Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

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Sundiver
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Sundiver »

Warum gibt ihr dieser Person...sorry Personin eine Plattform? Mir ist das sowas von egal was irgendwelche unterv****ten Emanzen von sich geben. Sind nur digitale Mädels. Kaum eine Frau die ich kenne( ja ich zock zwar bin aber das Gegenteil vom Kellernerd) interessiert sich dafür und zucken nur mit der Schulter. Schildkröten meckern ja auch nicht wenn Mario sie misshandelt...Oder meckern Deutsche,Russen oder Araber wenn sie als typische Feindbilder hingestellt werden?
Ich habe dieses Frauengejammere so satt...vor allen da ein Großteil, wenn nicht sogar die absolute Mehrheit der betr. Parteisich nicht dafür interessiert.
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Dominius
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Beitrag von Dominius »

Was mich dazu getrieben hat, die ganzen Kommentare durchzulesen, kann ich nicht sagen. Es zeigt nur, dass ich zurecht kleine Communities gegenüber großen vorziehe, weil in letzteren der Anteil der Idiot*innen exponentiell ansteigt.

Aber zum Thema:
Das aktuelle Video ist gut - ich bin froh, dass es endlich mal wieder eines gibt. Angesichts der Tatsache, dass jedes Video aber einen Shit..., äh, ein Myriade von Drohungen und Angriffen gegen Anita lostritt, ist es auch wichtig, dass sie auf sich achtet.
Die Reaktionen halten sich im erwartbaren Rahmen: Billiger Sexismus, das übliche GaGa-Gewäsch und halt die ganzen alten Geschichten, dass sie ja keiner Gamerin sein und sowieso und überhaupt - FULL MCINTOSH!

Aber eine sachliche Kritik an ihrem aktuellen Video? Fehlanzeige. Nicht, dass es bei anderen Videos anders gewesen wäre, aber diesmal ist die Stille doch unüberhörbar. Nicht, dass es bei anderen Videos fundierte Gegenargumente gegeben hätte. Nicht, dass bei anderen Videos recherchierte Konterfakten präsentiert worden wären. Nein.

Antia Sarkessian hat eine wichtige Diskussion angestoßen - eine, die längst überfällig war. Dass sich hier (und nicht nur hier, hier sind nur mehr Leute) dagegen wehren, zeigt, wie angebracht und notwendig diese Debatte immernoch ist - im Jahre 2015 im ach so aufgeklärten Europa. Diese Debatte wird auch nicht abflauen oder sich verdrängen lassen, nein, mehr dieser Debatten (etwa über Rassismus in Spielen) werden kommen. Wenn ein Kulturgut zum Massenphänomen wird, ist das unabänderlich. Sicherlich wird es auch die Unbelehrbaren geben, die nur spielen wollen und die sich für kulturelle Diskussionen nicht interessieren - aber die werden auch keinen Widerstand gegen Veränderungen leisten können. (So wie sich die *gidas nicht gegen die Realität einer Einwanderungsgesellschaft stellen können.)

Aber das ist schon wieder viel zu viel Geschwafel für dieses Forum.

P.S.: Kaum schreibe ich hier, erscheint ein Beitrags eines Geschöpfes namens "sundiver", dass das Klischee vom sexistischen, priviligierten Pseudo-Nerd nicht besser bestätigen könnte.
Highnrich
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Highnrich »

SethSteiner hat geschrieben:
Highnrich hat geschrieben:Doof, dass man in Schweden und Norwegen versucht hat Menschen krankhaft geschlechtsneutral zu erziehen, mit dem Ergebnis dass umso mehr Frauen in traditionelle Berufe gehen. Tja, doof gelaufen.
Es ist erstaunlich, wie gern konservative diesen Begriff benutzen, kennt man ja auch von anderen Themen, wo Angst vor Veränderung, Privilegien und Identitätsverlust vorherrschen bspw. bei der Ehe für Alle. .

Scheinheillig wie "progressive" von Ehe für alle sprechen, aber dann bei Polygamie und Heirat zwischen Geschwistern meinen das wäre nicht ok. oder ist das für später geplant, also scheibchenweise?

