Assassin's Creed: Software-Dieb verurteilt

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MrChronos
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Beitrag von MrChronos »

guiden170881 hat geschrieben: Man kann auch entgegen argumentieren und behaupten das die Hersteller sich dann versuchen zu unterbieten damit die Kunden ihre Produkte kaufen und nicht die des Konkurenten.
In einem Oligopol mit sehr hohen Eintrittskosten wenig wahrscheinlich, siehe Ölkonzerne.

Ich habe das auch nicht als Rechtfertigung benutzt, sondern als Begründung, warum auch der ehrliche Käufer vielleicht nicht ganz so gegen Kopien sein sollte.
Und jetzt sag mir nicht, dass Du es nicht unverschämt finden würdest, wenn die den Preis für ein Spiel auf 100 Euro anheben würden, NUR WEIL SIES KÖNNTEN.
kein nerd
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Beitrag von kein nerd »

MrChronos hat geschrieben:
guiden170881 hat geschrieben: Man kann auch entgegen argumentieren und behaupten das die Hersteller sich dann versuchen zu unterbieten damit die Kunden ihre Produkte kaufen und nicht die des Konkurenten.
In einem Oligopol mit sehr hohen Eintrittskosten wenig wahrscheinlich, siehe Ölkonzerne.

Ich habe das auch nicht als Rechtfertigung benutzt, sondern als Begründung, warum auch der ehrliche Käufer vielleicht nicht ganz so gegen Kopien sein sollte.
Und jetzt sag mir nicht, dass Du es nicht unverschämt finden würdest, wenn die den Preis für ein Spiel auf 100 Euro anheben würden, NUR WEIL SIES KÖNNTEN.
Doch doch das wäre unverschämt. Aber ich behaupte ja nicht das es zwingend so kommen würde. Wie gesagt...wenn niemand die 100 Euro bezahlen würde dann würden auch die Hersteller den Preis senken. Denke ich...denn ein Spiel ist für die meissten nicht überlebenswichtig bzw. so wichtig das man nicht darauf verzichten könnte. Was bei den Ölkonzernen ja wieder eine andere Sache ist. Man braucht sein Auto einfach in vielen Bereichen und es ist zu wichtig geworden trotz öffentlicher Verkehrsmittel.

Bestes Beispiel sind da für mich die Hersteller von Flachbildfernsehern. Überteuerte kauft kaum jemand weil das Geld einfach fehlt und man ihn nicht zwingend benötigt. Und schon fallen nach einigen Monaten die Preise bis sich wirklich fast jeder einen leisten kann. Es gibt viele weitere Beispiele bei denen sich Hersteller bzw. Anbieter von bestimmten Leistungen ehr unterbieten als sich abzusprechen.
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

MrChronos hat geschrieben:
guiden170881 hat geschrieben:
Jopp, jetzt fällt das Angebot "kostenlose Kopie ausm Netz" weg? Die Nachfrage steigt ja (laut der Argumentation, dass die Raubkopierer die Spiele dann ja kaufen), nu darf jeder BWL-Erstsemester-Student dreimal raten wohin der Preis dann geht.
(kleiner Tipp, nicht nach unten)
Kommt auf die Preiselastizität an.
Sollte das im ersten semester nicht dran kommen bitte ich um verzeihung. :wink:

Ernsthaft, du kannst doch nicht ernsthaft davon ausgehen, dass bei einem nicht notwendigen Luxusgut der preis beliebig zu steigern ist.
Wir reden hier ja nicht von benzin oder öl.
Bzw, spätestens wenn die Spielehersteller merken, dass die Mehreinnahmen durch fehlende Raubkopien doch nicht so gewaltig ausfallen werden sie die Preise anheben.
das glaube ich nicht, dazu gibt es auch keine Anzeichen. Nimm z.B. die beliebten Multiplayerspiele. Sie sind vergleichsweise sicher vor Raubkopien und der Preis ist dennoch nicht ins uferlose gestiegen.
Da es sich außerdem mehr oder weniger um ein Oligopol handelt wäre eine Preisabsprache sehr wahrscheinlich unter den Publishern.
Oligopol? Also dafür sehe ich dann doch zuviele publisher, zumal du den Einzelhandel völlig ausser acht lässt. Allerdings hat sich ja bereits mehr oder weniger ein Einheitspreis für viele Spiele gefunden.
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

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hardcoreHARALD
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Beitrag von hardcoreHARALD »

