PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlöse hinter sich gelassen

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Temeter 
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlö

Beitrag von Temeter  »

Es geht mir auch nur um Tendenzen, keine generellen Regeln. Child of Light ist afaik kein AAA, oder?
Nanimonai
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlö

Beitrag von Nanimonai »

Temeter  hat geschrieben:Publisher hingegen wollen vor allem Spiele, die die maximal mögliche Zahl von möglichen Spielern tolerieren kann, und noch kauft. Daraus leitet sich z.B. der Sequel-Wahn ab: Man kauf eher die Nachfolger von Spielen, die man mochte. Und deswegen werden keine interessanten und unkonventionellen Spiele produziert, sondern Endlossequels bis zur kreativen Degeneration der Reihe.

Daraus ergibt sich schlichtweg die Tendenz, lieber ein schlechteres Spiel mit größeren Erfolgschancen zu machen, und die Widersprüche in der Methode werden zumeist ignoriert. Diese Praxis zieht sich generell durch AAA-Titel, und ist, wie ich denke, auch Kern eurer Diskussion.
Ich verstehe, was Du meinst, aber ich sehe darin einfach das Problem der Pauschalunterstellung, dass ein konventionelles Spiel, besonders im Falle von Sequels, die einem erfolgreichen Vorgänger folgen, auch gleichzeitig ein schlechtes Spiel ist oder jedenfalls die Tendenz hat, ein schlechteres Spiel zu sein.

Nehmen wir mal ein klassisches Beispiel: Call of Duty. Die Definition des auf den Massenmarkt angepassten Shooters. Der spielbare Michael Bay Film.
Ist das schlecht? Und war das immer schon schlecht?
Ich denke niemand hier wird behaupten, dass die ersten Call of Duty Spiele schlecht waren, es waren hervorragende Shooter, die in keiner LAN-Party fehlen durften. Sind rein objektiv betrachtet die neueren Teile spielerisch und qualitativ schlechter? Nein. Sie sind höchstens verbrauchter, ausgelutschter, wenn man die Vorgänger gespielt hat, aber objektiv gesehen schlechtere Spiele sind sie nicht.

Anderes Beispiel: Die Souls Reihe. Niemand würde wohl behaupten, dass es sich dabei um schlechte Spiele handelt. Ich prophezeie aber, dass wenn FROM Software den gleichen Weg gehen würde wie die CoD-Reihe und sie den Erfolg, den der letzte Teil hatte, noch steigern könnten, würden in zehn Jahren nach dem vierzehnten Sequel ebenfalls im 4Players Forum ganz viele User unterstellen, dass es alles auf den Massenmarkt getrimmte, schlechte Spiele sind.

Noch ein Beispiel: Assassin´s Creed. Ursprünglich ein Nischenspiel. Mutig, innovativ, anders als (fast) alles andere und dafür auch von vielen gefeiert, trotz einiger spielerischer Mängel. Mittlerweile gilt auch diese Reihe als das definitive Massenmarktprodukt, auf den schnellen Dollar ausgelegt und von gerade Core Gamern als schlecht bezeichnet. Objektiv betrachtet sind aber die neueren Teile auch nicht schlechter als die Vorgänger.

Was ich in sehr vielen Kommentaren unterschwellig spüre, ist eine pauschale Abwertung des Massenmarktes und eine pauschale Abneigung dem Mainstream gegenüber. Was man früher mal toll fand, "darf" man als ernsthafter Spieler heute nicht mehr toll finden, weil man sich selbst von den ganzen unerfahrenen Casuals abgrenzen möchte. Die Masse findet es super? Dann muss es schlecht sein.
Dieses Elitedenken stört mich, denn es kommt in erster Linie von den selbst ernannten Core-Gamern, die sich mit solchen Aussagen eine Stufe über "die Anderen" stellen möchten.
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sphinx2k
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlö

Beitrag von sphinx2k »

