Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

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The Scooby
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von The Scooby »

greenelve hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen 0-10 und 0%-100%? Ich mein ob ein Spiel 5,7 Punkte oder 57% bekommt, ist in der Schreibweise eine verschobene Kommastelle. :/

Selbt mit Schulnoten ergibt sich kaum ein anderes Bild, wird auch hier mit dem System gearbeitet:
http://www.azubicheckup.de/documents/do ... uessel.pdf
Ich hätte mich klarer ausdrücken sollen. Ich meine ein Bewertungssystem mit ganzen Zahlen! Die Differenzierung nimmt überhand, und ist bei Spielen unnötig. Eine Wertung von 8/10 sagt doch genauso viel aus, wie 81/100 oder 84/100, nur dass man gewissen Menschen keinen Basis gibt, sich wegen ein paar Prozentpunkten in die Haare zu bekommen.
Wer kann denn schon sagen, ob ein Spiel eine 3% höhere Wertung verdient oder nicht? Wenn man sich die Kommentare der letzten Jahre in Foren vor Augen hält, gibt es oft nur 2 Einschätzungen. Entweder Scheiße oder Geil.
100 erlaubt eine feinere Darstellung. Und ich glaube felsenfest das ein 1-10 mit ganzen Zahlen gar nichts am Schwarz-Weiss Denken ändert. :(

Bei Filmen klappt es ja wunderbar soweit. Sowohl 6.8 als auch Sammelstellen für Reviews. :(
Klar erlaubt es eine bessere Differenzierung. DAS ist doch das Problem. Ist es bei Spielen überhaupt sinnvoll so zu Differenzieren?
Es funktioniert bei Filmen recht gut, weil dort diese viel mehr Menschen bei bei wenig zu investierender Zeit eine realistischere Einschätzung tätigen können. 90-120min für einen Film zu investieren, ist was anderes als 10h in ein Spiel. Die Bewertungen, auch von Magazinen, sind kritischer und dennoch ist ein Film mit einer 6.8 ein gut unterhaltender Film ist. Ein Spiel mit einer 6.8 oder 68% würde doch von kaum jemandem überhaupt mit dem Arsch angeschaut werden. Spielefirmen gehen aufgrund solcher Kritiken pleite. Eine ganze Industrie hat sich von diesem 100er System abhängig gemacht. Hat sich sich aber selbst zuzuschreiben, mit gekauften Wertungen, oder anderen Bevorzugungen und der allgemeinen Finanzierung der Projekte.
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brent
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von brent »

greenelve hat geschrieben: Ja die tricksen. Aber nicht mit Aufrunden. Sie wandeln ein 8.8 in eine 88 um. Was sie dann aber machen, ist bestimmten Publikationen eine höhere Gewichtung verleien. Hat aber nichts mit dem Notensystem - 5.4/54 - zu tun. :/

Beispiel:
Eine 8.8/88 der Nyew York Times wird in der Durchschnittsberechnung 6mal aufgenommen.
Eine 9.0/90 von Eurogamer (international) wird 1mal aufgenommen.
Obwohl man nur 2 Reviews hat, tauchen in der Berechnung 7 Zahlen auf. Steht aber so auch in der Kolumne. :oops:


ps: Gewichtung kann variieren, beruft sich auf das Ergebnis einer Untersuchung.
Als ob die Spielereien nur bei dem bleiben, was man mitkriegt. Denen trau ich alles zu.
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3nfant 7errible
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von 3nfant 7errible »

Das Problem ist, dass sie zb aus einem 5 von 5 Sternchen einfach 100% machen was total verfälschend ist, wenn man das dann in Zusammenhang mit anderen, echten 100% Systemen setzt. Korrekterweise wäre ein 5/5 dann nämlich kein 100 mehr, sondern nur ein 81-100
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LueyTV
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von LueyTV »

Metacritic gehört für mich genauso verboten wie die Bewertungen auf Amazon, da bei Beiden Trollerei vorherrscht: Ist Spiel XYZ nicht so, wie die Leute es erwartet haben, hagelt es Shitstorm-Wertungen en Massé, anstatt mal richtig zu argumentieren. Aber naja: Amis und mit denen sinnvoll zu argumentieren - das hab ich schon vor Jahren aufgegeben! Und das sieht in Deutschland in den letzten Jahren auch nicht besser aus! Heutzutage meint halt jeder Pimpf mit Internetverbindung eine Meinung zu haben, auch ohne Fachkenntnis! Und da liegt das größte Hauptproblem!
engineer
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von engineer »

das mag ja alles stimmen in der Studie, ist mir aber scheissegal,

scheiss Spiele haben bei MC auch eine scheiss Durchschnittswertung. Beispiele gefällig:

