Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem App-Store

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FuerstderSchatten
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von FuerstderSchatten »

Porsche007 hat geschrieben: Eine zentrale Lagerung bringt einfach eine ganze Menge Nachteile!

Sportschützen wollen auch die Möglichkeit haben spontan an Wettkämpfen teilzunehmen. Jäger müssen auch mitten in der Nacht verunfalltes Wild mit einem Fangschuss abfangen (gerade bei letzterem wäre eine zeitaufwändige Fahrt zu einer zentralen Lagerstelle, wo auch jemand zur Ausgabe vorgefunden werden muss, nicht gerade tierschutzgerecht.).
Waffendiebstähle werden deutlich einfacher gemacht, da Verbrecher bei der zentralen Lagerstelle gleich ein ganzes Arsenal vorfinden.
Es entstände ein hoher Kostenfaktor, da das ganze zentrale Lager erst eingerichtet und unterhalten werden muss.
Das Hauptgegenargument ist aber, dass darin keinerlei erkennbarer Sicherheitsgewinn besteht! Wer mit seiner Waffe einen Amoklauf starten möchte, der kann dies auch machen nachdem er die Waffe aus der zentralen Lagerung abgeholt hat! Bei der von dir beschriebenen Effekthandlung wäre es wirklich egal, welche Art von Waffe man zur Verfügung hat! Wenn eine Schusswaffe einen Totschlag wahrscheinlicher machen sollte, so wie du es dargestellt hast, dann würden mich mal ein paar belegende Fakten dazu interessieren. Mir sind keinerlei Zahlen bekannt, die belegten, dass legale Waffenbesitzer häufiger Menschen im Affekt töten, als Nicht-Waffenbesitzer (wahrscheinlich ist es sogar umgekehrt, da jeder legale Waffenbesitzer in Deutschland seine Waffen sofort abgeben kann, wenn er aus irgendeinem Grund vorbestraft wird.). Die Waffe ist in solchen Fällen immer nur Mittel zum Zweck (genauso wie z.B. ein Messer) und nicht der Auslöser einer Tat! (ich glaube wir drehen uns etwas im Kreis...)
Da wir uns tatsächlich nicht so leicht einigen werden und mir es in Wirklichkeit nicht so wichtig ist. Eine Sache bei der zentralen Lagerung hast du vergessen, der Junge aus Winnenden hätte z.B. keinen Amoklauf mit einer Pistole machen können, weil diese ja dann gelagert gewesen wäre. Nur wenn der Täter auch der Waffenbesitzer ist, wäre das immer noch möglich. Nun können wir nicht alle Gesetze danach richten, was ein Amokläufer macht.

Immerhin wenn eine Schusswaffe da ist, ist sie sehr häufig das Mittel zum Zweck oder man könnte denken, die Betonung liegt auf könnte, dass es vielleicht auch eine Versuchung darstellt. Ich will jetzt nicht irgendwelche Statistiken raussuchen, aber ich könnte mir vorstellen, dass Leute die Schusswaffen haben, auch öfters Selbstmord begehen im Durchschnitt als welche ohne, wenn sonst alle Faktoren gleich sind. Ist aber nur Spekulation meinerseits. Jedenfalls mit nem Messer will sich wohl kaum jemand selbst umbringen. Zumindest ich würde es nicht wollen.

Ich denke immer noch das von privaten Waffen ein gewisses erhöhtes Risiko ausgeht, aber erstens kann ich es nicht beweisen, weil dazu kaum vergleichende Studien möglich sind, dafür sind die Gesellschaften der verschieden Staaten viel zu verschieden und zweitens wenn so viele Spaß daran haben und vielen so viel daran zu liegt muss eine Gesellschaft zumindest Kompromisse finden, wenn denn zumindest nicht dauernd was passiert. Was meiner Meinung in Deutschland tatsächlich nicht der Fall ist. Ist halt ne Abwägungssache.
Schön ist das allemal nicht, wenn wieder was schlimmes passiert. Andererseits das hat ja jemand anderes geschrieben, kann einen das ja auch ein Auto zum Mordinstrument werden.

