Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werden abgeschafft

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Kajetan
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kajetan »

Jim Panse hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Bans sind Aktionismus für die Spieler, die sich immer noch von der Illusion täuschen lassen, Bans würden gegen Cheater helfen.
Wieder nur schwarz und weiß. Das es 100% Schutz nicht gibt, heißt nicht, dass mans gleich ganz aufgeben kann. Wenn schon 50% der Kiddos nicht cheaten weil se zu blöd sind das zu umgehen, ist das doch auch schon was. Mal weg von dieser: "wenn nicht perfekt ist, is die ganze Sache aussichtslos" Haltung. "Perfekt" darf nicht der Gegner von "Gut" werden!
Bans SIND KEIN SCHUTZ! Bans sind eine perfekte, weil total billige Ausrede des Anbieters mit solchen nichtsnutzigen, sinnlosen Aktionen so zu tun, als wäre ihm tatsächlich etwas am Wohlbefinden seiner Kunden gelegen. Ein Bann schützt Dich vor gar nix. Weil ein Bann ... nicht das Cheaten verhindert oder erschwert, sondern nur nachträglich ein symbolisches "Auf den Finger klopfen" darstellt, über welches der Cheater nur lacht und am nächsten Tag mit einem neuen Zugang weitermacht.

Banns sind kein Schutz. Weil Banns nicht schützen, sondern nur das rein emotionalen Rachebedürfnis eines davon betroffenen Nicht-Cheaters ansprechen, so dass dieser sich dann besser fühlen kann. Deswegen ist die Diskussion mit Bann-Beführwortern auch immer so anstrengend :), weil sie so voller rechtschaffener (und durchaus nachvollziehbarer und verständlicher) Empörung sind, dass sie gar nicht merken, wie sie hier zuerst vom Cheater und dann durch den Anbieter verarscht werden.

Was schützt denn von Cheatern? Die Möglichkeit eigene Partien aufzusetzen, die auch infrastruktur-mäßig in der Hand des Spielers liegen.

Ob es technische Möglichkeiten gibt auch online narrensicher die Spreu vom Weizen zu trennen, das weiß ich nicht. Dazu kenne ich mich in der technischen Materie nicht gut genug aus. Aber wenn es sie gibt, werden sie von den Publishern nur halbherzig und widerstrebend bis gar nicht genutzt, weil es sich einfach mehr rentiert ein paar billige Bans auszusprechen, dann durch den Neukauf von Keys zu profitieren und spätestens in drei Jahren steht eh der Nachfolger in den Startlöchern. Schutz vor Cheatern ist kein besonders wichtiges Verkaufsargument, daher wird das Thema auch immer so nachlässig behandelt.
Zuletzt geändert von Kajetan am 30.04.2015 12:14, insgesamt 1-mal geändert.
Marobod
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Marobod »

Jim Panse hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Zu glauben, dass Publisher und Entwickler in der heutigen Zeit effizient oder wenigstens verhältnismäßig was dagegen tun, halte ich aber für blauäugig.
Weil? Mir fehlt da irgendwie das Motiv. Man sollte mal von diesem extremistischen Gedanken weg kommen, dass die Entwickler / Publisher immer nur das schlimmste für die Kunden wollen. Klar sind die an Kohle interessiert. Wir leben nun mal im Kapitalismus. Wie lebensfern muss man denn da sein um von denen zu fordern nicht auf ihre Kohle zu achten? Trotzdem sind die zumindest halbwegs daran interessiert, dass ihre Spiele dem Kunden Spaß machen. Schon allein weil er ja den Nachfolger kaufen soll. Dass sie dafür aber nicht bereit sind jeden beliebigen Preis zu zahlen sollte nun auch echt nix Neues sein.
Kajetan hat geschrieben:Bans sind Aktionismus für die Spieler, die sich immer noch von der Illusion täuschen lassen, Bans würden gegen Cheater helfen.
Wieder nur schwarz und weiß. Das es 100% Schutz nicht gibt, heißt nicht, dass mans gleich ganz aufgeben kann. Wenn schon 50% der Kiddos nicht cheaten weil se zu blöd sind das zu umgehen, ist das doch auch schon was. Mal weg von dieser: "wenn nicht perfekt ist, is die ganze Sache aussichtslos" Haltung. "Perfekt" darf nicht der Gegner von "Gut" werden!

