obs schwer ist oder anspruch hat sei dahin gestellt, aber wie Fürst sagt, mehr als moorhuhn in andrer form isses nicht, man siehts an den trailern. ob die nu noch ne story einbauen oder nicht. Das Gameplay=Moorhuhn. (man kann jetz auch sagen gta 1/2 als beispiel, wobei das noch anderes gameplay bot. moorhuhn bietet haargenau das gleiche im grunde xD) Find den Vergleich sogar ganz passendTheLaughingMan hat geschrieben:Wow. ich bin echt hintendran. Scheinbar wissen alle schon wie sich das Spiel spielt, wie schwer und anspruchsvoll das Gameplay sein wird usw...
Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekommen
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Sehht
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
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XprimeX
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Eigentlich ist jeder Satz hier ein Satz zu viel über diesen programmierten Schund, das Spiel hat in meinen Augen keinerlei Beachtung verdient - und trotzdem kann ich mich nicht zurückhalten.
Ich finde, man macht es sich oft zu leicht (nicht nur hier, auch bei anderen Diskussionen egal wo): Die Dinge, die man selbst noch erträglich findet, redet man sich schöner als sie sind - wird die persönliche Schmerzgrenze, die jeder anders legt, jedoch überschritten, redet man es sich schlechter. Das oft genannte Call of Duty beispielsweise ist sicherlich auch kontrovers zu diskutieren, siehe vor allem die bewusst eingestreuten schockierenden Szenen, die dann bestenfalls noch in Medien diskutiert werden (MW2: Flughafen) - Publicity at it's best. Das ist feinstes Marketing zur besten Sendezeit für lau. Ich gebe es zu, ich spiele CoD gerne... möchte jedoch nie in die Situation kommen, dies beispielsweise einem Soldaten, der im 2. Weltkrieg gedient hat, erklären zu müssen. Ich könnte es nicht. Egal ob nun CoD oder CS; man lobt bei CS das taktische Vorgehen und Teamplay, bei CoD die Inszenierung usw... im Endeffekt sind es Simulationen von waffenverherrlichenden, gewaltsamen Auseinandersetzen zwischen Fraktionen, die uns als Unterhaltung dienen. Der einzige Grund für die Massentauglichkeit besteht in der Verpackung der Gewalt und der Tatsache, dass sie geschickt vermischt wurde mit anderen Elementen, die davon ablenken und Spielern als perfekte Ausrede dazu dienen, die Gewalt dahingehend zu verharmlosen, als dass sie "Mittel zum Zweck" sei oder "nicht der Fokus des Spiels".
Genauso verhält es sich doch bei dem hier auch schon erwähnten 'A Serbian Film'. Tut mir Leid, aber dieses ekelhafte Stück Film ist abstoßend und wird von seinen Befürwortern oft in den Himmel gelobt, da die Szenen ja stellvertretend für den Missbrauch an der serbischen Bevölkerung stünde usw usw.... selbst wenn, sorry aber für mich ist das ein derart fandenscheiniger Vorwand a) der Filmemacher, um den Schwachsinn zu rechtfertigen und b) seiner Sympatisanten, um selbst noch das eigene Spiegelbild morgens zu ertragen. Im Endeffekt wollen wir doch abgelenkt werden, und dennoch auf die Gewalt nicht verzichten (der eine mehr, der andere weniger, meine Schmerzgrenze ist bei dem Film ebenso meilenweit überschritten wie bei Hatred). Wir bescheißen uns doch selber, indem wir in Ballerorgien das gebotene Popcorn-Kino loben, das Teamplay oder sonst was. Hatred verpackt das ohne das ganze Drumrum, schonungslos, abstoßend, ekelerregend, geschmacklos... aber auch ehrlich. Und schon ist das Geschrei wieder da. Das Spiel spiegelt doch bloß unsere aktuelle Gesellschaft wieder: Sensationslustig, veuyeuristisch und total abgestumpft, somit passt das Spiel doch eigentlich perfekt zu liveleak, den Gewalttaten der heutigen Zeit, unserer verkommenen Filmkultur und der Einstellung der Leute im 21. Jahrhundert, sofern man mal hinter die scheinheiligen Kulissen schaut.
