Der 4P-Kommentar: Call of Iran

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Preasi
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Beitrag von Preasi »

Es würden schon ein paar Schritte in die richtige Richtung reichen.

Ein Zwischensequenz über das Schlachtfeld, die gefallenen und verwundeten, den "Feind" kurz bevor der Angriff beginnt, ein Portät der Familie des Soldaten.

Dramaturgische Eingriffe die nicht in die Spielmechanik eingreifen würden dennoch zum nachdenken anregen
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bruchstein
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Beitrag von bruchstein »

Keine Ahnung wiso hier einige Leute glauben das es technisch nicht möglich ist einen Shooter doppelt so interessannt zu gestalten als die lahmen Gurken die zur Zeit im angebot stehen.....nichts leichter als das....lol

Und da muss man sicher nicht zwangsweise noch mehr filmchen über die Tragik des Kieges oder gewallt bringen, sowas kann man auch locker gamplaymässig rüberbringen....und gute entwickler und storryschreiber machen das mit links ohne ständig auf die Tränendrüsse zu drücken

Man könnte fast meinen das einzigste Game was sie kennen heist MW2 oder BC2 und halten beide für die Spitze der Gameevulotion.........seid ihr blind taub, könnt ihr nicht lesen.....oder vor was habt ihr Angst....
Zuletzt geändert von bruchstein am 14.10.2010 17:33, insgesamt 1-mal geändert.
johndoe533741
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Beitrag von johndoe533741 »

Preasi hat geschrieben:Es würden schon ein paar Schritte in die richtige Richtung reichen.

Ein Zwischensequenz über das Schlachtfeld, die gefallenen und verwundeten, den "Feind" kurz bevor der Angriff beginnt, ein Portät der Familie des Soldaten.

Dramaturgische Eingriffe die nicht in die Spielmechanik eingreifen würden dennoch zum nachdenken anregen
Aber die dramaturgischen Eingriffe müssen aufeinander aufbauen. Wenn du nichts über deine Spielfigur weisst, außer den Namen und dann auf einmal ein Bild von der Familie eingeblendet wird, wird es dir 0 nahe gehen.

Die Dramaturgie muss sich aufbauen, einen Höhepunkt finden und dazu reichen, imho, 1-2 dramaturgische "Eingriffe" nicht.
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Preasi
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Beitrag von Preasi »

waren ja nur beispiele

Natürlich müsste man was glaubwürdig drumherum basteln könnte dennoch die bekannte Spielmechanik beibehalten.

Wie wärs wenn mann die Soldaten "nach getaner arbeit" im unterschlupf beobachten könnte.

Dann wären die Figur/en mehr und mehr menschlich und nicht nur bestenfalls "Papaufstehler oder Schießbudenfiguren".

Vielleicht wenn man sich sogar selbst damit identifizieren könnte.
Zuletzt geändert von Preasi am 14.10.2010 17:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

bruchstein hat geschrieben:Keine Ahnung wiso hier einige Leute glauben das es technisch nicht möglich ist einen Shooter doppelt so interessannt zu gestalten als die lahmen Gurken die zur Zeit im angebot stehen.....nichts leichter als das....lol
Türlich ist das easy möglich. Aber darum gings halt nicht.^^ Außerdem ist Reach da COD und MoH jetzt schon um Lichtjahre voraus. Resistance hatte da auch ganz tolle Ansätze. Einen besseren Shooter zu machen strebt wohl jeder an. Naja... außer eben MoH und COD, die einfach versuchen ihren Kunden zu bedienen. Was aber auch nach hinten los gehen kann. Ich fand schon MW2 langweilig und überflüssig.

Du drehst die Wörter auch immer so, wie es dir gerade passt, oder?^^
Master of Secrets
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Beitrag von Master of Secrets »

Moin,
ich kenne nur ein einziges Spiel was ansatzweise den Krieg hinterfragt und den Spieler direkt für Entscheidung "bestraft" und das ist MGS 3! Ich denke, dass die Metal Gear Solid-Reihe allein wegen ihrer Story und den Charakteren ziemlich viele Emotionen hervorrufen. Natürlich ist es in den Spielen möglich alle Gegner (mit Ausnahme einiger Bossgegner) mit einer M4 in virtuelle Nirwana zu ballern, aber der Spieler wird mit Verletzungen und der bereits erwähnten Fluss-Sequenz "belohnt"!

Zum neuen "Medal of Honor":
Ich habe vor nicht mal 15 Minuten die Kampagne beendet und dieser Kommentar kam einfach wie gerufen :D ! Dieses Spiel feiert so ziemlich die größte Patriotismusparty seit langem...
Ganz nebenbei ist die Story ziemlich lahm und die Kampagne kurz!

