Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist ein gesellschaftliches Problem
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- Wulgaru
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Erstens gab es zum Zeitpunkt diese Artikels wohl noch kein miteinander, zweitens weiß ich nicht ob ich meine gute Freundin Zoe über eine Person schreiben würde, die ich kaum kenne, so sympathisch ich sie möglicherweise finde und drittens wertet der Artikel nicht und das ist das wichtigste.
Daher verstehe ich natürlich das bei soner Bemerkung aus deiner Sicht alle Angriffspunkte verschwunden wären, aber erstens sehen die Leute die überwiegend kritisieren das glaube ich nicht so wie du, sonst wäre das ja eine singuläre Nachlässigkeit und keine Quinnspiracy. Zuletzt ist es halt fast unpassend...ein Leser hat im Grunde kein Interesse an persönlichen Beziehungen eines Journalisten (es sei denn da besteht tatsächlich ein sichtbares mögliches ethisches Dilemma wie bei einem Test) sondern will Infos haben. Zoe ist meine Freundin oder eine Freundin ist keine Information.
Daher verstehe ich natürlich das bei soner Bemerkung aus deiner Sicht alle Angriffspunkte verschwunden wären, aber erstens sehen die Leute die überwiegend kritisieren das glaube ich nicht so wie du, sonst wäre das ja eine singuläre Nachlässigkeit und keine Quinnspiracy. Zuletzt ist es halt fast unpassend...ein Leser hat im Grunde kein Interesse an persönlichen Beziehungen eines Journalisten (es sei denn da besteht tatsächlich ein sichtbares mögliches ethisches Dilemma wie bei einem Test) sondern will Infos haben. Zoe ist meine Freundin oder eine Freundin ist keine Information.
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Es wird aber eine sehr sehr gute Freundschaft zwischen den beiden geherrscht haben. Denn Tage darauf gab es dieses romantische Miteinander.Wulgaru hat geschrieben:Erstens gab es zum Zeitpunkt diese Artikels wohl noch kein miteinander, zweitens weiß ich nicht ob ich meine gute Freundin Zoe über eine Person schreiben würde, die ich kaum kenne, so sympathisch ich sie möglicherweise finde und drittens wertet der Artikel nicht und das ist das wichtigste.
Und der Artikel beschreibt wertend über die Geschehnisse auf dieser Veranstaltung.
Grundlage sind zu einem großen Anteil die Beschreibung (Zitate) von Zoe.
Es ist nicht der Skandal zu dem das ganze aufgebauscht wurde, als astreine Journalistische Arbeit kann ich es aber nicht bezeichnen.
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Fiddlejam
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Nur DASS das Problem eben das ist, und sehr deutlich ist. Ganz ehrlich, ich denke einfach nicht da viel zu diskutieren gibt, ob das jetzt ein Spiel an sich ist oder die Kultur drum rum.Wiggenz hat geschrieben:Wenn man die Position vertritt, dass das "Problem" nicht oder nicht in der beschworenen Form existiert, dann wird einem das Ignorieren ebendieses Problems zum Vorwurf gemacht.
Es wird ja nun niemand ernsthaft behaupten wollen dass sowohl Chatrooms als auch Onlineforen an sich voll von Beleidigungen, Drohungen und Bigotrie sind. Und wer das ernsthaft diskutiert, den kann ich hier irgendwie nicht so recht ernst nehmen, weil es eben doch direkt vor der eigenen Nase hockt.
Wie ich dann damit umgehe, ist die Sache. Wenn ich jetzt Spieletester wäre und beispielsweise die Day One Version von Rome 2 testen würde und nirgends etwas über technische Probleme sage - ja, ich seh jetzt das Problem nicht, muss ich nicht drüber reden, ne - würde ja auch ein Aufschrei umgehen, dass ich ein inkompetenter Tester bin.
Es muss ja nichtmal im Test sein. Aber wenn ich mich halt wirklich komplett jeder tieferen Betrachtung des Mediums verweigere, wie es die GamerGater praktisch fordern, naja ganz ehrlich, dann ist das kein Journalismus mehr. Dann bin ich ein glorifizierter Börsenticker.
Ist es in dem Sinne ja auch. Wenn ich mir beispielsweise GamerGater und ähnliche Verschwörungstheoretiker ansehe, merke ich, dass deren journalistische Produktionen einfach mal so eben Fakten in den Raum werfen, ohne sie irgendwie zu hinterfragen. Ohne zu überlegen "könnte das falsch sein", "könnte ich das falsch interpretiert" haben und so weiter. Und dann verstecken sie sich halt hinter ihrer angeblichen Neutralität, "man stellt ja nur Fragen". Mir wäre ganz ehrlich noch ein Spielejournalist lieber der versucht zu argumentieren warum dies und das eben nicht sexistisch ist als ein vom durchschnittlichen GamerGater geforderter der nur blind Fakten runterrattert und schön die Augen vor allem offensichtlichen verschließt.LePie hat geschrieben:Unterschwellig unterstellt er Rezensenten, die die Auswirkungen auf das soziale Geflecht nicht ausreichend (oder gar "ausreichend" in seinem Sinne) behandeln, Verantwortungslosigkeit - und das geht mir ein gutes Stück zu weit. Das liegt wohl auch daran, dass ich Videospiele nicht so als Erziehungsmittel auffasse wie McIntosh.
Wo wir wieder bei der Heuchelei sind, denn eben die angeblich ach so auf Neutralität aus seienden GamerGater sind ja nun selbst nicht gerade leise mit ihren ebensowenig Gaming-bezogenen Meinungen.