Entweder für alle oder nicht und der Ehe Begriff bleibt weiterhin Mann + Frau vorbehalten. Aber schwulen und transen das recht zu geben und Mehrehen und Heirat zwischen Geschwistern nicht ist ein bisschen widersprüchlich und schreit förmlich dass bei den progressiven kreisen einfach lobbygruppen vertreten werden , in dem fall die Homolobby

Was wäre so schlimm daran, wenn 3 erwachsene Brüder sich so sehr lieben und heiraten wollen, hmmmmm? Und wieso müssen die eigentlich erwachsen sein? Alter ist doch nur ein soziales Konstrukt! Ist es naturgegeben, dass ich das erst ab 18* 365 Tagen machen darf? Ich kann mich auch schon mit 11 Jahren erwachsen "fühlen" und dann muss man das respektieren, genauso wie ich mich als Mann als Frau "fühlen" kann oder als weißer mich schwarz fühlen kann um Minderheitenbonis abzusnacken ("transracialism" ist ja das neueste Ding der "progressives"). Wie du siehst, kann man eure progressiven Argumente bei ALLEM, wirklich ALLEM, einsetzen und andere Mundtot machen ;)
Zuletzt geändert von Highnrich am 02.09.2015 00:57, insgesamt 1-mal geändert.
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TheLaughingMan
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von TheLaughingMan »

Highnrich hat geschrieben:Was wäre so schlimm daran, wenn 3 Brüder sich so sehr lieben und heiraten wollen, hmmmmm?
Tatsächlich eine interessante Frage. Mit welcher Berechtigung will man 2 oder mehr zurechnungsfähigen Erwachsenen verbieten in einer Gemeinschaft zu leben und mitunter sexuell auch aktiv zu sein? Ich persönlich fände es abstoßend, aber mein persönliches Empfinden ist ja nicht der Maßstab für alle.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Highnrich »

TheLaughingMan hat geschrieben:
Highnrich hat geschrieben:Was wäre so schlimm daran, wenn 3 Brüder sich so sehr lieben und heiraten wollen, hmmmmm?
Tatsächlich eine interessante Frage. Mit welcher Berechtigung will man 2 oder mehr zurechnungsfähigen Erwachsenen verbieten in einer Gemeinschaft zu leben und mitunter sexuell auch aktiv zu sein? Ich persönlich fände es abstoßend, aber mein persönliches Empfinden ist ja nicht der Maßstab für alle.
Ganz einfach, weil man sich als Gesellschaft mal auf gewisse moralische Werte festgelegt hat, die sich über Jahrhunderte bewährt haben. Wenn man diese aufweicht und alle Werte für eine kleine Minderheit über bord wirft bzw ein Klima der Verfolung schafft für Leute, die an diesen Werten festhalten wollen (vermutlich >90%) , driftet man in den Totalitarismus ab bzw auch in Dekadenz, was den Untergang vieler Imperien zufolge hatte

Es ist eben nicht so, dass man "in wahrheit schwarz ist", nur weil man sich schwarz "fühlt", obwohl man weiß ist. Oder eine Frau ist, nur weil man sich als Frau fühlt, obwohl man ein Mann ist. Diese kleinen Wahrheiten darf man ja schon fast nicht mehr denken mittlerweile.

Zur Zeit sind Gefühle > all. Aber nur weil ich fühle, dass 2+2 = 5 ist, heißt das nicht, dass dies Realität entspricht. Ich hoffe ja, dass das nur ein Zeitgeist-Ding ist und bald wieder vorrübergeht.
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HerrRosa
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Re: Der übliche, peinliche Müll

Beitrag von HerrRosa »

Dominius hat geschrieben:Diese Debatte wird auch nicht abflauen oder sich verdrängen lassen, nein, mehr dieser Debatten (etwa über Rassismus in Spielen) werden kommen. Wenn ein Kulturgut zum Massenphänomen wird, ist das unabänderlich. Sicherlich wird es auch die Unbelehrbaren geben, die nur spielen wollen und die sich für kulturelle Diskussionen nicht interessieren - aber die werden auch keinen Widerstand gegen Veränderungen leisten können.
Aus reiner Neugier, wie werden sich diese Veränderungen deiner Meinung nach darstellen?
Highnrich
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Re: Der übliche, peinliche Müll