Was ich aber gar nicht kewl finde, auch schon gar nicht von den Schützen usw., diese versuchen wirklich den schwarzen Peter auf die Medien (Computerspiele, Fernsehen und Musik) zu schieben, wenn was schlimmes passiert. Das ist einfach nur komplett abwegig.

Außerdem ist ein Amoklauf ohne Schusswaffe mit einer Axt beispielsweise nicht annähernd so gefährlich. Ich schätze mal Anders Breivik hätte schön dumm ausgesehen ohne sein Schnellfeuergewehr.
Porsche007
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Porsche007 »

FuerstderSchatten hat geschrieben:
Porsche007 hat geschrieben: Eine zentrale Lagerung bringt einfach eine ganze Menge Nachteile!

Sportschützen wollen auch die Möglichkeit haben spontan an Wettkämpfen teilzunehmen. Jäger müssen auch mitten in der Nacht verunfalltes Wild mit einem Fangschuss abfangen (gerade bei letzterem wäre eine zeitaufwändige Fahrt zu einer zentralen Lagerstelle, wo auch jemand zur Ausgabe vorgefunden werden muss, nicht gerade tierschutzgerecht.).
Waffendiebstähle werden deutlich einfacher gemacht, da Verbrecher bei der zentralen Lagerstelle gleich ein ganzes Arsenal vorfinden.
Es entstände ein hoher Kostenfaktor, da das ganze zentrale Lager erst eingerichtet und unterhalten werden muss.
Das Hauptgegenargument ist aber, dass darin keinerlei erkennbarer Sicherheitsgewinn besteht! Wer mit seiner Waffe einen Amoklauf starten möchte, der kann dies auch machen nachdem er die Waffe aus der zentralen Lagerung abgeholt hat! Bei der von dir beschriebenen Effekthandlung wäre es wirklich egal, welche Art von Waffe man zur Verfügung hat! Wenn eine Schusswaffe einen Totschlag wahrscheinlicher machen sollte, so wie du es dargestellt hast, dann würden mich mal ein paar belegende Fakten dazu interessieren. Mir sind keinerlei Zahlen bekannt, die belegten, dass legale Waffenbesitzer häufiger Menschen im Affekt töten, als Nicht-Waffenbesitzer (wahrscheinlich ist es sogar umgekehrt, da jeder legale Waffenbesitzer in Deutschland seine Waffen sofort abgeben kann, wenn er aus irgendeinem Grund vorbestraft wird.). Die Waffe ist in solchen Fällen immer nur Mittel zum Zweck (genauso wie z.B. ein Messer) und nicht der Auslöser einer Tat! (ich glaube wir drehen uns etwas im Kreis...)
Da wir uns tatsächlich nicht so leicht einigen werden und mir es in Wirklichkeit nicht so wichtig ist. Eine Sache bei der zentralen Lagerung hast du vergessen, der Junge aus Winnenden hätte z.B. keinen Amoklauf mit einer Pistole machen können, weil diese ja dann gelagert gewesen wäre. Nur wenn der Täter auch der Waffenbesitzer ist, wäre das immer noch möglich. Nun können wir nicht alle Gesetze danach richten, was ein Amokläufer macht.
Letzendlich liegt Winnenden auch einem Gesetzesverstoss zugrunde. Der Vater hätte die Waffe vorschriftsgemäß in einem Waffenschrank aufbewahren müssen und somit hätte der Täter keinen Zugriff gehabt.
Ich finde es nicht besonders sinnvoll nach so einer grausamen Tat immer über Gesetzesverschärfung, "Killerspiele" oder Paintball oder ähnliches zu diskutieren, sondern man sollte sich viel mehr fragen: Was bringt einen Jugendlichen eigentlich dazu, so eine schlimme Tat zu begehen? Wie kann man versuchen sowas frühzeitig zu erkennen und ihm rechtzeitig professionelle Hilfe zukommen lassen? Da liegt die eigentliche Ursache...