Ich finde, man macht es sich oft zu leicht (nicht nur hier, auch bei anderen Diskussionen egal wo): Die Dinge, die man selbst noch erträglich findet, redet man sich schöner als sie sind - wird die persönliche Schmerzgrenze, die jeder anders legt, jedoch überschritten, redet man es sich schlechter. Das oft genannte Call of Duty beispielsweise ist sicherlich auch kontrovers zu diskutieren, siehe vor allem die bewusst eingestreuten schockierenden Szenen, die dann bestenfalls noch in Medien diskutiert werden (MW2: Flughafen) - Publicity at it's best. Das ist feinstes Marketing zur besten Sendezeit für lau. Ich gebe es zu, ich spiele CoD gerne... möchte jedoch nie in die Situation kommen, dies beispielsweise einem Soldaten, der im 2. Weltkrieg gedient hat, erklären zu müssen. Ich könnte es nicht. Egal ob nun CoD oder CS; man lobt bei CS das taktische Vorgehen und Teamplay, bei CoD die Inszenierung usw... im Endeffekt sind es Simulationen von waffenverherrlichenden, gewaltsamen Auseinandersetzen zwischen Fraktionen, die uns als Unterhaltung dienen. Der einzige Grund für die Massentauglichkeit besteht in der Verpackung der Gewalt und der Tatsache, dass sie geschickt vermischt wurde mit anderen Elementen, die davon ablenken und Spielern als perfekte Ausrede dazu dienen, die Gewalt dahingehend zu verharmlosen, als dass sie "Mittel zum Zweck" sei oder "nicht der Fokus des Spiels".
Genauso verhält es sich doch bei dem hier auch schon erwähnten 'A Serbian Film'. Tut mir Leid, aber dieses ekelhafte Stück Film ist abstoßend und wird von seinen Befürwortern oft in den Himmel gelobt, da die Szenen ja stellvertretend für den Missbrauch an der serbischen Bevölkerung stünde usw usw.... selbst wenn, sorry aber für mich ist das ein derart fandenscheiniger Vorwand a) der Filmemacher, um den Schwachsinn zu rechtfertigen und b) seiner Sympatisanten, um selbst noch das eigene Spiegelbild morgens zu ertragen. Im Endeffekt wollen wir doch abgelenkt werden, und dennoch auf die Gewalt nicht verzichten (der eine mehr, der andere weniger, meine Schmerzgrenze ist bei dem Film ebenso meilenweit überschritten wie bei Hatred). Wir bescheißen uns doch selber, indem wir in Ballerorgien das gebotene Popcorn-Kino loben, das Teamplay oder sonst was. Hatred verpackt das ohne das ganze Drumrum, schonungslos, abstoßend, ekelerregend, geschmacklos... aber auch ehrlich. Und schon ist das Geschrei wieder da. Das Spiel spiegelt doch bloß unsere aktuelle Gesellschaft wieder: Sensationslustig, veuyeuristisch und total abgestumpft, somit passt das Spiel doch eigentlich perfekt zu liveleak, den Gewalttaten der heutigen Zeit, unserer verkommenen Filmkultur und der Einstellung der Leute im 21. Jahrhundert, sofern man mal hinter die scheinheiligen Kulissen schaut.
- SethSteiner
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Wieso passt das Spiel so gut zur heutigen Zeit? Abgestumpft würde ich kaum sagen, in Anbetracht dessen dass offener Rassismus vor 100 Jahren weitestgehend akzeptiert war, eine Nettiquette wie dieses Forum wäre völlig unbekannt gewesen. Von Nachhaltigkeit hatte man sowieso noch nichts gehört, die Situation der Geschlechter oder Hautfarben brauchen wir wohl auch nicht auszuführen, da hat sich einiges getan. Wieso die Filmkultur verkommen ist, verstehe ich nicht und warum da das Spiel passen soll, schließlich gab es solche Filme ja schon immer. Sensationslust ist auch nichts neues, Voyeurismus genausowenig. Also eigentlich könnte man eher sogar meinen, es spiegelt vergangene Gesellschaften besser dar als die gegenwärtige.