Aliens Colonial Marines: 44 Punkte

Sniper Ghost Warrior 2: 52 Punkte

Sim City : 65 Punkte :?:

Was, Sim City, :?: ich dachte gemäß der Studie und den Folgerungen von diversen posts hier müsste Sim City vom Riesen Publisher EA Wertungsmäßig gekauft sein!?! 8O
Ja, sag ich ja, das mit dem ewigen Lamentieren und scheisse labern von wegen "Wertungen gekauft" ist vollkommen überzogener Blödsinn!!! :!:

Umgekehrt müsste ja dann auch ein vorher vollkommen unbekanntes indie Spiel wie "Antichamber" wertungsmäßig saumäßig schlecht abschneiden - tuts aber nicht, es hat 83 Punkte. Und der Entwickler hat Metacritic garantiert nicht gekauft. Mehr Geld als für ihr eigenes Essen haben die nämlich nicht! :mrgreen:
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brent
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von brent »

engineer hat geschrieben:
Umgekehrt müsste ja dann auch ein vorher vollkommen unbekanntes indie Spiel wie "Antichamber" wertungsmäßig saumäßig schlecht abschneiden - tuts aber nicht, es hat 83 Punkte. Und der Entwickler hat Metacritic garantiert nicht gekauft. Mehr Geld als für ihr eigenes Essen haben die nämlich nicht! :mrgreen:
Ohja, ein logischer Umkehrschluss.
Muss man Dummheit eigentlich studieren oder wird man so geboren?
deneir
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von deneir »

sags uns, hast du studiert?
engineer
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von engineer »

wieso hat crysis 3, tomb raider und vor allem denn sim City nicht 90 % bei metacritic :mrgreen: ?

müssten doch alle haben, die bösen publisher haben die doch gekauft...alles bullshit gesülze!!! :mrgreen:
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MaxDetroit
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von MaxDetroit »

Zockerpritschen hat geschrieben:Metacritic gehört für mich genauso verboten wie die Bewertungen auf Amazon, da bei Beiden Trollerei vorherrscht: Ist Spiel XYZ nicht so, wie die Leute es erwartet haben, hagelt es Shitstorm-Wertungen en Massé, anstatt mal richtig zu argumentieren. Aber naja: Amis und mit denen sinnvoll zu argumentieren - das hab ich schon vor Jahren aufgegeben! Und das sieht in Deutschland in den letzten Jahren auch nicht besser aus! Heutzutage meint halt jeder Pimpf mit Internetverbindung eine Meinung zu haben, auch ohne Fachkenntnis! Und da liegt das größte Hauptproblem!
Weißt du was, das finde ich gerade das gute am Internet, das jeder seine Meinung abgeben darf, auch ohne spezielles 'Fachwissen'. Schön das hier eben keine selbsternannte Elite diktieren darf was nun gut oder schlecht ist und jeder seinen Senf zu jedem Thema abgeben darf, da liegt für mich nicht das Problem, sondern der Hauptvorteil vom Netz.
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Temeter 
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von Temeter  »

Zockerpritschen hat geschrieben:Metacritic gehört für mich genauso verboten wie die Bewertungen auf Amazon, da bei Beiden Trollerei vorherrscht: Ist Spiel XYZ nicht so, wie die Leute es erwartet haben, hagelt es Shitstorm-Wertungen en Massé, anstatt mal richtig zu argumentieren. Aber naja: Amis und mit denen sinnvoll zu argumentieren - das hab ich schon vor Jahren aufgegeben! Und das sieht in Deutschland in den letzten Jahren auch nicht besser aus! Heutzutage meint halt jeder Pimpf mit Internetverbindung eine Meinung zu haben, auch ohne Fachkenntnis! Und da liegt das größte Hauptproblem!
Jep, wozu andere Meinungen, wenn man es sowieso besser weiß?
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Hammertime
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von Hammertime »

es ist doch vollkommen klar, das die unternehmen versuchen ihre ergebnisse aufzuhübschen. das läuft bei metacritic genauso wie bei irgendeinem spam unternehmen, das in blogs überall seine seiten verlinkt.

hier ist es nur so je mehr positive bewertungen man kauft, um den notenschnitt nach oben zu treiben, desto eher glaubt man das das eigene produkt doch ein "erfolg" ist.

lügen haben aber kurze beine, wie man jetzt z.B. bei sim city sieht. die ersten wertungen, die dazu erschienen waren zum teil 10/10 (also 100 auf metacritic). bei einem magazin, wie gamestar, z.B. ist es dann auch fraglich, ob die sich trauen ein produkt aus dem hause maxis (oder ea im allgemeinen) zu kritisieren, wenn zufällig eine zeitschrift aus dem hause "Die Sims - das offizielle Magazin" heißt.