Ich nehme an Du bejubelst solche Maßnahmen nicht nur im Gamingbereich. Wer nicht kapitalistisch denkt, sondern vielleicht noch ein wenig mehr an die sozialen Komponenten denkt ist lebensfremd?

Es hat vorher auch wunderbar funktioniert als man eigene Server aufsetzen konnte, Cheater sind da zu 99% auszuschließen,weil man die Leute kennt, oder eben selbst kicken kann.

Es stellt keiner in Frage, daß diese Unternehmen Gewinnsteigernd denken, es ist aber durchaus hilfreich diesen menschen dahinter zu zeigen , wie asozial ihre Methoden dann teilweise sind. Denn wo war das Modell mit den zu bezahlenden Mods gerecht? Die Gewinnverteilung war nicht gerect, das risiko komplett beim Modder, kein Schutz vor Diebstahl der Mods durch dritte,die diese dann veraeußerten, Kein Schutz vor Klagen durch andere urheber, oder eben weiteren Problemen, der Modder war zudem verpflichtet die Mods den Spielversionen anzupassen um Funktionalitaet zu gewaehrleisten, es gbt sehr viele Mods die irgendwann fertig waren oder schlicht nicht weiter entwickelt worden sind, die kaeufer dieser wuerdend ann im Regen stehen. Zudem mueßten die Modder noch Steuern abfuehren.Die Rentabilitaet von groeßeren Mods haette es auch nicht gegeben.
Das war und ist kein gutes Konzept.

Aber ich sagte ja schon, irgendwann wird Luft besteuert,und Du wuerdest dies noch bejubeln.

das Spendenmodell war da die bessere Moeglichkeit.
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Kajetan hat geschrieben:Deswegen ist die Diskussion mit Bann-Beführwortern auch immer so anstrengend :), weil sie so voller rechtschaffener (und durchaus nachvollziehbarer und verständlicher) Empörung sind, dass sie gar nicht merken, wie sie hier zuerst vom Cheater und dann durch den Anbieter verarscht werden.
Und weil sie so ungern differenzieren...

Das Folgende ist nicht wirklich hilfreich beim Thema oder der hoffentlich kleinen Metadebatte, aber ab und an muss ich einfach mal. Es folgt wilde Polemik, nur lesen, wenn man sich dessen bewußt ist.
Spoiler
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Marobod hat geschrieben:Es hat vorher auch wunderbar funktioniert als man eigene Server aufsetzen konnte, Cheater sind da zu 99% auszuschließen,weil man die Leute kennt, oder eben selbst kicken kann.
Ich komme ans Grübeln, ob das das Ergebnis der Helikoptereltern ist. Das jeweilige Kind hatte nie eine Chance zu erkennen, was Eigenverantwortung ist, immer lief jemand hinter ihm her, immer wurde alles machbare getan, eine sichere Umgebung zu schaffen, egal was die Konsequenzen für die Umgebung sind.
In die Kerbe schlagen auch die Publisher, sie tun so, als wäre man bei ihrem Produkt absolut sicher und behütet, man verkümmert völlig dabei und ist dann natürlich empört, EMPÖRT, wenn sich jemand nicht an die Regeln hält.
Das kann man ja sein, aber durch die permanente Behütung ist man wohl auch völlig blind gegenüber der eigenen Ohnmacht geworden. So blind, dass die Frage nicht lautet: Was kann ICH dagegen tun, dass der mich nervt, sondern nur der Ruf laut wird: TUT DOCH EINER WAS!
Das sind dann genau die Leute, die unsere Regierung wählen und dann überrascht sind, dass deren Mitarbeiter sich Bilder von ihren Penes anguckt.
Zuletzt geändert von Sir Richfield am 30.04.2015 12:33, insgesamt 1-mal geändert.
Jim Panse
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Jim Panse »

Marobod hat geschrieben:... und Du wuerdest dies noch bejubeln.
Nur weil ich die Realität schildere, heißt das nicht, dass ich damit einverstanden wäre wie es läuft oder dass ich das moralisch ok finden würde. Du kannst die persönliche Komponente also außen vor lassen.

