halt unfair, glaube aber nicht, dass man sowas irgendwie steuern kann ohne die Ungleichheit im Kopf noch zu verstärken (Stichwort: Die kann nix, ist nur ne Quotenfrau). Aber ein bisschen gleicht sich sowas letztlich immer aus, Obamas Wahlkampf z.B. war nur deshalb so erfolgreich, weil er sein Versprechen von "ich werd alles anders machen" unterstreichen konnte mit, "weil ich seh auch anders aus als die Tpyen auf den Dollarscheinen". Bäng, Erdrutsch Sieg + Friedensnobelpreis fürs nichts-tun, wär nicht so gelaufen, wär er weiß gewesen.
Was Du da bezüglich Obamas Wahlkampf schreibst ist, mit Verlaub, Quatsch. Daran, dass er schwarz ist, kann Obama nichts ändern, aber dass er daraus im Wahlkampf kalkuliertermaßen Kapital geschlagen hätte, ist schlichtweg falsch; tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall. Obama hat nämlich in seinem Wahlkampf die Strategie verfolgt, sich als künftiger Präsident eines "post-racial America" zu positionieren, also sich explizit nicht als "first black president" oder ähnliches profiliert. Was ihm (nicht nur) unter Afroamerikanern übrigens durchaus Kritik eingebracht hat.
http://www.dailymail.co.uk/news/article ... bills.html

Soviel dazu, der Vorwurf kam ohne, dass im Wahlkampf vorher irgendetwas in der Richtung gefallen wäre. Mc Cain selbst hat sogar mehrfach klargemacht, das Obama ein guter Amerikaner wäre, nachdem da dümmliche Ängste in seiner Klientel aufkamen.

https://www.youtube.com/watch?v=jrnRU3ocIH4

Natürlich hat ihm das genützt. Er hat mehrmals betont, dass er anders ist, um zu unterstreichen, dass er es anders machen wird. Oder kannst du mir erklären für was Obama den Friedensnobelpreis bekommen hat? Er hat die gleichen Versprechungen gemacht wie jeder Präsident vor ihm (und nichts, wie z.B. Schließung von Guantánamo Bay, in den ersten Jahren eingehalten).
TheOriginalDog
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von TheOriginalDog »

xub hat geschrieben:
Sharkie hat geschrieben:
xub hat geschrieben: Ist halt unfair, glaube aber nicht, dass man sowas irgendwie steuern kann ohne die Ungleichheit im Kopf noch zu verstärken (Stichwort: Die kann nix, ist nur ne Quotenfrau). Aber ein bisschen gleicht sich sowas letztlich immer aus, Obamas Wahlkampf z.B. war nur deshalb so erfolgreich, weil er sein Versprechen von "ich werd alles anders machen" unterstreichen konnte mit, "weil ich seh auch anders aus als die Tpyen auf den Dollarscheinen". Bäng, Erdrutsch Sieg + Friedensnobelpreis fürs nichts-tun, wär nicht so gelaufen, wär er weiß gewesen.
Was Du da bezüglich Obamas Wahlkampf schreibst ist, mit Verlaub, Quatsch. Daran, dass er schwarz ist, kann Obama nichts ändern, aber dass er daraus im Wahlkampf kalkuliertermaßen Kapital geschlagen hätte, ist schlichtweg falsch; tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall. Obama hat nämlich in seinem Wahlkampf die Strategie verfolgt, sich als künftiger Präsident eines "post-racial America" zu positionieren, also sich explizit nicht als "first black president" oder ähnliches profiliert. Was ihm (nicht nur) unter Afroamerikanern übrigens durchaus Kritik eingebracht hat.


http://www.dailymail.co.uk/news/article ... bills.html

Soviel dazu, der Vorwurf kam ohne, dass im Wahlkampf vorher irgendetwas in der Richtung gefallen wäre. Mc Cain selbst hat sogar mehrfach klargemacht, das Obama ein guter Amerikaner wäre, nachdem da dümmliche Ängste in seiner Klientel aufkamen.