Und faktisch ist "meine gute Freundin Zoe" sogar das exakte Gegenteil von Professionalität wenn ich, wie hier, nur die Infos anderer Leute zusammenfasse und in dem Sinne keine eigenen Gedanken produziere. Dann ist das nämlich nur ein vollkommen sinnloser "ACH ÜBRIGENS"-Einwurf.Wulgaru hat geschrieben:Erstens gab es zum Zeitpunkt diese Artikels wohl noch kein miteinander, zweitens weiß ich nicht ob ich meine gute Freundin Zoe über eine Person schreiben würde, die ich kaum kenne, so sympathisch ich sie möglicherweise finde und drittens wertet der Artikel nicht und das ist das wichtigste.
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Es war/ist defiinitv eine Arschlochaktion des ExFreundes...Wulgaru hat geschrieben:Ne, weil es immer noch böswilligste Interpretation ist dort irgendwas zu vermuten (und das vermuten geht eh nur aufgrund dieser unglaublichen Mutter aller Arschloch-Aktionen des Exfreundes).
Allerdings habe ich keine Ahnung wie ich reagieren würde wenn mich mein Freund mit 5(?) verschiedenen Frauen betrügen würde.
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Nach der Logik könntest du aber auch bei all den Morddrohungen gegen Feministen unterstellen, daß diese False Flag Operationen sein, denn wen nützt das denn am meisten? Wer kriegt deswegen momentan die Publicity?Fiddlejam hat geschrieben:Die Seite wurde gehackt und eine Nachricht geschaltet, dass sie von Indiegogo als Reaktion auf "zu viel Belästigung" abgeschaltet wurde - was sich dann dementsprechend als gehackte Falschmeldung herausstellte.
Das beweist sicherlich nichts, aber es zeigt doch sehr wohl, dass es den GamerGatern mehr nutzen würde ("Guckt mal, die geben jetzt auch klein bei!") als sonst wem.
Ich möchte aber niemanden da was unterstellen. Ich denke einfach auf beiden Seiten agieren dumme Menschen, die sehr dumme Dinge tuen.
Für eine DDOS-Attacke braucht man keine Weltverschwörung. Das schafft auch ein guter Hacker mit einem Botnetz. Oder eben eine Aktivistengruppe, die sich zusammenschaltet. SJWs gibt es auch bei 4Chan. Die haben also auch Zugriff auf Ionenkanonen.Fiddlejam hat geschrieben:Ich möchte an der Stelle einfach mal einwerfen, dass es entgegen landläufiger Meinung keine feministische Weltverschwörung gibt, die in ihren geheimen Foren DDOS Attacken plant, während 4chan und Co für ebensolches Verhalten sehr wohl bekannt sind.
Ich kenne mich mit den technischen Begebenheiten von reddit nicht so aus. Hab da keinen Account.Fiddlejam hat geschrieben:Habe ich oben erklärt. Zum Zeitpunkt der Sperrung waren es nur einige Posts. Mit der Autolöschung wurden die natürlich gleich alle weggefegt, egal was drinstand. Daraufhin haben die Reddit User, blöd wie sie sind, mehr und mehr gespammt obwohl sie eigentlich mal hätten merken sollen, dass die Posts automatisch gelöscht wurden. Mit anderen Worten kommen die 20k Posts nicht aus einer ach so tiefgründigen Diskussion sondern sind nur endlose Tests, gegen die Autolöschung anzukommen.
Aber willst du mir wirklich erzählen, daß hunderte, vielleicht sogar Tausende User in diesen Thread gepostet haben, ohne zu merken, daß sie automatisch gelöscht werden?
Und wieso war der Thread sowieso auf Autolöschen eingestellt? Haben etwa von Beginn an alle Posts die Persönlichkeitsrechte von Zoe verletzt? Außerdem kann man das doch ausstellen, wenn sich dementsprechend viele User beschweren.
Vielleicht war es wirklich nur eine große Fahrlässigkeit von einem Admin, aber letztendlich war es ein Fehler, hinter dem man auch eine politische Motivation vermuten kann.
Wenn man nicht diskutieren will, dann bleibt einem nichts anderes übrig als zu spekulieren. Es gab auf 4chan schon ganz andere Verletzungen von Persönlichkeitsrechten, die nicht dermassen strikt geahndet wurden. Und es wurden ja nicht nur Zoe-Threads mit dem Spam-Hinweis gelöscht.Fiddlejam hat geschrieben:Naja, ganz ehrlich, wenn ich überall angebliche Korruption sehe und keiner Quelle traue, kann ich auch für so ziemlich alles diskutieren.
Die Hauptursache dieser Veränderung sind aber Gelegenheitsspieler. Nicht FeministenFiddlejam hat geschrieben:Die Journalisten sagen dass sich diese Kultur selbst abschafft, eben weil sich die Spielerdemografie so massiv verändert.
Und die Gelegenheitsspieler schreiben nicht solche Artikel.
Dann erleuchte mich. Wenn Journalismus so funktioniert, wie ich mir das derzeit vorstelle, dann sollte sich was ändern.Fiddlejam hat geschrieben:Ich finds ja ganz toll, wenn sich Leute über Journalismus aufregen ohne einen blassen Schimmer zu haben, wie Journalismus funktioniert.
Ihre wahren Farben? Die schliessen sich selbstverständlich den Leuten an, die sie unterstüzen und von denen sie Geld kriegen.Fiddlejam hat geschrieben:TFYC steht mittlerweile übrigens auch voll hinter GamerGate und diversen anderen schlecht gemachten Hassaccounts. Schön dass die nun also auch ihre wahren Farben zeigen.
Ich meine TFYC sind doch selber Feministen, deswegen mutet das schon recht paradox an, wenn man ihnen Frauenfeindlichkeit unterstellt ^^
Wir haben alle ein Recht auf Menschenverachtung. Das ist durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Gibt sowieso nichts auf diesem Planeten was so überbewertet wird wie der MenschFiddlejam hat geschrieben:GOTT OH GOTT OH GOTT, NEHMT UNS NICHT UNSERE WUNDERBARE MENSCHENVERACHTUNG!
