Wenn ich im Supermarkt eine Pizza kaufe und es fehlt ein Viertel, dann wäre es mir auch wichtig diese wieder komplett zu haben. Dr. Oetker sind aber zum Glück nicht auf die Idee gekommen den Leuten für ein fehlendes Stück Pizza extra Geld abzuknöpfen.Verruckt Birdman hat geschrieben:Naja, um fair gegenübern den Publishern zu bleiben, sie bieten nur an was dann auch gekauft wird und DLC scheint vielen nunmal wichtig zu sein.M1L hat geschrieben:Ich find's immer wieder schön zu lesen, dass manche User den DLC-"Support" = Produktpflege oder Produktsupport setzen.
Da soll mir noch mal einer sagen, dass die Marketingabteilungen von EA und Ubisoft nicht ihren Job richtig machen.
Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Moderatoren: Moderatoren, Redakteure
-
Easy Lee
- Beiträge: 5375
- Registriert: 06.08.2008 17:03
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
- CafeSan
- Beiträge: 991
- Registriert: 23.01.2011 18:03
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Also ich hab das spiel seit gestern abend hier und mir gleich mal diese "misere" näher angeschaut. Erstmal 2 grundsätzliche dinge.
1. Betrifft es nur den Multiplayer.
2. Lässt sich nichts erwerben, was nicht selbst erspielt werden kann.
So das sind erstmal die völlig wertungsfreien Grundlagen. Gewissermaßen die Fakten.
Schauen wir uns mal den Aufbau an. Es gibt mehrere verschachtelte Untermenüs mit freischaltbaren kategorien (frei gestaltbare Wappen (Form des Wappens, Muster etc., ähnlich wie bei diablo 3), Spielerportraits, Spielfiguren, optische Anpassungen dieser Spielfiguren, wie etwa andere Kosmetik, Frisuren, Gürtel, etc.) Im Wesentlichen gibt es 3 Möglichkeiten Dinge freizuschalten: Spielen des Multiplayers um Punkte zu sammeln (klassisch), über bestimmte erfolge im Singleplayer und jeweils zusätzlich über die Punkte, die man käuflich erwerben muss. Was ich bisher nicht entdecken konnte sind kategorien, in denen bessere (vorteilverschaffende) Ausrüstung, Waffen, oder Levelhilfen angeboten werden. Vlcht habe ich diese nur noch nicht entdeckt, gut möglich, aber bei dem bisher gesehenen Frage ich mich wirklich, wo da bitte ein Problem liegt? Erklärt es mir bitte... der Hinweis, dass sowas schon aus Prinzip und per se, ohne Widerworte falsch ist, erscheint mir einfach nicht einleuchtend, umso weniger weil ich ja nun in etwa weiß, worum es im detail geht. Hier wird freischaltbarer nippes, zusätzlich für echtgeld angeboten, für die ungeduldigen seelen unter uns. Wer das nicht möchte, spielt es sich eben frei. Ich sehe meine persönliche motivation dadurch in keiner Weise beschränkt und sehe auch auf den ersten Blick kein Pay2Win.
Genau das gleiche gibt es doch schon ewig in tausend spielen, warum macht man hier so ein fass auf? Ich spiele nicht viel MP in SP games, aber bei Mass Effect 3 etwa, war es doch genau das gleiche, nur das man da sogar bessere waffen freischalten konnte und das auch noch zufällig. Das hat doch auch niemanden gestört (gut da hatten die leute andere nöte
).
Kurzer Nachtrag: Es besteht außerdem noch die Möglichkeit, eine handvoll dinge über das Belohnungssystem von u-play freizuschalten (im prinzip 4 achievements). Kann man dazu stehen wie man möchte, der vollständigkeit halber habe ich es noch ergänzt.
Grüße
1. Betrifft es nur den Multiplayer.
2. Lässt sich nichts erwerben, was nicht selbst erspielt werden kann.
So das sind erstmal die völlig wertungsfreien Grundlagen. Gewissermaßen die Fakten.
