Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist ein gesellschaftliches Problem

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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Plor hat geschrieben: Das war ich... und es ging mir einfach nur darum, zu zeigen, dass hier kein Kulturkampf Feministen gegen Gamer stattfindet, sondern ein Kulturkampf von vernunftbegabten Gamer gegen #Gamergate-Trolle. Und nein, damit meine ich nicht ein Kampf gegen die gutmütigen, liberalen, ihr Medium verteidigenden Gamer (die leider viel zu oft der kruden Argumentation der #Gamergate-Trolle auf den Leim gehen). Sondern ein kampf gegen die Trolle: Die die offen zu Mord und Vergewaltigung aufrufen, Doxxing als Volkssport betreiben, Victim-Blaming lustig finden, Sexismus für ein angebrachtes Stilmittel halten, und im Mob gemeinsam gegen all jene losziehen, die ihr eingeschränktes Weltbild in Frage stellen... und äh ja, die bezeichne ich dann auch gerne als Arschlöcher.
Jetzt wirst du aber wirklich sehr einseitig und unfair. Du tust so als ob es Doxxing und Mordaufrufe nur von der Gamergate-Seite her gäbe. Da finde ich es auch schade, wie mehrmals angemerkt, daß die Medien und 4players derzeit dies so einseitig berichten.

Es gibt genauso gut Mordaufrufe von den Feministen an Bloggern und Gamern. Ich habe genug Anti-GG Tweets gelesen, wo zum Genozid an Nerds und Gamern aufgerufen wurde. Genauso wurden Pro-GG Blogger gedoxxt und eigentlich wurde schon vor Gamergate von der Feminismusseite gedoxxt, nämlich die Betreiberin von TFYC, einer Webseite zur Crowdfundingförderung weiblicher Spieleentwickler. Das hat gewissen, talentbefreiten Feministen ja nicht in den Kram gepasst. Wieso unterschlägst du das alles?
Und wieso bezeichnest du ausgerechnet solche Leute als vernunftbegabt, wo sie doch dasselbe tuen, wie die von dir ernannten "Arschlöcher"?

Dein Vokabular ist schon recht totalitär. :(
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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

LePie hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Bitte poste mal einen Link dazu, damit ich mir selbst ein Bild machen kann.
https://www.youtube.com/watch?v=rAJ7-PLSaOg
https://twitter.com/Totalbiscuit/status ... 9082145792
Das ist allerdings schwierig außerhalb des Kontextes zu bewerten, denn es kam im Vorfeld zu Anfeindungen auf persönlicher Ebene - und das beizeiten auch ganz offtopic:
Spoiler
Show
Bild
(Es hat zwischen den beiden jedoch bereits im Vorfeld gekracht - siehe die "müssen LPer ihre Einnahmen an die Entwickler abtreten" Debatte.)

Läuft jedenfalls alles zu hitzig und emotional ab.
Finde jetzt nicht, daß TB hitzig oder emotional wirkt.

Danke aber erstmal für die Links.
Die besagte Webseite, auf die TB verlinkt hat, finde ich jetzt auch nicht überdramatisch. Klar versucht sie Gamergate in einem sehr positiven Licht darzustellen, aber was ist, wenn das nunmal wirklich deren Anliegen ist? Gamergate scheint mir keineswegs eine politisch homogene Gruppe zu sein. Da sind zum einen natürlich Frauenhasser vertreten, aber eben auch solche, die tatsächlich gegen die Korruption ankämpfen wollen. Nach meiner Kenntnis und gerade hinsichtlich gewisser Artikel, die über Gamer in letzter Zeit auf angelsächsischen Webseiten veröffentlicht wurden, haben die durchaus recht.

Wenn 4players nicht aufhört einseitig über diese Sache zu berichten und die Vergehen der Feminismusseite weiterhin verschweigt, dann werde ich mich diesem Punkt auch anschliessen. Es wird zumindest Fragen aufwerfen.
johndoe981765
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von johndoe981765 »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Plor hat geschrieben: Das war ich... und es ging mir einfach nur darum, zu zeigen, dass hier kein Kulturkampf Feministen gegen Gamer stattfindet, sondern ein Kulturkampf von vernunftbegabten Gamer gegen #Gamergate-Trolle. Und nein, damit meine ich nicht ein Kampf gegen die gutmütigen, liberalen, ihr Medium verteidigenden Gamer (die leider viel zu oft der kruden Argumentation der #Gamergate-Trolle auf den Leim gehen). Sondern ein kampf gegen die Trolle: Die die offen zu Mord und Vergewaltigung aufrufen, Doxxing als Volkssport betreiben, Victim-Blaming lustig finden, Sexismus für ein angebrachtes Stilmittel halten, und im Mob gemeinsam gegen all jene losziehen, die ihr eingeschränktes Weltbild in Frage stellen... und äh ja, die bezeichne ich dann auch gerne als Arschlöcher.
Jetzt wirst du aber wirklich sehr einseitig und unfair. Du tust so als ob es Doxxing und Mordaufrufe nur von der Gamergate-Seite her gäbe. Da finde ich es auch schade, wie mehrmals angemerkt, daß die Medien und 4players derzeit dies so einseitig berichten.

