Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

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Yui-chan
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von Yui-chan »

Gäbe es Demos vor Release (Ohne Accountzwang und auf jedem System - so wie früher - hätte man das Problem von Let's Plays gar nicht. Aber so lässt man sich eben vieles vorkauen und verzichtet eventuell auf eine eigene Erfahrung. Dank Cynical Brit und AltF4Games wird man auch vor viel Schrott bewahrt.
Heutzutage ist ja kaum ein Spiel mehr seinem Hype gerecht geworden.
Fazit: Hersteller sind angepisst, weil es immer öfter auffällt, dass ihre Spiele scheisse sind.
Leider fällt es noch nicht oft genug auf.
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WH173W0LF
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von WH173W0LF »

OMFG! Andere verdienen Geld in dem Sie mein Spiel spielen was sie sich Rechtmäßig gekauft haben!!! Ich muss verhungern!!!!! Ich lese da nur Neid, aber keineswegs Not.

Btw: zahlt Herr Fish auch fleißig für jede verkaufte Kopie an den Erfinder der besagten Kopfbedeckung??? :roll:

Erstickt doch alle an euerem Geld.
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Nightmare King Grimm
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von Nightmare King Grimm »

Einerseits kann ich die Forderung verstehen.

Das was mich beschäftigt ist einfach: der Branche geht es im wesentlichen ja sehr gut. Klar gibt es jene, die sich verkalkulieren und dann Miese machen. Aber generell gesagt ist die Videospielbranche sehr gesund, macht einen Haufen Asche und ich wüsste nicht, dass Lets Plays das irgendwie negativ beeinflussen würden. Klar gibt es jene, die sich das einfach ansehen und dann nicht selbst kaufen/spielen. Das ist aber wie mit den Raubkopierern: die gibt es einfach immer.
Doch die Branche hat, im Gegensatz zur Musik oder Filmbranche kein Raubkopieartiges Problem durch Lets Plays. Als damals durch das Internet das Raubkopieren in einer Grauzone und schwerer handhabbar war, hat besonders die Musikbranche unter Umsatz und Gewinneinbrüchen 'gelitten'. Das ist hier ja aber nicht der Fall. Es ist ja nicht so, dass seit Lets Plays populär sind, die Gamingbranche plötzlich viel weniger Umsatz etc machen würde. Deshalb frage ich mich halt: muss man da eingreifen und was ändern? Es ist ja nicht auch so, dass eben solche LPs nicht auch Hypes um Spiele geschaffen haben. DayZ hat stark davon profitiert, dass eine Menge YouTuber spaßige Lets Plays gemacht haben, generell viele solche Spiele (Slender etc etc etc) sind dadurch erst ins Rollen gekommen. Meiner Meinung nach ist es, so wie es jetzt ist, nicht die schlechteste Option.

Ist ein Spiel gut, wird es durch YouTube entsprechend angeschoben und auch wenn dann ein paar durch den Sieb fallen, die am Ende nur schauen und nicht spielen - am Ende scheint es sich (bisher) doch rentiert zu haben.
Zuletzt geändert von Nightmare King Grimm am 20.06.2014 15:01, insgesamt 1-mal geändert.
johndoe1431809
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von johndoe1431809 »

Exedus hat geschrieben:mich würde ja mal interesieren wieviele leute sich ein spiel kaufen nach dem sie es sich kommplett auf yt angesehen haben
Tja - und wieviel Menschen gehen wohl auf den Fussballplatz nachdem sie sich ein komplettes Fussballspiel im Fernseher angeschaut haben?! ;)

Der entscheidende Punkt ist wohl, daß es für nicht wenige ein Unterschied ist, ob ich eine Erfahrung SELBER mache oder ob ich mir anschaue, wenn sie ein ANDERER macht. Allerdings kommt dies eben immer auf die Rahmenbedingungen an. Niemand guckt sich irgendwelche Kreisklasse-Spiele aus einer Gegend an, zu der er keinen Bezug hat. Üblicherweise schaut man sich etwas an, damit es eben "unterhält", was vorwiegend dann passiert, wenn bestimmte Emotionen in uns geweckt werden.

