Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in Australischen Handelsketten an

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ZackeZells
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von ZackeZells »

Wollte nur nachfragen ob schon bekannt ist ob es Zusammenhänge zwischen dem Spielen von GTA und der Geiselnahme in Sydney gibt?
Kya
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von Kya »

Randall Flagg78 hat geschrieben:Genau das wollte man erreichen. ;)
Du sollst Dich dabei nicht wohlfühlen und Gewalt als das erleben was sie ist.
Dazu spuken mir 2 Fragen im Kopf rum:

- wie kann man so ein Drehbuch schreiben, ohne selbst krank im Kopf zu sein?
- gibt es vielleicht Menschen da draußen, die so etwas nachahmenswert finden?

ICH verstehe auch nicht den Reiz das sehen zu wollen, das gelesene stößt mich schon mehr ab als ich beschreiben kann.
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FuerstderSchatten
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

ZackeZells hat geschrieben:Wollte nur nachfragen ob schon bekannt ist ob es Zusammenhänge zwischen dem Spielen von GTA und der Geiselnahme in Sydney gibt?
Ja, der Typ war so sauer, dass er kein GTA im Laden kaufen konnte, da hat er kurzerhand Geiseln genommen. Verständliche Reaktion, wenn man mich fragt.

Randall Flagg78 hat geschrieben:
Nun könnte man natürlich argumentieren, in GTA würde die Gewalt glorifiziert. Damit hätte man m.M.n. aber unrecht bzw. hat nur sehr oberflächlich geschaut.
Denn eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall. Ich fand die Folterszene auch schrecklich und hab es nur widerwillig gemacht.
Aber sofort kam mir auch der Gedanke: Ja, genauso soll es auch sein.

Da sehe ich andere Spiele ebenfalls sehr viel problematischer, wie z.B. das hier angesprochene CoD. Denn dort wird Gewalt als cool verkauft und Krieg als ein bombastisches Effektgewitter, in dem man sich ganz toll fühlt.
Und dabei könnte es nicht weiter von der Realität entfernt sein.
Ich denke: Man kann so ziemlich alles zeigen und machen, was nicht strafrechtlich relevant ist.
Aber das Gezeigte zu verarbeiten, in die richtige Relation zu setzen und für sich zu werten, dass muss der Konsument selbst tun und das sollte ihm auch belassen sein.
Diese Aufarbeitung aber an den Hersteller abzugeben bzw. mittels Verboten dem Konsumenten gleich ganz nehmen zu wollen, kann doch nicht wirklich ernsthaft diskutiert werden?
Das mag ja noch bei der Folterszene stimmen, aber wenn man Leute auf der Straße abmurkst oder zusammenknüppelt, gibt das Spiel kein kritisches Feedback. In CoD bekämpft man zumindest meistens keine Zivilisten und das Szenario ist für 90 % der Menschheit abwegig. Das alles ist bei GTA nicht der Fall.

Aber im Grundsatz ist das auch egal, normale Menschen werden dadurch sicher nicht zu Gestörten und Gestörten ist eh nicht mehr zu helfen, aber vermutlich tut es ihnen auch nicht besonders gut, brutale Filme oder Spiele zu konsumieren. Aber vielleicht tut ihnen das auch gerade gut, und sie werden beruhigt. Soweit ich weiß ist das noch nicht ausreichend erforscht, welchen Effekt sowas hat.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 15.12.2014 17:42, insgesamt 1-mal geändert.
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ZackeZells
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von ZackeZells »

Danke für die zynische Antwort.

Wollte nur gefragt haben, da die Debatte bestimmt die Tage wieder hochkocht...
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FuerstderSchatten
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

ZackeZells hat geschrieben:Danke für die zynische Antwort.

Wollte nur gefragt haben, da die Debatte bestimmt die Tage wieder hochkocht...
Das ist nen 50jähriger Iraner, der vorher schon Frauen belästigt hat und wirre Koranzitate auf ne Flagge schreibt, vermutlich hat das nichts mit GTA zu tun.
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ZackeZells
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von ZackeZells »

Man munkelts also nur....
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3nfant 7errible
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von 3nfant 7errible »

