Ich denke der große Unterschied liegt darin, das man alle physikalischen und fast alle mentalen Aspekte einer Vergewaltigungsfantasie ausleben kann. Der einzige Unterschied zur Straftat besteht im Einverständnis - ansonsten ist praktisch alles identisch. Das ist bei den beiden anderen Sachen nicht gegeben. Du hast aber recht, das es schon recht nahe kommt, wenn eine ältere Person so tut als wäre sie minderjährig. Aber das funktioniert nur in begrenztem Maße. Spätestens bei Personen die auf wirkliche Kinder fixiert sind, das heißt <10 Jahre, wird es praktisch unmöglich so etwas auszugestalten.
Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
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Doc Angelo
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
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johndoe1966876
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Das war jetzt eine Antwort auf genau was?BMTH93 hat geschrieben: ↑06.03.2019 18:58Anhand eurer Reaktionen. Anscheinend muss man erst so einen Bullshit veröffentlichen, damit gewisse Personen sich mit der Thematik beschäftigen. Also Ziel erfüllt.Efraim Långstrump hat geschrieben: ↑06.03.2019 10:56Wie kommst Du eigentlich auf das schmale Brett, das Rape Day einen aufklärenden Charakter hat?BMTH93 hat geschrieben: ↑06.03.2019 10:38 Um ehrlich zu sein bin ich mir gar nicht so sicher ob Rape Day wirklich ein "Skandal" ist. Jeden Tag werden irgendwo Menschen vergewaltigt und ermordet, aber den meisten ist es egal, bis es sie selbst erwischt. Solche Spiele wie "Rape Day" hält uns als Gesellschaft den Spiegel vor. Wir halten uns alle für so aufgeklärt, überlegen und moralisch gefestigt. Geht es aber um Themen die unangenehm sind möchte man alles verbieten und jegliche ernsthafte Diskussion im Keim ersticken.
Du interpretierst da etwas rein, was das Spiel überhaupt, aber wirklich überhaupt nicht vermittelt.
Nach Deiner Interpretation ist Rambo 2 ein Antikriegsfilm und Titanic ne Doku.
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Wieso erhrlich? Es ist ein Tabubruch bzw. eine Provokation, die bestenfalls zum Nachdenken und Diskutieren führt.darkchild hat geschrieben: ↑06.03.2019 16:07 Aber:
Die genannten Punkte finde ich dennoch ebenfalls sehr bedenklich. Nicht speziell auf Dich bezogen. Denn mir kommt hierbei immer sofort das Musterbeispiel GTA in den Sinn. Hier kann ich, losgelöst von seinem ach so satirischen und gesellschaftskritischen Story-Kontext, meinen eigenen Gewaltporno veranstalten und wahllos wehrlose Menschen nach Herzenslust hinrichten, so wie es mir gefällt. Wo besteht da im Kern der Unterschied? Durch die Konsequenz eines "Game overs", sofern ich selber getötet oder ins virtuelle Gefängnis komme, was aber per sé keine wirklich Konsequenz darstellt? Ich nehme mich bzgl. der Schizophrenie dieser Problematik natürlich selber nicht aus. Auf der einen Seite widert mich die virtuelle Vergewaltigung an, auf der anderen Seite habe ich wohl selber einen Hang zur virtuellen Gewalt, wenn ich gedanklich durch mein Spieleregal wandere.(...)
Da würde ich zumindest vorsichtig die Frage in den Raum werfen, ob ein Machwerk wie "Rape Day" nicht fast das ehrlichere Produkt ist?
GTA mit seiner "Amoklauf-Gewalt" bewegt sich im breiten Fahrwasser von akzeptierter Gewaltdarstellung, es versteckt sich im Grunde darin.
Reale und fiktive Gewalt werden ja zu Teilen anerkannt: Das Gewaltmonopol des Staates oder sportliche Gewalt, z.B. im Kampfsport zwischen Kontrahenten, sowie die kriegerische Auseinandersetzung. Gerade die sportliche, gewalttätige Auseinandersetzung zielt aber nicht automatisch darauf ab, den Kontrahenten zu erniedrigen, sondern es kann trotz der Schmerzen ein Wettstreit auf Augenhöhe sein.
