Der 4P-Kommentar: Call of Blutbad

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freda
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Beitrag von freda »

PS: Wieder ein schönes Beispiel für: Publisher unterstützen Raubkopierer ^^
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Sevulon
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Beitrag von Sevulon »

Trotzdem ist die GameOver-Situation an der Stelle wesentlich realistischer. Der Auftrag eines Underground-Agenten kann es nicht sein, soviele unschuldige Zivilisten wie möglich zu erschießen.

Diese dt. "Eingrenzung" sollte in allen Versionen so sein. Und nicht umgekehrt. Schließlich ist ein Double-Agent kein Massenmörder.
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Sevulon
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Beitrag von Sevulon »

freda hat geschrieben:PS: Wieder ein schönes Beispiel für: Publisher unterstützen Raubkopierer ^^
Inwiefern?
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youyousensen
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Beitrag von youyousensen »

freda hat geschrieben:(...)
Wenn die Taliban solche Games machen würden, würde der Westen aufschreien, von wegen Gehirnwäsche bei Kindern!!!!!11 Unsere Kinder spielen das jeden Tag. Das Feindbild ist klar und immer gleich, konditionierung von Anfang an.

Nur, weil man es gewohnt ist als stolzer aufrechter amerikanischer Marine Leute abzumetzeln heißt das nicht, dass es besser ist, als auf Zivilisten zu ballern.

Und ja, dann finde ich jeden, der sich hinstellt und sagt, wie unmoralisch das ist einen Heuchler. Entweder man spielt überhaupt keine derartigen Shooter oder man hält einfach den Mund.

Eben das ist das Problem, das ich angesprochen habe. Die lauten moralischen Aufschreie, die man hier plötzlich überall zu hören bekommt, sind gewissermaßen passivisch indoktriniert, da die Herdentiere, die den jeweils zu verteufelnden Kram, den sie vorher vllt. nicht unbedingt gemocht, ihn aber aufgrund Desinteresses eher links liegen gelassen haben, plötzlich als böse und verachtenswerte Unzulänglichkeit präsentiert bekommen und treu der vorgegebenen Marschrichtung quasi im Chor nachblöken, was als ihre neue Meinung zu gelten hat. Erleben wir ja nicht nur in Puncto Spiele.
Zuletzt geändert von youyousensen am 06.11.2009 15:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Jörg Luibl
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Beitrag von Jörg Luibl »

@muecke-the-lietz: Ja, du hast natürlich Recht - auch das einfache Ballern muss erlaubt sein, ohne dass man gleich die Menschenwürde zitiert; gar keine Frage. Aus kreativer Sicht ist das rein Destruktive aber immer auch das Einfachste. Wenn sich das Genre entwickeln will, braucht es jedoch mehr als das.

@4P|TGfkaTRichter: Jep, die Umsetzung eines guten Anti-Kriegsspiels wäre schwieriger und riskanter als in einem Buch oder Film - gar keine Frage. Aber der erste Entwickler, der das zur richtigen Zeit mit dem nötigen Mut leistet, der könnte auch ein Genre ins Rollen bringen. Ich hatte so ein Konzept schon in einem anderen Thread, auch schon vor Jahren angerissen...vielleicht schreibe ich es mal komplett fertig.
Zuletzt geändert von Jörg Luibl am 06.11.2009 15:46, insgesamt 1-mal geändert.
freda
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Beitrag von freda »

Sevulon hat geschrieben:
freda hat geschrieben:PS: Wieder ein schönes Beispiel für: Publisher unterstützen Raubkopierer ^^
Inwiefern?
Es hieß, die DV ist uncut, stellt sich als schlicht gelogen raus. Da wird der eine oder andere auf Torrents für die US Version ausweichen, da bin ich sehr sicher.
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Sevulon
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Beitrag von Sevulon »

Er kann sich die Version auch im Ausland bestellen. Das ist kein Argument.

Davon mal abgesehen ist dies ein guter, sinniger Cut, der den Realismus sogar erhöht und damit das Spiel sogar verbessert.
Zuletzt geändert von Sevulon am 06.11.2009 15:46, insgesamt 1-mal geändert.
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crewmate
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Beitrag von crewmate »

4P|T@xtchef hat geschrieben:Ja, du hast natürlich Recht - auch das einfache Ballern muss erlaubt sein, ohne dass man gleich die Menschenwürde zitiert; gar keine Frage. Aus kreativer Sicht ist das rein Destruktive aber immer auch das Einfachste. Wenn sich das Genre entwickeln will, braucht es jedoch mehr als das.
Es mangelt den Shooter spielfiguren an Charakter.

Deus Ex, das ist schon lange her.
Bei all dem, was Bioshock zu sagen hatte, bieb "Jack" stumm und charakterlos.
Man brauchte zwar später einen guten Plot Twist rein, aber mir reicht das nicht.

Nach wie vor identifizieren sich viele Spieler mit dem stummen, konturenlosen Helden
ohne Ecken und Kanten. Und ich meine damit nicht das Kassenmodell von Gordon Freeman.
Es gibt keinen James Sunderland unter den Shootern.
Charaktere die man entdecken könnte. Es gibt keinen Vertreter.

Nicht das jeder Shooter plötzlich ein Leo Tolstoi Roman werden soll.
Aber ich will Vielfalt, auch beim Inhalt.
Der ein oder andere Shooter sollte markante, lebendige Charaktere und eine gute Story bieten.
Einer von Fünf. Mehr verlange ich nicht.

