Je nach Träger wäre die Burka der Leggings durchaus in modischen Gesichtspunkten vorzuziehen.Fiddlejam hat geschrieben:wenn er meint, dass die ganzen deutschen Mädels in der Innenstadt doch auch mal Burka tragen könnten statt so schlampig rum zu laufen
Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Formate über die Präsentation von Männlichkeit in Spielen und will "positive Beispiele zur Frauen-Darstellung" bringen
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
- FuerstderSchatten
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Ach keine Ahnung soweit verfolge ich ihn auch nicht. Das mit den Burkas habe ich nicht gelesen oder schon wieder vergessen, generell lese auch nur das Format im Printmagazin, wenn es also ein Olinethema war, kenne ich es sowieso nicht. Ich bin meistens sowieso nicht seiner Meinung und generell eher der Augstein Fan.Fiddlejam hat geschrieben:Wie immer gilt: Die kollektiven Reaktionen auf den Feminismus rechtfertigen ihn von selbst. :wink:
Wie z.B. wenn er meint, dass die ganzen deutschen Mädels in der Innenstadt doch auch mal Burka tragen könnten statt so schlampig rum zu laufen, im Zuge von Charlie Hebdo für ungebremste Vorratsdatenspeicherung eintritt - obwohl er selbst zugibt, dass sie in diesem Fall wahrscheinlich nichts genutzt hätte - und dass Islamfeindlichkeit entsteht weil wir alle keine braven Katholiken mehr sind?Naja Fleischauer ist maximal mittig-konservativ, den lese ich auch sehr gerne im Spiegel.
Wenn das tatsächlich die berüchtigte "Mitte" der Gesellschaft ist kann ich nur sagen, einzige Hoffnung, H-Bombe drauf und Ruhe.
Vorratsdatenspeicherung finde ich aber ok, ganz unabhängig von Charlie Hebdo. Ist aber wohl eher nützlich um Verbrechen aufzuklären, und weniger um sie zu verhindern, dasselbe gilt für Kameras, die halte ich auch für nützlich, um damit Verbrechen aufzuklären. Ich persönlich habe auch kein Problem damit gefilmt zu werden, wer schaut sich schon die ganzen Filme an, die jeden Tag in den Fußgängerzonen gemacht werden und selbst wenn dann sieht man mich halt wie ich schnell zur U-Bahn laufe oder ins MC D gehe. Ich bin da wahrlich nicht paranoid.
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Reaktionen auf irgendwelche Thesen rechtfertigen diese nicht. Weder hier noch anderswo.Fiddlejam hat geschrieben:Die kollektiven Reaktionen auf den Feminismus rechtfertigen ihn von selbst. :wink:
Feminismus mag durch vieles gerechtfertigt sein, aber nicht durch Reaktionen, das ist nichts als zirkulär.
- Zero Enna
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
wenn man sich nur einen tag anschaut ist das auch nichts besonderes. wenn man das aber über längere zeit macht und software bietet ja die möglichkeiten dazu das ganze zu verarbeiten ohne dass es sich tatsächlich jemand anschauen muss, kann man schnell profile für einzelne personen erstellen, je nach qualität der kamerabilder.FuerstderSchatten hat geschrieben:Ach keine Ahnung soweit verfolge ich ihn auch nicht. Das mit den Burkas habe ich nicht gelesen oder schon wieder vergessen, generell lese auch nur das Format im Printmagazin, wenn es also ein Olinethema war, kenne ich es sowieso nicht. Ich bin meistens sowieso nicht seiner Meinung und generell eher der Augstein Fan.Fiddlejam hat geschrieben:Wie immer gilt: Die kollektiven Reaktionen auf den Feminismus rechtfertigen ihn von selbst. :wink:
Wie z.B. wenn er meint, dass die ganzen deutschen Mädels in der Innenstadt doch auch mal Burka tragen könnten statt so schlampig rum zu laufen, im Zuge von Charlie Hebdo für ungebremste Vorratsdatenspeicherung eintritt - obwohl er selbst zugibt, dass sie in diesem Fall wahrscheinlich nichts genutzt hätte - und dass Islamfeindlichkeit entsteht weil wir alle keine braven Katholiken mehr sind?Naja Fleischauer ist maximal mittig-konservativ, den lese ich auch sehr gerne im Spiegel.