https://www.youtube.com/watch?v=jrnRU3ocIH4

Natürlich hat ihm das genützt. Er hat mehrmals betont, dass er anders ist, um zu unterstreichen, dass er es anders machen wird. Oder kannst du mir erklären für was Obama den Friedensnobelpreis bekommen hat? Er hat die gleichen Versprechungen gemacht wie jeder Präsident vor ihm (und nichts, wie z.B. Schließung von Guantánamo Bay, in den ersten Jahren eingehalten).
http://whatthefuckhasobamadonesofar.com/
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Imperator Palpatine
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Imperator Palpatine »

Nanimonai hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben:" Diese Studien geben wichtige Hinweise auf das Ausmaß gefühlter Diskriminierung, beschränken sich jedoch auf die subjektive Dimension erfahrener Benachteiligung und bilden das Ausmaß tatsächlicher Diskriminierung nicht exakt ab, weil die Ergebnisse möglicherweise durch unterschiedliche Sensibilitäten für Diskriminierung verzerrt sind, die sich nicht objektivieren lassen ".
Wie ein Hai mit Blutwitterung stürzt du dich auf den wesentlichen Punkt 3.2, der die so verheißungsvolle Überschrift "Arbeitsmarktdiskriminierung: bisher nur punktuell erforscht" trägt, weil du genau dort den einen Satz finden wirst, der dein Denken stützt und den gesamten Rest dieses 50-seitigen Papiers ad absurdum führt.

Ist dir dabei die kleine Überschrift "Betroffenenbefragungen" entgangen, die erläutert, was es damit auf sich hat? Und ist es für dich wirklich eine Entdeckung gewesen, dass die Befragung eines Betroffenen subjektive Eindrücke und Ergebnisse liefert, weil diese Menschen, nun ja, "Betroffene" sind?

Die eigentliche Studie beginnt übrigens erst ab Punkt 4. Vielleicht liest du dort erst mal weiter.
Ich habe weitergelesen und die Punkte bezüglich der Personaler sind die aufschlussreichsten denn diese beschreiben grösstenteil konkrete Gründe wie Religion inklusive Kopftuch und Vorerfahrungen.
Und speziell den Kopftuchpunkt kann ich sehr gut verstehen denn ich handhabe ihn in meinem Unternehmen genauso.

Und bevor du in Schnappatmung verfällst erkläre ich dir auch wieso ( auch wenn dass an deiner Schnappatmung vermutlich nichts ändert )

Es handelt sich hier um ein ideologisches Symbol dass sowohl Frauen wie auch Männer diskriminiert. Nichtmuslimischen Frauen vermittelt es die Botschaft ihr tretet sündig auf und Männer werden als rein triebgesteuerte Tiere dargestellt die sich gewissermassen nicht zurück halten könnten falls jenes Kleidungsstück nicht existieren würde.
So etwas akzeptiere ich eben so wenig wie ein ACAB oder Nazi Kleidungsstück.

Wer zudem wie ein befreundeter Unternehmer erlebt hat was es bedeutet wenn die junge gut qualifizierte Türkin nicht mit auf eine Messe fahren kann weil sowohl ihr Mann als auch ihr Vater telefonisch gegen die nötige Übernachtung protestieren, überlegt sich beim nächsten Mal sehr genau ob er eine Person mit diesem Hintergrund noch einmal einstellt.
Oder wenn zum Ramadan muslimische Mitarbeiter teilweise direkt an der Maschine umkippen.

Und jene Erfahrungen die auch Atzenmiro beschrieben hat fallen ebenfalls ins Gewicht. Der Kleinunternehmer hat unter Umständen als Kind / Jugendlicher mit diesen Gruppierungen bestimmte negative Erfahrungen gemacht, er hat selbst Kinder die ihm einiges über ihren Alltag erzählen und davon ist vieles nicht gerade schön.

All das kommt zum tragen wenn er dann am Schreibtisch sitzt und die Bewerbungen studiert.