Es gibt genauso gut Mordaufrufe von den Feministen an Bloggern und Gamern. Ich habe genug Anti-GG Tweets gelesen, wo zum Genozid an Nerds und Gamern aufgerufen wurde. Genauso wurden Pro-GG Blogger gedoxxt und eigentlich wurde schon vor Gamergate von der Feminismusseite gedoxxt, nämlich die Betreiberin von TFYC, einer Webseite zur Crowdfundingförderung weiblicher Spieleentwickler. Das hat gewissen, talentbefreiten Feministen ja nicht in den Kram gepasst. Wieso unterschlägst du das alles?
Und wieso bezeichnest du ausgerechnet solche Leute als vernunftbegabt, wo sie doch dasselbe tuen, wie die von dir ernannten "Arschlöcher"?

Dein Vokabular ist schon recht totalitär. :(
Solche faschistoiden Züge sind oft zu beobachten. Aber dann etwas von eingeschränkten Weltbild, Intoleranz..erzählen. Das kennt man auch alles aus der Antifa-Ecke. Selbes Spiel, andere Farbe.
Gast
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Gast »

Ok, zweiter Anlauf, vielleicht kann ich es dieses mal besser in Worte fassen: Bain hat in den vergangenen Wochen / Monaten immer ein gewisses Maß an Distanz gewahrt (und dies auch ggü. Gamergate). Erst kürzlich entschied er sich jedoch, diese Fraktion offen zu unterstützen.
Und wegen diesem Gesinnungswandel frage ich mich, ob er wirklich zu GG steht, oder es nicht doch eine Art "Frustreaktion" / Erwiderung nach dem Motto "ihr habt es nicht anders gewollt" ist - zum einem wegen den bereits erwähnten Anfeindungen, zum anderem vlt. auch wegen des ohnehin schon lange bestehenden Dispust mit Indieentwicklern wie bspw. Quinn oder Fish (von denen musste er sich wegen seiner LPer-Tätigkeit ja als "Dieb" oder "Parasit" verunglimpfen lassen - genau dies ist übrigens, was Zoe mit "parasitic youtube personalities" in ihrem Twitterpost meinte).

In diesem Sinne frage ich mich, ob TB hier nicht einfach einen Gegenpol zu Persönlichkeiten bezieht, mit denen er ohnehin schon lange im Clinch liegt - unabhängig davon, wie dieser Gegenpol genau aussehen mag.
Zuletzt geändert von Gast am 16.10.2014 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

@Le_Pie
Das kann natürlich sein. Er ist auch nur ein Mensch und denkt hin und wieder mit dem Bauch. Ich vergötter ihn ja nicht, also enttäuscht mich das auch nicht. Er darf auch ruhig mal eine andere Meinung haben als ich ^^
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

BattleIsle hat geschrieben:
Solche faschistoiden Züge sind oft zu beobachten.
Na, immerhin haben wir es diesmal bis auf Seite 14 geschafft. Glückwunsch in die Runde.
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Temeter 
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Temeter  »