Mahlzeit,
Master of Secrets
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Masakado
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Beitrag von Masakado »

@MP im Antikriegsspiel:
Je nach Spielkonzept kann man "digitale Übungsräume" designen.
Stichwort: Krieg wird zum Videospiel.
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bruchstein
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Beitrag von bruchstein »

hier wird manchmal seitenlang über irgendwelche superdetails diskutiert , das kostet zuviel Energie.....

Nächstes Jahr kommt der Witcher2 und Deux Ex raus und da wird man sehen was in einem Game alles möglich und machbar ist

Wenn ein Shooter nur ein Bruchteil von dessen Gamplaymöglichkeiten und Spieleumfang und den Emotionen bieten würde
könnten wir uns die ganzen diskusionen hier ersparen....
Zuletzt geändert von bruchstein am 14.10.2010 18:03, insgesamt 1-mal geändert.
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breakibuu
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Beitrag von breakibuu »

Preasi hat geschrieben: Wie wärs wenn mann die Soldaten "nach getaner arbeit" im unterschlupf beobachten könnte.
Ja genau das is der Knackpunkt.
In World in Conflict gab es diese zwei Soldaten, die immer mal wieder zwischen den Missionen gezeigt wurden. Die beiden haben sich immer nur über kleine, private Dinge unterhalten die mal garnichts mit dem Krieg zu tun hatten. Die beiden waren mir so sympathisch, dass ich einfach nicht wollte das einer von beiden stirbt. Das wurde nur durch so total triviale Sachen erzeugt, wie nen Discman den einer der beiden Soldaten seiner Tochter schenken wollte, oder nen Teddybärglücksbringer, der an der Weste gebaumelt ist.

Es ist wichtig die Soldaten auch mal als Menschen zu zeigen und nicht nur als eiskalte Killer, oder als verstörten Typen der irgendwo in der Ecke kauert
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Blind Talamasca
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Beitrag von Blind Talamasca »

Gnōthi seautón!
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Wurmjunge
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Beitrag von Wurmjunge »

Der beste Anti-Kriegsfilm, den ich kenne ist R.Lesters "Wie ich den Krieg gewann" von 1967 und der kommt fast ganz ohne Blut und Schockeffekte aus; persönliche Schicksale sind Nebensache, der Einzelne ist austauschbar und sein Leiden nur die unvermeidliche Folge des unfaßbaren Irrsinns, der Nationen einander bekriegen läßt, und diesen Irrsinn kann man am besten damit entlarven, daß man sich über ihn lustig macht.


Grundsätzlichsind Filme und Spiele zwei verschiedene Paar Schuhe, man kann nicht alles von einem Medium ins andere übertragen. Es gibt Spiele wie "Mount&Blade", die mich ohne den kleinsten Fitzel von Story über Jahre fesseln können. Die "Kane&Lynch"-Serie fällt mir dann noch ein, hier haben die Entwickler bei dem Versuch eine um Authentizität bemühte, von üblichen Helden-Klischees und infantiler Weltanschauung befreite Geschichte zu erzählen doch meilenweit am Massengeschmack vorbei geballert.

Also wünschen tu ich mir auch mehr Tiefgang in Spielen, spielerisch genauso wie erzählerisch, meine Prognosen für die nächsten Jahre geben mir aber kaum Anlaß zu Hoffnung, ich bin schon froh wenn es nicht viel schlechter wird als es jetzt schon ist.
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Sabrehawk
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Beitrag von Sabrehawk »

Rambo 1 war auf jeden Fall ein film der die amerikanische Gesellschaft post vietnam nicht glorifiziert hat...amerika und seine Doppelmoral kriegt ganz böse das fett weg.

Rambo 2 war kloppmist bot aber immerhin noch eine Liebesgeschichte und das Motiv RACHE nicht Patriotismus als Basis für den Amoklauf des Protagonisten.

Rambo 3 war wahrlich dämlicher Kloppmist würdigte aber wenigstens den Kampf der Mudjahedin (genau jene die jetzt von den ehemaligen Verbündeten abgeschlachtet werden^^), aber auch hier sieht die amerikanische Politik und Herrschaft im Endeffekt nicht gut aus.

Rambo 4 auf jeden Fall ein beinharter Film mit total übertriebenem gun Porno am Ende. Aber auch hier
nirgendswo HURRAH Patriotismus. Es geht immer nur um die individuelle Haltung von John Rambo und seine Auffassung von aufrichtigem Handeln.

