Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist ein gesellschaftliches Problem

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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Plor hat geschrieben:Gerade als Gamer, der das Medium liebt, sollte man sich dieser Gruppe entgegenstellen.
Warum sollte man das tuen? Es reicht doch völlig, wenn man sich als Gamer von Gamergate distanziert. Deswegen muss man sich noch lange nicht auf die Seite der Feministen schlagen. Damit würde ich mich ja genauso ins eigene Fleisch schneiden. Ich verachte beide Seiten. Die einen lassen Spieler wie frauenhassende Idioten wirken und die anderen wollen mir den Sexismus in Videospielen verbieten.

Ich möchte aber weiterhin sexistische Videospiele zocken. Ich gestatte es ja auch Frauen Männer sexistisch darzustellen, wie es ihnen beliebt. Warum soll mir das dann nicht gegönnt sein? Wenn diese Feministen andere Videospiele haben wollen, dann sollen sie die doch gefälligst selbst programmieren :)
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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

mr archer hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Solange die aber nicht auch hier anfangen alle Gamer in Sippenhaft zu nehmen ...
Niemand nimmt "alle Gamer" in Sippenhaft. Auch in diesem SZ - Artikel tut das niemand. Wie oft denn noch. Bzw. ließe sich der selbe Vorwurf im Gegenzug auch in Richtung Gamersgate anwenden.
Ich habe auch nicht behauptet, daß der SZ-Artikel das tut. Aber gewisse angelsächsische tuen genau das.

Und was soll die Frage, wie oft denn noch? Bisher hast du mir nichts dazu erklärt ^^
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Ich möchte aber weiterhin sexistische Videospiele zocken. Ich gestatte es ja auch Frauen Männer sexistisch darzustellen, wie es ihnen beliebt. Warum soll mir das dann nicht gegönnt sein?
Und dieses so hehre Ziel ist nun konkret gefährdet durch was? Eine diskursanalytisch gewagte Videoreihe auf Youtube und ein Indie-Spiel über Depression, dessen Entwicklerin sexuell aktiv ist?
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Wigggenz »

mr archer hat geschrieben:Eine diskursanalytisch gewagte Videoreihe auf Youtube und ein Indie-Spiel über Depression, dessen Entwicklerin sexuell aktiv ist?
"analytisch" in riesigen Anführungszeichen.

Ansonsten gilt auch hier, dass die Idioten, die meinen mit solchen Drohungen ankommen zu müssen, als Win für die Wu, Sarkeesian & Co. verbucht werden... gilt übrigens für alle Aktivisten.
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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

mr archer hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Diese Journalisten meinen die derzeit vorherrschende Spielkultur abschaffen zu können.
So, dann umreiße mir doch bitte mal die Struktur der "derzeit vorherrschenden Spielkultur". Und schreib mir gleich nochmal ein paar Links zu Leuten oder Instanzen dazu, die diese Struktur festgelegt haben.
Die wurde nicht von irgendeiner Instanz festgelegt, sondern sie wurde von denen definiert, die aktiv an dieser Kultur teilhaben: Nämlich Gamer. Wie ich. Und vielleicht auch du.

Wir kaufen Spiele, wir besorgen der Industrie den Umsatz. Das machen nicht Journalisten und das machen auch nicht eine handvoll Feministen. Und so wie es nunmal ist, sind die meisten Gamer eben männlich und haben dementsprechend kulturelle Ansprüche.

Wie ich schon sagte: Wenn diese Leute mit der derzeitigen Spielkultur nicht einverstanden sind, dann sollen sie ihre eigenen Spiele machen und diese an ihre eigenen Zielgruppen verkaufen. So läuft das normalerweise in einer freien Marktwirtschaft.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