Beitrag von Highnrich »

MrPink hat geschrieben:
Dominius hat geschrieben:Diese Debatte wird auch nicht abflauen oder sich verdrängen lassen, nein, mehr dieser Debatten (etwa über Rassismus in Spielen) werden kommen. Wenn ein Kulturgut zum Massenphänomen wird, ist das unabänderlich. Sicherlich wird es auch die Unbelehrbaren geben, die nur spielen wollen und die sich für kulturelle Diskussionen nicht interessieren - aber die werden auch keinen Widerstand gegen Veränderungen leisten können.
Aus reiner Neugier, wie werden sich diese Veränderungen deiner Meinung nach darstellen?
Vermutlich quoten und checklisten zum abhaken für alles und jeden, womit letztendlich die künsterliche Freiheit flöten gehen wird und damit auch das interesse der Kunden.

Die Mehrheit, auch der Großteil innerhalb der Minderheiten, will das nicht, aber das interessiert die selbsternannten Weltverbesserer wie Sarkeesian nicht^^
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Dominius
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Dominius »

Highnrich hat geschrieben:
TheLaughingMan hat geschrieben:
Highnrich hat geschrieben:Was wäre so schlimm daran, wenn 3 Brüder sich so sehr lieben und heiraten wollen, hmmmmm?
Tatsächlich eine interessante Frage. Mit welcher Berechtigung will man 2 oder mehr zurechnungsfähigen Erwachsenen verbieten in einer Gemeinschaft zu leben und mitunter sexuell auch aktiv zu sein? Ich persönlich fände es abstoßend, aber mein persönliches Empfinden ist ja nicht der Maßstab für alle.
Ganz einfach, weil man sich als Gesellschaft mal auf gewisse moralische Werte festgelegt hat, die sich über Jahrhunderte bewährt haben. Wenn man diese aufweicht und alle Werte für eine kleine Minderheit über bord wirft bzw ein Klima der Verfolung schafft für Leute, die an diesen Werten festhalten wollen (vermutlich >90%) , driftet man in den Totalitarismus ab bzw auch in Dekadenz, was den Untergang vieler Imperien zufolge hatte

Es ist eben nicht so, dass man "in wahrheit schwarz ist", nur weil man sich schwarz "fühlt", obwohl man weiß ist. Oder eine Frau ist, nur weil man sich als Frau fühlt, obwohl man ein Mann ist. Diese kleinen Wahrheiten darf man ja schon fast nicht mehr denken mittlerweile.
Manchmal denke ich, die Untiefen der Heise-Foren sind schon der Abgrund, der zurückblickt. Dann erinnere ich mich daran, es noch die Kommentare bei PI-News gibt und im Verhältnis dazu ist alles ganz human. Danach rufe ich mir ins Bewusstsein, dass die rassistischen und sexistischen (oder in diesem Fall transphoben) Horden keine Mehrheiten repräsentieren - sondern eben nur diese jämmerlichen Horden.

Die Frage der "Ehe für alle" ist erstmal die Frage nach einer Öffnung der Ehe zu einer Gemeinschaft zweier volljähriger Personen. Alles darüber hinaus ist absichtliches Derailing und darum sollte ich das auch ignorieren und werde auch nicht darauf eingehen.
Stattdessen ein Schritt in die andere Richtung: Wieso sollten christliche und Muslime Personen heiraten dürfen? Wenn ich eine solche Frage aufwerfen würde, wäre der Aufschrei zurecht groß. Wie könnte ich es nur wagen, die Heiratsfähigkeit davon abhängig zu machen, welchen imaginären Blödsinn Leute glauben? Aber vor 80 Jahren war so eine Frage tatsächlich gesellschaftlich relevant und ich denke, in einigen Teilen der Welt ist sie es heute noch.
Rechte für Menschen zu schaffen und Diskriminierungen aufgrund bestimmter Merkmale (und auch Geschlecht ist ein solches) abzubauen ist nicht regressiv, sondern progressiv. Auch wenn eine Öffnung der Ehe nicht gleich die Vielehe oder die Geschwisterehe bedeutete, ist es ein progressiver Schritt. Es bedeutet ein mehr an Rechten - kein Mensch verliert dadurch. Daher können die einzigen, die (ernsthaft) dagegen sind, nur ideologisch verbrämte Ewiggestrige sein.