Schauen wir uns mal den Aufbau an. Es gibt mehrere verschachtelte Untermenüs mit freischaltbaren kategorien (frei gestaltbare Wappen (Form des Wappens, Muster etc., ähnlich wie bei diablo 3), Spielerportraits, Spielfiguren, optische Anpassungen dieser Spielfiguren, wie etwa andere Kosmetik, Frisuren, Gürtel, etc.) Im Wesentlichen gibt es 3 Möglichkeiten Dinge freizuschalten: Spielen des Multiplayers um Punkte zu sammeln (klassisch), über bestimmte erfolge im Singleplayer und jeweils zusätzlich über die Punkte, die man käuflich erwerben muss. Was ich bisher nicht entdecken konnte sind kategorien, in denen bessere (vorteilverschaffende) Ausrüstung, Waffen, oder Levelhilfen angeboten werden. Vlcht habe ich diese nur noch nicht entdeckt, gut möglich, aber bei dem bisher gesehenen Frage ich mich wirklich, wo da bitte ein Problem liegt? Erklärt es mir bitte... der Hinweis, dass sowas schon aus Prinzip und per se, ohne Widerworte falsch ist, erscheint mir einfach nicht einleuchtend, umso weniger weil ich ja nun in etwa weiß, worum es im detail geht. Hier wird freischaltbarer nippes, zusätzlich für echtgeld angeboten, für die ungeduldigen seelen unter uns. Wer das nicht möchte, spielt es sich eben frei. Ich sehe meine persönliche motivation dadurch in keiner Weise beschränkt und sehe auch auf den ersten Blick kein Pay2Win.
Genau das gleiche gibt es doch schon ewig in tausend spielen, warum macht man hier so ein fass auf? Ich spiele nicht viel MP in SP games, aber bei Mass Effect 3 etwa, war es doch genau das gleiche, nur das man da sogar bessere waffen freischalten konnte und das auch noch zufällig. Das hat doch auch niemanden gestört (gut da hatten die leute andere nöte
Kurzer Nachtrag: Es besteht außerdem noch die Möglichkeit, eine handvoll dinge über das Belohnungssystem von u-play freizuschalten (im prinzip 4 achievements). Kann man dazu stehen wie man möchte, der vollständigkeit halber habe ich es noch ergänzt.
Grüße
- Sabrehawk
- Beiträge: 2738
- Registriert: 25.05.2004 03:35
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
geil, erst online zwang, dauer drm checks und dann die Leute für die Erhaltung dieser Gängelung um noch mehr Geld bitten hahaha....tja es war nur eine Frage der
Zeit bis das geldgeile Pack damit um die Ecke kommt
Ich kann nur hoffen dass in Zukunft Crowdfunding den Dreckspublishern den Garaus macht oder sie zumindest
zwingt ihre CashCow Politik zu überdenken....
Wenn es sich wirklich nur um kosmetische Dinge handelt...dann ok...das ist dann weitaus weniger schlimm als das
was Activision/Blizzard mit Diablo 3 veranstaltet hat....
Zeit bis das geldgeile Pack damit um die Ecke kommt
zwingt ihre CashCow Politik zu überdenken....
Wenn es sich wirklich nur um kosmetische Dinge handelt...dann ok...das ist dann weitaus weniger schlimm als das
was Activision/Blizzard mit Diablo 3 veranstaltet hat....
-
Nanimonai
- Beiträge: 5637
- Registriert: 10.11.2007 01:02
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Als ich das mit dem Silmarillion geschrieben habe, war es mir schon durchaus bewußt, dass das etwas gewagt und vielleicht sogar weit hergeholt ist. Weil es tatsächlich doch eher als Erweiterung gesehen werden sollte als als DLC. Dein Beispiel mit Tom Bombadil ging mir erst auch durch den Kopf, aber ich erwähnte es tatsächlich daher nicht, weil mir damit vermutlich der Kopf abgerissen worden wäre.Noeppchen hat geschrieben: Wow, ich wollte mich ja eigentlich zusammenreißen und gar nichts schreiben, da es eh keinen Sinn hat, aber das..Weißt du eigentlich was du da redest?
Das Silmarillion als Dlc zum Herrn der Ringe? Der Herr der Ringe ist eigentlich ein Dlc zum Silmarillion und der Hobbit ein Dlc zum Herrn der Ringe (wenn überhaupt). HdR ist ein winziges Fitzelchen innerhalb des Silmarillions und wird nur stiefmütterlich behandelt, der Fokus liegt ganz wo anders.
Ein Dlc der heutigen Zeit angewandt auf Bücher wäre es, wenn Tom Bombadil gestrichen wird und dafür da nur kursiv steht: "Kaufen Sie 'Die Abenteuer des Tom Bombadil' für nur 12,99€ um mehr über diesen unglaublichen Charakter zu erfahren" oder bei der Schlacht auf den Pellenorfeldern alle Erwähnungen von Ostlingen und Haradrim gelöscht wurden und man auch die durch ein Büchlein später hineinkleben kann, am besten sogar auf eine extra freigelassene, weiße Stelle.