FuerstderSchatten hat geschrieben: Immerhin wenn eine Schusswaffe da ist, ist sie sehr häufig das Mittel zum Zweck oder man könnte denken, die Betonung liegt auf könnte, dass es vielleicht auch eine Versuchung darstellt. Ich will jetzt nicht irgendwelche Statistiken raussuchen, aber ich könnte mir vorstellen, dass Leute die Schusswaffen haben, auch öfters Selbstmord begehen im Durchschnitt als welche ohne, wenn sonst alle Faktoren gleich sind. Ist aber nur Spekulation meinerseits. Jedenfalls mit nem Messer will sich wohl kaum jemand selbst umbringen. Zumindest ich würde es nicht wollen.
Das halte ich aber ehrlich gesagt für Blödsinn! Niemand begeht Selbstmord, nur weil er eine Waffe besitzt. Wenn man sich selber töten möchte, dann gibt es tausende Wege. Man kann von der Entscheidung den Freitod zu wählen halten was man möchte und inwiefern man dies als menschliches Recht ansieht (wie z.B. in der Schweiz), oder dies vielleicht im Gegenteil sogar als Sünde betrachtet.
Auf jeden Fall ist es mir aber deutlich lieber, wenn jemand sich mit seiner eigenen Waffe erschießt, anstatt sich z.B. vor einen Zug zu werfen und unter Umständen damit den Lokführer für den Rest seines Lebens zu traumatisieren!
FuerstderSchatten hat geschrieben:
Ich denke immer noch das von privaten Waffen ein gewisses erhöhtes Risiko ausgeht, aber erstens kann ich es nicht beweisen, weil dazu kaum vergleichende Studien möglich sind, dafür sind die Gesellschaften der verschieden Staaten viel zu verschieden und zweitens wenn so viele Spaß daran haben und vielen so viel daran zu liegt muss eine Gesellschaft zumindest Kompromisse finden, wenn denn zumindest nicht dauernd was passiert. Was meiner Meinung in Deutschland tatsächlich nicht der Fall ist. Ist halt ne Abwägungssache.
Schön ist das allemal nicht, wenn wieder was schlimmes passiert. Andererseits das hat ja jemand anderes geschrieben, kann einen das ja auch ein Auto zum Mordinstrument werden.

Was ich aber gar nicht kewl finde, auch schon gar nicht von den Schützen usw., diese versuchen wirklich den schwarzen Peter auf die Medien (Computerspiele, Fernsehen und Musik) zu schieben, wenn was schlimmes passiert. Das ist einfach nur komplett abwegig.
Es ist immer einfacher, etwas verbieten zu wollen, mit dem selber nicht viel zutun hat! Genauso wie viele in diesem Forum gerne als erstes die Waffenbesitzer angehen. Ich halte von beiden Varianten nicht viel, da die eigentlichen Ursachen woanders zu suchen sind. Organisationen wie "Aktionsbündnis Winnenden" suchen verzweifelt nach irgendwelchen Stellrädchen, um solche Taten möglichst zu verhindern, schießen dabei aber in der Regel weit über das Ziel hinaus. Waffenbesitzer verweisen auf Videospieler, Videospieler auf Waffenbesitzer und letzendlich bringt uns das alles nur bedingt weiter!
Amokläufe sind natürlich immer sehr tragisch und machen einen stark betroffen. Sie entsprechen aber (das darf man auch nie vergessen) nur einem kleinen Teil der Gesamtheit der Tötungsdelikte. Ich halte es für fragwürdig deshalb, als Reaktion die Freiheiten von Millionen von Bürgern einschränken zu wollen.
Ein einzelner Pilot kann, wie der Germanwings-Flug gezeigt hat, 150 Menschen mit in den Tod reißen, wenn er möchte. Deshalb kann es aber nicht die Lösung sein alle Flugzeuge verbieten zu wollen. (Diese Zahlen sollen jetzt keine Relativierung darstellen, ich möchte nur darauf verweisen, dass ich es für falsch halte Millionen von Menschen, die friedfertig ihrem Hobby nachgehen, für die Untat eines Einzelnen zur Verantwortung zu ziehen, in Kollektivverantwortung zu nehmen und mit Verboten zu bestrafen.)
FuerstderSchatten hat geschrieben: Außerdem ist ein Amoklauf ohne Schusswaffe mit einer Axt beispielsweise nicht annähernd so gefährlich. Ich schätze mal Anders Breivik hätte schön dumm ausgesehen ohne sein Schnellfeuergewehr.
Die amerikanische Antwort wäre jetzt, dass den Opfern von Breivik eine Möglichkeit fehlte sich selber zu verteidigen. Ganz falsch ist dies nicht, da die Polizei nunmal auch viel zu viel Zeit brauchte, bis sie vor Ort sein konnte.
Auf jeden Fall ist es aber so, dass es auch ohne die Möglichkeit sich legal eine Waffe zu kaufen Wege und Möglichkeiten gegeben hätte trotzdem diesen Amoklauf so durchzuführen. Weder die Gruppe um Beate Zschäpe, die RAF, noch die Attentäter von Paris schienen ein Problem zu haben sich eine illegale Waffe zu organisieren um damit Menschen zu ermorden. Wahrscheinlich ist dies alles eine Frage der Vorbereitung. Gerade bei Tätern oder Tätergruppierungen, die eine solche Tat penibel im Voraus planen.
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Wigggenz
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Wigggenz »

