Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

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The Incredible Hojo
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von The Incredible Hojo »

So, ich hoffe mal ich vergesse keinen:

1. Bei dem Spielchen "nenne mir ein Game" ging es um Spiele die Flops oder Hits wurden, nicht um die Qualität
2. Nein, nicht wegen mir werden Spiele weiter langweilig sein oder noch schlimmer - noch langweiliger werden.. Weil ich keine Spiele entwickel und auch die Massenprodukte kaum spiele. Der Markt hat sich - mit der Mehrheit der Spieler - eben in die Richtung entwickelt und sich dahin bewegt, wo er heute steht. Man kann jetzt darauf hoffen, dass ein Umdenken bei den nachwachsenden Spielern eintritt und die nach dem verlangen, was für uns "old-Schooler" wieder richtige Spiele sind, da sind meine Hoffnungen aber eben nun mal nicht ganz so starkt
3. Ja, ich gönne mir eine andere Meinung als die meisten "meiner Art", weil ich es eben aus mehreren Blickwinkeln betrachte. Deshalb muss weder meine Meinung absolut falsch sein, noch über allen anderen Meinungen stehen und als einzig wahre Wahrheit zementiert sein. Das gilt aber auch für andere Meinungen. Allerdings lässt sich über Fakten nicht streiten und da gibt es beispielsweise den Ablauf einer Integration von Spielern in die Entwicklung eines Spiels. Wir können darüber diskutieren, was man an einem Spiel besser hätte machen oder weglassen können, was fehlt und was gut gemacht wurde, das ändert aber an dem Prozess nichts. Um bei deiner Frage mit der Heckspoilerfarbe zu kommen: Welche logischen Schlussfolgerungen ergeben sich aus der expliziten Frage?
a) wenn du die Farbe des Heckspoilers so lässt, finden ihn 54% nicht gut, 46% finden die Farbe ok.
b) änderst du die Farbe in eine andere finden ihn x% gut und y% nicht gut, weil du die Farbe nicht an den Testern ausprobiert hast, du startest also wieder von vorne
Was also machst du mit der Farbe des Heckspoilers? Lässt du mehrere Durchläufe starten mit verschiedenen Farben? Mit wie viel verschiedenen? Je mehr Farben du nimmst, desto kleiner wird die Schnittmenge der Meinungen, weil irgendwann jemand seine Lieblingsfarbe findet. Wenn sich von den 11 Leuten 3 auf eine Farbe festlegen, während die anderen jeweils eine andere wählen, kannst du die nehmen, aber damit entscheidest du dich gegen knapp drei Viertel deiner Testgruppe.
Also solche "Spezialisten" mit einzubeziehen ist eben immer schwer und je mehr es sind, desto weniger weisst du danach. Und dieses Micromanagement willst du in Dutzenden Elementen eines Spiels integrieren? Das kann nicht funktionieren, außer du willst bei jedem Spiel eine Entwicklungszeit eines Duke Nukem haben

Nur weil ich der Industrie ihren wirtschaftlichen Erfolg gönne, bin ich ja kein Anti-Gamer. Aber wenn ich der Meinung bin, eben auch aus Erfahrungen heraus, dass etwas nicht funktionieren kann, dann sage ich das auch. Auch mit Argumenten, warum etwas nicht funktionieren kann. Das mag nicht immer massenkompatibel sein, aber das ist ja sowieso nicht erwünscht hier. Auch ist es nicht immer der Kuschelkurs und Einstimmen in das "EA, Ubisoft - die dunkle Seite der Macht sind sie!", nur weil es dann nicht zu Reibungspunkten kommt ist halt nicht meine Art.

Nimm eine Gastronomie. Sollten da immer wieder Gäste in die Küche und dem Koch sagen, was er an der Pastasoße besser machen kann, nur weil die Gäste schon so viel Nudeln mit Soße gegessen haben? Der eine mag mehr Tomaten in Stücken, der andere püriert, der eine mehr Gewürze der andere weniger, der eine möchte Möhren drin der andere nur Tomaten, Fleisch und Gewürze etc. Deshalb kocht ein Koch ohne die Gäste. Wem es schmeckt der kommt wieder und wer es nicht mag, lässt es bleiben. Schade um den Gast, aber der Geschmack ist halt so.
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Enthroned
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Enthroned »

