Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Nanimonai
Beiträge: 5637
Registriert: 10.11.2007 01:02
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben: ich wette, steam hat durch die deals mehr raubkopierer zu käufern gemacht als jeder kopierschutz zuvor, und, beide seiten hatten etwas davon!
Steam IST ein Kopierschutz.

Du verteidigst steam und prangerst Online-Zwang, Account-Bindung und Kopierschutzmechanismen an? Das ist absurd.
Benutzeravatar
danke15jahre4p
Beiträge: 16763
Registriert: 21.04.2006 16:18
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von danke15jahre4p »

Nanimonai hat geschrieben:Ne, komm, das ist zu einfach. Warum möchtest Du Dich nicht mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass Schwarzkopien vielleicht doch einfach schädlich sind für die Industrie und deren Investoren? Ist das wirklich so abwegig?
abwegig nur wenn du der raubkopie jeglichen porsitiven nutzen absprichst!

und allein wenn es nur die anschaffung einer xbox ist um sie zu modden, oder einer noch größeren festplatte mit mehreren terrabytes um die daten unterzubringen!

oder erklär mir warum nach der schließung von megaupload zum beispiel keine signifikante steigerung an den kinokassen verzeichnet werden konnte, sogar im gegenteil der umsatz gesunken ist!?

http://www.sueddeutsche.de/digital/uner ... -1.1532688

ich finde du machst es dir zu einfach, zu sagen, stopp mit raubkopien und allen geht es besser, ist zu kurz gedacht!

greetingz
Benutzeravatar
Lord Hesketh-Fortescue
Beiträge: 867
Registriert: 26.04.2013 22:40
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

t1gg0 hat geschrieben:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:
PanzerGrenadiere hat geschrieben:ich bin 25 und habe/hätte das geld. es eine frage von prinzipien.
Ist ok. Für mich selbst würde ich diese Formen der "Rechtfertigungen" nicht gelten lassen. Das geht einfach nicht (mehr), das wäre Selbstbetrug. Aber ich muss da bei anderen nun wirklich nicht den Moralisten raushängen lassen. Das Zeigefingergefuchtel überlasse ich anderen.
[...]
Ich lasse keine Ausrede gelten wenn es um "Diebstahl" geht. Da können wir dann auch gleich anfangen drüber zu diskutieren ob ein Autodiebstahl weniger schlimm ist wenn ihn ein 14 jähriger begeht, weil er ja noch soooo jung ist und (angeblich) nicht weiß was er da anstellt. Oder ob Steuerbetrug moralisch weniger Schlimm ist wenn er nur 50.000 statt 500.000 EUR beträgt.
Da kann ich auch nicht hinstehen und sagen: "Hey, aber der Staat hat angefangen! Ich bin doch unschuldig. So viele Steuern, wie soll man da noch Leben können ? Ich mach Steuerbetrug weil es mein Prinzip ist!" *wälzt sich auf seinem Geldberg*
Nur weil jemand wenig Geld hat, erlaubt ihm das nicht die Produkte anderer zu klauen. Egal ob Filme, Spiele, Serien, Musik oder sonst was.
Ganz kurz noch mal zum Stichwort Bagatellisierung von Straftaten. Zunächst mal ist es natürlich ein großer Unterschied, ob ein 14-Jähriger ein Auto klaut oder ein 40-jähriger mündiger Erwachsener. Nicht im Resultat für den Geschädigten, aber im beigemesenen Unrecht und der Strafe. Das aber nur am Rande.
Dass Schwarzkopieren illegal ist, ist Fakt. Dass Rechteinhaber, die ihr geistiges Eigentum geschützt haben wollen, ein Anrecht auf diesen Schutz haben, sollte ebenso klar sein. Der klügere und nachhaltigere Weg wäre sicherlich, sich v.a. um den zahlenden Kunden zu kümmern (ihm sozusagen den Arsch zu pudern statt ihm diesen mit zahlreichen Restriktionen ordentlich zu versohlen^^). Aber wer diesen Weg der Kontrolle und des Zwangs gehen möchte, muss das im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und im Sinne einer Interessengerechtigkeit tun dürfen. Wer dann dagegen verstößt, handelt strafbar. Soweit die Theorie.

