Ja.Usul hat geschrieben:Na, hat sie damit unrecht?billy coen 80 hat geschrieben: http://new4.fjcdn.com/pictures/Going+fu ... 371346.png
http://i.imgur.com/iApi3bB.png
Und sie ist damit nich allein...
Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
Der Thematische Sprung zu Köln war nicht unbedingt hilfreich.Usul hat geschrieben:Deute ich das richtig, daß ich also dafür verantwortlich bin, daß hier "so wenig über das eigentliche Video geschrieben wird"?MrPink hat geschrieben:Die Metadiskussions in allen Ehren, aber ich hab selten erlebt, dass so wenig über das eigentliche Video geschrieben wird.(Danke Usul)
Natürlich nicht.mr archer hat geschrieben: Ich kenn diesen Fall. Na und? Muss ich jeden Spinner/ jede Spinnerin auf dieser Welt ernst nehmen, der Zugang zu Youtube besitzt? Da hätte ich den lieben langen Tag aber viel zu tun.
Extremisten als Repräsentanten für eine Bewegung/Ideologie her zunehmen ist intellektuell äußert fragwürdig.
Nur sehe ich das Problem im modernen Feminismus in der Kommunikation.
Die Schreihälse sind nun mal am lautesten und der Rest fällt hinten ab und wird der Möglichkeit beraubt, der Gesellschaft zu verdeutlichen, was ihrer Agenda nach nun noch getan werden muss.
Denn ich als unbedarfter Bürger, welcher sich mehr mit Technik, Naturwissenschaft und Berieselung aller Art beschäftigt, hat keine Ahnung wo denn jetzt der Hund in Sachen Gleichberechtigung in der BRD/Europa/Oxident begraben liegt.
Zuletzt geändert von HerrRosa am 23.01.2016 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
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billy coen 80
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
Und das ist eben der elementare Fehlschluss. Eine jüngst erstellte Umfrage zum Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, bei der man tatsächlich doch auch mal zur Abwechslung die Männer befragte, kam zu dem Ergebnis, dass ein höherer Prozentsatz von Männern (ich glaube es waren 56 % Männer und 49 % Frauen), angab, schon einmal sexuell belästigt worden zu sein.Usul hat geschrieben:Na, hat sie damit unrecht? Wenn ich den Sexismus anprangere, dann doch nicht die Einzelfälle - in denen die weibliche Vorgesetzte z.B. ihren Untergebenen sexuell nötigt und dieser das über sich ergehen läßt, weil er seinen Job nicht verlieren will. DASS es sowas auch gibt, bestreitet doch niemand. Aber den grundlegenden Zustand des "strukturellen" Sexismus in der Gesellschaft - wenn du darüber redest und wirklich behaupten willst, daß dieser in hohem Maße auch in Form von "Frauen > Männer" existiert... dann würde ich der Meinung sein, daß es diesen in der Tat nicht gibt.billy coen 80 hat geschrieben: http://new4.fjcdn.com/pictures/Going+fu ... 371346.png
http://i.imgur.com/iApi3bB.png
Und sie ist damit nich allein...
Sexismus hat nichts mit Machtverhältnissen zu tun. Sexismus trifft Männer ebenso und geht eben auch von Frauen aus. Frauen sind nicht das bessere Geschlecht. Auch sie sind in ähnlicher Dichte durchzogen von Sexistinnen, genauso wie auch jede andere Ethnie oder Hautfarbe ebenso einen Anteil von Rassisten birgt, wie der böse, weiße Mann.
Beste Beispiel für Sexismus gegen Männer: die Presse zum letzten Inernational Men's Day, wie ja eigentlich alle Jahre wieder. Kaum eine große Zeitung kam da ohne Kommentare aus, die mal wieder die üblichen Plattitüden über die Schlechtigkeit oder Untauglichkeit des männlichen Geschlechts runterbeteten. Aber klar, ist ja alles nur voll lustig und wer nach Jahrzehnten diesbezüglicher Dauerbeschallung nicht mehr lacht, ist einfach humorlos.
Man stelle sich derlei "Journalismus" mal gegen Frauen gerichtet vor; speziell dann noch am Weltfrauentag...