Du zwackst hier schon die ganze Zeit fast unmerklich ein wenig an jeder Wahrheit ab, damit deine Argumentation ein Fundament erhält, geschickt aber nicht sonderlich fair.
Und ich frage mich während des ganzen Threads auch schon: Dlc's werden von der Spielegemeinschaft im Allgemeinen sehr negativ aufgenommen. Es gibt viele, die sich dagegen wehren, es gibt eine kleine Handvoll, die es gut finden (aus viel zu optimistischen, verklärten Gründen) und es gibt eine große Menge, die wie die Lämmer kaufen und gar nicht nachdenken, so wie es in allen anderen Bereichen des Lebens auch gemacht wird, in der Spielebranche sorgt diese Trägheit aber viel direkter dafür, dass alles den Bach runtergeht. Du erwähnst aber die ganze Zeit nur die Vorteile von Dlc's, dass sich dadurch Qualität durchsetzt. Bestes Beispiel dafür: The Walking Dead-Season1. Das ist ziemlich gut, wird von der Spielegemeinde auch dementsprechend aufgenommen und deswegen gibt es auch mehr Teile, volle Zustimmung. Es geht hier doch aber gar nicht um so ein Modell, sondern, dass nachträglich zur Kasse gebeten wird und es dem Kunden eben gerade nicht bewusst ist, was ihn noch an Kosten erwarten, weil immer mehr dazu kommt und man subtil unter Druck gesetzt wird, dass man jetzt ja was verpasst, wenn man nicht mehr kauft, weil einem das Spiel ja eigentlich gefallen hat und grade dieser Dlc der absolute Bringer sein kann.
Transparenz ist hier der wichtigste Begriff. Der ist bei deinen Häppchenbeispielen weitaus stärker gegeben, als bei Dlc's, weil es ein Loch ohne Boden werden kann, vor allem weil die Publisher es einfach können, weil gekauft wird. Es müsste zum Beispiel eine Regelung geben, dass jeder Publisher vor jedem Release die Dlc's, die innerhalb der nächsten 18 Monate rauskommen, und deren Preise veröffentlichen muss. Das ist zwar kaum praktikabel, weil manches ja wirklich erst später hergestellt wird, ist aber die einzige Möglichkeit, damit der Kunde eine Übersicht in diesem Dschungel an Dlc's erhält. Die Spielebranche ist im Vergleich zu anderen katastrophal verwinkelt und lädt den unbedarften Kunden dazu ein, dass er sich verirrt und das ist nicht fair, wäre in anderen Branchen in diesem Ausmaß auch gar nicht nicht denkbar.
Aber es stimmt schon, im Grunde ist Tom Bombadil die perfekte Definition eines funktionierenden DLC´s für ein Buch. Es ist ein für die Geschichte vollkommen irrelevanter Charakter, daher wurde er im Film ja dann auch gestrichen. Hätte Peter Jackson ihn nachträglich auf den DVD´s mit reingebracht, wäre das genau die Form DLC gewesen, die wir vielleicht bei AC 2 gesehen haben.
Und ja, ich hätte das tatsächlich nicht schlimm gefunden.
Das hört sich vermutlich alles so an, als würde ich auf Biegen und Brechen diese Form des zusätzlichen Verdientes verteidigen, ich mache das aber in erster Linie deswegen, weil ich besonders in diesem Forum die Art und Weise der Argumentation der meisten Leute einfach nur zum kotzen finde. Ich hasse diese "Ich finde das Scheisse und alle, die das gut finden, sind hirnlose Vollidioten" Texte und die Schreiber hier, die ihre eigene Wahrheit als die einzig richtige anerkennen. Daher wähle ich gerne den Contrapunkt um zu diskutieren.
In der Realität ist es tatsächlich so, dass ich mir in meinem Leben noch nie ein DLC gekauft habe. Die einzigen, die ich besitze sind die, die es beim Kauf eines Spiels als Vorbestellerbonus oder Erstkäuferbonus ohne Mehrkosten dazu gab, so halt bei BF3 das Mappack oder auch einige Karten bei Fifa 12 für das Ultimate Team.
Den einzigen DLC, den ich mir wohl wirklich bald mal zulegen werde, ist der von Dark Souls.