Nanimonai hat geschrieben: Was ich in sehr vielen Kommentaren unterschwellig spüre, ist eine pauschale Abwertung des Massenmarktes und eine pauschale Abneigung dem Mainstream gegenüber. Was man früher mal toll fand, "darf" man als ernsthafter Spieler heute nicht mehr toll finden, weil man sich selbst von den ganzen unerfahrenen Casuals abgrenzen möchte. Die Masse findet es super? Dann muss es schlecht sein.
Dieses Elitedenken stört mich, denn es kommt in erster Linie von den selbst ernannten Core-Gamern, die sich mit solchen Aussagen eine Stufe über "die Anderen" stellen möchten.
Ich verstehe was du meinst.
Ich denke es ist einfach der Frust das wir nahezu einen Stillstand haben. Wie du sagt die Spiele waren mal neu und Frisch und innerhalb ihrer Genre Grenzen Innovativ. Das Innovativ hat sich schon beim zweiten Teil eines Spiels erledigt da kann man noch Sagen "Ja die Fehler des ersten Teils wurden ausgebügelt jetzt ist es ein rundherum gutes Spiel". Beim dritten Teil ist es dann allerdings der dritte Aufguss mit dem selben Kaffeesatz und das ganze fängt stark an Geschmack zu verlieren.

Es muss eben ausreichend Neuerungen geben und das lassen diese Spiele leider zu Stark missen. Nur anders Setting/Grafik oder 2 - 3 neue Items/Fähigkeiten reicht eben nicht.
Nanimonai
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlö

Beitrag von Nanimonai »

sphinx2k hat geschrieben:Ich verstehe was du meinst.
Ich denke es ist einfach der Frust das wir nahezu einen Stillstand haben. Wie du sagt die Spiele waren mal neu und Frisch und innerhalb ihrer Genre Grenzen Innovativ. Das Innovativ hat sich schon beim zweiten Teil eines Spiels erledigt da kann man noch Sagen "Ja die Fehler des ersten Teils wurden ausgebügelt jetzt ist es ein rundherum gutes Spiel". Beim dritten Teil ist es dann allerdings der dritte Aufguss mit dem selben Kaffeesatz und das ganze fängt stark an Geschmack zu verlieren.

Es muss eben ausreichend Neuerungen geben und das lassen diese Spiele leider zu Stark missen. Nur anders Setting/Grafik oder 2 - 3 neue Items/Fähigkeiten reicht eben nicht.
Dieser ständige Drang nach Innovationen geht mir ab. Aber auch das ist leider eine gesellschaftliche Tendenz und aus meiner Sicht auch ein generelles Problem moderner Gesellschaften: Stillstand bedeutet Rückschritt. Es reicht nicht mehr aus, mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Es muss immer weiter nach vorne gehen, wer stehen bleibt, wird überholt.
Und weil unsere Gesellschaft das vorlebt und uns anerzieht, hält dieses Denken Einzug in nahezu jeden anderen Bereich des Lebens. Sei es beruflich oder privat, seien es Partnerschaften oder eben auch Computerspiele.

Die Auswahl an Computerspielen war nie größer als heute. Nie gab es mehr für jeden Geschmack, nie war es leichter, an genau das zu kommen, was man haben möchte. Letztendlich führt es aber leider dazu, dass die meisten Spiele nie durchgespielt werden, weil man sowieso noch x andere Spiele im Backlog hat, die auf einen warten. Also wird kurz angespielt, für mittelmäßig befunden und schnell weiter gegangen.

Das hat Vorteile, keine Frage. Aber ich glaube, dass dadurch auch so manche Perle in der Auster übersehen wird, die sich erst deutlich später zeigt als bei einem kurzen "Let´s Play".

Gleichzeitig muss man auch feststellen, dass es nur so viel Innovation gibt. Das Medium ist das gleiche wie vor 30 Jahren, die Eingabegeräte haben sich nicht geändert und somit sind auch die Interaktionsmöglichkeiten mit dem Medium darauf beschränkt.
Die technische Weiterentwicklung des Computers ändert grundlegende Spielmechaniken nicht. Ob ich meinen Mauszeiger auf dem Monitor bewege, um damit Dämonen aus Doom anzuvisieren oder Raumschiffe aus Star Citizen ist erst mal kein so großer Unterschied.
Irgendwann sind sämtliche Themen, Welten, Geschichten erzählt und tauchen nur in abgewandelter Form wieder auf, irgendwann sind alle Spielerperspektiven bekannt und irgendwann ist jedes Genre eine olle Kamelle.
Früher war alles innovativ, alles neu. Irgendwann konnte man springen, dann konnte man sich hinter einer Deckung verstecken, dann wurde aus einer 2D-Welt eine 3D-Welt, dann wurden lineare Welten offen, usw.