Jetzt sei nicht so ignorant. Doxxing und Morddrohungen gibt es von beiden Seiten. Hört bitte auf so zu tuen, als seien die Feministen und SJWs alles unschuldige Engel.Fiddlejam hat geschrieben: Wie schön, dass du es ihnen nun also gleich tust, und wie schön dass du offen zugibst, dass du den Ruf nach gleichen Rechten und fairer Repräsentation als genauso schlimm empfindest wie Morddrohungen und Doxxing. Kann man aber auch wirklich nicht zulassen, ne. Demnächst wollen sie vielleicht auch noch Schuhe wenn sie schwanger in der Küche stehen.
Und wo habe ich gesagt, daß ich Gleichberechtigung genauso schlimm finde? Wo habe ich überhaupt gesagt, daß Gleichberechtigung schlimm sein soll? Spinnst du gerade ? ^^
Ich brauche das auch nicht zum überleben. Aber ich kann es doch trotzdem haben. Warum nicht? Schadet das irgendwen? Wenn Frauen sich ihre sexistischen, männerfeindlichen Kulturgüter reinziehen motzt doch auch keiner rum. Ich bin für Gleichberechtigung :pDie wahre Ironie an den angeblichen Verteidigern der Männer ist, dass sie Männer als derartig verblödet und flach zeichnen, dass es schon wieder die eigentliche Misandrie ist. Feminismus auf der anderen Seite erkennt irgendwie an, dass ich als Mann vielleicht NICHT automatisch so viele Titten und glorifizierte Wichsbehälter wie möglich in meinen Medien brauche.
Die Hälfte der Menschheit? Die meisten Frauen scheinen sich irgendwie nicht daran zu stören.Fiddlejam hat geschrieben:Gott, ich kann diesen Bullshit nicht mehr hören. Das Argument hätte ja noch ein wenig Bestand, wenn es in irgendeiner Weise vergleichbar wäre. Wenn sich JEDER alles selbst machen müsste. Aber ansonsten... blergh. Das ist typische "sollen sie halt auswandern wenns ihnen hier nicht gefällt"-Logik. Freie Markwirtschaft fürn Arsch. Wenn die freie Marktwirtschaft es nicht wirtschaftlich findet, der Hälfte der Menschheit, ne, halt, WEIT über der Hälfte der Menschheit ihre Menschlichkeit zu zu gestehen, dann hat sie schlicht versagt und ist ein System, dass abgeschafft gehört.
Und nur weil mein eigener Geschmack unterrepräsentiert ist, ist das noch lange kein Grund an der freien Marktwirtschaft zu zweifeln (dafür gibt es sicher andere Gründe). Das zehn Jahre lang keine ordentliche Weltraumsimulation mehr rauskam, hat mich auch sehr frustriert. Deswegen wollte ich aber noch lange keine Weltrevolution und Planwirtschaft.
Versucht es doch mal mit Crowdfunding. Das ist sehr demokratisch und unabhängig von industriellen Einflüssen
Na und, dann ist das halt so. Ich spiele auch lieber Spiele mit weiblichen Protagonisten. Ich hab mit AAA-Spielen, mit generischen Konsolenshootern und ihren immergleichen, sexistischen Männlichkeitsbildern kaum noch etwas zu tuen. Also kaufe ich diese Spiele nicht, sondern hole mir lieber die Nischenspiele, die meinem Geschmack entsprechen. Deswegen muss ich amerikanischen Teenagern nicht das COD-Spielen verbieten. Ich habe halt keinen Mainstreamgeschmack. Das ist alles.Noch dazu ist, wie ich nun schon hundertmal gesagt habe, das ganze wirtschaftliche Argument Bullshit. Beispielsweise stimmt es durchaus dass Spiele mit weiblichen Protagonisten oft schlechter abschneiden - haben aber auch ein niedrigeres Marketingbudget. Rechnet man das hoch, schneiden sie genauso gut oder besser ab.
Zuletzt geändert von Lebensmittelspekulant am 16.10.2014 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
- sabienchen.banned
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Wie du es schreibst: "meine gute Freundin Zoe"Fiddlejam hat geschrieben:Und faktisch ist "meine gute Freundin Zoe" sogar das exakte Gegenteil von Professionalität wenn ich, wie hier, nur die Infos anderer Leute zusammenfasse und in dem Sinne keine eigenen Gedanken produziere. Dann ist das nämlich nur ein vollkommen sinnloser "ACH ÜBRIGENS"-Einwurf.
ist unprofessionell.
Ein großer Teil des Artikels stützt sich auf die Beobachtungen/Aussagen von Zoe.
Wenn ich einen Artikel über das Scheitern dieses Events schreibe, und ein sehr gutes Freunndschaftliches Verhältnis mit einer Person habe auf deren Beobachtungen/Erlebnissen ein Großteil des Artikel beruht, ist es mit Sicherheit nicht unprofessionel die persönliche Verbindung zu dieser Person zu benennen.
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Gast
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Was offensichtlich ist, liegt oftmals im Auge des Betrachters. :wink:Fiddlejam hat geschrieben:Mir wäre ganz ehrlich noch ein Spielejournalist lieber der versucht zu argumentieren warum dies und das eben nicht sexistisch ist als ein vom durchschnittlichen GamerGater geforderter der nur blind Fakten runterrattert und schön die Augen vor allem offensichtlichen verschließt.
So habe ich in Jurassic Park keine rassistischen Tendenzen vernehmen können - bis mich ein Freund darauf aufmerksam machte, dass "der Schwarze natürlich immer zuerst sterben muss!"