Irgendeiner schrieb hier, daß er dann ja alles an "Wissen" erhalten habe, wenn er sich ein LetsPlay-Video angeschaut habe, und somit dann nicht mehr spielen müsse. Wobei ich glaube, daß er da nicht ganz ehrlich zu sich selber ist, zumal dies ja auch nicht die einzige Motivation ist, wieso jemand ein Spiel SELBER spielt. Aber sicher auch nicht die einzige Motivation, um dabei zuzuschauen. Es ist wohl doch auch unterhaltsam - wieso auch immer.
Leute gucken ja auch nicht deshalb 90 Minuten dabei zu, wie 22 Millionäre eine Lederkugel über einen Rasen treten, nur um am Ende das Ergebnis zu kennen. Es geht um das ERLEBNIS beim Zuschauen, welches (bei solchen Sport-Veranstaltungen) ähnlich intensiv sein kann, als wenn man selber auf dem Rasen steht und spielt - was aber SEHR STARK von der Gruppenerfahrung bestimmt ist. Wenn nicht das Raunen und Jubeln von 50.000 Leuten zu hören wäre, sondern nur das Gerufe der 22 Leute auf dem Rasen und ein gelegentliches Muhen einer Kuh von nebenan, wäre die emotionale Komponente wohl deutlich kleiner ;)

Ich selber schaue mir Spiel-Videos nur an, wenn ich mal wissen will, WIE ich einen Bereich anders spielen könnte, oder so richtig hänge und nicht weiterkomme. Passiert aber seeeehhhhr selten. Und um zu wissen, ob mir SELBER ein Spiel Spass machen könnte, dazu muss ich es nicht komplett anschauen.

Leute fühlen sich eben AUCH beim Zuschauen hinreichend amüsiert, um Spass dabei zu haben. Und für einige scheint diese Erfahrung des Zuschauens die eigentlich nicht vergleichbare Erfahrung des selber Spielens dennoch ausreichend zu kompensieren. Keine Ahnung. Könnte eine schöne Studie für einen Psychologen werden ;)

Übrigens... zum Thema "geistiges Eigentum" nur der Hinweis, daß dieses Thema in den nächsten Jahrzehnten mit darüber entscheiden wird, wie krass unsere Überwachsungsgesellschaft werden wird. "Geistiges Eigentum" funktioniert nur dann, wenn ich den Medienkonsum von Menschen überwache, da Medien nunmal im digitalen Zeitalter nicht an Materie gebunden sind. "Geistige" Produkte sind eben virtuell - und um den Zugang zu virtuellen Gütern zu reglementieren muss ich Schutzmechanismen einbauen und diese überwachen. Sonst hat das keinen Sinn. Der Grund ist auch simpel: Per se ist unser Hirn neugierig und rein faktisch der Ansatz, ich könnte eine Idee oder einen Gedanken "in Besitz nehmen" ziemlich unsinnig, da damit das Denken selbst betroffen ist.

Der deutsche Begriff "Urheberrecht" ist ja auch sehr entstellend (zumal ja oft genug die Urheber ihre Rechte völlig abtreten). "Copyright" trifft es viel besser. Es geht nämlich schlicht ums Kopieren... womit allein schon das Betrachten eines Konsumenten gemeint ist (wenn ein Konsument etwas betrachtet, "kopiert" er einen Teil dieser Information in sein Hirn).

