SethSteiner hat geschrieben:Du unterschlägst dabei, sicherlich komplett unabsichtlich, dass es zwei unterschiedliche Phänomene sind und der Umgang damit auch unterschiedlich ist. Klischeehaft präsentierte Frauen sind eben das, ein Klischee. Das entsteht aus der häufigen Verwendung, Genreübergreifend. Eine systematische, ähnliche oder gleiche Darstellung ist was anderes als irgendeine Nische wie Pornospiele.
Streiche bitte das "Klischee" aus meinem Text und ersetze es durch "aufs sexuelle reduziert".
Der Vergleich war tatsächlich etwas doof formuliert.
SethSteiner hat geschrieben:Niemand der ein Spiel spielt, in dem Frauen stereotyp dargestellt werden, wird unterstellt er seie krank, hätte nicht alle Tassen im Schrank oder sonst eine Störung. Beim anderen ist das durchaus der Fall.
In den Anita threads gab es das zuhauf, selbst "the man behind Sarkeesian" bläst in das Rohr.
SethSteiner hat geschrieben:Von demher, existiert hier kein Widerspruch bei Armin oder sonst jemanden, der die Darstellung von Frauen in Videospielen oder anderen Medien kritisiert.
Mein Text richtete sich eigentlich ausschließlich an Armin (was nicht heißen soll das ich Deine Meinung nicht hören will/respektiere).
Selbst wenn (was ich ja bereits oben korrigiert habe) es um das stereotype Bild der Frau in Videospielen vs Plantagen Simulator nebst "da gehört das schwarze Pack hin, auf die Baumwoll Plantage" und "abends wird das Pack verprügelt und vergewaltigt" geht, es sind doch immer noch Pixel, oder?
Daher finde ich
seinen Doppelmoral Vorwurf so deplaziert.
btw trifft es sein post mMn ziemlich genau:
XprimeX hat geschrieben:Solche Spiele richten sich wohl eher nicht an die breite Spielgemeinde wie ein Mariospiel, Final Fantasy, Forza, Uncharted und Konsorten, agree? Es richtet sich nicht an die Spieler, die sich fordern wollen wie Dark Souls, Hard Corps und Co. Nicht an die Teamplayer, die sich miteinander messen wollen wie Counter Strike, Battlefield etc. An wen richten sich die Spiele? Wer ist potenziell empfänglich für diese Spiele (es können auch Filme sein, egal) und wer wird das Spiel am Ende in den Augen der Entwickler spielen wollen? Entwickler und Regisseure haben nunmal in meinen Augen ein Stück weit Verantwortung für die Inhalte, die sie in ihren Spielen thematisieren und ich würde mir einen etwas differenzierteren Umgang mit heiklen Themen dieser Art wünschen, vor allem aber, was ein solches Spiel bei möglichen Interessenten für eine Wirkung hat. Natürlich sind es "nur" Pixel oder gestellte Szenen und keine realen Taten, Gott sei Dank. Bloß finde ich es bedenklich, sowas in seiner Freizeit unter dem Aspekt der Unterhaltung zu konsumieren. Braucht man das wirklich? Ist das die künstlerische Freiheit und allgemeine Toleranz, für die Leute Jahrhundertelang gekämpft haben, damit 2015 jede erdenkliche Gräueltat verfilmt oder in Spielform erscheinen kann, die zur Unterhaltung einer durchaus überschaubaren Zielgruppe dient und am Ende jeder die Verantwortung den anderen überlässt? Damit man all das am besten noch mit ruhigem Gewissen tun kann und es ein Stück weit "salonfähig wird"?
Klar ist es jedem selbst überlassen, ob er das tut oder nicht - es ist aber auch jedem selbst überlassen, wie er über Konsumenten eines solchen Mediums denkt...
Schreibe vom Smartphone aus, sorry für den "Doppelpost".