- Wigggenz
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Es geht nicht um das Problem der Morddrohungen (zweifellos vorhanden und übel) sondern des bösen angeblichen Sexismus von dem Spiele und Spieler durchdrungen sind.Fiddlejam hat geschrieben:Nur DASS das Problem eben das ist, und sehr deutlich ist. Ganz ehrlich, ich denke einfach nicht da viel zu diskutieren gibt, ob das jetzt ein Spiel an sich ist oder die Kultur drum rum.
Es wird ja nun niemand ernsthaft behaupten wollen dass sowohl Chatrooms als auch Onlineforen an sich voll von Beleidigungen, Drohungen und Bigotrie sind. Und wer das ernsthaft diskutiert, den kann ich hier irgendwie nicht so recht ernst nehmen, weil es eben doch direkt vor der eigenen Nase hockt.
Und diesbezüglich hast du mit deinem Post genau bestätigt, was ich geschrieben habe.
- SethSteiner
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Es geht mittlerweile viel zuviel um Personen als um Videospiele.
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Plor
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Habe "Feministen" extra in Anführungszeichen gesetzt, weil viele - meist aus Unwissenheit - allergisch auf den Begriff reagieren und weil es heruntergebrochen nicht einfach nur die femministische Seite ist, sondern schlicht die Seite, die sagt: "Wir haben keinen Bock auf Leute, die sexistisch, homophob und allgemein menschenverachtend agitieren. Und gegen die Leute stehen wir auch auf und setzen uns gegen sie zur Wehr!"Wulgaru hat geschrieben:@Plor/Spekulant
Warum wollt ihr beiden euch eigentlich irgendwelchen Leuten anschließen...ich check diese bipolare Weltsicht nicht die das ganze zwanghaft zu ner Schwarz-Weiß-Debatte machen will....und was hilft euch das ihr euch wem anschließt? Das jemand euch die Formulierung der Gedanken abnimmt?
Ja, ich denke, auf die Seite sollte man sich stellen. Dann kann man gerne, ohne große Probleme, immer noch darüber diskutieren, in welchen Punkten Sarkeesian mit ihrer Analyse falsch liegt, in welchen Punkten die Videospielpresse zu sehr mit Indie-Entwicklern verbandelt ist, oder in welchen Punkten Videospiele auch ein Recht auf stereotype Tropes haben. Aber diese eine Positionierung, klar und deutlich, ohne fadenscheinige Ausflüchte, ohne Relativierungen und kindischen Reaktionismus... doch, die halte ich für verdammt wichtig. Und allein diese Positionierung fällt schon viel zu vielen viel zu schwer. Es geht hier nicht um eine ideologische Verortung sondern eine menschlich und rational angebrachte.
- sabienchen.banned
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Warte mal jetzt kommts mir erst... es zielt also alles jetzt darauf ab in Zukunft nichtmehr den Spielspaß zu bewerten?LePie hat geschrieben:Was offensichtlich ist, liegt oftmals im Auge des Betrachters. :wink:Fiddlejam hat geschrieben:Mir wäre ganz ehrlich noch ein Spielejournalist lieber der versucht zu argumentieren warum dies und das eben nicht sexistisch ist als ein vom durchschnittlichen GamerGater geforderter der nur blind Fakten runterrattert und schön die Augen vor allem offensichtlichen verschließt.
So habe ich in Jurassic Park keine rassistischen Tendenzen vernehmen können - bis mich ein Freund darauf aufmerksam machte, dass "der Schwarze natürlich immer zuerst sterben muss!"
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Fiddlejam
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Und da sind wir wieder beim Punkt Beweisbarkeit und "Was macht eine Verschwörungstheorie aus?"Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Nach der Logik könntest du aber auch bei all den Morddrohungen gegen Feministen unterstellen, daß diese False Flag Operationen sein, denn wen nützt das denn am meisten? Wer kriegt deswegen momentan die Publicity?
Es ist z.B. mittlerweile bewiesen, dass Anita Sarkeesian tatsächlich Morddrohungen bekommen hat, samt Doxxing Inhalten, und so weiter und so fort. Genauso ist bekannt, dass Anita Sarkeesian ebendiese Morddrohungen ans FBI gemeldet hat.
Der Verschwörungstheoretiker glaubt jetzt natürlich immer noch, dass diese Drohungen Fake sind und sie das weiß und sich schon irgendwie rausreden wird, oder das FBI es nicht merkt, oder oder oder.
Eben das macht eine Verschwörungstheorie aus: "Sie können alles verschleiern! Sie haben alles durchdrungen! Nur unsere Quellen sprechen noch die Wahrheit!"
Die besondere Lächerlichkeit hieran ist, Anita wird PERMANENT belagert. Anita wird SEIT EWIGKEITEN belagert. Aber nun tun alle plötzlich so als wäre - unglaublich passend, kann kein Zufall sein - eben jetzt zum ersten Mal etwas gegen sie gesagt werden! Muss ja fake sein! Typische Opferrolle!
Sicherlich beweist nichts von alledem was ich sage, dass es nicht doch alles eine Riesen-Verschwörung und False-Flagging von den Bösen Feministen ist. Ich zeige nur, dass nach der aktuellen Wissenslage absolut nichts dafür spricht.
Sie haben es sehr wohl gemerkt - deshalb haben sie ja weiter gepostet, etwa um zu testen, ob man die Sperre irgendwie umgehen kann, einfach um zu spammen - darin waren Trolle ja schon immer gut - und was sicherlich mit einwirkt, man sieht auf Reddit seine eigenen Posts auch nach Löschung. Nur halt sonst niemand.Aber willst du mir wirklich erzählen, daß hunderte, vielleicht sogar Tausende User in diesen Thread gepostet haben, ohne zu merken, daß sie automatisch gelöscht werden?