So lange sich aber nichts an den grundlegenden Möglichkeiten ändert, die ich als Spieler habe, um mit einem Programm zu interagieren, so schnell kommen wir zwangsläufig an die Grenze des Möglichen, an die Grenze der Innovation.
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Leon-x
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Re: PC-Spiele-Markt......

Beitrag von Leon-x »

Recht gut zusammengefasst. Sehe ich sehr ähnlich.
Früher waren es halt die recht jungen Leute die mit Videospiele aufgewachsen sind. Die stellten die breite Masse da und der Markt hat sich mit der Zeit angepasst. Man hat halt alles schon mal miterlebt. Nur heut wo diejenigen jetzt 30-40 aufwärts sind rücken jüngere Gamer wieder nach. Wie soll der Markt da die Interessen eines 18 Jährigen mit dem einer Person von 35 gleichstellen können. Ist halt langsam schwierig.
Es wird zwar immer Innovationen gefordert aber Serie die sich verändern niedergemacht. Siehe Final Fantasy. Man hat stetig versucht frischen Wind ins Gameplay zu bringen. Trotzdem wird danach gerufen es soll sich beim 15 Teil wie die ersten Generation anfühlen.
Was würde passieren wenn man das neue Unreal Tournament mit einer mehr innovativer Steuerungs- und Gameplaymöglichkeiten ausstattet? Glaub die alte Fanreihen wären da nicht so begeistert.

Wie man's macht ist halt manch mal falsch. Jeder erwartet was anderes zum Teil.
Ich versuch in allem was mich interessiert meinen Spielspaß zu finden. Solange die Steuerung dann nicht grottenschlecht ist klappt es auch ganz gut. Versuch den Hintergedanken der Entwickler zu verstehen. Selten dass ich ein Game, was mich von der Story und Charakteren interessiert, nicht durchspiele.
maho76
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen

Beitrag von maho76 »

Dieser ständige Drang nach Innovationen geht mir ab. Aber auch das ist leider eine gesellschaftliche Tendenz und aus meiner Sicht auch ein generelles Problem moderner Gesellschaften: Stillstand bedeutet Rückschritt. Es reicht nicht mehr aus, mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Es muss immer weiter nach vorne gehen, wer stehen bleibt, wird überholt.
Und weil unsere Gesellschaft das vorlebt und uns anerzieht, hält dieses Denken Einzug in nahezu jeden anderen Bereich des Lebens. Sei es beruflich oder privat, seien es Partnerschaften oder eben auch Computerspiele.

Die Auswahl an Computerspielen war nie größer als heute. Nie gab es mehr für jeden Geschmack, nie war es leichter, an genau das zu kommen, was man haben möchte.
das Problem ist doch (für "uns") dass diese Rechnung so nicht aufgeht, denn die spiele bewegen sich vom gameplay her NICHT in einem stillstand gegenüber früher, das gameplay wird immer weniger zugunsten des massenmarktes. awesomebutton, scriptevents für normales ingameplay (klettern/springen), QTE etc. etc.
würde man sich hier nicht dem untersten grad von grobmotorik und deren schnell erreichte frustgrenze anbiedern und spiele machen die eben nicht JEDER mit IQ < 12, 2 linken Händen, 12 Promille und freundinpalaver links Smartphone rechts durchspielen kann, dann wären wir alle wohl weit stiller, einfach weil man mehr vom spiel hätte. COD & CO haben uns damals an awesome-inszenierungen gewöhnt, hatten aber auch noch ein gutes grad an gameplay weil die ganzen Automatismen noch nicht vorhanden waren. dann wollten die Entwickler was neues bringen und haben sich leider dazu hinentwickelt das gameplay nicht mehr zu unterstützen sondern zu automatisieren (man nehme den qte aus halflife und glaube das wäre das entscheidende was das game gut macht > man pumpt so viele qte in sein game wie nur geht... und nach dem 5ten titel haben sich die leute dran gewöhnt und es ist neuer Standard). heutzutage schaue ich mir ja leider mehr interaktive filme an als zu zocken, vor allem eben im aaa-bereich. das ist die Kritik, und die ist beileibe nicht haltlos... wobei man allerdings sagen muss dass "wir" da eben auch nicht ganz unschuldig sind, denn wir wollten das ganze zeugs ja auch mal, aber eben gut dosiert und ins gameplay eingebunden, und nicht als ersatz dem eigentlichen spiel übergestülpt.
Nanimonai
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Re: PC-Spiele-Markt......