Kajetan hat geschrieben:
Worrelix hat geschrieben:Wobei man bedenken muß, daß an jedem finanziellen Schaden auch Menschen hängen, denen er direkt schadet - schlimmstenfalls geht die Firma, in die die Entwickler privat investiert haben, den Bach runter und die Entwickler sind beruflich und privat pleite.
Es gibt keinen Beweis für die These, dass das in Umlaufbringen einer Kopie finanziellen Schaden verursacht. Es gibt keinen Beweis dafür, in welcher Höhe überhaupt irgendein Schaden entsteht. Es gibt nur Behauptungen der Industrie auf der Basis von Milchmädchenrechnungen und eine gekaufte Gesetzgebung, die bloße Behauptungen der Industrie für bare Münze nimmt.

Und es gibt nicht wenige Leute, die diese Behauptungen ebenfalls für bare Münze nehmen und sich erfolgreich einreden lassen, dass das in nicht-lizensierte Kopieren urheberrechtlich geschützter Inhalte derartiger Strafen rechtfertigt. Warum? Auf welcher Basis? Mit welcher Begründung?
/sign
ich denke sowieso das über kurz oder lang die industrie sich den crackern irgendwie beugen muss, es liegt halt in der natur der digitalen welt dass alles schnell und fast kostenlos zu kopieren ist, ist ja auch eine der tollsten eigenschaften dieser welt, nur für den verkauf von software ist das natürlich extrem bescheiden...
MrChronos
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Beitrag von MrChronos »

Boesor hat geschrieben: Kommt auf die Preiselastizität an.
Sollte das im ersten semester nicht dran kommen bitte ich um verzeihung. :wink:
Ich würde hier die Preiselastizität als sehr gering einschätzen, da ein begehrtes Computerspiel nicht mal eben durch ein anderes gleichartiges substituiert werden kann.
Ernsthaft, du kannst doch nicht ernsthaft davon ausgehen, dass bei einem nicht notwendigen Luxusgut der preis beliebig zu steigern ist.
Wir reden hier ja nicht von benzin oder öl.
Ich rede auch nicht von einer beliebigen Preissteigerung, doch dass die Publisher die Preis gerne anheben würden, haben sie ja schon mehrmals geäußert.
das glaube ich nicht, dazu gibt es auch keine Anzeichen. Nimm z.B. die beliebten Multiplayerspiele. Sie sind vergleichsweise sicher vor Raubkopien und der Preis ist dennoch nicht ins uferlose gestiegen.
Das schließe ich eher auf dein eigenes Argument, dass sich ja im moment ein Einheitspreis gefunden hat. Dessen Überschreitung durch einzelne Titel sehr kritisch aufgenommen werden würde. DLC zu überteuerten Preisen ist natürlich auch eine Möglichkeit den Preis indirekt zu gestalten (MW2-Mappack beispielsweise)
Oligopol? Also dafür sehe ich dann doch zuviele publisher, zumal du den Einzelhandel völlig ausser acht lässt. Allerdings hat sich ja bereits mehr oder weniger ein Einheitspreis für viele Spiele gefunden.
Oligopol deshalb, weil es eher wenige große Publisher gibt. Kleinere Publisher spielen in der Spielebranche kaum eine nennenswerte Rolle.
Ich verstehe gerade nicht ganz, welche Rolle Du dem Einzelhandel zuteil kommen lassen willst.
Der Einheitspreis verdeutlicht meiner Meinung nach eher, dass es keinen Preiskampf unter den Publishern gibt.
Ich denke auch nicht, dass mit einem unknackbaren Kopierschutz die Preis von heute auf morgen steigen werden, aber nach und nach würde wahrscheinlich schon eine deutliche Preissteigerung statt finden.
Die Preise würden auch eher langsamer sinken.

Edit: Ich hoffe allerdings wirklich, dass niemand so naiv ist und wirklich denkt, dass die Preise sinken würden.
kein nerd
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Beitrag von kein nerd »

@MrChronos

Wie gesagt deine Theorie könnte eintreffen. Aber ich persönlich denke auch das es anders kommen kann. Ein Videospiel ist kein zwingend gebrauchter Gegenstand wie Öl, der für die Menschen wichtig ist sondern ein Luxusartikel auf den man auch verzichten kann. Also gibt es keinen Grund das ich mein Geld dann zum Hersteller XY trage. Deswegen finde ich deinen Vergleich mit dem Öl, naja etwas unpassend.