Nicht alle, aber eben enorm viele, bis, wie die Mods erklärt haben, das die einzige Möglichkeit war, da manuelle Moderation eben nicht ausreicht.Und wieso war der Thread sowieso auf Autolöschen eingestellt? Haben etwa von Beginn an alle Posts die Persönlichkeitsrechte von Zoe verletzt?
Siehe wieder: Im Spammen waren Trolle ja schon immer gut.
Die Frage ist, warum sollte man, wenn das Problem an sich, dass Leute weiter Doxxing-Spam betreiben, noch nicht beseitigt ist.Außerdem kann man das doch ausstellen, wenn sich dementsprechend viele User beschweren.
Reddit-Admins sind übrigens ziemlich bedeutunglos, bzw. ziemlich faul. Mods sind allesamt selbst User/Betreiber/Gründer ihrer Subreddits, aber weiter erstreckt sich deren Macht nicht. Darum hat es z.B. so ewig gedauert bis die geleakten Nacktbilder von Hollywoodstars auf einem der Subreddits verbreitet wurden. Erst als dann rechtliche Konsequenzen vor der Tür standen, sind die Reddit Admins mal in die Gänge gekommen.
Auch ansonsten ist deren Politik ein ziemliches Laissez-faire. Selbst Kinderpornografie kann da Jahre brauchen, bis sie endlich mal gebannt wird.
Ich habe die Infos aus einer relativ verlässlichen Quelle, nämlich einem User, der selbst mit den Mods gesprochen hat; und eben auch die entsprechenden Foren beobachtet hat. Und wie er es eben formuliert hat, ging es eben nicht um die Persönlichkeitsrechte oder politische Motivation oder sonstwas, sondern dass die User die selben Infos tausend und dreifach gepostet und damit alles verstopft haben. Eben Spam im klassischsten Sinne.Wenn man nicht diskutieren will, dann bleibt einem nichts anderes übrig als zu spekulieren. Es gab auf 4chan schon ganz andere Verletzungen von Persönlichkeitsrechten, die nicht dermassen strikt geahndet wurden. Und es wurden ja nicht nur Zoe-Threads mit dem Spam-Hinweis gelöscht.
Behauptet doch nun auch keiner, oder?Die Hauptursache dieser Veränderung sind aber Gelegenheitsspieler. Nicht Feministen
Konkret hast du dich da gewundert, warum hier all diese Artikel in so kurzem Abstand erschienen sind. Konkret meine Antwort darauf ist, dass das bei jeder Form von Journalismus ist, ob Sport, Politik, usw. News werden endlos voneinander und von den selben Quellen abgeschrieben. Und im Falle von aktuellen Kontroversen und Diskussionen sieht man halt auch diverse oftmals ähnliche Meinungskundgebungen zeitlich nah beieinander. So funktioniert Journalismus nun mal, da kann sich keiner leisten zu sagen "Oh, da haben die schon drüber geschrieben, na dann, ein andermal". Davon dass sich dadurch scheinbar alles wiederholt mag man meinen was man will, aber hinter so einer Selbsverständlichkeit wieder eine geplante Verschwörung zu sehen, ist halt die typische Paranoia auf der der ganze Müll aufbaut.Dann erleuchte mich. Wenn Journalismus so funktioniert, wie ich mir das derzeit vorstelle, dann sollte sich was ändern.
Erstmal kann sich jeder aussuchen, wie er sich nennt, also sagt das nicht viel. So ein Lieblingsargument der Anti-Feministen ist ja auch "Ja aber die Person sagt sie wäre Feministin und hat was doofes gesagt, also ist Feminismus eigentlich kacke!". Das Feminismus aber eine Philosophie ist, bzw. eine Sammlung von Philosophien, die auf gewissen Prinzipien basiert und die sich nicht jeder beliebig aus dem Arsch ziehen kann, wird da gründlich ignoriert. Ich könnte ja auch nicht kommen "Ich bin gegen Rassismus, aber Neger sind wertlos" und dann kommt jemand "Hey, Anti-Rassismus ist eigentlich voll rassistisch!"Ich meine TFYC sind doch selber Feministen, deswegen mutet das schon recht paradox an, wenn man ihnen Frauenfeindlichkeit unterstellt ^^
Wo wir wieder beim Thema Toleranz und Kollaboration sind, denn während es sicherlich faule Früchte in beiden Lagern gibt, sind die faulen Früchte im einen Lager halt entweder die lautesten, oder die zu denen aufgesehen wird, oder die von eben diesen unterstützt und zitiert werden.
Aber so dann allgemein zu Frage, sicherlich sind sie in einer Weise Feminsten. Auch wenn ich es lächerlich finde, dass sie auf besagter Grafik als "Radikalfeministen" dargestellt werden, da hat mal wieder jemand vergessen, das Wörterbuch aufzuschlagen (Tipp: Wenn sie Kapitalisten sind, sind sie allerbestens liberale Feministen).
Nur sind sie eben nicht das Sprachrohr des Feminismus, und der Feminismus ist auch kein Schild für sie (man sollte sich halt mal seinen eigenen Weisheiten zu Herzen nehmen, ne), also ist es auch nicht zu entschuldigen, wenn sie mit Misogynisten kollaborieren.
Wuh, Bingo, Meinungsfreiheit!Wir haben alle ein Recht auf Menschenverachtung. Das ist durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Gibt sowieso nichts auf diesem Planeten was so überbewertet wird wie der Mensch
Meinungsfreiheit ist ja nun so ziemlich eines der am meisten fehlinterpretieren Elemente einer jeden Verfassung. Denn was heißt Meinungsfreiheit? Meinungsfreiheit ist die Freiheit, eine Meinung zu haben, und diese prinzipiell erstmal zu äußern, ohne dass mir der Staat dazwischen fährt.