In der Praxis wird Schwarzkopieren aber gerne bagatellisiert, weil es a) überwiegend von Jugendlichen begangen wird und b) digitale Güter ubiqitär und unendlich oft vorhanden sind. Zudem ist die Frage nach dem realen Schaden schlicht und ergreifend nicht zu beantworten, so dass die Sache immer einen Touch von Prinzipienreiterei bekommt. Diese Bagatellisierung in der Praxis findet übrigens nach meiner Erfahrung keineswegs nur auf Gamerseite statt. Aus meiner Studienzeit kenne ich selbst noch zwei Staatsanwälte, und früher hatten wir auch einen Polizisten im Bekanntenkreis. Keiner, wirklich KEINER von denen hatte (in seiner Privatmeinung freilich) auch nur einen Millimeter Bock, sich sich um Hänschen und Kevin zu kümmern, die am besten noch auf Omas Heimcomputer sich das neuste CoD gesaugt haben. KEINER hat ein gutes Haar an dem Abmahn-Irrsinn gelassen, der nach der Strafverfolgung noch zivil über diese Leute hereinbricht. Mit ihren Abmahn-Bluthunden hat sich die Anwaltschaft auch imagemäßig nicht gerade mit Ruhm bekleckert. ALLE von denen finden Schwarzkopieren grundsätzlich nicht in Ordnung, sind auch an der Verfolgung der Strukturen/Ursachen interessiert, den Kim Dotcoms, den Filesharingbetreibern. Aber dieses ätzende Klein-Klein, den raubmordkopierenden Kiddies hinterherzurennen, während der eigene Schreibtisch vor wesentlich wichtigeren Akten (z.B. Diebstahl oder Steuerbertrug :wink: ) förmlich überquillt, da hat sich keiner drüber gefreut.

Ist alles nicht repräsentativ. Andere haben womöglich ganz andere Erfahrungen gemacht und halten auch die Verfolgung von Hänschen und Kevin für furchtbar wichtig. Aus meiner Sicht stellt sich das Geschrei nach Härte und Konsequenz doch ganz überwiegend als Prinzipenreiterei, Moralismus und Kampf gegen Windmühlen dar. Und das ist ja auch nicht verboten. Das halt nochmal zum Thema Bagatellisierung, so wie ich sie sehe. Dass sich Schwarzkopierer selbst gern wie Würmer winden und sich beim Versuch, sich die Sache mit abstrusen Rechtfertigungen auf Biegen und Brechen legitim zu schwadronieren, steht auf einem anderen Blatt und JA, das kann bisweilen nerven, keine Frage. Da bin ich ja ganz eurer Meinung.
Benutzeravatar
danke15jahre4p
Beiträge: 16763
Registriert: 21.04.2006 16:18
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von danke15jahre4p »

Nanimonai hat geschrieben:
leifman hat geschrieben: ich wette, steam hat durch die deals mehr raubkopierer zu käufern gemacht als jeder kopierschutz zuvor, und, beide seiten hatten etwas davon!
Steam IST ein Kopierschutz.

Du verteidigst steam und prangerst Online-Zwang, Account-Bindung und Kopierschutzmechanismen an? Das ist absurd.
nein, es ging hier nicht um steam als kopierschutz mechanismus sondern um steam als anbieter von software zu einem geringen preis, du hast doch von mir gefordert zu erläutern warum anbieter nicht ihre software günstiger oder für lau anbieten um reichweite zu generieren, daraufhin habe ich nur geantwortet, dass steam dies begrenzt schon mit erfolg macht!