Zudem bietet Gewalttätigkeit auch die erzählerische Möglichkeit eines Gerechten, welcher sich gegen einen Aggressor wehrt - also die Idee von gerechter Gewalt, legitimer Gewalt. Insofern macht es sich GTA auch darin bequem, dass das gesamte Thema breite Akzeptanz erfährt. Im Zweifel ist dann die eskalierende Gewalt dabei eine satirische Übertreibung...und der böse Gangster wird auch in GTA am Ende von der Polizei gejagt...
Vergewaltigung hat aber weder eine gesellschaftliche Akzeptanz, noch eine legale Ausprägung (früher war es in der Ehe noch legal, heute nicht mehr), noch gibt es eine Erzählung von gerechter Vergewaltigung oder von einer auf Augenhöhe.
Daher sind beide Phänomene nicht gleich. Nur der Gewaltexzess gegen einen "Unschuldigen" kommt einer Vergewaltigung nah.
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Doc Angelo
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Das ist richtig, diese Form von Gewalt gibt es. Selbstverteidigung bedeutet, das man Gewalt abwehrt. Das erste Mittel der Wahl sind selbstverständlich Methoden, die einen selbst schützen ohne den Angreifer zu schädigen. In einem typischen Szenario von Täter und Opfer hat das Opfer ja kein Interesse an einer Schädigung des Täters, sondern am Schutz seiner selbst. Wenn allerdings das Szenario keine gewaltlose Abwehr der Tat möglich macht (simples Beispiel: In eine Ecke gedrängt), dann muss zur Selbstverteidigung Gewalt angewendet werden. Das kann beim Beiseiteschlagen eines Arms anfangen, und im Extremfall in Totschlag durch Selbstverteidigung enden.
Aber ich muss sagen... welches Spiel hat solchen Inhalt? Ich wäre ehrlicherweise überrascht, wenn auch nur ein einziges Spiel genannt werden kann, dessen Inhalte und Erzählung konsequent und nachvollziehbar aus gerechter Gewalt besteht.
Ein bekanntes Gegenbeispiel ist der gute alte Nathan Drake und seine ludonarrative Dissonanz. In den Zwischensequenzen der locker-witzige Indiana-Jones-Verschnitt der nix böses will, in den Shooter-Abschnitten eine Killermaschine, die ganz locker ein paar Hundert Menschen an einem guten Abend tötet.
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Ich finde man muss diese offensichtlich statistisch häufig vorhandenen „Vergewaltigungsfantasien“ im gegebenen Kontext etwas genauer definieren. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die allermeisten Menschen die solche Fantasien mit einem Partner ausleben, eher auf gewisse Dominanzspiele stehen, die reichlich wenig mit einer echten Vergewaltigung zu tun haben. Man kann das vielleicht mit einem Horrorfilm vergleichen. Wir gruseln uns zwar gerne, aber niemand hat wirklich Spaß daran, echte Angst zu haben. Diese „sichere Zone“ der Freiwilligkeit ist für das Ausleben dieser Fantasie deshalb eine Notwendigkeit. Es wäre einfach zu weit hergeholt, dass man Menschen mit diesen Fantasien unterstellen würden, potentiell echte Vergewaltiger zu sein. Dieses Gedankenspiel ist nämlich weit weg davon, eine echte Gewaltfantasie zu sein, die oft eine gewisse dissoziale Persönlichkeitsstörung voraussetzt, was aber nur nur wenige Menschen wirklich haben.