Wigggenz hat geschrieben: Ansonsten gilt auch hier, dass die Idioten, die meinen mit solchen Drohungen ankommen zu müssen, als Win für die Wu, Sarkeesian & Co. verbucht werden... gilt übrigens für alle Aktivisten.
True. Ein Feld, das durch seine Reaktion derart in die Kerbe haut, auf deren Existenz man zuvor hingewiesen hat - ein Traum. Allerdings muss man sich ob der Heftigkeit und argumentativen Idiotie, die da nun ans Licht tritt, vielleicht auch fragen, ob derart schlichte Gemüter eigentlich wirklich satisfaktionsfähig sind.
Plor
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Plor »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Plor hat geschrieben:Gerade als Gamer, der das Medium liebt, sollte man sich dieser Gruppe entgegenstellen.
Warum sollte man das tuen? Es reicht doch völlig, wenn man sich als Gamer von Gamergate distanziert. Deswegen muss man sich noch lange nicht auf die Seite der Feministen schlagen. Damit würde ich mich ja genauso ins eigene Fleisch schneiden. Ich verachte beide Seiten. Die einen lassen Spieler wie frauenhassende Idioten wirken und die anderen wollen mir den Sexismus in Videospielen verbieten.

Ich möchte aber weiterhin sexistische Videospiele zocken. Ich gestatte es ja auch Frauen Männer sexistisch darzustellen, wie es ihnen beliebt. Warum soll mir das dann nicht gegönnt sein? Wenn diese Feministen andere Videospiele haben wollen, dann sollen sie die doch gefälligst selbst programmieren :)
Die größte Fehlinterpretation der (gemäßigten) Gegenseite ist es, zu glauben, dass es unmöglich ist, ein Spiel zu genießen und trotzdem sich mit dessen kritischen Aspekten auseinanderzusetzen. Ich freue mich wie Bolle auf Bayonetta 2, werde das ausgiebig zocken und trotzdem wahrscheinlich mit vielen Interpretationen Sarkeesians zu den im Spiel kolportierten sexistischen Tropes übereinstimmen. Ich liebe die Mario-Games und setze mich trotzdem, nein gerade deswegen, mit ihren Damsel-Tropes auseinander. Hölle, ich habe ne Special Edition von Riefenstahls Olympia-Film im DVD-Regal stehen, genieße dessen Cinematography und bin trotzdem nicht verärgert, wenn jemand das Teil als einzigen Nazi/Übermenschen-Porno kritisiert.

Keiner will dir den Sexismus in Spielen verbieten. Das einzige was wir wollen, ist die Möglichkeit uns kritisch damit auseinanderzusetzen, ohne gleich angefeindet zu werden. Ein Speedrunner, der Glitches in Games aufdeckt und diese ausnutzt, um so schnell wie möglich zum Ziel zu kommen, will dir doch auch nicht verbieten, das Spiel auf gewohntem Weg ausgiebig zu erkunden. Der AVGN will dir doch auch nicht verbieten, Action52 mit Freude zu zocken. Und Zizek hatte bestimmt nie vor, Alfred Hitchcock wegen Perversion hinter Gittern zu bringen. Kritische Reflexion, kritische Würdigung, Ambiguitätstoleranz. Das sind hier die wichtigen Stichwörter. Ist das echt so schwer zu verstehen?
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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

mr archer hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Ich möchte aber weiterhin sexistische Videospiele zocken. Ich gestatte es ja auch Frauen Männer sexistisch darzustellen, wie es ihnen beliebt. Warum soll mir das dann nicht gegönnt sein?
Und dieses so hehre Ziel ist nun konkret gefährdet durch was? Eine diskursanalytisch gewagte Videoreihe auf Youtube und ein Indie-Spiel über Depression, dessen Entwicklerin sexuell aktiv ist?
Das stand doch überhaupt nicht zur Debatte. Es ging um die Frage warum ich mich gegen Gamergate stellen sollte bzw. mich als Gamer auf die Seite der Feministen schlagen soll.

Bitte sei doch so freundlich und betrachte den ganzen Diskussionsstrang und fische nicht nur einzelne Sätze aus dem Zusammenhang.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben: Und so wie es nunmal ist, sind die meisten Gamer eben männlich und haben dementsprechend kulturelle Ansprüche.
Sorry, das ist mir einfach zu platt. Im übrigen bist Du mit dem Argument genauso brachial-genderistisch wie die Gegenseite.
sirisu
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von sirisu »

SethSteiner hat geschrieben:Langsam ist das sehr ermüdend und besonders die Rezeption auf Webseiten wie sueddeutsche nicht nur oberflächlich, nein Videospielern werden immer noch generalisiert wie kleine Kinder behandelt. Als ob in der ganzen Debatte die Gamer als kindliche, pickelige Nerds die eigentlich in die Kammer gehören auf der einen Seite stehen und auf der anderen ehrliche, missverstandene weibliche Opfer. Man braucht sich bei der Berichterstattung nicht zu wundern, wenn sich da mancher radikalisiert und dann dümmliche Drohungen absendet.