Anders würde es sicherlich aussehen wenn Videospiele plötzlich so wichtig werden würden das man ohne nicht mehr kann. Was allerdings wohl nie passieren wird. Und selbst dann gehen die Spieler doch lieber zu kleineren Herstellern und kaufen sich deren günstigere Ware. Oder greifen auf Open Source Ware zurück.

Weiterhin zeigt doch auch das von mir auf AMAZON bezogene Beispiel das nicht immer der Publischer den Preis bestimmt sondern auch der Kunde und der Handel. Unterschiede von teilweise bis zu 20 Euro bei wenige Wochen alten Spielen zeigen mir das immer wieder.

So sehe ich das...:-)
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

MrChronos hat geschrieben:
Ich würde hier die Preiselastizität als sehr gering einschätzen, da ein begehrtes Computerspiel nicht mal eben durch ein anderes gleichartiges substituiert werden kann.
Vor allem aber ist ein begehrtes Computerspiel überhaupt nicht lebensnotwendig und daher sehr wohl durch alle möglichen Dinge zu ersetzen.

Ich rede auch nicht von einer beliebigen Preissteigerung, doch dass die Publisher die Preis gerne anheben würden, haben sie ja schon mehrmals geäußert.
und offenbar ist das nicht möglich, deiner Ansicht nach wg der Gefahr durch raubkopierer, meiner Ansicht nach eher, weil der aktuelle preis nunmal das Gleichgewicht darstellt. Daher auch mein Argument mit den nicht raupkopiergefährdeten MP Spielen.
Das schließe ich eher auf dein eigenes Argument, dass sich ja im moment ein Einheitspreis gefunden hat. Dessen Überschreitung durch einzelne Titel sehr kritisch aufgenommen werden würde. DLC zu überteuerten Preisen ist natürlich auch eine Möglichkeit den Preis indirekt zu gestalten (MW2-Mappack beispielsweise)
Und was hat das dann mit Raubkopierern zu tun?


Oligopol deshalb, weil es eher wenige große Publisher gibt. Kleinere Publisher spielen in der Spielebranche kaum eine nennenswerte Rolle.
Sagst du, aber mit EA, T2, Activision Blizzard, Ubisoft, sowie einer Anzahl kleinerer (aber nicht kleiner) Publsiher und den neuen Möglichkeiten des vertriebs über Steam (Indispiele) sehe ich den markt da schon etwas breiter aufgestellt.

Ich verstehe gerade nicht ganz, welche Rolle Du dem Einzelhandel zuteil kommen lassen willst.
Der spielt natürlich eine gewichtige Rolle bei der preisfindung, denn das Spiel welches du im laden kaufst wurde ja nicht vom Publisher mit dem preis versehen. Wir sind ja nicht im Buchhandel.

Der Einheitspreis verdeutlicht meiner Meinung nach eher, dass es keinen Preiskampf unter den Publishern gibt.
Unter denen nicht, dafür hier und da immer mal wieder unter den Händlern. Sprich: ja. ein Computerspiel bewegt sich regulär im preis zwischen 40 - 55 Euro. Abweichende preise sind das Ergebnis der Konkurrenz der Händler.
Ich denke auch nicht, dass mit einem unknackbaren Kopierschutz die Preis von heute auf morgen steigen werden, aber nach und nach würde wahrscheinlich schon eine deutliche Preissteigerung statt finden.
da wäre dann nur die frage ob diese auch angenommen wird, denn um es nochmal zu betonen, Spiele sind nicht lebenswichtig.

Die Preise würden auch eher langsamer sinken.
das könnte sein, wobei es im Konsolenbereich, bei dem die Kopierproblematik ja weniger ausgeprägt ist, durchaus auch Preisverfall gibt.
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Beitrag von MrChronos »

Boesor hat geschrieben: Vor allem aber ist ein begehrtes Computerspiel überhaupt nicht lebensnotwendig und daher sehr wohl durch alle möglichen Dinge zu ersetzen.
Aber ein begehrtes Spiel ist kaum vollwertig durch ein Open-Source Spiel zu ersetzen.
Klar ist es nicht lebensnotwendig, doch ist es inzwischen ein weitverbreitetes und sehr begehrtes Hobby geworden, für das die Leute bereitwillig VIEL Geld ausgeben.

und offenbar ist das nicht möglich, deiner Ansicht nach wg der Gefahr durch raubkopierer, meiner Ansicht nach eher, weil der aktuelle preis nunmal das Gleichgewicht darstellt. Daher auch mein Argument mit den nicht raupkopiergefährdeten MP Spielen.
Ich sage, dass Raubkopien eine Art Konkurrenz bilden. Welche eben sehr wohl auch von den Preisen abhängig ist.
Und was hat das dann mit Raubkopierern zu tun?
Dass es bisher nur vereinzelt Leute trifft, welche diesen DLC kaufen, die Publisher aber gerne die Breite masse melken würden.