Und nein, es gibt keine "Werte", die sich über Jahrhunderte bewährt haben. Das ist konservativer Mythos. Welche "Werte" sollen das denn sein? Und wo sind die Quellen dafür, dass sie auch schon vor "Jahrhunderten" galten. Moral und Ethik sind schon immer eine Sache des Zeitgeistes gewesen und werden es vermutlich auch immer sein. Überhistorische Kontinuitäten zu zeichnen, zeugt nur von einer Unkenntnis der Materie.

P.S.: Wer sich mit Trans* nicht auskennt, sollte sich erstmal bilden, ansonsten aber besser zum Thema schweigen.
MrPink hat geschrieben:Aus reiner Neugier, wie werden sich diese Veränderungen deiner Meinung nach darstellen?
Wenn ich das wüsste, dann müsste ich hier nicht rumschreiben, sondern könnte damit gut Geld verdienen ;).
Nein, ich denke, es wird eine noch größere Diversität an Spielen geben und auch eine größere gesellschaftliche Akzeptanz. Sicherlich wird es noch die AAA-Militär-Shooter geben so wie es auch die Michael-Bay-Transformers-Filme gibt.
Aber daneben wird es auch Spieleprojekte geben, die Millionen (nicht Milliarden) umsetzen und die Dinge thematisieren oder diskutieren, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben. Ich meine, es gibt schon Titel wie "Gone Home" oder "Braid" oder "Proteus" oder oder - die nicht nur (oder gar nicht) durch ihre Mechanik, sondern eben auch durch ihr Setting überzeugen können.
Die Veränderungen sind ja schon längst im Gange.
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Sharkie
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Sharkie »

.:SleazeRocker:. hat geschrieben:Sexuelle Frustration Level 1000.
Das tut mir leid. Kopf hoch!
Highnrich
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Highnrich »

@Dominius Schön, es gibt auch Menschen, die sich als Hund fühlen, die sog. Otherkins und Furries. Schön, das dürfen diese Menschen. Ich werde sie dafür nicht beleidigen, physisch attackieren, oder Rechte absprechen maximal belächeln. Früher hat man diese Leute schizophrenie diagnostiziert. Ich wette, mit genug Lobbyarbeit und Medienwiksamen auftreten kann man es schaffen, dass auch solche Leute als normal angesehen werden (am besten noch quoten für Arbeitsplätze), weil man angst hat als nicht politisch korrekt dazustehen. Wenn man sich dann aber mit dem Durchschnittsbürger hinter vorgehaltener Hand unterhält, merkt man, dass sie es aber weiterhin nicht für normal halten, so wie es jetzt immer noch mit schwulen und transen ist. Weil es eben nicht normal ist, sonst wäre die Mehrheit schwul oder trans. Ist sie nicht. Normal ist, was die normalität ist und das ist, was die Mehrheit ist. Ich will ja garnicht, dass diesen Person irgendwelche Rechte entzogen (außer wenn sie die selbst aufgeben wollen, weil sie sich als Tier identifizieren^^). Aber ab dem moment wenn nur noch klientel Politik für solche mega-Minderheiten gemacht werden hört für mich halt der spaß auf.

Für mich hört es sich so an, wie wenn du am liebsten das komplette konservative politische Spektrum verbieten lassen würdest. Dann gibt es die Wahl nur zwischen dem linken und linksextremem bzw kommunistisch/authoritär bis anarchistischem Bereich. Ich finde es muss immer mehrere Positionen geben dürfen. Und wenn die Mehrheit konservativ eingestellt ist, dann muss das respektiert werden. Selbst der Marsch durch die Institutionen hat es nicht geschafft, die komplette deutsche Gesellschaft zu ent-konservativieren. Deshalb meine empfehlung, einfach ins progressive Paradies Schweden auswandern und versuchen aufzuhören hier die GEselschaft hier zu verändern, weil es nicht klappen wird ;)