LePie hat geschrieben:Ok, zweiter Anlauf, vielleicht kann ich es dieses mal besser in Worte fassen: Bain hat in den vergangenen Wochen / Monaten immer ein gewisses Maß an Distanz gewahrt (und dies auch ggü. Gamergate). Erst kürzlich entschied er sich jedoch, diese Fraktion offen zu unterstützen.
Und wegen diesem Gesinnungswandel frage ich mich, ob er wirklich zu GG steht, oder es nicht doch eine Art "Frustreaktion" / Erwiderung nach dem Motto "ihr habt es nicht anders gewollt" ist - zum einem wegen der bereits erwähnten Anfeindungen, zum anderem vlt. auch wegen des ohnehin schon lange bestehenden Dispust mit Indieentwicklern wie bspw. Quinn oder Fish (von denen musste er sich wegen seiner LPer-Tätigkeit ja als "Dieb" oder "Parasit" verunglimpfen lassen - genau dies ist übrigens, was Zoe mit "parasitic youtube personalities" in ihrem Twitterpost meinte).
Ich denke nicht, dass das eine spontane Reaktion ist, auch wenn fraglich ist, ob er sich nun aus Frustration aktiver beteiligt. Mit GG hat er sich meines Wissen aber nicht indentifiziert (so weit man das mit einer anonymen Gruppe denn tun kann).
Seine zentrale Linie - und eben auch der Startpunkt von GamersGate - schien eher Korruption im Journalismus zu sein. Jedenfalls würde ich von der positiven Perspektive ausgehen, denn bis jetzt scheint sich Tb keine Ausrutscher geleistet zu haben.

Was sich imo pefekt nachvollziehen ließe. Es ist praktisch Allgemeinwissen, dass ein Großteil des Spiele-Journalismus ein semi-korrupter Haufen ist, dem man nicht so einfach trauen kann. Ein viel zugänglicheres Thema als der ganze Sumpf, der sich bei Feminismusdiskussionen auftut, deswegen gewann GG vermutlich auch so viel Aufmerksamkeit. Hat eine gewisse Ironie, dass eben jene beschuldigten Journalisten nun GG Frauenfeindlichkeit vorwerfen, und sich so den eigenen Arsch zu retten.
Hilft natürlich, wenn GG kein offenes Gesicht zum Dementieren hat. Zusätzlich lassen sich die Todesdrohungen, die jede halbwegs bekannte Persönlichkeit im Internet kriegt, wunderbar instrumentalisieren.

Und wo Feministen oft ihre einseitige Perspektive haben, man von Extremisten sowieso nichts besseres erwarten kann, liefert der Journalismus dort eine verdammt armselige Nummer. Gerade diese Leute hätten es besser wissen sollen, als so einen BS abzuziehen.
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sabienchen.banned
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von sabienchen.banned »

lol...

http://www.sueddeutsche.de/digital/game ... -1.2177466


wochen nach dem Aufkommen des #Gamergate
und das einzige was man darüber liest sind auch hier Morddrohungen an Frauen..
:bigcry:
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Wulgaru »

Ja, es gibt aber ne Perspektive wie hysterisch und wichtig sich das ganze nimmt. Die Sueddeutsche berichtet über relevante Themen und wenn dieses Thema für sie jetzt erst relevant ist...nun ja... :wink:
...und sie verlinken dieses kleine Ding über Zoe was absolut alle die sie haten ignorieren:
http://kotaku.com/in-recent-days-ive-be ... 1624707346
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sabienchen.banned
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von sabienchen.banned »

Wulgaru hat geschrieben:Ja...und sie verlinken dieses kleine Ding über Zoe was absolut alle die sie haten ignorieren:
http://kotaku.com/in-recent-days-ive-be ... 1624707346
ignorieren?

On March 31, Nathan published the only Kotaku article he's written involving Zoe Quinn.
Shortly after that, in early April, Nathan and Zoe began a romantic relationship.


Das sie noch nicht sehr befreundet vor der "romantic ralationship" waren, die natürlich erst kurz nach dem Artikel angefangen hat?
Zuletzt geändert von sabienchen.banned am 16.10.2014 18:33, insgesamt 1-mal geändert.
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sabienchen.banned
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von sabienchen.banned »

