² Hypnos
Das habe ich anders kennegelernt ^^
Aber sei's drum. Mal was anderes, du findest das Ende so okay bzw. gut. Kann ich mit leben, bzw. freut mich für dich, nun sitze ich aber zwischen den Stühlen, ist mein Anspruch zu hoch, oder denke ich über das was ich da sehe nur mehr (zu viel) nach? Denn direkt nach dem Aufwachen kommt der Funkspruch rein, das keiner den Beamrun überlebt hat, gut mag sein, das man von wo auch immer der Sprecher das beobachten mag man eine Person (bzw. 2; Anderson muss da ja auch noch irgendwo rumhuschen) von dort aus nicht ausmachen kann, bzw. der Beobachter aufm Weg zurück zum Sammelpunkt ist, somit die Kampfhandlung einer gegen die 4 restlichen Bodentruppen also nicht mehr wahrnimmt. Um den Verwundeten der sich noch regt nicht mal zu erwähnen.
Weiter, in der Citadel angekommen meldet sich Anderson bei mir und sagt er ist direkt nach mir in den Beam. Merkwürdig, aber kann ich mit leben. Also weiter maschieren. Nach dem Gang und der Hälfte der Brücke, meldet sich Anderson das sein dunkler Gang aufbricht und er eine Halle sieht. Bleibt selbst mit seiner Erklärung das die Wände sich bewegen unlogisch, das er nach mir auf die Citadel kommt, und trotzdem vor mir und vor allem ungesehen an mir vorbei in einen Raum mit nur einem Zugang ankommt.
(Was manche als Argument bringen, das der Part der Citadel unbekannt sei, und es unlogisch sei; denen empfehle ich den ersten Teil nochmal ausführlich zu spielen. Es wird gesagt, das die Keeper sich in einen nicht bekannten und nicht zugänglichen Teil der Citadel zum sterben zurückziehen und kurze Zeit später ein neuer Keeper die Arbeit verrichtet. Bleibt mysteriös aber innerhalb der Story erklärbar und somit cool geschrieben.)
Wenn ich mich recht entsinne wird im Spiel auch genannt, das TIM auf der Citadel Zuflucht sucht um seinen Plan auszuführen, somit bereitet mir der Part mit dem Unbekannten kein Problem. Das Ende des Ganzen wiederum schon, wie eingangs erwähnt wird über Funk der komplette Misserfolg der Operation und der Totalverlust der Truppen bestätigt. Warum versucht Hackett Shepard anzufunken? Als leitender Kommandeur müsste er als erstes die Info gehabt haben, das alle Tot sind. Warum also der Versuch n Toten zu erreichen? Hoffnung? Nicht wahr haben wollen? N Lebenszeichensender an der Funkeinheit? Keine Ahnung, selbst das hätte ich als kleinere Ungereimtheit noch geschluckt.
Das Folgende mit Space Kid ist ein wenig zu fantastisch und zu weit entfernt von der Story, da man ja glaubte der Harbinger/Vorbote sei das große Übel. Auch das hätte ich gefressen, da es (wenngleich ein wenig spät) ein doch relativ typisches Rollenspielklischee in jRPGs wiederspiegelt. Sei es drum. Die nachfolgende Konversation zwischen Space Kid und Shepard wirft bei mir allerdings dann erste wirkliche Zweifel auf. Erstens ist Shepards Verhalten (im Falle eines reinen Paragon wie bei mir) einfach mal out of character. Egal wie verzweifelt und wie kurz vorm Ableben auch immer, Shepard hätte es nicht einfach so hingenommen. Zumal Souvereign und Harbinger beide mehrmals betont haben, das ihre Beweggründe das Denkvermögen der organischen Lebewesen übersteigt. Und doch findet Space Kid relativ einfache Worte um das Ganze zu erläutern. Beißt sich, hätte ich auch noch mit leben können, ebenso mit den 3 Wahlmöglichkeiten, auch wenn sämtliches synthetisches Leben bei hops gehen muss. Etwas, das die Rannoch Mission völlig sinnfrei werden lässt, passt es doch noch in das "Der ganze Krieg ist sinnfrei" Pathos des Spiels. Und mit einer Selbstaufopferung Shepards hab ich eh fest gerechnet, das war nach meinem Verständnis der Reihe sowas von klar, das mich alles andere stark gewundert hätte. Somit kann ich auch noch einigermaßen mit Space Magic tri colore leben.
Wo sich bei mir dann allerdings sämtliches Gefühl für den Augenblick in Luft auflöste und es sich in einem spontanen wtf und Kopfschütteln verwandelte ist und bleibt die Flucht der Normandy. Ab dem Zeitpunkt war meine Freude über das Beenden der Mission völlig dahin, denn das kann ich mir logisch nicht mehr erklären. Obendrein noch das spontane Auftauchen der beiden Crewmitglieder die ich (rein logischerweise) für tot gehalten habe. Somit springt mich der Funkspruch ein weiteres mal an. Keine Überlebenden? Da ich EDI in der Gruppe hatte sogar schon während der Flucht, da sie ja unübersehbar in ihrem Stuhl neben Joker sitzt. Den Rest muss ich nicht mehr erwähnen, denn da bin ich schon ausgestiegen gewesen und war am Überlegen wo ich meinen Denkfehler habe. Problem daran, den habe halt nicht ich gehabt, sondern das Spiel tischte mir einen wirklich schweren Logikfehler auf, der ja vlt. noch eine Erklärung und somit Sinn erhalten könnte. Dem ward aber auch nix.
So Hypnos, ich wäre froh wenn du mir erklären könntest,
wie du über diese (im Augenblicke meine, da ich sie erwähne) Probleme so wohlwollend hinwegsehen kannst. Mir war und ist das nicht möglich, und darauf würde ich gerne Antwort haben. Leben mit dem Ende muss ich eh, es ist halt so. Nur die, für mich, fehlende Nachvollziehbarkeit lässt den Satz "es sollte deutungswürdig und diskutierbar sein" wie eine schwache Entschuldigung für "Uns ist nichts besseres eingefallen" und irgendwo Faulheit/Zeitnot aussehen. Das sie es besser können, haben sie mehrfach bewiesen. Und um es nochmals zu betonen, ich finde das Ende per se nicht schlecht, im Gegenteil, nur durch den fehlenden Feinschliff, die Kürze und Informationsarmut die beim besten Willen nicht das Mammutprojekt Mass Effect 1-3 wiederspiegeln mag und eben fehlende besagte Kohärenz, die die in mühsamer Kleinstarbeit liebevoll ausgestaltete Spielwelt ad absurdum führt entseht bei mir eine Leere im Raum wo ich eigentlich die Erfahrung Mass Effect als Komplettwerk haben möchte.
Im übrigen tret ich EA und Bioware gleichermaßen, wenn nun noch zwei DLCs kommen, die War Assets und noch einige Aspekte zur Haupthandlung hinzufügen wonach sich am Ende wirklich noch was tut, was sich im übrigen die ganze Zeit schon auf der Disk befand, nur ohne den DLC Trigger per Datamining nicht erkannt werden kann