Andererseits muss man bei der Vorstellung einer „typischen“ Vergewaltigung auch vom Bild des Irren mit Skimaske, der sein Opfer nachts im Park in den Busch zieht, weggehen. Das gibt es zwar, ist aber zum Glück recht selten. Die meisten Vergewaltigungen passieren im Bekanntenkreis, wobei sich die Täter dann häufig eine gewisse Freiwilligkeit einreden. Ein typisches Szenario wäre ein Mann, der sich an einer stark alkoholisierten und nicht mehr zurechnungsfähigen Frau aus dem Freundeskreis vergeht und danach sagt, dass sie es doch auch gewollt hätte. Das gleiche Verhalten beobachtet man auch bei Pädophilen, die sich sogar bei Missbrauchvorwürfen an Minderjährigen eine Freiwilligkeit einreden um nicht selbst das „Monster“ sein zu müssen. Was ich damit sagen will ist, dass Täter keine „irren Psychopathen“ sein müssen. Nur ein recht kleiner Prozentsatz an Menschen hat nämlich eine derartig schwerwiegende Persönlichkeitsstörung und in der Regel will niemand der „Böse“ sein, weshalb Moral und Tatsachen immer so lange hingebogen werden, bis die Täter damit ihr eigenes Verhalten rechtfertigen, oder zumindest relativieren können.
Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis kann man dann vielleicht festhalten, dass das Thema „Vergewaltigung“ noch sehr viel Sensibilisierung innerhalb unserer Gesellschaft benötigt und ein Spiel wie Rape Day ist da meiner bescheidenen Meinung nach eher nicht dafür geeignet. Andererseits kann man aber auch sagen, dass wohl die allerwenigsten ein derartiges Spiel zur Beflügelung ihrer echten sexuellen Lüste spielen werden, sondern es vielmehr einen Ausdruck von Provokation oder einer gewissen Antihaltung darstellt. Alle anderen sollten sich ernsthafte Gedanken über ihre Sexualität machen oder zumindest die ausgeprägte Fähigkeit mitbringen ihre Fantasien zu Abstrahieren.
Andererseits muss man bei der Vorstellung einer „typischen“ Vergewaltigung auch vom Bild des Irren mit Skimaske, der sein Opfer nachts im Park in den Busch zieht, weggehen. Das gibt es zwar, ist aber zum Glück recht selten. Die meisten Vergewaltigungen passieren im Bekanntenkreis, wobei sich die Täter dann häufig eine gewisse Freiwilligkeit einreden. Ein typisches Szenario wäre ein Mann, der sich an einer stark alkoholisierten und nicht mehr zurechnungsfähigen Frau aus dem Freundeskreis vergeht und danach sagt, dass sie es doch auch gewollt hätte. Das gleiche Verhalten beobachtet man auch bei Pädophilen, die sich sogar bei Missbrauchvorwürfen an Minderjährigen eine Freiwilligkeit einreden um nicht selbst das „Monster“ sein zu müssen. Was ich damit sagen will ist, dass Täter keine „irren Psychopathen“ sein müssen. Nur ein recht kleiner Prozentsatz an Menschen hat nämlich eine derartig schwerwiegende Persönlichkeitsstörung und in der Regel will niemand der „Böse“ sein, weshalb Moral und Tatsachen immer so lange hingebogen werden, bis die Täter damit ihr eigenes Verhalten rechtfertigen, oder zumindest relativieren können.
Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis kann man dann vielleicht festhalten, dass das Thema „Vergewaltigung“ noch sehr viel Sensibilisierung innerhalb unserer Gesellschaft benötigt und ein Spiel wie Rape Day ist da meiner bescheidenen Meinung nach eher nicht dafür geeignet. Andererseits kann man aber auch sagen, dass wohl die allerwenigsten ein derartiges Spiel zur Beflügelung ihrer echten sexuellen Lüste spielen werden, sondern es vielmehr einen Ausdruck von Provokation oder einer gewissen Antihaltung darstellt. Alle anderen sollten sich ernsthafte Gedanken über ihre Sexualität machen oder zumindest die ausgeprägte Fähigkeit mitbringen ihre Fantasien zu Abstrahieren.