greetingz
johndoe805681
Beiträge: 1310
Registriert: 29.12.2008 16:51
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von johndoe805681 »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: Ganz kurz noch mal zum Stichwort Bagatellisierung von Straftaten. Zunächst mal ist es natürlich ein großer Unterschied, ob ein 14-Jähriger ein Auto klaut oder ein 40-jähriger mündiger Erwachsener. Nicht im Resultat für den Geschädigten, aber im beigemesenen Unrecht und der Strafe. Das aber nur am Rande.
Dass Schwarzkopieren illegal ist, ist Fakt. Dass Rechteinhaber, die ihr geistiges Eigentum geschützt haben wollen, ein Anrecht auf diesen Schutz haben, sollte ebenso klar sein. Der klügere und nachhaltigere Weg wäre sicherlich, sich v.a. um den zahlenden Kunden zu kümmern (ihm sozusagen den Arsch zu pudern statt ihm diesen mit zahlreichen Restriktionen ordentlich zu versohlen^^). Aber wer diesen Weg der Kontrolle und des Zwangs gehen möchte, muss das im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und im Sinne einer Interessengerechtigkeit tun dürfen. Wer dann dagegen verstößt, handelt strafbar. Soweit die Theorie.

In der Praxis wird Schwarzkopieren aber gerne bagatellisiert, weil es a) überwiegend von Jugendlichen begangen wird und b) digitale Güter ubiqitär und unendlich oft vorhanden sind. Zudem ist die Frage nach dem realen Schaden schlicht und ergreifend nicht zu beantworten, so dass die Sache immer einen Touch von Prinzipienreiterei bekommt. Diese Bagatellisierung in der Praxis findet übrigens nach meiner Erfahrung keineswegs nur auf Gamerseite statt. Aus meiner Studienzeit kenne ich selbst noch zwei Staatsanwälte, und früher hatten wir auch einen Polizisten im Bekanntenkreis. Keiner, wirklich KEINER von denen hatte (in seiner Privatmeinung freilich) auch nur einen Millimeter Bock, sich sich um Hänschen und Kevin zu kümmern, die am besten noch auf Omas Heimcomputer sich das neuste CoD gesaugt haben. KEINER hat ein gutes Haar an dem Abmahn-Irrsinn gelassen, der nach der Strafverfolgung noch zivil über diese Leute hereinbricht. Mit ihren Abmahn-Bluthunden hat sich die Anwaltschaft auch imagemäßig nicht gerade mit Ruhm bekleckert. ALLE von denen finden Schwarzkopieren grundsätzlich nicht in Ordnung, sind auch an der Verfolgung der Strukturen/Ursachen interessiert, den Kim Dotcoms, den Filesharingbetreibern. Aber dieses ätzende Klein-Klein, den raubmordkopierenden Kiddies hinterherzurennen, während der eigene Schreibtisch vor wesentlich wichtigeren Akten (z.B. Diebstahl oder Steuerbertrug :wink: ) förmlich überquillt, da hat sich keiner drüber gefreut.

Ist alles nicht repräsentativ. Andere haben womöglich ganz andere Erfahrungen gemacht und halten auch die Verfolgung von Hänschen und Kevin für furchtbar wichtig. Aus meiner Sicht stellt sich das Geschrei nach Härte und Konsequenz doch ganz überwiegend als Prinzipenreiterei, Moralismus und Kampf gegen Windmühlen dar. Und das ist ja auch nicht verboten. Das halt nochmal zum Thema Bagatellisierung, so wie ich sie sehe. Dass sich Schwarzkopierer selbst gern wie Würmer winden und sich beim Versuch, sich die Sache mit abstrusen Rechtfertigungen auf Biegen und Brechen legitim zu schwadronieren, steht auf einem anderen Blatt und JA, das kann bisweilen nerven, keine Frage. Da bin ich ja ganz eurer Meinung.
Schön wenn wir einer Meinung sind :)

Btw: Der Polizist aus meinem Freundeskreis ist einer der schlimmsten Raubkopierer :lol:
Nanimonai
Beiträge: 5637
Registriert: 10.11.2007 01:02
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:
leifman hat geschrieben: ich wette, steam hat durch die deals mehr raubkopierer zu käufern gemacht als jeder kopierschutz zuvor, und, beide seiten hatten etwas davon!
Steam IST ein Kopierschutz.