Wenn das tatsächlich die berüchtigte "Mitte" der Gesellschaft ist kann ich nur sagen, einzige Hoffnung, H-Bombe drauf und Ruhe.
Vorratsdatenspeicherung finde ich aber ok, ganz unabhängig von Charlie Hebdo. Ist aber wohl eher nützlich um Verbrechen aufzuklären, und weniger um sie zu verhindern, dasselbe gilt für Kameras, die halte ich auch für nützlich, um damit Verbrechen aufzuklären. Ich persönlich habe auch kein Problem damit gefilmt zu werden, wer schaut sich schon die ganzen Filme an, die jeden Tag in den Fußgängerzonen gemacht werden und selbst wenn dann sieht man mich halt wie ich schnell zur U-Bahn laufe oder ins MC D gehe. Ich bin da wahrlich nicht paranoid.
und vorratsdatenspeicherung ist einfach eine frechheit. es hat nirgendwo gespeichert zu sein wo ich surfe, was ich kaufe, wie lange ich online bin und welche pornos ich mir reinziehe. jeder der dafür ist gehört verbrannt. ganz langsam.
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billy coen 80
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Und der geistige Brechdurchfall den einige auf Plattformen wie FemFreq so ins Netz absondern rechtfertigt den Maskulinismus?!?!Fiddlejam hat geschrieben:Wie immer gilt: Die kollektiven Reaktionen auf den Feminismus rechtfertigen ihn von selbst. :wink:
Zirkelargumentationen sind doch nun wirklich nur der billigste Rettungsanker derer, die keine wirklichen Argumente vorzubringen haben. Sie zählen ja schließlich nicht umsonst zur Standardrhetorik ideologisch vernagelter Wichtigtuer.
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Fiddlejam hat geschrieben:H-Bombe drauf
Und vergesst die Gaskammer nicht!Zero Enna hat geschrieben:gehört verbrannt. ganz langsam.
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billy coen 80
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Ja, ist schon echt hart. Aber verbuchen wir es als Überzeichnung.LePie hat geschrieben:Fiddlejam hat geschrieben:H-Bombe draufUnd vergesst die Gaskammer nicht!Zero Enna hat geschrieben:gehört verbrannt. ganz langsam.
Obwohl es gerade bei jemandem, der sich wie Fiddlejam, wenn es um den Feminismus geht, immer als Streiter für Toleranz inszeniert, schon irgendwie... ich weiß nicht so recht... doch, schon etwas bigott wirkt, wenn man dann über Weltanschauungen, die einem nicht passen, so etwas vom Stapel lässt. Aber wir wissen ja, dass in "diesen Kreisen" auch stets nur das toleriert wird, was in "diesen Kreisen" als des Tolerierens wert eingestuft worden ist.
Zuletzt geändert von billy coen 80 am 01.02.2015 00:55, insgesamt 1-mal geändert.
- FuerstderSchatten
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Ok, kann ich verstehen, mir ist es hingegen völlig egal, ob die wissen, dass ich gerne Pornos mag und welche Art auch. Und ob ich mir Paysafekarten an der Tankstelle hole. Die einzigen Informationen die richtig übel sind, ist ob man raucht oder irgendwelche Krankheiten hat, mit sowas kann in den falschen Händen schon Schindluder getrieben werden. Besonders wenn es keine allgemeine Krankenkasse gibt in die man so gut wie automatisch reinkommt. Dann kann es nämlich sein, dass man auf einmal nicht mehr oder zu sehr schlechten Kursen in die Privaten Versicherungen reinkommt.Zero Enna hat geschrieben: wenn man sich nur einen tag anschaut ist das auch nichts besonderes. wenn man das aber über längere zeit macht und software bietet ja die möglichkeiten dazu das ganze zu verarbeiten ohne dass es sich tatsächlich jemand anschauen muss, kann man schnell profile für einzelne personen erstellen, je nach qualität der kamerabilder.