Fakt ist aber nun mal, dass sich ein Publisher an die gegebenen Realität anpassen muss. Wenn dir das nicht passt, heulst du an der falschen Adresse. Der Publisher kann nichts dafür, dass er marktwirtschaftlich denken muss. Da musst du dich woanders hinwenden, bzw. dein Kreuz an der richtigen Stelle machen.

Der Publisher wiegt aber einfach nur ab, ob er seine Kohle in einen überdimensionierten Cheat-Schutz steckt, sodass wir paar Zocker Cheater-Frei zocken können, oder ob er finanziell über Wasser bleiben kann und damit die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter erhält. "Wünsche für ein Spiel" vs "Arbeitsplätze" Klar, das ist jetzt stark idealisiert und sicherlich ist da auch noch eine gehörige Portion Gier dabei. Aber hier werden die Probleme teilweise so hoch gespielt, dass man die Realität völlig aus den Augen verliert. Es gibt wichtigeres als 100%igen Cheat-Schutz. Und wenn man mit kostengünstigen Mitteln eine Verbesserung der Situation erreichen kann, dann nimmt man die Möglichkeit auch wahr. Das ist in der Wirtschaft ganz normal.

Und @Kajetan: Ich bin da einfach anderer Meinung. BANs sind ein Schutz. Es ist schwarz / weiß - Denken wenn man glaubt, das jedes Kiddi sich einfach das Spiel nochmal kauft, wenns gebannt wurde. Sicher mag das ein Teil so machen, aber ich bin mir sicher, du hast nicht ansatzweise verlässliche Zahlen wie groß dieser Teil ist. Und so oder so sind wir da wieder bei "100% Schutz gibt es nicht."
Sir Richfield hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Deswegen ist die Diskussion mit Bann-Beführwortern auch immer so anstrengend :), weil sie so voller rechtschaffener (und durchaus nachvollziehbarer und verständlicher) Empörung sind, dass sie gar nicht merken, wie sie hier zuerst vom Cheater und dann durch den Anbieter verarscht werden.
Und weil sie so ungern differenzieren...
Hehehe... ist die Ironie beabsichtigt? Dieser böse Haufen Bann-Befürworter... Alle gleich! :D
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Jim Panse hat geschrieben:Fakt ist aber nun mal, dass sich ein Publisher an die gegebenen Realität anpassen muss. Wenn dir das nicht passt, heulst du an der falschen Adresse. Der Publisher kann nichts dafür, dass er marktwirtschaftlich denken muss. Da musst du dich woanders hinwenden, bzw. dein Kreuz an der richtigen Stelle machen.
Dann denkt der Publisher aber falsch, denn es wäre für ihn günstiger, wenn er keine eigenen Server und Bandbreite bereithalten müsste, sowie keinen mehr bräuchte, der die Banalgorithem überwacht, bzw auf die Meldungen der Spieler eingeht.
Der Publisher wiegt aber einfach nur ab, ob er seine Kohle in einen überdimensionierten Cheat-Schutz steckt, sodass wir paar Zocker Cheater-Frei zocken können, oder ob er finanziell über Wasser bleiben kann und damit die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter erhält. "Wünsche für ein Spiel" vs "Arbeitsplätze" Klar, das ist jetzt stark idealisiert und sicherlich ist da auch noch eine gehörige Portion Gier dabei.
Verzeihung, was redest du da?
Aber hier werden die Probleme teilweise so hoch gespielt, dass man die Realität völlig aus den Augen verliert. Es gibt wichtigeres als 100%igen Cheat-Schutz.
Für Kunden wie Balmung nicht.
Und wenn man mit kostengünstigen Mitteln eine Verbesserung der Situation erreichen kann, dann nimmt man die Möglichkeit auch wahr. Das ist in der Wirtschaft ganz normal.
Ach, SO denkst du, jetzt verstehe ich.
Puh, da kann ich leider nichts drauf erwidern, muss ich erstmal gucken, ob ich aus dem Winkel da ganze betrachten kann...
Und @Kajetan: Ich bin da einfach anderer Meinung. BANs sind ein Schutz.
Nö, denn die kommen ja immer erst NACH dem Cheat / Exploit.
Sauber programmieren wäre auch mal eine Idee, aber das hast du ja schon mit "kostengünstige Mittel" ausgeschlossen.