Was Meinungsfreiheit nicht heißt ist, dass mich dass jeder überall machen lassen muss. D.h. Reddit hat meine Meinungsfreiheit nen Scheißdreck zu scheren, wenn sie nicht wollen, dass ich auf deren Plattform reden kann, dann ist dem halt so.
Meinungsfreiheit heißt auch nicht Freiheit von Kritik. Das heißt, wenn ich meine, dass deine Meinung sexistische Kackscheiße ist, ist es auch mir erlaubt dass zu sagen, was GamerGater irgendwie auch nicht so einsehen wollen. Einerseits wollen sie Meinungsfreiheit, andererseits sehen sie es als Verletzung dieser an, wenn sie kritisiert werden; obwohl es eigentlich nur deren Auslebung durch einen anderen ist.
Genauso ist Meinungsfreiheit sehr wohl eingeschränkt, und war es in dem Sinne schon immer. Denn während irgendwelche alte Herren im 18. Jh. sicherlich einen Riesen-Spaß hatten, große Worte zu schreiben, war denen trotzdem klar dass, wenn sie die Frau des anderen als dumme Hure bezeichnen, sich am nächsten Tag mit zwei Pistolen gegenüberstanden. Oder sehr wohl für ihre Meinung ins Gefängnis kommen konnten; auch heute noch: Sie Verfassungsfeindlichkeit, siehe Volksverhetzung, siehe Holocaustleugnung. Das ist BESTANDTEIL einer Demokratie; kein Widerspruch. Die Demokratie ist, wie jedes andere System, ebendas: Ein Staatssystem. Und damit tauscht sie, trotz kluger Sprüche eines Ben Franklin, Freiheit gegen Sicherheit ein. In diesem Falle also die absolute Meinungsfreiheit gegen die Sicherheit beispielsweise meiner Persönlichkeitsrechte.
Tue ich nicht, nur wie ich bereits oben sagte, sind die Strukturen völlig anders.Jetzt sei nicht so ignorant. Doxxing und Morddrohungen gibt es von beiden Seiten. Hört bitte auf so zu tuen, als seien die Feministen und SJWs alles unschuldige Engel.
Und über SJW rege ich mich schon gar nicht mehr auf, weil ihr seht ja doch nicht ein, wie lächerlich ihr euch hier selbst macht wenn ihr diesen Begriff verwendet.
Feminismus IST in seiner Essenz nichts als der Ruf nach Gleichberechtigung; so ungern ihr das auch wahrhaben möchtet. Und auch die Feministinnen, die du "ebenso schlimm" findest, wollen nicht anderes.Und wo habe ich gesagt, daß ich Gleichberechtigung genauso schlimm finde?
Was du offensichtlich schlimm findest.
Meine Güte, ihr tut immer so als bräuchte man die Unterschrift jeder einzelnen Frau des Planeten um sich für Gleichberechtigung einzusetzen. Aber selbst dann stelle ich mal die unglaublich gewagte Behauptung auf, dass, wenn man das tatsächlich machen würde, tatsächlich mehr dafür als dagegen einsetzen würden.Die Hälfte der Menschheit? Die meisten Frauen scheinen sich irgendwie nicht daran zu stören.
Ist ja wie auf den CSD gehen und sagen "Na, so viele Schwule und andere Perverse sind das nu auch nicht, ich denke nicht, also wollen die sicherlich insgesamt auch keine Gleichberechtigung, ne."
Übrigens geht dein Argument nach hinten los, weil nach der selben Logik offensichtlich die Gamer nicht sonderlich viel auf ihre angeblichen Vertreter in Form von Gamergate geben.
BLEEEERGH. Das ist langsam echt alles, was ich dazu noch sagen kein; und was ich mental höre, wenn ich sowas lese.Versucht es doch mal mit Crowdfunding. Das ist sehr demokratisch und unabhängig von industriellen Einflüssen
Schau, lass mich dir mal ganz einfach erklären, wie das mit den Schaffenden und den Konsumierenden in so ziemlich jedem Medium funktioniert:
Was richtig nervt, sind Leute die immer rufen "Könnte ich auch", weil, fuck you, wenn du es könntest, würdest du es machen. Das sind so die Leute die sich einbilden, dass sie mit ihrer krassen Idee eigentlich schon 90% des Prozesses abgeschlossen haben und sich einbilden, sie wären gute Autoren, weil sie ja hier voll die Idee für ein Buch haben. Erneut, fuck you. Wer in seinem ganzen Leben nichts zu Papier bringt, IST kein guter Autor, KANN kein guter Autor sein; sondern einfach nur irgendein Honk mit einer Idee.
Auf der anderen Seite haben wir das Extrem, dass die Schaffenden jedes mal wenn sie kritisiert werden rufen "Dann machts doch besser!". Das ist für mich irgendwie die Heuchelei des Jahrhunderts, weil als Schaffender sollte ich wissen, dass es eben nicht jeder kann. Soviel Elitarismus gehört dazu. Gleichzeitig bedeutet das im Umkehrschluss aber auch, dass ich die Bescheidenheit besitzen muss einzusehen, dass ich auf mein Publikum angewiesen bin; und dass ich es nicht selber besser machen können muss um zu sehen was kacke ist. Häuptlings-Indianer-Problem.
Wenn ich nun noch einmische, dass etwas unter 50% der Bevölkerung, die ihr Leben lang nur Konsumenten sind, den anderen etwas unter 50% der Bevölkerung die ebenfalls ziemlich gut als Konsumenten aufgehoben wären, sage dass sie jetzt gefälligst zu Schaffenden werden sollen und dass das ja alles voll easy sein muss.
Da fällt mir dann ehrlich nichts besseres ein als ein klischeehaftes "Check your privilege".