Grundsätzlich finde ich DLC´s dann fragwürdig, wenn dadurch ein Spiel maßgeblich beeinflusst wird, sei es durch sehr starke Waffen, die ein Ungleichgewicht im MP herbeiführen (also ein klassisches pay to win Modell) oder wenn sie sehr essentiell sind, wie kurz nach dem Release erscheinende Mappacks für bestimmte Shooter (wobei ich das dann wieder gut finde, wenn das Spiel schon eine Weile auf dem Markt ist und einem die alten Maps schon zum Hals raushängen).
Schwierig würde ich auch DLC´s finden, die nicht nur für den Multiplayer essentiell sind, sondern auch für den Singleplayer, also ohne die eine Geschichte keinen Sinn ergeben würde. Allerdings fällt mir da kein Beispiel ein, denn AC2 zähle ich nicht dazu, diese kleine Forli-Exkursion ist denkbar unwichtig für das Spiel.
Grundsätzlich in Ordnung finde ich jegliche Form von DLC, die einem alles käuflich erwerben lässt, was man sich ansonsten sowieso auf spielerische Art und Weise freischalten kann, Timesaver also. Generell habe ich auch überhaupt nichts gegen rein optische Gimmicks wie jetzt bei Guild Wars 2 oder aber auch die berüchtigte Pferderüstung. Ich denke, wer das haben will und bereit ist, dafür Geld auszugeben, soll das tun.
Bisher haben mir DLC´s noch nicht den Spaß an meinem Hobby genommen und ich kann diese ganze Sache einfach nicht so extrem negativ sehen, wie ein Großteil der Leute hier, die damit ja den Untergang des Abendlandes herbeirufen. So schlimm ist es doch wirklich nicht. Und in den meisten mir bekannten Fällen finde ich es sogar gut und sinnvoll, wenn eine Marke nach Release noch gepflegt und erweitert wird.
- The Incredible Hojo
- Beiträge: 813
- Registriert: 23.03.2012 08:40
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Hm, Vergleich hinkt etwas. Nimm einen Roman mit einem festen Protagonisten wie Wallander o.ä. Da hast du abgeschlossene Geschichten pro Buch. Wenn dann über diesen Protagonisten ein Buch geschrieben wird, das seine Persönlichkeit besser ausleuchtet, kannst du es dir kaufen, um ihn besser zu verstehen oder du lässt es. Da fällt mir auch Terry Pratchet ein: Haufenweise abgeschlossene Geschichten, aber ob du dir optional Nanny Orgs Kochbuch oder den Scheibenwelt Reiseratgeber kaufst, ist deine Sache.M1L hat geschrieben:Also wär es dir recht, wenn du dir demnächst dein "Hauptbuch" zum Vollpreis kaufst und weitere 4-5 kürzere Nebenteile erwerben müsstest, um die komplette Geschichte zu erfahren?Nanimonai hat geschrieben:Bei Büchern und Filmen regen wir uns doch auch nicht auf, wenn sie in mehreren Teilen bzw. Bänden erscheinen, so lange jeder einzelne davon ausreichend unterhält.
-
Nanimonai
- Beiträge: 5637
- Registriert: 10.11.2007 01:02
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Das finde ich merkwürdig.Sabrehawk hat geschrieben:Ich kann nur hoffen dass in Zukunft Crowdfunding den Dreckspublishern den Garaus macht oder sie zumindest
zwingt ihre CashCow Politik zu überdenken....
Auf der einen Seite wird jegliche Form des Geldmachens verflucht und verteufelt und im Gegenzug wird Crowdfunding als der Messiahs angesehen.
Siehst Du da wirklich keine Probleme, die dieses bislang vollkommen unausgearbeitete System mit sich bringen kann? Da ist sehr sehr viel Potential, um richtig viel Schindluder damit zu betreiben. Es gibt momentan keine rechtliche Grundlage für Investoren, ihr Geld zurück zu bekommen, wenn ein Projekt scheitert.
Und wer sagt Dir, dass nicht auch große Publisher und Entwickler in Zukunft crowdfunding anweden?
Wenn ich mir mal so überlege, wie ich als großer, bekannter und stinkreicher Publisher Geld verdienen kann, würde mir doch ziemlich spontan einfallen, dass ich doch einfach ein neues, total unbekanntes Label gründe (was aber eine 100% Tochter von mir ist), ein, zwei Entwickler aus den Neunzigern einstelle und mir dann ein Projekt von den Leuten finanzieren lasse, welches ich sonst unter meinem bekannten Namen teuer vorfinanzieren muss. Eine tolle Idee, um das eigene Risiko zu minimieren und komplett auf den bereitwilligen Investor umzulegen. Vor allem, weil der keinerlei Ansprüche an mich stellen kann.
