Der Tsunami und die Folgen

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Max Headroom
Beiträge: 1856
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Max Headroom »

@speedie²:
quellen kann ich dir nicht nennen, aber als wir mal ein film über die japaner gesehen haben, holda die waldfee. (...)
Bitte frage bei deiner nächsten Universität, Fachbereich Japanologie bzw. Regionalwissenschaft Japan, nach. Dieses Bild, welches Du hier dargelegt hast, wankte vor 20 Jahren und ist seit mindestens 10 Jahren vollends runtergefallen und zerstört.
Die Kinder brauchen alle Uni-Abschlüsse, deshalb gehen sie auch alle zur Nachhilfe. Wer besser als die anderen ist, kommt auf einer höher angesehenen Universität. Du wirst dies auch kennen, wenn Du dich mit Schulnoten irgendwo bewerben möchtest. Der Konkurrent mit besseren Noten wird eher genommen. Und in gute Unternehmen kommt man eben nur mit guten Universitätsnamen rein.
Der rituelle Selbstmord ist längst nicht mehr Realität. Auch werden Japaner gefeuert, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Das gute alte "immer für die Firma dasein" kennen nur noch die Eltern der jetzigen Generation. Und so weiter ...

Ich stehe mit einigen in Tokyo in Verbindung. Das Beben sitzt zwar noch in den Knochen, ist aber längst das kleinste aller Probleme. Neben den bedauerlichen Vermissten (wohl eher Toten), ist ihre größte Sorge eindeutig das Kraftwerk. Schon seit mehreren Jahren wurde Japans Atompolitik auch in den Printmedien behandelt, aber tatsächlich von der Lobby ständig kleingeredet. Es ist eine traurige Ironie, dass Japan nach den Atombomben und dem durch Godzilla dargestellten atomaren Missbrauch, nun die größten Probleme des Landes eigens produziert hat.
(...) ich glaube viele sind es nicht.
Das stimmt. Doch wegen der jap. Philosophie wirst Du als "Westler" dies nahezu niemals von einem Japaner zu hören bekommen. Wir sind leider immer auf Interpretationen angewiesen.
warum gibts keine individien, also persönlichkeiten?!
Dies hängt mit der Philosophie zusammen. Die fernöstliche, und hier speziell die japanische, darfst Du nicht mit unseren westlichen Augen betrachten. Wir haben eine vollkommen andere "Denkweise" gelernt, seit Jahrtausenden. Die fernöstliche Philosophie ist wiederum mit ganz anderen Philosophen groß geworden. Sie hatten keinen Aristoteles, keinen Homer und tausende weitere Denker. Dies prägt auch das Handeln der heutigen Generation. Es ist wahrlich eine Art "Kulturschock", wenn man beide Welten direkt miteinander vergleichen möchte.
kann dir noch ein beispiel nennen, als voriges jahr ein japaner seine figur aus dem fernsehen heiratete, man bedenke, eine leblose kunststoffsubstanz darf dort geheiratet werden
Der Shintoismus ermöglicht es, dass sogar "leblose" Substanzen mit Leben bzw. mit Geistern gefüllt werden können. Für Japaner ist es kein Problem, sondern eine Lösung, wenn sie Haushaltsroboter für die Unterhaltung nutzen können. Bei uns verursacht diese "kalte und leblose Maschine" spätestens seit dem Terminator eine ganz andere Reaktion :)
Übrigens ... in Japan wird auch mal ein Auto vom Shinto-Priester gesegnet. Hierzulande haben wir Heilige, die für das "gesunde" Autofahren zuständig sind. Unsere Hirne ticken nicht immer so unterschiedlich :)
alte herren spielen da immer noch pokemon
Seit wann ist es "merkwürdig", wenn Menschen Pokemon spielen? Andere spielen im hohem Alter sogar Brettspiele wie Schach oder Dame. Ganz ohne Joypad! :)
die menschen sind, wie bruchstein sagt, gefangen, in einem gläsernen sarg. angefangen in der kindheit bishin zu dem gesellschaftlichen gemeinschaftsleben, als nichts, denn nur die gesellschaft ist die nummer 1, nur du nicht.
Dies ist kein Sarg, dies nennt sich Gesellschaft. Und das exakt selbe geschieht hierzulande ebenfalls. Du wirst in jeder einzelnen Gesellschaft solche Konventionen finden. In Frankreich frühstücken die Menschen vollkommen unterschiedlich als in Italien oder in Deutschland. Trotzdem sprechen wir nicht von einem "Sarg" oder ähnlichem. Es sind eben andere Menschen, mit anderen Sitten, anderen Regeln in einem anderem Land und mit anderen Vorstellungen - begründet auf einer anderen Philosphie.
siehe diese disziplin an den kassen, unser einst hätte noch schnell herztabletten und lebertabletten geholt und hätte gemeutert, die japaner stellen sich seelenruhig dorthin als wäre nichts.
Und das ist begründet. Wer "ausrastet", der wird mit seiner Handlung die (funktionierende) Harmonie beschädigen, sich und andere "aus dem Takt" bringen und damit den Fluss stören. Als "Störenfried" verliert man dann das Gesicht und wird zu einer Schande für sich bzw. seine Familie oder der Gruppe, der man sich zugehörig fühlt. Dies versucht man zu verhindern und bleibt solange still, bis das Ziel erreicht ist. Der Frieden des Ganzen, der Gesellschaft wird damit zwar aufrecht erhalten - die Maschine läuft ... aber es ist kein Geheimnis, dass dieses innerliche Runterschlucken zu anderweitigen Problemen führt. Die Zahl der Selbstmordgefährdeten ist in Japan bekanntlich alles andere als niedrig. Eine Frau kann zwar Nachts sicher nach Hause gehen, ohne große Angst um Vergewaltiger und Diebe zu haben - etwas, was in New York, Detroit oder Chicago absolut undenkbar ist. Doch dessen Sohn wird womöglich aufgrund des Leistungsdrucks und der Nichtakzeptanz seiner Individualität aus dem Fenster hüpfen. Dieses Problem haben aber auch China und Korea, die großen Nachbarn Japans. China verarbeitet die Gefahr in ihrer Politik durch knallharte Disziplin, Korea lenkt mit Freizeitaktivitäten ab. Wo Licht ist, findet sich eben auch Schattenseiten.
über japan gibts so viel, schau einfach mal bei tante google nach.
Bitte nicht alles glauben, was Google rausspuckt. Mit den "Vor-Ort-Blogs" vieler Regio-Studenten und mit einem Besuch der Fakultät kann man sehr viel mehr erreichen, als mit Copy-and-Paste aus diversen Foren ;)