Inhaltlich ist der Shooter tot. Haze war meine letzte Hoffnung.
Zuletzt geändert von crewmate am 06.11.2009 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
freda
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Beitrag von freda »

4P|T@xtchef hat geschrieben:Ja, du hast natürlich Recht - auch das einfache Ballern muss erlaubt sein, ohne dass man gleich die Menschenwürde zitiert; gar keine Frage. Aus kreativer Sicht ist das rein Destruktive aber immer auch das Einfachste. Wenn sich das Genre entwickeln will, braucht es jedoch mehr als das.
Jörg, deine Einstellung in Ehren, aber es geht um einen Shooter. Da will ich wirklich keine Innovationsorgien. Eine knarre, Ziele und gut ist. Die letzte wirkliche Innovation (im Wortsinn) war die Umstellung von 2d auf 3d/Mouselook oder vielleicht noch die Einbindung von Fahr/Flugzeugen.

Danach gab es nichts wirklich neues mehr, was man nicht schon bei Blood, Shadow Warrior oder dem Duke gesehen hätte. Hey, die hatten wenigstens noch Sprach-Taunts, sowas gibts heute gar nicht mehr. Und ein flockiges "Hail to the King Baby" nach einem Kill ist einfach unersetzbar.
freda
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Beitrag von freda »

Sevulon hat geschrieben:Er kann sich die Version auch im Ausland bestellen. Das ist kein Argument.
Ich sagte nicht, dass es eine Rechtfertigung ist, aber mit Sicherheit ein Grund.
Bexter2k5
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Beitrag von Bexter2k5 »

ist zwar ne nett zu lesende kolumne aber warum sollte man dem spieler die moralischen bedenken abnehmen?

iw hat sich sicherlich darüber gedanken gemacht und ist sicherlich auch zu dem punkt gekommen das der spieler das macht was er für richtig hält und sich nicht vorschreiben muss wie die gesellschaft (medien) das sieht.

ob ich die szene nun moralisch gutheißen muss oder nicht ist hier erst einmal zweitrangig.
freda
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Beitrag von freda »

Crewmate hat geschrieben:
Deus Ex, das ist schon lange her.
Bei all dem, was Bioshock zu sagen hatte, bieb "Jack" stumm und charakterlos.
Man brauchte zwar später einen guten Plot Twist rein, aber mir reicht das nicht.

Nach wie vor identifizieren sich viele Spieler mit dem stummen, konturenlosen Helden
ohne Ecken und Kanten. Und ich meine damit nicht das Kassenmodell von Gordon Freeman.
Spiel mal Max Payne.
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Damidias
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Beitrag von Damidias »

freda hat geschrieben:
4P|T@xtchef hat geschrieben:Ja, du hast natürlich Recht - auch das einfache Ballern muss erlaubt sein, ohne dass man gleich die Menschenwürde zitiert; gar keine Frage. Aus kreativer Sicht ist das rein Destruktive aber immer auch das Einfachste. Wenn sich das Genre entwickeln will, braucht es jedoch mehr als das.
Jörg, deine Einstellung in Ehren, aber es geht um einen Shooter. Da will ich wirklich keine Innovationsorgien. Eine knarre, Ziele und gut ist. Die letzte wirkliche Innovation (im Wortsinn) war die Umstellung von 2d auf 3d/Mouselook oder vielleicht noch die Einbindung von Fahr/Flugzeugen.

Danach gab es nichts wirklich neues mehr, was man nicht schon bei Blood, Shadow Warrior oder dem Duke gesehen hätte. Hey, die hatten wenigstens noch Sprach-Taunts, sowas gibts heute gar nicht mehr. Und ein flockiges "Hail to the King Baby" nach einem Kill ist einfach unersetzbar.
Willkommen in der Steinzeit - denn mit der Einstellung wären wir da immer noch. Gerade Kunstformen müssen sich weiterentwickeln, um ihre Daseinsberechtigung zu erhalten. Stagnation... führt irgendwann zur Beliebigkeit.
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muecke-the-lietz
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Beitrag von muecke-the-lietz »

jörg, ich wollte nicht das einfache ballern in den himmel loben, sondern nur noch mal darauf hinweisen, dass man sehr wohl pazifist als auch konsument von gewaltspielen sein kann.

gewalt sollte endlich mehr sein als cod und konsorten, was natürlich nicht heißt, dass es nicht mal ein wolfenstein zwischdurch sein darf (welches ich übrigens für wesentlich besser als cod halte).

ich will nur nicht immer gleich die würde des menschen gefährdet sehen, wenn eine fiktion mal wieder grausames darstellt.

rammstein wurden indiziert, weil sie angeblich mit ihrem titel pussy zu ungeschützem geschlechtsverkehr aufrufen. meine fresse...das tut der papst in jeder seiner reden.

videospiele dürfen nicht auch mal stumpf brutal sein? die hälfte der splatter-movies ist nichts anderes.

zivilisten werden getötet? das tut der terminator oder ein john mclain den ganzen film lang...ob nun beabsichtigt oder nicht.

cod ist nur stumpf und doof, sollte aber trotzdem nicht dafür verboten werden.
freda
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Beitrag von freda »

Damidias hat geschrieben:
Willkommen in der Steinzeit - denn mit der Einstellung wären wir da immer noch. Gerade Kunstformen müssen sich weiterentwickeln, um ihre Daseinsberechtigung zu erhalten. Stagnation... führt irgendwann zur Beliebigkeit.
Das war eine Bestandsaufnahme, oder würde dir eine Innovation (die diesen Titel auch verdient) einfallen, die ich übersehen habe? Und ich rede nicht von grafischer Opulenz.