Wisst ihr was auch lustig ist, vor allem an diejenigen gerichtet, die mit dem "zum Wohle des Kindes" argumentieren, damit es ja keinen "Knacks" bekommt? Es gibt keine zuverlässige Studie, die diesen möglichen "Knacks" aufgrund von gewalthaltigen Spielen eindeutig beweist. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche und seit Ewigkeiten Studien, die sich mit Scheidungskindern beschäftigen und dort zu klareren Ergebnissen kommen wie... Scheidungskinder haben eine soundsoviel höhere Chance an Depressionen zu erkranken, in der Schule schlechter zu werden, Übergewicht zu bekommen, aggressiv zu werden, gemobbt zu werden etc.
Trotzdem interessiert das ausser Ärzten, Psychologen und Pädagogen keine Sau. Niemand schreibt darüber in der Zeitung, in social networks oder sonstwas. Im Gegenteil, Scheidung ist hipper als jemals zuvor, ein regelrechter Volkssport. Sobald es irgendein kleines Problemchen in der Ehe gibt, wird zur Scheidung geraten. Da ist dann plötzlich das Wohlbefinden des erwachsenen Mannes und vor allem der erwachsenen Frau wichtiger als alles andere. Und naja, ein bisschen Schwund ist halt immer, muss das Blag dann halt mit klar kommen...

Natürlich ist das alles Blödsinn, da Spiele wie GTA so oder so nicht in Kinderhände gehören, es ist dennoch faszinierend welche Prioritäten die selbsternannten Weltverbesserer und Moralapostel setzen. The easy way out für sich selbst, ja nicht selbst Verantwortung übernnehmen, und dabei noch den Nerv haben das Wohl der Kinder als Grund vorzuschieben. Hauptsache man hat so ne Petitition unterschrieben und kann sich auf die Schulter klopfen, etwas gegen entartete Kunst unternommen zu haben
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FuerstderSchatten
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

Scipione hat geschrieben:Wisst ihr was auch lustig ist, vor allem an diejenigen gerichtet, die mit dem "zum Wohle des Kindes" argumentieren, damit es ja keinen "Knacks" bekommt? Es gibt keine zuverlässige Studie, die diesen möglichen "Knacks" aufgrund von gewalthaltigen Spielen eindeutig beweist. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche und seit Ewigkeiten Studien, die sich mit Scheidungskindern beschäftigen und dort zu klareren Ergebnissen kommen wie... Scheidungskinder haben eine soundsoviel höhere Chance an Depressionen zu erkranken, in der Schule schlechter zu werden, Übergewicht zu bekommen, aggressiv zu werden, gemobbt zu werden etc.
Trotzdem interessiert das ausser Ärzten, Psychologen und Pädagogen keine Sau. Niemand schreibt darüber in der Zeitung, in social networks oder sonstwas. Im Gegenteil, Scheidung ist hipper als jemals zuvor, ein regelrechter Volkssport. Sobald es irgendein kleines Problemchen in der Ehe gibt, wird zur Scheidung geraten. Da ist dann plötzlich das Wohlbefinden des erwachsenen Mannes und vor allem der erwachsenen Frau wichtiger als alles andere. Und naja, ein bisschen Schwund ist halt immer, muss das Blag dann halt mit klar kommen...

Natürlich ist das alles Blödsinn, da Spiele wie GTA so oder so nicht in Kinderhände gehören, es ist dennoch faszinierend welche Prioritäten die selbsternannten Weltverbesserer und Moralapostel setzen. The easy way out für sich selbst, ja nicht selbst Verantwortung übernnehmen, und dabei noch den Nerv haben das Wohl der Kinder als Grund vorzuschieben. Hauptsache man hat so ne Petitition unterschrieben und kann sich auf die Schulter klopfen, etwas gegen entartete Kunst unternommen zu haben
Du bekämpfst also Stammtischgeschwätz mit Stammtischgeschwätz, sehr nobel von dir. Als ob das so einfach messbar wäre, wo zig soziale Faktoren dort mitreinspielen, natürlich wenn danach nur noch eine alleinerziehende Mutter übrigbleibt und der Mann kein Geld für Alimente hat oder sie einfach nicht zahlt, dann ist das problematisch für das Kind, umgekehrt aber, was ist wenn beide Partner gut verdienen, dann gibt's richtig fette Weinachten und übers Jahr verteilt dann weniger Streit zwischen den Eltern.