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
Es liegt kein Fehlschluss vor, an dem Punkt reden wir aneinander vorbei, denke ich.billy coen 80 hat geschrieben:Sexismus hat nichts mit Machtverhältnissen zu tun. Sexismus trifft Männer ebenso und geht eben auch von Frauen aus. Frauen sind nicht das bessere Geschlecht. Auch sie sind in ähnlicher Dichte durchzogen von Sexistinnen, genauso wie auch jede andere Ethnie oder Hautfarbe ebenso einen Anteil von Rassisten birgt, wie der böse, weiße Mann.
Es geht nicht darum, daß Frauen besser als Männer sind oder Schwarze besser als Weiße. Sondern um die herrschenden Zustände, die dazu führen, daß eine Gruppe eine andere Gruppe diskriminiert - eben weil alle Menschen gleich sind und auch gleich "schlecht" sein können. Dieses Schlechte läßt sich aber strukturell nur dann ausleben, wenn man auch die entsprechende Macht über die andere Gruppe hat.
Insofern stimmt es sehr wohl, daß der strukturelle, gesellschaftliche Sexismus - auf Basis der herrschenden Zustände in der Gesellschaft - in der Form von "Männer > Frauen" stattfindet bzw. diskutiert wird, und nicht "Frauen > Männer". Ebenso ist es in der "westlichen Welt" in der Diskussion um den herrschenden Rassismus kein wirkliches Thema, daß auch Schwarze diskriminierend gegenüber Weißen sein können und oftmals auch sind - schlichtweg weil die hier (also bei dem Thema hauptsächlich in den USA) herrschen Zustände grundsätzlich den strukturellen Rassismus in der Form von "Weiße > Schwarze" ermöglichen.
Und das sage ich ja seit mehreren Beiträgen: Es werden die Zustände beschrieben - es wird nicht behauptet, daß Frauen etwa die besseren Menschen sind.
Oder sagen wir es so: Wer so etwas behauptet, den nehme ich im Sinne der Auseinadersetzung der feministischen Positionen einfach nicht ernst. Da der Feminismus aber nicht nur aus solchen Extrempositionen besteht, ist es auch hinfällig, ihn grundsätzlich zu verurteilen (oder gar als faschistoid zu bezeichnen).
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
Da würde ich übrigens widersprechen, bzw. dir in deinem letzten Satz zustimmen. Sarkeesian ist bei vielen Entwicklern ein fester Begriff, mindestens als willkommener Diskussions- und Entwicklungsimpuls wird sie dort schon auch ernst genommen. Hält Vorträge usw.usf. Ich denke schon, dass die Debatte in ihrer Gesamtheit langfristig Einfluss auf bessere, weniger plakative Charaktere beiden Geschlechts in Spielen haben wird. Und da solche Anstöße unter Garantie nicht von solchen passiven Hanseln kommen, die beim leisesten Anflug von halbwegs überzeugter bis (uiuiui) kämpferischer Meinung gleich „Ideologie!!!111elf!!“ oder „FemNazi!“ brüllen, und die von gängigen Rassismus- und Sexismustheorien keinen blassen Schimmer haben, muss es dann halt auch mal eine Sarkeesian richten. Suboptimal, aber als Diskursbeschleuniger besser als nichts.adventureFAN hat geschrieben: Nach dem 100sten Video von Fr. Sarkeesian sind wir auch nicht schlauer: Ja, auch in der Spielebranche wird die Libido der Männer oft ausgenutzt etwas besser zu verkaufen. Wir wissen es jetzt alle (und manche sogar schon vorher)... aber wird sich etwas daran ändern? NEIN! Es wird höchstens mehr Spiele geben die nicht auf dieses "Sex sells"-Prinzip setzten wie eben z.B. Life ist Strange.
Und bei allem Respekt für dieses Forum: Wenn hier einige Spezialisten mit ihrem Achtelwissen, das sie sich teils auch noch vom Viertelwissen diverser Youtube-Neckbeards schlecht abgeschaut haben, versuchen, Sarkeesians Halbwissen zu entkräften, dann ist das seltenst mehr als einen Schmunzler wert und garantiert nicht repräsentativ für den Impact der Debatte auf die Videospielentwicklung. Man muss das Ganze sowieso als Long-Term-Investition in die Spielezukunft sehen. Und Geduld haben.
Zuletzt geändert von Lord Hesketh-Fortescue am 23.01.2016 14:36, insgesamt 1-mal geändert.