und vorratsdatenspeicherung ist einfach eine frechheit. es hat nirgendwo gespeichert zu sein wo ich surfe, was ich kaufe, wie lange ich online bin und welche pornos ich mir reinziehe. jeder der dafür ist gehört verbrannt. ganz langsam.
Also wer ein gutes Werk tuen will und smart denkt, sollte sich für den Erhalt von staatlichen Krankenkassen einsetzen und für die Abschaffung von Privatkrankenkassen einstehen. Das gilt auch unabhängig von solchen Überlegungen wie oben. Privatkrankenkassen sind wie Nutznießer, eigentlich genauso wie ihre Klientel die kurz vor der Rente noch schnell in die Allgemeine wieder wechseln.
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billy coen 80
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Ist zwar nun die Mutter aller Off-Toppics, aber da bin ich bei dir, Fürstchen. Private Versicherer können gerne als Ergänzungen in vielen Bereichen fungieren, aber aus dem Gesundheitswesen gehören sie auch meines Erachtens verbannt bis in alle Ewigkeit. Das ist einfach ein Sektor, mit dem kein Geschäft gemacht werden sollte...
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Fiddlejam
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Ich sage ja auch gar nicht, dass es die einzige Rechtfertigung dafür ist. Mein Kommentar bezog sich eher darauf, wie Leute gerne deklarieren, dass es Hass gegen Frauen, Feministen, etc. ja eigentlich gar nicht gibt; und dann entweder selbst sich als eben solchen hegend entlarven, und/oder umgeben sind von Kommentaren anderer, die sich ebenso entlarven.Wiggenz hat geschrieben:Feminismus mag durch vieles gerechtfertigt sein, aber nicht durch Reaktionen, das ist nichts als zirkulär.
Mit anderen Worten, wann immer eine Feministin einen Vorwurf macht, liefern die Reaktionen die Beweise für eben diesen sofort.
Entgegen landläufiger Meinung muss man keine Unterlassungsverfügung, fortan auf Überzeichnung und Schwarzen Humor zu verzichten unterzeichnen, bevor man sich als Feminist bezeichnen darf. Das mit dem Eier abschneiden stimmt auch nicht. Eines reicht schon.billy coen 80 hat geschrieben:Obwohl es gerade bei jemandem, der sich wie Fiddlejam, wenn es um den Feminismus geht, immer als Streiter für Toleranz inszeniert, schon irgendwie... ich weiß nicht so recht... doch, schon etwas bigott wirkt, wenn man dann über Weltanschauungen, die einem nicht passen, so etwas vom Stapel lässt. Aber wir wissen ja, dass in "diesen Kreisen" auch stets nur das toleriert wird, was in "diesen Kreisen" als des Tolerierens wert eingestuft worden ist.
Davon mal abgesehen mache ich nun wirklich keinen Hehl daraus das für mich - wie für die meisten "Streiter für Toleranz" - Toleranz ebenda aufhört, wo die Intoleranz des anderen anfängt. Mit anderen Worten, ich glaube nicht an dieses pseudo-liberale Schreckgespenst wonach jedwede Einschränkung freier Meinungsäußerung automatisch zur totalen Zensur führt
(Mal davon abgesehen dass "freie Meinungsäußerung" ja erst einmal nur ein Recht ist, und ich verbiete ja nun wirklich niemandem, Bullshit zu verbreiten. Aber Freiheit vom Redeverbot heißt nicht Freiheit von Kritik.)