Und dann noch deine komische Agenda, das sind keine Weltverbesserer sondern so ziemlich das äquivalent zu ich nenne sie mal ultrakonservative Pseudo-Grüne, (die mit dem Vegiday und nur Bio fressen), CDU- und AFD-Wähler, die in Australien so drauf sind. Du bellst also sozusagen deinen eigenen Baum an, warum auch immer.
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Randall Flagg78
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von Randall Flagg78 »

Kya hat geschrieben:
Dazu spuken mir 2 Fragen im Kopf rum:

- wie kann man so ein Drehbuch schreiben, ohne selbst krank im Kopf zu sein?
- gibt es vielleicht Menschen da draußen, die so etwas nachahmenswert finden?

ICH verstehe auch nicht den Reiz das sehen zu wollen, das gelesene stößt mich schon mehr ab als ich beschreiben kann.
Ja, man kann so etwas schreiben und verfilmen, ohne krank im Kopf zu sein. Man kann auch trotzdem ein total netter, gebildeter, freundlicher, treusorgender Familienvater, Nachbar, Eheman und Freund sein.
Das passt alles zusammen und schließt sich nicht aus. Ich glaube kaum das Pascal Laugier ein frauenschlagender krimineller Psychopath ist. Ich halte ihn sogar für ziemlich intelligent um ein solches Konstrukt zu gestalten, dass einem dermaßen an die Nieren geht.
Genau wie die Menschen die sich so etwas anschauen und damit reflektiert umgehen können.
Denn die Wirkung von solchen Inhalten verstehen bzw. zu verstehen was damit ausgesagt werden soll und (Achtung) solche Inhalte gutheißen (sprich genießen) sind eindeutig zwei ganz verschiedene Dinge.
Und solche Inhalte im realen Leben auszuüben, ist noch mal ein drittes paar Schuhe, wo wir dann schon bei strafrechtlicher Relevanz sind.

Die Faszination, speziell in diesem Fall, geht für mich einfach von der Art und Weise aus, wie dieser Film gemacht ist.
Er hat mich einfach zutiefst geschockt, eben weil es absolut realistisch gemacht ist. Man hat irgendwie keine richtige Distanz zu dem was einem da präsentiert wird.
Wenn wir in den Nachrichten von Folterlagern der CIA hören, Abu Ghraib, Guantanamo usw. dann ist das alles total weit weg.
Und jeder kann sich natürlich ungefähr vorstellen was dort abgeht. Das hab ich bisher jedenfalls auch immer gedacht. Aber es zu sehen, wie so etwas abläuft, ist nochmal etwas ganz anderes.
Genauso ist es mit den allseits beliebten Horror Filmchen ala SAW, I Spit on your Grave und solchen Streifen.
Das ist Popcorn Kino, bei dem sich der gebildete Mitteleuropäer in seinem Sessel gemütlich mit Bier und Chips vor die Kiste setzt und sich "wohlig gruselt". Und soll ich Dir was sagen?
Diese Filme sind viel schlimmer! Sie deuten Gewalt an und zeigen sie auch ab und an mal recht explizit, blenden aber weg bevor es ungemütlich wird. Und sie zeigen nicht was es für die Menschen bedeutet, denen das angetan wird.
Da wird die eben noch vergewaltigte Frau plötzlich zum ultracoolen Racheengel und der Zuschauer feiert es dann wenn die Köpfe ihrer Peiniger rollen.

Natürlich haben die es ja verdient und die Frau hat richtig gehandelt. Ganz einfach, oder? Aber genau damit hat man die Gewalt glorifiziert, sie entwertet und dem Zuschauer gleichzeitig die Rechtfertigung an die Hand gegeben sich vom Gesehenen zu distanzieren. Und das ist viel schlimmer, in meinen Augen, denn es ist feige und inkonsequent.
Da wird manchmal sogar noch die Vergewaltigung mit einer Prise Erotik angeheizt, indem man das Opfer vorher im Tanga posieren lässt. Geht es noch schlimmer?
Jedem der das toll und cool findet, dem empfehle ich mal den Film Irreversible zu schauen, um mal zu sehen wie so etwas in der Realität aussieht, wenn der Regisseur mal 8-9 Minuten lang drauf hält und man ertragen muss, wie das Opfer (übrigens Monica Belucci) auch noch brutalst zusammengeschlagen wird.
Danach siehst Du solche MTV Horror Filmchen mit ganz anderen Augen.