Es gibt kein Land auf der Erde, dass soviel zur Erdbeben- und Tsunamiforschung beigetragen hat. Diese Katastrophe hat den dortigen Menschen die Gefahr der Radioaktivität (mal wieder) bewiesen. Für diese Nachhaltigkeit wird die Politik und die Wirtschaft riesige Vertrauensverluste hinnehmen müssen. Und wer in Japan sein Gesicht verliert, zum Beispiel durch inkorrektes Verhalten, wird nicht mehr lange "leben". Ich bezweifle, dass sie sich nun in ein Massengrab stürzen werden ;). Stattdessen wird es wohl zu mehr als nur offensichtliche Demonstrationen kommen. Dies wird wahrscheinlicherweise zu einer rigoros strengeren Sicherheitspolitik führen. Viel mehr können sie auch nicht machen. Vielleicht gibt es neue Atommeiler nur noch in Landesmitte (Gebirge), um vor Tsunamis geschützt zu werden? Was anderes bleibt nicht mehr übrig. Sie können keine Braunkohle fördern, haben kein Gas und keine Windkraft. Solarzellen haben sie zwar tonnenweise gebaut und verkauft ... aber nahezu niemals im Lande verbaut. Um sich nicht von äußeren Faktoren wie Russland, China oder Korea abhängig zu machen, werden sie wohl weiterhin auf atomare Energie setzen müssen. Es sei denn, sie würden alle ihre Mangas als Brennmaterial nutzen ... aber eher springt ein Otaku vor einem Zug, als dass er sein Final Fantasy Kit in den Ofen wirft ;)

Ich habe mit einigen vom THW und MSF telefoniert und das THW kehrt bald zurück. Es gibt nahezu keine Menschen, die man wohl noch lebend bergen könnte. Die Küste ist vorsichtig durchgekämmt worden. Die (runde 10.000) Leichen befinden sich wohl leider unter dem Schlamm. Ärzte ohne Grenzen würden gerne tiefer nach Norden eindringen, müssen aber aufgrund der möglichen Strahlenbelastung darauf verzichten. Verständlich. Man geht nicht um zu helfen in ein Land, um danach als Krebskandidat der eigenen Familie den Tod in einigen Jahren mitzuteilen.

Aber man ist zuversichtlich. Der Fleiss der Japaner ist bekannt. Sie drehen jeden einzelnen Stein um, richten ihre Häuser wieder auf und werden wieder auf die Beine kommen. Doch das größte Problem, die wahre Angst, ist das verdammte Kraftwerk und seine Reaktoren. Selbst einige meiner Kollegen in Tokyo waren wegen den Hamsterkäufen in Sorge und einer meiner besten Freunde berichtete mir, dass das Werk von Panasonic in Oosaka zwar Aussen mit abgefallenem Putz an den Wänden stehen blieb, innerlich allerdings nahezu alles "weggerüttelt" wurde.

Ich kann nur hoffen, dass die Reaktoren - nur Gott weiss wohl wie - in den Griff zu bekommen sind. Wahrscheinlicherweise kommt ein Betonsarg drauf, wie in Tschernobyl. Wenn diese verpuffende Radioaktivität erst einmal eingedämmt wird, dann wird sich Japan in laufe der Jahre wieder fangen - da bin ich zuversichtlich. Es hängt alles von diesen verdammten Reaktoren ab.