Vom Grundprinzip her ist crowdfunding sicherlich eine tolle Sache, aber solange es da noch keine internationale Rechtsprechung gibt, bin ich da eher etwas misstrauisch.
- The Incredible Hojo
- Beiträge: 813
- Registriert: 23.03.2012 08:40
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Wieso denn weniger Inhalt? Du entscheidest, wie sich dein Spiel entwickelt. Willst du mehr online spielen (was ja in den letzten Jahren immer starke Zuwächse gewonnen hat), dann kostet dich das auch dementsprechend. Es gibt Spiele, da zieht man Gamern 156 EUR jährlich aus der Tasche und die können nur online spielen. Ich kaufe mir einen Standardshooter und weiss, ich kann damit auf meiner Konsole zocken, Pflicht erfüllt (die Qualität sei mal außen vor). Jetzt will ich aber online spielen und dabei bestimmte Klamotten, Waffen, Ausrüstungen, Karten oder sonstwas haben. Und das kostet eben extra. Du musst diesen Season Pass aber nicht holen.Gummirakete hat geschrieben:Weniger Inhalt wird jetzt schon als Feature gesehen? Wenn das Basisspiel nur 30€ kosten würde und du für 20€ aufrüsten könntest, würde ich dir Recht geben. Aber du bekommst leider nur fürs gleiche Geld weniger Inhalt. Man nehme aktuelle Shooter als Beispiel. Da ist man 100€ für Spiel und Season Pass los. Vor wenigen Jahren gab es für die Hälfte ein komplettes Spiel mit Mod- und LAN-Unterstützung, freie dedizierte Server und das Ganze ohne DRM.The Incredible Hojo hat geschrieben:Vorteil? Die Wahl zu haben. Ich entscheide über den Umfang meines Spiels.
Bei AC3 ja ähnlich: Du kannst den Season Pass kaufen und hast 5 DLC inklusive, dafür 3 für den Einzelspieler. Dabei sparst du 25% gegenüber dem Einzelkauf. Wenn ich jetzt nur die EP DLC runterlade, weil mich MP nicht interessiert, spare ich nochmal, zahle quasi 25 Euro. Das ist alles Extra und gehört ja nicht zum Standardprodukt, also muss ich es auch extra bezahlen.
Ich weiss nicht, woher die Meinung kommt, wenn ich einmal ein Spiel gekauft habe, für den Rest der Zeit auf alles, was mit dem Spiel zu tun hat, einen Anspruch zu haben. Und das gab es früher in der guten alten Zeit auch nicht.
- Erstarrung
- Beiträge: 177
- Registriert: 27.08.2012 20:17
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Das stimmt so nicht.Nanimonai hat geschrieben:Und wer sagt Dir, dass nicht auch große Publisher und Entwickler in Zukunft crowdfunding anweden?
Wenn ich mir mal so überlege, wie ich als großer, bekannter und stinkreicher Publisher Geld verdienen kann, würde mir doch ziemlich spontan einfallen, dass ich doch einfach ein neues, total unbekanntes Label gründe (was aber eine 100% Tochter von mir ist), ein, zwei Entwickler aus den Neunzigern einstelle und mir dann ein Projekt von den Leuten finanzieren lasse, welches ich sonst unter meinem bekannten Namen teuer vorfinanzieren muss. Eine tolle Idee, um das eigene Risiko zu minimieren und komplett auf den bereitwilligen Investor umzulegen. Vor allem, weil der keinerlei Ansprüche an mich stellen kann.
Im Prinzip gibt es da zwei Möglichkeiten: Entweder der "große, bekannte und stinkreiche Publisher" gründet die 100% Tochtergesellschaft als Kapitalgesellschaft oder in einer anderen Gesellschaftsform (z. B. oHG). Wenn der Publisher seine Tochtergesellschaft als Kapitalgesellschaft gründet, wäre er zwar tatsächlich nicht für eventuelle finanzielle Schäden, die der Investor erleidet, verantwortlich (weil er für die Schulden der Tochtergesellschaft dann nicht haftet), aber man kann eine Kapitalgesellschaft nicht "anonym" gründen, das heißt, es wäre öffentlich bekannt, dass hinter der Tochtergesellschaft z. B. EA steckt, und dann kann ja jeder potentielle Investor selber entscheiden, ob er sein Geld an EA gibt, damit EA für sich risikolos ein Spiel produzieren lassen kann...