Beitrag von Nanimonai »

Leon-x hat geschrieben:Wie soll der Markt da die Interessen eines 18 Jährigen mit dem einer Person von 35 gleichstellen können. Ist halt langsam schwierig.
Ein wichtiger Hinweis, der in den kommenden Jahren vermutlich deutlich mehr Beachtung findet.
Die Generation, die mit Barbarian und Ports of Call aufgewachsen ist, wird wohl die erste Generation sein, die auch im Alter noch Zocker sind. Diese Zielgruppe wächst und wird aber leider vom Markt noch nicht sonderlich berücksichtigt. Die meisten Spiele richten sich da ja schon eher an ein jugendliches Publikum.

Aber da habe ich Hoffnung. Diese Zielgruppe hat Geld und wird zahlreich sein, es wäre unwirtschaftlich, sie nicht zu bedienen.
Ich freue mich auf meine Seniorenspiele in ein paar Jahrzehnten. :-)
Nanimonai
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen

Beitrag von Nanimonai »

maho76 hat geschrieben:...
Was das Thema Schwierigkeitsgrad angeht, gebe ich Dir recht.
Aber auch das liegt an uns, an der Gesellschaft. Man hat als Spielentwickler keine Zeit mehr, die Leute von seinen Spielen zu überzeugen. Stirbt man zweimal an derselben Stelle, kommt das Spiel ins Regal. Wer will sich denn heute schon die Zähne ausbeißen...? (Ich!)
Das geht ja sogar schon so weit, dass sich einige Leute ingame-Hilfsmittel kaufen, um ein Spiel schneller beenden zu können. Ich frage mich, wann der erste nach Einlegen einer Bluray Geld dafür ausgibt, vom Anfangsmenü direkt zu den Credits springen zu können.
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Temeter 
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlö

Beitrag von Temeter  »

Natürlich pauschalisieren wir hier. Ein Deus Ex HR hat trotz zentraler Schwächen und Nähe zum Mainstream ein par richtig tolle Ideen, wegen den wir es allgemein sogar als würdigen Nachfolger eines Deus Ex feiern.

Call of Duty wurde tatsächlich schlechter. Nehmen wir die Hauptreihe: Schon CoD 2 brachte Designsünden wie unendlich nachspawnende Gegner ein. CoD5 (MW2) führte erst das Bay-Schema richtig ein, was anfangs sehr unterhaltsam war, sich aber auch schnell abnutzte. Das Gameplay rückte in den Hintergrund, außerdem wurde die Waffenmechanik kastriert, wodurch sich Gewehre wie Laserwaffen anfühlen. Die MP-Balance litt außerdem unter dem Mainstream-Anspruch, weil man OP-Waffen für Anfängern einführte - die allseits beliebte Noobtube und G18. MW3 war bereits ein schlechtes Spiel. Ghost ist ein richtig mieses. Das hat auch nichts damit zu tun, dass es ausgelutscht wäre.
Dagegen zu argumentieren ist ein Kampf gegen Windmühlen, die Verschlechterungen sind einfach zu offensichtlich.

Dein Dark Souls-Argument ist völlig daneben, weil es rein hypotetisch ist, und vorraussetzt, dass deine Annahmen alle Richtig sind. Tatsächlich lese ich zu Dark Souls 2 leichte Kritik, wie mehr unfaire Situationen, und ein nicht ganz so perfektes Weltdesign wie in DkS2. Hört sich nach relevanten Punkten an.

Assassins Creed ist weder ein Nischenspiel, noch mutig oder innovativ. Nur eine neue Marke, mehr nicht. Die zentralen Gameplay-Probleme und der mangelnde Anspruch, also das sinnlose Kampfsystem und schwache Stealthmechanik, existierten schon in Teil 1. AC2 steigerte die Formel. Und danach bekommen wir einen Abklatsch nach dem anderen. Qualitativ mögen sie auf ähnlichem Level zu sein, dennoch ist das ständige kopieren der eigenen Fehler sehr wohl wert zu kritisieren. Außerdem zieht man die Story immer mehr in die Länge, wodurch ein wichtiger Teil der Spiele durchaus schlechter wird.