Du verteidigst steam und prangerst Online-Zwang, Account-Bindung und Kopierschutzmechanismen an? Das ist absurd.
nein, es ging hier nicht um steam als kopierschutz mechanismus sondern um steam als anbieter von software zu einem geringen preis, du hast doch von mir gefordert zu erläutern warum anbieter nicht ihre software günstiger oder für lau anbieten um reichweite zu generieren, daraufhin habe ich nur geantwortet, dass steam dies begrenzt schon mit erfolg macht!
Ist Dir klar, dass Du damit Deine eigene Argumentation aushebelst?
Warum sollte die illegale, DRM-freie Schwarzkopie den Markt ankurbeln, wenn Steam das mit einem der schärfsten DRM-Systeme inklusive Nutzerentrechtung spielend schafft?
Was gibt es da noch für ein Argument FÜR die illegale Schwarzkopie als Verbesserung der Marktsituation für alle Beteiligten?
Nanimonai
Beiträge: 5637
Registriert: 10.11.2007 01:02
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben: ich finde du machst es dir zu einfach, zu sagen, stopp mit raubkopien und allen geht es besser, ist zu kurz gedacht!
Wem geht es ohne Schwarzkopie schlechter?
Und warum?
johndoe805681
Beiträge: 1310
Registriert: 29.12.2008 16:51
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von johndoe805681 »

Nanimonai hat geschrieben:
leifman hat geschrieben: ich finde du machst es dir zu einfach, zu sagen, stopp mit raubkopien und allen geht es besser, ist zu kurz gedacht!
Wem geht es ohne Schwarzkopie schlechter?
Und warum?
Das Problem ist ja allgemein eher, dass Raubkopierer sich eben gern als "Robin Hood" gegen die böse Spieleindustrie sehen - das Geld aber eben nicht an die Armen verteilen, sondern es behalten.
Somit sind sie am Ende doch nur eins: ganz gewöhnliche Diebe.
Benutzeravatar
danke15jahre4p
Beiträge: 16763
Registriert: 21.04.2006 16:18
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von danke15jahre4p »

Nanimonai hat geschrieben:
leifman hat geschrieben:nein, es ging hier nicht um steam als kopierschutz mechanismus sondern um steam als anbieter von software zu einem geringen preis, du hast doch von mir gefordert zu erläutern warum anbieter nicht ihre software günstiger oder für lau anbieten um reichweite zu generieren, daraufhin habe ich nur geantwortet, dass steam dies begrenzt schon mit erfolg macht!
Ist Dir klar, dass Du damit Deine eigene Argumentation aushebelst?
Warum sollte die illegale, DRM-freie Schwarzkopie den Markt ankurbeln, wenn Steam das mit einem der schärfsten DRM-Systeme inklusive Nutzerentrechtung spielend schafft?
Was gibt es da noch für ein Argument FÜR die illegale Schwarzkopie als Verbesserung der Marktsituation für alle Beteiligten?
weil es immernoch genug leute gibt, die sich ein spiel nicht kaufen auch wenn es 3 euro kostet, die hätten sich das spiel aber auch nicht gekauft wenn es nicht kopierbar gewesen wäre, dennoch bleiben diese leute zahlenden kunden, sei es hardware, sei es spielezeitschriften, sei es datenträger, sei es die internetflat, sei es größere monitore usw.

wenn du einer gruppe, nämlich der gruppe die sich keine spiele kaufen können oder wollen den softwarenachschub komplett unterbindest, ist es dann nicht logisch, dass andere witschaftszweige auch darunter leiden?

wenn sich leute bisher immer benzin geklaut haben um das auto zu tanken, und denen machst du denen den klau unmöglich, ist doch klar das dann keine neuen reifen gekauft werden, keine neue musikanlage fürs auto, keine ersatzglühbirnen, kein ölwechsel mehr usw., weil die leute nicht mehr fahren können!

schaffst du es alle raubkopieren zu unterbinden, schadest du dem gesamten markt, du entziehst ihm geld! denn warum sollte mehr geld hinzukommen wenn vorher nicht genug da war? durch drm-zwang? niemals!

desweiteren möchte ich dich bitten auf diesen artikel einzugehen:

http://www.sueddeutsche.de/digital/uner ... -1.1532688
Die Forscher vermuten, dass durch den Stopp des Filehosting-Dienstes die für kleinere Filmproduktionen essentielle Mundpropaganda seltener geworden sei, während das Blockbuster-Kino von teuren Marketingkampagnen profitiert.