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billy coen 80
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
@ usul
Aber selbst diese Machtstrukturen sind nicht gegeben. Es gibt mannigfaltige strukturelle Benachteiligungen von Männern. Ich habe in einem früheren Post eine handvoll davon aufgezählt. Ich empfinde vieles davon sogar schwerwiegender, weil einen Menschen wesentlich stärker einschränkend, als das meiste, was heutzutage noch als vermeintliche Belege für die Unterdrückung von Frauen so vorgebracht wird. Wir reden hier teils nicht von Managerpöstchen, die ganz nebenbei auch für 99,9999 % der Männer ewig in weiter Ferne bleiben. Wir reden hier von massiven Lebensqualitätseinschränkungen und Menschenrechtsverletzungen...
Aber selbst diese Machtstrukturen sind nicht gegeben. Es gibt mannigfaltige strukturelle Benachteiligungen von Männern. Ich habe in einem früheren Post eine handvoll davon aufgezählt. Ich empfinde vieles davon sogar schwerwiegender, weil einen Menschen wesentlich stärker einschränkend, als das meiste, was heutzutage noch als vermeintliche Belege für die Unterdrückung von Frauen so vorgebracht wird. Wir reden hier teils nicht von Managerpöstchen, die ganz nebenbei auch für 99,9999 % der Männer ewig in weiter Ferne bleiben. Wir reden hier von massiven Lebensqualitätseinschränkungen und Menschenrechtsverletzungen...
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
Was heißt gegeben? Es wird ja nicht behauptet, daß das aus unerfindlichen Gründen so ist oder gar so sein sollte. Sondern daß es halt momentan (geschichtlich dahin entwickelt) so ist. Und aus diesen Machtstrukturen gehen dann entsprechende Verhaltensweisen hervor. Wie gesagt: Daß solch eine generelle Betrachtung nicht ausschließt, daß es auch andere Strukturen gibt, versteht sich von selbst. Aber um nochmal auf den Klima-Vergleich zurückzukommen: Wenn ich vom Sommer an sich rede und mit dem Winter vergleiche, sagt das nicht unbedingt alles Entscheidende über den August oder den Juli im Vergleich zum Januar oder Dezember an sich aus. Aber gegen die Feststellung, daß es im Sommer wärmer als im Winter ist, kann das nicht sprechen - und genau darum geht es, wenn Feministinnen (und Feministen) von der generellen Nichtgleichbehandlung von Frauen und Männern sprechen. Das negiert nicht die eine Umfrage, die zu zitiert hast, aber stellt sie durchaus in einen gewissen Kontext.billy coen 80 hat geschrieben:@ usul
Aber selbst diese Machtstrukturen sind nicht gegeben.
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
Nun ja, da muß ich dir recht geben.MrPink hat geschrieben:Der Thematische Sprung zu Köln war nicht unbedingt hilfreich.
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
Rede doch net so um den heissen Brei.... ich höre immer nur "ja strukturell und historisch und bla bla..... und was ihr nennt sind nur Einzelfälle"Usul hat geschrieben: Es liegt kein Fehlschluss vor, an dem Punkt reden wir aneinander vorbei, denke ich.
Es geht nicht darum, daß Frauen besser als Männer sind oder Schwarze besser als Weiße. Sondern um die herrschenden Zustände, die dazu führen, daß eine Gruppe eine andere Gruppe diskriminiert - eben weil alle Menschen gleich sind und auch gleich "schlecht" sein können. Dieses Schlechte läßt sich aber strukturell nur dann ausleben, wenn man auch die entsprechende Macht über die andere Gruppe hat.
Soll das wirklich alles sein?