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Kennt jemand den Film Heli, der hat mich trotz kleinerer Logiklücken doch sehr gefesselt und gleichzeitig mit sehr krassen Gewaltbildern (den extremsten die ich im Life Action Film je gesehen habe und dann auch noch ohne Splatter) abgestoßen. Leider wird das Hatred wohl kaum schaffen, zu offensichtlich der Versuch damit Geld zu machen, zu zaghaft der Versuch ein eigenes Statement herauszubilden.
Was soll das Spiel schon spiegeln, offensichtlich Amokläufe a la Breivik, Winnenden, Littleton oder Erfurt. Mehr gibt's da auch nicht zu interpretieren, höchstens noch das Spiele dafür zum Teil verantwortlich gemacht werden. Das Spiel ist definitiv ein Kind seiner Zeit, leider fast ohne eigene Akzente zu setzen.SethSteiner hat geschrieben:Wieso passt das Spiel so gut zur heutigen Zeit? Abgestumpft würde ich kaum sagen, in Anbetracht dessen dass offener Rassismus vor 100 Jahren weitestgehend akzeptiert war, eine Nettiquette wie dieses Forum wäre völlig unbekannt gewesen. Von Nachhaltigkeit hatte man sowieso noch nichts gehört, die Situation der Geschlechter oder Hautfarben brauchen wir wohl auch nicht auszuführen, da hat sich einiges getan. Wieso die Filmkultur verkommen ist, verstehe ich nicht und warum da das Spiel passen soll, schließlich gab es solche Filme ja schon immer. Sensationslust ist auch nichts neues, Voyeurismus genausowenig. Also eigentlich könnte man eher sogar meinen, es spiegelt vergangene Gesellschaften besser dar als die gegenwärtige.
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Kya
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Schön das es Dir Spaß macht.Armin hat geschrieben:Also mir macht es Spass zu streiten, sonst waer ich nicht hier, und dem Spiel bringt es Aufmerksamkeit.
Aber wofür ist es gut, das es dem Spiel Aufmerksamkeit bringt?
Hach ja, die Doppelmoral.....Deine Aussagen in Anita threads in Relation zu Deinen hier getätigten....Armin hat geschrieben:...Das werfe ich Euch doch allen vor. Die Doppelmoral
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Sehht
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Wenn man genau sucht, findet man bei jedem Menschen nen Widerspruch/Doppelmoral
Die Frage ist wie gut und plausibel er sie verteten kann, ob man nun selber Meinung ist oder nicht 
PS: Informiert euch mal, was die großen Firmen wie Coca Cola oder Bayer machen, die viele vermutlich bedenkenlos kaufen und sich dann über ein Spiel aufregen
PS: Informiert euch mal, was die großen Firmen wie Coca Cola oder Bayer machen, die viele vermutlich bedenkenlos kaufen und sich dann über ein Spiel aufregen
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Oh ja der Link hier spricht Bände: https://www.youtube.com/watch?v=IAISUDbjXj0human187 hat geschrieben:Wenn man genau sucht, findet man bei jedem Menschen nen Widerspruch/DoppelmoralDie Frage ist wie gut und plausibel er sie verteten kann, ob man nun selber Meinung ist oder nicht
PS: Informiert euch mal, was die großen Firmen wie Coca Cola oder Bayer machen, die viele vermutlich bedenkenlos kaufen und sich dann über ein Spiel aufregen