Die Studie unterstütze damit die Theorie, dass "Filesharing als Mechanismus wirkt, der Informationen über eine Ware von Konsumenten mit niedriger Zahlungsbereitschaft an Konsumenten mit hoher Zahlungsbereitschaft weitergibt", heißt es in der Zusammenfassung des Textes. "Der Effekt der Informationsweitergabe durch illegale Downloads scheint für Filme mit kleinerem Zielpublikum besonders wichtig zu sein."
ist das alles auch so abwegig?

greetingz
Benutzeravatar
Asturaetus
Beiträge: 438
Registriert: 08.03.2012 12:39
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von Asturaetus »

Nanimonai hat geschrieben: Wem geht es ohne Schwarzkopie schlechter?
Und warum?
Wem geht es ohne Schwarzkopie besser?
Und warum?
johndoe805681
Beiträge: 1310
Registriert: 29.12.2008 16:51
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von johndoe805681 »

Asturaetus hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben: Wem geht es ohne Schwarzkopie schlechter?
Und warum?
Wem geht es ohne Schwarzkopie besser?
Und warum?
Die Frage stellst du echt?
Ich würde dir raten kein VWL Studium zu beginnen - ernsthaft. :lol:
Nanimonai
Beiträge: 5637
Registriert: 10.11.2007 01:02
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von Nanimonai »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: Dass Schwarzkopieren illegal ist, ist Fakt. Dass Rechteinhaber, die ihr geistiges Eigentum geschützt haben wollen, ein Anrecht auf diesen Schutz haben, sollte ebenso klar sein. Der klügere und nachhaltigere Weg wäre sicherlich, sich v.a. um den zahlenden Kunden zu kümmern (ihm sozusagen den Arsch zu pudern statt ihm diesen mit zahlreichen Restriktionen ordentlich zu versohlen^^). Aber wer diesen Weg der Kontrolle und des Zwangs gehen möchte, muss das im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und im Sinne einer Interessengerechtigkeit tun dürfen. Wer dann dagegen verstößt, handelt strafbar. Soweit die Theorie.
Ich plädiere da immer wieder, einen lösungsorientieren Ansatz zu fahren. Alles andere ergibt in meinen Augen keinen Sinn und ist vergebene Mühe.

Natürlich möchte ich als Spieler und Kunde Ernst genommen werden, in meinen Interessen wahrgenommen werden. Niemand hat Lust auf DRM-System, die mich als Kunden teilweise entrechten und mir einen Anbieter immer mit geladenem Colt in den Rücken stellen, der mein Tun und Handeln mit Argusaugen begutachtet.
Ich möchte gute Spiele, preiswert, ohne Zwänge.

Was also kann ich als Einzelner unternehmen, um die Situation zu verbessern?

1. Ich kaufe nur noch Produkte, die genau die Punkte, die mich stören, nicht beinhalten.
2. Bei allen anderen Produkten über ich Verzicht.

Es ist das Einzige, was ich wirklich lösungsorientiert machen kann. Alles andere ist kontraproduktiv.


Am Beispiel Privathaftpflichtversicherung wird es deutlich:

Ich wünsche mir niedrige Beiträge und einen guten Schadensservice.
Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass es sehr viele schwarze Schafe gibt, die das System der Privathaftpflicht durch kleine Versicherungsbetrügerein ausnutzen (Man braucht einen neuen Fernseher und lässt dafür die Privathaftpflicht eines Freundes einspringen indem man vorgibt, dass ihm der Fernseher beim Transport aus der Hand gefallen ist).
Ebenso gleichzeitig weiß ich, dass ich die Fehlverhalten dieser kleinen Betrüger mit finanzieren muss. Ich subventioniere sie durch steigende Versicherungsbeiträge und weniger Leistungen im Schadensfall.