- Frauen haben das meiste Privatvermögen in Amerika
- sie werden in Fragen des Erziehungsrechts bevorteilt
- es gibt mehr als ein doppelt so hohes Budget für medizinische Forschung für frauenspezifische Krankheiten als für männerspezifische Krankheiten, obwohl letztere bereits häufiger daran sterben und allgemein früher sterben
- Frauen geniessen staatlichen Schutz für körperliche Unversehrtheit, Männer nicht
- Studien zur Geschlechterverteilung bei Opfern von häuslicher Gewalt zeigen, dass ungefähr 60% Frauen und 40% Männer sind, aber nur Frauen bekommen 100% der Mittel
- die Geschlechterverteilung bei Suizid-Opfern ist seit Ewigkeiten völlig aus dem Gleichgewicht und es gibt so gut wie nichts und niemandem, der diesem Phänomen und diesen total unnötigen Todesfällen auf den Grund geht...... sind ja nur Männer
- Frauen schneiden in der Schule und den Universitäten seit Jahren besser ab, aber es gibt weiterhin nur Förderprogramme für Frauen. Fun Fact: die meisten dieser Förderprogramme entstanden zu einer Zeit, als die Zahlen genau umgekehrt waren, was von Feministinnen als himmelsschreiende Ungerechtigkeit und absichtliche Bosheit of teh patriarchy bezeichnet wurde. Jetzt scheinen die selben, aber umgekehrten Zahlen wohl keine Ungerechtigkeit mehr zu sein ; )
- Frauen verdienen zwischen 20-30 Jahren mehr Geld als Männer im gleichen Alter, ohne irgendeinen ersichtlichen Grund. Das wird nicht als Problem oder Ungerechtigkeit bezeichnet.
Männer verdienen aber ab 30+ mehr Geld, und zwar aus gutem Grund: Frauen sind bis dahin oftmals schon Mutter und wollen Zeit mit dem Kind verbringen, dh Überstunden und Co kommen nicht mehr in Frage oder es wird nur noch halbtags gearbeitet.
Diese geringere Bezahlung wird als grosse Ungerechtigkeit empfunden, obwohl sie begründet ist, und sie tatsächlich weniger arbeiten.
- an amerik. Universitäten gibt es sexistische Regeln zum Nachteil männl. Studenten. Jedesmal wenn ein Student und eine Studentin Sex haben, oder auch nur irgendwo alleine sind, ist das ein Risiko für den Jungen, denn sie kann ihm mit einer falschen Beschuldigung gleich das ganze Leben versauen. Studenten geniessen dort keinen rechtstaatlichen Schutz
- eine Anita darf man für ihren Bullshit nicht kritisieren, bei Jack Thompson haben aber damals alle noch kräftig mit draufgetrampelt, inklusive der Medien
also sollte es wirklich eine alles beherrschende und Männer priviligierende teh patriarchy oder "Struktur" geben, dann macht sie aber einen ganz, ganz schlechten Job. So schlecht, dass der vermeintliche "Sklave" sogar über dem "Meister" steht :wink:
....du Struktur-Fred
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
Kein Fokus auf männliche Hintern? Die Dame sollte mal MGS spielen. Hautenge Klamotten, kurvige Ärsche und sogar ab und an ein splitternackter Protagonist.
Wobei die Diskussion schon daran krankt, dass das klassisch männliche Attribut momentan eher ein überdimensionierter Muskelaufbau statt ein zur Schau gestellter Knackarsch ist. Dieser ist in nahezu jedem Action-Spiel gegeben. Wenn ich mir so die Körper von männlichen Charakteren bei Dead or Alive und Konsorten ansehe, werden da auch Standards gesetzt, die dem 08/15 Männchen vor Augen führen, dass er seinen Körper wohl auch mal ins Fitnessstudio bewegen sollte.
Wobei die Diskussion schon daran krankt, dass das klassisch männliche Attribut momentan eher ein überdimensionierter Muskelaufbau statt ein zur Schau gestellter Knackarsch ist. Dieser ist in nahezu jedem Action-Spiel gegeben. Wenn ich mir so die Körper von männlichen Charakteren bei Dead or Alive und Konsorten ansehe, werden da auch Standards gesetzt, die dem 08/15 Männchen vor Augen führen, dass er seinen Körper wohl auch mal ins Fitnessstudio bewegen sollte.
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
@Scipione
Ohne deinen Post inhaltlich angreifen zu wollen, aber sowas ohne jede Quelle zu posten ist schon mutig. Es klingt jedoch vor dem Hintergrund der Alltagserfahrung nicht ganz unplausibel, allerdings machst du nicht deutlich, wann du dich ausschließlich auf Amerika beziehst, wann allgemein sprechen willst.