Pyoro-2 hat geschrieben:Jo, "gut" ist aber nicht gleich "gottgleich". Mir geht's nie darum, was am Ende da für 'ne Wertung drunter steht, mir geht's nur darum, ob Tester ihren Job machen - und ein Teil des Jobs wäre bspw. gewesen, Lesern vorher zu sagen, dass ihnen das Ende möglicherweise nid gefallen könnte, oder bei Skyrim auf das beschissene Balancing oder so Sachen wie die PS3 Performance aufmerksam zu machen.
Hat aber niemand getan. Lieber auf'm Hypetrain durch die Gegend gegurkt - und, nochmal, deswegen wären das die letzten Kunden, die ich fragen würd, ob mein game was taugt oder nid. Die beurteilen höchstens das Hypepotential ^^
Ich bin mir ziemlich sicher, dass kaum ein Magazin alle Tester an ein Spiel setzt, ganz egal wie viele Vorschusslorbeeren es besitzt. Hätte man mich demzufolge ME3 testen lassen, so hätte ich das ganze Spiel über an die tollen Momente der Vorgänger gedacht, wie sich bereits auf dem Weg zum Ende ein Puzzleteil dem Anderen fügt. Am Ende steht die Figur Shepard vor drei Möglichkeiten, jedoch führen alle zu seinem eigenen Ende. Die Geschichte von Mass Effect rund um Shepard ist vorbei, das letzte Kapitel geschrieben. Testet also jemand wie ich, dem das Ende gefällt, so würde Er im Test ja nicht anmerken, dass das Ende schlecht sei.
Ein Spieletester hat sich meiner Meinung nach garnicht um Story zu kümmern, denn das ist viel zu subjektiv. Eigentlich sollten bei einem Spieletest nur Umfang, Grafik/Sound/Technik, Stabilität oder nötige Hardware getestet werden.
Nur um 2 Beispiele bzgl. Story zu nennen:

Dragon Age origins
Spoiler
Show
Die Story rund um den Menschen, gespielt als Adeliger Krieger ist einfach super gut gelungen. Die Freundschaft/Liebe zu Morrigan, zu Alistair, Leila. Als Mensch, edler Krieger passt man in Form des mutigen Anführers einfach gut zur Gruppe. Die Flucht aus dem Schloss und die späte Rache für den Tod der eigenen Familie bettet sich nicht nur perfekt in die Story ein, sondern ist auch einfach gut erzählt. Ganz und garnicht empfinde ich den Zwerg oder gar den Elf auch nur im Ansatz als wahren Grauen Wächter, genauso wenig den Magier Mensch, weil seine eigene "Origins" sich nicht so flüssig in die Hauptgeschichte integriert. Würde ich also Story im Test bewerten so würde ich glatt 93/100 Punkten vergeben, hätte ich aber die "falsche" Wahl getroffen und die Story hätte mich nicht so sehr gepackt, wären es vielleicht nur 82/100
Star Wars: The Old Repuplic
Spoiler
Show
Die Geschichte des Menschlichen Jedi Ritter ist meiner Meinung nach als eigentliche Fortsetzung zu KotoR zu sehen. Gute Begleiter, sau nette Storyline und wirklich sehr spannend. Ich war von Stufe 1 bis 50 absolut im Bann des Spiels. Die restlichen Storylines habe ich nur auf Youtube gesehen, aber die Planetenabläufe sind ja die gleichen wie bei jeder anderen Klasse. Da empfand ich die Storyline als gut erzählt, aber eben nicht wirklich mit KotoR zusammenhängend. Beim Schreiben des Tests mit einem Jedi Ritter hätte das Spiel von mir weitaus mehr Punkte abgestaubt
Easy Lee
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Easy Lee »

Eines ist sicher: Neue Konsolen werden verschärfte Geschäftsmodelle mit sich bringen.

Die Frage ist nun - ist die Gamesindustrie noch in der Lage einen Wow-Effekt auszulösen. Werden wir auf DLC, Online, Bla scheissen und staunen wie beim ersten Polygon der 32-Bit Konsolen, oder wird der ganze Schmu nur einfach höher skaliert und poliert?

Das wird der "Make it or break it"-Point der neuen Generation werden. Kosten hin oder her, Finanzkrise - so what. Die Next Gen muss den Gamer bei den Eiern packen und das Internet-Gehate zum verstummen bringen, sonst wars das und wir zocken 2020 nur noch Indie-Games und halbgaren Augmented Reality Blödsinn.
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Kajetan
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Kajetan »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Ich will ja verstehen, aber ich hörte bisher keine Vorschläge oder gar Argumente.
Ich bin nicht dazu da Dir die Grundlagen von Meinungsforschung und die Durchführung von Kundenbefragungen zu erläutern. Wende Dich dafür bitte an die entsprechende Fachliteratur oder Leute, welche Zeit und Lust haben Dir solche Dinge en Detail nahezubringen :)
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Pyoro-2
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Pyoro-2 »

Enthroned hat geschrieben:Testet also jemand wie ich, dem das Ende gefällt, so würde Er im Test ja nicht anmerken, dass das Ende schlecht sei.
Quatsch, jemand, der ein wenig Ahnung hat, wird sowas auch beurteilen können, wenn es auf ihn selbst nid zutrifft. Wozu auch sonst testen; mich interessiert doch nid, ob das game dem Tester gefällt, ich will wissen, ob's mir gefallen wird...
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The Incredible Hojo
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von The Incredible Hojo »