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Puh. Mit den Begriffen „spiegeln“ und „Ehrlichkeit“ wäre ich im Zusammenhang mit Hatred sehr vorsichtig. Jedenfalls, wenn es eine Art Intention der Macher umschreiben soll. Ein Spiel, das keinerlei "zweite Spur" aufweist, das nichts zu erzählen/mitzuteilen hat und das nichts an interpretierbarem Inhalt durchscheinen lässt [Vorbehalt: soweit bis dato bekannt]. Das Spiel lässt gar keine Leerstellen zwischen dem Gezeigten und dem Kopfkino des Spielers. Da ist NICHTS. Kein höherrangiges Spielziel, kein Subtext, keine intertextuellen Seitenhiebe gegen das Medium, kein „gedanklicher Verdauungsprozess“, das Thema wird aufgegriffen und unverdaut wieder ausgeschissen. Weder kann man damit irgendetwas spiegeln noch ist der Wegfall von all den genannten Dingen eine Form von „Ehrlichkeit“. Schon gar keine Medien- oder Gesellschaftskritik. Wenn, dann müsste man konsequenterweise sagen, dass Breivik und Konsorten selbst unsere Gesellschaft „spiegeln“ oder in ihrer erbarmungslosen Radikalität und Zielgerichtetheit „grundehrlich“ sind. In welch abgründige und ekelhafte Gedankenwelten man sich dabei begeben würde, darüber brauchen wir wohl nicht diskutieren. Und was ist denn Hatred mehr als ein miserables, eindimensionales Abziehbild solcher Taten? Eben. Nichts.XprimeX hat geschrieben:[...] Hatred verpackt das ohne das ganze Drumrum, schonungslos, abstoßend, ekelerregend, geschmacklos... aber auch ehrlich. Und schon ist das Geschrei wieder da. Das Spiel spiegelt doch bloß unsere aktuelle Gesellschaft wieder: Sensationslustig, veuyeuristisch und total abgestumpft, [...]
Die Sache mit der vermeintlichen „Ehrlichkeit“ oder dem "schonungslosen Gesellschaftsspiegel" kommt ja zumeist auch aus einer zutiefst kulturpessimistischen, zynischen Position heraus. Mir fällt auch nicht ein, auf welchen Wegen man sonst zu solchen Aussagen hinkäme. Ansonsten hat der geschätzte Forenkollege Sharkie hierzu mMn schon alles Relevante gesagt.
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XprimeX
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Das unterschreibe ich sofort. Allerdings ist es eben genau der Punkt, auf den ich hinauswollte: Eine solche erkennbare Intention würde für viele die schonungslose Darstellung des Spiels legitimieren (ich spreche jetzt nicht dich oder einen bestimmten an; allein an deiner Art und Weise wie du hier schreibst sieht man ja, dass du die Dinge sehr viel differenzierter betrachtest, tut aber leider nicht jeder), siehe Manhunt -> Zuerst in Verruf geraten, der angeblich vorhandene Sinn des Spiels wurde in ersten Rezensionen global missverstanden, es wurde als gewaltverherrlichend abgestempelt (zurecht). Dann kamen Entwickler, Intelektuelle und solche, die es gerne wären zu Wort: Es wurde viel interpretiert (zum Teil richtig, zum Teil wird auch überinterpretiert), unserer mediengeilen Gesellschaft würde ein Spiegel vorgehalten werden usw, ihr habt die Schlagzeilen von damals sicher auch noch im Kopf. Das Resultat? Manhunt wurde nicht massentauglich, aber es rutschte vom widerwärtigen Spiel für psychisch... nennen wir sie labile Personen (damals wurde das deutlich hässlicher formuliert) zu einem Spiel für Erwachsene, das schonungslose Gewalt zur Gesellschaftskritik nutzt - und die Kritik am Spiel klang sukzessive ab, bei Teil 2 und 3 waren die Aufschreie nur noch vereinzelt. Und eben das ist in meinen Augen der Beschiss - für mich rechtfertigt ein angeblich