Und die gleichen Leute, die solchen SAW Kram feiern, sind dann bei einem Martyrs entsetzt und schwingen gar noch die Moral Keule. Warum wohl?
Weil die Gewalt so dargestellt wird wie sie in Wirklichkeit ist. Abstoßend, widerwärtig, entwürdigend und die Opfer werden entmenschlicht. Da kann man sich als Zuschauer plötzlich nämlich nicht mehr hinter irgendwelchen Erklärungen verstecken, da einem der Film keine Rechtfertigung bietet. Und da fängt man an nachzudenken. Leider machen sich das einige Leute dann recht einfach und werten es als Schund ab, obwohl sie die gleiche Gewalt doch vorher gut fanden. Wie passt das zusammen?
In Martyrs ist die Gewalt plötzlich so nahe, denn diese Szene könnte sich in der Wohnung nebenan abspielen. Dir wird nämlich klar das es wirklich solche Menschen gibt und das die nicht mal einen Grund dafür brauchen, anderen so etwas anzutun. Mit denen kann man nicht vernünftig reden, an ihr Mitleid appellieren, an ihre Menschlicheit.
Ja, dass ist harte Kost, aber genau die möchte es auch sein und deshalb hab ich Dir auch so geantwortet.
Mich hat dieser Film extrem beeindruckt, weil er meinen Blickwinkel auf diese Dinge geändert hat.
Wenn ich heute von einem Folterlager höre, habe ich die Bilder aus diesem Film sofort in meinem Kopf und weiß was das bedeutet, für die dort gepeinigten Menschen. Zumindest im Ansatz, denn die Realität ist wahrscheinlich noch schlimmer.

Muss man sich so etwas anschauen? Natürlich nicht. Aber jemanden krank zu nennen weil er die ungeschönte Wahrheit zeigt, ist irgendwie schizophren, wenn ich mich auf der anderen Seite für solche Killerfilmchen begeistern kann, weil die ja so schön gruselig sind und ich sie bequem konsumieren kann.

Zudem würde ich Martyrs nicht in eine Reihe mit den gewöhnlichen Splatter und Gore Werken stellen.
Da gibt's eine ganze Reihe von viel übleren Machwerken, die auch keinerlei Aussage haben und wo Gewalt nur um der Gewalt Willen gezeigt wird (z.B. Inside, The Human Centipede 2 und solcher Schund).
Das sind dann nur solche Aneinanderreihungen von Abscheulichkeiten, um die Tabu Bruch Liste abzuhaken und möglichst noch neue Punkte hinzuzufügen.
Diese Filme mag ich auch nicht und sie berühren mich auch nicht im Geringsten. Vieles davon hätte man sich wirklich sparen können auf Zelluloid zu bannen.
Trotzdem würde ich niemals ein Verbot fordern. Warum auch? Ich habe einen Kumpel, der auf Splatter und Gore steht.
42 Jahre alt, glücklich verheiratet, 2 Kinder, 2 Autos, Systemadmin bei der Stadt. Obere Mittelschicht und noch nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen.
Der schaut sich wirklich das ganze ultraharte Zeug an und hat irgendwie Spaß daran. Und warum auch nicht?
Wem tut er damit weh? Ich kann es auch nicht so ganz nachvollziehen, weshalb ich ihn aber nicht verurteile.
Ich maße mir ja auch nicht an über Fluch der Karibik Fans zu urteilen, obwohl das m.M.n. der größte und hohlste Schwachsinn des Jahrhunderts ist.
Jeder wie er möchte, solange er damit niemandem schadet und das Gesetz nicht übertritt. Und das solche Filme einen dazu ermuntern, halte ich übrigens für Schwachsinn.

Hier noch, zum Abschluss, eine ganz gute Kritik zu Martyrs, die es eigentlich sehr genau auf den Punkt bringt.

http://www.filmstarts.de/kritiken/99054 ... ritik.html
Zuletzt geändert von Randall Flagg78 am 15.12.2014 22:17, insgesamt 2-mal geändert.
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darkmojo
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von darkmojo »

völlig OT aber:
FuerstderSchatten hat geschrieben:
Dafür habe ich jetzt aber eine umfangreiche Bibliothek an Büchern, Spielen und Filmen verinnerlicht, was ja auch zu was nutze ist. Z.B. wenn ich Germanistik oder Anglistik studiert hätte, was ich nicht habe, sondern Geschichte, aber auch da ist es nützlich, wäre das mein Forschungsgebiet, was es nicht ist.
OMGesus, pures Gold :D