Kajetan hat geschrieben:
The Incredible Hojo hat geschrieben:Ich will ja verstehen, aber ich hörte bisher keine Vorschläge oder gar Argumente.
Ich bin nicht dazu da Dir die Grundlagen von Meinungsforschung und die Durchführung von Kundenbefragungen zu erläutern. Wende Dich dafür bitte an die entsprechende Fachliteratur oder Leute, welche Zeit und Lust haben Dir solche Dinge en Detail nahezubringen :)
Wieder keine Argumente. Eigentlich schade. Es gibt von dir kein Argument, warum das Einbeziehen von Spielern bei Entwicklungen funktionieren soll. Alles, was ich lese ist "es funktioniert, wenn man es richtig macht"
Das bedeutet, das alle Studios bisher die Kundenbefragung falsch gemacht haben und ein paar Ur-Gamer an ihren Rechnern sitzen, die sofort eine Lösung parat hätten, wie man es richtig macht und es erfolgreich umsetzen könnte. Es gibt, um mal deinen ewigen Vorwurf aus einer anderen Diskussion zu nehmen, keinen einzigen Beweis, dass es funktioniert, es gibt aber viele Beweise, dass man es nicht braucht oder es nicht funktioniert. Darauf folgt dann von dir immer nur "die machen es alle falsch".
Würde ich das als Argument bei unserer anderen Endlosdiskussion, die ich definitv hier nicht ankurbeln möchte, verwenden, käme zurecht Kommentare wie "Phrase!" "Worthülse!" "Rethorischer Flohzirkus!"
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danke15jahre4p
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von danke15jahre4p »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Es gibt von dir kein Argument, warum das Einbeziehen von Spielern bei Entwicklungen funktionieren soll.
jede (public) beta ist also nur wegen stresstest? jeder thread im entwicklerforum wo nach feedback gefragt wird ist reine makulatur?

du behauptest echt pauschal, dass ein einbeziehen von spielern in die entwicklung nicht möglich und komplett sinnlos ist?

du favourisierst echt den weg "fresst gefälligst die scheisse die ich euch vorsetze, kritik, wünsche,nicht willkomen!"?

greetingz
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Kajetan
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Kajetan »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Wieder keine Argumente. Eigentlich schade.
Du machst die ganze Zeit über nicht den Eindruck auf Argumente eingehen zu wollen. Was soll ich mir hier also die Mühe machen und meine Zeit an Dich verschwenden?
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The Incredible Hojo
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von The Incredible Hojo »

leifman hat geschrieben: jede (public) beta ist also nur wegen stresstest?
so traurig es klingt, in erster Linie ja, aber selbst das funktioniert kaum, siehe Diablo 3
leifman hat geschrieben: du behauptest echt pauschal, dass ein einbeziehen von spielern in die entwicklung nicht möglich und komplett sinnlos ist?
Ja, behaupte ich. Ich begründe meine Behauptung mit Fällen, in denen Spieler oder andere Experten in die Entwicklung einbezogen wurden und die Ergebnisse nicht verwertbar waren. Vom rein logisch verwertbaren Ergebnis der Einbeziehung ist dieses Verfahren sinnlos. Es bringt nur ein bisschen PR.
leifman hat geschrieben: du favourisierst echt den weg "fresst gefälligst die scheisse die ich euch vorsetze, kritik, wünsche,nicht willkomen!"?
greetingz
Nein, Kritik und Wünsche, Feedback und Vorschläge - alles gute Sachen. Nach der Entwicklung. Wie wenn der Kellner beim Verlassen des Restaurants fragt, ob man zufrieden war. In der Entwicklung kostet dich das mehr als es dir bringt. Selbst wenn man es richtig macht.
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The Incredible Hojo
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von The Incredible Hojo »

Kajetan hat geschrieben: Du machst die ganze Zeit über nicht den Eindruck auf Argumente eingehen zu wollen.
Wenn ich welche lesen würde...
Und die Zeit, die du mit dieser rethorischen Seifenblase verschwendest, hätte gereicht, um ein Argument zu bringen.
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Kajetan
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Kajetan »

The Incredible Hojo hat geschrieben: Wenn ich welche lesen würde...
Du willst doch gar nicht :)
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The Incredible Hojo
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von The Incredible Hojo »

Kajetan hat geschrieben:
The Incredible Hojo hat geschrieben: Wenn ich welche lesen würde...
Du willst doch gar nicht :)
Über meinen Willen bin ich mir dann doch selbst am besten klar :-D
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Knarfe1000 »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Und wieso sollte nur der MP gespielt werden? MP ist ja eine eigene Art der Entwicklungsfaulheit, weil man sich um KI ja schon mal nicht kümmern muss. Das macht ein Spiel nicht besser.
Endlich mal ein Satz, bei dem ich dir zustimmen kann. :D
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Knarfe1000
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Knarfe1000 »