tieferer Sinn eben NICHT jegliche Form von Gewalt. Für mich ist das eine Selbsttäuschung, zum Teil eine Überinterpretation von Hintergründen, um mit dem eigenen Gewissen ins Reine zu kommen, solche Spiele oder Filme eben nicht wegen der Gewalt, sondern wegen des "tieferen Sinns" zu konsumieren - oder die Interpretation zu nutzen, um die sichtbar ausgeübte Gewalt zu verharmlosen, abzuschwächen oder in den Hintergrund zu rücken. Und genau DAS ist für mich der Spiegel der Gesellschaft: Sich selbst bescheißen und Dinge so zurechtlegen, dass man am Ende mit sich im Reinen ist. Dass die Toleranz gegenüber solchen Medien gerade in unserer jungen Generation wächst und wächst, halte ich daher für bedenklich. Ich mache das immer gerne am Beispiel deutlich, dass ich mir wünschen würde, dass jeder der A Serbian Film ja so tiefgründig und toll findet, mal mit der unzensierten Fassung einen DVD-Abend mit der ganzen Familie aus mehreren Generationen macht - und nach dem Abspann aufsteht, sich vorne hinstellt und erklärt, warum der Film und die Szenen aufgrund der Interpretation einen Sinn machen und der Film für ihn beindruckend ist - viel Spaß!Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Puh. Mit den Begriffen „spiegeln“ und „Ehrlichkeit“ wäre ich im Zusammenhang mit Hatred sehr vorsichtig. Jedenfalls, wenn es eine Art Intention der Macher umschreiben soll. Ein Spiel, das keinerlei "zweite Spur" aufweist, das nichts zu erzählen/mitzuteilen hat und das nichts an interpretierbarem Inhalt durchscheinen lässt [Vorbehalt: soweit bis dato bekannt]. Das Spiel lässt gar keine Leerstellen zwischen dem Gezeigten und dem Kopfkino des Spielers. Da ist NICHTS. Kein höherrangiges Spielziel, kein Subtext, keine intertextuellen Seitenhiebe gegen das Medium, kein „gedanklicher Verdauungsprozess“, das Thema wird aufgegriffen und unverdaut wieder ausgeschissen. Weder kann man damit irgendetwas spiegeln noch ist der Wegfall von all den genannten Dingen eine Form von „Ehrlichkeit“. Schon gar keine Medien- oder Gesellschaftskritik.XprimeX hat geschrieben:[...] Hatred verpackt das ohne das ganze Drumrum, schonungslos, abstoßend, ekelerregend, geschmacklos... aber auch ehrlich. Und schon ist das Geschrei wieder da. Das Spiel spiegelt doch bloß unsere aktuelle Gesellschaft wieder: Sensationslustig, veuyeuristisch und total abgestumpft, [...]
Und wo wir bei interpretierbar sind: Ich möchte nicht verallgemeinern, aber gebe ich zu bedenken, dass sicherlich nicht alle Konsumenten den "Sinn", auch wenn er zum Selbstzweck verdammt ist, eines Manhunt erkennen und deuten können/wollen. Und für eben jene Konsumenten ist Hatred doch ein Stück weit ehrlicher: Es lässt die Doppelmoral weg, die ohnehin von manchen überhört wird. Es lässt Kritik weg [Vorbehalt: soweit bis dato bekannt - ich schließe mich dir da mal an
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Toleranter gegen Gewalt? Mittlerweile darf man nicht mehr seine Kinder schlagen und Schulen wenden auch keinen Rohrstock mehr an, Mobbing wird heutzutage auch nicht mehr als "so sind Kinder halt" abgetan als selbstverständlichen Teil des Lebens.
Allenfalls ist man gegenüber Gewalt in Medien toleranter.. und das ist kein Problem.
Allenfalls ist man gegenüber Gewalt in Medien toleranter.. und das ist kein Problem.