Das Dumme mit dem Ban ist, dass das wie mit der Totalüberwachung ist: Du weißt heute nicht, wie die Regeln, nach denen du gebannt wirst, morgen aussehen.

Aber gut, ich bin alt und zynisch. Ich finde es nur traurig, dass die heutigen Spieler vor lauter Schere im Kopf nicht mehr so kreativ scheinen wie damals.
So ziemlich alles, was damals rund um Quake 3 Arena gemacht wurde und nicht wenige Subgenres massiv inspiriert hat, würde heute nämlich als Cheat gedeutet und geächtet werden.
(Und in besonders zynischen Momenten bin ich der Meinung, dass SKILL als Cheat gesehen wird. Kann ja nicht sein, dass jemand besser ist als ich...)
Marobod
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Marobod »

Sir Richfield hat geschrieben:
Das Folgende ist nicht wirklich hilfreich beim Thema oder der hoffentlich kleinen Metadebatte, aber ab und an muss ich einfach mal. Es folgt wilde Polemik, nur lesen, wenn man sich dessen bewußt ist.
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Marobod hat geschrieben:Es hat vorher auch wunderbar funktioniert als man eigene Server aufsetzen konnte, Cheater sind da zu 99% auszuschließen,weil man die Leute kennt, oder eben selbst kicken kann.
Ich komme ans Grübeln, ob das das Ergebnis der Helikoptereltern ist. Das jeweilige Kind hatte nie eine Chance zu erkennen, was Eigenverantwortung ist, immer lief jemand hinter ihm her, immer wurde alles machbare getan, eine sichere Umgebung zu schaffen, egal was die Konsequenzen für die Umgebung sind.
In die Kerbe schlagen auch die Publisher, sie tun so, als wäre man bei ihrem Produkt absolut sicher und behütet, man verkümmert völlig dabei und ist dann natürlich empört, EMPÖRT, wenn sich jemand nicht an die Regeln hält.
Das kann man ja sein, aber durch die permanente Behütung ist man wohl auch völlig blind gegenüber der eigenen Ohnmacht geworden. So blind, dass die Frage nicht lautet: Was kann ICH dagegen tun, dass der mich nervt, sondern nur der Ruf laut wird: TUT DOCH EINER WAS!
Das sind dann genau die Leute, die unsere Regierung wählen und dann überrascht sind, dass deren Mitarbeiter sich Bilder von ihren Penes anguckt.

Da stoeßt Du einen interessanten Punkt an, ich habe tatsaechlich nicht daran gedacht,daß es dieses Ueberbehueten sein koennte, die allgemeine Sehnsucht nac Sicherheit und demzufolge einer neueren Staatenhoerigkeit. Klar das man dann auch Firmen als "Offizielle" Stellen so wahrnimmt und ihnen dann quasi eine Verantwortung und auch mehr Beduerfnisbefriedigung zuspriicht, obwohl diese nur an das eigene Portmonaie denken.
Mag sein daß ich aus einer anderen Zeit stamme oder villeicht sogar aufgrund meiner Herkunft (in der DDR zum Teil groß geworden ), daß ich noch eigenes Denken beigebracht bekommen habe, was mir nicht paßt spreche ich an und tue was .