Bitte nicht falsch verstehen es ist blos ... it fuckin' made my day, Dood!^^
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FuerstderSchatten
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

darkmojo hat geschrieben:völlig OT aber:
FuerstderSchatten hat geschrieben:
Dafür habe ich jetzt aber eine umfangreiche Bibliothek an Büchern, Spielen und Filmen verinnerlicht, was ja auch zu was nutze ist. Z.B. wenn ich Germanistik oder Anglistik studiert hätte, was ich nicht habe, sondern Geschichte, aber auch da ist es nützlich, wäre das mein Forschungsgebiet, was es nicht ist.
OMGesus, pures Gold :D

Bitte nicht falsch verstehen es ist blos ... it fuckin' made my day, Dood!^^
Gerne, ich glaube, es fällt aber sowieso unter Kunstgeschichte oder unter Literaturwissenschaft?
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von 3nfant 7errible »

FuerstderSchatten hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:Wisst ihr was auch lustig ist, vor allem an diejenigen gerichtet, die mit dem "zum Wohle des Kindes" argumentieren, damit es ja keinen "Knacks" bekommt? Es gibt keine zuverlässige Studie, die diesen möglichen "Knacks" aufgrund von gewalthaltigen Spielen eindeutig beweist. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche und seit Ewigkeiten Studien, die sich mit Scheidungskindern beschäftigen und dort zu klareren Ergebnissen kommen wie... Scheidungskinder haben eine soundsoviel höhere Chance an Depressionen zu erkranken, in der Schule schlechter zu werden, Übergewicht zu bekommen, aggressiv zu werden, gemobbt zu werden etc.
Trotzdem interessiert das ausser Ärzten, Psychologen und Pädagogen keine Sau. Niemand schreibt darüber in der Zeitung, in social networks oder sonstwas. Im Gegenteil, Scheidung ist hipper als jemals zuvor, ein regelrechter Volkssport. Sobald es irgendein kleines Problemchen in der Ehe gibt, wird zur Scheidung geraten. Da ist dann plötzlich das Wohlbefinden des erwachsenen Mannes und vor allem der erwachsenen Frau wichtiger als alles andere. Und naja, ein bisschen Schwund ist halt immer, muss das Blag dann halt mit klar kommen...

Natürlich ist das alles Blödsinn, da Spiele wie GTA so oder so nicht in Kinderhände gehören, es ist dennoch faszinierend welche Prioritäten die selbsternannten Weltverbesserer und Moralapostel setzen. The easy way out für sich selbst, ja nicht selbst Verantwortung übernnehmen, und dabei noch den Nerv haben das Wohl der Kinder als Grund vorzuschieben. Hauptsache man hat so ne Petitition unterschrieben und kann sich auf die Schulter klopfen, etwas gegen entartete Kunst unternommen zu haben
Du bekämpfst also Stammtischgeschwätz mit Stammtischgeschwätz, sehr nobel von dir. Als ob das so einfach messbar wäre, wo zig soziale Faktoren dort mitreinspielen, natürlich wenn danach nur noch eine alleinerziehende Mutter übrigbleibt und der Mann kein Geld für Alimente hat oder sie einfach nicht zahlt, dann ist das problematisch für das Kind, umgekehrt aber, was ist wenn beide Partner gut verdienen, dann gibt's richtig fette Weinachten und übers Jahr verteilt dann weniger Streit zwischen den Eltern.

Und dann noch deine komische Agenda, das sind keine Weltverbesserer sondern so ziemlich das äquivalent zu ich nenne sie mal ultrakonservative Pseudo-Grüne, (die mit dem Vegiday und nur Bio fressen), CDU- und AFD-Wähler, die in Australien so drauf sind. Du bellst also sozusagen deinen eigenen Baum an, warum auch immer.
Welches Stammtischgeschwätz und welcher Baum? ^^
Und dass ein Kind lieber ein Elternteil fortgehen sehen würde, um irgendwie fette Weihnachten zu haben, hat wohl so auch noch nie jemand gehört.

Das war jetzt aber nix, lieber Fürst :)
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FuerstderSchatten
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

Scipione hat geschrieben:
Welches Stammtischgeschwätz und welcher Baum? ^^
Und dass ein Kind lieber ein Elternteil fortgehen sehen würde, um irgendwie fette Weihnachten zu haben, hat wohl so auch noch nie jemand gehört.