Du unterstellst anderen Leuten gerade Elitedenken, während du selbst glaubst, Motivation und Denkweise anderer Leute im Internet durchschauen zu können. Das ist ziemlich arrogant. Vor allem, wenn jemand anders vielleicht einfach nur mehr Ahnung hat. Aber die Idee kommt dir gar nicht, oder?
Zuletzt geändert von Temeter  am 12.05.2014 18:33, insgesamt 1-mal geändert.
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sphinx2k
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlö

Beitrag von sphinx2k »

Nanimonai hat geschrieben:
Dieser ständige Drang nach Innovationen geht mir ab. Aber auch das ist leider eine gesellschaftliche Tendenz und aus meiner Sicht auch ein generelles Problem moderner Gesellschaften: Stillstand bedeutet Rückschritt. Es reicht nicht mehr aus, mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Es muss immer weiter nach vorne gehen, wer stehen bleibt, wird überholt.
Und weil unsere Gesellschaft das vorlebt und uns anerzieht, hält dieses Denken Einzug in nahezu jeden anderen Bereich des Lebens. Sei es beruflich oder privat, seien es Partnerschaften oder eben auch Computerspiele.
Himmel ich hab das Gefühl du interpretierst in meine aussage weit weit zu viel rein.

Die Auswahl an Computerspielen war nie größer als heute. Nie gab es mehr für jeden Geschmack, nie war es leichter, an genau das zu kommen, was man haben möchte. Letztendlich führt es aber leider dazu, dass die meisten Spiele nie durchgespielt werden, weil man sowieso noch x andere Spiele im Backlog hat, die auf einen warten. Also wird kurz angespielt, für mittelmäßig befunden und schnell weiter gegangen.
Dem stimme ich zu. Aber darauf wollte ich mit meiner Aussage auch nicht hinaus.
Das hat Vorteile, keine Frage. Aber ich glaube, dass dadurch auch so manche Perle in der Auster übersehen wird, die sich erst deutlich später zeigt als bei einem kurzen "Let´s Play".
Ganz bestimmt ich höre meist über Twitter und Co. von nem guten Spiel das sonst nicht mal in der Spielepresse auftaucht.
Gleichzeitig muss man auch feststellen, dass es nur so viel Innovation gibt. Das Medium ist das gleiche wie vor 30 Jahren, die Eingabegeräte haben sich nicht geändert und somit sind auch die Interaktionsmöglichkeiten mit dem Medium darauf beschränkt.
Die technische Weiterentwicklung des Computers ändert grundlegende Spielmechaniken nicht. Ob ich meinen Mauszeiger auf dem Monitor bewege, um damit Dämonen aus Doom anzuvisieren oder Raumschiffe aus Star Citizen ist erst mal kein so großer Unterschied.
Irgendwann sind sämtliche Themen, Welten, Geschichten erzählt und tauchen nur in abgewandelter Form wieder auf, irgendwann sind alle Spielerperspektiven bekannt und irgendwann ist jedes Genre eine olle Kamelle.
Früher war alles innovativ, alles neu. Irgendwann konnte man springen, dann konnte man sich hinter einer Deckung verstecken, dann wurde aus einer 2D-Welt eine 3D-Welt, dann wurden lineare Welten offen, usw.
Das ist auch richtig aber so weit darf man das Innovativ nicht runter brechen. Wenn man es so machen möchte gibt es alle Geschichten schon seit der Antike denn alles was heute da ist sind Varationen und Anpassungen der uralten Geschichts- Strukturen.
So lange sich aber nichts an den grundlegenden Möglichkeiten ändert, die ich als Spieler habe, um mit einem Programm zu interagieren, so schnell kommen wir zwangsläufig an die Grenze des Möglichen, an die Grenze der Innovation.
Ja wenn man es rein auf die Genres bezieht oder den Technischen Standpunkt.


Stillstand wie es bei den aktuellen Serien der Fall ist bedeutet für mich schlicht und ergreifend das ich eine neue Version nicht mehr kaufen "muss". Dann kann ich auch einfach die letzte Version noch mal Spielen.
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlö

Beitrag von Nanimonai »

Temeter  hat geschrieben:Du unterstellst anderen Leuten gerade Elitedenken, während du selbst glaubst, Motivation und Denkweise anderer Leute im Internet durchschauen zu können. Das ist ziemlich arrogant.
Stimmt.
Temeter  hat geschrieben: Vor allem, wenn jemand anders vielleicht einfach nur mehr Ahnung hat. Aber die Idee kommt dir gar nicht, oder?
Nein, die kommt mir nicht. Das deckt sich dann auch gut mit dem ersten Punkt.