@lenymo:
Von den berühmten deutschen Tugenden wie Disziplin, Ordnung und Pünktlichkeit sieht man bei den jüngeren Generationen auch weniger als bei den Ältern. Ich denke mal je länger es einem Volk gut geht desto höher ist die Chance das die Arbeitsmoral sinkt und sie die Jüngeren auf dem geschaffenen Wohlstand ausruhen wollen.
Kurz, knapp und vollkommen richtig erkannt :)
Deutschland, das Land der Dichter und Denker, hat mit der PISA-Studie zwei ihrer Punkte (zumindest temporär) wegstreichen :P
Und Japan hat dasselbe ... in einer wesentlich rasanteren Geschwindigkeit ... erlebt. Weniger auf dem Gebiet der Schule - obwohl ich da einiges erzählen könnte ;) - als im Bereich des Sozialen und der Wirtschaft.

@boesor:
Die 4 Szenarien sind tatsächlich interessant. Doch leider hat Japan seit einigen Jahren eine horrende Selbstverschuldung - kann also nicht einfach so Geld in den Kreislauf pumpen. Eine gefährliceh Inflation dürfte die Folge sein, wenn neugedrucktes Geld in Massen strömen würde. Und das die Versicherungen im Augenblick hektoliterweise Tränen vergießen, auch ohne menschliche Verluste, dürfte nur allzuverständlich sein. Die Deckung der Schäden dürfte sozusagen der finanzielle Tsunami sein, den die jetzige Wirtschaft wohl nicht so abfangen kann. Ich hoffe, dass das erste Szenario - aber mit einer merkbar wirtschaftlichen Schwäche - eintreffen wird.

(Sorry für die Länge. Ich wollte euch auf dem Laufenden halten. Stress ohne Ende, glaubt mir!)
Benutzeravatar
Kuemmel234
Beiträge: 1065
Registriert: 04.05.2009 14:34
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Kuemmel234 »

Ist schon richtig, dass die japanische Philosophie eine andere ist. Auch ich kann nicht so viel mit dem Massengedanken anfangen. Ich kenne allerdings ein paar Japaner persönlich (so wohl Deutsch-Japaner(also Deutsche die jap. Wurzeln haben, als auch Japan-Japaner, von denen ich noch nichts wieder gehoert habe :( - allerdings nur vom Zocken und Quatschen)

Ein Volk, welches sich, aufgeteilt in mehrere Stoemungen, irgendeiner Wesenheit, fuer die es weder Beweis, noch Indiz gibt und die nur durch ein Buch beschrieben wird (das obendrein noch Gewalt, Vergewaltigungen, Inzest [...] verherrlicht und z.T. vorschlaegt (ja ich habs gelesen))[...] darf eigentlich nicht ueber andere Gesellschaften meckern ;).
Alle haben sie macken! Wir auch!

PISA(ueberhaupt diese ganzen Tests zur Einschaetzung der Schulen) scheitern aber auch an der Methode. Ich war bei einigen dieser Tests dabei. Man kann einfach nicht mit solchen Frageboegen erwarten, dass da besondere Ergebnisse herauskommen. Zumindest passen die Ergebnisse ueberhaupt nicht zu dem, was wir sonst bekommen (wir sind meist viel besser -und ich spreche nicht von der Benotung sondern der Qualität). Es ist z.B in Mathe so, dass bei diesen Tests nur Rechnungen gefragt sind. Wir sollen dann da ohne Tafelwerk, ohne Taschenrechner mit Rechenproblemen innerhalb der analytischen Geometrie/Stochastik/oder was auch immer jonglieren - waehrend doch der heutige Unterricht eher auf Textverstaendnis und Methodik setzt, so dass das Arbeiten mit TR und Tafelwerk zwingend noetig ist. Die Englischtests dagegen haben sich, trotz Stufenwechsel auch nicht veraendert, teilweise die selben Texte: Lueckentexte ausfuellen - toll! Sehr passend, wo wir doch in Englisch hauptsaechlich Kreativität und Diskussionsfaehigkeiten lernen sollen. Deutsch ist so ähnlich - leider sind da aber keine Lueckentexte verlangt :).

Ich weiß jetzt nicht mehr, wie der PISA Test im speziellen war - all die anderen (dieses Jahr hatten wir wieder mal einen in der 11) war es aber mehr als laecherlich.

Man kann nicht Bohnen saehen und Birnen pfluecken, das geht einfach nicht!
Zuletzt geändert von Kuemmel234 am 16.03.2011 03:03, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Kuemmel234
Beiträge: 1065
Registriert: 04.05.2009 14:34
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Kuemmel234 »

Doppelpost fail! Sorry :(
Benutzeravatar
bruchstein
Beiträge: 1338
Registriert: 25.11.2009 00:38
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Beitrag von bruchstein »

@presswurst_paul....alter das sind Tatsachen die so offentsichlich sind das es schon weh tut.....kannst es ja wiederlegen, aber da wirst du scheitern

