Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

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Temeter 
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Temeter  »

Kajetan hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:Sehr interessant. Hm, damit wäre die komplette britische Politik erstmal immobilisiert? :lol:

Cameron mag ja ein unsympathischer Opportunist sein, aber das ist clever.
Kennst Du das britische Original vom Netflix'schen "House of Cards"? Ich komme mehr und mehr zu dem Schluß, dass das dort gezeigte (sowohl hier als auch in der US-Version) nur eine arg geschönte Version dessen ist, was da wirklich hinter den Türen stattfindet. Der Brexit als rein innerenglisches, nein, rein innerkonservatives Machtgerangel der Torys, wo niemand (!) der Beteiligten eigentlich austreten will, aber manche meinten die Drohung als Mittel zum Zweck einsetzen zu können. Geilo! Vor allem unter dem Aspekt, dass das Geschehen nach dem Ende einer TV-Episode nicht aufhört, weil's eben KEINE TV-Serie ist, sondern bittere Realität.
Uff, momentan bin ich völlig überlastet mit Serien. Schaue gerade endlich Vikings, hab The Shield angefangen, ein BSG Rewatch steht eigentlich an, und dann lächeln da noch John Wick, und Riddick freundlich aus dem Regal heraus, während ein minimal weniger wörtlicherer Planet der Affen immer noch wartet.

Hab aber von gehört, und das es sehr ordentlich sein soll. Irgendwann mal... :Blauesauge:
Kajetan hat geschrieben: :Weiß:
In der Tat.
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Wulgaru
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Wulgaru »

Puh...zum Glück hat Microsoft Rare gekauft, denen geht es gut egal was mit UK passiert.
johndoe1824162
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von johndoe1824162 »

.asm hat geschrieben: Die Regierung muss sich nicht an das Ergebnis halten. Und ich denke das wird sie auch nicht tun, es steht immerhin der Finanzplatz von London auf dem Spiel und der Finanzsektor ist extremst wichtig für UK.
Wieso steht der denn auf dem Spiel? Der profitiert doch u.U. sogar. Keine Finanztransaktionssteuer, keine Regularien aus Brüssel...
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SethSteiner
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von SethSteiner »

Was will man mit einem Finanzplatz, der keine Bindnug zum Rest des Kontinents hat?
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Temeter 
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Temeter  »

Leaks hat geschrieben:
.asm hat geschrieben: Die Regierung muss sich nicht an das Ergebnis halten. Und ich denke das wird sie auch nicht tun, es steht immerhin der Finanzplatz von London auf dem Spiel und der Finanzsektor ist extremst wichtig für UK.
Wieso steht der denn auf dem Spiel? Der profitiert doch u.U. sogar. Keine Finanztransaktionssteuer, keine Regularien aus Brüssel...
Innerhalb von Europa ist das Bewegen von Geld und Investitionen durch die EU IIRC viel leichter. Könnte auch gut sein, dass Banken momentan von EU-Verträgen mit anderen Ländern/Blöcken profitieren. Momentan hat ja jeder Kontinent, von Asien über Afrika bis nach Südamerika seine eigenen EU-artigen Programme, und jeder will in einen rein, während überall sonst Handelsverträge geschlossen werden.

Also abgesehen von der UK natürlich.
johndoe1824162
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von johndoe1824162 »

Lassen die keinen mehr rein oder was? Vielleicht sollte man mit dem Blödsinn aufhören, daß sich UK jetzt komplett abkapselt. Finanzplätze soll es auch außerhalb der EU (sogar in Europa) geben, hab ich gehört.
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Kajetan
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kajetan »

SethSteiner hat geschrieben:Was will man mit einem Finanzplatz, der keine Bindnug zum Rest des Kontinents hat?
Man wird natürlich Verträge abschliessen, die den alten Zustand nach Möglichkeit wieder herstellen sollen. GB tritt aus, ohne wirklich auszutreten. Falls GB tatsächlich offiziell austreten sollte. Nur um durch die Hintertür nicht wirklich auszutreten. Aber man ist ausgetreten! Jawoll!!

So wie die Schweiz auch nur oberflächlich neutral ist, im Ernstfall das Militär aber innerhalb weniger Minuten in die NATO-Kommandostrukturen einbettet wird und viele EU-Vorschriften ratzfatz umgesetzt werden, weil es den Handel und das Leben mit dem die Schweiz umgebenden EU-Gebiet natürlich enorm erleichtert, wenn man sich dem Umland anpasst. Ich finde es daher immer recht spassig, wenn irgendwelche EU-Gegner die Schweiz als leuchtendes Vorbild bringen. Man merkt daran immer schön, wie wenig sich diese Leute mit der Wirklichkeit beschäftigt haben.
Kaaruzo
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kaaruzo »

Temeter hat geschrieben:Gegenteil: Differenzieren.