Gründet man die Tochtergesellschaft dagegen in anderer Gesellschaftsform (also z. B. in Form einer Handelsgesellschaft), dann haftet der Publisher als 100% Eigner auch zu 100% für die Schulden der Tochtergesellschaft und brächte also für die "Risikoauslagerung" gar nichts...
- The Incredible Hojo
- Beiträge: 813
- Registriert: 23.03.2012 08:40
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Aber wenn du eine Pizza kaufst und hättest gerne noch Ruccola drauf, musst du den auch extra bezahlen. Du erhältst doch ein komplettes Spiel, mit Story, mit Mulitplayer etc. Aber wenn du Extras willst, zahlst du extra. Wie beim Pizza bestellen. Da kannst du eine Pizza bestellen und dann gibt es Dutzendweise Extra-Zutaten, die du zusätzlich zu dem Belag draufklatschen kannst. Der kostet aber auch extra. Willst du das nicht haben, lässt du es eben und genießt die Pizza mit dem Standardbelag.darkrockerXX hat geschrieben:Wenn ich im Supermarkt eine Pizza kaufe und es fehlt ein Viertel, dann wäre es mir auch wichtig diese wieder komplett zu haben. Dr. Oetker sind aber zum Glück nicht auf die Idee gekommen den Leuten für ein fehlendes Stück Pizza extra Geld abzuknöpfen.Verruckt Birdman hat geschrieben:Naja, um fair gegenübern den Publishern zu bleiben, sie bieten nur an was dann auch gekauft wird und DLC scheint vielen nunmal wichtig zu sein.M1L hat geschrieben:Ich find's immer wieder schön zu lesen, dass manche User den DLC-"Support" = Produktpflege oder Produktsupport setzen.
Da soll mir noch mal einer sagen, dass die Marketingabteilungen von EA und Ubisoft nicht ihren Job richtig machen.
-
Nanimonai
- Beiträge: 5637
- Registriert: 10.11.2007 01:02
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Bedenke, dass die "Investoren" in dem Fall die Spieler sind. Natürlich darf EA nicht geheim halten, dass die neu gegründete Tochter zum eigenen Konzern gehört, aber das müssen die dem Spieler gleichzeitig auch nicht auf die Nase binden. Da muss sich der Geldgeber schon selbst kümmern und das crowdfunding-Projekt hinterfragen.Erstarrung hat geschrieben:Das stimmt so nicht.Nanimonai hat geschrieben:Und wer sagt Dir, dass nicht auch große Publisher und Entwickler in Zukunft crowdfunding anweden?
Wenn ich mir mal so überlege, wie ich als großer, bekannter und stinkreicher Publisher Geld verdienen kann, würde mir doch ziemlich spontan einfallen, dass ich doch einfach ein neues, total unbekanntes Label gründe (was aber eine 100% Tochter von mir ist), ein, zwei Entwickler aus den Neunzigern einstelle und mir dann ein Projekt von den Leuten finanzieren lasse, welches ich sonst unter meinem bekannten Namen teuer vorfinanzieren muss. Eine tolle Idee, um das eigene Risiko zu minimieren und komplett auf den bereitwilligen Investor umzulegen. Vor allem, weil der keinerlei Ansprüche an mich stellen kann.
Im Prinzip gibt es da zwei Möglichkeiten: Entweder der "große, bekannte und stinkreiche Publisher" gründet die 100% Tochtergesellschaft als Kapitalgesellschaft oder in einer anderen Gesellschaftsform (z. B. oHG). Wenn der Publisher seine Tochtergesellschaft als Kapitalgesellschaft gründet, wäre er zwar tatsächlich nicht für eventuelle finanzielle Schäden, die der Investor erleidet, verantwortlich (weil er für die Schulden der Tochtergesellschaft dann nicht haftet), aber man kann eine Kapitalgesellschaft nicht "anonym" gründen, das heißt, es wäre öffentlich bekannt, dass hinter der Tochtergesellschaft z. B. EA steckt, und dann kann ja jeder potentielle Investor selber entscheiden, ob er sein Geld an EA gibt, damit EA für sich risikolos ein Spiel produzieren lassen kann...