Sagst du, aber mit EA, T2, Activision Blizzard, Ubisoft, sowie einer Anzahl kleinerer (aber nicht kleiner) Publsiher und den neuen Möglichkeiten des vertriebs über Steam (Indispiele) sehe ich den markt da schon etwas breiter aufgestellt.
Nunja, also 5 große Publisher ist ja dann wohl ein Oligopol oder nicht?
Die kleineren können kaum wirklichen Druck auf den Markt ausüben.
Indispiele sind eine völlig andere Sparte als die Blockbuster-Games.
Auch diese neue Art des Vertriebs online, macht deutlich, dass eine Preissenkung für die Publisher nicht infrage kommt. Beim Onlinevertrieb entfallen extrem viele Kosten: Verpackung, Presskosten, Transportkosten, Gewinnmarge durch den Einzelhandel... dennoche werden diese Einsparungen lieber als zusätzlicher Gewinn mitgenommen, als es an den Kunden in Form günstigerer Preise weiter zu geben.
Der spielt natürlich eine gewichtige Rolle bei der preisfindung, denn das Spiel welches du im laden kaufst wurde ja nicht vom Publisher mit dem preis versehen. Wir sind ja nicht im Buchhandel.
Lach, ach so, der Handel sagt dem Publisher wieviel er für das Spiel bekommt? Interessant :roll:
Die Buchpreisbindung bedeutet nur, dass kein Händler selber am Verkaufspreis drehen darf, weder nach oben, noch nach unten.
Dient im übrigen dazu dass auch unbekanntere Bücher eine Chance auf dem Markt haben.
Bei allen anderen Produkten (auch bei Spielen) werden die Produkte an den Einzelhandel zu einem bestimmten Preis (und den bestimmt sehr wohl der Publisher) verkauft und dem Einzelhandel wird dann eine UVP empfohlen. Ob er diese UVP umsetzt oder für werbezwecke nen Kampfpreis macht ist dann dem Einzelhandel überlassen.
Verkauft der Publisher die Spiele teurer an den Einzelhandel müssen die natürlich den Preis auch anheben, wenn sie nicht weniger Gewinn oder gar Verlust machen wollen.
Lach, das ist ne witzige Vorstellung, dass der Einzelhandel bestimmt, was der Hersteller eines Produktes bekommt :lol:

Unter denen nicht, dafür hier und da immer mal wieder unter den Händlern. Sprich: ja. ein Computerspiel bewegt sich regulär im preis zwischen 40 - 55 Euro. Abweichende preise sind das Ergebnis der Konkurrenz der Händler.
Joa und die Möglichkeiten dieser Konkurrenz unterliegen wie schon eben beschrieben den Preisen die die Händler selber für den Kauf der Spiele berappen müssen.

da wäre dann nur die frage ob diese auch angenommen wird, denn um es nochmal zu betonen, Spiele sind nicht lebenswichtig.
Sie werden es auf jeden Fall versuchen und da Spiele schon zu einem zentralen Teil der Freizeitgestaltung geworden ist werden wohl genug auch überteuerte Spiele kaufen. Was die Publisher alles machen können, sieht man ja an der jetzigen UBISOFT-Kopierschutz-Diskussion. Ärgern tuts viele, gekauft wirds trotzdem.

das könnte sein, wobei es im Konsolenbereich, bei dem die Kopierproblematik ja weniger ausgeprägt ist, durchaus auch Preisverfall gibt.
Also hier in Deutschland merke ich kaum etwas von einem Preisverfall bei Konsolenspielen. Was auch der Grund ist, warum ich gerne aus England importiere.
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