Wulgaru hat geschrieben:Ja, es gibt aber ne Perspektive wie hysterisch und wichtig sich das ganze nimmt. Die Sueddeutsche berichtet über relevante Themen und wenn dieses Thema für sie jetzt erst relevant ist...nun ja... :wink:
...und sie verlinken dieses kleine Ding über Zoe was absolut alle die sie haten ignorieren:
http://kotaku.com/in-recent-days-ive-be ... 1624707346
auch 4players hat erst heute drüber geschrieben, oder evtl. gestern..^^
Fiddlejam
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Fiddlejam »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Bisher war seine Krebsbehandlung überhaupt kein Thema.
Habe ich mal so vorsichtshalber eingefügt weil in einem Anflug von Ironie die selben Leute die sonst über "White Knights" heulen dann auch ganz schnell mal selbst zu "Guckt mal, die bösen FeministInnen hacken immer auf den Schwachen rum!" werden können.
Ansonsten weiß ich aber auch nicht, was du TB genau vorwirfst. Bitte poste mal einen Link dazu, damit ich mir selbst ein Bild machen kann.
Ich beziehe mich erstmal darauf:
https://twitter.com/Totalbiscuit/status ... 9082145792
Und dort würde ich gerne gleich mal konkret auf diese präsentierte Grafik eingehen, weil das am leichtesten im Vergleich zu den Videos ist und auch schon genügend Bullshit beinhaltet:
Spoiler
Show
Bild
Und hier im Spoiler meine Meinung, warum es Bullshit ist, weil das eigentlich nicht zum ursprünglichen Argument gehört:
Spoiler
Show
Polemisch gesagt ist ja schon die Zeile "#GamerGate is..." eine blanke Lüge, was jeder, der den Fortlauf der Geschehnisse verfolgt hat, bestätigen kann.
Aber nun konkret und sachlich zum Rest:
TFYC - "used their influence to shut it down" Das ist schonmal totaler Quatsch. Zoe Quinn, hier als "dev" versteckt damit auch ja keiner merkt, wo das ganze eigentlich herkommt und dass es eben doch nur erstmal darum geht, ihr Dreck vor die Tür kehren zu wollen, hat auf Twitter über eben diesen Fundraiser gesprochen; und einige Journalisten haben darüber berichtet. Der "Shutdown" kam von einer DDOS Attacke, die in keinerlei Verbindung zu ihr gebracht werden kann. Der ZWEITE Shutdown auf Indiegogo kam durch einen Hack und wurde als Shutdown von Seiten Indiegogo's dargestellt; war ergo eine False Flag Attack - von wo wohl?
IGF - Tatsächlich waren Investoren von Fez in der IGF Jury. 2011. FEZ hat allerdings 2012 (Best of Show) und 2008 (Artwork) gewonnen.
IndieCade - Ich finde keine einzige Info außerhalb von GamerGate Seiten darüber, dass Depression Quest jemals irgendetwas bei IndieCade gewonnen hat.
Löschungen - Wie von Reddit-Moderatoren dargelegt, gehen diese auf diverse Doxxings zurück, woraufhin Autolöschung im Thread aktiviert wurde (der übrigens erst so aufgeblährt wurde, als die User mit dem Kopf gegen die Sperre gerannt sind, zum Zeitpunkt der Einschaltung der automatischen Löschung gab es verhältnismäßig wenige Kommentare). Ebenso der Kontakt zwischen einem /r/Gaming Moderator und Zoe Quinn, da es Standardregel für /r/Gaming-Mods ist, die betroffene Person zu informieren.
Selbst von 4chan ist mittlerweile bekannt, dass die Löschung nicht einmal auf den Inhalt bezogen war, sondern aufgrund von zu viel Spam geschah.
Von der Verwendung des für alle sprechenden "Gamers" will ich gar nicht erst anfangen.
"Gamers are dead" - Fehlinterpretation der Artikel, die mit ein wenig Lesen zu vermeiden gewesen wäre. Hier geht es nicht um "Gamers" im Sinne von "alle die spielen"; und nicht um "over" als irgendetwas zu beseitigendes; im Gegenteil ging es darum, dass eben diese Gamer-Identität nicht länger repräsentativ für die Gesamtheit aller Spielenden sein kann.
"some of the people under scrutiny" - In der Phase ging es AUSSCHLIEßLICH um Frauen, um Frauen nahestehende und um diese Frauen verteidigende. In diesem Sinne, ja, GamerGate hat seinen Ursprung in misogynistischen Hasstiraden. Die nächste eindeutige und beabsichtigte Manipulation hier die Anordnung der Ereignisse. Während diese nämlich chronologisch korrekt sind, wird komplett ignoriert dass bevor diese "Gamers are dead" Artikel veröffentlicht wurden, noch kein Schwein über TFYC geredet hat und auch die "Enthüllung" über FEZ erst kam als Polytron, dessen Entwickler, gehackt wurde nachdem Phil Fish Zoe Quinn verteidigt hat.

Zum Hashtag GamerGate selbst der im nächsten Absatz so gepriesen wird kann man ja gleich mal hinzufügen, dass der erst von Adam Baldwin benutzt wurde, als der sich aufgrund seiner rechten Gesinnung in die ganze Sache einmischte. Vorher lautetet das Stichwort FiveGuys, wo wir auch wieder bei den eigentlichen Ursprüngen sind... Angriffe auf Zoe Quinns persönliches Sexleben, nicht irgendwelchen angeblichen ethischen Brüche in der Gaming-Presse.