-Im Familienrecht ist tatsächlich eine Bevorteilung der Frauen gegeben, zumindest in Deutschland. Exemplarisch reicht dazu schon ein Blick ins Gesetz, und zwar sind da die Regelungen zur Vaterschaft bei nicht verheirateten Eltern empfehlenswert. Weitere Vorteile sind allerdings nicht so einfach zu finden, sondern Teil der Rechtspraxis... dazu habe ich zur Zeit keine Quelle außer der in Erinnerung gebliebenen Aussage einer Professorin, die sich quasi mit nichts Anderem jeden Tag beschäftigt. Kann bei Bedarf aber gerne nochmal versuchen, etwas Belastbares herauszusuchen. Es geht um Entscheidungen, wer zB. das Sorgerecht für Kinder bekommt etc. (im Zweifel eben die Mutter).
-Zu den Förderprogrammen an den Unis: ja, das ist wirklich sinnfrei. Bei uns gibt es auch immer ab und zu Übungen wie man z.B. ne Seminararbeit richtig anfertigt nur für "weibliche Studierende" (selbst da traut man sich nicht einfach Studentinnen zu sagen). Das macht nicht den geringsten Sinn, das sind einfach Fähigkeiten die jeder gut gebrauchen kann, der meint, er hätte so eine Übung nötig, egal ob männlich oder weiblich.
-Zu den Regeln an den amerikanischen Unis: das ist einfach nur eine Beweislastumkehr. Faulheit, um nicht den Shitstorm regelmäßig abzukriegen. Normalerweise muss, wenn repressive Maßnahmen im Raum stehen, immer derjenige, der einem anderen ein bestimmtes Fehlverhalten vorgeworfen hat, dieses auch beweisen, und dazu gehören auch negative Tatsachen wie zB nicht vorhandene Einwilligung beim Sex. In dubio pro reo halt, gilt allerdings nur im Strafrecht, während Unis im Rahmen ihrer Zuständigkeit sich natürlich ihre eigenen Regeln geben können (wobei ich das schon krass finde, inwieweit das Privatleben der Studenten dort geregelt wird). Die Frage ist, ob die Wertung der Uni "Das da war eine Vergewaltigung, weil Student X keine Einwilligung nachweisen konnte" auch auf Strafverfahren auswirkungen hat, was schon extrem dreist wäre. Aber auch Unis sollten sich, wenn sie auch keine Strafverfolgung betreiben, mal überlegen, die Beweislast beim in-dubio-Grundsatz zu belassen, denn ihre Maßnahmen sind gleichwohl repressiv und treffen den Beschuldigten auch ziemlich heftig, das kommt einem Strafurteil schon recht nahe. Die Consent-Forms aus South Park scheinen auf einmal gar nicht so abgedreht.
-Zu guter Letzt sei mehr als Anekdote gesagt, dass Frauen im Gegensatz in Deutschland auch exhibitionistische Handlungen begehen können ohne Strafe fürchten zu müssen
Was ich eigentlich nur damit sagen will:
Es ist ziemlich dämlich, an punktuellen Beispielen, wie es zB. Sarkeesian macht, eine systematische Diskriminierung herauszulesen, da man ebenso einfach punktuelle Gegenbeispiele liefern kann, wo eben das andere Geschlecht bevorteilt wird. Manche werden dort unfair bevorteilt, manche da.
Und natürlich mein üblicher Kommentar für Themen wie diese:
Einen verbreitet verinnerlichten Sexismus (oder überhaupt irgendeinen -ismus) beweisen zu wollen, dann aber Intentionen und Motivationen etwaiger Urheber aber für völlig irrelevant zu erklären war lächerlich und wird lächerlich bleiben.
Ohne deinen Post inhaltlich angreifen zu wollen, aber sowas ohne jede Quelle zu posten ist schon mutig. Es klingt jedoch vor dem Hintergrund der Alltagserfahrung nicht ganz unplausibel, allerdings machst du nicht deutlich, wann du dich ausschließlich auf Amerika beziehst, wann allgemein sprechen willst.
-Im Familienrecht ist tatsächlich eine Bevorteilung der Frauen gegeben, zumindest in Deutschland. Exemplarisch reicht dazu schon ein Blick ins Gesetz, und zwar sind da die Regelungen zur Vaterschaft bei nicht verheirateten Eltern empfehlenswert. Weitere Vorteile sind allerdings nicht so einfach zu finden, sondern Teil der Rechtspraxis... dazu habe ich zur Zeit keine Quelle außer der in Erinnerung gebliebenen Aussage einer Professorin, die sich quasi mit nichts Anderem jeden Tag beschäftigt. Kann bei Bedarf aber gerne nochmal versuchen, etwas Belastbares herauszusuchen. Es geht um Entscheidungen, wer zB. das Sorgerecht für Kinder bekommt etc. (im Zweifel eben die Mutter).