Zuletzt geändert von HellToKitty am 06.03.2019 23:33, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Naja die meisten Spiele mit Gewaltszenen bauen schon eine moralische saubere Position für den Spieler auf: Der Gute gegen die Bösen. In Ghost Recon Wildlands ballert man in Südamerika rum, um die Menschheit vor einem Drogenkartell zu schützen, in God of War will man Atreus gegen Monster und irre Götter verteidigen und in The Division 2 verteidigt man Washington gegen mordende Gangs. Das ist alles meist keine Notwehr, da die Konfrontationen auch gesucht sind, aber hier bekommt die "gute" Spielfigur sozusagen berechtigende Gründe für ihre Gewalttätigkeiten spendiert - das Rumgemetzel macht dann, moralisch sauber, um so mehr Spaß.Doc Angelo hat geschrieben: ↑06.03.2019 22:43Das ist richtig, diese Form von Gewalt gibt es. Selbstverteidigung bedeutet, das man Gewalt abwehrt. Das erste Mittel der Wahl sind selbstverständlich Methoden, die einen selbst schützen ohne den Angreifer zu schädigen. In einem typischen Szenario von Täter und Opfer hat das Opfer ja kein Interesse an einer Schädigung des Täters, sondern am Schutz seiner selbst. Wenn allerdings das Szenario keine gewaltlose Abwehr der Tat möglich macht (simples Beispiel: In eine Ecke gedrängt), dann muss zur Selbstverteidigung Gewalt angewendet werden. Das kann beim Beiseiteschlagen eines Arms anfangen, und im Extremfall in Totschlag durch Selbstverteidigung enden.
Aber ich muss sagen... welches Spiel hat solchen Inhalt? Ich wäre ehrlicherweise überrascht, wenn auch nur ein einziges Spiel genannt werden kann, dessen Inhalte und Erzählung konsequent und nachvollziehbar aus gerechter Gewalt besteht.
Ein bekanntes Gegenbeispiel ist der gute alte Nathan Drake und seine ludonarrative Dissonanz. In den Zwischensequenzen der locker-witzige Indiana-Jones-Verschnitt der nix böses will, in den Shooter-Abschnitten eine Killermaschine, die ganz locker ein paar Hundert Menschen an einem guten Abend tötet.
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Danke für den sehr guten und treffenden Beitrag. Ich hatte auf Seite 3 auch schonmal versucht, eine Differenzierung zwischen Vergewaltigung und "sonstiger" Gewalt anhand ihrer moralischen Nichlegitimierbarkeit bzw. Legitimierbarkeit zu treffen, ist aber leider keiner drauf eingegangen. Bin ebenfalls der Ansicht, dass Gewalt sich unter bestimmten Umständen moralisch legitimieren lässt (sowie, dass seitens des Publikums fiktionaler Gewalt ein dringendes Bedürfnis nach einer solchen Legitimation besteht), Vergewaltigung dagegen sicher nicht.Danilot hat geschrieben: ↑06.03.2019 22:26 Reale und fiktive Gewalt werden ja zu Teilen anerkannt: Das Gewaltmonopol des Staates oder sportliche Gewalt, z.B. im Kampfsport zwischen Kontrahenten, sowie die kriegerische Auseinandersetzung. Gerade die sportliche, gewalttätige Auseinandersetzung zielt aber nicht automatisch darauf ab, den Kontrahenten zu erniedrigen, sondern es kann trotz der Schmerzen ein Wettstreit auf Augenhöhe sein.
Zudem bietet Gewalttätigkeit auch die erzählerische Möglichkeit eines Gerechten, welcher sich gegen einen Aggressor wehrt - also die Idee von gerechter Gewalt, legitimer Gewalt. Insofern macht es sich GTA auch darin bequem, dass das gesamte Thema breite Akzeptanz erfährt. Im Zweifel ist dann die eskalierende Gewalt dabei eine satirische Übertreibung...und der böse Gangster wird auch in GTA am Ende von der Polizei gejagt...
Vergewaltigung hat aber weder eine gesellschaftliche Akzeptanz, noch eine legale Ausprägung (früher war es in der Ehe noch legal, heute nicht mehr), noch gibt es eine Erzählung von gerechter Vergewaltigung oder von einer auf Augenhöhe.