#NotYourShield - Wurde als Sockenpuppenkampagne von 4chan Trollen enthüllt und wird nun ironischerweise selbst als namensgebender Schild benutzt.

Zum letzten Abschnitt sage ich gar nix mehr, das ist ja nun wirklich reines Rumgetrolle.
Und wo wir schon einmal bei Hypokrisie sind: Wenn TB das hier postet, sind alle begeistert. Dann machen sie weiter mit "Belästigung von Frauen in der Gaming-Branche ist gar nicht so schlimm, gibt wichtigeres".

Warum ich übrigens TotalBiscuit dabei so gespalten gegenüberstehe? Weil er im Prinzip absolut recht hat. Und weil er einer der wenigen ist, die ernsthaft auf tatsächliche, reale Fälle von Korruption zeigt - nämlich die, die schon seit Jahren bekannt sind. Dass er sich dazu nun aber ausgerechnet GamerGate als Plattform aussuchen muss, das krankhaft versucht Korruption zu sehen, wo sie nicht ist, und die eigentliche gänzlich ignoriert, regt mich auf.
Jetzt wirst du aber wirklich sehr einseitig und unfair. Du tust so als ob es Doxxing und Mordaufrufe nur von der Gamergate-Seite her gäbe. Da finde ich es auch schade, wie mehrmals angemerkt, daß die Medien und 4players derzeit dies so einseitig berichten.
Erstens mal ist eben diese Gamergate-Seite SOWOHL für Lügen (siehe mein Eingehen auf die Punkte oben), Sockenpuppenattacken (siehe NotYourShield), als auch für False Flag Attacks (siehe Indiegogo) bekannt. Wie auch dafür, ihre Gegner selbst - erfolglos - als ebenso darzustellen (siehe "Anita hat gar keine Morddrohungen bei der Polizei gemeldet" - doch, hat sie, ist mehrfach bewiesen worden).
Dementsprechend nehme ich dort erstmal alles mit einem Körnchen Salz.

Zweitens, ich diskutiere gar nicht, dass GamerGater nicht auch attackiert werden. Der Unterschied ist, dass nicht die lautesten Stimmen dieser Seite dies entweder verteidigen, oder mit den Leuten in Kontakt stehen; oder dass sie in ähnlicher Weise einen Hashtag hätten der angeblich über Integrität wäre, und dann doch nur an Beleidigungen gehängt wird.
Extremisten gibt es immer. Das Problem ist das GamerGate aus diesem Extremismus geboren ist und ihn nun fortführt; und sich hinter angeblicher Professionalität versteckt.
...was ignorieren?
Das sie noch nicht sehr befreundet vor der "romantic ralationship" waren, die natürlich erst kurz nach dem Artikel angefangen hat?
Niemand diskutiert dass die beiden sich vorher nicht gekannt hätten. Nur behauptet die GamerGate Argumentation sowohl, dass hier eben bewusst eine Review mit Sex erkauft wurde, und sowohl die Review als auch den Sex gab es da nicht - die Review sogar bis heute nicht.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

sabienchen hat geschrieben:lol...

http://www.sueddeutsche.de/digital/game ... -1.2177466


wochen nach dem Aufkommen des #Gamergate
und das einzige was man darüber liest sind auch hier Morddrohungen an Frauen..
:bigcry:
Und? Wie man in den Wald hineinscheißt, so stinkt es aus ihm heraus. Was erwarten die Leute bitte? Hysterisches Geschrei und Kindergartenreflexe ziehen eben eher distanzierte Berichterstattung nach sich.
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Wulgaru »

@sabienchen
Nein, das sie keinen Sex für gute Wertungen hatte...wenn du das daraus nicht lesen kannst, nimmst du die Realität diesbezüglich etwas anders war.

Und wenn dieser Tatbestand weg ist, fällt sehr vieles in sich zusammen und wird zu etwas widerlichem nämlich der Sezierung eines Privatlebens, angefangen von einem rachsüchtigem Exfreund und weitergeführt von sehr vielen Leuten die kein Recht haben über sowas zu urteilen, weil es sie nichts angeht.