Kajetan hat geschrieben:
The Incredible Hojo hat geschrieben:Ich will ja verstehen, aber ich hörte bisher keine Vorschläge oder gar Argumente.
Ich bin nicht dazu da Dir die Grundlagen von Meinungsforschung und die Durchführung von Kundenbefragungen zu erläutern. Wende Dich dafür bitte an die entsprechende Fachliteratur oder Leute, welche Zeit und Lust haben Dir solche Dinge en Detail nahezubringen :)
Es bringt einfach nichts.

Hojo verteidigt krampfhaft alles, was seit 6 - 8 Jahren in der Branche falsch läuft und schmettert jeden Verbesserungsvorschlag ab, weil es ja angeblich nichts bringt.

Das beste Beispiel war die Verteidigung der heutigen Levelschläuche mit kruden Argumenten.

Ich kann diese Haltung in keinster Weise nachvollziehen. Was soll an dieser Verarmung der Spiellandschaft schon gut sein.

Letztlich muss man aber auch solche skurillen Auffassungen tolerieren.
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Enthroned
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Re: Ubisoft: Neue Konsolen fördern Kreativität

Beitrag von Enthroned »

Pyoro-2 hat geschrieben:
Enthroned hat geschrieben:Testet also jemand wie ich, dem das Ende gefällt, so würde Er im Test ja nicht anmerken, dass das Ende schlecht sei.
Quatsch, jemand, der ein wenig Ahnung hat, wird sowas auch beurteilen können, wenn es auf ihn selbst nid zutrifft. Wozu auch sonst testen; mich interessiert doch nid, ob das game dem Tester gefällt, ich will wissen, ob's mir gefallen wird...
Ohne dir zu nahetreten zu wollen, aber das bedeutet im Umkehrschluss zu dem wie du es formuliert hast, dass du keine eigene Meinung besitzt. Ein Spieletester soll mir sagen ob ich eine aktuelle Grafikkarte für das Spiel brauche oder ob es so programmiert ist, dass es auch auf älteren Rechnern flüssig spielbar ist. Er soll mir sagen ob Soundeffekte authentisch klingen oder ob das Spiel im ReleaseBuilt von Abstürzen geplagt ist. Er soll mir sagen ob ihm das Spiel Spaß gemacht hat, aber nicht ob es mir Spaß machen wird. Ob es dir Spaß macht musst du schon allein herausfinden.

Und in deinem ersten Satz tritt genau das Phänomen auf, dass anscheinend heute in der Gamerszene stark verbreitet ist. Ich nenne es Pflichabneigung und erkäre es folgendermaßen:
Ich spiele ME3, hatte viel Spaß, das Ende gefällt mir und trotzdem MUSS ich jetzt etwas finden, damit das Spiel mich nich vollends begeistern kann. Also lege ich mich nun fest, dass das Ende blöd ist, weil es nicht im Detail genau so war, wie ich es mir vorgestellt habe. Statt einzusehen das nicht ich das Spiel entwickelt habe, muss ich nun dafür sorgen das die Welt ihre Augen öffnet und einsieht und das der Spieleentwickler sich meinem Wunsch zu beugen hat, damit ich zufrieden bin. Das ganze funktioniert wie ein Strohfeuer. Das denken sich von Millionen Leuten vielleicht 10.000, 30.0000 oder 100.000. Diese sind jedoch stark in sozialen Netzwerken verknüpft oder in Foren eingebunden und verbreiten somit ihre Meinung, soweit kein Thema. Nun aber passiert folgendes: Leute die das Ende eigentlich so hingenommen haben, hinterfragen sich plötzlich weil Sie in einem Forum 20 Leute schreiben sehen, dass das Ende mies sei und so führt dann eins zum anderen. Und auf 600.000 spieler die das Ende in Ordnung fanden, kommen dann 400.000 die es schlecht fanden. Diese Welle ist nun nicht mehr aufzuhalten und Magazine berichten darüber, dass ein Großteil der Spieler das Ende für nicht zufriedenstellend hält. Und ich hoffe das jedem hier der Unterschied zwischen ein Großteil und der Großteil bekannt ist. In dem Fall sind nämlich 400.000 ein Großteil und 600.000 der tatsächlich größere Teil. Der Entwickler will das Feuer löschen, beugt sich den Fans und kommt ihnen entgegen. Daraufhin fühlen sich die 400.000, und das ist das schlimme der ganzen Sache, auch noch im Recht, während 600.000 Spieler nur mit dem Kopf schütteln, jedoch froh sind das die Sache nun endlich vom Tisch ist.