Anita Sarkeesian ist Kritikerin. Zoe Quinn ist, was ja hier die Ironie ist, tatsächlich selbst Entwickler. Wie so viele andere Frauen, die hier angegriffen werden. Und die Sache ist, dass es eben absolut nichts zur Sache tut; ob Kritiker, ob Entwickler, die Idioten enthüllen sich hier selbst indem sie sagen "dann machts halt selbst" und damit eigentlich nur meinen "wir sehen nicht ein, warum wir euch hier haben sollen". Wo wir, zum hundertsten Mal beim Punkt sind:
Entweder diese Leute repräsentieren alle Gamer, in diesem Fall, ja, sehe ich keinen Grund Gaming als ernsthaftes Medium zu verstehen und keinen Grund diese "Gamer" nicht allesamt mit sonst wie harten Restriktionen zu belegen und Häme zukommen zu lassen, weil sie sich eben offensichtlich nicht wie vollwertige Mitglieder einer Gemeinschaft aufführen können; ODER ich akzeptiere dass hier eben einige Trolle die ganze Szene in den Dreck ziehen; aber gleichzeitig die ganze Szene daran mitwirkt, weil sie eben nicht laut genug gegen diese Trolle aufschreit und teilweise mit halbem Bein mitmacht.
Such dir aus, was dir lieber ist. Ich hoffe ja immer noch auf Möglichkeit 1, aber allmählich verliere ich diese Hoffnung zunehmenden.
Naja, ganz ehrlich, wenn wir jetzt ernsthaft diskutieren wollen, dass es mir nicht reichen würde, mich im nächstbesten MMO einzuloggen, um dort einfach nur so schon zu sehen wie sich Leute im Chat grundlos gegenseitig anbrüllen; wenn wir jetzt ernsthaft diskutieren müssen, dass schon dieser Thread wieder voll mit diversen grenzwertigen Hassposts ist; wenn wir jetzt ernsthaft diskutieren müssen, dass diverse Online-Boards NICHT voll von Sexismus sind, allen voran Reddit; dann müssen wir ehrlich nicht weiter diskutieren, weil wir leben offensichtlich in zwei Welten.LePie hat geschrieben:Was offensichtlich ist, liegt oftmals im Auge des Betrachters. :wink:
Und genau das ist es, was mich an dieser Diskussion so ankotzt. Hier wird getan als würden die bösen bösen Feministinnen wieder Vergewaltigungssymbole in jedem schief stehenden Besen sehen, wenn wir direkt vor unserer Nase eindeutige Drohungen sehen.
Ganz ehrlich, wer das heute nicht sieht, der guckt mit Absicht weg; oder hat eine falsche Definition davon was "normal" ist. Denn "häufig" bedeutet nicht automatisch normal.
Quatsch, wo liest du denn das bitte raus. Selbst Anita sagt ja vor jedem ihrer Videos dass man Spiele immer noch gut finden oder genießen kann, selbst wenn sie gewisse kritikwürdige Aspekte beinhalten.sabienchen hat geschrieben:Warte mal jetzt kommts mir erst... es zielt also alles jetzt darauf ab in Zukunft nichtmehr den Spielspaß zu bewerten?
Was natürlich wieder keiner mitbekommt, denn wenn hier eine News über ihr neuestes Video hochkommt, schaut sich das sowieso nur ein Bruchteil der Leute an und der Rest fängt schon mal an, Strohmann-Bingo zu spielen.
- sabienchen.banned
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Aus den Tweets von Mcintosh les ich raus, dass es ihm missfällt, dass bei vielen Bayonetta 2 Tests der erzieherische Aspekt vernachlässigt wird und es an der kritischen Auseinandersetzung mit dem ArtDesign mangelt.Fiddlejam hat geschrieben:Quatsch, wo liest du denn das bitte raus. Selbst Anita sagt ja vor jedem ihrer Videos dass man Spiele immer noch gut finden oder genießen kann, selbst wenn sie gewisse kritikwürdige Aspekte beinhalten.sabienchen hat geschrieben:Warte mal jetzt kommts mir erst... es zielt also alles jetzt darauf ab in Zukunft nichtmehr den Spielspaß zu bewerten?
Ich sehe hier nicht wie das automatisch mit dem Spielspaß Hand in Hand geht.
Es kann Bestandteil der Bewertung sein, es MUSS aber nicht, da es primär um den Spielspaß geht.
Und wenn es mir nunmal nicht (negativ) auffällt dann brauch ich es doch wohl auch nicht zu erwähnen geschweige denn in meine Bewertung einfließen zu lassen?
Daher überspitzt:
es zielt also alles jetzt darauf ab in Zukunft nichtmehr den Spielspaß zu bewerten?
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Captain Obvious
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Warum sollte ich kostbare Lebenszeit darauf verschwenden? Die Kritiker, die nicht mit dem Zeug aufgewachsen sind, sterben aus. Kein Grund selber aktiv zu werden, wenn "die Natur" die Probleme selber löst.Plor hat geschrieben: Wenn du willst, dass die Videospielkultur von anderen kulturellen "Institutionen" ernst genommen wird, wenn du willst, dass die Wissenschaft sich weiter/verstärkt mit dem Medium und seinen Inhalten auseinandersetzt, wenn du willst, dass nicht weiterhin in dummen RTL-Beiträgen über Gamescom-Besucher gelästert wird, wenn du willst, dass die Videospielkultur Einflüsse von anderen Medien, anderen kulturellen Sparten (außer dem US-Actionkino, da ist sie echt schon gut dabei) beeinflusst wird und verstärkt Einfluss auf andere kulturellen Sparten ausübt. Wenn du willst, dass mit Videospielen von Außenstehenden mehr assoziiert wird als Mario-JumpNRuns, Call of Duty Egoshooter, WoW-Suchtspiele und jährliche Fifa-Versionen. Wenn du willst, dass man auch mal in der Kneipe, im Salon, im Seminar oder in irgendeiner Alltagssituation (außerhalb der social Gamer-Bubble) über Spiel XYZ diskutiert, ohne schräg angeschaut zu werden, als sei man der letzte Nerd. Wenn du Spiele auch mal in Museen, auf Kunstmessen, in TV-Dokumentationen (ohne die üblichen Klischees) sehen willst. Wenn du zum Date eine Videospielsession organisieren willst, ohne Angst davor zu haben, deswegen als Spinner dazustehen... Ja, dann solltest du dich auf die Seite der "Feministen" schlagen. Ohne jeden Zweifel.