Die Punkte, die ich geschildert habe, haben wenig mit "Ahnung" zu tun, also mit konkretem Wissen. Man muss nicht Spieledesign studiert haben um zu sagen, dass Call of Duty objektiv gesehen kein schlechtes Spiel ist. Ebenso AC in punkto Innovation und Mut. Als das Spiel erschienen ist, gab es nichts direkt vergleichbares im großen Stile.
Also worauf willst Du mit Deinem Punkt der "Ahnung" hinaus? Wo hast Du bzw. haben andere hier mehr "Ahnung" als ich bei den geschilderten Punkten?
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlö

Beitrag von Temeter  »

Nanimonai hat geschrieben:Man muss nicht Spieledesign studiert haben um zu sagen, dass Call of Duty objektiv gesehen kein schlechtes Spiel ist.
Sprich, du hast keine Ahnung von Spieldesign, meinst aber anhand objektiv nichtexistenter Kritierien die Qualität von Spielen einzuschätzen. Gegen 99% aller Spieler und nahezu der gesamten Spielepresse, die (zusätzlich zu dem durchschnittlichen Schimpansen) detailliert beschreiben kann, warum CoD1 und MW1 bessere Spiele als CoD Ghost sind.

Beispiele gefällig?
Schlechtes Storytelling, schlechte Story, schlechte Grafik, eintöniger Grafikstil, simpelste Waffenmechanik, uninspiriertes Leveldesign, miese KI, unfaire Szenarien, schlechtes Balancing, mieser Netcode, zynischer Patriotismus, etc...

Dagegen war Modern Warfare noch auf einem völlig anderen Level.
Ebenso AC in punkto Innovation und Mut. Als das Spiel erschienen ist, gab es nichts direkt vergleichbares im großen Stile.
Jep, der bis ins Mark gemainstreamte, anspruchslose, massentaugliche, multiplattforme, spirituelle Nachfolger der erfolgreichen Prince of Persia-Trilogie war unglaublich mutig und hatte ein nie dagewesenes Gameplay...
Also worauf willst Du mit Deinem Punkt der "Ahnung" hinaus? Wo hast Du bzw. haben andere hier mehr "Ahnung" als ich bei den geschilderten Punkten?
Offensichtlich hast du mehr Ahnung als jeder andere hier, und es war von dir natürlich völlig beabsichtigt, unzählige falsche Behauptungen aufzustellen und deine eigene Meinung als Fakt darzustellen, selbst, wenn kaum jemand sie teilt. Selbstverständlich. :lol:
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlö

Beitrag von Nanimonai »

Temeter  hat geschrieben:Gegen 99% aller Spieler und nahezu der gesamten Spielepresse, die (zusätzlich zu dem durchschnittlichen Schimpansen) detailliert beschreiben kann, warum CoD1 und MW1 bessere Spiele als CoD Ghost sind.
Ich habe Ghosts doch nie erwähnt, kann und will das selbst auch gar nicht beurteilen, weil ich es nie gespielt habe. MW1 war der letzte Teil, den ich aktiv gespielt habe, also beziehe ich mich maximal auf den, wenn ich sage, dass Call of Duty objektiv gesehen kein schlechtes Spiel ist.
Wir kommen dann ja auch sehr schnell in den Bereich, in dem wir abgrenzen müssen, aber wann etwas ein schlechtes Spiel ist und ab wann es eigentlich noch ok ist. Ghosts ist zumindest in der Presse als "ok" durchgegangen.
Temeter  hat geschrieben: Offensichtlich hast du mehr Ahnung als jeder andere hier, und es war von dir natürlich völlig beabsichtigt, unzählige falsche Behauptungen aufzustellen und deine eigene Meinung als Fakt darzustellen, selbst, wenn kaum jemand sie teilt. Selbstverständlich. :lol:
Welche unzähligen falschen Behauptungen? Führ sie mir vor, dann können wir darüber reden.
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlö

Beitrag von Temeter  »

Nanimonai hat geschrieben:Welche unzähligen falschen Behauptungen? Führ sie mir vor, dann können wir darüber reden.
Politiker? Oder spielst du zufällig Poker?
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Re: PC-Spiele-Markt hat die Konsolen in Bezug auf Umsatzerlö

Beitrag von Nanimonai »

Temeter  hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Welche unzähligen falschen Behauptungen? Führ sie mir vor, dann können wir darüber reden.
Politiker? Oder spielst du zufällig Poker?
Poker. Und momentan Hearthstone, wenn es Dir um Kartenspiele geht.