ronny_83 hat geschrieben:Gutmensch ist in der Umgangssprache zu einer Beleidigung geworden, die auch allzugerne hier im Forum angewendet wird. Den Begriff kann man nicht mehr für irgendetwas positives einsetzen, schon gar nicht für ehrenamtlich Tätige.
Kommt drauf an.. Ich arbeite im Pflegebereich und da gibt es 1-2 ehrenamtliche Helfer, die bei uns hohes Ansehen genießen und bei denen ich nie diese Bezeichnung verwenden würde. Da ist es, in der Tat absolut unangebracht.
Anders dagegen sieht es bei den vielen Leuten aus, die jetzt helfen, wo die Kameras auf sie gerichtet sind und ihre Bilder in der Zeitung. Von denen habe ich noch nie jemand bei meiner Arbeit gesehen, obwohl sie schon viele Jahre dringend gebraucht würden.
Ist leider so. Vielen geht es nicht wirklich darum Gutes zu tun, sondern darum sagen zu können "Ich bin ja Flüchtlingshelfer.." Das ist gerade total hipp. Ich kenne selbst ein paar solcher Leute.
Das sie dabei aber auch Leuten helfen, die aus Ländern "flüchten" wo viele Deutsche Urlaub machen (Tunesien, Marokko) und einem System Vorschub leisten, was mal so gar nichts mit Humanität zu tun hat, merkt keiner von denen.
Von dem Geld was hier verbraten wird, könnte man im Ausland so viel mehr Gutes tun.
Mich ärgert es halt extrem, dass sich diese Leute plötzlich aufspielen wie Mutter Theresa persönlich, während ich seit Jahren mit alten Menschen konfrontiert bin, die ihr Leben lang gearbeitet haben, Deutschland aus Trümmern wieder aufgebaut und einen schrecklichen Krieg erlebt haben und für die sich diese Superhelfer nie auch nur ein Stück interessiert haben.
Das macht mich sogar ziemlich wütend... Allerdings weiß ich auch, dass es nur ein Trend ist und diese Leute auch irgendwann feststellen werden, dass viele eben nicht die "edlen Wilden" sind, die die rot-grüne Sozialromantik immer suggeriert.
Warten wir es ab, die nächste Million ist bereits im Anmarsch. Bleibt für die Regierung nur zu hoffen, dass sich die Trendsetter nicht bald auf "the next big thing" stürzen, sonst wird es dramatisch.