Daher sind beide Phänomene nicht gleich. Nur der Gewaltexzess gegen einen "Unschuldigen" kommt einer Vergewaltigung nah.
Ich denke, die allermeisten gewalthaltigen Spiele versuchen sich an einer Legitimierung ihrer Gewaltinhalte. Den Fall individueller Notwehr findet man in der Tat etwas seltener, den des gerechten Krieges oder der zumindest nachvollziehbar motivierten individuellen Gewalt jedoch ständig. Wenn man genau hinsieht, findet man doch in fast jedem Kriegsspiel, welches über eine Handlung verfügt, mehr oder weniger subtile Narrative, die einen darin bestätigen, alles in allem für die richtige Seite zu kämpfen. Auch durch den Protagonisten verübte Selbstjustiz wird in Spielen normalerweise primär als nachvollziehbar präsentiert. Was nicht heißt, dass sie nicht auch, ggf. sogar gleichzeitig, hinterfragt werden könnte, aber die meisten Spiele tun dies nicht. Völlig willkürliches Beispiel: Das demnächst erscheinende Ghost of Tsushima hat den Rachefeldzug eines japanischen Samurai gegen mongolische Invasoren zum Thema. Wer sich den Trailer ansieht, der findet eine klare Legitimierung für die vom Protagonisten ausgeübte Gewalt vor: Die Mongolen haben sein Heimatland angegriffen und Unschuldigen auf brutale Weise Leid zugefügt. Der Spielercharakter ist derjenige, der es ihnen heimzahlen und so "Gerechtigkeit" herstellen wird. Das ist ein legitimierendes Narrativ, und ein solches findest Du in fast jedem gewalthaltigem Spiel.Doc Angelo hat geschrieben: ↑06.03.2019 22:43 Aber ich muss sagen... welches Spiel hat solchen Inhalt? Ich wäre ehrlicherweise überrascht, wenn auch nur ein einziges Spiel genannt werden kann, dessen Inhalte und Erzählung konsequent und nachvollziehbar aus gerechter Gewalt besteht.
Natürlich gibt es Ausnahmen, wie z.B. Hatred oder Postal, aber in diesen Fällen sprechen die Diskussionen, die diese Spiele ausgelöst haben, für sich: Große Empörung tritt zutage, eben weil diese Spiele nicht-legitimierte Gewalt zum Hauptinhalt haben.
Abschließend sei erneut gesagt, dass die Legitimierungen, welche die meisten Spiele für ihre Gewaltinhalte anbieten, natürlich in der Regel hanebüchen sind und eher Feigenblattfunktion erfüllen. Das ändert aber nichts daran (bzw. bestätigt meiner Einschätzung nach eher), dass eine solche Legitimierung von den meisten Menschen als notwendig erachtet wird, um fiktionale Gewalt für sich konsumierbar zu machen. Ist übrigens nicht nur in Videospielen so, sondern eigentlich in allen Medien.
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass der Entwickler irgendeine echte Strategie mit so etwas verfolgt. Ähnlich wie bei diesem eingestellten Auschwitz Actiongame letztes Jahr scheint es ihm nur ums maximale Provozieren und Anecken zu gehen, und sein süffisanter Kommentar bezüglich "Babyfußball" als Feature bestärkt mich in dem Eindruck:BMTH93 hat geschrieben: ↑06.03.2019 18:58SpoilerShowAnhand eurer Reaktionen. Anscheinend muss man erst so einen Bullshit veröffentlichen, damit gewisse Personen sich mit der Thematik beschäftigen. Also Ziel erfüllt.Efraim Långstrump hat geschrieben: ↑06.03.2019 10:56Wie kommst Du eigentlich auf das schmale Brett, das Rape Day einen aufklärenden Charakter hat?BMTH93 hat geschrieben: ↑06.03.2019 10:38 Um ehrlich zu sein bin ich mir gar nicht so sicher ob Rape Day wirklich ein "Skandal" ist. Jeden Tag werden irgendwo Menschen vergewaltigt und ermordet, aber den meisten ist es egal, bis es sie selbst erwischt. Solche Spiele wie "Rape Day" hält uns als Gesellschaft den Spiegel vor. Wir halten uns alle für so aufgeklärt, überlegen und moralisch gefestigt. Geht es aber um Themen die unangenehm sind möchte man alles verbieten und jegliche ernsthafte Diskussion im Keim ersticken.