Wenn man glaubt das ein Entwickler keine Beziehung mit einem Journalisten haben darf, der beruflich keine Schnittpunkte mit einem hat, hat man eine sehr seltsame Vorstellung von der Welt. Jegliche Form von Netzwerken wäre nach diesen Maßstäben verwerflicher als das.
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Plor »

sabienchen hat geschrieben:
Plor hat geschrieben:
StandAloneComplex hat geschrieben:
Der Begriff kommt übrigens auch von Feministen, die einen Kulturkampf gegen uns Spieler ausgerufen haben.
Nö, der Kulturkampf findet nicht zwischen Feministen und Gamern statt. Sondern zwischen Feministen und homophoben, konservativen, reaktionären Arschlöchern mit Gewaltfantasien und gestörtem Troll-Verhalten. Auf der Seiten der Feministen stehen übrigens auch Gamer und Szenegrößen wie Tim Schäfer, Angry Joe oder Robert Bowling. Ich bin btw. Gamer und Feminist und habe noch nicht angefangen mich selbst zu verprügeln...
nicht das es eine Rolle spielt.. aber wann hat sich Angry Joe bitte zu dem Thema geäußert?
Ich wüsste da nichts.
/edith schreibt.. ach sorry.. du hast dich ja nicht auf GamerGate bezogen
Und wenn Du so in der Materie bist..
Was ist deine Meinung zu Zoe Quinn?
Kurz: Das Quinn so zur Zielscheibe der Gamergater wurde, ist für mich eines der wesentlichen Indizien dafür, dass es einem Großteil der Gamergater nicht um Integrität der Spielepresse oder eine neue Ethik im Gamingjournalismus geht, sondern um was ganz anderes. Gerade auch weil Quinn schon weitaus früher Opfer von sexistischen, misogynen, antiintellektuellen, kulturfeindlichen Attacken war und weil sich ein Großteil der Vorwürfe ihr gegenüber als haltlos erwiesen haben.

Mir tun tatsächlich die Spieler leid, die glauben, diese #Gamergate-Shitstormerei würde der Videospielwelt was gutes tun. Genau das Gegenteil ist der Fall. Durch Entwicklerinnen wie Quinn und Journalistinnen wie Sarkeesian hat sich für das Medium "Videospiel" die Chance aufgetan, zu beweisen, dass es erwachsen geworden ist. Es ermöglicht Kunst, Debatten um seine gesellschaftliche Relevanz, es kann kritisch reflektiert werden, seine Themen und Motive können Thema wissenschaftlicher Arbeit sein, es ist plötzlich nicht mehr bloß Unterhaltung für Kids sondern besitzt tatsächliche kulturelle und soziale Relevanz.
Und was machen die Gamergate-Dumdödel? Sie spucken auf diese Möglichkeit und bemühen sich redlich, das Medium als Hort pubertierender Sexisten mit gehobenem Aggressionspotential und Unfähigkeit zur kritischen Reflexion dastehen zu lassen. Und es sind ja nicht nur die Shitstormer, die einen offensichtlich aus Frust entstandenen Blogpost abfeiern und glauben das Privatleben einer Entwicklerin in aller Öffentlichkeit diskutieren und mit sexistischen Plattitüden aburteilen zu müssen, die mich als Gamer schlecht dastehen lassen. Hinzu kommen noch all die, die nicht den Unterschied zwischen einer kritischen Analyse und der generellen Verachtung eines Mediums erkennen, die nicht bereit sind, sich mit traditioneller, gerne auch polemischer Kulturanalyse auseinanderzusetzen, die jeden angreifen, der das Medium nicht als bloße Unterhaltung ansieht, sondern ihm mehr wert zusprechen will und so weiter und so fort... Gerade als Gamer, der das Medium liebt, sollte man sich dieser Gruppe entgegenstellen. Um eben zu zeigen, dass das Medium doch erwachsen ist, doch Kunst ist, doch was wert ist. Wie soll ich die Videospielkultur vor dummen externen Anfeindungen ("Kinderkam, Spielzeug, was für pubertierende Kellerkinder und potentielle Amokläufer") verteidigen, wenn all die, die intern daran arbeiten, diese Klischees lügen zu strafen, von Teilen der Community selbst auf infantilste und teilweise widerlichste Weise angegriffen werden? Und andere Teile der Community diese Angriffe dann auch noch relativieren oder gar glauben, die Angreifer stünden auf der richtigen Seite? Nee, die Videospielszene und Videospielkultur steht gerade nach außen hin mehr als schlecht da. Und Sarkeesian oder Quinn trifft daran nicht die geringste Schuld sondern ganz allein die #Gamergate-Schreihälse. Und das traurigste daran ist... Mit ein bisschen mehr Empowerment der vernünftigen, reflektierten Gamer; mit ein bisschen mehr Verständnis für das Geschehen, hätte es ganz anders laufen können...