Japan ist verstrickt in einen unendlichen Sumpf von Abhängigkeit, Vetterleswirtschaft und Korruption mit den allmächtigen Energieriesen, Und das ist alleine das Problem, warum sie auf 50 Atomkraftwerke sitzen mit einem riesigen Atomabfallberg ( was ein unüberschaubares Dauerrisiko darstellt)und 50 Mal unkontrolierbarem Restrisiko. Und das sie echte wirtschaftliche Probleme schon vor dem Tsunami hatten, kommt auch von diesem Sumpf der Abhängigkeit von den Energiekonzernen.....da wurde schwer daran gearbeitet sich nicht nach Alternativen Energien umzuschauen und zu nutzen......und Japan hätte genauso Alternativen wie wir und zusätzlich sogar unendlich viel Thermoenergie Ressourcen ähnlich wie Island, aber leider nichts daraus gemacht.....Jeder der andere Sachen erzählt hat keine Ahnung

so einen ähnlichen Lobbyisten sumpf gibt es auch in Deutschland. wobei da CDU und FDP ganz vorne mitmischen. Ein klarer Beweis ist die Laufzeitverlängerung der AKWs ohne Not und ohne Sinn. Wer das nicht erkennt, dem ist nicht mehr zu helfen. Und das zurückrudern ( Auf einmal kann man 7 AKWs vom Netz nehmen ohne das Deutschland untergeht natürlich in Absprache mit den Energiekonzernen ) der Schwarz/gelben Lobbyisten sippschaft ist alleine den kommenden Landtagswahlen geschuldet (Ich hoffe die werden da richtig abgestraft). Und der Ausstieg aus dem Ausstieg wird für uns verdammt teuer....die CDU und FDP haben uns da ein Problem aufgehalst , das schon längst gelöst war......die müssen weg!!!! solche falsche Labertaschen die sich über Nacht im grünen Tarnmäntelchen präsentieren und auf Betroffenheit machen, weil sie Schiss vor den kommenden Landtagswahlen haben, brauchen wir nicht.....

Wir Steuerzahler finanzieren den Wirtschaftswachstum der Konserne.... z.B. die Subvetionen in der Landwirtschaft, ist ein ähnliches Beispiel, der normale Bauer sieht da wenig davon. Das meiste bekommen die Konzerne. Und die Regierung weigert sich bis heute die Liste herauszugeben wer deffinitive von den Subventionen provitiert. Und da könnte man unendlich weitermachen....Der Ernährungsektor/Gesundheitswesen/ Rentenpolitik/Finanzkrise alles ein einziger Sumpf.....und wer verteidigt das korrupte system auf allen Ebenen, so das es für uns, dem einzelnen immer teuerer und komplizierter wird ? Genau die CDU und FDP....

Allerdings haben wir im Gegensatz zu Japan eine nennenswerte Opposition die da nicht immer mitspielt....aber leider auch viele Blindgänger die glauben die Wirtschaft brumme nur mit der CDU und FDP....lol....

PS ich bin kein linker, ich sehe mich als konservativer Grüner....
Zuletzt geändert von bruchstein am 16.03.2011 16:55, insgesamt 22-mal geändert.
Benutzeravatar
HanFred
Beiträge: 5330
Registriert: 09.12.2009 10:55
Persönliche Nachricht:

Beitrag von HanFred »

bruchstein hat geschrieben:@presswurst_paul....alter das sind Tatsachen die so offentsichlich sind das es schon weh tut.....kannst es ja wiederlegen, aber da wirst du scheitern
HIER wurde einiges davon gesammelt.
Bei uns in Westeuropa wurde leider auch schon mehrfach versucht, Unfälle bzw. Störfälle zu vertuschen. Das beruhigt einen nicht gerade.
Zuletzt geändert von HanFred am 16.03.2011 11:12, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
bruchstein
Beiträge: 1338
Registriert: 25.11.2009 00:38
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Beitrag von bruchstein »

HanFred hat geschrieben:
bruchstein hat geschrieben:@presswurst_paul....alter das sind Tatsachen die so offentsichlich sind das es schon weh tut.....kannst es ja wiederlegen, aber da wirst du scheitern
HIER wurde einiges davon gesammelt.


DANKE :D
Benutzeravatar
the_smoker
Beiträge: 211
Registriert: 15.11.2005 20:54
Persönliche Nachricht:

Beitrag von the_smoker »

ich war letzte Woche in Japan, bin letzten Mittwoch zurückgeflogen und zwei Tage später machen die sozusagen nen Hattrick.

In Kobe ist zwar nichts passiert und den Leuten gehts dort gut, trotzdem bleibt ein verdammt flaues Gefühl im Magen. Ich habe sehr gute Freunde dort die heute abend zurück nach Deutschland kommen. Freue mich schon darauf die gesund und munter am Flughafen abholen zu können. Einer war zum Zeitpunkt des Bebens in Tokio und laut ihm war es verdammt gefährlich, trotz weitgehend erbebensicherer Bauweise.