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XprimeX
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Mal davon abgesehen, dass häusliche Gewalt gegen Kinder jetzt definitiv nicht die Kernaussage meiner Darstellung war... aber egal. Toleranter gegenüber Gewalt in Medien sehe ich sehr wohl als Problem. Und nebenbei: Die Zahl der Gewaltdelikte gerade unter Jugendlichen nimmt seit Jahren zu. Die Zahl der Gewalttaten und Übergriffe von Rechtsradikalen, Linksautonomen, gewaltbereiten Demonstranten und weis der Geier was sonst noch, nimmt seit Jahren zu. Häusliche Gewalt gegenüber Frauen und Kinder ist entgegen deiner Behauptung NICHT damit erledigt, dass es verboten ist und ein Zeichen von irgendeinem Fortschritt - es zeigt lediglich, dass die Anzahl der Taten derart alamierend waren, dass auch hier Gesetze formuliert wurden. Denn Gesetze sind nicht dazu da, um Dinge zu verbieten, das werden sie nie schaffen - Gesetze sind dazu da, um bei Zuwiderhandlung den Täter in den Straftatbestand zu führen und demnach gegen ihn vorzugehen. Aber ich merke, ich drifte ab... nicht, dass die Gewaltzunahme etwas mit dem Spielen oder den Filmen zu tun hat, es ist aber ein Warnsignal dafür, dass hier etwas aus den Fugen läuft, was dutzende Einflussfaktoren hat; und die Legitimation und unsere Einstellung, dass jeder zu jedem noch so schlimmen Material Zugriff haben sollte und nichts mehr verboten werden darf im 21. Jahrhundert, KÖNNTE ein kleines Zahnrad an dieser Kette sein.SethSteiner hat geschrieben:Toleranter gegen Gewalt? Mittlerweile darf man nicht mehr seine Kinder schlagen und Schulen wenden auch keinen Rohrstock mehr an, Mobbing wird heutzutage auch nicht mehr als "so sind Kinder halt" abgetan als selbstverständlichen Teil des Lebens.
Allenfalls ist man gegenüber Gewalt in Medien toleranter.. und das ist kein Problem.
Fakt ist nunmal, dass man nicht jedem frisch Heranwachsenden (dazu zähle ich 18jährige noch) zutrauen kann, dass er sofort Interpretationen macht und Schlüsse zieht, oder überhaupt welche ziehen möchte. Aufgrund dieser Prämisse finde ich die Toleranz gegenüber dem mittlerweile viel zu oft erwähnten Schund, der unter falschen Vorwänden Gewalt verherrlicht, schlicht und ergreifend falsch. Es spielt für mich keine Rolle, ob es nun ein Spiegel der Gesellschaft ist, wenn ich einem wehrlosen Passanten im Manhunt-Stil virtuell mit der Mülltüte ersticke oder nicht - in diesem Augenblick ist es reine Gewaltverherrlichung, die gefährlich ist. Und die Toleranz demgegenüber ist noch viel gefährlicher, weshalb ich keine hohe Meinung von Entwicklern, Regisseuren und Publishern Medien solcher Art habe.
- SethSteiner
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Mir ist nicht bekannt, dass man die Rechte der Kinder gestärkt hätte, weil plötzlich aus heiterem Himmel die Anzahl an Taten alarmierend hoch gewesen wäre, wir reden hier vom Jahr 2000. Diese Taten waren schlichtweg Usus für eine sehr lange Zeit, nicht nur in diesem Land, sondern in vielen. Man muss sich das vorstellen, eine Gesellschaft in der Kinder verprügeln, schlagen und malträtieren ein ganz normaler Teil des Alltags ist. Wenn das keine hohe Toleranz für Gewalt voraussetzt, was denn dann? Und zu dieser Zeit war noch nichts mit Videospielen, Liveleak, vielen ständig verfügbaren Filmen. Natürlich heisst dieser Wandel nicht, dass es keine häusliche Gewalt mehr gegenüber Männern (ja, man stelle sich vor die gibts auch), Frauen und Kindern gibt aber man kann kaum behaupten, die Situation wäre noch dieselbe wie in einer Zeit, wo es als normal angesehen wurde sein Kind zu schlagen und auch andere Menschen zu gestatten, das eigene Kind zu misshandeln.