Copyright beschneidet zum Teil das, was wir wahrnehmen und somit letztlich denken sollen. Und für "den Markt" ist diese Form des Konsumenten ideal, der sich in seinem Denken und Wahrnehmen beschneiden lassen WILL (z.B. weil er selber andere beschneiden will, wenn er dadurch für sich einen Vorteil sieht). Stellt sich die Frage, ob "wir" das als Gesellschaft wirklich wollen, oder ob wir nicht die Anstrengung unternehmen, unseren Kapitalismus und die damit verfestigten (aber schon länger in unserer Gesellschaft bestehenden) Eigentums/Besitz-Ansprüche grundlegend in Frage stellen um evtl in Jahrzehnten andere Wege auszuprobieren.
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straw d berry
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von straw d berry »

ich habe mir jetzt nicht komplett alles durchgelesen seit meinem letzten beitrag in diesem thread, da das thema einfach nicht sooo spannend ist und die seiten sich eh blitzschnell füllen, jedoch stelle ich beim überfliegen immer wieder fest, dass viele meinen die letsplayer tun den spieleherstellern einen großen gefallen.
das stimmt zwar und es ist auch werbung, aber ich denke, dass die lets player viel mehr davon profitieren, wenn sie gerade ein voll angesagtes spiel spielen wie watch dogs - ein spiel was sowieso in aller munde ist.
wieviel bringt es zb ubisoft noch, wenn leute watchdogs spielen, was sowieso ne riesen werbekampagne abbekommen hat und sich super verkauft?
ich denke die verkaufszahlen die durch letsplays zustande kommen sind im vergleich zu den zuschauerzahlen die hauptsächlich durch bekannte spiele erreicht werden zu gering.
wie gesagt: nicht alles ist ein "minecraft" - wohl eher das wenigste.
Caliban81
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von Caliban81 »

Wenn man sowas liest könnte man ja fast glauben Hr. Fisher steht auf Shitstorms und ist auf Entzug.
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Nightmare King Grimm
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von Nightmare King Grimm »

strawberry mason hat geschrieben: das stimmt zwar und es ist auch werbung, aber ich denke, dass die lets player viel mehr davon profitieren, wenn sie gerade ein voll angesagtes spiel spielen wie watch dogs - ein spiel was sowieso in aller munde ist.
wieviel bringt es zb ubisoft noch, wenn leute watchdogs spielen, was sowieso ne riesen werbekampagne abbekommen hat und sich super verkauft?
Ich denke nicht zwingend, dass ein Lets Player mehr davon profitiert. Denn im Endeffekt kann doch jeder einfach das Spiel kaufen und ein Vid dazu machen. Der Lets Player profitiert also nicht mehr und nicht weniger vom Spiel als die anderen Millionen Lets Players.

Recht hast du natürlich wenn du sagst, dass es auch Fälle gibt in denen die Spielefirma nicht so viel davon profitiert. Das ist ja auch richtig. Aber im Umkehrschluss: schadet es einem Spiel wie Watch Dogs, wenn zusätzlich noch alle Lets Plays damit machen, und somit das Interesse daran noch mehr wecken? Ich denke nicht.
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Kajetan
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von Kajetan »

strawberry mason hat geschrieben: ... jedoch stelle ich beim überfliegen immer wieder fest, dass viele meinen die letsplayer tun den spieleherstellern einen großen gefallen.
Andersrum ... die Publisher sind der Meinung, die enorme Reichweite der LPer für sich nutzen zu können, ohne dafür die Abermillionen ausgeben zu müssen, die für herkömmliche Marketingmaßnahmen erfoderlich sind. So gesehen bereichern sich die Publisher am Engagement der LPer ;-P
Interrex
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von Interrex »

Kajetan hat geschrieben:
MrLetiso hat geschrieben:Edit: Bis heute wusste ich nicht, was die Leute für ein Problem mit Phil haben...
Phil Fish ist eben ein Arschloch. Dass Fez ein richtig geiles, nettes Spielchen ist, ändert nichts an dem Umstand, dass Phil Fish ein Arschloch ist.
Kannst du es konkret begründen, warum er ein Arschloch ist?
Interrex
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von Interrex »