Vor lauter Atom scheinen die Medien hier vergessen zu haben, dass knapp 10000 Menschen weggespült worden sind. Leider kann man nichts tun außer tatenlos zusehen und beten, dass sie die Lage in den Griff kriegen. Das Vertrauen habe ich derzeit noch aber mit jeder Horrormeldung schwindet es.
Benutzeravatar
Max Headroom
Beiträge: 1856
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Max Headroom »

@Kuemmel234:
Auch ich kann nicht so viel mit dem Massengedanken anfangen.
Ich ebenfalls nicht ... bin ja kein Japaner.
Ich kenne allerdings ein paar Japaner persönlich (...)
Viele hier kennen einige Japaner. Ich arbeite mit vielen zusammen und studiere das Land und die Kultur seit runden 20 Jahren. Und trotzdem überraschen sie mich jeden Tag aufs neue ;)
Das Du noch nichts gehört hast, muss noch nicht viel heissen. Aufgrund der Stromrationalisierung ist es im Augenblick mit Skype & Co. Essig. Und nur die südlicheren Gebiete kommen zum entspannterem Telefonieren. Ich drücke Dir die Daumen, dass niemand in der Präfektur Miyagi war. Eine Kollegin von mir muss wahrscheinlich mit dem Verlust ihrer Großeltern rechnen, welche im Norden ihre Heimat hatten :(
Ein Volk (...) darf eigentlich nicht ueber andere Gesellschaften meckern ;).
Alle haben sie macken! Wir auch!
Doch doch! Meckern darf man immer wieder. Sowas nennt sich im Allgemeinem "Kritik" und wird durch die Meinungsfreiheit geschützt. Man sollte nur nicht den Fehler machen, und "von mir auf andere" schätzen. Dies führt sonst schnell zu Missverständnissen und teilw. gefestigten Vorurteilen.
PISA (...)
Kein Test ist wirklich repräsentativ. Ein simpler Lückentext ist natürlich kein Garant für eine allgemein gute Bildung. Aber es ist ein Test, ein Vergleich verschiedener Qualitätsstufen anhand eines Überprüfungsstandart. Ohne gewisse Testregeln, hier die ausgesuchten Fragen die ggf. in jedem Land bekannt sein müssten, kann man keinen Vergleich machen. Aber genau aus dieser Differenz, dieser Unterschiedlichkeit des Lernens an sich, können wir unsere Stärke beziehen. Die einen lernen schlichtweg auswendig (Ostasien), die anderen lernen die Analyse und schrittweite Problemlösung, wie wir im Westen. Jede "Methode" hat ihre Vorteile und Nachteile.

Aber, um etwas Schmunzeln einzubringen ... Stefan Raab zeigt nicht gerade viele hochqualifizierte Analytiker in seinen Sendungen ;) (Jaja ... ich weiss. Ist keine repräsentative Quelle :))
Man kann nicht Bohnen saehen und Birnen pfluecken, das geht einfach nicht!
Deshalb auch mein Hinweis, sich lieber bei Spezialisten zu informieren. Entweder berichtende Quellen im Ausland, oder bei den Universitäten im Inland. Wiki ist für einen ersten Blick zwar gut, aber im Netz verbreiten sich auch alte und falsche Meldungen gleichwertig. Man sollte danach auch den richtigen Filter anwenden und aussortieren. So wie Du hier gerade über die Tests berichtet und den Unterschied klargelegt hast, sollte ein Unkundiger sich bitte auch die Mühe machen und das gelesene bzw. gesagte über Japan nachprüfen. Wie ich schon schrieb ... seit über 10 Jahren ist das meiste längst veraltet. Arbeitslosigkeit, "Faulheit", Streitsucht ... all dies hat mit den letzten 1-2 Generationen längst Einzug gehalten. Die heutigen Kinder werden nicht dasselbe Japan erleben, wie die bekannten "Ich hack mir den Finger ab!" Dauerarbeiter von vor 50 Jahren.

Ein winziger Lichtblick am Horizont: Der neue (=alte) Zusammenhalt und das damit verbundene gemeinsame Wiederaufbauen erleben die Kinder nun am eigenem Leib. Eine neue Generation, mit den alten Werten. Da ist nicht mehr viel Platz für Faulheit und pubertäres Trotzverhalten mit Flucht in die Shibuya-Einkaufsmeile. Hier erkennt man, dass selbst die unterschiedlichsten Länder der Erde, mit den unterschiedlichsten Philosophien, letztenendes doch alle die selben Bürger auf diesem Planeten sind und das Leben mit dem selben Augen sehen. Egal von wo wir herkommen und was wir gelernt haben, das Mitgefühl ist bei uns allen gleich :)
Benutzeravatar
Max Headroom
Beiträge: 1856
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Max Headroom »