Das war jetzt aber nix, lieber Fürst :)
Fortgehen sehen, so so? Ich sehe schon keine Fantasie und null eigene Erfahrung. Ok, ich versuche dir das mal anhand meines Bruders plastisch darzustellen, der Arzt ist und inzwischen 4 Kinder hat, 3 mit seiner Ex-Frau, die Lehrerin ist und jetzt mit einem Sozialwissenschaftler zusammen ist und 1 Kind mit seiner neuen Frau die auch Ärztin ist. Den Kindern geht es prächtig, mein Bruder nimmt die Kinder jedes Wochenende und glaube mir die Kinder würden keine Sekunde wollen, das die wieder zusammen wären. Das gab damals nur Streß. Natürlich, eine schlechtausgebildete alleinerziehende Mutter ist ein Armutsrisiko für ein Kind, was wiederum genau das ist, was die Forscher rausgefunden hat. Eine Scheidung per se ist überhaupt nichts schlimmes, eher umgekehrt, wenn sich Eltern nicht mehr lieben und trotzdem zusammenbleiben wie das bei meinen Eltern der Fall war. Aber weil das keine Erfolgsgeschichte ist, möchte ich nicht unbedingt drüber schreiben.

Jedenfalls musst du mal über dein konservatives Weltbild hinwegsehen, es gibt kein eindeutiges Schwarz und Weiß, auch wenn die Forscher das so sagen, weil sie einfach den Durchschnitt ziehen und nicht den Einzelfall im Fokus haben. Manchmal ist es besser sich zu trennen, wenn es sonst nur Ärger gibt. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von 3nfant 7errible »

Na dann ist ja gut, dass alle Eltern Ärzte sind und so, und Scheidungskindern in den meisten Fällen die Sonne ausm Popo scheint. Diese Erkenntnis solltest du mal den Leuten mitteilen, die sich seit nunmehr Jahrzehnten mit den traurigen Problemfällen beschäftigen :wink:

Davon abgesehen wollte ich das jetzt auch nicht zum grossen neuen Thema machen. Es ist eben nur, wie ich schon sagte, sehr faszinierend wie über dieses viel realere Problem kein Schwein spricht, aber dafür solche Fantasie-Probleme total hip sind.
Noch scheusslicher, wenn man dann noch ein auf "Oweh, würde doch bitte jemand an die Kinder denken" macht
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FuerstderSchatten
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

Scipione hat geschrieben:Na dann ist ja gut, dass alle Eltern Ärzte sind und so, und Scheidungskindern in den meisten Fällen die Sonne ausm Popo scheint. Diese Erkenntnis solltest du mal den Leuten mitteilen, die sich seit nunmehr Jahrzehnten mit den traurigen Problemfällen beschäftigen :wink:

Davon abgesehen wollte ich das jetzt auch nicht zum grossen neuen Thema machen. Es ist eben nur, wie ich schon sagte, sehr faszinierend wie über dieses viel realere Problem kein Schwein spricht, aber dafür solche Fantasie-Probleme total hip sind.
Noch scheusslicher, wenn man dann noch ein auf "Oweh, würde doch bitte jemand an die Kinder denken" macht
Da gebe ich dir recht, aber nen neues Fass aufzumachen, halte ich jetzt auch nicht für das beste. Nach meiner Einschätzung als Nicht-Fachmann sind die Auswirkungen von Videospielen auf Kinder und Erwachsene eher gering stattdessen sind die realen Verhältnisse auschlaggebend für die Entwicklung des Menschens und da hast du auch recht und vielleicht wolltest du auch darauf hinaus, dass diese kaum thematisiert werden, weil man dort auf eine innerste familiäre Barrieren stößt und diese sich gar nicht so einfach lösen dürften durch die Politik. Stattdessen wird das Problem auf einfache angebliche Kausalzusammenhänge reduziert, seltsamerweise aber auch nur im Bereich von Videospielen und Filmen.

Beim Gebrauch von Schusswaffen gibt es sie auf einmal nicht mehr, da heißt es das ist doch nur ein dummer Zufall, dass alle die in den Schulen durchgedreht sind auch in Schützenvereinen waren. Für mich steht auch eins fest, mit nem Messer würde sowas eher nen kurzer Trip. Aber die Schützenvereine und Waffenlobby sind unglaublich stark in der Politik verankert und haben auch einen starken Rückhalt in der Bevölkerung, die das als Sport abtut. Da braucht man halt nen anderen Sündenbock.