Auch an Jim
Das die Firmen sich der Zeit anpassen macht sie marktfaehig, klar wenn man immer auf offiziellen Servern Cheater hatte, schrie man , auch bei CS zB immer nach einem bann etc, statt einfach eigene zu krieiren. Menschen sind bequem und faul, wenn es jemanden gibt der einem alles abnimmt , oder dies auch nur suggeriert, dann machen die nichts .
Es ist daher nicht falsch sich gegen Maßnahmen die Firmen ergreifen auch mal zu wehren. Ich finde es ja sogar so schlimm , auch in der Politik, alle bruellen nach veraenderung, und schimpfen auf "die da oben" und machen tun nur die wenigsten was. Scheitern diese werden sie von anderen als Spinner gesehen. Schaffen sie was, waren es ploetzlich"wir alle" und doch gehen Leute obwohl sie nicht mit der Politik einverstanden sind wieder CDU oder SPD waehlen, weil man nichts falsch machen will, genauso gehen die Leute weiterhin Spiele bei Steam kaufen, sind ja billig, und "ich mach ja nichts falsch".

Alles hinnehmen tue ich jedenfalls nicht, ich bin nebenbei aktivistisch, online wie offline.
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Jim Panse hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Und weil sie so ungern differenzieren...
Hehehe... ist die Ironie beabsichtigt? Dieser böse Haufen Bann-Befürworter... Alle gleich! :D
Nö, keine Ironie, ist so.
Die Aussagen und Argumente einer bestimmten Gruppe Ban-Befürworter gleichen sich.
Mitunter sind es sogar dieselben. (Also Argumente, nicht Personen)

Sind jetzt alle, die einen Ban für eine sinnvolle Maßnahme halten, gleich?
Nein, denn die sind ja nicht gemeint.

Die Gruppe "Ban Befürworter" schließt nur diejenigen ein, die einen Ban für vollumfänglich sinnvoll und "Alternativlos" halten.

Aber es ist natürlich einfacher, gleich mal Pauschalisierung zu unterstellen. Da hat der Tag gleich Struktur, sagte Herr Pispers mal dazu. ;)
Jim Panse
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Jim Panse »

Sir Richfield hat geschrieben:Verzeihung, was redest du da?
Die überspitzte Metapher war um klar zu machen, dass man immer abwägen muss, wenn man ein wirtschaftliches Unternehmen führt. Klar kann man Kohle rein stecken in noch bessere QA um die Day1-Patches zu vermeiden und dann kann man noch einen effektiven Cheat-Schutz implementieren und und und... Aber das kostet alles Geld. Und da muss man nun mal abwägen was wichtiger ist. Das da leider nie daran gedacht wird z.B. die Manager-Gehälter als "nicht so wichtig" abzuwägen is scheiße, aber ein anderes Thema. Hier geht es darum, dass es utopisch ist nur zu fordern und zu fordern und scheinbar nicht nachvollziehen zu können, dass da durchaus Entscheidungen nicht aus bösem Will getroffen werden, sondern weil man sich zwischen Pest und Cholera entscheiden muss. Die Zeit und damit das Geld um wirklich alle Features zu entwickeln ist nun mal nie ausreichend.

Am Ende steht für mich: Würde ich als Unternehmen versuchen alle meine Kunden glücklich zu machen, (haha, als ob das ginge!) wäre ich innerhalb kürzester Zeit pleite. Das so etwas natürlich keine Entschuldigung für solche Marketing-Ideen wie das monetarisieren von Mods ist, sollte klar sein.

Und was die BANs angeht: Nur weil sie erst hinterher wirken sollen sie kein Schutz sein? Das ganze deutsche Rechtssystem fußt auf dem Gedanken der Abschreckung. Mit den selben Argumenten könnte man sonst jede Straftat ungesühnt lassen. Passiert ja immer erst hinterher.
Sir Richfield hat geschrieben:Die Gruppe "Ban Befürworter" schließt nur diejenigen ein, die einen Ban für vollumfänglich sinnvoll und "Alternativlos" halten.
Na das hast du dir jetzt aber schön umdefiniert... "Ban-Befürworter" schließt allein erst mal gar nichts aus. Du unterstellst mir ich würde das falsch interpretieren. Ich sehe aber keinen Anlass es anders zu interpretieren. Keine Argumente warum das alles differenzierter gemeint war. Ich lese da immer nur ein: "Nee! Du bist doof!"