MrChronos hat geschrieben:
Lach, ach so, der Handel sagt dem Publisher wieviel er für das Spiel bekommt? Interessant :roll:
Die Buchpreisbindung bedeutet nur, dass kein Händler selber am Verkaufspreis drehen darf, weder nach oben, noch nach unten.
Dient im übrigen dazu dass auch unbekanntere Bücher eine Chance auf dem Markt haben.
Bei allen anderen Produkten (auch bei Spielen) werden die Produkte an den Einzelhandel zu einem bestimmten Preis (und den bestimmt sehr wohl der Publisher) verkauft und dem Einzelhandel wird dann eine UVP empfohlen. Ob er diese UVP umsetzt oder für werbezwecke nen Kampfpreis macht ist dann dem Einzelhandel überlassen.
Verkauft der Publisher die Spiele teurer an den Einzelhandel müssen die natürlich den Preis auch anheben, wenn sie nicht weniger Gewinn oder gar Verlust machen wollen.
Lach, das ist ne witzige Vorstellung, dass der Einzelhandel bestimmt, was der Hersteller eines Produktes bekommt :lol:
Da bei den restlichen Punkten irgendwie nichts neues kommt (z.B. deine Weigerung endlich mal auf Mp Spiele einzugehen, die eben nicht der Konkurrenz durch Raubkopien unterliegen) greife ich nur mal diesen Punkt heraus.
Auch wenn es hier im Grunde überhaupt nicht mehr um die Thematik Raubkopien geht solltest du dir dennoch mal Gedanken über den Vertriebsweg Handel machen, da du scheinbar tatsächlich glaubst, dass die Publisher die alleinige Macht haben.

Daher solltest du dir diesbezüglich ein paar gedanken darüber machen wer letztlich die Spiele verkauft, wer seinen raren Platz in den Verkaufsregalen bereitststellt (um den es auch Konkurrenz gibt)und ob bei der derzeitigen Situation Publisher nicht auch auf Einzelhändler angewiesen sind.
Das ganze ist ein geben und nehmen und selbstverständlich ist kein Publisher in der Lage beliebig an der Preisschraube zu drehen, denn dann wird sein produkt schlicht nicht mehr (oder nicht sehr präsent, als Nischenprodukt oder nur auf bestellung) im Sortiment auftauchen

Du kannst ja mal recherchieren wieviel Umsatz Metro (Saturn, Media Markt) mit Spiele macht und dann lach nochmal und sag mir ernsthaft die hätten keine Macht.
Zuletzt geändert von Boesor am 05.05.2010 08:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Kajetan »

Boesor hat geschrieben:Da bei den restlichen Punkten irgendwie nichts neues kommt (z.B. deine Weigerung endlich mal auf Mp Spiele einzugehen, die eben nicht der Konkurrenz durch Raubkopien unterliegen) ...
So ganz nebenbei gesagt ...

Du weisst schon, dass MP-Spiele genauso oft oder so wenig kopiert und entsprechend genutzt werden wie SP-Spiele? Aberdutzende Freeshards für jedes halbwegs bekannte MMO. Massenhaft Server für jeden beliebten MP-Shooter, wo Leute spielen, die nur eine Kopie haben. Löchrige Server-Authentifizierung für offizielle Server, wo man ohne großen Aufwand auch mit Kopien spielen kann, usw. usf.

Ebenso wie es eine Mär ist, dass ein Kopierschutz vor dem Anfertigen von Kopien schützt, so ist es auch eine Urban Legend, dass ein MP-Spiel vor Kopien "schützt".
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Beitrag von Boesor »

Kajetan hat geschrieben: So ganz nebenbei gesagt ...

Du weisst schon, dass MP-Spiele genauso oft oder so wenig kopiert und entsprechend genutzt werden wie SP-Spiele? Aberdutzende Freeshards für jedes halbwegs bekannte MMO. Massenhaft Server für jeden beliebten MP-Shooter, wo Leute spielen, die nur eine Kopie haben. Löchrige Server-Authentifizierung für offizielle Server, wo man ohne großen Aufwand auch mit Kopien spielen kann, usw. usf.

Ebenso wie es eine Mär ist, dass ein Kopierschutz vor dem Anfertigen von Kopien schützt, so ist es auch eine Urban Legend, dass ein MP-Spiel vor Kopien "schützt".
Ich glaube kaum das z.B. World of Warcraft unter einer wirklich relevanten zahl an Raubkopierern leidet.

Aber nimm alternativ eben Spiele, die sich wirklich oft verkauft haben, bei denen also klar war, dass die richtig viele Kunden anziehen (GTA, MW2)
Auch da war der Preis nicht unendlich hoch.