Zuletzt geändert von Fiddlejam am 01.02.2015 02:20, insgesamt 1-mal geändert.
- FuerstderSchatten
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Das ist vernünftig von dir, aber musst du mich deshalb gleich Fürstchen nennen? Wenn dann bitte schön Fuerstchen.billy coen 80 hat geschrieben:Ist zwar nun die Mutter aller Off-Toppics, aber da bin ich bei dir, Fürstchen. Private Versicherer können gerne als Ergänzungen in vielen Bereichen fungieren, aber aus dem Gesundheitswesen gehören sie auch meines Erachtens verbannt bis in alle Ewigkeit. Das ist einfach ein Sektor, mit dem kein Geschäft gemacht werden sollte...
Ansonsten natürlich kann es gerne für alles mögliche Private Versicherungen geben. Obwohl man wahrscheinlich auch da vielleicht die Menschheit vor ihrer eigenen Blödheit retten sollte. Wenn man bedenkt, dass es vermutlich lebensversicherte H4 Empfänger gibt, die pro Monat 50 Euro einzahlen, um dann am Ende ihres Lebens nicht mal ihren eingezahlten Beitrag wieder rauszuholen.
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billy coen 80
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Schwarzen Humor find ich immer gut. Er sollte aber schon auch lustig sein. Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass DU es auch bei jemandem wohlwollend als schwarzen Humor angesehen hättest, hätte irgendwer als potentielles Ziel einer Wassestoffbombe etwa FF oder das Haus von Annita auserkoren...Fiddlejam hat geschrieben:Entgegen landläufiger Meinung muss man keine Unterlassungsverfügung, fortan auf Überzeichnung und Schwarzen Humor zu verzichten unterzeichnen, bevor man sich als Feminist bezeichnen darf. Das mit dem Eier abschneiden stimmt auch nicht. Eines reicht schon.
Davon mal abgesehen mache ich nun wirklich keinen Hehl daraus das für mich - wie für die meisten "Streiter für Toleranz" - Toleranz ebenda aufhört, wo die des anderen anfängt. Mit anderen Worten, ich glaube nicht an dieses pseudo-liberale Schreckgespenst wonach jedwede Einschränkung freier Meinungsäußerung automatisch zur totalen Zensur führt
(Mal davon abgesehen dass "freie Meinungsäußerung" ja erst einmal nur ein Recht ist, und ich verbiete ja nun wirklich niemandem, Bullshit zu verbreiten. Aber Freiheit vom Redeverbot heißt nicht Freiheit von Kritik.)
Und die Sache, dass Toleranz da endet, wo die anderer anfängt??? Ich vermute mal, du wolltest darauf hinaus, dass sie da endet, wo die Rechte anderer verletzt werden??? Oder meintest du, sie endet da, wo andere keine Toleranz zu zeigen bereit sind??? Nur so als Nachfrage, denn deine Aussage ergibt nicht wirklich Sinn. Naja, die Nacht ist ja auch schon recht weit fortgeschritten.
Wobei das eben ein Problem ist, denn, abseits von tatsächlichen Grundrechtsverletzungen, wird die Wahrnehmung, wann jemand intolerabel in seinen Rechten eingeschränkt wird oder jemand vermeintlich grundsätzlich intolerant ist, im Regelfall sehr stark vom eigenen Blickwinkel beeinflusst. Und wer sagt einem, dass man nicht am Ende selbst derjenige ist, welcher sich intolerant verhält?!?!
Kritik kann und soll dabei natürlich erfolgen, aber, so sehr einem teils der verbale Auswurf irgendwelcher Menschen auf den Pinsel geht, sollte man doch zumindest versuchen, deren Sichtweise ein Stück weit zu tolerieren. Das heißt, dass man ihnen mit Argumenten begegnet, nicht mit herablassenden Phrasen aus der Mottenkiste der abgedroschenen Totschlagargumente. Das würde, von beiden Extremlagern eingehalten, auch diese Femi-Threads hier weit angenehmer gestalten.