Man kann nicht einerseits pauschalisieren und dann hinterher behaupten, man sehe das alles ganz differenziert und die Gegenseite seie ja statt dessen so voreingenommen. Ich sehe zumindest nicht, wo ich pauschalisiert hätte. Ich habe nur wieder gegeben, was ich gelesen habe.
Zuletzt geändert von Jim Panse am 30.04.2015 13:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Marobod hat geschrieben:Das die Firmen sich der Zeit anpassen macht sie marktfaehig, klar wenn man immer auf offiziellen Servern Cheater hatte, schrie man , auch bei CS zB immer nach einem bann etc, statt einfach eigene zu krieiren. Menschen sind bequem und faul, wenn es jemanden gibt der einem alles abnimmt , oder dies auch nur suggeriert, dann machen die nichts.
Eben - genau das ist der Punkt, an dem ich ein Problem mit der Verhalten der Publisher (und wenn man abstrahieren möchte, mit Regierungen, aber bleiben wir mal im kleinen Rahmen) habe - und sogar wieder den Bogen zurück zum Thema bekomme!

Man täuscht die Sicherheit nämlich hauptsächlich nur vor.
Man bannt hier mal einen Cheater, da mal einen Exploiter...
Aber immer erst dann, wenn das Geschrei groß genug ist und an dem eigentlichen Problem arbeitet man dann eher nicht. Das kostet ja Geld.
Bei den Mods war es das gleiche Problem: Bethesda und Valve haben so getan, als wäre jetzt alles voll toll und legal und so - aber in Wirklichkeit haben die nur einen Onlinestore gebastelt, wo jeder machen konnte, was er wollte.
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Jim Panse hat geschrieben:Aber das kostet alles Geld. Und da muss man nun mal abwägen was wichtiger ist.
Ja, aber die Verantwortung wieder etwas mehr zu dem Kunden zu schieben (also im Sinne von: Der Kunde hat überhaupt erst die Möglichkeit!) sollte deutlich günstiger für den Publisher sein.
Warum also verhält er sich eigentlich unsinnig in dieser Beziehung?
Und was die BANs angeht: Nur weil sie erst hinterher wirken sollen sie kein Schutz sein? Das ganze deutsche Rechtssystem fußt auf dem Gedanken der Abschreckung. Mit den selben Argumenten könnte man sonst jede Straftat ungesühnt lassen. Passiert ja immer erst hinterher.
Wau... Bist du sicher, dass du im richtigen Land lebst? Das ein Rechtsstaat das ist, was du willst?
Mal abgesehen davon, dass ein System der Abschreckung ja ganz offensichtlich nicht funktioniert.
Ich sehe aber keinen Anlass es anders zu interpretieren.
Genau das ist mein Vorwurf an dich persönlich.
Dein Schwarz/Weiss Denken macht es dir unmöglich meine, nennen wir es in dem Kontext mal liberalere, Einstellung auch nur im Ansatz nachvollziehen zu können.

Sei mir bitte nicht böse, aber nachdem ich dein Verständnis von "Recht" gelesen habe, bin ich der Meinung, dass ein Diskurs zwischen uns keinen Sinn mehr hat.
Mal abgesehen davon, dass das hier alles furchtbar offtopic ist.
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Kajetan
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kajetan »