Und was deine Veränderungen angeht. Keiner zwingt dich sexistische Spiele wie Super Mario zu konsumieren. Spiele wie Gone Home sind genau auf solche Nischen wie dich zugeschnitten. Aber bestimmt ist jeder, der Gone Home nicht als GOTY annimmt ein voll pöser konservativer Sexist und Super Mario Spieler sollten am liebsten ins Gulagg, wo sie 5 Wochen nur noch Gone Home spielen dürfen :D aber dass sowas wie Gone Home mal solche Zahlen wie das super sexistische GTA 5 hinlegt, darauf kannst du lange warten und mit lange meine ich unendlich :>
Zuletzt geändert von Highnrich am 02.09.2015 01:53, insgesamt 10-mal geändert.
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HerrRosa
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von HerrRosa »

Dominius hat geschrieben: Aber daneben wird es auch Spieleprojekte geben, die Millionen (nicht Milliarden) umsetzen und die Dinge thematisieren oder diskutieren, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben. Ich meine, es gibt schon Titel wie "Gone Home" oder "Braid" oder "Proteus" oder oder - die nicht nur (oder gar nicht) durch ihre Mechanik, sondern eben auch durch ihr Setting überzeugen können.
Die Veränderungen sind ja schon längst im Gange.
Also mehr A(A)-Titel und generell bessere Schreibe.
Dies jedoch der Aufearbeitung von Kulturellen Problemen zuzuschreiben scheint mir reichlich unfair den Entwicklern von günstiger Middleware zu sein, die erst kleinen Studios die Mittel gaben und geben Geschichten in der derzeitigen Form darstezustellen, bei gleichzeitig annehmbarer Grafik und Umsetzbarkeit.
Auch die reine Distribution via Internet, ohne den Bedarf eines Publishers oder selbst wenn, zumindest so günstig, dass kein großer streamlining Druck herscht, trägt einen Großteil dazu bei.
Hinzu kommt noch die mögliche Finanzierung über den Schwarm, die den Teller wieder mit verloren geglaubten Genres gefüllt hat.

So gesehen würde ich eher, unter anderem, Valve, Unity Technologies, Unreal und Kickstarter, Inc. die Loorberen für die wieder aufkeimenden kleineren Prokuktionen zuschanzen.
Die gegenwärtig höhere Diversität an Videospielen ist meiner Meinung nach rein technisch und ökonomisch bedingt.

P.S.
In der Filmbranche ist es z.B. auch die Querfinanzierung, die den Großteil an Nischenfilmen erst ermöglicht und ein Konzept, das mir im Videospielsektor leider noch abgeht.
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Dominius
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Dominius »

Highnrich hat geschrieben:[...] Früher hat man diese Leute schizophrenie diagnostiziert. Ich wette, mit genug Lobbyarbeit und Medienwiksamen auftreten kann man es schaffen, dass auch solche Leute als normal angesehen werden (am besten noch quoten für Arbeitsplätze), weil man angst hat als nicht politisch korrekt dazustehen. Wenn man sich dann aber mit dem Durchschnittsbürger hinter vorgehaltener Hand unterhält, merkt man, dass sie es aber weiterhin nicht für normal halten, so wie es jetzt immer noch mit schwulen und transen ist. Weil es eben nicht normal ist, sonst wäre die Mehrheit schwul oder trans. Ist sie nicht. Normal ist, was die normalität ist und das ist, was die Mehrheit ist. [...] Aber ab dem moment wenn klientel Politik für solche mega-Minderheiten gemacht werden hört für mich halt der spaß auf.
Das sind eigentlich zu viele Baustellen als dass sich eine Diskussion überhaupt lohnt. Da müsste ich auf einem ganz anderen Niveau ansetzen, aber hier im Forum werde ich dafür nicht bezahlt, daher eher nicht ;).

Und nein, Normalität, Normativität und Mehrheit sind NICHT dasselbe. Und sie sind auch keineswegs austauschbar. Heute würden es alle als "normal" akzeptieren, dass sich Frauen* die Haare kurz schneiden. Macht das die Mehrheit? Ich weiß es nicht, aber angenommen, es ist nicht der Fall, ändert das nichts an der Akzeptanz. Es existiert einfach keine Norm, dass Frauen* lange Haare tragen müssen. Oder Röcke. Oder nicht arbeiten dürfen. (Außer sie sind Mütter, aber das ist eine andere Debatte.)