Kritik funktioniert im Übrigen auch immer in zwei Richtungen und setzt entsprechend auch voraus, dass sie auf jemanden trifft, der bereit ist, sie aufzunehmen. Und diese Zirkelargumentationen der Marke "wer mir widerspricht, bestätigt mich nur" sind nichts anderes als präventive Kritikimmunisierungen der eigenen Ansichten. Das ist das Ende jeder gesunden Diskussionskultur.
Habe schon mal als Beispiel dafür die Art genannt, wie Siggie Gabriel die Frauenquote verteidigte. "Die ganze Kritik an der Frauenquote zeigt doch nur, wie notwendig sie ist". Und so ein geistiges Niveau von einem Spitzenpolitiker. Ein Satz, der jede Form von Kritik, ungeachtet ihres Inhaltes und Anlasses, in die Ecke des Antifeminismus drängt. Ganz unfeiner Stil.
Ich bin nicht mal gegen die Frauenquote, bei meinen Versuchen der Meinungsfindung halten sich pro und contra eher so die Waage. Stärkstes Pro: es scheint in einigen Unternehmen offensichtlich, betrachtet man die Anteile von Frauen an der Gesamtbelegschaft und dann an den Führungsposten, dass man es dort offensichtlich nicht mehr nur in den Händen der Wirtschaft belassen kann, für faire Verhältnisse zu sorgen, ähnlich wie mit dem Mindestlohn. Dem gegenüber steht aber das Contra, dass eine Frauenquote nichts anderes ist, als ein Gesetz, welches einen Arbeitgeber im Zweifel dazu zwingt, gegen ein anderes zu verstoßen, nämlich gegen das AGG, welches bei Auswahlkriterien bei Einstellungen und Beförderungen die Berücksichtigung des Geschlechtes grundsätzlich untersagt.
Ich finde es immer schwierig, wenn man Gesetze, die der Gleichbehandlung dienen sollen, aufweicht, um Personenkreisen, welche vermeintlich oder real diskriminiert werden, Vorteile zuzuschanzen, so gut die Absichten dahinter auch sein mögen.
@ Fuerst der Schatten: Bitte verzeih die despektierliche Anrede. War nicht bös gemeint und kommt auch nicht wieder vor... :wink:
- FuerstderSchatten
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Das will ich auch schwer hoffen.billy coen 80 hat geschrieben:
@ Fuerst der Schatten: Bitte verzeih die despektierliche Anrede. War nicht bös gemeint und kommt auch nicht wieder vor... :wink:
Auf das UE bestehe ich. Das Problem hatte ich heute schon mal und es wäre ja wohl inkonsequent jetzt nicht auch darauf zu bestehen. Auf Fuerstchen können wir uns einigen, wenn wir uns ganz nah gekommen sind. Aber dann geht auch der kleine Prinz.
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Fiddlejam
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Nur dass es halt ein offensichtlicher Unterschied ist ob ich - hyperbolisch - vorschlage, eine Wasserstoffbombe auf "die Mitte der Gesellschaft" zu werfen, was ja nun schon aus Prinzip nicht möglich ist, und in dem Moment kein Schwarzer Humor war, sondern eben nur eine Hyperbel; oder Drohungen gegen ein Individuum erhebe dass eben schon vorher diverse Mord- und Vergewaltigungsdrohungen erhalten hat.Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass DU es auch bei jemandem wohlwollend als schwarzen Humor angesehen hättest, hätte irgendwer als potentielles Ziel einer Wassestoffbombe etwa FF oder das Haus von Annita auserkoren...
So ganz ignorieren kann man gewisse Machtstrukturen dann doch nicht, ne.
Verzeihung, da ist mir ein Wort abhanden gekommen. Sollte heißen "die Intoleranz des anderen anfängt".Und die Sache, dass Toleranz da endet, wo die anderer anfängt???