Jim Panse hat geschrieben:Und @Kajetan: Ich bin da einfach anderer Meinung. BANs sind ein Schutz.
Nö. Banns sind eine Reaktion auf eine Regelübertretung, aber kein Schutz. Dann könntest Du auch sagen, dass entsprechende Passagen im StGB und ein Urteil ein Schutz vor Diebstahl und Einbruch sind. Dann lacht Dich aber im Schadensfall die Polizei aus und die Versicherung zahlt nichts, wenn Du die Tür sperrangelweit offen lässt.
Es ist schwarz / weiß - Denken wenn man glaubt, das jedes Kiddi sich einfach das Spiel nochmal kauft, wenns gebannt wurde. Sicher mag das ein Teil so machen, aber ich bin mir sicher, du hast nicht ansatzweise verlässliche Zahlen wie groß dieser Teil ist.
Du wirfst mir Schwarz/Weiß-Denken vor und dann verwendest Du selber Absolutismen? Von "Jeder Cheater kauft sich nach einem Bann wieder einen Key" habe ich kein Wort gesagt. Und nein, ich habe keine präzisen Zahlen darüber, wie hoch der Anteil gesperrter Wiederkäufer am Gesamtumsatz ist. Da ich aber sehe, dass bei Spielen solche Bannwellen wieder und wieder durchgeführt werden und beim nächsten Spiel der ganze Spass wieder ganz von vorne anfängt, so zweifle ich doch stark am erzieherischen Nutzen dieser Sanktion.
Und so oder so sind wir da wieder bei "100% Schutz gibt es nicht."
Banns sind ja auch kein Schutz, sondern eine nachgelagerte Aktion als Reaktion auf eine bestimmte Handlung. Ein SCHUTZ vor Cheats ist was anderes. Und genau hier, beim SCHUTZ, machen Publisher gerne nur das Allernotwendigste, weil sich ein Mehraufwand nicht rentiert, weil das Kaufverhalten der Kundschaft nicht den Schluss nahelegt, dass sich ein aufwendiger, effektiver Schutz vor Cheats meßbar positiv auf den Umsatz auswirkt. Die Publisher haben aber sehr wohl gemerkt, dass sich ihre Kundschaft gerne mit billigen Illusionen abspeisen lässt. Banns sind ein effektives Mittel, um den Kunden in der vollständig durch den Publisher kontrollierten Verwertungskette halten zu können, ohne dass er mit LAN- und Dedicated Server diese Kontrolle aufgeben muss.

Ich wiederhole daher nochmals ... solange Du glaubst, dass Banns ein Schutz gegen Cheater darstellen, bist Du ein Sklave der Anbieter, der sich wohlig in den Ketten seiner Herren wälzt, weil diese ihm ja versprochen haben sich um alles zu kümmern. Ja, das ist jetzt polemisch formuliert. Aber genau das bist Du, wenn Du vom Hersteller keinen besseren (!) Cheat-Schutz forderst oder keine Dedicated Server, sondern meinst, dass Banns eine sinnvolle Maßnahme darstellen. Du bist somit ein Konsum-Sklave.
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von old z3r0 »

Balmung hat geschrieben:...
Es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis jemand einen Spieler wegen schlechten Reviews und/oder Kritik bannt.
So etwas würde sich schnell rumsprechen und dann hat der Spielanbieter ein Problem, nicht nur mit den Spielern sondern auch mit Valve. Glaube kaum, dass die da nur zusehen werden, denn dafür hat Valve die Möglichkeit sicherlich nicht eingefügt.
Es gab in der Vergangenheit mehr als genug Beispiele, wo Entwickler Forenbeiträge gelöscht haben, youtube-Videos versucht haben zu sperren, und auch mal ganze Diskussionen dem Erdboden gleichgemacht haben.

Natürlich ist das alles auf sie wieder zurückgefallen, denn soetwas kann man nicht wirklich klein halten. Jedoch haben mir zumindest diese Vorfälle gezeigt, das manch einer selbst das mit Abstand dümmste was er in diesem Augenblick machen kann, auch macht. Und denkt es sein das richtige.

Also ja, ich glaube das wenn man den richtigen Entwickler auf dem falschen Fuß erwischt, er zu so einer Reaktion durchaus fähig wäre.
Ob Valve dann etwas macht, weiß man nicht. Hoffen kann man es, jedoch ist auf http://steamcommunity.com/actions/WhatIsGameBan nur davon zu lesen, dass Valve die Bans nur ausführt, für alles andere ist der Entwickler zuständig.