Rambo ist unterm Strich überhaupt nicht das was ein Haufen Müslifressender Dummbeutel die den Film aus Prinzip gar nicht erst geschaut haben aus ihm gemacht haben damals in den 80ern. Man sah nur AMI killt Russen..das reichte schon ^^.(Heutzutage reicht das nichmal für ein seichtes Aufbäumen in den Reihen der längst angepassten Schreihälse von damals ^^, sondern die fressen dazu genauso ihr Popcorn mitsamt Kind und Kegel) Trotzdem und gerade deswegen hat es dieses mittelmässig bis schlechte Stück Kino geschafft Geschichte zu schreiben und sogar einen festen Begriff in den weltweiten Sprachgebrauch einzuführen. RAMBOismus.
Und das obwohl nirgends stramme Burschen salutieren und Flaggen wehen und Stars and Stripes forever dudelt. Es gab tonnenweise Filme die dieses Klischee von Propagandafilm erfüllt hätten, die ganze Dudikoff scheisse, Stählerne Adler, die Liste ist endlos...die alle auch nur mit Hilfe des US Militärs produziert werden konnten, da gab es keine Aufregung.^^

(Dabei ist John Rambo Halbindianer / Deutschstämmig und US bürger, fast genauso wie ich selbst)

Das jedoch was seit Jahren von der amerikanisch dominierten Shooterindustrie auf den Markt geworfen wird, ist grundsätzlich brechreizerrgend einseitig. Dagegen ist J.Rambo der Dalai Lama.
(Wo war eigentlich das Geschrei bei BF2 dass man die Irakis spielen konnte...^^, ach ja stimmt ja die ham ja schnell auf die Fresse bekommen also keine Aufregung wert...bei den Taliban siehts anders aus, die kämpfen erfolgreich gegen die Boys und schicken sie tonnenweise in Plastiksäcken nach Hause....tja tut weh is aber so.)
Zuletzt geändert von Sabrehawk am 14.10.2010 19:25, insgesamt 1-mal geändert.
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PunkZERO
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Beitrag von PunkZERO »

Sabrehawk hat geschrieben:Rambo 1 war auf jeden Fall ein film der die amerikanische Gesellschaft post vietnam nicht glorifiziert hat...amerika und seine Doppelmoral kriegt ganz böse das fett weg.
So siehts aus.

Gab auch mal diese schöne Vergleichsgrafik mit den Bodycounts der 4 Rambofilme....bei Teil 1 wars einer.
carbo
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Beitrag von carbo »

Naja Filme und Spiele kann man nicht unbedingt miteinander vergleichen.

Einen Film kann ja fast jeder "Depp" machen. Man schnappt sich ne Kamera. Ein paar Leute und dreht nen film. Ok hört sich einfach an aber von den Kosten und vom technischen Können her ist das nicht der Aufwand. Dann gibts hunderte Filmfestivals und dein Film wird vielleicht sogar berühmt. Blair Witch ist z.B. so ein Fall.

Bei Spielen brauchste erstmal jemand der Programmieren kann. Dann evtl ne Engine und bis das Spiel fertig ist vergehen meistens Jahre. Das ist viel zu teuer. Und hier ist der Knackpunkt. Warum sollte ein Publisher was riskieren? Er weiß genau: Ich bau nen CoD Klon und damit verdien ich meine Kohle.

Ich denk wenn es wirklich mehr "Low Budget" Spiele geben würde mit cooler Story etc. Dann würde sich das auch nach oben durchsprechen.

Bis das so ist, kriegen wir die ganze Hollywoodscheiße an Spielen mit allen Vor und Nachteilen. Die Frage ist aber ob so Spiele wie Cod oder Moh wirklich an Realismus interessiert sind. Bei Cod konnte man es ja schön bemerken: Je Quakelastiger das Spieldesign wurde, desto rapider ging es auch mit der Story bergab.
R@mpage
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Beitrag von R@mpage »

@ Jörg: Aber viele Spiele leben doch davon, dass sie den Krieg als etwas im weitesten Sinne "schönes" "männliches" für Adrenalinjunkies bestimmtes darstellen.Da steckt bestimmt auch teilweise das US Militär dahinter. Und da die Gefühle der Amerikanerchen leicht verletzbar sind, wird es wohl nicht sobald ein Spiel geben, dass aktuelle Kriege differenziert beleuchtet und den Krieg als etwas abstoßendes darstellt. Den wer kann Spiele verkaufen die zwar gut gemacht, aber gänzlich abstoßend sind? Sowas kann man sich zwar ab und zu in Filmen anschauen, es aber selbst zu spielen,(Vergewaltigungen, etc...) und dann schon was Anderes. Auf der anderen Seite tötet man ja auch virtuell, warum dann nicht auch vergewaltigen...hmm klingt irgendwie unlogisch, da das Eine nicht besser als das Andere ist.