Zu beginn von Steam, als Half Life rauskam und man nicht zu beginn an jeder Ecke eine Kopie ziehen konnte war der preis ebenfalls im absoluten Durchschnitt.
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Beitrag von kein nerd »

GUTEN MORGEN AN ALLE!!!!!!! :-D

Nur weil man Raubkopien nicht mehr als Konkurenz sieht sollten die Publisher ihre Preise in unereichte Höhen schiessen lassen? Ich halte das immer noch für riesen Quatsch...denn der Markt zeigt das Artikel die nicht zwingend benötigt werden(Luxusartikel) eher in den Preisen fallen und nicht steigen. (siehe Flachbildfernseher, Digicams). Sicher mag das auch an dem erscheinen immer mehr Produkte und immer neuerer Produkte liegen aber so warum sollte sich das im Spielebereich nicht so entwickeln.

Mal ernsthaft...welcher gesunde Mensch würde sich denn ein Spiel für 100 Euro kaufen??? Ich trau mich zu behaupten das dies niemand bis wenige wirklich machen würden. Also bleibt dem Publisher nichts anderes übrig den Preis zu senken wenn sie ihr Produkt verkaufen wollen.

Zu der Sache mit dem Handel...sicher gibt der Publisher einen Preis vor zu dem die Händler die Ware einkaufen...trotzdem bleibt die Entscheidung, für welchen Preis das Spiel dann auch im Handel steht bzw. verkauft wird, immer noch beim Händler selbst. Das die Spanne dort teilweise riesig ist zeigen ja Preisunterschiede von bis zu 20 Euro bei neuen Spielen.(Amazon 49,95 und Saturn 69,99) Das zeigt mir schon das sowohl die Händler und die Nachfrage(indirekt die Käufer selbst) die Preise wohl bestimmen können.

Es gibt sicher schlimmeres als Raubkopien zu erstellen trotzdem ist es illegal und ob da nun Schaden ensteht oder nicht ist mir völlig wurscht. Die Möglichkeit ist mir gegeben und trotzdem mach ichs nicht und punkt.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

guiden170881 hat geschrieben:GUTEN MORGEN AN ALLE!!!!!!! :-D
Also bleibt dem Publisher nichts anderes übrig den Preis zu senken wenn sie ihr Produkt verkaufen wollen.
GUTEN MORGEN GUIDEN!
Activision hebt aktuell die Preise aller Neuerscheinungen um 20% AN.
Es gibt genug "gesunde" Menschen, die eine Collector's Edition für 100,-€ kaufen.

Die Schmerzgrenze bei Spielen ist noch lange nicht erreicht. Weil es noch genug Deppen gibt, die einen Entwickler laufend bedauern, weil die Grafik ja ach so teuer ist. Dass mit dem Fokus auf Grafik laufend das Preis/Leistungsverhältnis in den Keller geht, wird übersehen...

Jedes Popcap Casual Game lohnt sich deutlich mehr als ein aktuelles AAA Spiel...
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Sir Richfield hat geschrieben: Activision hebt aktuell die Preise aller Neuerscheinungen um 20% AN.
Was allerdings dann die vermutung aufkommen lässt, dass die Raubkopierer die preise doch nicht unten halten können.
Aber mal sehen ob die preise + 20% dann auch wirklich beim Endkunden ankommen
Es gibt genug "gesunde" Menschen, die eine Collector's Edition für 100,-€ kaufen.
da gibts ja auch einen mehrwert, ob der den preisaufschlag wert ist ist natürlich die andere Frage.
Die Schmerzgrenze bei Spielen ist noch lange nicht erreicht. Weil es noch genug Deppen gibt, die einen Entwickler laufend bedauern, weil die Grafik ja ach so teuer ist. Dass mit dem Fokus auf Grafik laufend das Preis/Leistungsverhältnis in den Keller geht, wird übersehen...
Wie ich oft und gerne schreibe, jeder hat seine persönliche Ansicht über das Preis leistungsverhältnis, denn dieses verhältnis wird nicht von sir richfield bestimmt, auch wenn er diejenigen die seine Meinung nicht teilen als deppen beschimpft.
Jedes Popcap Casual Game lohnt sich deutlich mehr als ein aktuelles AAA Spiel...
Mit dieser Ansicht kommst du wenigstens günstig an dein Spielvergnügen.