Dass irgendwo, irgendwas in der Kriminalstatistik ansteigt sagt erst Mal gar nichts aus. Es sagt nichts über das Alter der Täter, über die Motive der Täter, ja noch nicht Mal wie sich der Anstieg gestaltet, ich erinnere mich nämlich auch wie die Polizei erhöhte Anzeigenbereitschaft als Erklärung für steigende Zahlen lieferte. Überhaupt, wenn wir von Medien und steigenden Zahlen reden, muss man schon etwas mehr liefern als "Hey, die Zahlen steigen!". Nicht nur, dass ich keine Zahlen sehe, es gibt ja nicht mal eine Korrelation mit gewalthaltigen Medien (nicht zu vergessen, der Bevölkerungsanstieg muss ebenfalls aufgeführt werden). Und wenn wir das alles dann doch endlich hätten, bliebe immer noch eine bloße Korrelation.
Du sagst es ja selbst, es gibt dutzende Einflussfaktoren und "nicht, dass die Gewaltzunahme etwas mit dem Spielen oder FIlmen zutun hat". Also was soll das alles? Selbst dass ein Anstieg ein Warnsignal wäre, dürfte schon ziemlich diskutabel sein, inwiefern dann diese Spiele, Filme und allgemein Medien ein Zahnrad irgendeiner Größe sind noch viel mehr. Und wenn das alles nach Jahrzehnten noch immer derart unklar ist, kann die Toleranz gegenüber diesem "Schund" nicht falsch sein. Dass Gewaltverherrlichung gefährlich ist, ist eben nicht klar, dass die Toleranz demgegenüber noch gefährlicher sein soll grenzt schon an Diffamierung. Damit unterstellst du allen, die hier kein Problem mit Manhunt, Hatred, a Serbian Film oder alle Werke von de Sade haben oder sie konsumieren ohne sich zu übergeben, sie wären gefährlich.
Dass irgendwo, irgendwas in der Kriminalstatistik ansteigt sagt erst Mal gar nichts aus. Es sagt nichts über das Alter der Täter, über die Motive der Täter, ja noch nicht Mal wie sich der Anstieg gestaltet, ich erinnere mich nämlich auch wie die Polizei erhöhte Anzeigenbereitschaft als Erklärung für steigende Zahlen lieferte. Überhaupt, wenn wir von Medien und steigenden Zahlen reden, muss man schon etwas mehr liefern als "Hey, die Zahlen steigen!". Nicht nur, dass ich keine Zahlen sehe, es gibt ja nicht mal eine Korrelation mit gewalthaltigen Medien (nicht zu vergessen, der Bevölkerungsanstieg muss ebenfalls aufgeführt werden). Und wenn wir das alles dann doch endlich hätten, bliebe immer noch eine bloße Korrelation.
Du sagst es ja selbst, es gibt dutzende Einflussfaktoren und "nicht, dass die Gewaltzunahme etwas mit dem Spielen oder FIlmen zutun hat". Also was soll das alles? Selbst dass ein Anstieg ein Warnsignal wäre, dürfte schon ziemlich diskutabel sein, inwiefern dann diese Spiele, Filme und allgemein Medien ein Zahnrad irgendeiner Größe sind noch viel mehr. Und wenn das alles nach Jahrzehnten noch immer derart unklar ist, kann die Toleranz gegenüber diesem "Schund" nicht falsch sein. Dass Gewaltverherrlichung gefährlich ist, ist eben nicht klar, dass die Toleranz demgegenüber noch gefährlicher sein soll grenzt schon an Diffamierung. Damit unterstellst du allen, die hier kein Problem mit Manhunt, Hatred, a Serbian Film oder alle Werke von de Sade haben oder sie konsumieren ohne sich zu übergeben, sie wären gefährlich.
- FuerstderSchatten
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Ach Leutchen warum geben wir uns nicht einfach die Hand und erfreuen uns an guter Musik, keine Angst ist kein Rick Roll.
https://www.youtube.com/watch?v=gpqmoBYkQfc In den 80er war noch alles in Ordnung. George Michael war noch Hetro und Schwule wurden entweder verprügelt oder starben an Aids, ich vermisse diese Zeiten. Sie sollten mal nen Spiel dazu machen, man spielt entweder einen Bullen mit Schlagstock der die Leute in den Clubs verprügelt oder aber den Schwulen der so schnell wie möglich Aids bekommen muss oder so unangenehm wie möglich daran stirbt. Das wäre doch mal nen gutes Spiel. Meint ihr Destructive Creations wären an der Idee interessiert?