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Fiddlejam
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist
Er sagt ja erstmal überhaupt nichts von Wertungen. Er sagt dass es zum Spielejournalismus nicht nur dazu gehören kann, eben diese Wertung zu machen, alles hübsch, Schluss.
Eben: Das Problem (oder, da das offensichtlich ein Wort ist, über das sich hier viele gern aufregen: "den Stein des Anstoßes") erkennen und irgendwas darüber sagen können. Niemand fordert, Bayonetta jetzt auf 0 runterzustufen. Es geht darum, überhaupt erstmal den Sinn dafür zu entwickeln, dass man Spiele eben auch mal jenseits von Spaß betrachten kann. Eben das was Gamergater dann kritisieren, obwohl es die totale Ironie ist, denn erst wenn ich mehr betrachte als nur wie ein Spiel mir gefällt, sondern Interaktion, Themen, usw., erst dann kann sich wirklich eine SpieleKULTUR entwickeln. Faktisch beklagen die ganzen GamerGater hier die Zerstörung einer Kultur, die so nie wirklich da war. Spielekultur gab es immer nur, wenn man ein Spiel eben als mehr als nur ein zu bewertendes und berichtenswertes Produkt betrachtet; und das wollen GamerGater ja eben nicht.
Und damit wird auch niemand in irgendeine Weltanschauung gezwungen, weil erneut, es geht ja erstmal nur ums Erkennen einer totalen Offensichtlichkeit. Und einem gebildeten Mensch, sprich, der Voraussetzung für journalistisch gute Arbeit, sollte es nun einmal möglich sein, zu erkennen, DASS da was ist, und sich zumindest so weit in das Argument hineinzubegeben, WARUM es schlecht ist, um sich dann seine eigene Meinung zu bilden OB es schlecht ist.
Ernsthaft Leute, das ist ist ein derart grundlegendes Element journalistischer Arbeit dass mir ernsthaft nicht klar ist, wie die ach so "seriöser Journalismus"-Schreier es vollkommen ignorieren können. (Warum wohl: Weil sie eben im Grunde doch eine Infantilisierung der Branche wollen; ein Spieler-un-kultur in der jedwede intellektuelle Auseinandersetzung oder Kritik des geliebten Mediums verpönt ist.)
Selbst ich kann ja nun beispielsweise ein typisches Argument der Männerrechtsbewegung nehmen, sezieren, nachvollziehen und trotzdem und am Ende trotzdem argumentieren, warum es Unsinn ist. Wenn ich hingegen die Augen zukneife und rufe "DA IST NIX", bin ich auch nur irgendein dahergelaufener Idiot.
Eben: Das Problem (oder, da das offensichtlich ein Wort ist, über das sich hier viele gern aufregen: "den Stein des Anstoßes") erkennen und irgendwas darüber sagen können. Niemand fordert, Bayonetta jetzt auf 0 runterzustufen. Es geht darum, überhaupt erstmal den Sinn dafür zu entwickeln, dass man Spiele eben auch mal jenseits von Spaß betrachten kann. Eben das was Gamergater dann kritisieren, obwohl es die totale Ironie ist, denn erst wenn ich mehr betrachte als nur wie ein Spiel mir gefällt, sondern Interaktion, Themen, usw., erst dann kann sich wirklich eine SpieleKULTUR entwickeln. Faktisch beklagen die ganzen GamerGater hier die Zerstörung einer Kultur, die so nie wirklich da war. Spielekultur gab es immer nur, wenn man ein Spiel eben als mehr als nur ein zu bewertendes und berichtenswertes Produkt betrachtet; und das wollen GamerGater ja eben nicht.
Und damit wird auch niemand in irgendeine Weltanschauung gezwungen, weil erneut, es geht ja erstmal nur ums Erkennen einer totalen Offensichtlichkeit. Und einem gebildeten Mensch, sprich, der Voraussetzung für journalistisch gute Arbeit, sollte es nun einmal möglich sein, zu erkennen, DASS da was ist, und sich zumindest so weit in das Argument hineinzubegeben, WARUM es schlecht ist, um sich dann seine eigene Meinung zu bilden OB es schlecht ist.
Ernsthaft Leute, das ist ist ein derart grundlegendes Element journalistischer Arbeit dass mir ernsthaft nicht klar ist, wie die ach so "seriöser Journalismus"-Schreier es vollkommen ignorieren können. (Warum wohl: Weil sie eben im Grunde doch eine Infantilisierung der Branche wollen; ein Spieler-un-kultur in der jedwede intellektuelle Auseinandersetzung oder Kritik des geliebten Mediums verpönt ist.)
Selbst ich kann ja nun beispielsweise ein typisches Argument der Männerrechtsbewegung nehmen, sezieren, nachvollziehen und trotzdem und am Ende trotzdem argumentieren, warum es Unsinn ist. Wenn ich hingegen die Augen zukneife und rufe "DA IST NIX", bin ich auch nur irgendein dahergelaufener Idiot.