genauso wie man hier bei 4players in zukunft wohl keinen kritischen ton zur gamescom hören, da der neue verlag computec ein magazin für eben diese herausbringt. im gegenteil, da wird dann wohl eher ein dickes feature gefahren werden.

wer jetzt hier so tut, als ob das neu sei, lebt leider hinter dem mond. zigaretten verkaufen sich auch nicht, weil sie so toll sind, sondern mittels gehirnwäsche per massiver werbung, der platzierung von zigarettenautomaten überall, und diversen chemikalien, die dem zeug ein suchtpotential verleihen, dem viele nicht gewachsen sind. die zigarettenunternehmen wissen genau, das sie, wenn sie einem die scheiße bis zu einem alter angedreht haben, einen ziemlich abhängig gemacht haben.

man muss versuchen, zwischen den zeilen zu lesen. ich z.B. lese mir bei imdb, amazon und metacritic nur die nutzerwertungen durch, die magazine interessieren mich zum größten teil nicht. und selbst die ganzen fake bewertungen können die ehrlichen bewertungen verdrängen.

ein anderer weg einen guten eindruck über ein spiel zu bekommen ist ein let's play zu sehen.
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brent
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von brent »

Das schöne am Netz: es gibt genug Möglichkeiten, auf "neutralem" (themenbezogen natürlich) Boden ein Thema zu begutachten, und der halbwegs versierte User kriegt sowas auch zuhause produziert.
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LueyTV
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von LueyTV »

MaxDetroit » Fr Mär 29, 2013 9:42 pm

Zockerpritschen hat geschrieben:Metacritic gehört für mich genauso verboten wie die Bewertungen auf Amazon, da bei Beiden Trollerei vorherrscht: Ist Spiel XYZ nicht so, wie die Leute es erwartet haben, hagelt es Shitstorm-Wertungen en Massé, anstatt mal richtig zu argumentieren. Aber naja: Amis und mit denen sinnvoll zu argumentieren - das hab ich schon vor Jahren aufgegeben! Und das sieht in Deutschland in den letzten Jahren auch nicht besser aus! Heutzutage meint halt jeder Pimpf mit Internetverbindung eine Meinung zu haben, auch ohne Fachkenntnis! Und da liegt das größte Hauptproblem!



Weißt du was, das finde ich gerade das gute am Internet, das jeder seine Meinung abgeben darf, auch ohne spezielles 'Fachwissen'. Schön das hier eben keine selbsternannte Elite diktieren darf was nun gut oder schlecht ist und jeder seinen Senf zu jedem Thema abgeben darf, da liegt für mich nicht das Problem, sondern der Hauptvorteil vom Netz.
Au contraire, mon frère: Es geht hier nicht um irgendwelche Eliten, aber mir sind Fachleute und deren Meinungen zehnmal lieber, als irgendwelche halbwissenden Internetgroßmäuler, die sich an ihrer (nicht vorhandenen) Anonymität aufgeilen und dann hier zu Forentrollen, etz. werden. Finde eine Lösung für das Problem und wir können gerne weiter diskutieren. Ich hab`s irgendwann aufgegeben, da helfen nur noch klare Richtlinien! :!:
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Scorcher24_
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von Scorcher24_ »

Warum hast du dann einen Youtube Channel mit dem du hauptsächlich Halbwahrheiten verbreitest?
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut

Beitrag von Wigggenz »

Zockerpritschen hat geschrieben:Au contraire, mon frère: Es geht hier nicht um irgendwelche Eliten, aber mir sind Fachleute und deren Meinungen zehnmal lieber, als irgendwelche halbwissenden Internetgroßmäuler, die sich an ihrer (nicht vorhandenen) Anonymität aufgeilen und dann hier zu Forentrollen, etz. werden. Finde eine Lösung für das Problem und wir können gerne weiter diskutieren. Ich hab`s irgendwann aufgegeben, da helfen nur noch klare Richtlinien! :!:
Bist du nicht in der Lage Trolle von Fachleuten zu unterscheiden oder warum möchtest du denen den Mund verbieten? :D

Vernünftige Menschen lesen Rezensionen auf Amazon, filtern alle, die nur 2,3 Zeilen lang sind, schonmal raus und merken anhand des Textes, ob derjenige trollt oder eine ernsthafte Rezension geschrieben hat bzw. sich ernsthaft mit dem Spiel beschäftigt hat.

Erinnert mich irgendwie an die Sarkeesian-Diskussion: Trolle bemerkt man sofort, ignoriert diese und schenkt nur denen Aufmerksamkeit, die es verdienen.

Kein Grund, alles über einen Kamm zu scheren und großräumig irgendwas zu verbieten.