-Zu den Förderprogrammen an den Unis: ja, das ist wirklich sinnfrei. Bei uns gibt es auch immer ab und zu Übungen wie man z.B. ne Seminararbeit richtig anfertigt nur für "weibliche Studierende" (selbst da traut man sich nicht einfach Studentinnen zu sagen). Das macht nicht den geringsten Sinn, das sind einfach Fähigkeiten die jeder gut gebrauchen kann, der meint, er hätte so eine Übung nötig, egal ob männlich oder weiblich.
-Zu den Regeln an den amerikanischen Unis: das ist einfach nur eine Beweislastumkehr. Faulheit, um nicht den Shitstorm regelmäßig abzukriegen. Normalerweise muss, wenn repressive Maßnahmen im Raum stehen, immer derjenige, der einem anderen ein bestimmtes Fehlverhalten vorgeworfen hat, dieses auch beweisen, und dazu gehören auch negative Tatsachen wie zB nicht vorhandene Einwilligung beim Sex. In dubio pro reo halt, gilt allerdings nur im Strafrecht, während Unis im Rahmen ihrer Zuständigkeit sich natürlich ihre eigenen Regeln geben können (wobei ich das schon krass finde, inwieweit das Privatleben der Studenten dort geregelt wird). Die Frage ist, ob die Wertung der Uni "Das da war eine Vergewaltigung, weil Student X keine Einwilligung nachweisen konnte" auch auf Strafverfahren auswirkungen hat, was schon extrem dreist wäre. Aber auch Unis sollten sich, wenn sie auch keine Strafverfolgung betreiben, mal überlegen, die Beweislast beim in-dubio-Grundsatz zu belassen, denn ihre Maßnahmen sind gleichwohl repressiv und treffen den Beschuldigten auch ziemlich heftig, das kommt einem Strafurteil schon recht nahe. Die Consent-Forms aus South Park scheinen auf einmal gar nicht so abgedreht.
-Zu guter Letzt sei mehr als Anekdote gesagt, dass Frauen im Gegensatz in Deutschland auch exhibitionistische Handlungen begehen können ohne Strafe fürchten zu müssen
Was ich eigentlich nur damit sagen will:
Es ist ziemlich dämlich, an punktuellen Beispielen, wie es zB. Sarkeesian macht, eine systematische Diskriminierung herauszulesen, da man ebenso einfach punktuelle Gegenbeispiele liefern kann, wo eben das andere Geschlecht bevorteilt wird. Manche werden dort unfair bevorteilt, manche da.
Und natürlich mein üblicher Kommentar für Themen wie diese:
Einen verbreitet verinnerlichten Sexismus (oder überhaupt irgendeinen -ismus) beweisen zu wollen, dann aber Intentionen und Motivationen etwaiger Urheber aber für völlig irrelevant zu erklären war lächerlich und wird lächerlich bleiben.
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
Ich frag mich eigentlich woher immer Phrase "Alle Menschen sind gleich" kommt.
Menschen sind nicht gleich!
Wir unterscheiden uns in Größe, Kultur, Geschlecht, Sprache, Hautfarbe, Gewicht, Intelligenz, Glauben/Religion, Sprache, Erziehung und was weiß ich noch.
Menschen sind nicht gleich!
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- SethSteiner
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
Doch, Menschen sind gleich. Gleich und dasselbe sind nicht dasselbe.
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
Aber ja doch. Und nicht zu vergessen: Frauen kommen ja deutlich früher in die Pubertät als Männer und haben daher mehr von ihrer Sexualität! Das reicht mir dann auch, um meine Meinung bzgl. der Diskrminierung von Frauen grundlegend zu ändern! Danke!Scipione hat geschrieben:- Frauen verdienen zwischen 20-30 Jahren mehr Geld als Männer im gleichen Alter, ohne irgendeinen ersichtlichen Grund. Das wird nicht als Problem oder Ungerechtigkeit bezeichnet.
Männer verdienen aber ab 30+ mehr Geld, und zwar aus gutem Grund: Frauen sind bis dahin oftmals schon Mutter und wollen Zeit mit dem Kind verbringen, dh Überstunden und Co kommen nicht mehr in Frage oder es wird nur noch halbtags gearbeitet.