@the_smoker:
In Kobe ist zwar nichts passiert und den Leuten gehts dort gut, (...) Einer war zum Zeitpunkt des Bebens in Tokio und laut ihm war es verdammt gefährlich, trotz weitgehend erbebensicherer Bauweise.
Ja. Die Erdbebenstärke war unbeschreiblich. Oosaka war runde 1000 Kilometer entfernt, und dort wurde das ganze Interieur von Unternehmen weggeschleudert. Nicht auszudenken, wenn sie ihre Gebäude ungesichert gehabt hätten. Die Zahl an Toten unter den herabfallenden Trümmern will ich mir lieber nicht ausmalen.
Ich habe sehr gute Freunde dort die heute abend zurück nach Deutschland kommen. Freue mich schon darauf die gesund und munter am Flughafen abholen zu können.
Ich drücke Dir die Daumen mit den (weiteren) Freunden in Japan! Wir haben gestern 2 Familien abgeholt ... gesund waren sie, nur nicht besonders munter. Froh wieder sicheren Boden unter den Füßen zu haben, aber tief besorgt um die Freunde und Verwandte in Japan.
Das Vertrauen habe ich derzeit noch aber mit jeder Horrormeldung schwindet es.
Exkat! Diese Unkontrollierbarkeit der Reaktoren ist ein einziger Horror. Nichts kriegt man in den Griff, und täglich neue Horrormeldungen über gesprengte Hüllen, Risse, austretende Strahlung und der Schmelze. Als ob die Trauer um die Tsunamiopfer nicht schon genug ist, muss man sich nun auch noch auf eine Sicherheitszone im Nordosten gefasst machen. Und dies, auf dem ohnehin schon natürlich begrenztem Land.
Benutzeravatar
bruchstein
Beiträge: 1338
Registriert: 25.11.2009 00:38
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Beitrag von bruchstein »

Laut Wikilig sind die Japanischen Atomkraftwerke gar nicht so Erdbebensicher wie die Betreiber behaupten, sprich der Sicherheitsstandart der klar deffiniert ist, wurde und wird nicht eingehalten......mich wurde nicht wundern wenn da noch mehr Ungereimtheiten ans Licht kommen und das evtl nicht eingehaltene Sicherheitsvorschriften und schlechte Wartung der eigentliche Grund der Atomaren Katastrophe dort ist. Und nicht in erster Linie der Tsunami und das Erdbeben....

diese Energiemonopolisten bescheissen und tricksen ohne Ende . Und die Regierung deckt diese Spielchen und vertuscht fleissig mit. Das ist in Deutschland ( CDU/FDP) nicht anderst als in Japan....

Alleine schon die klar erhöte Krebsrate für die Bevölkerung, die in der nähe von AKWs wohnt, ist ein Grund die Dinger abzuschalten....
Benutzeravatar
Max Headroom
Beiträge: 1856
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Max Headroom »

@bruchstein:
mich wurde nicht wundern wenn da noch mehr Ungereimtheiten ans Licht kommen und das evtl nicht eingehaltene Sicherheitsvorschriften und schlechte Wartung der eigentliche Grund der Atomaren Katastrophe dort ist. Und nicht in erster Linie der Tsunami und das Erdbeben....
Ja und Nein. Ja, die Kraftwerke sind, gemessen an heutigen Möglichkeiten, hoffnungslos veraltet. Dies trifft aber auch auf unsere heutigen Meiler zu, kein Zweifel. Nein, die Katastrophe ist kein Fall von menschlichem Versagen oder vernachlässigter Wartung. Der Tsunami vernichtete die elektrische Versorgung des Siedewasserreaktors. Ohne außerwärtiger Stromversorgung (Stromleitungen weggespült) und ohne Dieselaggregate (Motoren weggespült), bleiben nur die Batterien übrig. Tja ... und da kann man nicht einfach hin und 'ne Sicherung eindrehen. Und zehntausende von Fahrrädern hinzustellen und wie verrückt die Dynamos zu betreiben, dazu fehlte bekanntlich die Infrastruktur. Und so nahm das Schicksal ihren Lauf :(

Wir haben hierzulande AFAIK Druckwasserreaktoren, die aber ebenfalls nicht gerade bombensicher sind. Unser Brunsbüttel hat über 400 Störfälle, seit ihrem Bau in den 70er(!) Jahren. Krümmel hat unwesentlich weniger Störfälle. Immer noch über 300. Und dies, ohne jegliche Monsterwelle oder Häußereinreissende Erdbeben.

Es ist wahrlich ein Desaster, wie diese Atompolitik gehandhabt wird. Es fehlt der völlige verantwortungsvolle Umgang mit dieser heissen Masse. Mich ärgert diese desaströse Informationspolitik seit langem. Würde man einfach die Meiler so oft wie möglich "updaten", wie es bei den PCs der Fall wäre, so hätten wir - trotz Atommüll - ein gutes Stück sichere Kraftwerke. Doch mit über 30 Jahre alter Technik, kann man nicht viel reissen. Meiner Meinung ist es nun allerhöchste Zeit, Stromgewinnung umzustellen. Und wie die Nachrichten vermelden, denken in Europa nahezu alle Menschen so :)
diese Energiemonopolisten bescheissen und tricksen ohne Ende. Und die Regierung decken diese Spielchen und vertuscht fleissig mit. Das ist in Deutschland (CDU/FDP) nicht anderst als in Japan...
Geld und Macht, Kollege. Geld und Macht. Geld, um damit unseren Standard bzw. die Schulden zu decken. Und Macht, um weiter an den großen Hebeln zu werkeln und sich damit einen Namen für die spätere Wirtschaftsarbeit zu machen. Politiker, die ihre Politik auch zum Wohle des Volkes ernst nehmen, sind leider eine Seltenheit. Und in den bewährten "Großparteien" sind sie erst recht mit der Lupe zu suchen. In einer Zeit, in der selbst Uni-Betrüger vom Volke "zurückgewünscht" werden, weil sie einfach nur toll lächeln können, überrascht mich nichts mehr :P
Benutzeravatar
bruchstein
Beiträge: 1338
Registriert: 25.11.2009 00:38
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Beitrag von bruchstein »