https://www.youtube.com/watch?v=gpqmoBYkQfc In den 80er war noch alles in Ordnung. George Michael war noch Hetro und Schwule wurden entweder verprügelt oder starben an Aids, ich vermisse diese Zeiten. Sie sollten mal nen Spiel dazu machen, man spielt entweder einen Bullen mit Schlagstock der die Leute in den Clubs verprügelt oder aber den Schwulen der so schnell wie möglich Aids bekommen muss oder so unangenehm wie möglich daran stirbt. Das wäre doch mal nen gutes Spiel. Meint ihr Destructive Creations wären an der Idee interessiert?
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Kya
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Genau, und für die Südstaaten Freunde unter uns eine Plantagen Sim inkl. Sklaven, aupeitschen und vergewaltigen.FuerstderSchatten hat geschrieben:Ach Leutchen warum geben wir uns nicht einfach die Hand und erfreuen uns an guter Musik, keine Angst ist kein Rick Roll.
https://www.youtube.com/watch?v=gpqmoBYkQfc In den 80er war noch alles in Ordnung. George Michael war noch Hetro und Schwule wurden entweder verprügelt oder starben an Aids, ich vermisse diese Zeiten. Sie sollten mal nen Spiel dazu machen, man spielt entweder einen Bullen mit Schlagstock der die Leute in den Clubs verprügelt oder aber den Schwulen der so schnell wie möglich Aids bekommen muss oder so unangenehm wie möglich daran stirbt. Das wäre doch mal nen gutes Spiel. Meint ihr Destructive Creations wären an der Idee interessiert?
Sind doch nur Pixel, also was solls, kommt ja schließlich niemand zu schaden.
Abgesehen davon ist das alles künstlerische Freiheit, will ja niemand eine Zensur in unserem demokratischen Rechtsstaat.
- FuerstderSchatten
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Bitte mit Extra-Zoom Funktion und Rüttelfunktion beim Vergewaltigen, endlich auch ein guter Grund den Occulus auszupacken. Das ist doch sonst alles fad, wir wollen doch keine Luschen und Warmduscher sein. Gefühle, Nachdenken, Empathie, jegliche Handlung, das alles ist doch was für die Schwuchteln ausn 80ern.Kya hat geschrieben:Genau, und für die Südstaaten Freunde unter uns eine Plantagen Sim inkl. Sklaven, aupeitschen und vergewaltigen.FuerstderSchatten hat geschrieben:Ach Leutchen warum geben wir uns nicht einfach die Hand und erfreuen uns an guter Musik, keine Angst ist kein Rick Roll.
https://www.youtube.com/watch?v=gpqmoBYkQfc In den 80er war noch alles in Ordnung. George Michael war noch Hetro und Schwule wurden entweder verprügelt oder starben an Aids, ich vermisse diese Zeiten. Sie sollten mal nen Spiel dazu machen, man spielt entweder einen Bullen mit Schlagstock der die Leute in den Clubs verprügelt oder aber den Schwulen der so schnell wie möglich Aids bekommen muss oder so unangenehm wie möglich daran stirbt. Das wäre doch mal nen gutes Spiel. Meint ihr Destructive Creations wären an der Idee interessiert?
Sind doch nur Pixel, also was solls, kommt ja schließlich niemand zu schaden.
Abgesehen davon ist das alles künstlerische Freiheit, will ja niemand eine Zensur in unserem demokratischen Rechtsstaat.
Wo ist die Unschuld hin, dass man noch nicht einmal ungebeten digital seinen Lülemann in die Mumu reinstecken kann. Ich meine wir müssen uns ja schon in der Wirklichkeit zurückhalten und jetzt auch noch digital oder wie? Das sind doch alles nur 1en und 0len (aber bitte mit authentischen Schmerzensschreien und angsterfüllten Augen) und genau das was jeder wahre und ursprüngliche Mann sowieso denkt und will. So was nennt man Triebabfuhr. Schon Aristoteles hat darauf geschworen.