Du interpretierst da etwas rein, was das Spiel überhaupt, aber wirklich überhaupt nicht vermittelt.
Nach Deiner Interpretation ist Rambo 2 ein Antikriegsfilm und Titanic ne Doku.
Zugestehen kann man ihm lediglich, dass er sich beim Generieren von Publicity (wenn auch rein negativer) und Dosieren der Kontroverse recht geschickt anstellt, d.h. er überspannt den Bogen zwar, überspannt ihn jedoch zugleich nicht zu stark und versemmelt sich dadurch nicht direkt vollständig die Möglichkeit auf einen Steameinzug (also anders als bei dem zuvor erwähnten Spiel).James Dean hat geschrieben: ↑05.03.2019 16:17 Hier die versprochene UpdateNews zur Baby Killing Scene (Hervorhebung von mir):
"Baby Killing Scene (SPOILERS)
[...]
Realistically, it's not exactly just going to crawl away... so in the first draft of the story I was going to have the main character punt it out of the scene, but I’m not really sure how far you can kick a baby, so I settled on him running really far away and then drowning it and then coming back. To be extra safe I have him mash it up into pulp so it’s not really even a baby anymore. This however is not shown only described. I don’t particularly like blood, gore, bruising, scratches, etc. so none of this is shown in the game.
Zuletzt geändert von Gast am 07.03.2019 00:21, insgesamt 5-mal geändert.
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johndoe1966876
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Dann stellt sich auch die Frage des Umgangs, den man pflegt.ronny_83 hat geschrieben: ↑06.03.2019 23:25Dann könnte man aber auch behaupten, dass diese Menschen zu den radikalen Menschen gehören, die zum Teil der Kriminalität werden können, die man in der Gesellschaft als normaler Mensch nicht duldet. Menschen, die es geil finden, dass Frauen durch Islamisten geköpft werden sind doch ein Teil des Problems und keine Rechtfertigung für die Legitimation von Gewalt bzw. Gewaltdarstellung.
Ich kenne im Bekannten- und Freundeskreis nicht eine Person, denen "es egal ist, dass jeden Tag Menschen vergewaltigt, ermordet, geschändet etc werden. Ich kenne sogar Menschen die es geil finden wenn Frauen durch Islamisten geköpft werden"
"Zeige mir deine Freunde, und ich sage dir, wer du bist" :wink:
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Na jut, nu ist's vorbei mit der Übeltäterei.
(Das Spiel wurd entfernt.)
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Kurios. Wenn man auf die schnelle nach Lets Plays sucht, findet man echte Vergewaltigungen aber nicht ein "Video" zu diesem "Spiel".
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Da es das Spiel nicht mehr auf Steam gibt hat doch bestimmt der Epic Store zugeschlagen.
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Das hab ich auch nicht gemeint. Sondern eher, dass es dem Macher widerspricht und Rape nur Augenscheinlich ein Tabu zu sein scheint, tatsächlich aber allgegenwärtig ist. So ganz ohne Darknet etc.
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Re: Rape Day - Skandalspiel auf Steam: Vergewaltigung von Frauen während der Zombie-Apokalypse
Ich benutze steam ja generell nicht, aber hier hätte ich sowieso nicht digital zugeschlagen. Eine physische collectors Edition mit einem Paketband, einem Taschentuch voller chloroform und einem bill Cosby dlc, wäre doch was feines...
Spaß beiseite, erschreckend wie so eine Provokation viral geht und was das für Diskussionen auslöst. In Japan wirds sicher trotzdem Freunde finden.
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