Sobald ein Phänomen nicht mehr diskussionswürdig ist, lässt sich sagen, dass es als "normal" gilt. Sicher wird es immer noch Gruppen geben, die auch die akzeptiertesten Sachen angreifen wollen, aber die haben keinerlei Relevanz.

Das, was du als "Klientelpolitik" bezeichnest, ist der Kampf um diese Akzeptanz. (Ich denke, das ist der bessere Begriff als "Normalität".) Akzeptanz, die auch diesen Lebensweisen zusteht. Warum denn auch nicht? Selbstverständlich haben auch Trans*personen und Homosexuelle (und alle anderen) ein Recht darauf, ihr Leben so zu leben, wie sie es wollen, ohne dafür bespuckt oder auch nur schief angeschaut zu werden. Das ist nicht zu viel verlangt und es ist deren geringstes Recht, für diese Akteptanz zu kämpfen.
Highnrich hat geschrieben:Für mich hört es sich so an, wie wenn du am liebsten das komplette konservative politische Spektrum verbieten lassen würdest. [...] Und wenn die Mehrheit konservativ eingestellt ist, dann muss das respektiert werden. [...] Deshalb meine empfehlung, einfach ins progressive Paradies Schweden auswandern und versuchen aufzuhören hier die GEselschaft hier zu verändern, weil es nicht klappen wird ;)
Ich muss nichts verbieten wollen. Ich würde einfach nur sagen wollen, dass gewisse Positionen nicht mehr beachtet werden sollen. So wie wir heute in der Politik nicht mehr auf Leute hören würden, die behaupten würde, die Erde sei eine Scheibe oder der Mond aus Käse, ebensowenig müssen wir auf Leute hören, die meinen die Hölle auf Erden würde real werden, wenn zwei Männer* heiraten. (Auch, wenn das die Mehrheit denken würde - was nicht der Fall ist. Schon seit zig Jahren nicht mehr.)
Highnrich hat geschrieben:Und was deine Veränderungen angeht. Keiner zwingt dich sexistische Spiele wie Super Mario zu konsumieren. Spiele wie Gone Home sind genau auf solche Nischen wie dich zugeschnitten. Aber bestimmt ist jeder, der Gone Home nicht als GOTY annimmt ein voll pöser konservativer Sexist und Super Mario Spieler sollten am liebsten ins Gulagg, wo sie 5 Wochen nur noch Gone Home spielen dürfen :D
Leute ins Lager zu sperren ist eher die Sache von Leuten, die ich bekämpfe.
Spiele sind ein kulturelles Gut, produziert in einer sexistischen Gesellschaft und darum reproduzieren sie auch den gesellschaftlichen Sexismus. Das ist wenig überraschend. Überraschender ist vielleicht, dass ich differenzieren kann und auch an Spielen Spaß haben kann, ich denen ich als muskelbepackter "Baumfäller" (wer jetzt die Anspielung versteht, ist gut) Horden um Horden von Monstern über den Haufen schießen kann.

Vielleicht solltest du mal die ersten paar Minuten ALLER Femfreq-Videos zum Thema schauen und vielleicht fällt dir ein Satz auf, den Anita dort jedes Mal sagt. Jedes Mal.
MrPink hat geschrieben:So gesehen würde ich eher, unter anderem, Valve, Unity Technologies, Unreal und Kickstarter, Inc. die Loorberen für die wieder aufkeimenden kleineren Prokuktionen zuschanzen.
Die gegenwärtig höhere Diversität an Videospielen ist meiner Meinung nach rein technisch und ökonomisch bedingt.

P.S.
In der Filmbranche ist es z.B. auch die Querfinanzierung, die den Großteil an Nischenfilmen erst ermöglicht und ein Konzept, das mir im Videospielsektor leider noch abgeht.
Ich würde deinen Einwand soweit akzeptieren, soweit er sich auf die Masse, aber nicht unbedingt auf die Thematiken der Spiele beschränkt. Das fällt am Ende aber wieder zusammen. Dadurch, das Spiele machen so einfach geworden ist, gibt das auch den Leuten, denen nicht die Technik, sondern der Inhalt am wichtigsten ist, die Chance, ein Spiel zu produzieren. Und wie zu allen Zeiten werden halt auch Menschen mit bestimmten (progressiven) Einstellungen nutzen, um sich durch ein Medium auszudrücken.