Porsche007 hat geschrieben:Es ist immer einfacher, etwas verbieten zu wollen, mit dem selber nicht viel zutun hat! Genauso wie viele in diesem Forum gerne als erstes die Waffenbesitzer angehen. Ich halte von beiden Varianten nicht viel, da die eigentlichen Ursachen woanders zu suchen sind. Organisationen wie "Aktionsbündnis Winnenden" suchen verzweifelt nach irgendwelchen Stellrädchen, um solche Taten möglichst zu verhindern, schießen dabei aber in der Regel weit über das Ziel hinaus. Waffenbesitzer verweisen auf Videospieler, Videospieler auf Waffenbesitzer und letzendlich bringt uns das alles nur bedingt weiter!
Vielleicht sollte man sich in Erinnerung rufen, dass Waffen als Gegenstände nur den Zweck haben Lebewesen schwer zu verletzen oder zu töten. Nichts anderes. Dass Waffen zum Töten benutzt werden, ist vorhersehbar, dafür sind Waffen da. Die Zweckentfremdung aller möglichen Gegenstände, die eigentlich anderen Zielen dienen, da kann man als Gesellschafts kaum etwas bis gar nichts gegen machen, aber Tötungswerkzeuge gehören nicht einfach ohne Weiteres in die Hände von Privaten.

Jemand, der sein Leben lang gewohnt ist, dass immer 'ne Waffe zu Hause liegt, ggf. regelmäßig mit ihr üben geht, wird, sollte ihn eine "Hassattacke" überkommen, diese viel eher umsetzen (können) als jemand, der sich erst noch auf illegalem Wege eine Waffe beschaffen müsste. Wenn Waffenbesitz etwas völlig Normales im Alltag ist, ist es auch ein viel weniger befremdlich, sie auch zu benutzen...
Porsche007
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Porsche007 »

Wigggenz hat geschrieben:
Porsche007 hat geschrieben:Es ist immer einfacher, etwas verbieten zu wollen, mit dem selber nicht viel zutun hat! Genauso wie viele in diesem Forum gerne als erstes die Waffenbesitzer angehen. Ich halte von beiden Varianten nicht viel, da die eigentlichen Ursachen woanders zu suchen sind. Organisationen wie "Aktionsbündnis Winnenden" suchen verzweifelt nach irgendwelchen Stellrädchen, um solche Taten möglichst zu verhindern, schießen dabei aber in der Regel weit über das Ziel hinaus. Waffenbesitzer verweisen auf Videospieler, Videospieler auf Waffenbesitzer und letzendlich bringt uns das alles nur bedingt weiter!
Vielleicht sollte man sich in Erinnerung rufen, dass Waffen als Gegenstände nur den Zweck haben Lebewesen schwer zu verletzen oder zu töten. Nichts anderes. Dass Waffen zum Töten benutzt werden, ist vorhersehbar, dafür sind Waffen da. Die Zweckentfremdung aller möglichen Gegenstände, die eigentlich anderen Zielen dienen, da kann man als Gesellschafts kaum etwas bis gar nichts gegen machen, aber Tötungswerkzeuge gehören nicht einfach ohne Weiteres in die Hände von Privaten.
Jetzt sind wir wieder auf Diskussionslevel Alpha angekommen :roll: (ist jetzt nicht persönlich gemeint)