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Re: Anita Sarkeesian: Video zum "strategischen Verstecken des Hinterteils"
@ Wigggenz:
Die Dinge sind relativ leicht selbst zu recherchieren, zb das hier... http://www.businessinsider.com/women-no ... 015-4?IR=T
und einiges sollte man eigentlich auch als Allgemeinwissen voraussetzen, insbesondere wenn man doch angeblich so gut über die ganzen "Strukturen" und "the almighty patriarchy" Bescheid weiss wie Usul : P
ich glaub, wir haben hier das selbe Phänomen wie bei dem Mädel, das vor ihrem riesigen, von oben bis unten mit tausend Klamotten vollbepackten Schrank steht und in wirklich ernster Panik schreit: Hilfe, ich habe nichts zum Anziehen!
So schreit auch die Feministin, hilfe ich werde unterdrückt, und wenn man dann mal nachhorcht, kann sie nur mit schwammigen Buzzwords wie "patriarchy" um sich schmeissen, aber es kommt nichts mehr von Substanz, weil sich die ganzen Zahlen gedreht haben und gegen ihre Behauptungen sprechen. Deshalb stellen sich Feministinnen der Marke Anita auch keinen offenen Diskussionen, sondern treten nur in ihren echo chambers auf. Sie wissen sehr wohl, dass sie absolut nichts zu bieten haben, alles nur ein grosser Ballon gefüllt mit heisser Luft, der gleich platzt, wenn man nur eine spitze, kritische Frage stellt.
Und apropos Ankedote.... kennst du eigentlich die interessante, augenöffnende hinter der Frau, die das erste Frauenhaus für Opfer von häuslicher Gewalt eingerichtet hat? Erin Pizzey, die während ihrer Arbeit und ihrer weiteren Recherche zu dem Thema schon damals rausgefunden hatte, dass Frauen in fast gleich hoher Anzahl Täter sind, und als sie dann auch Männern Hilfe bieten wollte, haben sich die Faschis..... sry... Feministinnen dann gegen sie gewendet und mit Morddrohungen eingedeckt. Im Gegensatz zu Anita, die gemütlich vor ihrem Laptop sitzt und die, von Behörden als harmloses, typisches Internet Getrolle eingeschätzten, Tweets einfach löschen oder blocken kann, musste Pizzey eine ganze Weile ihre Post erst von Polizeibeamten überprüfen lassen, weil die Bedrohung durch die Fas... Feministinnen so unmittelbar war.
Als sie später weitere Häuser errichtete und irgendwann auch mit Sexualstraftätern und Pädophilen arbeitete, fand sie wieder heraus, dass es darunter wieder fast genauso viele Frauen gab. Und wieder wurde das völlig ignoriert.
https://en.wikipedia.org/wiki/Erin_Pizzey
So hat es begonnen und so hat es sich bis heute gehalten. Und eine ganze Reihe von entweder dummen Trotteln, oder perfiden Heuchlern sorgen dafür, dass viele Menschen, darunter auch Minderjährige, keine Hilfe für oder gegen das bekommen, was man bei den einen als ein so grosses Verbrechen ansieht. Und das allein aufgrund ihres Geschlechts. the very definition of sexism.

Die Dinge sind relativ leicht selbst zu recherchieren, zb das hier... http://www.businessinsider.com/women-no ... 015-4?IR=T
und einiges sollte man eigentlich auch als Allgemeinwissen voraussetzen, insbesondere wenn man doch angeblich so gut über die ganzen "Strukturen" und "the almighty patriarchy" Bescheid weiss wie Usul : P
ich glaub, wir haben hier das selbe Phänomen wie bei dem Mädel, das vor ihrem riesigen, von oben bis unten mit tausend Klamotten vollbepackten Schrank steht und in wirklich ernster Panik schreit: Hilfe, ich habe nichts zum Anziehen!