Gründet man die Tochtergesellschaft dagegen in anderer Gesellschaftsform (also z. B. in Form einer Handelsgesellschaft), dann haftet der Publisher als 100% Eigner auch zu 100% für die Schulden der Tochtergesellschaft und brächte also für die "Risikoauslagerung" gar nichts...
Aber mal ehrlich, glaubst Du denn, dass das ein Gamer macht, wenn er ein Projekt mit 20,- € unterstützt? Nimm Star Citizen als Beispiel. Glaubst Du, dass jeder Spender weiß, was und wer genau dahinter steckt? "Chris Roberts macht eine neue Space Opera, online, ne Mischung aus Elite, Wing Commander und Freelancer!" Zwei Klicks später haben wohl ziemlich viele Gamer voller Vorfreude einen kleinen Betrag überwiesen, ohne sich wirklich alles über dieses Projekt durchgelesen zu haben.
Du kannst beim crowdfunding noch nicht die Haftungsgrundlagen anwenden, die wir sonst so aus der Wirtschaft kennen. Bei kickstarter gibt es noch gar keine gültige Regelung, wie denn die Haftung auszusehen hat, wenn ein Projekt scheitert. Bislang muss ein crowdfunder bei kickstarter kein Geld zurückzahlen, wenn sein Projekt nicht zustande kommt oder wenn es nicht exakt so zustande kommt, wie es angekündigt war.
- Wigggenz
- Beiträge: 7449
- Registriert: 08.02.2011 19:10
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Man sieht, dass die Geschichte des Froschs im warmen Wasser wieder perfekt analog darauf anwendbar ist, was heutzutage unter Spielern los ist.
-
Gummirakete
- Beiträge: 238
- Registriert: 12.04.2012 12:07
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Ich wüsste nicht, wer diese Meinung hat. Es gab schon sehr früh Addons, da bekam man z.B. eine komplette Kampagne, eine neue Fraktion mit Einheiten, Karten usw. - für 30DM. Dafür hat man gerne bezahlt, aber wenn man z.B. für Inhalte auf der Disc nochmal extra zahlen soll, ist das unverschämt. Und nochmal: Wenn ich im Spiel auf DLC-Inhalte hingewiesen werde, oder Storylücken nur per DLC geschlossen werden können, ist das Spiel objektiv zu Gunsten der DLCs beschnitten worden.The Incredible Hojo hat geschrieben:Ich weiss nicht, woher die Meinung kommt, wenn ich einmal ein Spiel gekauft habe, für den Rest der Zeit auf alles, was mit dem Spiel zu tun hat, einen Anspruch zu haben. Und das gab es früher in der guten alten Zeit auch nicht.
Ich kann nicht verstehen, wie man sich derart das Geld aus der Tasche ziehen lassen kann und solche Geschäftsgebaren auch noch verteidigen kann.
Microtransaktionen stammen ursprünglich aus F2P-Titeln, bei denen das Grundspiel kostenlos ist und man sich für Geld Komfortfeatures kaufen kann. Bei dem Modell ist das völlig in Ordnung, irgendwie muss sich das Spiel schließlich finanzieren.
Aber Vollpreisspiele mit Microtransaktionen zu verknüpfen ist einfach nur dreist.
-
johndoe1229955
- Beiträge: 1483
- Registriert: 28.07.2011 10:23
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Jetzt überleg mal, warum User den ganzen DLC Kram kaufen?Verruckt Birdman hat geschrieben:Naja, um fair gegenübern den Publishern zu bleiben, sie bieten nur an was dann auch gekauft wird und DLC scheint vielen nunmal wichtig zu sein. Prinzipiell passt das DLC-Modell auch wunderbar zum Trend mehr und mehr auf bekannte Marken zu setzen, Konsumer wissen genau, was sie bekommen und die Publisher minimieren ihr Risiko. Deswegen bringt man DLC raus, als "Markenpflege", die dazu auch noch satt Gewinn einfährt.M1L hat geschrieben:Ich find's immer wieder schön zu lesen, dass manche User den DLC-"Support" = Produktpflege oder Produktsupport setzen.
Da soll mir noch mal einer sagen, dass die Marketingabteilungen von EA und Ubisoft nicht ihren Job richtig machen.
Natürlich wollen manche einfach mehr vom Spiel, mehr vom selben haben.
Aber warum haben der Season-Pass und etliche Abwandlungen davon so einen großen Erfolg?
Im schlimmsten Fall kauft man sich den Season-Pass noch bevor man das eigentliche Spiel überhaupt gespielt hat, noch bevor überhaupt etwas zu den DLCs bekannt ist.