Man kann genauso zwischen Sportwaffen, Jagdwaffen und militärischen Waffen unterscheiden, wie man zwischen Küchenmessern, Jagdmessern und Kampfmessern unterscheiden kann.
Eine Sportwaffe ist z.B. dafür da präzise auf z.B. 100 oder 300m ein Loch in eine Pappscheibe zu schlagen. Nichts weiter. Das hat rein garnichts mit dem Töten von Menschen zutun und dafür sind sie im Grundkonzept auch nicht gedacht!
Genausowenig wie Äxte, Dreschflegel und Mistgabeln zum Töten von Menschen konzipiert sind (auch wenn sie in Bauernkriegen oftmals Verwendung fanden)...

Genaugenommen sind selbst die Schusswaffen der Bundeswehr und der deutschen Polizei nicht zum "Töten" gedacht. Sie dienen zur Selbstverteidigung und zum Schutz der deutschen Bürger. Für den ein oder anderen ist das vielleicht mehr ein semantischer Unterschied, aber ich finde es macht schon einen Unterschied, ob jemand eine Waffe nutzt, um einen anderen Menschen zu töten, oder nur um sich oder Andere nicht von ihm töten zu lassen!
Wigggenz hat geschrieben: Jemand, der sein Leben lang gewohnt ist, dass immer 'ne Waffe zu Hause liegt, ggf. regelmäßig mit ihr üben geht, wird, sollte ihn eine "Hassattacke" überkommen, diese viel eher umsetzen (können) als jemand, der sich erst noch auf illegalem Wege eine Waffe beschaffen müsste. Wenn Waffenbesitz etwas völlig Normales im Alltag ist, ist es auch ein viel weniger befremdlich, sie auch zu benutzen...
Dazu habe ich glaube ich schon mehr als genug geschrieben...
Es gibt keine Zahlen, die nahelegen, dass es einen Zusammenhang zwischen Mordrate und leichter Verfügbarkeit legaler Waffen gäbe, so wie du es hier unterstellst (habe in voherigen Posts auch schon genügend Quellen verlinkt...)!
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Wigggenz
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Wigggenz »

Auch Schusswaffen der Behörden sind in erster Linie dazu gedacht, Gewalt damit auszuüben, auch wenn diese Gewalt unter verschiedensten Umständen gerechtfertigt ist.

Private, die in einer wie auch immer gearteten Krise stecken, für die ist Rechtmäßigkeit aber kein Maßsstab.

Außerdem steht restriktives Waffenrecht einer Privilegierung von Sportschützen doch überhaupt nicht im Wege, siehe D. Auch wenn ich keinen Sinn darin sehe, sie echte Waffen und Projektile nutzen zu lassen. Warum keine bloße Simulation?

Waffen gehören nur dahin, wo man einfach kontrollieren kann, dass die Gewalt, die durch sie ausgeübt wird, auch gerechtfertigt ist. Das ist der Fall bei Behörden und bei ausreichend strenger Kontrolle auch bei Jägern, ggf. sogar bei Sportschützen. Darüber hinaus ist es das Risiko nicht wert.

Jetzt kommt bestimmt wieder ein Vergleich UK- Schweiz :lol:
Porsche007
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Porsche007 »

Wigggenz hat geschrieben: Außerdem steht restriktives Waffenrecht einer Privilegierung von Sportschützen doch überhaupt nicht im Wege, siehe D. Auch wenn ich keinen Sinn darin sehe, sie echte Waffen und Projektile nutzen zu lassen. Warum keine bloße Simulation?
Das ist genauso sinnvoll, wie zu sagen: "Ich finde es ja in Ordnung, wenn man mit einem Sportwagen auf der Rennstrecke fährt. Warum muss dieser aber mehr als 50PS haben?"
Wigggenz hat geschrieben: Waffen gehören nur dahin, wo man einfach kontrollieren kann, dass die Gewalt, die durch sie ausgeübt wird, auch gerechtfertigt ist. Das ist der Fall bei Behörden und bei ausreichend strenger Kontrolle auch bei Jägern, ggf. sogar bei Sportschützen. Darüber hinaus ist es das Risiko nicht wert.