Und sollte man sich dann mal an den Support wenden... naja, vielleicht hat man mal Glück und bekommt ne Antwort in 2 statt 3 Monaten :wink:
Marobod
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Marobod »

Sir Richfield hat geschrieben:
Marobod hat geschrieben:Das die Firmen sich der Zeit anpassen macht sie marktfaehig, klar wenn man immer auf offiziellen Servern Cheater hatte, schrie man , auch bei CS zB immer nach einem bann etc, statt einfach eigene zu krieiren. Menschen sind bequem und faul, wenn es jemanden gibt der einem alles abnimmt , oder dies auch nur suggeriert, dann machen die nichts.
Eben - genau das ist der Punkt, an dem ich ein Problem mit der Verhalten der Publisher (und wenn man abstrahieren möchte, mit Regierungen, aber bleiben wir mal im kleinen Rahmen) habe - und sogar wieder den Bogen zurück zum Thema bekomme!

Man täuscht die Sicherheit nämlich hauptsächlich nur vor.
Man bannt hier mal einen Cheater, da mal einen Exploiter...
Aber immer erst dann, wenn das Geschrei groß genug ist und an dem eigentlichen Problem arbeitet man dann eher nicht. Das kostet ja Geld.
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Korrekt,
Was mich auch stoert, daß es halt soviel geld kostet und um marktorientiert zu denken, muß man ja sparen. Nichts spraeche gegen eine saubere Programmierung, dauert halt laenger, klar weiß ich auch, daß dies dann geld kostet. Leider habe ich noch nicht raus wieso man alles auf die Cloud lagern will, meine Theorie dazu, man macht das nicht um die Cheater an sich auszusperren, sondern eher um zu versuchen "Raubkopiermoerdervergewaltigersodomisten" auszusperren und die Kontrolle zu behalten. Das , wenn das mal irgendwanna uch durch ist, wird dann sicher in Kombination mit neuer technologie die Preise anheben.
So kleine Vorstoeße sind halt langfristig gedacht. "Probieren wir mal ob die die Mods schon direkt kaufen wollen, oh geht nicht, machen wer spaeter nochmal , leicht variiert".
Cheater bannen ist halt einfach viel plakativier als anderes.
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Brakiri »

Generell finde ich die Idee "ok", wenn Modder Geld für ihre Mods bekommen KÖNNEN.
Die Entscheidung trifft ja das Modder-Team alleine und ob die Spieler Geld dafür ausgeben wollen, entscheiden die Spieler auch selber.

Was ich aber völlig unmöglich und völlig daneben finde ist, dass Valve die Frechheit besitzt, 75% des Geldes zu behalten.

Das ist Raub am hellerlichten Tage.

DAFÜR gehören sie abgewatscht.
Zuletzt geändert von Brakiri am 30.04.2015 13:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Jim Panse »

Sir Richfield hat geschrieben:Wau... Bist du sicher, dass du im richtigen Land lebst? Das ein Rechtsstaat das ist, was du willst?
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Ähm, dann ließ mal besser hier nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Strafzwecktheorie
Prävention (durch Abschreckung) ist da eindeutig Teil der Vereinigungstheorie, die zumindest laut Wikipedia gesellschaftlicher Konsens ist. Im Lawblog stand da kürzlich auch was zu. Finden den Beitrag leider nicht mehr.
Sir Richfield hat geschrieben:Sei mir bitte nicht böse, aber nachdem ich dein Verständnis von "Recht" gelesen habe, bin ich der Meinung, dass ein Diskurs zwischen uns keinen Sinn mehr hat.
Nein, ich bin dir keineswegs böse. Ich sehe die Diskussion auch nirgendwo hinführen. Ich kann nur dabei bleiben, dass mir in euren Texten einfach Argumente fehlen um etwas anders zu interpretieren. Deine Definition von bestimmten Worten kann ich nun mal nicht vorher erahnen.