Wegen deinen Posts vorhin schaffen wir auch nicht gleich das Forum ab. :P
Bitte korrigier mich, wenn ich falsch liege, aber ich habe deinen Beitrag so aufgefasst, dass du mit der Wahl im November 1932 deutlich machen willst, dass auch bei demokratischen Wahlen auf Deutsch gesagt Scheiße bei raus kommen kann.

Da stimme ich dir absolut zu und das von dir gewählte Beispiel, ist der wohl beste Beweis für diese These.

Die Frage ist doch aber, welche Konsequenz daraus gezogen werden soll. Und da du dieses Bild gepostet hast, würde ich das gerne mal von dir wissen.
SethSteiner hat geschrieben:Was will man mit einem Finanzplatz, der keine Bindnug zum Rest des Kontinents hat?
Weil ja auch das Geld aus GB jetzt nicht mehr auf den Kontinent darf, gell?
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Alter Sack
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Alter Sack »

.asm hat geschrieben:Die Regierung muss sich nicht an das Ergebnis halten. Und ich denke das wird sie auch nicht tun, es steht immerhin der Finanzplatz von London auf dem Spiel und der Finanzsektor ist extremst wichtig für UK.
Natürlich muss sie sich daran halten (auch wenn es rechtlich nicht bindend ist). Ich kann doch kein Referendum abhalten um es anschließend zu ignorieren nur weil mir das Ergebnis nicht passt. Selbst eine Wiederholung ist quasi nicht möglich aus dem gleichen Grund. Deshalb fielen doch allen die Kinnladen so weit runter weil man es jetzt durchziehen muss.
Und der Finanzplatz London wird natürlich drunter leiden da bestimmte Geschäfte nur getätigt werden dürfen wenn besagte Gesellschaften einen Sitz in der EU haben. Und damit sind keine Briefkastenfirmen gemeint.
Zuletzt geändert von Alter Sack am 30.06.2016 16:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Temeter 
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Temeter  »

Laut dem EU Präsidenten, soll dass dann auch nur 7 Jahre dauern, was anderen anscheinend noch für optimistisch halten.

http://www.ibtimes.com/brexit-eu-presid ... te-2381425
Kaaruzo hat geschrieben:Bitte korrigier mich, wenn ich falsch liege, aber ich habe deinen Beitrag so aufgefasst, dass du mit der Wahl im November 1932 deutlich machen willst, dass auch bei demokratischen Wahlen auf Deutsch gesagt Scheiße bei raus kommen kann.

Da stimme ich dir absolut zu und das von dir gewählte Beispiel, ist der wohl beste Beweis für diese These.

Die Frage ist doch aber, welche Konsequenz daraus gezogen werden soll. Und da du dieses Bild gepostet hast, würde ich das gerne mal von dir wissen.
Tbh, ich bin mir nicht sicher welche Konsequenzen man daraus ziehen sollte, ich wollte nur damit verbildlichen, wie eine Wahl völlig daneben gehen können.

Teils wird damit argumentiert, dass Themen wie der Brexit eher Politikern überlassen werden sollen, und eben nicht nur wegen einer 2% Mehrheit, die sich vermutlich nie wieder reproduzieren ließe, in einer einzigen Abstimmung gleich aussteigen solle.
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SethSteiner
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von SethSteiner »

Alter Sack hat geschrieben:
.asm hat geschrieben:Die Regierung muss sich nicht an das Ergebnis halten. Und ich denke das wird sie auch nicht tun, es steht immerhin der Finanzplatz von London auf dem Spiel und der Finanzsektor ist extremst wichtig für UK.
Natürlich muss sie sich daran halten (auch wenn es rechtlich nicht bindend ist). Ich kann doch kein Referendum abhalten um es anschließend zu ignorieren nur weil mir das Ergebnis nicht passt. Selbst eine Wiederholung ist quasi nicht möglich aus dem gleichen Grund. Deshalb fielen doch allen die Kinnladen so weit runter weil man es jetzt durchziehen muss.
Und der Finanzplatz London wird natürlich drunter leiden da bestimmte Geschäfte nur getätigt werden dürfen wenn besagte Gesellschaften einen Sitz in der EU haben. Und damit sind keine Briefkastenfirmen gemeint.
Warum muss sie sich daran halten? Es ist vollkommen absurd einen Mechanismus dazwischen zu schalten, der die Möglichkeit gibt, einen anderen Weg einzuschlagen und dann zusagen, es gäbe keine Alternative. Farage selbst wollte ein zweites Referendum, wenn es umgekehrt ausgeht aber jetzt soll das unmöglich sein? Geradezu wahnwitzig.
johndoe1824162
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von johndoe1824162 »