Hilljohnny hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Im übrigen finde ich auch sehr interessant, dass die Meinung vorherrscht, die YouTuber machen diverse Säcke voll Kohle mit dem Zeug.
"PewDiePie" verdient 4 Millionen Dollar im Jahr.
"Gronkh" geht Schätzungsweise mit ca 14-20.000 Euro im Monat nachhause. :wink:
Ich finde es ärmlich, dass es millionen von abonenten gibt, die einen pickeligen 19jährigen brauchen, um zu wissen, was sie als nächstes kaufen sollen und müssen.
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Sir Richfield
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von Sir Richfield »

Interrex hat geschrieben:Ich finde es ärmlich, dass es millionen von abonenten gibt, die einen pickeligen 19jährigen brauchen, um zu wissen, was sie als nächstes kaufen sollen und müssen.
Du glaubst, dass das der Grund ist, Pewdiepie zu gucken?

Ich finde es übrigens erbärmlicher, für die Bewerbung eines Spiel bald mehr auszugeben als für die Entwicklung...
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Umimatsu
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von Umimatsu »

Interessanter als den Hass auf Phil Fish und seine Aussage über LPs finde ich die ungeklärte rechtliche Situation. Spieleentwickler entwerfen und produzieren Content wie Regisseure und Musiker auch. Anders als in der Film- und Musikindustrie, wo die öffentliche Verwertung / Benutzung geregelt ist, gibt es für Computerspiele keine klaren Regeln. Hier können nur Politik und Gerichte Abhilfe schaffen. Problem: Computerspiele sind interaktive Medien. Ein Film, Buch oder Lied kann ich sehen, lesen und hören, aber nicht aktiv beeinflussen, nicht verändern; ein Computerspiel sehr wohl. Spannende Fragen stellen sich mir: Ist Interaktivität Content? Ist Interaktivität Content des Entwicklers? Wenn nein, wie weit ist sie mit den Schutzrechten für Entwickler vereinbar? Dürfen Softwarefirmen Gebühren für das öffentliche Vorführen verlangen, so wie es in Film- und Musikindustrie üblich ist?

Phil Fish mag nicht jedermanns Liebling sein, aber die Problematik, die er thematisiert hat, ist hochinteressant. Dass Querdenker und -köpfe nicht beliebt sind, ist wohl dem Umstand geschuldet, dass vielen Menschen Grips und Courage fehlt, um ihre eigene Meinung zu vertreten. Stattdessen benützen sie den 38. Kunstgriff der Schopenhauer'schen Eristischen Dialektik und argumentieren ad personam. Gähn.

P.S.: Anita Sarkeesian is a hero. Ist auch von Phil Fish. Positive Rückmeldungen? Keine.
Zuletzt geändert von Umimatsu am 20.06.2014 16:48, insgesamt 1-mal geändert.
Armin
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von Armin »

Umimatsu hat geschrieben: P.S.: Anita Sarkeesian is a hero. Ist auch von Phil Fish. Positive Rückmeldungen? Keine.
Wenig ueberraschend, wenns jemanden gibt, der unter Zockern noch verhasster is, als dieser Fisch, dann Anita :lol:
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grisu_de
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von grisu_de »

Armin hat geschrieben:
Umimatsu hat geschrieben: P.S.: Anita Sarkeesian is a hero. Ist auch von Phil Fish. Positive Rückmeldungen? Keine.
Wenig ueberraschend, wenns jemanden gibt, der unter Zockern noch verhasster is, als dieser Fisch, dann Anita :lol:
ich habe aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass beide ein Paar sind und mit dem Teufel im Bunde sind, um die spielerschaft zu knechten.
Armin
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Re: Phil Fish: "YouTuber schulden mir Geld"

Beitrag von Armin »

Ja genau, das wird eher genutzt um den Typen noch weiter zu diskreditieren. "Positive Rueckmeldungen"...^^