@sirisu
Das ist ziemlich dumm.

Entweder gehst du drauf ein oder lässt solche "intelligente" Sätze einfach stecken.
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Sharkie
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Sharkie »

Fiddlejam hat geschrieben:
mr archer hat geschrieben:Niemand nimmt "alle Gamer" in Sippenhaft. Auch in diesem SZ - Artikel tut das niemand. Wie oft denn noch. Bzw. ließe sich der selbe Vorwurf im Gegenzug auch in Richtung Gamersgate anwenden.
Das ist der Nebeneffekt davon, dass die GamerGater es sich heraus nehmen, für sämtliche Gamer zu sprechen: Nun glauben sie automatisch dass, wenn man sie kritisiert, sämtliche Gamer angreift.
Gut analysiert. Wie bei jedem Shitstorm (finde die Bezeichnung hier treffender als "Bewegung") geht es auch bei Gamergate mindestens genauso sehr darum, sich zirkulär selbst zu bestätigen, wie um das Durchsetzen des jeweils inhaltlich vertretenen Anliegens.

Es kann deshalb nie schaden, sich von der Vereinnahmung durch solche Trottel und ihre peinliche "Bewegung" zu distanzieren. Bei solch einer Gesellschaft will ich um's Verrecken kein "Gamer" sein. Computerspiele werde ich freilich auch weiterhin leidenschaftlich und viel spielen.
Fiddlejam hat geschrieben:
sirisu hat geschrieben:Interessante Einstellung. Hoffentlich hat diese Einstellung kein Feuerwehrchef, der 1 Auto zur Verfügung hat. Er bekommt 2 eingehende Alarmmeldungen: Einmal ein brenndes Wohnhaus mit eingeschlossenen Personen, einmal einen brennenden Mülleimer. "Ach, löschen wir erst mal den Mülleimer, vielleicht hab ich ja Glück und das brennende Haus löscht sich von alleine."
Nur liegt das Problem schon in dieser Ein-Auto-Mentalität. Hier wird so getan als würden Anita und Co, wenn sie nicht damit beschäftigt wären, über Gleichberechtigung zu reden, allesamt anfangen nach einem Krebsheilmittel zu forschen. Werden sie nicht. Wird auch sonst niemand. Kann auch ehrlich keiner erwarten.

Denn das ist ja die größte Ironie am ganzen, die lautesten "Es gibt wichtigeres" Schreihälse machen im besten Fall gar nix, egal was denn nun wichtig ist, und im schlimmsten Fall sind sie selbst Männerrechtsaktivisten und sehen die Ironie nicht.
Dass besagte Schreihälse im besten Fall gar nichts machen liegt ja auch daran, dass die "wahren Probleme", auf die sie verweisen, seltsamerweise immer sehr, sehr weit entfernt liegen. Jedenfalls außerhalb ihres eigenen Aktionsradius. Indien, Irak, bliblablub. Schön blöd, da kann man halt nix machen...
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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Plor hat geschrieben: Keiner will dir den Sexismus in Spielen verbieten. Das einzige was wir wollen, ist die Möglichkeit uns kritisch damit auseinanderzusetzen, ohne gleich angefeindet zu werden.
Ok, ich weiß jetzt gerade nicht für wen du eigentlich genau sprichst. Ich hatte bisher den Eindruck gewonnen, daß es dieser Anti-GG/Feminismus/SJW-Fraktion sehr wohl darum ging diesen Sexismus zu bekämpfen. Es gibt auch viele Indizien dafür, die genau dies vermuten lassen. Manche Twitter-Äußerungen von Anita lassen zB sehr gerne den moderaten, sachlichen Tonfall vermissen, den sie in ihrer Videoreihe vorgibt.