So schreit auch die Feministin, hilfe ich werde unterdrückt, und wenn man dann mal nachhorcht, kann sie nur mit schwammigen Buzzwords wie "patriarchy" um sich schmeissen, aber es kommt nichts mehr von Substanz, weil sich die ganzen Zahlen gedreht haben und gegen ihre Behauptungen sprechen. Deshalb stellen sich Feministinnen der Marke Anita auch keinen offenen Diskussionen, sondern treten nur in ihren echo chambers auf. Sie wissen sehr wohl, dass sie absolut nichts zu bieten haben, alles nur ein grosser Ballon gefüllt mit heisser Luft, der gleich platzt, wenn man nur eine spitze, kritische Frage stellt.
Und apropos Ankedote.... kennst du eigentlich die interessante, augenöffnende hinter der Frau, die das erste Frauenhaus für Opfer von häuslicher Gewalt eingerichtet hat? Erin Pizzey, die während ihrer Arbeit und ihrer weiteren Recherche zu dem Thema schon damals rausgefunden hatte, dass Frauen in fast gleich hoher Anzahl Täter sind, und als sie dann auch Männern Hilfe bieten wollte, haben sich die Faschis..... sry... Feministinnen dann gegen sie gewendet und mit Morddrohungen eingedeckt. Im Gegensatz zu Anita, die gemütlich vor ihrem Laptop sitzt und die, von Behörden als harmloses, typisches Internet Getrolle eingeschätzten, Tweets einfach löschen oder blocken kann, musste Pizzey eine ganze Weile ihre Post erst von Polizeibeamten überprüfen lassen, weil die Bedrohung durch die Fas... Feministinnen so unmittelbar war.
Als sie später weitere Häuser errichtete und irgendwann auch mit Sexualstraftätern und Pädophilen arbeitete, fand sie wieder heraus, dass es darunter wieder fast genauso viele Frauen gab. Und wieder wurde das völlig ignoriert.
https://en.wikipedia.org/wiki/Erin_Pizzey
So hat es begonnen und so hat es sich bis heute gehalten. Und eine ganze Reihe von entweder dummen Trotteln, oder perfiden Heuchlern sorgen dafür, dass viele Menschen, darunter auch Minderjährige, keine Hilfe für oder gegen das bekommen, was man bei den einen als ein so grosses Verbrechen ansieht. Und das allein aufgrund ihres Geschlechts. the very definition of sexism.
Spoiler
Show
Her name is Erin Pizzey. Pizzey set up the world’s first refuge for abused women in London, England 1971, and devoted her life to promoting an international movement for victims of domestic abuse. Shouldn’t she be famous for this watershed contribution to women’s empowerment? Yes, she should be. But I am going to bet that the Post’s letter writer never heard of her, and further bet that Pizzey’s name is a blank to 99% of Western women. Why?
Because Erin Pizzey committed a cardinal sin in the eyes of feminists. Although she had assumed, when she opened her first shelter, that only women would apply for refuge, she found that boys and men also needed her help, and she did not turn them away. Through experience and countless candid conversations with the women who sought her help, she came to realize that many of her abused female clientele were dishing it out as much as they were receiving it — and not because they were provoked or in self-defence. In other words she committed the sin of even-handedness, of recognizing that women can be as abusive to their partners — and certainly as or more abusive to their children — as men.
No matter who runs the data, as long as the methodology is sound, researchers keep coming to exactly the same conclusions. In Canada, 8% of Canadian women report being physically abused annually; and 7% of men report the same. Abused men need places of refuge and it is a disgrace that there are none for them. But until Erin Pizzey’s name becomes honoured amongst feminists, the myth that men cannot be victims of domestic violence will live on.
http://news.nationalpost.com/full-comme ... hs-live-on
Because Erin Pizzey committed a cardinal sin in the eyes of feminists. Although she had assumed, when she opened her first shelter, that only women would apply for refuge, she found that boys and men also needed her help, and she did not turn them away. Through experience and countless candid conversations with the women who sought her help, she came to realize that many of her abused female clientele were dishing it out as much as they were receiving it — and not because they were provoked or in self-defence. In other words she committed the sin of even-handedness, of recognizing that women can be as abusive to their partners — and certainly as or more abusive to their children — as men.
No matter who runs the data, as long as the methodology is sound, researchers keep coming to exactly the same conclusions. In Canada, 8% of Canadian women report being physically abused annually; and 7% of men report the same. Abused men need places of refuge and it is a disgrace that there are none for them. But until Erin Pizzey’s name becomes honoured amongst feminists, the myth that men cannot be victims of domestic violence will live on.
http://news.nationalpost.com/full-comme ... hs-live-on