@ Max Headroom ne ne du machst es dir ein bischen zu einfach.....aber jedem seine Meinung.....ein Supergau kann in jedem AKW entstehen und sei er noch so neu. Und kontrollierbar ist so ein Vorfall so oder so nicht mit katastrophalen Folgen.( der Tsunami und das Erdbeben wird ein Klacks dagegen sein). Und das ist der Punkt warum die weg müssen.....und der Atomabfall ist die reinste Zeitbombe, die suchen Lagerstätte die 1 Millionen Jahre halten müssen (solange strahlt das Zeug). Ein Ding der unmöglichkeit würde ich sagen. Das perfekte Zeug für den Spruch, ``nach mir die Sintflut``...... was uns diese tausemde Tonnen von provisorisch gestapelten Zeitbomben weltweit noch für Probleme bereiten, möchte ich gar nicht wissen.....

Wir Deutsche müssen unsere Nachbarn durch Taten zeigen, das wir mit unserer (Alternativen) High Tech Energiegewinnung Geld machen und Erfolgreich sind.....was praktisch jetzt schon der Fall ist.....und die Gewonnene unabhängigkeit von Ausländischen Energielieferanten, macht uns wirklich unschlagbar..... die andern ziehen dann schon nach, aber erst dann wenn wir unabhängig sind.....
Zuletzt geändert von bruchstein am 17.03.2011 08:24, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
speedie²
Beiträge: 4529
Registriert: 01.06.2009 20:13
Persönliche Nachricht:

Beitrag von speedie² »

Max Headroom hat geschrieben:@speedie²:
quellen kann ich dir nicht nennen, aber als wir mal ein film über die japaner gesehen haben, holda die waldfee. (...)
Bitte frage bei deiner nächsten Universität, Fachbereich Japanologie bzw. Regionalwissenschaft Japan, nach. Dieses Bild, welches Du hier dargelegt hast, wankte vor 20 Jahren und ist seit mindestens 10 Jahren vollends runtergefallen und zerstört.
Die Kinder brauchen alle Uni-Abschlüsse, deshalb gehen sie auch alle zur Nachhilfe. Wer besser als die anderen ist, kommt auf einer höher angesehenen Universität. Du wirst dies auch kennen, wenn Du dich mit Schulnoten irgendwo bewerben möchtest. Der Konkurrent mit besseren Noten wird eher genommen. Und in gute Unternehmen kommt man eben nur mit guten Universitätsnamen rein....

[sorry aber ich kürze mal ab an der stelle :!: ]
erstmal danke das du dir so viel zeit genommen hast und mich ein wenig aufgeklärt hast. wie gesagt das beruht sich bei mir auf sachen die ich mal gesehen und gelesen hab. man reimt sich ja dann auch vieles zusammen, und ich war noch nie in japan, hab auch keinen kontakt dorthin bzw. auch keine verwandten etc.

wobei ich gerne mal nach japan würde/wollte, sollte sich allerdings schlimmstes bewahrheiten, dann, wird es leider nichts... weil ich finde die kultur sehr interessant, die lebensweise und den technik-wahnsinn, oder auch die mangas(auch wenn ich kein fan bin davon, aber das gehört ja auch zur jap. kultur). ich bin auch ein fan von sushi, natürlich kein walfleisch.

daher bin ich immer offen für neues und will auch nix verdrehen oder was vor 15-20 jahren mal wahr, das kann ich auf aktualität nicht prüfen und der japanische sprachenkenner bin ich auch nicht um mich dort in den foren oder blogs und seiten zu informieren ;)

also nochmals vielen dank!
Benutzeravatar
Max Headroom
Beiträge: 1856
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Max Headroom »