Ich kann ja auch die Meinung eines Jan Fleischhauer tolerieren, dass sich die deutschen Frauen ruhig mal Burka überwerfen sollten und wir wieder alle brav sonntags zur Kirche gehen sollten.Kritik kann und soll dabei natürlich erfolgen, aber, so sehr einem teils der verbale Auswurf irgendwelcher Menschen auf den Pinsel geht, sollte man doch zumindest versuchen, deren Sichtweise ein Stück weit zu tolerieren.
Das hält mich aber nicht davon ab, diese Einstellung für ziemlich bekloppt zu halten; und das Gesellschaftsmodell, dass er offensichtlich wünscht, für vollkommenen Bullshit der nichts in der Realität zu suchen hat.
Auch da sind wir wieder bei so einem Punkt: Tolerieren heißt nicht akzeptieren und heißt vor allem nicht legalisieren.
Meinetwegen können irgendwelche Deppen glauben dass Juden die Welt kontrollieren, Sexualkundeunterricht Kinder zu Satan treibt, alle erschossen werden müssen, die es wagen, Mohammed in einer Karikatur darzustellen, was auch immer. Die Gedanken sind frei. Die Umsetzung nicht.
Nicht zwangsläufig. Klar ist es beispielsweise Unsinn, wenn Verschwörungstheoretiker behaupten "dass uns so viele widersprechen, beweist, dass sie alle unter eine Decke stecken". Aber das ist ja hier nicht der Punkt. Ich habe gesagt: Wenn der Behauptung, es gebe keinen Hass gegen Frauen oder Belästigung derselbigen entweder ebensolche direkt folgen; oder im selben Forum andere eben diese verbreiten, dann beweist dass schon an sich die Behauptung. Was eben, ironisch überspitzt zur Aussage führt dass die Reaktionen auf eine solche Behauptung eben automatisch eben diese bestätigen.Und diese Zirkelargumentationen der Marke "wer mir widerspricht, bestätigt mich nur" sind nichts anderes als präventive Kritikimmunisierungen der eigenen Ansichten. Das ist das Ende jeder gesunden Diskussionskultur.
Klar ist das, wenn man es so unnötig verkürzt, kein sonderlich hohes Niveau. Der Punkt ist aber, auch hier, dass eben diese "Kritik" eben meist selbst nur Phrasen sind, die direkte Vorurteile beweisen ("Frauen können sich halt einfach nicht durchsetzen"); und damit eben dass eine solche Befangenheit, die die Frauenquote bekämpfen soll, bereits existiert.Habe schon mal als Beispiel dafür die Art genannt, wie Siggie Gabriel die Frauenquote verteidigte. "Die ganze Kritik an der Frauenquote zeigt doch nur, wie notwendig sie ist".
Das ist auch so ein Problem, dass ich für ziemlich heuchlerisch halte. Auf der einen Seite regt man sich auf, wenn auch nur das geringste Stück Ambivalenz, sei das nun eben wegen einer sehr vielfältigen oder auch sehr simplen Aussage, da ist. Wenn aber auf der anderen Seite alles hoch-präzise auseinander genommen wird, ist das wieder zu akademisch und zu kompliziert.
Man sollte in diesem Moment immer unterscheiden zwischen Grundgedanken und notwendigen Maßnahmen. Da sind wir wieder bei dieser neo-liberalen Idee, dass der freie Markt schon alles richten wird. Darauf wird der Grundgedanke gebaut: Niemand soll aufs Geschlecht gucken. Wäre ja alles auch ganz toll, wenn sich die Leute dran halten würden. Aber dann sieht man eben, offensichtlich schauen sie eben doch aufs Geschlecht. Also muss eben doch ein staatlicher Eingriff stattfinden, weil es der freie Markt eben offensichtlich NICHT richten kann.Ich finde es immer schwierig, wenn man Gesetze, die der Gleichbehandlung dienen sollen, aufweicht, um Personenkreise, welche vermeintlich oder real diskriminiert werden, Vorteile zuzuschanzen, so gut die Absichten dahinter auch sein mögen.