Die Tage machte die Kritik zu Bayonetta 2 auf Polygon die Runde, wo das Spiel eine starke Abwertung erfuhr, weil es dem Kritiker zu übersexualisiert ist. Gut, bislang ist das nur eine Meinung von vielen, aber es zeigt schon, daß gewisse Vertreter von Anti-GG sehr wohl ein Problem damit haben und es am liebsten abschaffen wollen.

Wenn du für dich persönlich nur willst, daß du ohne frauenverachtende Anfeidungen solche Themen diskutieren kannst, dann finde ich das völlig in Ordnung. Da bin ich sogar eher auf deiner Seite. Ich bin mir aber nicht sicher, ob du damit für die gesamte Gegenbewegung sprichst. Ich spreche ja auch nicht für Gamergate, ich spreche auch nicht für andere Gamer, sondern eigentlich nur für mich ^^
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Plor »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:[Es ging um die Frage warum ich mich gegen Gamergate stellen sollte bzw. mich als Gamer auf die Seite der Feministen schlagen soll.
Wenn du willst, dass die Videospielkultur von anderen kulturellen "Institutionen" ernst genommen wird, wenn du willst, dass die Wissenschaft sich weiter/verstärkt mit dem Medium und seinen Inhalten auseinandersetzt, wenn du willst, dass nicht weiterhin in dummen RTL-Beiträgen über Gamescom-Besucher gelästert wird, wenn du willst, dass die Videospielkultur Einflüsse von anderen Medien, anderen kulturellen Sparten (außer dem US-Actionkino, da ist sie echt schon gut dabei) beeinflusst wird und verstärkt Einfluss auf andere kulturellen Sparten ausübt. Wenn du willst, dass mit Videospielen von Außenstehenden mehr assoziiert wird als Mario-JumpNRuns, Call of Duty Egoshooter, WoW-Suchtspiele und jährliche Fifa-Versionen. Wenn du willst, dass man auch mal in der Kneipe, im Salon, im Seminar oder in irgendeiner Alltagssituation (außerhalb der social Gamer-Bubble) über Spiel XYZ diskutiert, ohne schräg angeschaut zu werden, als sei man der letzte Nerd. Wenn du Spiele auch mal in Museen, auf Kunstmessen, in TV-Dokumentationen (ohne die üblichen Klischees) sehen willst. Wenn du zum Date eine Videospielsession organisieren willst, ohne Angst davor zu haben, deswegen als Spinner dazustehen... Ja, dann solltest du dich auf die Seite der "Feministen" schlagen. Ohne jeden Zweifel.
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

mr archer hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben: Und so wie es nunmal ist, sind die meisten Gamer eben männlich und haben dementsprechend kulturelle Ansprüche.
Sorry, das ist mir einfach zu platt. Im übrigen bist Du mit dem Argument genauso brachial-genderistisch wie die Gegenseite.
Das die meisten Gamer männlich sind ist kein Argument, sondern ein Fakt. Selbst wenn man die ganzen Mobile- und Casual-Gamer mitrechnet bleibt die Mehrheit immer noch männlich. Diejenigen, die sich hauptsächlich mit Spielekultur auseinandersetzen haben einen Schwanz zwischen ihren Beinen. Wenn dir das zu platt ist, dann beschwer dich bei Gott, aber nicht bei mir. Ich kann solche Tatsachen nicht ändern :)
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Die Tage machte die Kritik zu Bayonetta 2 auf Polygon die Runde, wo das Spiel eine starke Abwertung erfuhr, weil es dem Kritiker zu übersexualisiert ist. Gut, bislang ist das nur eine Meinung von vielen, aber es zeigt schon, daß gewisse Vertreter von Anti-GG sehr wohl ein Problem damit haben und es am liebsten abschaffen wollen.
Sorry aber für jemanden, der in Videospielen gern seinem Sexismus frönen will, solltest Du Dir aber auch ein paar entsprechende Cochones zulegen. Dem Polygon-Kritiker ist Bayonetta also zu sexuell plakativ und er wertet es deshalb ab. Na haste nich gesehen. Damit ist das Ende der zeigefreudigen Hexe quasi vorprogrammiert.

Wenn Kritik so funktionieren würde, wie hier unterstellt, dann hätte es so etwas wie die Torture Porn-Welle im Horrorkino nie geben dürfen.