Möchte ich meine Beiträge senken und einen guten Service im Schadensfall bekommen, ist es NICHT hilfreich, ebenso wie die anderen schwarzen Schafe dieses System auszunutzen und Versicherungsbetrug zu begehen.
Mache ich es dennoch, liege ICH der Allgemeinheit auf der Tasche und bin mitverantwortlich für steigende Kosten und sinkenden Service. Und dann kann und darf ich mich nicht einfach hinstellen und mich über sinkende Leistungen und steigende Kosten beklagen, denn ICH trage selbst eine Mitschuld daran.
Benutzeravatar
Asturaetus
Beiträge: 438
Registriert: 08.03.2012 12:39
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von Asturaetus »

t1gg0 hat geschrieben:
Asturaetus hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben: Wem geht es ohne Schwarzkopie schlechter?
Und warum?
Wem geht es ohne Schwarzkopie besser?
Und warum?
Die Frage stellst du echt?
Ich würde dir raten kein VWL Studium zu beginnen - ernsthaft. :lol:
Ist es keine legitime Frage die eines Nachweises bedarf?

Auf Faktenebene gibt es bisher nur eine belegbare Aussage in dem Zusammenhang:
Kopieren virtueller Güter stellt einen Gesetzesbruch dar.

Alle anderen Aussagen so logisch sie auch erscheinen bleiben bisweilen ohne Beleg.
Zuletzt geändert von Asturaetus am 28.04.2013 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
johndoe805681
Beiträge: 1310
Registriert: 29.12.2008 16:51
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von johndoe805681 »

Asturaetus hat geschrieben: Ist es keine legitime Frage die eines Nachweises bedarf?
Was willste denn da Nachweisen?

Die Abfolge ist logisch: Wenn keiner Raubkopiert gibt's kein DRM - weil nicht nötig. Ohne DRM verkaufen die Publisher mehr Games weil die Software durch den DRM Quatsch besser funktioniert - laut der Logik hier im Thread wäre dem ja so.
Nanimonai
Beiträge: 5637
Registriert: 10.11.2007 01:02
Persönliche Nachricht:

Re: Xbox 720: Always-on-DRM optional für Publisher?

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben: wenn sich leute bisher immer benzin geklaut haben um das auto zu tanken, und denen machst du denen den klau unmöglich, ist doch klar das dann keine neuen reifen gekauft werden, keine neue musikanlage fürs auto, keine ersatzglühbirnen, kein ölwechsel mehr usw., weil die leute nicht mehr fahren können!
Das würde den Benzinklau moralisch legitimieren, weil dadurch andere Wirtschaftszweige wachsen.

Das kannst Du auf alles und jeden beziehen.
Wir klauen alle einfach das, was wir brauchen um Geld für Dinge zu haben, die wir auch haben möchten.

Damit geben wir aber sämtliche zivilisatorischen Errungenschaften auf. Wir verlieren dadurch als Gesellschaft, als soziale Wesen. Dann haben wir Anarchie. Und das die nicht funktioniert, muss ich nicht näher erklären.

Weitest Du Deine Begründung aus, landest Du immer wieder an einem Punkt:
Menschen haben nur ein begrenztes Kapital zur Verfügung. Ist dieses Kapital aufgebraucht, ist jedes weitere Mittel recht, um dennoch alles zu bekommen, was man haben will.


Zum SZ-Artikel:
Ich habe in einigen der vergangenen Beiträge doch geschrieben, dass es natürlich werbewirksame Effekte durch Schwarzkopien gibt. Das hatten wir doch alles schon.
Aber wozu soll das dienen? Als Legitimation für Schwarzkopien?
Die Industrie hat wie jeder andere Mensch das Recht, falsche und richtige Entscheidungen zu treffen. Es ist nicht Deine Aufgabe oder die des Schwarzkopierers, der Industrie diese Entscheidung abzunehmen.

Wenn durch DRM und fehlende Schwarzkopien der Absatz rückläufig ist und sich die Spieleindustrie damit selbst ins Knie geschossen hat, dann liegt es an der Industrie und nur an ihr, damit umzugehen. Nicht an Dir. Nicht an Schwarzkopierern.