Jetzt kommt bestimmt wieder ein Vergleich UK- Schweiz :lol:
Es ist dein gutes Recht, diese Meinung zu vertreten, aber unter anderem an deinem selbstgenannten Beispiel siehst du, dass diese Einstellung nicht besonders rational begründbar ist...
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(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt »

Es würde bereits genügen, wenn schusswaffen nur verletzen könnten und am Körper abprallen, stat durchzugehen. Niemand würde sich der Person unbewaffnet nähern, es erfüllt somit den gleichen zweck. Lebensgefährliche schusswaffen gehören nicht in den Privathaushalt egal ob man polizist ist oder sportschütze.
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Wulgaru
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Wulgaru »

Porsche007 hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben: Außerdem steht restriktives Waffenrecht einer Privilegierung von Sportschützen doch überhaupt nicht im Wege, siehe D. Auch wenn ich keinen Sinn darin sehe, sie echte Waffen und Projektile nutzen zu lassen. Warum keine bloße Simulation?
Das ist genauso sinnvoll, wie zu sagen: "Ich finde es ja in Ordnung, wenn man mit einem Sportwagen auf der Rennstrecke fährt. Warum muss dieser aber mehr als 50PS haben?"
Eine seltsame Metapher. Du setzt die pure Tödlichkeit der Munition einer Waffe mit der Geschwindigkeit eines Rennautos gleich? Ist es nicht in der Tat eher die Handhabung und Präzision im Umgang mit der Waffe die für einen Sportschützen die Herausforderung darstellt und nicht was er für Munition verwendet? Also wie bei einem Rennauto eben der Umgang mit dem Sportgerät? Dir ist klar das Sportschützen auf Zielscheiben aus Papier und auf sowas wie Tontauben schießen?
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Wigggenz
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Wigggenz »

Porsche007 hat geschrieben:Es ist dein gutes Recht, diese Meinung zu vertreten, aber unter anderem an deinem selbstgenannten Beispiel siehst du, dass diese Einstellung nicht besonders rational begründbar ist...
Stell dir mal UK mit amerikanischem Waffenrecht vor.
Porsche007
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Porsche007 »

Wulgaru hat geschrieben:
Porsche007 hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben: Außerdem steht restriktives Waffenrecht einer Privilegierung von Sportschützen doch überhaupt nicht im Wege, siehe D. Auch wenn ich keinen Sinn darin sehe, sie echte Waffen und Projektile nutzen zu lassen. Warum keine bloße Simulation?
Das ist genauso sinnvoll, wie zu sagen: "Ich finde es ja in Ordnung, wenn man mit einem Sportwagen auf der Rennstrecke fährt. Warum muss dieser aber mehr als 50PS haben?"
Eine seltsame Metapher. Du setzt die pure Tödlichkeit der Munition einer Waffe mit der Geschwindigkeit eines Rennautos gleich? Ist es nicht in der Tat eher die Handhabung und Präzision im Umgang mit der Waffe die für einen Sportschützen die Herausforderung darstellt und nicht was er für Munition verwendet? Also wie bei einem Rennauto eben der Umgang mit dem Sportgerät? Dir ist klar das Sportschützen auf Zielscheiben aus Papier und auf sowas wie Tontauben schießen?
Ich glaube du hast in die Aussage etwas zuviel hineininterpretiert....
Eine großkalibrige Waffe besitzt einen höheren Rückstoß, der das Schießen und Treffen schwieriger und damit interessanter gestaltet. Daher ist Schießsport auf Zielscheiben mit Laserwaffen, wie Wigggenz vorgeschlagen hat, nicht vergleichbar und kein gleichwertiger Ersatz.
Tontaubenschießen wiederum funktioniert ausschließlich mit einer Flinte, daher einer großkalibrigen Waffe.