Das "Grundgedanken-Gesetz" funktioniert nur, wenn der Grundgedanke auch in den Köpfen der Menschen ist. Das hat in dem Moment viel mit gesellschaftlicher Konditionierung zu tun, so dass man eben sagt "Wir greifen jetzt ein und zwingen dazu, Gruppe X gleich zu stellen damit langfristig die Gleichstellung von Gruppe X als Normalität angesehen wird und selbstständig verwirklicht werden kann; wodurch der vorherige Eingriff nicht länger erzwungen werden muss".
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billy coen 80
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Re: Feminist Frequency - Anita Sarkeesian plant weitere Form
Ich versuch es mal in aller Kürze, will gleich in die Heia...
ZumThema "kann nicht legalisiert werden": Ich schrieb auch "abseits von Grundrechtsverletzungen". Das schließt illegales Gedankengut aus. Aber was sich innerhalb unserer Gesetze bewegt, hat toleriert zu werden. Darüber, was tolerabel ist, haben keine kleinen Einzelpersonen zu entscheiden, schon gar keine ideologisierten Aktivistengruppen.
Und der Unterschied zwischen Toleranz, Akzeptanz oder etwas super finden, ist mir mehr als klar (auch da gibt es, wie zu so vielem, eine sehr gute South Park Episode zu, in der sich Mr. Garrison als "Megaschwuchtel" vor den Schülern vollends daneben benimmt, mit der Absicht, gefeuert zu werden und dafür dann die Schule zu verklagen. Das geht aber schief, weil alle, im wahnhafter politischer Korrektheit alles gaaaanz super finden, was er macht. Am Ende hält Garrison dann ne kurze aber sehr treffende Rede zu eben diesen Unterschieden zwischen den Wörtern.). Und genau darauf fußt meine Haltung zum Thema Toleranz: sie ist der kleinste gemeinsame Nenner des zivilisierten Umganges miteinander. Man kann etwas tolerieren, aber dennoch widersprechen oder dagegen demonstrieren.
Bei der Sache mit der Frauenquote denke ich, dass du das auch etwas zu ideologisch betrachtest. Ich bin gewiss alles andere als marktliberal, aber mir missfällt es, wenn man ein gerade erst vor wenigen Jahren beschlossenes Gesetz wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz mal eben nicht als ganz so wichtig erachtet, wenn es gilt, einer einzelnen Gruppe zu helfen. Zumal ich auch dort das Problem sehe, dass da schnell Dinge sehr stark Perpektiv- und keineswegs unabhängig und neutral betrachtet werden. Dort spielt oft auch eine Art gesellschaftlicher Konditionierung mit rein, welche nicht, wie du meinst, erreicht werden muss, sondern schon vorhanden ist. Warum ist es eine Frauenquote? Warum nicht eine Migrantenquote? Oder eine Buddhistenquote? Weil dieses Frauenrechtsthema in den letzten Jahren, nach meinem Empfinden weit über die tatsächliche Notwendigkeit hinaus, in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt wurde. Darum assoziiert fast jeder Pimpf mit Feminismus / Frauenrechtlern etwas positives, während man Männerrechtlern immer wieder gerne eine gewisse Lächerlichkeit und reaktionäre Geisteshaltungen anhängt. Warum? Ist die Gleichberechtigung von Männern weniger Wert, als die von Frauen? Und warum immer diese Missgunst? Wer (echte) Männerrechtler in Opposition zu (echten) Frauenrechtlern sieht, steckt selbst sehr tief in einer ideologischen Sackgasse. Tatsächlich beackern beide Gruppen grundlegend andere Felder, weil geschlechtsbezogene Benachteiligungen beider Geschlechter in völlig unterschiedlichen Bereichen stattfinden.