Und warum?
Weil die Spieler angst haben, etwas zu verpassen.
Sie wollen das komplette Spiel, die komplette Geschichte.
Und das gibt es eben nur, wenn man alle zusätzlichen Inhalte erwirbt.
Gerade das wird von vielen großen Publishern gnadenlos ausgenutzt.
-
Cherokee067
- Beiträge: 3
- Registriert: 23.07.2007 22:36
- Persönliche Nachricht:
Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen
Der Punkt ist doch, dass es solchen "Nippes" wie es hier oft genannt gibt, Skins, Achievements etc. früher schon mit im Spiel gab. Als beispielsweise Resident Evil 3 herauskam konnte man im Spiel direkt ich weiß nicht mehr wie viele Kostüme freischalten. Die waren im Preis für 99 DM mit drin. Heute kaufst du ein Spiel, das ebenso viele Skins hat, die werden eben nur nicht freigschaltet, sondern du bezahlst deine 50 oder 60 Euro (die in etwa den Gegenwert von 100 DM haben) und dann bittet man dich erneut zur Kasse für etwas was eigentlich schon im Spiel sein sollte und auch schon programmiert ist. Gleiches Beispiel: Total War Empire und Shogun 2. Sicher da gibt es eine große Anzahl von Einheiten. Nur waren es bei Medieval 2 oder Rom sicherlich genauso viele wie in Empire INKLUSIVE allen DLCs! Das ist der springende Punkt. Im Endeffekt muss ich drauf zahlen um den gleichen Inhalt zu erhalten wie noch im Vorgängertitel.
Auch DLCs sehe ich da teilweise problematisch. Ja, ein guter storybasierter DLC für 10Euro mit dem ich 6-10 Stunden spiele geht in Ordnung. Ich finde sogar noch Kundenbindung durch Vorbesteller DLCs in Ordnung, alles was darüber hinaus geht, ist nicht nur "Nippes" Es ist eine Politik die darauf abzielt im Endeffekt für ein Produkt mehr Geld zu erhalten als durch den "Basis-Verkaufspreis" suggeriert wird. Würde man sich einen Fernseher kaufen bei dem plötzlich nur 20 Programme funktionieren, obwohl es ja 30 freie Sender gibt, würde man "Betrug" schreien. In Spielen juckt das heute niemanden mehr. Es ist und bleibt traurig mit welcher Sorglosigkeit hier argumentiert wird. Mir persönlich kommen keine Spiele von Ubi-Soft, EA oder Activision Blizzard ins Haus, es sei denn gebraucht. Ich kaufe seit der Einführung von Origin, dem Ubi-Launcher und Season Pässen bei diesen Firmen nicht mehr. Ich verzichte lieber bewusst auf Mass Effect und Co und finanziere die boomende Indiebranche. Da gibt es immer mehr super tolle Titel zum Schnäppchenpreis, auch in toller Grafik und mit einer Spielzeit von 10 Stunden und mehr und kostenlosen DLCs (siehe z.B. Amnesia mit Justine)
Auch DLCs sehe ich da teilweise problematisch. Ja, ein guter storybasierter DLC für 10Euro mit dem ich 6-10 Stunden spiele geht in Ordnung. Ich finde sogar noch Kundenbindung durch Vorbesteller DLCs in Ordnung, alles was darüber hinaus geht, ist nicht nur "Nippes" Es ist eine Politik die darauf abzielt im Endeffekt für ein Produkt mehr Geld zu erhalten als durch den "Basis-Verkaufspreis" suggeriert wird. Würde man sich einen Fernseher kaufen bei dem plötzlich nur 20 Programme funktionieren, obwohl es ja 30 freie Sender gibt, würde man "Betrug" schreien. In Spielen juckt das heute niemanden mehr. Es ist und bleibt traurig mit welcher Sorglosigkeit hier argumentiert wird. Mir persönlich kommen keine Spiele von Ubi-Soft, EA oder Activision Blizzard ins Haus, es sei denn gebraucht. Ich kaufe seit der Einführung von Origin, dem Ubi-Launcher und Season Pässen bei diesen Firmen nicht mehr. Ich verzichte lieber bewusst auf Mass Effect und Co und finanziere die boomende Indiebranche. Da gibt es immer mehr super tolle Titel zum Schnäppchenpreis, auch in toller Grafik und mit einer Spielzeit von 10 Stunden und mehr und kostenlosen DLCs (siehe z.B. Amnesia mit Justine)