Traurig und fatal für denjenigen der nichts dafür kann aber auch ein Denkansatz den man hier einfliessen lassen sollte.
Nicht als Rechtfertigung sondern als weiteres Puzzlestück für das Gesamtbild
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 11.03.2015 01:27, insgesamt 2-mal geändert.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Wigggenz »

Mit dem AGG nimmst du es also nicht so genau?
xub
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von xub »

TheOriginalDog hat geschrieben:
http://whatthefuckhasobamadonesofar.com/

Fein. Natürlich hat er was gemacht, aber du könntest eine derartige Liste mit ein paar nice Facts über jeden aufstellen, der 8 Jahre ein Land regiert. Davon abgesehen, dass viele von den Sachen glaube ich zum Zeitpunkt der Preisverleihung nicht mal geschehen waren und viele sind auch gänzlich unspektakulär.

Bleibt der Punkt, dass der Nobelpreis offiziell gerechtfertigt wurde, damit dass Obama die Beziehungen zur Islamischen Welt verbessern würde. Bis heute werden Menschen ohne Anklage in Guantanamo Bay festgehalten, und seine Truppen-Abzugspolitik aus dem Irak und Politik bezüglich Syrien war mehr als unvorteilhaft (und ja ich weiß, dass sie überhaupt im Irak waren war nicht seine Schuld, aber ein heiliger ist er auch nicht)

edit: nachdem ich nun sämtliche facts durchgeklickt hat, fast alle betreffen ausschließlich die USA, also Friedensnobelpreis für US Innenpolitik? ...propz!
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Imperator Palpatine
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Imperator Palpatine »

Wigggenz hat geschrieben:Mit dem AGG nimmst du es also nicht so genau?
Von einem AGG dass von weltfremden Politikern und Soziologen erarbeitet wurde die oftmals nicht eine Minute in der freien Wirtschaft gearbeitet haben halte ich de facto nicht viel, nein.

Ich sehe mir jede Bewerbung gründlich an und bevor ich eine irgendwie geartete Entscheidung treffe geht sie zu meinen beiden Partnern und dann wird gemeinsam entschieden.
Erstes und wichtigstes Kriterium ist die Qualifikation danach folgen Fragen bezüglich der Persönlichkeit und der Eingliederung in den bisherigen Mitarbeiterkreis.

Und damit sind wir bisher mit zwei Schwulen, einem Buddhisten, einem Vietnamesen und einer Türkin sehr gut gefahren. Von den anderen Mitarbeitern von denen jeder auf seine eigene Art und Weise besonders ist ganz abgesehen.
Ganz gleich was man sich in Berlin oder Düsseldorf wieder ausdenkt.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 09.03.2015 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
Armin
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Armin »

Nekator hat geschrieben:4P ist in dieserlei Hinsicht ein Paradebeispiel des Problems... und es wundert kaum noch, dass immer mehr der Blätter ob online oder physikalisch pleite gehen... die Leute sind diese dumpfe Propaganda leid.
Genau, wir brauchen das Spielenews Aequivalent zu theblaze, ohne dumpfe Propaganda gegen Rassismus und Frauenfeindlichkeit!
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Wigggenz »

Imperator Palpatine hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:Mit dem AGG nimmst du es also nicht so genau?
Von einem AGG dass von weltfremden Politikern und Soziologen erarbeitet wurde die oftmals nicht eine Minute in der freien Wirtschaft gearbeitet haben halte ich de facto nicht viel, nein.

Ich sehe mir jede Bewerbung gründlich an und bevor ich eine irgendwie geartete Entscheidung treffe geht sie zu meinen beiden Partnern und dann wird gemeinsam entschieden.
Erstes und wichtigstes Kriterium ist die Qualifikation danach folgen Fragen bezüglich der Persönlichkeit und der Eingliederung in den bisherigen Mitarbeiterkreis.