Bei einem Auto ist es genauso, dass mit steigender Motorleistung die Herausforderung und damit der Fahrspaß steigt, weswegen ich dazu eine Analogie gezogen habe.
Wigggenz hat geschrieben:
Porsche007 hat geschrieben:Es ist dein gutes Recht, diese Meinung zu vertreten, aber unter anderem an deinem selbstgenannten Beispiel siehst du, dass diese Einstellung nicht besonders rational begründbar ist...
Stell dir mal UK mit amerikanischem Waffenrecht vor.
Und dann?

Die UK hatte mal ein liberaleres Waffengesetz, das dann irgendwann mal verschärft wurde.
Interessanterweise ist danach (wie ich hier schonmal gepostet habe) die Schusswaffenkriminalität sogar angestiegen. Ein Beispiel, woran man sieht, dass hauptsächlich illegale Waffen deliktrelevant sind!
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Imperator Palpatine
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Imperator Palpatine »

(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt hat geschrieben:Es würde bereits genügen, wenn schusswaffen nur verletzen könnten und am Körper abprallen, stat durchzugehen. Niemand würde sich der Person unbewaffnet nähern, es erfüllt somit den gleichen zweck. Lebensgefährliche schusswaffen gehören nicht in den Privathaushalt egal ob man polizist ist oder sportschütze.
Nicht tödliche Distanzwaffen wurden in Deutschland bzw der deutschen Polizei bis heute wegen iher angeblichen Unzuverlässigkeit und Unwegbarkeit nicht eingeführt.

Die Auswirkungen von Tasern bei Herzkranken Personen wurden hierzulande als zu risikoreich eingestuft zum grossen Leidwesen vieler Polizisten die wie ihrer Kollegen in den USA gerne eine nicht letale Distanzwaffe als weiteres Einsatzmittel zur Verfügung hätten.

Der Rest dein Aussagen zeugt für mich leider von einer Naivität und Unkenntnis die mich mehr erschaudern lässt als das Wissen um private Schusswaffenbesitzer.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 30.06.2015 13:03, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Imperator Palpatine »

Wigggenz hat geschrieben:
Porsche007 hat geschrieben:Es ist dein gutes Recht, diese Meinung zu vertreten, aber unter anderem an deinem selbstgenannten Beispiel siehst du, dass diese Einstellung nicht besonders rational begründbar ist...
Stell dir mal UK mit amerikanischem Waffenrecht vor.
Da die Kriminaldelikte In Grossbritannien wie z.B Raubüberfälle mit illegalen Schusswaffen nach der Gesetzesverschärfung stark angestiegen sind und sich bis heute halten könnte das amerikanische Waffenrecht ( dass es so nicht gibt da jeder Bundesstaat andere Regelungen hat ) insbesondere für Privatleute wie Ladenbesitzer und Hauseigentümer hilfreich sein.

Wenn ich als Krimineller weiss dass mein potenzielles Opfer anders als noch vor einigen Monaten nicht mehr bewaffnet ist oder sein könnte macht es meine " Aktionen " um einiges einfacher.
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Wulgaru
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Wulgaru »

Imperator Palpatine hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:
Porsche007 hat geschrieben:Es ist dein gutes Recht, diese Meinung zu vertreten, aber unter anderem an deinem selbstgenannten Beispiel siehst du, dass diese Einstellung nicht besonders rational begründbar ist...
Stell dir mal UK mit amerikanischem Waffenrecht vor.
Da die Kriminaldelikte In Grossbritannien wie z.B Raubüberfälle mit illegalen Schusswaffen nach der Gesetzesverschärfung stark angestiegen sind und sich bis heute halten könnte das amerikanische Waffenrecht ( dass es so nicht gibt da jeder Bundesstaat andere Regelungen hat ) insbesondere für Privatleute wie Ladenbesitzer und Hauseigentümer hilfreich sein.