Bei der Querfinanzierung stimme ich dir völlig zu, aber ich denke, da wird es in Zukunft auch ein Umdenken in der Politik geben.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von HerrRosa »

Dominius hat geschrieben: Und wie zu allen Zeiten werden halt auch Menschen mit bestimmten (progressiven) Einstellungen nutzen, um sich durch ein Medium auszudrücken.
Das impliziert, dass diese Menschen andererseits gar keine Spiele gemacht hätten und somit das Angbeot wächst.
Ich wüsste nicht warum
Dominius hat geschrieben: die Unbelehrbaren [...], die nur spielen wollen und die sich für kulturelle Diskussionen nicht interessieren
, zu welchen ich mich bedingt auch zähle, dagegen sträuben sollten.
Schließlich wird das Angebot an Gameplayfokusierten Titeln dadurch nicht kleiner.
Dominius hat geschrieben: Bei der Querfinanzierung stimme ich dir völlig zu, aber ich denke, da wird es in Zukunft auch ein Umdenken in der Politik geben.
Ich sehe da eher die Publisher in der Verantwortung.
Es ist gängige Praxis, dass der nächste Transformers oder Comic Streifen den nächsten Juno mitfinanzieren.
So könnte auch Cod den nächsten Versuch ein Minecraft aus den Boden zu stampfen mittragen.
Am Ende fehlt der Videospielbranche dazu noch die Flexibilität, auch wenn sich Ubisoft (From Dust,I Am Alive,Outland,Grow Home) und EA (Unravel) langsam in diese Richtung bewegen.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Unc13Fu »

Nanimonai hat geschrieben: Nachweisbar uninformiert? Na dann führe den Nachweis.
Ich habe bereits zwei Beispiele gebracht.
- Einmal aus einem ihrer Videos (Hitman: Absolution)
- Einmal aus ihrer sonstigen Tätigkeit (Tweet über die angeblich sexistischen Eintrittskarten zur diesjährigen E3).

Wobei in mindestens einem dieser Fälle das Wort uninformiert tatsächlich unangebracht ist und eher durch "dreiste Lüge" ersetzt werden muss.

Es gäbe weitere Beispiele.
- Ihre wechselnden Aussagen bzgl. ihrer Videospielkarriere.
-Die Aussage: “Intentional or not, they [video games] always express a set of values and present us with concepts of normalcy." Bitte was? Die allermeisten Videospiele wollen, sollen und machen genau das nicht.
- Die Aussage Bayonetta sei eine alleinerziehende Mutter. Wenn sie das Spiel gespielt hätte, wüsste sie, dass das nicht wahr ist. Das klingt nach einer Kleinigkeit, dummerweise behauptet sie das aber in einem "Review" über Bayonetta. Besagtes "Review" ist voller Ungenauigkeiten, z.B. die Figur sei in Leder gekleidet (nope, ihre Haare sind ihre Kleidung). Sie kriegt es ja nicht mal fertig, die Story auch nur ansatzweise korrekt wiederzugeben.
- Ihr Tweet über das Winteroutfit im neuen Tomb Raider
usw, etc, pp...
Ein, zwei fehlerhafte Beispiele und schon ist pauschal alles was sie sagt nachweisbar falsch.
Ich habe nie behauptet, dass alles was sie sagt falsch ist. Nur hilft es nicht die eigene Glaubwürdigkeit zu steigern, wenn man sich solcher falscher Behauptungen bedient. Ausserdem sind die Rückschlüsse die sie aus ihren "Beobachtungen" zieht, bestenfalls abenteuerlich.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von .:SleazeRocker:. »

Sharkie hat geschrieben:
.:SleazeRocker:. hat geschrieben:Sexuelle Frustration Level 1000.
Das tut mir leid. Kopf hoch!
Danke, geht schon wieder.

Nach ein paar Runden Witcher 3 und Extreme Beach Volleyball gehts wieder. :)