Und damit sind wir bisher mit zwei Schwulen, einem Buddhisten, einem Vietnamesen und einer Türkin sehr gut gefahren. Von den anderen Mitarbeitern von jeder auf seine eigene Art und Weise besonders ist ganz abgesehen.
Ganz gleich was man sich in Berlin oder Düsseldorf wieder ausdenkt.
Und wie entscheidest du bzw. ihr, wenn -hypothetisch- sich eine gut qualifizierte, jedoch aus religiösen Gründen Kopftuch tragende Frau bewirbt, hm? Bzw. wie begründest du deine Ablehnung? So wie oben geschrieben? Da kannst du nämlich froh sein, nicht verklagt zu werden.
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Sharkie
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Sharkie »

xub hat geschrieben: http://www.dailymail.co.uk/news/article ... bills.html

Soviel dazu, der Vorwurf kam ohne, dass im Wahlkampf vorher irgendetwas in der Richtung gefallen wäre. Mc Cain selbst hat sogar mehrfach klargemacht, das Obama ein guter Amerikaner wäre, nachdem da dümmliche Ängste in seiner Klientel aufkamen.

https://www.youtube.com/watch?v=jrnRU3ocIH4

Natürlich hat ihm das genützt. Er hat mehrmals betont, dass er anders ist, um zu unterstreichen, dass er es anders machen wird. Oder kannst du mir erklären für was Obama den Friedensnobelpreis bekommen hat? Er hat die gleichen Versprechungen gemacht wie jeder Präsident vor ihm (und nichts, wie z.B. Schließung von Guantánamo Bay, in den ersten Jahren eingehalten).
Es geht mir nicht darum, Obamas Friedensnobelpreis oder seine Politik zu verteidigen. Ich denke, Du wirfst da ein bisschen viele Dinge in einen Topf. Mir geht es um seinen Wahlkampf, den Du ins Spiel gebracht hattest.

Und da lautete sein Credo "Ich stehe für ein post-racial America", also ein Amerika, in dem die Hautfarbe oder Herkunft keine Rolle mehr spielt. Was den von Dir angeführten Link betrifft: Wer weiß, was Obama sich während des Wahlkampfes aus reaktionärer Ecke so anhören musste ("kein Amerikaner", "insgeheim Moslem", "kein Patriot" - McCain tat gut daran, sich von solchem Schwachsinn zu distanzieren), der kann wohl kaum behaupten, seine dort zitierte Aussage wäre unprovoziert zustande gekommen. So oder so bleibt es die Ausnahme von der Regel, dass Obama im Wahlkampf nun wirklich nicht dazu neigte, die Rassenfrage zu thematisieren. Man muss allerdings zugestehen, dass Obama später (z.B. im Rahmen der Trayvon Martin-Sache) davon abgewichen ist und mittlerweile in etwa die Position vertritt "Ein post-racial America gibt es zwar noch nicht, aber es ist mein Ziel es zu verwirklichen".
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Imperator Palpatine
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Imperator Palpatine »

Wigggenz hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:Mit dem AGG nimmst du es also nicht so genau?
Von einem AGG dass von weltfremden Politikern und Soziologen erarbeitet wurde die oftmals nicht eine Minute in der freien Wirtschaft gearbeitet haben halte ich de facto nicht viel, nein.

Ich sehe mir jede Bewerbung gründlich an und bevor ich eine irgendwie geartete Entscheidung treffe geht sie zu meinen beiden Partnern und dann wird gemeinsam entschieden.
Erstes und wichtigstes Kriterium ist die Qualifikation danach folgen Fragen bezüglich der Persönlichkeit und der Eingliederung in den bisherigen Mitarbeiterkreis.

Und damit sind wir bisher mit zwei Schwulen, einem Buddhisten, einem Vietnamesen und einer Türkin sehr gut gefahren. Von den anderen Mitarbeitern von jeder auf seine eigene Art und Weise besonders ist ganz abgesehen.
Ganz gleich was man sich in Berlin oder Düsseldorf wieder ausdenkt.
Und wie entscheidest du bzw. ihr, wenn -hypothetisch- sich eine gut qualifizierte, jedoch aus religiösen Gründen Kopftuch tragende Frau bewirbt, hm? Bzw. wie begründest du deine Ablehnung? So wie oben geschrieben? Da kannst du nämlich froh sein, nicht verklagt zu werden.
Ich denke wir sind beide intelligent genug um zu realisieren dass es trotz Gesetzen unzählige Freiräume gibt um jene zu umgehen oder nicht direkt mit ihnen in Konflikt zu geraten.
Und aufgrund dessen erfolgt die Begründung bzw. Ablehnung natürlich auf eine andere Art und Weise.
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von xub »

Sharkie hat geschrieben: Es geht mir nicht darum, Obamas Friedensnobelpreis oder seine Politik zu verteidigen. Ich denke, Du wirfst da ein bisschen viele Dinge in einen Topf. Mir geht es um seinen Wahlkampf, den Du ins Spiel gebracht hattest.