Wenn ich als Krimineller weiss dass mein potenzielles Opfer anders als noch vor einigen Monaten nicht mehr bewaffnet ist oder sein könnte macht es meine " Aktionen " um einiges einfacher.
Nun dieser Effekt dürfte sich ja mit der Zeit abnutzen und sein Gegenüber erschießen ist ja nun nicht die einzige Abwehrmaßnahme gegen einen Überfall und im Zweifelsfalle auch keineswegs die zuverlässigste, da diese Argumentation stets voraussetzt das jemand nicht nur mit einer Schusswaffe umgehen kann sondern sie auch noch in einer Drucksituation überlegt einsetzt. Da löst man nicht nur eventuell nicht nur das Problem nicht sondern tötet vielleicht auch Unschuldige (wie in etwa bei einem Ladenüberfall wenn man über die Theke ballert durchaus sehr realistisch vorstellbar).

Diese Komponente des blendet man gerne aus wenn man das Selbstverteidigungsargument für Schusswaffen benutzt. Man kann damit einfacher töten und verletzen, aber man kann damit nicht zwangsläufig eine lebensgefährliche Situation besser entschärfen, man fügt dieser nur ein zusätzliches Risikoelement hinzu.

Zumal du bei Schusswaffen zuhause auch immer das interessante Problem hast, das sehr viele Tötungsdelikte auch zuhause geschehen und Schusswaffen die Sicherheit der jeweiligen Opferpartei dann auch nicht erhöhen bzw. dem potentiellen Täter eine zusätzliche Möglichkeit in die Hand geben.
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FuerstderSchatten
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von FuerstderSchatten »

Porsche007 hat geschrieben: Die amerikanische Antwort wäre jetzt, dass den Opfern von Breivik eine Möglichkeit fehlte sich selber zu verteidigen. Ganz falsch ist dies nicht, da die Polizei nunmal auch viel zu viel Zeit brauchte, bis sie vor Ort sein konnte.
Auf jeden Fall ist es aber so, dass es auch ohne die Möglichkeit sich legal eine Waffe zu kaufen Wege und Möglichkeiten gegeben hätte trotzdem diesen Amoklauf so durchzuführen. Weder die Gruppe um Beate Zschäpe, die RAF, noch die Attentäter von Paris schienen ein Problem zu haben sich eine illegale Waffe zu organisieren um damit Menschen zu ermorden. Wahrscheinlich ist dies alles eine Frage der Vorbereitung. Gerade bei Tätern oder Tätergruppierungen, die eine solche Tat penibel im Voraus planen.
Ich wollte jetzt eigentlich gar nichts mehr dazu schreiben, aber Anders Breivik besaß seine Waffen legal. Er hat also mit seinen legalen Waffen Menschen getötet. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/b ... 76993.html

78 an der Zahl, damit vermutlich der erfolgreichste Amokläufer der Geschichte mit Schusswaffen, mit Sprengstoffen gibt's sicherlich noch höhere Zahlen. Zumindest aber in Europa der letzten 50 Jahre war er mit den meisten verursachten Toten.

Ich meine die NSU war ja nun sehr vernetzt in der Szene und hatte gerade mal eine Pistole und noch eine, die sie den Polizisten die sie getötet haben abgenommen haben, also gerade mal 2. Breivik war aber nicht vernetzt und hatte eine Pistole und ein Schnellfeuergewehr, er war auch Mitglied im Schützenverein.

In dem geposteten Link steht auch, dass er versucht hat sich illegal diesselben oder ähnliche Waffen zu besorgen, daran ist er aber mehrmals gescheitert. Vielleicht wäre es also nie zu der Tat gekommen, wenn er sie nicht legal hätte bekommen können.
Philips G7000
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Re: Apple: Entfernt Spiele mit der Südstaaten-Flagge aus dem

Beitrag von Philips G7000 »

Es wurden keine "Farbigen" erschossen, sondern dunkelhäutige Menschen. Farbig geht gar nicht. Schreibt ihr leider öfter wenn es um dunkelhäutige Leute geht.

Warum haben so viele Leute in diesem Land keine Ahnung von Ethik? Macht euch mal schlau bitte!

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