Warum macht ihr euch denn so in die Hosen und schreit wehement nach Neuwahl? Das würde mich echt interessieren. Und bitte jetzt nicht mit Untergangsszenarien von '33, Krieg und anderen Bullshit kommen.
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Temeter 
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Temeter  »

Wer schreit denn nach Neuwahl?
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Kajetan
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kajetan »

Alter Sack hat geschrieben:Ich kann doch kein Referendum abhalten um es anschließend zu ignorieren nur weil mir das Ergebnis nicht passt.
Doch, kann ich. Wenn ich "britisches Unterhaus" heisse. Das britische Parlament muss das Referendum nicht annehmen. Allerdings ... könnte das Parlament nach so einer Entscheidung bei Neuwahlen mehrheitlich aus Abgeordneten bestehen, die das Referendum umsetzen wollen. Weil die Bevölkerungsmehrheit, diesmal in rechtlich bindender Weise, den Brexit weiterhin befürwortet. Dann muss tatsächlich ausgetreten werden. Allerdings kann die Parlamentsmehrheit nach Neuwahlen weiterhin von "Remain"-Befürwortern gebildet werden, weil die Bevölkerungsmehrheit es sich inzwischen anders überlegt hat.

Referendum? Lediglich eine Art überkandidelte Meinungsumfrage.
Parlamentswahlen? Rechtliche Grundlage für alle weiteren Regierungsentscheidungen.
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Wulgaru
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Wulgaru »

SethSteiner hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:
.asm hat geschrieben:Die Regierung muss sich nicht an das Ergebnis halten. Und ich denke das wird sie auch nicht tun, es steht immerhin der Finanzplatz von London auf dem Spiel und der Finanzsektor ist extremst wichtig für UK.
Natürlich muss sie sich daran halten (auch wenn es rechtlich nicht bindend ist). Ich kann doch kein Referendum abhalten um es anschließend zu ignorieren nur weil mir das Ergebnis nicht passt. Selbst eine Wiederholung ist quasi nicht möglich aus dem gleichen Grund. Deshalb fielen doch allen die Kinnladen so weit runter weil man es jetzt durchziehen muss.
Und der Finanzplatz London wird natürlich drunter leiden da bestimmte Geschäfte nur getätigt werden dürfen wenn besagte Gesellschaften einen Sitz in der EU haben. Und damit sind keine Briefkastenfirmen gemeint.
Warum muss sie sich daran halten? Es ist vollkommen absurd einen Mechanismus dazwischen zu schalten, der die Möglichkeit gibt, einen anderen Weg einzuschlagen und dann zusagen, es gäbe keine Alternative. Farage selbst wollte ein zweites Referendum, wenn es umgekehrt ausgeht aber jetzt soll das unmöglich sein? Geradezu wahnwitzig.
Naja, weil es schon ziemlich gefährlich wäre das zu versuchen. Man sollte bei aller der Berichterstattung über Katerstimmung und "was haben wir getan" usw. nicht vergessen, dass auch bei einer neuen Abstimmung wahrscheinlich locker 40% nochmal Brexit stimmen würden und lass es nur mal ne 30er Zahl sein....diesen Leuten wurde etwas versprochen und es würde sie wirklich komplett entmündigen, wenn man das ohne weiteres übergeht.

Gilt natürlich auch jetzt umgekehrt für die Remainer (nicht zuletzt deswegen steht diese Schottland-Geschichte ja wieder im Raum), daher sehe ich als einzige Möglichkeit für die Remainer das Referendum sehr gut begründet zu wiederholen bzw. irgendwie darauf hin zu arbeiten. Wenn man einfach sagen würde das man als Parlament das Referendum ignoriert wird es zu Aufständen kommen. Dann brennt das Land. Die Brexiter sind nicht weg, die sind nur gerade leise.

Ich glaube so sehr ich es auch gerne sehen würde, dass GB irgendwie doch noch drin bleibt, machen wir es uns gerade ein bisschen zu einfach, wenn wir uns einreden das die Briten es im Grunde nicht so gemeint haben und eigentlich doch bleiben wollen.