Und da lautete sein Credo "Ich stehe für ein post-racial America", also ein Amerika, in dem die Hautfarbe oder Herkunft keine Rolle mehr spielt. Was den von Dir angeführten Link betrifft: Wer weiß, was Obama sich während des Wahlkampfes aus reaktionärer Ecke so anhören musste ("kein Amerikaner", "insgeheim Moslem", "kein Patriot" - McCain tat gut daran, sich von solchem Schwachsinn zu distanzieren), der kann wohl kaum behaupten, seine dort zitierte Aussage wäre unprovoziert zustande gekommen. So oder so bleibt es die Ausnahme von der Regel, dass Obama im Wahlkampf nun wirklich nicht dazu neigte, die Rassenfrage zu thematisieren. Man muss allerdings zugestehen, dass Obama später (z.B. im Rahmen der Trayvon Martin-Sache) davon abgewichen ist und mittlerweile in etwa die Position vertritt "Ein post-racial America gibt es zwar noch nicht, aber es ist mein Ziel es zu verwirklichen".
Versteh mich nicht falsch, ich hab ja nix gegen den Mann. Und ja du hast recht, offiziell war seine Aussage immer ich will der Präsident für alle Amerikaner sein etc. Davon abgesehen war sein Wahlkampf aber schon auch darauf ausgelegt, dass er ja so anders ist und alles anders macht "Change", er hat betont, dass er anders aussieht, er hat betont, dass er sooo anders ist als George Bush (und damit impliziert McCain sei es nicht). Und ich bezweifle sehr stark, dass dieses "Change/Anders/alles Neu" so gut angekommen wäre, wenn er weiß gewesen wäre. Da spricht ja auch nicht gegen, das ist Marketing. Und als Beweis, wie sehr diese spezielle Kombination gezogen hat, sehe ich halt den Nobelpreis, der 2009 durch nicht viel als Versprechungen (die jeder neue Präsident macht) zu rechtfertigen war.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Wigggenz »

Imperator Palpatine hat geschrieben:Ich denke wir sind beide intelligent genug um zu realisieren dass es trotz Gesetzen unzählige Freiräume gibt um jene zu umgehen oder nicht direkt mit ihnen in Konflikt zu geraten.
Und aufgrund dessen erfolgt die Begründung bzw. Ablehnung natürlich auf eine andere Art und Weise.
Die Freiräume kenne ich in der Tat, und so eine Vorgehensweise habe ich mir auch gedacht. Feige.
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Imperator Palpatine
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Re: Spielkultur: Entwickler sprechen über die Rolle von Schw

Beitrag von Imperator Palpatine »

Wigggenz hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben:Ich denke wir sind beide intelligent genug um zu realisieren dass es trotz Gesetzen unzählige Freiräume gibt um jene zu umgehen oder nicht direkt mit ihnen in Konflikt zu geraten.
Und aufgrund dessen erfolgt die Begründung bzw. Ablehnung natürlich auf eine andere Art und Weise.
Die Freiräume kenne ich in der Tat, und so eine Vorgehensweise habe ich mir auch gedacht. Feige.
Bezahlst du im Zweifelsfall meine Anwaltskosten, telefonierst mit den Pressevertretern und erstattest mir den Verdienstausfall wenn selbsternannte Gerechtigkeitskämpfer und Lokal - sowie Regionalpolitiker meine Geschäftspartner, Investoren und Kunden mit Kampagnen drangsalieren und diese aufgrund dessen ihre Aufträge und Finanzierung kündigen ?
Suchst du die neuen Jobs für mein Mitarbeiter falls ich dadurch einige entlassen muss oder schlimmeres ?

Nein ?!

Also bleiben diese Entscheidungen und die Verantwortung weiterhin mir überlassen.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 09.03.2015 22:23, insgesamt 1-mal geändert.