@bruchstein:
ne ne du machst es dir ein bischen zu einfach.....aber jedem seine Meinung.....ein Supergau kann in jedem AKW entstehen und sei er noch so neu. Und kontrollierbar ist so ein Vorfall so oder so nicht mit katastrophalen Folgen.
Du hast recht, ich vereinfache es natürlich. Aber ich rede es keinesfalls schön. Es bleibt aber Tatsache, dass die derzeitige Forschungslage bei der Kernkraft um einiges fortgeschrittener ist, als seit dem Bau der Meiler Anno Pong. Da aber eher der lukrative Geldschein lockte, musste das Teil so lange wie möglich am laufen bleiben. Je länger, desto mehr Milliarden spült das Teil ein. Erst recht nach einer Abschreibung. Da ist natürlich niemand daran interessiert, die Teile alle 10 Jahre einzureissen und durch bessere, effizientere und sichere (ja, es geht) Meiler zu ersetzen. Eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Doch wenn man schon mit einer solchen hochgefährlichen Substanz arbeitet, dann sollte man auch den allerhöchsten Sicherheitsstandard anpeilen. Und dies, jedes verdammte Jahr. Nicht nur einmal alle 30 Jahre. Doch wer will dann noch auf Kernkraft setzen, wenn das erzwungene Update immer wieder Geld kostet? So "überreden" die paar Konzerne die Politiker immer wieder auf's neue, Laufzeitenverlängerungen durchzusetzen. Nach 30 oder 40 Jahren ist ein solcher Schweizer-Käse-Reaktor, mit etlichen hunderten von dokumentierten Störfällen, ein Fall für das Museum.
Das ist keine Politik die auf Sicherheit setzt, sondern ein opportunistisches in-den-Hintern-der-Betreiber kriechen der Politiker, meiner Meinung nach ;) .
und der Atomabfall ist die reinste Zeitbombe, die suchen Lagerstätte die 1 Millionen Jahre halten müssen (solange strahlt das Zeug).
Vollste Zustimmung. Theoretisch, und in kleinen Laboren, ist mit Hilfe der Transmutation schon gelungen, die Halbwertszeit von 500.000 Jahre auf nur 500(!) zu senken. Das sind satte 499.500 Jahre weniger als sonst. Doch dies ist nur ein Laborversuch. Genauso wie mit den Fusionsreaktoren, die eigentlich die wahrlich beste Version der KKWs sein werden. Doch bis diese in Betrieb gehen, werden wir wohl noch 500 neue Kraftwerke erleben. Die sind womöglich wesentlich sicherer als die jetzigen Uraltmeiler, aber auch sie werden dann für etliche Jahrzehnte betrieben ... lange nachdem neue Technologien entwickelt wurden.
Ein Ding der unmöglichkeit würde ich sagen.
In Anbetracht, wie verantwortungslos man oft mit dem Zeug umgeht, stimme ich dir hier absolut zu!
Wir Deutsche müssen unsere Nachbarn durch Taten zeigen, das wir mit unseren Fortschritlichen Alternativen Energiegewinnung Geld machen und Erfolgreich sind (...)
Die KKWs sind alles andere als lukrativ. Sie erzeugen Strom, aber alles was danach folgt, ist vom vernünftigen Kosten/Nutzen Faktor weit weit entfernt. Die Subventionen und die Abwälzung der Lagerprobleme auf den Staat, also letztenendes uns, lässt uns den Strom günstig erscheinen. Rechnet man allerdings nur alleine die Kosten für die Suche nach einer "Endlagerstätte" hinzu, dann ist die ansonsten als sauteure verschriene Solartechnik dagegen ein Sonderangebot.

Es ist klar, dass wir nicht von Biosprit und Windkraft alleine leben können. Aber die richtigen Pläne hast Du ja schon angegeben. Eine dezentrale Strom- und Wärmegewinnung wird die Zukunft gehören. Befeuert durch Gas oder anderen Energieträgern (am liebsten Wasserstoff :)), wird dann jeder Haushalt sich "ihren" Strom erzeugen können. Doch den Abschied von den großen Konzernen, von denen man dann nicht mehr abhängig sein würde, wollen sich die Olygopolen nicht bieten lassen. Pläne sind da, der Wille ist bei den Bürgern nun wohl erst richtig durchgebrochen. Ob die Wirtschaft dahingegen - mit hilfe der Politik - die Zügel in die Hand nimmt, ist angesichts der Erfahrung mit Schwarz-Gelb wohl leider noch fraglich.

@speedie²:
Gern geschehen :)
Falls Du mal Zweifel oder Bedenken über irgendwelche "aufgeschnappte" Texte hast, und in deiner Nähe ist irgendwo eine Uni mit Asienwissenschaften bzw. Japanologie, zögere nicht und frage einfach dort nach. Die sprechen alle Deutsch und leben einzigst nur von der Erforschung von Wahrheiten und (falschen) Behauptungen ;)
Benutzeravatar
ToryFaol
Beiträge: 156
Registriert: 05.04.2009 17:42
Persönliche Nachricht:

Beitrag von ToryFaol »

ist doch jedes mal urkomisch, wie leute kommentare der user zu einem ernsten thema stück für stück auseinander nehmen, ihren senf dazu schreiben, sich für extrem clever halten und somit stark vom thema abdriften... ärgert einen irgendwie...

ich hoffe, japan erholt sich von dieser katastrophe. ich hoffe, dass nicht noch mehr unglück geschiet und dass wenigstens einige der vermissten überlebt haben. ob sie nun "selbst schuld" an der krise haben, weil sie nunmal auf atomkraft setzen, oder nicht, sei mal dahingestellt. ich denke nicht, dass irgendjemand mit einem erdbeben stärke 8,9 rechnet. aber was geschehen ist, ist geschehen. nun rumzudisskutieren, ob atomkraft nun gut oder böse ist, hilft den menschen nicht...