Wird aber eine Gruppe bevorteilt, um vermeintliche Gleichheit zu erzwingen, kippt man schon mal schnell das Kind mit dem Bade aus. Das ist typische Aktivistenlogik. Ist die rechte Schale einer Waage mit fünfzig Gramm mehr belastet als die linke, packe ich 100 Gramm auf die Linke, um die rechte darauf zu konditionieren, dass sie nicht immer die schwerere sein kann...
ZumThema "kann nicht legalisiert werden": Ich schrieb auch "abseits von Grundrechtsverletzungen". Das schließt illegales Gedankengut aus. Aber was sich innerhalb unserer Gesetze bewegt, hat toleriert zu werden. Darüber, was tolerabel ist, haben keine kleinen Einzelpersonen zu entscheiden, schon gar keine ideologisierten Aktivistengruppen.
Und der Unterschied zwischen Toleranz, Akzeptanz oder etwas super finden, ist mir mehr als klar (auch da gibt es, wie zu so vielem, eine sehr gute South Park Episode zu, in der sich Mr. Garrison als "Megaschwuchtel" vor den Schülern vollends daneben benimmt, mit der Absicht, gefeuert zu werden und dafür dann die Schule zu verklagen. Das geht aber schief, weil alle, im wahnhafter politischer Korrektheit alles gaaaanz super finden, was er macht. Am Ende hält Garrison dann ne kurze aber sehr treffende Rede zu eben diesen Unterschieden zwischen den Wörtern.). Und genau darauf fußt meine Haltung zum Thema Toleranz: sie ist der kleinste gemeinsame Nenner des zivilisierten Umganges miteinander. Man kann etwas tolerieren, aber dennoch widersprechen oder dagegen demonstrieren.
Bei der Sache mit der Frauenquote denke ich, dass du das auch etwas zu ideologisch betrachtest. Ich bin gewiss alles andere als marktliberal, aber mir missfällt es, wenn man ein gerade erst vor wenigen Jahren beschlossenes Gesetz wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz mal eben nicht als ganz so wichtig erachtet, wenn es gilt, einer einzelnen Gruppe zu helfen. Zumal ich auch dort das Problem sehe, dass da schnell Dinge sehr stark Perpektiv- und keineswegs unabhängig und neutral betrachtet werden. Dort spielt oft auch eine Art gesellschaftlicher Konditionierung mit rein, welche nicht, wie du meinst, erreicht werden muss, sondern schon vorhanden ist. Warum ist es eine Frauenquote? Warum nicht eine Migrantenquote? Oder eine Buddhistenquote? Weil dieses Frauenrechtsthema in den letzten Jahren, nach meinem Empfinden weit über die tatsächliche Notwendigkeit hinaus, in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt wurde. Darum assoziiert fast jeder Pimpf mit Feminismus / Frauenrechtlern etwas positives, während man Männerrechtlern immer wieder gerne eine gewisse Lächerlichkeit und reaktionäre Geisteshaltungen anhängt. Warum? Ist die Gleichberechtigung von Männern weniger Wert, als die von Frauen? Und warum immer diese Missgunst? Wer (echte) Männerrechtler in Opposition zu (echten) Frauenrechtlern sieht, steckt selbst sehr tief in einer ideologischen Sackgasse. Tatsächlich beackern beide Gruppen grundlegend andere Felder, weil geschlechtsbezogene Benachteiligungen beider Geschlechter in völlig unterschiedlichen Bereichen stattfinden.
Wird aber eine Gruppe bevorteilt, um vermeintliche Gleichheit zu erzwingen, kippt man schon mal schnell das Kind mit dem Bade aus. Das ist typische Aktivistenlogik. Ist die rechte Schale einer Waage mit fünfzig Gramm mehr belastet als die linke, packe ich 100 Gramm auf die Linke, um die rechte darauf zu konditionieren, dass sie nicht immer die schwerere sein kann...
